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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einscannen von Dokumenten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Einscannen von Dokumenten gemäß Anspruch 9.
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Vorrichtungen zum Einscannen von Dokumenten beispielsweise zu Archivierungszwecken sind aus dem Stand der Technik gut bekannt. Insbesondere wenn es um das Einscannen von größeren Mengen von Dokumenten geht (z. B. Eingangspost oder Registratur in größeren Unternehmen oder Behörden), sollten die Scanner ”heterogene Belegstapel” verarbeiten können. Heterogene Belegstapel umfassen Belege bzw. Dokumente beispielsweise unterschiedlicher Größe, unterschiedlicher Dicke oder unterschiedlicher Materialien. Solche Dokumente müssen sorgfältig in das Einzugsfach der Scanvorrichtung gelegt bzw. darin gestapelt werden, damit sie korrekt vereinzelt und eingezogen werden können. Erfolgt das Einlegen nicht mit der hierfür erforderlichen Genauigkeit, kann es zu nicht korrektem Einzug, z. B. Schräg- oder Mehrfacheinzug, oder zu Papierstau in der Scanvorrichtung kommen.
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Das zwingend erforderliche sorgfältige Einlegen der einzuscannenden Dokumente in den Einzugsschacht nimmt jedoch eine gewisse Zeit in Anspruch, während der die Vorrichtung zum Einscannen still stehen muss. Denn ein Nachlegen von einzuscannenden Dokumenten in das Einzugsfach, während aus dem Einzugsfach Dokumente eingezogen werden, ist üblicherweise nicht möglich. Durch den Stillstand der Vorrichtung wird der Durchsatz an einzuscannenden Dokumenten verringert. Beispielsweise kann mit aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen zum Scannen von Dokumenten ein Durchsatz von ca. 300 Seiten/Minute (5 Seiten/Sekunde) bezogen auf ein DIN A4 Blatt erzielt werden. In ein Einzugsfach einer derartigen Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten können ungefähr 1000 Blätter eingelegt werden, was bedeutet, dass das Einzugsfach bei dem oben angegebenen Durchsatz nach ca. 3 Minuten (genauer: 200 Sekunden) leer ist, wonach eine neue Befüllung erfolgen muss. Wenn der oben beschriebene Einlegevorgang neuer Dokumente bzw. Belege 30 Sekunden beansprucht, verringert sich der tatsächlich erzielte Durchsatz im Dauerbetrieb auf ca. 260 Seiten pro Minute (4,3 Seiten/Sekunde), woraus sich ein Anteil der Stillstandzeit der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten von ca. 15%, bzw. ein um knapp 15% verringerter effektiver Durchsatz ergibt.
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Es ist daher wünschenswert, diese Stillstandzeiten der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten zu verringern, um den Durchsatz von Dokumenten zu erhöhen.
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Ein Ansatz, die Stillstandzeiten zu verringern und somit den Durchsatz an Dokumenten zu erhöhen wäre beispielsweise der Einsatz von Wechselkassetten, die abwechselnd von der Scanvorrichtung abgenommen, befüllt und dann wieder an der Scanvorrichtung angebracht werden. Dieser Ansatz hat sich bei den Erfindern als wenig praktikabel erwiesen, da die einzuscannenden Dokumente, wie bereits erwähnt, heterogen sein können und bei dem Wechsel der Kassetten dann möglicherweise nicht mehr richtig an einem Rand anliegen würden, was wiederum zu Funktionsstörungen beim Einzug fähren kann. Außerdem haben die Kassetten, wenn sie befüllt sind, ein erhebliches Gewicht, was wiederum aus Ergonomie-Gründen Bedenken begegnet.
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Ein anderer Ansatz wäre es, die Kapazität des Einzugsfachs selbst zu erhöhen. Auch dieser Ansatz hat sich bei den Erfindern als nicht umsetzbar erwiesen, da insbesondere beim Stapeln heterogener, nicht ideal eben liegender Dokumente ab einer gewissen Menge der sogenannte „Kisseneffekt” auftritt, der Dokumentenstapel sich also zu einem Rand hin aufwölbt. Wenn die einzelnen Dokumente nicht plan und parallel zueinander gestapelt sind, kann dies dazu führen, dass die Dokumente nicht mehr korrekt eingezogen werden.
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US 5,669,057 A betrifft eine Wiedergabevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
EP 0 023 544 A1 betrifft ein Reproduktionssystem mit zwei Einzugsfächern.
US 2009/0196653 A1 betrifft einen Scanner, welcher zwei separat zu bedienende Einzugsfächer aufweist.
DE 28 18 123 A1 betrifft eine Einrichtung mit mehreren übereinander angeordneten Einzugsfächern, welche separat befüllt werden können und vereinzeln können.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten und ein entsprechendes Verfahren zum Scannen von Dokumenten zu schaffen, mittels welcher ein erhöhter Durchsatz erzielt werden kann, ohne dass ein erhöhtes Risiko eines Papierstaus oder einer sonstigen Funktionsstörung beim Einzug besteht, die jedoch platzsparend realisiert werden kann.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zum Scannen von Dokumenten mit den Merkmalen gemäß Anspruch 9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen definiert.
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Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung zum Einscannen von Dokumenten bereitgestellt, an welcher ein erstes Einzugsfach angebracht ist, in welchem einzuscannende Dokumente aufnehmbar sind und von welchem eine Dokumenteneinzugseinrichtung einzuscannende Dokumente vereinzelnd aufnimmt und einer Scaneinheit zum Einscannen zuführt, und wobei an der Vorrichtung ein zweites Einzugsfach angebracht ist, in welchem einzuscannende Dokumente aufnehmbar sind und von welchem die Dokumenteinzugseinrichtung einzuscannende Dokumente vereinzelnd aufnimmt, wobei die Vorrichtung angepasst ist, um über die Dokumenteneinzugseinrichtung einzuscannende Dokumente alternativ aus dem ersten Einzugsfach oder aus dem zweiten Einzugsfach aufzunehmen.
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Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass an dem Gehäuse eine Einrichtung vorgesehen ist, die ausgebildet ist, um die beiden Einzugsfächer zwischen einer ersten Position, in welcher das erste Einzugsfach in einer Einzugsposition ist, in der die Dokumenteneinzugseinrichtung einzuscannende Dokumente vereinzelnd aus dem ersten Einzugsfach aufnehmen kann, und das zweite Einzugsfach in einer Befüllposition ist, in der das zweite Einzugsfach befüllt werden kann, und einer zweiten Position, in welcher das zweite Einzugsfach in einer Einzugsposition ist, in der die Dokumenteneinzugseinrichtung einzuscannende Dokumente vereinzelnd aus dem zweiten Einzugsfach aufnehmen kann, und das erste Einzugsfach in einer Befüllposition ist, in der das erste Einzugsfach befüllt werden kann, zu bewegen.
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Mittels der erfindungsgemäßen Konfiguration, welche ein erstes Einzugsfach und ein zweites Einzugsfach vorsieht, die abwechselnd befüllbar sind, kann die Stillstandzeit der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten deutlich reduziert und damit der Durchsatz von Dokumenten entsprechend erhöht werden, da ein Benutzer die Möglichkeit hat, während einzuscannende Dokumente aus dem einen Einzugsfach durch die Dokumenteneinzugseinrichtung entnommen werden, das andere Einzugsfach, welches leer ist, wieder mit neuen einzuscannenden Dokumenten zu befüllen. Der Betrieb der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten muss somit nicht unterbrochen werden, um neue Dokumente einzulegen, wie es bei aus dem Stand der Technik bekannten Scanvorrichtungen der Fall ist. Die Stillstandzeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten verringert sich vorteilhafterweise praktisch auf 0.
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Erfindungsgemäß kommt die Vorrichtung mit einer einzigen Dokumenten-Einzugseinrichtung aus. Die Dokumenten-Einzugseinrichtung zieht Dokumente jeweils aus demjenigen Einzugsfach, welches aktuell in der Einzugsposition ist, und übergibt die vereinzelten Dokumente an den Transportmechanismus. Weil nur eine einzige Dokumenten-Einzugseinrichtung benötigt wird, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in dieser Ausgestaltung besonders wirtschaftlich und platzsparend realisierbar.
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Wenn sich das Einzugsfach in der jeweiligen Befüllposition befindet, ist es nur befüllbar; es können keine Dokumente eingezogen werden, denn in der Befüllposition wird es nicht von der Einzugseinrichtung erfasst.
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Besonders bevorzugt weist die Einrichtung zumindest eine Führungsschiene auf. Mittels der Führungsschiene, welche vorzugsweise als Rundstange ausgebildet ist, können das erste Einzugsfach und das zweite Einzugsfach auf einfache Weise jeweils von der Befüllposition zur Einzugsposition bewegt werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind das erste Einzugsfach und das zweite Einzugsfach beide auf einer Seite eines Gehäuses der Vorrichtung, insbesondere im Wesentlichen auf einer gleichen gemeinsamen Höhe, angeordnet. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Ergonomie der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten vorteilhaft, da ein Benutzer, der das erste und das zweite Einzugsfach abwechselnd befüllt, dann stets auf der gleichen Höhe arbeiten kann.
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Gemäß noch einer bevorzugten Ausführungsform sind das erste Einzugsfach und das zweite Einzugsfach nebeneinander angeordnet. Vorzugsweise können das erste Einzugsfach und das zweite Einzugsfach als Einheit ausgebildet sein.
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Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind das erste Einzugsfach und das zweite Einzugsfach im Wesentlichen identisch ausgebildet.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung ein erstes Ausgabefach auf, in welches eingescannte Dokumente, insbesondere die Dokumente aus dem ersten Einzugsfach, ausgebbar sind, sowie ein zweites Ausgabefach, in welches die eingescannten Dokumente, insbesondere die Dokumente aus dem zweiten Einzugsfach, ausgebbar sind. Hierdurch kann ebenfalls die Stillstandzeit der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten vorteilhaft reduziert werden, indem das eine Ausgabefach von einer Bedienperson geleert werden kann, während die Vorrichtung weitere eingescannte Dokumente in das andere Ausgabefach ausgibt.
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Besonders bevorzugt ist es darüber hinaus, wenn das erste und das zweite Ausgabefach jeweils um etwa 50% größer sind als das erste und das zweite Einzugsfach. Dies ist daher von Vorteil, da die Ausgabe speziell heterogener Dokumente nicht immer ganz gleichmäßig und sauber erfolgt, was durch die erhöhte Größe der Ausgabefächer kompensiert wird. Dann ist gewährleistet, dass die Ausgabefächer jeweils den gesamten Inhalt eines Einzugsfachs aufnehmen können. Entleeren der Ausgabefächer und Befüllen der Einzugsfächer können dann mit der gleichen ”Taktrate” erfolgen.
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Vorzugsweise ist die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten an ein Speichermedium zum Speichern der von den eingescannten Dokumenten gewonnenen digitalen Daten anschließbar. Es ist auch von Vorteil, wenn die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten einen Monitor aufweist, an welchem beispielsweise die bereits eingescannten Dokumente angezeigt werden.
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Die Erfindung umfasst darüber hinaus ein Verfahren zum Einscannen von Dokumenten mittels einer Vorrichtung zum Einscannen von Dokumenten, bei welchem die Dokumente aus einem ersten Einzugsfach, in einer Einzugsposition, vereinzelnd zum Scannen aufgenommen werden und ein zweites Einzugsfach, in einer Befüllposition, mit Dokumenten befüllt wird, und wobei, wenn das erste Einzugsfach leer ist, die Dokumente aus dem zweiten Einzugsfach, in einer Einzugsposition, vereinzelnd zum Scannen aufgenommen werden und das erste Einzugsfach, in einer Befüllposition, mit Dokumenten befüllt wird, wobei die beiden Einzugsfächer durch eine Einrichtung zwischen der Einzugsposition und den jeweiligen Befüllpositionen bewegt werden, derart, dass, wenn das eine Einzugsfach in der Einzugsposition ist, das andere Einzugsfach in der jeweiligen Befüllposition ist.
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Durch das erfindungsgemäße Verfahren können die Stillstandzeiten beim Scannen von Dokumenten praktisch auf 0 reduziert werden, da ein Benutzer jeweils eines der beiden Einzugsfächer, welches gerade leer ist, wieder neu mit Dokumenten befüllen kann, während aus dem anderen der beiden Einzugsfächer die Dokumente bereits durch eine Dokumenteinzugseinrichtung vereinzelnd eingezogen und der Scaneinheit zugeführt werden.
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Alle erfindungsgemäßen Ausführungsformen eignen sich insbesondere auch für die Verarbeitung heterogener Dokumentenstapel, weil sie es gestatten, dass Dokumente bei optimaler Auslastung der Scaneinheit – unterbrechungsfrei, also ohne Verlust an Scan-Durchsatz – in jedem Fall sorgfältig in das jeweils andere Einzugsfach nachgelegt werden können. Beispiele für derartige Belege sind Eingangspostdokumente, Überweisungsträger oder Auftragsformulare unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit und natürlich Mischungen davon.
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Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten gemäß dem Stand der Technik;
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2 eine Ansicht einer Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten gemäß einer Ausführungsform in einer ersten Scan- und Befüllposition;
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3 eine Ansicht der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten von 2 in einer zweiten Scan- und Befüllposition; und
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4 eine Ansicht der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten von 2 ohne das erste und zweite Einzugsfach.
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1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 gemäß dem Stand der Technik. Die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 ist als Standgerät ausgebildet und weist ein Gehäuse 2 mit zwei Standfüßen 3 auf. An einer Seite 4 des Gehäuses 2, hier an der Vorderseite 5, ist das Gehäuse 2 ausgebildet. Ein Benutzer (nicht dargestellt) kann heterogene einzuscannende Dokumente (nicht dargestellt) in ein Einzugsfach 6 der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 genau ausgerichtet einlegen, so dass es in einer Dokumenteinzugseinrichtung (nicht dargestellt), welche eine Vereinzelungseinrichtung, mit welcher die einzuscannenden Dokumente einzeln aus dem Einzugsfach 6 entnommen werden, und einen Transportmechanismus umfasst, mit welchem die entnommenen Dokumente einzeln einer Scaneinheit (nicht dargestellt) zugeführt werden, nicht zu einem Papierstau kommt. Nach dem Scannen der einzelnen Dokumente mittels eines optischen Sensors (ebenfalls nicht dargestellt), beispielsweise eines oder mehrerer CCD-Sensoren, werden einerseits die abgetasteten Signale in digitale Daten umgewandelt, die auf einem hier ebenfalls nicht dargestellten Speichermedium gespeichert werden können, und andererseits werden die so eingescannten Dokumente in ein in einer Oberseite 7 des Gehäuses 2 der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 angeordnetes Ausgabefach 8 wieder einzeln ausgegeben. Zum Speichern und Verarbeiten der Daten kann die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 an einen Computer (nicht dargestellt) angeschlossen sein. Ebenfalls kann ein Bildschirm (nicht dargestellt) beispielsweise zum Betrachten der eingescannten Dokumente an der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 angeschlossen sein. Sind bei der hier dargestellten Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 alle einzuscannenden Dokumente aus dem Einzugsfach 6 durch die Dokumenteinzugseinrichtung entnommen worden, muss der Betrieb der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 unterbrochen werden, damit der Benutzer neue einzuscannende Dokumente sorgfältig in das Einzugsfach 6 einlegen kann. Erst nach vollständiger Befüllung des Einzugsfachs 6 kann die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 neu gestartet werden. Die Stillstandzeit während des Befüllens des Einzugsfachs 6 kann bei einem Füllvermögen des Einzugsfachs 6 von 1000 Blättern ca. 30 Sekunden betragen. Bei einem Durchsatz von ca. von 300 Seiten/Minute macht dies einen Anteil der Stillstandzeit von 15% aus.
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2 zeigt eine Ansicht einer Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 ist ebenfalls als Standgerät ausgebildet und weist ein Gehäuse 2 auf, welches auf zwei Standfüßen 3 angeordnet ist. An einer Seite 4, auch hier ist es die Vorderseite 5 des Gehäuses 2, ist der Arbeitsplatz für einen hier nicht dargestellten Benutzer vorgesehen.
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Die Vorrichtung unterscheidet sich von der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung, welche in 1 dargestellt ist, dadurch, dass anstelle nur eines einzigen Einzugsfachs hier zwei Einzugsfächer, nämlich ein erstes Einzugsfach 11 und ein zweites Einzugsfach 12, an dem Gehäuse 2 vorgesehen sind. Das erste Einzugsfach 11 und das zweite Einzugsfach 12 sind im Wesentlichen gleich ausgebildet und sind an dem Gehäuse 2 nebeneinander auf gleicher Höhe positioniert, was dem Benutzer ein ergonomisches Arbeiten beim Befüllen der Einzugsfächer ermöglicht. Sowohl das erste Einzugsfach 11 als auch das zweite Einzugsfach 12 ist an einer Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung 13 (siehe 4) mit einer Schlittenmechanik 10 (siehe 4) angeordnet. Auf der Befestigungs- und Verschiebevorrichtung sind das erste Einzugsfach 11 und das zweite Einzugsfach 12 lateral verschiebbar. Wie in der Figur dargestellt, befindet sich hier das erste Einzugsfach 11 an der Einzugsposition, an welcher eine einzige Dokumenteinzugseinrichtung 9 die einzuscannenden Dokumente einzeln aus dem ersten Einzugsfach 11 vereinzelnd aufnimmt und einer Scaneinheit zuführt, wo die Dokumente mittels eines optischen Sensors abgetastet werden und die abgetasteten Signale in digitale Daten umgewandelt werden.
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Ist der Scanvorgang für ein Dokument beendet, wird das eingescannte Dokument in ein erstes Ausgabefach 15, welches sich an einer Oberseite 7 des Gehäuses 2 befindet, ausgegeben.
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Das zweite Einzugsfach 12 befindet sich währenddessen an einer Befüllposition, in welcher es vom Benutzer mit Dokumenten befüllt werden kann. Selbstverständlich werden, während sich das Einzugsfach in der Befüllposition befindet, keine Dokumente aus diesem Einzugsfach eingezogen.
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Sind alle Dokumente, die sich in dem ersten Einzugsfach 11 befinden, auf die oben beschriebene Art und Weise in der ersten Scan- und Befüllposition eingescannt und ausgegeben worden, wird das erste Einzugsfach 11 von der Einzugsposition in eine zweite Befüllposition mittels der Schlittenmechanik 10 (siehe 4) nach rechts verschoben, und gleichzeitig das zweite Einzugsfach 12, welches sich in der ersten Befüllposition befindet, wo es durch den Benutzer mit einzuscannenden Dokumenten befüllt wurde, mittels der Schlittenmechanik 10 an die Einzugsposition bewegt. So kann nun, während die Dokumenteinzugseinrichtung 9 die einzuscannenden Dokumente einzeln aus dem zweiten Einzugsfach 12 entnehmen kann, der Benutzer das erste Einzugsfach 11 wieder neu mit (heterogenen) einzuscannenden Dokumenten befüllen. Eine Stillstandzeit der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 ist hierzu nicht erforderlich. Die aus dem zweiten Einzugsfach 12 aufgenommenen Dokumente werden nach dem Einscannen in der Scaneinheit in ein zweites Ausgabefach 16 ausgegeben.
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Gemäß einer weiteren, hier nicht dargestellten Variante ist es möglich, nur ein einziges Ausgabefach vorzusehen, in welches sowohl die eingescannten Dokumente des ersten Einzugsfachs 11 als auch die Dokumente des zweiten Einzugsfachs 12 ausgegeben werden.
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Für eine weitere Verbesserung der Ergonomie können die Standfüße 3 höhenverstellbar ausgestaltet sein. So kann die Vorrichtung 1 für unterschiedlich große Bedienpersonen angepasst werden.
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4 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten 1 von 2 ohne das erste Einzugsfach 11 und zweite Einzugsfach 12, um den Aufbau der Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung 13 zu veranschaulichen. Das erste Einzugsfach 11 und das zweite Einzugsfach 12 sind entweder als Einheit oder getrennt voneinander ausgebildet. Die Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung 13 ist in der hier dargestellten Ausführungsform als Schlittenmechanik 10 aufgebaut und weist Linearlager 17, 17' mit jeweiligen Rundstangen 18, 18' bzw. Führungsschienen 14, 14' auf. Weiterhin umfasst die Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung 13 einen Zahnstangenantrieb mit einem Zahnrad 19 und einer Zahnstange 20, welche durch einen hier nicht dargestellten Antrieb, beispielsweise einen elektrischen Motor, antreibbar sind. Um das erste Einzugsfach 11 und das zweite Einzugsfach 12 an der Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung 13 zu fixieren, ist darüber hinaus eine Montageplatte 21 zwischen den Rundstangen 18, 18' angeordnet.
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Zusammengefasst betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten, an welcher ein erstes Einzugsfach angebracht ist, in welchem heterogene einzuscannende Dokumente aufnehmbar sind, und von welchem eine Dokumenteinzugseinrichtung die einzuscannenden Dokumente einzeln aufnimmt und einer Scaneinheit zuführt, welche zumindest einen optischen Sensor zum Abtasten der einzuscannenden Dokumente umfasst und die daraus gewonnenen Signale in digitale Daten umwandelt, wobei an der Vorrichtung ein zweites Einzugsfach angebracht ist, in welchem heterogene einzuscannende Dokumente aufnehmbar sind, und von welchem die Dokumenteinzugseinrichtung die einzuscannenden Dokumente einzeln aufnimmt, wobei die Vorrichtung angepasst ist, um abwechselnd aus dem ersten Einzugsfach und dem zweiten Einzugsfach heterogene einzuscannende Dokumente über die Dokumenteneinzugseinrichtung der Scaneinheit zuzuführen. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Einscannen heterogener Dokumente, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Befüllen eines ersten Einzugsfachs einer Vorrichtung zum Einscannen von Dokumenten mit heterogenen einzuscannenden Dokumenten; Einziehen der einzelnen heterogenen einzuscannenden Dokumente aus dem ersten Einzugsfach, welches sich an einer Einzugsposition befindet; Zuführen der heterogenen einzuscannenden Dokumente aus dem ersten Einzugsfach zu einer Scaneinheit; optisches Abtasten der heterogenen einzuscannenden Dokumente aus dem ersten Einzugsfach; Umwandeln der durch das optische Abtasten der heterogenen einzuscannenden Dokumente erhaltenen Signale in digitale Daten; Ausgeben der eingescannten Dokumente des ersten Einzugsfachs; Befüllen eines zweiten Einzugsfachs, welches sich an einer ersten Befüllposition befindet, mit heterogenen einzuscannenden Dokumenten, während heterogene einzuscannende Dokumente aus dem ersten Einzugsfach eingezogen und eingescannt werden, und Befördern des ersten Einzugsfachs von der Einzugsposition zu einer zweiten Befüllposition, wenn alle heterogenen einzuscannenden Dokumente aus dem ersten Einzugsfach eingezogen worden sind, und gleichzeitiges Befördern des mit heterogenen einzuscannenden Dokumenten befüllten zweiten Einzugsfachs von der ersten Befüllposition zu der Einzugsposition.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Vorrichtung zum Scannen von Dokumenten
- 2
- Gehäuse
- 3
- Standfüße
- 4
- Seite des Gehäuses
- 5
- Vorderseite
- 6
- Einzugsfach
- 7
- Oberseite
- 8
- Ausgabefach
- 9
- Dokumenteinzugseinrichtung
- 10
- Schlittenmechanik
- 11
- erstes Einzugsfach
- 12
- zweites Einzugsfach
- 13
- Befestigungs- und Verschiebeeinrichtung
- 14, 14'
- Führungsschienen
- 15
- erstes Ausgabefach
- 16
- zweites Ausgabefach
- 17, 17'
- Linearlager
- 18, 18'
- Rundstangen
- 19
- Zahnrad
- 20
- Zahnstange
- 21
- Montageplatte