DE102011005313B3 - Flossenvorrichtung mit Arretierungseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Flossenvorrichtung zur Stabilisierung eines Wasserfahrzeugs, insbesondere eines Schiffes, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Schiff mit einer erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung.
- Aus dem Stand der Technik sind Flossenstabilisatoren bekannt, die in Schiffen zum Einsatz kommen. Sie sind an den Seiten des Schiffes unterhalb der Wasserlinie angebaut, um Rollbewegungen des Schiffes entgegenzuwirken bzw. zu dampfen. Bei der Stabilisierung in Fahrt wird die Anströmung genutzt, um Druckunterschiede an der angestellten Flosse des Flossenstabilisators zu erzeugen. Diese bewirken eine Kraft, die zum Stabilisieren bzw. Aufrichten des Schiffes genutzt wird. Bei der Vor-Anker-Stabilisierung wird die Flosse möglichst schnell und über einen großen Winkel durchgestellt, um eine Umströmung zu erzeugen. Diese bewirkt eine Kraft, die zur Stabilisierung des Schiffes genutzt wird.
- Die optimalen Geometrien der Flossen für die jeweiligen Betriebsarten widersprechen sich jedoch. Eine für die Stabilisierung in Fahrt optimierte Flossengeometrie sollte eine große Spannweite gegenüber der Sehnenlänge und eine relativ zur Flosse mittig gelagerte Drehachse aufweisen. Dagegen ist für die Vor-Anker-Stabilisierung eine Flossengeometrie mit einer großen Sehnenlänge vorteilhaft, die weit vorne im Anströmbereich gelagert ist.
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DE 1 022 928 zeigt ein Flossensystem mit einer Haupt- und Hilfsflosse. Die Hauptflosse ist ohne eigenen Antrieb drehbar gelagert. An der Hauptflosse ist die Hilfsflosse scharnierartig angelenkt und wird durch hydraulisch oder elektrisch betätigte Mittel angetrieben. Die hydraulisch oder elektrisch betätigten Mittel sowie eine Hebel-Lager-Einrichtung der Hilfsflosse zur Kopplung mit dem besagten Mittel sind innerhalb eines Gehäuses auf der Hauptflosse angeordnet. Aufgrund der Tatsache, dass die Hauptflosse nicht aktiv angetrieben wird ist das Flossensystem wirkungslos, wenn sich das Schiff vor Anker befindet und die Strömungsgeschwindigkeit niedrig ist. Das System ist also nur bei ausreichender Fahrtgeschwindigkeit des Schiffes einsetzbar ist. Nachteilig ist auch, dass das Gehäuse von der Fläche der Hauptflosse absteht und Strömungswiderstand bzw. Turbulenzen in der Strömung verursacht. -
EP 1 577 210 B1 zeigt ein aktives Rollstabilisierungssystem für Schiffe mit einem Stabilisierungselement, das ein Unterelement aufweist welches gegenüber dem drehbaren Stabilisierungselement steuerbar ist. Zum Erzeugen von Auf- bzw. Abtrieb wird das Stabilisierungselement innerhalb eines Winkelbereichs durchgestellt. Das Unterelement wird dann aktiv der Schwenkrichtung entgegen gestellt um die Richtung des Kraftvektors möglichst nach oben bzw. unten zu lenken. Je nach Betriebsmodus („in Fahrt” oder „vor Anker”) nimmt das Unterelement jeweils einen positiven oder negativen Winkel zum Stabilisierungselement ein, d. h. entweder in dieselbe (positive Winkelrichtung) oder entgegen (negative Winkelrichtung) der Drehrichtung des Stabilisierungselements. Die Ausführungsform ist gekennzeichnet durch eine ständige Bewegung und Regulierung des Schwanzflossenelements abhängig von der Betriebsart. Dies sorgt für einen hohen Wirkungsgrad, hat jedoch den Nachteil, dass extrem kräftige Antriebe für die Schwanzflosse verbaut werden müssen, um diese bei schneller Anströmung noch in die gewünschte Lage bringen zu können. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Flossenvorrichtung aufzuzeigen, die einen verbesserten Wirkungsgrad in Fahrt und auch vor Anker aufweist und/oder eine möglichst strömungsgünstige und platzsparende Form aufweist.
- Die Aufgabe wird gelöst durch eine eingangs genannte Flossenvorrichtung, die durch eine Arretierungseinrichtung zum Arretieren des Schwanzflossenelements relativ zu dem Hauptflossenelement gekennzeichnet ist.
- Die erfindungsgemäße Flossenvorrichtung ermöglicht es, das Hauptflossenelement sowie das Schwanzflossenelement unabhängig voneinander aktiv steuern zu können und somit eine möglichst effiziente und leistungsfähige Stabilisierung des Wasserfahrzeugs zu erreichen.
- Die Betriebszustände des Wasserfahrzeugs „in Fahrt” und „vor Anker” werden im Wesentlichen anhand der Geschwindigkeit des Wasserfahrzeugs unterschieden. Im ersteren Betriebszustand ist die Strömungsgeschwindigkeit niedrig bis sehr hoch wogegen sie im letzteren Betriebszustand i. d. R. niedrig ist (kleiner 4 kn).
- Zur Stabilisierung des Wasserfahrzeugs „vor Anker” wird das Schwanzflossenelement in einer relativen Stellung zum Hauptflossenelement arretiert. Dadurch wird die zum Verdrängen des Wassers wirksame Fläche der Flossenvorrichtung vergrößert, so dass eine größere Auf- bzw. Abtriebskraft und eine effiziente Stabilisierung des Wasserfahrzeugs erreicht wird, die in eine größere Stabilisierleistung resultiert. In einer besonders bevorzugten Stellung ist das Schwanzflossenelements fluchtend zum Hauptflossenelement ausgerichtet und erweitert dieses um die eigene Sehnenlänge.
- Im den Betriebszustand „in Fahrt” ist das Schwanzflossenelement nicht arretiert. Das Schwanzflossenelement nimmt eine kraftfreie Position in der Abströmung des Hauptflossenelements ein. Die Arretierungseinrichtung wirkt hierbei unterstützend und dämpfend, um ruckartige Bewegungen oder Schwingungen des Schwanzflossenelements zu vermindern. Durch die kraftfreie Position des Schwanzflossenelements verschiebt sich der Druckpunkt der Auf- bzw. Abtriebskraft hin zur Lagerungsachse des Hauptflossenelements. Dadurch sinkt das erforderliche Antriebsdrehmoment zum Antreiben des Hauptflossenelements, wodurch die Flosse weiter auslenkbar ist und höhere Kräfte zur Stabilisieren des Wasserfahrzeugs erzeugt werden.
- Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung im Wesentlichen innerhalb eines Hohlraums des Hauptflossenelements angeordnet ist. Mittels dieser Ausführungsform ist die Arretierungseinrichtung überwiegend im Hohlraum untergebracht, die von der Außenfläche des Hauptflossenelements umhüllt ist. Auf diese Weise ragt die Arretierungseinrichtung nur teilweise aus der Außenfläche des Hauptflossenelements heraus, so dass Strömungsturbulenzen auf diese Weise größtenteils vermieden werden.
- Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Bewegen des Schwanzflossenelements relativ zu dem Hauptflossenelement umfasst. Das Schwanzflossenelement ist auf diese Weise entgegen der Kraft, welche die Strömung auf das Schwanzflossenelement ausübt, in eine gewünschte Stellung relativ zum Hauptflossenelement bewegbar. Die Antriebseinrichtung ist vorzugsweise hydraulisch ausgebildet und sorgt mittels ihrer Haltekraft auch für die Arretierung des Schwanzflossenelements.
- Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist das Schwanzflossenelement drehbar an dem Hauptflossenelement gelagert und die Antriebseinrichtung mittels eines Kniehebels mit dem Schwanzflossenelement gekoppelt. Der Kniehebel ist am Hauptflossenelement drehbar gelagert. Ein Teil der Kraft, die von außen auf das Schwanzflossenelement einwirkt, wird somit über den Kniehebel auf das Hauptflossenelement abgeleitet und erlaubt kleinere Haltekräfte zum Arretieren des Schwanzflossenelements. Ebenso verringert sich die erforderliche Kraft zum Bewegen des Schwanzflossenelements.
- Ferner ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung vorteilhaft, bei der das Schwanzflossenelement relativ zur Längsachse des Hauptflossenelements jeweils bis zu einem Winkel von 130° bzw. –35°, vorzugsweise bis 115° bzw. –15°, drehbar ist und erlaubt einen besonderen variablen Einsatz des Schwanzflossenelements.
- Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aretierungseinrichtung mindestens einen Riegel umfasst, der zum Arretieren formschlüssig mit dem Schwanzflossenelement in Eingriff gebracht werden kann. Der Riegel kann somit als alleiniges Arretierungsmittel dienen, das in einer bestimmten Stellung des Schwanzflossenelements relativ zum Hauptflossenelement einsetzbar ist. Bevorzugter Weise wird der Riegel in die Ausnehmung in Eingriff gebracht, wenn sich das Schwanzflossenelement fluchtend zum Hauptflossenelement ausgerichtet ist.
- Vorteilhaft ist dabei eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung bei welchem der Riegel als Bolzen ausgebildet ist und in eine am Schwanzflossenelement ausgebildete Ausnehmung bewegbar ist.
- Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel mittels eines Hydraulikantriebs in und aus dem Eingriff gebracht werden kann und auf diese Weise eine besonders einfache und zuverlässige Arretierung des Schwanzflossenelements erreicht wird.
- Besonders bevorzugt ist ferner eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung, die eine Sensoreinrichtung zum Ermitteln der Winkelstellung des Schwanzflossenelements in Bezug zur Längsachse des Hauptflossenelements aufweist.
- Die Sensoreinrichtung ermöglicht eine laufende Überwachung der relativen Stellung des Schwanzflossenelements zum Hauptflossenelement und ggf. Nachregelung bei einer Abweichung vom Sollwert.
- Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist die Sensoreinrichtung an der Antriebseinrichtung angeordnet und wirkt mit dieser zusammen.
- Außerdem weist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung eine Drucksensoreinrichtung auf, die am Hydraulikantrieb angeordnet ist. Diese Ausführungsform ermöglicht die jeweiligen Endpositionen des Riegels zu erfassen, so dass über die Höhe des Hydraulikdrucks überwacht werden kann, ob eine Verriegelung des Schwanzflossenelements tatsächlich eingetreten ist und ob diese erhalten bleibt.
- Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement mittels der Antriebseinrichtung relativ zum Hauptflossenelement drehbar ist. Die Antriebseinrichtung wirkt hierbei zusätzlich als Dämpfungselement des Schwanzflossenelements, so dass unkontrollierten Flatterbewegungen des Schwanzflossenelements entgegengewirkt wird.
- Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement mittels einer Stange mit gewölbtem Längsprofil drehbar am Kniehebel gekoppelt ist. Die Stange befindet sich teils im Hohlraum des Hauptflossenelements und ragt durch eine Ausnehmung am Hauptflossenelement außerhalb des Hohlraums. Das gewölbte Längsprofil der Stange ermöglicht den Verstellbereich des Schwanzflossenelements relativ zum Hauptflossenelement im negativen Winkelbereich auf einfache Weise zu vergrößern und gleichzeitig die Ausnehmung am Hauptflossenelement, durch welche sie aus dem Hauptflossenelement herausragt möglichst klein zu dimensionieren.
- Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung, die durch ein eine Öffnung aufweisendes Gehäuse zum Aufnehmen des Haupt- und Schwanzflossenelements gekennzeichnet ist, wobei das Hauptflossenelement zusammen mit dem Schwanzflossenelement in das Gehäuse in eine eingefahrene Position einfahrbar bzw. aus diesem in eine ausgefahrene Position ausfahrbar ist. Sofern die Flossenvorrichtung nicht vonnöten ist, lässt es sich in das Gehäuse innerhalb des Wasserfahrzeugs verstauen, so dass sich der Strömungswiderstand des Wasserfahrzeugs verringert.
- Auch ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung besonders bevorzugt, bei der die Tiefe des Gehäuses in Einfahrrichtung kleiner ist als die gemeinsame maximale Länge des Haupt- und Schwanzflossenelements, und das Schwanzflossenelement mittels der Aretierungseinrichtung in der eingefahrenen Position so relativ zu dem Hauptflossenelement arretierbar ist, während das Haupt- und Schwanzflossenelement sich im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses befinden. Vorteilhafterweise reduziert sich der Platzbedarf zum Positionieren der Flossenvorrichtung innerhalb eines Wasserfahrzeug oder Schiffes in der Einfahrrichtung um einen Bruchteil der maximalen gemeinsamen Sehnenlänge des Haupt- und im Idealfall im Wesentlichen um die Länge des Schwanzflossenelements. Die Einfahrrichtung entspricht der Richtungskomponente, in welche die Sehne des Hauptflossenelements in der eingefahrenen, nicht abgelegten oder abgesenkten Position zeigt. Erfindungsgemäß erreicht die relativ platzsparende Anordnung des Schwanzflossenelements, dass der Platzbedarf im Wasserfahrzeug stets kleiner ist, als wenn beide Flossenelemente fluchtend hintereinander angeordnet wären. Beispielhaft kann die relative Anordnung durch ein Verschieben des Schwanzflossenelements innerhalb des Hauptflossenelements, weites Verschwenken des Schwanzflossenelements relativ zum Hauptflossenelement durch die Antriebseinrichtung oder durch Anordnen des Schwanzflossenelements gelost vom Hauptflossenelement erreicht werden.
- Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Wasserfahrzeug, insbesondere Schiff mit einer Flossenvorrichtung nach einem der oben genannten erfindungsgemäßen Ausführungsformen. Das Schiff nach dem zweiten Aspekt der Erfindung ist aufgrund der Vorteile der oben genannten erfindungsgemäßen Ausführungsformen besonders stabil gegen Rollbewegungen und strömungsgünstig betreibbar.
- Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Flossenvorrichtung mit Bezug zu beigefügten Figuren geschildert, die Folgendes zeigen:
-
1 eine perspektivische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Flossenvorrichtung in zwei unterschiedlichen Stellungen des Schwanzflossenelements; -
2 eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels; -
3 eine Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Flossenvorrichtung; -
4 eine Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels entlang der Schnittlinie B-B; -
5 eine seitliche Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels; -
6 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs Z mit Riegel in Eingriff; -
7 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs Z mit Riegel außer Eingriff; und -
8 eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels der Flossenvorrichtung. -
1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Flossenvorrichtung1 zur Stabilisierung eines Schiffes enthaltend ein mittels einer Antriebseinrichtung antreibbares Hauptflossenelement10 und ein an dem Hauptflossenelement10 bewegbar gelagertes Schwanzflossenelement30 . Die Flossenvorrichtung1 weist zudem eine Arretierungseinrichtung39 zum Arretieren des Schwanzflossenelements30 relativ zu dem Hauptflossenelement10 auf, wobei die Aretierungseinrichtung39 im Wesentlichen innerhalb eines Hohlraums11 des Hauptflossenelements10 angeordnet ist. Die unten weiter erläuterte Arretierungseinrichtung39 umfasst eine Antriebseinrichtung40 Zum Bewegen und Arretieren des Schwanzflossenelements30 relativ zu dem Hauptflossenelement10 . - Das Hauptflossenelement
10 weist ein tropfenförmiges Längsprofil auf, das von einem ersten dickeren Ende13 zum anderen zweiten Ende14 hin verjüngend geformt und innen hohl ausgebildet ist. Das erste Ende13 bildet den Anströmpunkt der Flossenvorrichtung und befindet sich somit in Bezug auf die Strömungsrichtung an der Vorderseite. Entsprechend ist das zweite Ende14 in Bezug auf die Strömungsrichtung an der Hinterseite der Flossenvorrichtung angeordnet. Die Länge des Hauptflossenelements10 bestimmt sich nach der erforderlichen Kraft zur Stabilisierung des Schiffes und nach dem maximalen von der Antriebseinrichtung aufbringbaren Moment. Eine Antriebswelle2 der Antriebseinrichtung ist im Bereich des ersten Endes13 mit dem Hauptflossenelement10 fest verbunden. Das Hauptflossenelement10 ist um die Längsachse der Antriebswelle2 mittels Drehung der Antriebswelle schwenkbar. Die Antriebswelle2 ist hierzu senkrecht zur Längsachse des Hauptflossenelements10 ausgerichtet. - Das Hauptflossenelement
10 umschließt mit seiner Außenfläche bzw. Wand15 den Hohlraum11 im Inneren des Hauptflossenelements10 . Wie in1 dargestellt, ist der Hohlraum11 in mehrere Bereiche unterteilt. Eine Trennwand16 dient dabei zum wasserdichten Abtrennen der Bereiche untereinander sowie zum Versteifen des Hauptflossenelements10 . Darin ist die Antriebseinrichtung40 der Arretierungseinrichtung39 angeordnet. An der Wand15 des Hauptflossenelements10 im Bereich des zweiten Endes14 des Hauptflossenelements10 ist eine Ausnehmung20 ausgebildet, durch welche eine Stange60 aus dem Hohlraum11 hinausragt und mit dem Schwanzflossenelement30 gekoppelt ist. - Das Schwanzflossenelement
30 ist drehbar an dem Hauptflossenelement10 gelagert und mittels der Stange60 und eines Kniehebels50 mit einem Hydraulikantrieb41 der Antriebseinrichtung40 der Arretierungseinrichtung39 gekoppelt. Es ist relativ zur Längsachse des Hauptflossenelements10 jeweils bis zu einem Winkel von 130° bzw. –35°, vorzugsweise bis 115° bzw. –15°, drehbar. Die Winkel sind auf die Längsachse des Hauptflossenelements10 bezogen, wobei die Längsachse die Null-Linie definiert. Das Schwanzflossenelement30 wird im positiven Drehsinn relativ zur Längsachse verdreht bzw. -schwenkt, wenn sich die Längsachse des Hydraulikantriebs41 der Antriebseinrichtung40 verkürzt. Analog wird das Schwanzflossenelement30 im negativen Drehsinn verdreht, wenn sich die Längsachse des Hydraulikantriebs41 verlängert. - Wie in
1 zu sehen, ist das Schwanzflossenelement30 am hinteren Ende14 des Hauptflossenelements10 angeordnet und drehbar an mehreren Lagerungsrippen12 der Hauptflossenelements mittels einer durchgehenden oder mehrerer einzelner Lagerungswellen31 gelagert. Die Lagerung wird über Lagerbuchsen in den Lagerungsrippen26 realisiert, wobei die Lagerungsrippen in Aussparungen des Schwanzflossenelements20 hineinragen. - Das Schwanzflossenelement
30 weist ein im Wesentlichen dreieckiges Längsprofil auf, das sich strömungsabwärts bzw. nach hinten hin verjüngt. Es ist an das Profil des Hauptflossenelements10 strömungsoptimierend angepasst. Die Länge des Schwanzflossenelements30 entspricht in den Ausführungsbeispielen etwa einem Drittel des Hauptflossenelements10 , wobei die Länge je nach Bedarf an einem zusätzlichen Moment dimensioniert ist, das mittels des Schwanzflossenelements30 in unterschiedlichen Betriebszuständen zum Stabilisieren eines Schiffes zur Verfügung gestellt werden soll. Auch das Schwanzflossenelement30 ist innen hohl ausgebildet. Des Weiteren befindet sich auf dem Schwanzflossenelement30 eine Kopplungsrippe33 zum drehbaren Koppeln bzw. Verbinden des Schwanzflossenelements30 mit der Stange60 der Arretierungseinrichtung39 . Die Kopplungsrippe33 weist analog zum Längsprofil des Schwanzflossenelements30 ein in Richtung des hinteren Endes hin verjüngendes Längsprofil auf. An der Vorderseite der Kopplungsrippe33 ist eine Bohrung34 ausgebildet, die zur drehbaren Verbindung mit der Stange60 der Arretierungseinrichtung39 dient. Das Schwanzflossenelement30 ist mittels der Antriebseinrichtung40 der Arretierungseinrichtung39 relativ zum Hauptflossenelement10 gedämpft drehbar bzw. schwenkbar. - Die Arretierungseinrichtung
39 umfasst im ersten Ausführungsbeispiel die Antriebseinrichtung40 mit einem Hydraulikantrieb41 , dem Kniehebel50 und der Stange60 . Der Hydraulikantrieb41 ist vollständig innerhalb des Hohlraums11 des Hauptflossenelements10 angeordnet. Im Gegensatz dazu, befindet sich ein Abschnitt des Kniehebels50 und der Stange60 je nach Stellung des Schwanzflossenelements30 relativ zum Hauptflossenelement10 außerhalb des Hohlraums11 . - Ein Hydraulikzylinder
42 des Hydraulikantriebs41 ist mittels einer Zapfenlagerung zwischen zwei Halteplatten19 gelagert. Die Halteplatten19 sind im Bereich des ersten Endes des Hauptflossenelements10 angeordnet, so dass ein erster kürzerer Endabschnitt des Hydraulikzylinders42 im Bereich zwischen der Vorderseite des Hauptflossenelements10 und den Halteplatten19 übersteht. Ferner sind die Halteplatten19 in Richtung der Breite des Hauptflossenelements10 parallel zueinander und senkrecht zur horizontalen Mittelebene des Hauptflossenelements10 ausgerichtet. Weiterhin ist in diesem Ausführungsbeispiel an diesem Ende Des Hydraulikzylinders ein Wegsensor45 angebracht. Dieser dient zum Messen des aktuellen Zylinderhubs. Mittels der Hublänge und der Geometrie des Kniehebels50 sowie der Stange60 ist der jeweilige Winkel des Schwanzflossenelements30 relativ zum Hauptflossenelement10 berechenbar. Nicht in den Figuren zu sehen sind die Anschlüsse für die Zufuhr eines Druckmediums zum Hydraulikantrieb innerhalb des Hohlraums11 . Eine Zylinderstange43 bildet einen zweiten Endabschnitt des Hydraulikantriebes41 . Hier ist eine Gabelkopf44 zur drehbaren Kopplung des Hydraulikantriebs41 mit dem Kniehebel50 befestigt. - Der Kniehebel
50 ist mit unterschiedlichen Schenkellängen ausgebildet, wie in2 zu sehen, und weist eine Lagerungsbohrung51 sowie zwei Kopplungsbohrungen52 ,53 auf. Im Verbindungsbereich beider Schenkel ist der Kniehebel50 breiter ausgebildet als an den Enden. In diesem Bereich ist die Lagerungsbohrung51 angeordnet. Der Kniehebel50 ist an dem kürzeren Schenkel mit dem Gabelkopf44 der Zylinderstange43 drehbar gekoppelt. Am längeren Schenkel ist der Kniehebel50 mit der Stange60 mittels einer Gabelflansch61 drehbar gekoppelt. Die Verbindungslinien zwischen dem Mittelpunkt der Lagerungsbohrung jeweils zu den Kopplungsbohrungen52 ,53 schließen einen Winkel ein, der kleiner ist als 90°. Des Weiteren ist ein Stützelement54 auf einer Innenfläche der Wand15 des Hauptflossenelements10 angeordnet. Das Stützelement54 ist so ausgelegt und angeordnet, dass die Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der Lagerungsbohrung51 und der Kopplungsbohrung53 am längeren Schenkel sowie die Längsachse der Gabelflansch61 fluchtend zueinander angeordnet sind, wenn der längere Schenkel des Kniehebels50 auf dem Stützelement54 aufliegt. In1 ist diese Stellung des Kniehebels50 gestrichelt eingezeichnet. - Eine äußere Kraft, die von dem Schwanzflossenelement
30 auf die Stange60 wirkt, übt in dieser Stellung kein Moment auf den Kniehebel50 aus. Es liegt somit ein metastabiler Zustand vor. Im ersten Ausführungsbeispiel tritt diese Situation ein, wenn das Schwanzflossenelement30 mit maximalem negativen Winkel zum Hauptflossenelement10 ausgerichtet ist. Eine Verstellung des Schwanzflossenelements30 aus dieser Stellung in eine andere Stellung ist nur mittels des Hydraulikantriebs41 möglich. Des Weiteren verhindert das Stützelement54 eine nachteilige Belastung des Hydraulikzylinders, da dieser sonst den metastabilen Zustandspunkt aktiv anfahren und geregelt halten müsste. - Die Stange
60 hat zwei Enden mit jeweils einem Gabelflansch61 ,62 zum Koppeln mit dem Kniehebel50 und dem Schwanzflossenelement30 . Das erste Ende61 ist mit dem Kniehebel50 gekoppelt, wogegen das zweite Ende62 mit der Kopplungsrippe33 des Schwanzflossenelements30 gekoppelt ist. Die Stange60 weist ein gewölbtes Längsprofil auf, das näherungsweise die Form eines gestreckten S aufweist und sich aus mehreren Teilabschnitten zusammensetzt. Der Gabelflansch62 am zweiten Ende der Stange60 ist zudem relativ zur Längsachse des Teilabschnitts angewinkelt angeordnet, mit dem es verbunden ist. - In den
3 bis7 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der Flossenvorrichtung1 gezeigt. Im Wesentlichen gleicht das zweite Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel. Sie unterscheiden sich zum einen darin, dass die Arretierungseinrichtung39 zusätzlich zur Antriebseinrichtung40 zwei Riegel70 ,71 umfasst, die zum Arretieren formschlüssig mit dem Schwanzflossenelement30 in Eingriff gebracht werden. Wie in3 dargestellt, sind die Riegel70 ,71 mit einem Hydraulikantrieb76 ,77 verbunden und jeweils zur Linken bzw. zur Rechten der Antriebseinrichtung40 der Arretierungseinrichtung39 am zweiten Ende des Hauptflossenelements10 angeordnet. Andererseits weist das zweite Ausführungsbeispiel einen Hydraulikantrieb140 auf, die direkt mit dem Schwanzflossenelement30 gekoppelt ist. Denkbar wäre jedoch eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels, die eine gewölbte Stange60 und einen Kniehebel50 analog zum ersten Ausführungsbeispiel aufweist. - Die Riegel
70 ,71 sind als Bolzen ausgebildet und greifen zum Arretieren des Schwanzflossenelements30 in eine in der Lagerungswelle31 ausgebildete Ausnehmung ein. Die Ausnehmung72 ,73 ist so ausgebildet, dass der Bolzen in Eingriff gebracht werden kann, wenn das Schwanzflossenelement fluchtend zum Hauptflossenelement ausgerichtet ist. Der Bolzen70 ,71 wird einerseits mittels eines am zweiten Ende14 des Hauptflossenelements10 ausgebildeten Durchgangs18 ,21 und andererseits mittels des Hydraulikantriebs76 ,77 geführt. Die Bewegung des Bolzens70 ,71 erfolgt mittels des Hydraulikantriebs76 ,77 , der einen Hydraulikzylinder78 ,79 und eine Zylinderstange80 ,81 aufweist. Das Ende der Zylinderstange80 ,81 , das sich außerhalb des Hydraulikzylinders78 ,79 befindet, ist mit dem Bolzen70 ,71 gekoppelt und treibt diesen an. Ferner umfasst der Hydraulikantrieb76 ,77 eine Drucksensoreinrichtung82 ,83 mittels dessen die Endlagen beider Zylinderstangen80 ,81 erfassbar ist. -
8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Flossenvorrichtung1 mit einem eine Öffnung aufweisendes Gehäuse90 zum Aufnehmen des Haupt- und Schwanzflossenelements10 ,30 , wobei das Hauptflossenelement10 zusammen mit dem Schwanzflossenelement30 in das Gehäuse90 in eine eingefahrene Position einfahrbar bzw. aus diesem in eine ausgefahrene Position ausfahrbar ist. Die Tiefe des Gehäuses90 in Einfahrrichtung ist kleiner als die gemeinsame maximale Länge des Haupt- und Schwanzflossenelements10 ,30 . Das Schwanzflossenelement30 ist mittels der Arretierungseinrichtung39 in der eingefahrenen Position so relativ zu dem Hauptflossenelement10 arretierbar, während das Haupt- und Schwanzflossenelement30 sich im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses90 befinden. Sowohl die Arretierungseinrichtung39 des ersten als auch des zweiten Ausführungsbeispiels sind zu diesem Zweck geeignet. - Das Gehäuse
90 der Flossenvorrichtung1 ist mit einer Außenwand91 und einem Flossenkasten94 zum Aufnehmen des Haupt- und Schwanzflossenelements10 ,30 ausgebildet. Die Außenwand91 hat eine gewölbte Kontur und ist an die Kontur der Schiffswand angepasst geformt. An der Außenwand91 des Gehäuses90 befindet sich die Öffnung92 zum Ein- und Ausfahren des Haupt- und Schwanzflossenelements30 . Die Öffnung92 an der Außenwand91 hat eine Länge, die in etwa der Breite des Hauptflossenelements10 und eines Wellengehäuses entspricht, in welchem die Antriebswelle2 gelagert ist. Die Höhe der Öffnung92 entspricht der Länge des Schwanzflossenelements30 , so dass das Schwanzflossenelement30 in der arretierten Stellung zumindest abschnittsweise die Öffnung92 verschließt. An der oberen Kante der Öffnung92 befindet des Weiteren eine Anschlagfläche93 mit einer Länge, die etwa der Breite des Schwanzflossenelements30 gleicht. Die Anschlagfläche93 bildet einen Abschnitt der Außenwand91 an der oberen Kante der Öffnung92 , die in einem Winkel von etwa 10° zur Außenwand91 nach innen geneigt ist. Die Neigung der Anschlagfläche93 zur Außenwand91 ist so ausgelegt, dass das Schwanzflossenelement30 in einer gewünschten Position relativ zum Hauptflossenelement10 steht, sobald es an der Anschlagfläche93 anschlägt. - Der Flossenkasten
94 befindet sich von außen gesehen hinter der Außenwand91 innerhalb des Schiffes und ist mittels mehrerer Plattenelemente ausgebildet. Der Flossenkasten94 ist wasserdicht verschlossen, so dass kein Wasser in das Schiffsinnere dringen kann. Die Tiefe des Flossenkastens94 ist in Einfahrrichtung kleiner als die gemeinsame maximale Länge des Haupt- und Schwanzflossenelements30 und entspricht in etwa der Länge des Hauptflossenelements10 . In der Länge und Höhe entspricht der Flossenkasten94 in etwa den Dimensionen der Öffnung92 . Der Flossenkasten94 ist in zwei Bereiche unterteilt. Im ersten Bereich des Flossenkastens94 ist die Antriebswelle am Wellengehäuse gelagert, die nicht in den8 gezeigt ist. Der zweite Bereich des Flossenkastens94 ist für das Haupt- und Schwanzflossenelement30 in der eingefahrenen Position vorgesehen. Vorzugsweise befinden sich an der Seitenwand des Flossenkastens94 im ersten Bereich sowie auf der Rück- und Oberseite des Flossenkastens94 Verstärkungsrippen. - Nicht in den Figuren gezeigt ist die Antriebswelle, die mittels eines Wellengehäuses am Gehäuse
90 gelagert ist. Innerhalb des Wellengehäuses ist eine Antriebseinrichtung zum Antreiben der Antriebswelle integriert. Die Antriebseinrichtung ist in diesem Ausführungsbeispiel als Drehflügelmotor ausgebildet. Alternativ wären andere Antriebseinrichtungen denkbar. Ferner ist das Wellengehäuse mittels einer nicht dargestellten weiteren Antriebseinrichtung gekoppelt, um das Wellengehäuse zu verdrehen, um so das Haupt- und Schwanzflossenelement30 zwischen der eingefahrenen Position und ausgefahrenen Position zu verfahren. - Ein Positionieren der Flossenvorrichtung
1 innerhalb des Gehäuses90 erfolgt nach den Schritten (1) Verfahren des Hauptflossenelements10 in eine eingefahrene Position innerhalb des Gehäuses90 , wobei das Gehäuse90 in Einfahrrichtung kleiner ist als die gemeinsame maximale Länge des Haupt- und Schwanzflossenelements30 , und (2) Anordnen des Schwanzflossenelements30 so relativ zum Hauptflossenelement10 , dass das Haupt- und Schwanzflossenelement30 sich im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses90 befinden. Anschließend ist es auch möglich die Öffnung92 des Gehäuses90 in der eingefahrenen Position mittels des Schwanzflossenelements30 zumindest teilweise zu schließen und mittels der Arretierungseinrichtung39 in der eingefahrenen Position relativ zum Hauptflossenelement10 zu sichern.
Claims (16)
- Flossenvorrichtung (
1 ) zur Stabilisierung eines Wasserfahrzeugs, insbesondere eines Schiffes, enthaltend ein mittels einer Antriebseinrichtung (2 ) antreibbares Hauptflossenelement (10 ) und ein an dem Hauptflossenelement (10 ) bewegbar gelagertes Schwanzflossenelement (30 ), gekennzeichnet durch eine Arretierungseinrichtung (39 ) zum Arretieren des Schwanzflossenelements (30 ) relativ zu dem Hauptflossenelement (10 ). - Flossenvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (39 ) im Wesentlichen innerhalb eines Hohlraums (11 ) des Hauptflossenelements (10 ) angeordnet ist. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (39 ) eine Antriebseinrichtung (40 ) zum Bewegen des Schwanzflossenelements (30 ) relativ zu dem Hauptflossenelement (10 ) umfasst. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement (30 ) drehbar an dem Hauptflossenelement (10 ) gelagert und die Antriebseinrichtung (40 ) mittels eines Kniehebels (50 ) mit dem Schwanzflossenelement (30 ) gekoppelt ist. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement (30 ) relativ zur Längsachse des Hauptflossenelements (10 ) jeweils bis zu einem Winkel von 130° bzw. –35°, vorzugsweise bis 115° bzw. –15°, drehbar ist. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (39 ) mindestens einen Riegel (70 ,71 ) umfasst, der zum Arretieren formschlüssig mit dem Schwanzflossenelement (30 ) in Eingriff gebracht werden kann. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (70 ,71 ) als Bolzen ausgebildet ist und in eine am Schwanzflossenelement (30 ) ausgebildete Ausnehmung (72 ,73 ) bewegbar ist. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (70 ,71 ) mittels eines Hydraulikantriebs (76 ,77 ) in und außer Eingriff gebracht werden kann. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sensoreinrichtung45 zum Ermitteln der Winkelstellung des Schwanzflossenelements (30 ) in Bezug zur Längsachse des Hauptflossenelements (10 ). - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (45 ) an der Antriebseinrichtung (40 ) angeordnet ist und mit dieser zusammenwirkt - Flossenvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der Ansprüche 8–10, dadurch gekennzeichnet, dass am Hydraulikantrieb (76 ,77 ) eine Drucksensoreinrichtung (82 ,83 ) angeordnet ist - Flossenvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der Ansprüche 3–11, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement (30 ) mittels der Antriebseinrichtung relativ zum Hauptflossenelement (10 ) gedämpft drehbar ist. - Flossenvorrichtung (
1 ) nach mindestens einem der Ansprüche 4–12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzflossenelement (30 ) mittels einer Stange (60 ) mit gewölbten Längsprofil drehbar am Kniehebel gekoppelt ist - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein eine Öffnung (92 ) aufweisendes Gehäuse (90 ) zum Aufnehmen des Haupt- und Schwanzflossenelements (10 ,30 ), wobei das Hauptflossenelement (10 ) zusammen mit dem Schwanzflossenelement (30 ) in das Gehäuse (90 ) in eine eingefahrene Position einfahrbar bzw. aus diesem in eine ausgefahrene Position ausfahrbar ist, - Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Tiefe des Gehäuses (90 ) in Einfahrrichtung kleiner ist als die gemeinsame maximale Länge des Haupt- und Schwanzflossenelements (30 ), und das Schwanzflossenelement (30 ) mittels der Arretierungseinrichtung (39 ) in der eingefahrenen Position so relativ zu dem Hauptflossenelement (10 ) arretierbar ist, während das Haupt- und Schwanzflossenelement (10 ,30 ) sich im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses (90 ) befinden. - Wasserfahrzeug, insbesondere Schiff mit einer Flossenvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche.
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2011
- 2011-03-09 DE DE201110005313 patent/DE102011005313B3/de not_active Expired - Fee Related
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