DE102010011002B4 - Verfahren zur lagegenauen Justierung eines Kolbenkopfs einer Positionier-Flasche und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur lagegenauen Justierung eines Kolbenkopfs einer Positionier-Flasche (20), wobei – der Kolbenkopf (18) auf einer Kolbenstange (19) der auf einer Basisfläche (2) stehenden Positionier-Flasche (20) angebracht ist und die Kolbenstange (19) aus der Positionier-Flasche (20) axial in Z-Richtung (Hoch-Richtung) ausfahrbar sowie in einer vorgebbaren Ausfahrposition verriegelbar ist, und – eine Positionier- und Funktionseinheit einen Funktionsarm (7) aufweist, dessen Funktionsarmende (9) gesteuert über der Basisfläche (2) verfahrbar ist und am Funktionsarmende (9) ein Positionieradapter (12) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, – dass die Positionier-Flasche (20) bei zumindest teilweise eingefahrener Kolbenstange (19) auf der Basisfläche (2) von Hand auf eine vorgegebene Soll-Position gestellt wird, dass der Positionsadapter (12) zusammen mit einem Messkopf (10) einer Messvorrichtung (1) dauerhaft im Bereich des Funktionsarmendes (9) angebracht ist und der Positionieradapter (12) durch gesteuertes Verfahren des Funktionsarmendes (9) in die in der Steuerung eingegebene genaue Sollposition für den Kolbenkopf (18) verlagert...
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur lagegenauen Justierung eines Kolbenkopfs einer Positionier-Flasche nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
- Eine Vorrichtung zur Halterung und Positionierung von Positionier-Flaschen in Verbindung mit einer Messvorrichtung ist aus
DE 38 03 031 B4 bekannt. Auf einem randseitig an einer Basisfläche gesteuert verfahrbaren Schlitten ist eine Säule (Z-Säule) für eine gesteuerte Höhenverstellung eines Funktionsarms als Y-Arm der Messvorrichtung angebracht dessen Funktionsarmende gesteuert über der Basisfläche verlegerbar ist. Für die Vermessung eines Bauteils, beispielsweise eines Karosseriebauteils zur Kontrolle der Maßhaltigkeit, ist es erforderlich dieses über der Basisfläche am vorbestimmten Raumpunkten aufzuspannen. Dazu werden Bauteilaufnahmen verwendet, die an genau positionierten und justierten Kolbenstangenenden von Positionier-Flaschen montiert werden. Diese Positionierung und Justierung der Positionier-Flaschen und deren Kolbenstangenenden wird hier vollautomatisch durchgeführt:
Dazu sind hier mehrere Positionier-Flaschen an einem seitlichen Rand der Basisfläche in einer Ruheposition aufgestellt. Am Messarmende wird aus einem Werkzeugarchiv ein kompliziert aufgebauter Positionieradapter als „Greifer” montiert, welcher gesteuert an jeweils eine Positionier-Flasche herangefahren wird und diese ergreift sowie auf der Basisfläche als X/Y-Fläche an einer in der Steuerung vorgegebenen Position platziert. Zudem werden gegebenenfalls in einer weiteren Greiferstellung mit dem Positionieradapter pneumatische Verbindungswege zu der pneumatischen Hubeinheit für die Kolbenstange, sowie zur Erzeugung eines bodenseitigen Luftkissens unter der Positionier-Flasche für eine reibungsarme Verschiebung herstellt. Durch eine gesteuerte Druckluftzufuhr wird dann mittels des Positionieradapters das kugelförmige Kolbenkopfende sowie ein zur Stangenachse querstehender Positionierzapfen an vorgegebenen Raumkoordinaten positioniert. Anschließend wird der Positionieradapter selbsttätig gesteuert von der Positionier-Flasche gelöst und abgehoben, wodurch diese durch eine Magnetverbindung zur Basisfläche bei justierter Kolbenkopfposition verriegelt ist. Anschließend können nun entsprechend lagegenau Bauteilaufnahmen an der Positionier-Flasche montiert werden. - Bei dieser Vorrichtung für ein automatisches Positionier- und Justierverfahren treten je nach den Gegebenheiten folgende Nachteile auf:
Der verwendet Positionieradapter mit allen seinen Automatikfunktionen ist ein relativ großes Bauteil, welches dadurch an der Messvorrichtung bei einem anschließenden Messvorgang stört und regelmäßig wieder abmontiert werden muss. Dies beeinflusst die Prozesssicherheit und bei unsachgemäßer Handhabung kann es zu Kollisionen mit dem empfindlichen Taster des Messkopfs oder mit dem aufgespannten Bauteil kommen. Zudem erfordert diese automatische Positionierung relativ viel Zeit, insbesondere wenn bei Bauteilen mit geringer Formstabilität eine Mehrzahl von Positionier-Flaschen für entsprechende Abstützpunkte erforderlich sind. Weiter ist eine Spezialsoftware notwendig, um die Positionierprogramme für die Messmaschine zu erstellen, wobei dann diese Software wiederum nur an der speziellen Messmaschine mit einer Einrichtung für eine automatisierte und selbsttätige Positionierung der Positionier-Flaschen anwendbar ist. Dadurch wird der Einsatz der Positionier-Flaschen an andere Messmaschinentypen oder für andere Anwendungen beispielsweise in Verbindung mit Robotern verhindert. - Aus der
DE 195 10 456 A1 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zur lagegenauen Justierung eines Kolbenkopfes einer Positionier-Flasche bekannt. Bei dem Verfahren kommt eine Vorrichtung zur konfigurierbaren Befestigung und Positionierung von Bauteilen zum Einsatz, insbesondere für die Befestigung von Bauteilen auf einer Messbank. - Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit denen ein einfacher, kostengünstiger und universeller Einsatz von gattungsgemäßen Positionier-Flaschen möglich ist.
- Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, dass die Positionier-Flasche bei zumindest teilweise eingefahrener Kolbenstange auf der Basisfläche von Hand auf eine vorgegebene Sollposition gestellt wird. Durch ein gesteuertes Verfahren des Funktionsarmendes mit dem dort dauerhaft angebrachten Positionieradapter wird dieser in die in der Steuerung eingegebene genaue Sollposition für den Kolbenkopf verlagert. Diese Verlagerung kann ersichtlich auch vor der vorstehenden Handpositionierung der Positionier-Flasche erfolgen. Wesentlich ist zu diesem Zeitpunkt lediglich, dass die Positionier-Flasche mit ihrer ausfahrbaren Kolbenstange unterhalb des bereits in der genauen Sollposition positionierten Positionieradapters steht. Der hier verwendete einfache Positionieradapter hat somit weder die Funktion eines Greifers für den Transport der Positionier-Flaschen noch die Funktion für Betätigungen an der Positionier-Flasche.
- Vielmehr wird die Kolbenstange mit ihrem Kolbenkopf unmittelbar oder mittelbar von Hand dann so weit ausgefahren, bis der Kolbenkopf mit seiner Kolbenkopfstruktur in dessen entsprechenden Gegenstruktur des Kolbenkopfs an der Positionier-Flasche verriegelt. Anschließend kann nun der Positionieradapter vom Kolbenkopf abgehoben werden, wodurch die justierte Positionier-Flasche für weitere Verwendungen, beispielsweise zur Montage einer Bauteilaufnahme freigegeben ist.
- Bei diesem Verfahren ist es möglich, den Positionsadapter einfach, kostengünstig und kleinbauend lediglich als Lagegeber auszuführen, so dass dieser dauerhaft am Funktionsarmende angebracht bleiben kann und bei weiteren Funktionen beispielsweise bei Messprozessen nicht stört. Beispielsweise kann ein solcher kleiner Positonieradapter an einer geschützten aber zugänglichen Stelle eines Y-Arms jeder beliebigen Messmaschine angebracht werden. Dies beeinflusst die Prozesssicherheit in keinster Weise. Ein ständiger Umbau ist nicht notwendig. Eine zusätzliche Positionierungs-Spezialsoftware ist nicht notwendig, da die Positionierung über die üblichen CNC-Programme mit einem einfachen Fahrbefehl erfolgen kann, der an allen handelsüblichen Messmaschinen vorhanden ist. Auch an Robotern kann dieser einfache und kleine Positionieradapter, beispielsweise bei Versuchsaufbauten zur Roboterprogrammierung zum Einsatz kommen. Die Positionier-Flaschen sind somit universell einsetzbar, da jederzeit eine manuelle Positionierung an beliebigen Orten möglich ist. Einzige Voraussetzung ist dabei, dass eine ebene Metallgrundplatte zur Flaschenpositionierung vorhanden ist. Bauteilaufnahmen können auf Praxistauglichkeit damit an beliebigen Orten simuliert werden, zudem ist die Positionierung schneller und flexibler als bisher möglich.
- Vorzugsweise erfolgt das Ausfahren der Kolbenstange mittels eines handbetätigbaren Druckluftadapters, wobei der Druckluftadapter an die Positionier-Flasche zur Druckbeaufschlagung angeschlossen wird. Die Kolbenstange ist dabei Teil einer pneumatischen Hubeinheit. Zudem kann mit Druckluft unter der Aufstandsfläche der Positionier-Flasche ein Luftkissen erzeugt werden, wodurch eine Magnetverbindung zwischen Permanentmagneten im Flaschenboden und der metallischen Basisfläche reduziert wird, so dass eine Verschiebung der Positionier-Flaschen auf der Basisfläche mit geringer Reibung möglich ist.
- Hinsichtlich der Vorrichtung wird die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst, dass der Positionieradapter dauerhaft am Funktionsarmende angebracht ist. Der Positionieradapter hat eine Oberwand, in der von unten her eine Ausnehmung als Kolbenkopf-Aufnahme angebracht ist, die mit dem Kolbenkopfende mit einer entsprechenden Negativform korrespondiert. Zudem ist wenigstens eine Seitenwand vorhanden, an der eine von unten her offene Positionierzapfen-Aufnahme angebracht ist. Beim Ausfahren der Kolbenstange aus einer unter dem Positionieradapter aufgestellten Positionier-Flache liegt dann das Kolbenkopfende für eine Höhenpositionierung in der Kolbenkopf-Aufnahme ein und der wenigstens eine querstehende Positionierzapfen liegt für eine X/Y-Ausrichtung (Längs- und Querausrichtung) in der Positionierzapfen-Aufnahme ein.
- Ersichtlich ist ein solcher Positionieradapter einfach, preisgünstig und klein auszuführen.
- Konkret soll der Positionieradapter kastenförmig und von vorne her offen ausgebildet sein mit einer Rückwand zur Befestigung am Funktionsarmende, mit der Oberwand mit der Kolbenkopf-Aufnahme und mit zwei gegenüberliegenden Seitenwänden jeweils mit einer Positionierzapfen-Aufnahme für zwei am Kolbenkopf gegenüberliegende Positionierzapfen.
- Ein solcher Positionieradapter kann beispielsweise für eine Roboterprogrammierung an einem Roboterarm angebracht sein.
- Alternativ kann ein solcher Positionieradapter am Y-Arm einer Messvorrichtung angebracht sein, wobei der Y-Arm an einer Z-Säule höhenverstellbar sowie die Z-Säule an einer X-Schiene mittels eines Schlittens längsverstellbar gehalten ist. Der kleine Positionieradapter kann dabei dauerhaft und insbesondere zusätzlich zu einem Messkopf am Y-Armende angebracht sein.
- Eine hier eingesetzte Positionier-Flasche hat wenigstens einen, gegebenenfalls zwei von außen zugängliche Druckluftanschlüsse für die pneumatisch Betätigung insbesondere für die eingangs erwähnte automatische Positionierung nach dem Stand der Technik. Diese Druckluftanschlüsse werden auch hier verwendet, in dem ein handbetätigbarer Druckluftadapter für eine Handbetätigung angeschlossen wird. Somit können die Positionier-Flaschen anstelle der aufwendigen Automatik-Positionierung flexibel auch bei anderen Anwendungen eingesetzt werden. Es sei aber hervorgehoben, dass für die Positionier-Flaschen nicht zwingend ein Druckluftanschluss notwendig ist. Dies hängt von der Ausführung der Flasche ab. Es gibt hier auch rein handgeführte mechanische Ausführungen.
- Auf einer mittels des Positionieradapters eingestellten und positionierten Positionier-Flasche kann dann als weiterer Bestandteil der Vorrichtung eine lagegenau montierbare Bauteilaufnahme aufgesetzt und fixiert werden.
- Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Messvorrichtung; -
2 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs A aus1 ; -
3 eine Ansicht schräg von unten auf einen Positionieradapter; -
4 eine Darstellung eines handbetätigbaren Druckluftadapters; und -
5 eine Positionier-Flasche mit einem angeschlossenen Druckluftadapter nach4 . - In
1 ist eine Messvorrichtung1 dargestellt mit einer horizontalen Metallgrundplatte2 einer randseitige Schiene (in X-Richtung), auf der an einem Schlitten eine Z-Säule4 längsverschiebbar (Doppelpfeil5 ) gehalten ist. An der Z-Säule4 ist höhenverstellbar (Doppelpfeil6 ) einer Messarm als Y-Arm7 angebracht, dessen Messarmende9 gesteuert in Y-Richtung (Doppelpfeil8 ) verstellbar ist. - Aus der vergrößerten Darstellung des Bereichs A in
2 ist zu ersehen, dass am Messarmende9 sowohl ein üblicher Messkopf10 mit einer Tasterspitze11 sowie ein relativ kleiner Positionieradapter12 dauerhaft angeordnet sind. - Der Positionieradapter
12 ist vergrößert als kastenförmiges und von vorne und unten her offenes Teil in3 dargestellt. Der Positonieradapter12 ist gebildet durch eine Rückwand13 mit Bohrungen14 zur Schraubbefestigung am Messarmende9 . Zudem ist der Positionieradapter12 weiter durch eine Oberwand14 und gegenüberliegende Seitenwände15 ,16 gebildet. - Die Oberwand
14 weist eine nach unten her beaufschlagbare Kolbenkopfaufnahme17 als Kugelkalotte auf, in die ein kugelförmiges Kolbenkopfende18 der Kolbenstange19 einer Positionier-Flasche20 von unten her formschlüssig einbringbar ist. - Die Seitenwände
15 ,16 weisen jeweils von unten her offene kanalförmige Positionierzapfenaufnahmen21 ,22 auf, in denen quer von der Kolbenstange19 im Bereich unterhalb des Kolbenkopfendes18 gegenüberliegend abragende Positionierzapfen23 ,24 formschlüssig einliegen können. - Zur lagerichtigen Positionierung von (nicht dargestellten) Bauteilaufnahmen werden die in
1 gezeigten Positionier-Flaschen30 verwendet, welche über Permanentmagnete im Flaschenboden auf der Metallgrundplatte2 gehalten und fixiert sind. Aus der konkret dargestellten Positionier-Flasche20 ist vertikal die Kolbenstange19 ausfahrbar (Doppelpfeil25 ). Die Kolbenstange19 ist dabei Teil einer pneumatischen Hubanlage die mittels eines handbetätigbaren Druckluftadapters26 (4 ) aktivierbar ist. Dazu wird der Druckluftadapter26 (die externe Druckluftzufuhr ist nicht dargestellt) an Druckluftanschlüsse der Positionier-Flasche20 angeschlossen. Über einen Druckluftanschluss wird dann die Hubeinrichtung für die Kolbenstange19 aktiviert und über einen weiteren Druckluftanschluss27 kann ein Luftkissen unter dem Flaschenboden28 erzeugt werden, so dass die Postionier-Flasche20 mit nur geringer Reibung auf der Metallgrundplatte2 verschoben und gegebenenfalls in ihrer Position nachjustiert werden kann. - Mit der dargestellten Messvorrichtung
1 ist zusätzlich zu ihrer späteren Messfunktion das folgende Positionierverfahren für die Positionier-Flaschen20 durchführbar:
Die Positionier-Flasche20 wird mit dem Druckluftadapter26 bestückt und auf der Metallgrundplatte2 von Hand auf eine vorgegebene Sollposition entsprechend gewünschter X-, Y-Koordinaten gestellt. Bereits vorher oder anschließend wird der Positionieradapter12 in eine Sollposition für das kugelförmige Kolbenkopfende18 und die Positionierzapfen23 ,24 gesteuert verfahren, wobei ein einfacher Fahrbefehl aus der Messsoftware verwendet wird. Anschließend wird mittels des Druckluftadapters26 die Kolbenstange19 bis zu einem formschlüssigen Eingriff des Kolbenkopfendes18 und der Positionierzapfen23 ,24 in die Kolbenkopfaufnahme17 bzw. die Positionierzapfenaufnahmen21 ,23 ausgefahren. Anschließend wird durch Lösen und Abnahme des Druckluftadapters26 diese Sollposition verriegelt und der Messarm27 kann mit dem Positionieradapter12 nach oben abgehoben und weggefahren werden. Dadurch ist die Positionier-Flasche justiert und für die Bestückung mit einer Bauteilaufnahme wieder freigegeben. Anschließend können mit weiteren Positionier-Flaschen30 entsprechend weitere Montagepunkte für Bauteilaufnahmen hergestellt werden.
Claims (11)
- Verfahren zur lagegenauen Justierung eines Kolbenkopfs einer Positionier-Flasche (
20 ), wobei – der Kolbenkopf (18 ) auf einer Kolbenstange (19 ) der auf einer Basisfläche (2 ) stehenden Positionier-Flasche (20 ) angebracht ist und die Kolbenstange (19 ) aus der Positionier-Flasche (20 ) axial in Z-Richtung (Hoch-Richtung) ausfahrbar sowie in einer vorgebbaren Ausfahrposition verriegelbar ist, und – eine Positionier- und Funktionseinheit einen Funktionsarm (7 ) aufweist, dessen Funktionsarmende (9 ) gesteuert über der Basisfläche (2 ) verfahrbar ist und am Funktionsarmende (9 ) ein Positionieradapter (12 ) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, – dass die Positionier-Flasche (20 ) bei zumindest teilweise eingefahrener Kolbenstange (19 ) auf der Basisfläche (2 ) von Hand auf eine vorgegebene Soll-Position gestellt wird, dass der Positionsadapter (12 ) zusammen mit einem Messkopf (10 ) einer Messvorrichtung (1 ) dauerhaft im Bereich des Funktionsarmendes (9 ) angebracht ist und der Positionieradapter (12 ) durch gesteuertes Verfahren des Funktionsarmendes (9 ) in die in der Steuerung eingegebene genaue Sollposition für den Kolbenkopf (18 ) verlagert wird, – dass dann die Kolbenstange (19 ) mit ihrem Kolbenkopf (18 ) unmittelbar oder mittelbar von Hand soweit ausgefahren wird, bis der Kolbenkopf (18 ) mit seiner Kolben-Kopfstruktur in der entsprechenden Gegenstruktur des Positionieradapters (12 ) in der Sollposition einliegt, und – dass die Kolbenstange (19 ) in dieser genauen Sollposition des Kolbenkopfs (18 ) verriegelt wird, und der Positionieradapter (12 ) gesteuert vom Kolbenkopf (18 ) abgehoben wird, wodurch die justierte Positionier-Flasche (29 ) für die weitere Verwendung freigegeben ist. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Positionier-Flasche (
20 ) mit justiertem Kolbenkopf (18 ) anschließend eine Bauteilaufnahme entsprechend lagegenau montiert wird. - Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsarm mit dem Positionieradapter ein Y-Messarm (
7 ) einer Messvorrichtung (1 ) oder ein Roboterarm ist und die Positionierung des Positionieradapters (12 ) mit einem einfachen Verfahrbefehl über das ohnehin vorhandene Funktions-Programm durchgeführt wird, wobei wegen der dauerhaften Anbringung des Positionieradapters (12 ) dessen Relativlage zu Funktionselementen, beispielsweise zu einer Messspitze (11 ) einer Messvorrichtung (1 ), nur einmal zu vermessen und im Funktions-Programm nur einmal einzugeben ist. - Verfahren nach einem der Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausfahren der Kolbenstange (
19 ) mittels eines handbetätigbaren Druckluft-Adapters (26 ) durchgeführt wird, wobei der Druckluft-Adapter (26 ) an die Positionier-Flasche (20 ) zur Druckbeaufschlagung angeschlossen wird und die Kolbenstange (19 ) Teil einer pneumatischen Hubeinheit ist sowie gegebenenfalls Druckluft unter die Aufstandsfläche der Positionier-Flasche (20 ) geleitet wird um dort über ein Luftkissen eine Magnetverbindung zwischen Permanentmagneten im Flaschenboden (28 ) und der metallischen Basisfläche (2 ) für eine Verschiebung und gegebenenfalls Nachjustierung mit geringer Reibung auf der Basisfläche (2 ) zu reduzieren. - Vorrichtung, insbesondere zur Durchführung eines der Verfahren nach Anspruch 1 bis Anspruch 3, mit einer etwa horizontalen Metallgrundplatte (
2 ) als Aufstandsfläche für wenigstens eine Positionier-Flasche (20 ), welche eine axial in Z-Richtung (Hoch-Richtung) pneumatisch ausfahrbare Kolbenstange (19 ) mit einem Kolbenkopf aufweist, wobei die Kolbenstange (19 ) in einer vorgebbaren Ausfahrposition verriegelbar ist und der Kolbenkopf ein kugelförmiges oder kegelförmiges Ende (18 ) sowie wenigstens einen zur Stangenachse querstehenden und beabstandet zum Kolbenkopfende liegenden Positionierzapfen (23 ,24 ) aufweist, und – mit einer Positionier- und Funktionseinheit mit einem mittels einer Steuerung über der Basisfläche (2 ) verfahrbaren Funktionsarm (7 ) an dessen Funktionsarmende (9 ) ein Positionieradapter (12 ) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionieradapter (12 ) zusammen mit einem Messkopf (10 ) einer Messvorrichtung (1 ) dauerhaft am Funktionsarmende (9 ) angebracht ist und der Positionsadapter (12 ) ausgestaltete ist mit einer Oberwand (14 ) in der von unten her eine Ausnehmung als Kolbenkopf-Aufnahme (17 ) angebracht ist, die mit einer Negativform mit dem Kolbenkopfende (18 ) als Positivform korrespondiert, und mit wenigstens einer Seitenwand (15 ,16 ), an der eine von unten her offene Positionierzapfen-Aufnahme (21 ,22 ) angebracht ist, sodass beim Ausfahren der Kolbenstange (19 ) aus einer unter dem justierten Positionieradapter (12 ) aufgestellten Positionier-Flasche (20 ) das Kolbenkopfende (18 ) für eine Höhenpositionierung in der Kolbenkopf-Aufnahme (17 ) und der wenigstens eine Positionierzapfen (23 ,24 ) für eine X/Y-Ausrichtung (Längs- und Querausrichtung) in der Positionierzapfen-Aufnahme (21 ,22 ) einliegt. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionieradapter (
12 ) kastenförmig und von vorne und unten her offen ausgebildet ist mit einer Rückwand (13 ) zur Befestigung am Funktionsarmende (9 ), mit der Oberwand (14 ) mit der Kolbenkopf-Aufnahme (17 ) und mit zwei gegenüberliegenden Seitenwände (15 ,16 ) jeweils mit einer Positionierzapfen-Aufnahme (21 ,22 ) für zwei am Kolbenkopf (18 ) gegenüberliegende Positionierzapfen (23 ,24 ). - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsarm ein Roboterarm ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsarm ein Y-Messarm (
7 ) einer Messvorrichtung (1 ) ist und der Funktionsarm (7 ) an einer Z-Säule (4 ) höhenverstellbar sowie die Z-Säule (4 ) an einer X-Schiene (3 ) mittels eines Schlittens längsverstellbar gehalten sind, und dass am Messarmende (9 ) zusätzlich zum dauerhaft angebrachten Positionieradapter (12 ) ein Messkopf (10 ) angebracht ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionier-Flasche (
20 ) wenigstens einen von außen zugänglichen Druckluftanschluss zu ihrer pneumatischen Betätigung aufweist und die Vorrichtung weiter einen handbetätigbaren Druckluft-Adapter (26 ) umfasst, der lösbar an den wenigstens einen Druckluftanschluss anschließbar ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionieradapter (
12 ) klein im Vergleich zum Funktionsarmende (9 ) ausgebildet ist, sodass dort weitere Funktionsteile (10 ) zusätzlich befestigbar sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung weiter wenigstens eine am justierten Kolbenkopf (
18 ) montierbare Bauteilaufnahme umfasst.
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