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DE102010000835A1 - Empfänger - Google Patents

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Abstract

Ein Empfänger zum Empfang eines Funkfrequenzsignals enthält einen Filter (12), einen Rechner (20) und einen Einsteller (20). Der Filter (12) hat einen einstellbaren Durchlassbereich und lässt ein empfangenes Funkfrequenzsignal innerhalb des Durchlassbereichs durch, um ein gefiltertes Signal zu erzeugen. Der Rechner (20) berechnet einen Signal/Rausch-Abstand des empfangenen Funkfrequenzsignals basierend auf dem gefilterten Signal. Der Einsteller (20) stellt den Durchlassbereich des Filters (12) derart ein, dass der berechnete Signal/Rausch-Abstand maximal wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Empfänger zum Empfang eines Funkfrequenzsignals.
  • Ein Beispiel eines Empfängers zum Empfang eines Funkfrequenzsignals ist ein GPS-Empfänger (GPS = global positioning system), der zur Positionsbestimmung ein Signal von einem GPS-Satelliten empfängt. Beispielsweise wird ein GPS-Signal auf einer Trägerwelle mit einer Frequenz von 1575.42 MHz für Sendezwecke moduliert, wobei das GPS-Signal eine Bandbreite von ungefähr 2 MHz hat. In einem GPS-Empfänger, wie er beispielsweise in der US 2006/234667 entsprechend der JP-2006-222759A beschrieben ist, wird ein empfangenes Funksignal (RF-Signal) durch einen schmalbandigen Filter mit einem festgelegten Durchlassbereich gefiltert, um den Signal/Rausch-Abstand (SNR) des GPS-Signals zu verbessern.
  • In den letzten Jahren ist es zunehmend wichtiger geworden, eine Positionsbestimmung unter Verwendung eines Satellitensystems anders als GPS durchzuführen, und verschiedene Arten von Systemen wie GLONASS (Russland) und GALILEO (EU) wurden entwickelt. Wenn es möglich ist, Signale von Satelliten dieser abweichenden Typen von Systemen zu empfangen, kann eine Genauigkeitsverbesserung bei der Positionsbestimmung erwartet werden.
  • Jedoch ändern sich die Frequenzen von Trägerwellen und die Signalbandbreiten zur Modulation auf den Trägerwellen üblicherweise abhängig von den Satellitensystemen. Beispielsweise hat, wie oben beschrieben, das GPS-Signal eine Trägerwellenfrequenz von 1575.42 MHz und eine Bandbreite von ungefähr 2 MHz. Im Gegensatz hierzu hat ein Satellitensignal von GLONASS eine Trägerwellenfrequenz von 1602 + 0.5625 n (n = 1, 2, ...24) MHz und eine Bandbreite von ungefähr 1 MHz.
  • Um daher Signale von Satelliten anderer Systemtypen über einen gemeinsamen Kanal zu empfangen, besteht die Notwendigkeit, den Durchlassbereich eines bandbegrenzenden Filters zu erhöhen, um die Bandbreiten aller Signale abzudecken. Wenn jedoch der Durchlassbereich des bandbegrenzenden Filters erhöht wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Störwelle empfangen wird.
  • Angesichts hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen entsprechenden Empfänger zu schaffen, der in der Lage ist, eine Bandbegrenzung durchzuführen, um den Einfluss von Störwellen zu minimieren.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Empfänger zum Empfang eines Funkfrequenzsignals einen Filter, einen Rechner und einen Justierer oder Einsteller auf. Der Filter hat einen einstellbaren Durchlassbereich und lässt das empfangene Funkfrequenzsignal innerhalb des Durchlassbereichs durch, um ein gefiltertes Signal zu erzeugen. Der Rechner berechnet einen Signal/Rausch-Abstand des empfangenen Funkfrequenzsignals basierend auf dem gefilterten Signal. Der Einsteller stellt den Durchlassbereich des Filters derart ein, dass der berechnete Signal/Rausch-Abstand maximal wird.
  • Allgemein gesagt, die Lösungen der oben genannten Aufgabe erfolgt durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale, wobei die Unteransprüche vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt haben.
  • Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich besser aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
  • Es zeigt:
  • 1 ein Blockdiagramm des Aufbaus eines Empfängers gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine grafische Darstellung einer Verteilung eines empfangenen L1-GPS-Signals.
  • 3 ein Flussdiagramm eines Ablaufs zur Einstellung eines einstellbaren Filters des Empfängers; und
  • 4A eine grafische Darstellung einer Vorgehensweise, bei der ein Durchlassbereich des einstellbaren Filters erhöht wird, und 4B eine grafische Darstellung einer Änderung eines Signal/Rausch-Abstands mit zunehmendem Durchlassbereich des einstellbaren Filters.
  • Ein Empfänger 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Der Empfänger 1 ist dafür ausgelegt, Satellitensignale von verschiedenen Arten von Satellitensystemen zu empfangen, beispielsweise GLONASS (Russland) und GALILEO (EU). Es sei festzuhalten, dass der Empfänger 1 auch als ein Empfänger für andere Kommunikationswege ausgelegt werden kann, beispielsweise Mobiltelefon, FM-Sendungen, elektronischen Mauteinzug (ETC = electronic toll collection), sowie Fahrzeuginformations- und Kommunikationssysteme (VICS).
  • 1 ist ein Blockdiagramm des Empfängers 1. Der Empfänger 1 hat eine Mehrzahl von Empfangskanälen, um gleichzeitig eine Mehrzahl von Satellitensignalen zu empfangen. Da jeder Empfangskanal die gleiche Auslegung hat, zeigt 1 nur einen dieser Empfangskanäle. Der Empfänger 1 empfängt gleichzeitig die Satellitensignale von einer Mehrzahl von Satelliten und misst die Abstände (pseudoranges) zu den Satelliten. Weiterhin führt der Empfänger 1 eine Positionsberechnung basierend auf den gemessenen Abständen durch, berechnet einen geschätzten Fehlerwert bezüglich einer Positionsauflösung und berechnet die Endposition basierend auf der Positionsauflösung und dem geschätzten Fehlerwert.
  • In 1 empfängt eine Antenne 2 eine Mehrzahl von Satellitensignalen (RF-Signalen) mit unterschiedlichen Frequenzen und gibt die empfangenen RF-Signale an einen rauscharmen Verstärker (LNA) 3. Beispielsweise kann die Antenne 2 sowohl eine L1-Welle (1575.42 MHz) von GPS und eine L1-Welle (1602 + 0.5625 n (n = 1, 2, ...24) MHz) von GLONASS empfangen. Der LNA 3 verstärkt das von der Antenne 2 empfangene RF-Signal und gibt das RF-Signal an einen Bandpassfilter (BPF) 4. Der BPF 4 hat einen Frequenzdurchlassbereich, innerhalb dem Trägerwellenfrequenzen aller Satellitensignale vorliegen.
  • Ein spannungsgesteuerter Oszillator (VCO) 6 erzeugt ein Umwandlungssignal basierend auf einer vorbestimmten Referenzfrequenz und gibt das Umwandlungssignal an einen Mischer 5 aus. Das Umwandlungssignal hat eine vorbestimmte Frequenz gegenüber einer Frequenz des RF-Signals, das vom BPF 4 gefiltert wurde. Der Mischer 5 führt eine Herunterwandlung („downconverting”) durch, indem das RF-Signal, das den BPF 4 durchlaufen hat, und das Umwandlungssignal vom VCO 6 gemischt werden, so dass ein Zwischenfrequenzsignal (IF = intermediate frequency) erzeugt wird.
  • Das vom Mischer 5 erzeugte IF-Signal wird einem Bandpassfilter (BPF) 7 eingegeben. Wie der BPF 4 hat der BPF 7 einen Frequenzverteilungdurchlassbereich, der erlaubt, dass die Trägerwellenfrequenzen aller Satellitensignale im IF-Signal den BPF 7 durchlaufen können. Auf diese Weise wird eine Frequenzkomponente entsprechend der Trägerwellenfrequenz des zu empfangenden RF-Signals durch die beiden Bandpassfilter BPF 4 und BPF 7 entnommen. Alternativ kann auf den BPF 7 verzichtet werden.
  • Das vom BPF 7 ausgegebene IF-Signal wird in einen IF-Verstärker 8 eingegeben und vom IF-Verstärker 8 verstärkt. Das vom IF-Verstärker 8 verstärkte IF-Signal wird in einen Tiefpassfilter (LPF) 9 eingegeben. Der LPF 9 hat eine vorbestimmte Grenzfrequenz und lässt eine Frequenzkomponente des IF-Signals unterhalb der Grenzfrequenz durch. Das durch den LPF 9 geführte IF-Signal wird einem Verstärker 10 zugeführt, der eine AGC-Funktion (automatische Verstärkungssteuerung) hat. Der Verstärker 10 verstärkt das eingegebene IF-Signal unter Verstärkungssteuerung, so dass das verstärkte IF-Signal eine bestimmte Amplitude haben kann. Der Verstärker 10 gibt das verstärkte IF-Signal an einen A/D-Wandler 11 (Analog/Digital-Wandler) aus. Der A/D-Wandler 11 führt eine A/D-Wandlung durch Abtasten des eingegebenen IF-Signals mit einer bestimmten Abtastfrequenz durch, so dass das IF-Signal in ein digitales Signal umgewandelt wird. Das vom A/D-Wandler 11 digitalisierte IF-Signal wird in einen einstellbaren Filter 12 eingegeben.
  • Der einstellbare Filter 12 ist ein Bandpassfilter, der mit einem digitalen Filter, beispielsweise einem FIR-Filter (finite impulse response), einem IIR-Filter (infinite impulse response) oder einem CIC-Filter (cascaded integrator-comb) gebildet ist. Eine Mittenfrequenz und eine Bandbreite eines Durchlassbereiches des einstellbaren Filters 12 können abhängig von einem Steuersignal eingestellt werden, das von einem Positionsrechner 20 empfangen wird.
  • Alternativ kann der einstellbare Filter 12 beispielsweise aus einem Satz aus einer Fourier-Transformationsvorrichtung oder einer inversen Fourier-Transformationsvorrichtung anstelle eines digitalen Filters gebildet werden. Für den Fall, dass als einstellbarer Filter 12 der Satz aus der Fourier-Transformationsvorrichtung und der inversen Fourier-Transformationsvorrichtung verwendet wird, wird ein Leistungsspektrum einer in Frequenzen zu blockenden Frequenz, erzeugt von der Fourier-Transformationsvorrichtung, durch Null ersetzt. Das durch die Null-Substitution korrigierte Leistungsspektrum wird von der inversen Fourier-Transformationsvorrichtung invers Fourier-transformiert, so dass das digitale IF-Signal Frequenzkomponenten nur in einem gewünschten Band von Frequenzen haben kann. Wenn ein Satz aus einer Fourier-Transformationsvorrichtung und inversen Fourier-Transformationsvorrichtung als einstellbarer Filter 12 verwendet wird, wird die Rechenmenge erhöht, jedoch hat der einstellbare Filter 12 an der Grenzfrequenz eine scharfe Dämpfungscharakteristik.
  • Das vom einstellbaren Filter 12 gefilterte IF-Signal wird dem Positionsrechner 20 eingegeben. Der Positionsrechner 20 enthält einen Korrelationsabschnitt 21 und einen SNR-Messabschnitt 22.
  • Obgleich in der Zeichnung nicht näher dargestellt, enthält der Korrelationsabschnitt 21 einen Trägerkorrelationsabschnitt und einen Codekorrelationsabschnitt. Der Trägerkorrelationsabschnitt hat einen numerisch gesteuerten Oszillator (NCO), der ein Taktsignal erzeugt, wobei Frequenz und Phase des Taktsignals gesteuert werden. In dem Trägerkorrelationsabschnitt wird das eingegebene digitale IF-Signal mit dem Taktsignal multipliziert, das vom NCO erzeugt wird. Obgleich weiterhin in der Zeichnung nicht gezeigt, wird der NCO durch eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) des Positionsrechners 20 derart gesteuert, dass die Frequenz und die Phase des Taktsignals, welches vom NCO erzeugt wird, gleich der Trägerwellenfrequenz des eingegebenen digitalen IF-Signals sind. Somit wird die Trägerwellenfrequenzkomponente von einem Ausgangssignal des Trägerkorrelationsabschnitts entfernt. Das Ausgangssignal vom Trägerkorrelationsabschnitt wird dem Codekorrelationsabschnitt zugeführt.
  • Obgleich in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellt, enthält der Codekorrelationsabschnitt einen Codegenerator und einen numerisch gesteuerten Oszillator (NCO). Der Codegenerator erzeugt einen Pseudozufallscode basierend auf einer Taktfrequenz eines vom NCO erzeugten Codes. Der erzeugte Pseudozufallscode ist äquivalent einem Code, der zur Modulation eines Satellitensignals von einem zu erfassenden Zielsatelliten verwendet wird. In dem Codekorrelationsabschnitt wird der vom Codegenerator erzeugte Pseudozufallscode mit dem Ausgangssignal vom Trägerkorrelationsabschnitt multipliziert. Ein Ausgangssignal vom Codekorrelationsabschnitt wird der CPU eingegeben, und die CPU steuert den NCO und den Codegenerator derart, dass Frequenz und Phase des Pseudozufallscodes gleich Frequenz und Phase des Ausgangssignals vom Trägerkorrelationsabschnitt sind. Durch diese Vorgehensweise kann ein Signal, welches Navigationsdaten enthält, von dem Empfangskanal des Empfängers 1 empfangen werden. Die CPU entnimmt die Navigationsdaten, welche Zeitinformationen eines Satellitentakts und Satellitenpositionsinformationen (Ephemeridendaten) enthalten, dem vom Empfangskanal empfangenen Signal. Weiterhin berechnet die CPU einen Abstand (pseudorange) zu dem Satelliten basierend auf den Navigationsdaten und führt eine Positionsberechnung basierend auf den Abständen zu vier oder mehr Satelliten durch.
  • Beispielsweise kann der Zielsatellit basierend auf der Tatsache bestimmt werden, dass es eine Korrelation gibt, wenn bestimmte Codes zu Satelliten abwechselnd erzeugt werden. Weiterhin kann beispielsweise der Zielsatellit basierend auf dem Ergebnis einer Frequenzanalyse von vorab empfangenen Signalen bestimmt werden. Als anderes Beispiel kann ein Satellit, auf welchen zugegriffen werden kann, basierend auf einem Satellitenorbit, einer momentanen Position und einer momentanen Zeit abgeschätzt werden und dann kann der Zielsatellit basierend auf dem Schätzergebnis bestimmt werden.
  • Wie bereits erwähnt, enthält der Positionsrechner 20 weiterhin den SNR-Messabschnitt 22. Der SNR-Messabschnitt 22 empfängt ein Ausgangssignal vom Korrelationsabschnitt 21 und berechnet einen Signal/Rausch-Abstand (SNR) durch Berechnen eines Verhältnisses zwischen einem Ausgangssignalwert, der erhalten wird, wenn es eine Korrelation zwischen einem bestimmten Code zum Zielsatelliten und dem Pseudozufallscode gibt, und einem Ausgangssignalwert, der erhalten wird, wenn es keine Korrelation zwischen dem bestimmten Code und dem Pseudozufallscode gibt. Dann begrenzt der Positionsrechner 20 den Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 basierend auf der Trägerwellenfrequenz des Satellitensignals vom Zielsatelliten und dem Signal/Rausch-Abstand, der vom SNR-Messabschnitt 22 berechnet wurde.
  • In einem Fall, bei dem es nur thermisches Rauschen ohne eine Störwelle gibt, wird der Signal/Rausch-Abstand erhöht, wenn der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 ausgehend von einer Mitte einer Trägerwellenfrequenz als Empfangssignal erzeugt wird. Ein Grund hierfür ist, dass beispielsweise die L1-Welle von GPS eine Hauptkeule mittig der Trägerwellenfrequenz und eine Seitenkeule in bestimmten Frequenzabständen hat, wie in 2 gezeigt. Wenn jedoch eine Störwelle im Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 vorliegt, wird der Signal/Rausch-Abstand verringert (abgeschwächt), da es den Einfluss der Störwelle gibt.
  • Somit wird bei der Ausführungsform eine Bandbegrenzung, die geeignet ist, den Einfluss der Störwelle zu verringern, durchgeführt, indem der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 so eingestellt wird, dass der Signal/Rausch-Abstand maximal wird. Die Einstellung des Durchlassbereichs des einstellbaren Filters 12 wird nachfolgend beschrieben.
  • 3 ist ein Flussdiagramm, welches den Einstellvorgang des Durchlassbereiches für den einstellbaren Filter 12 darstellt. Der Ablauf beginnt bei S100, wo der Zielsatellit bestimmt wird, auf den zugegriffen wird. Der Ablauf geht zu S110, wo die Mittenfrequenz vom Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 bestimmt wird, um der Trägerwellenfrequenz des Satellitensignals vom Zielsatelliten zu entsprechen. Weiterhin wird bei S110 eine Anfangsbandbreite (Bereich) des Durchlassbereichs des einstellba ren Filters 12 bestimmt. Somit lässt der einstellbare Filter 12 nur eine Frequenzkomponente innerhalb des anfänglichen Bandbereichs bezüglich der Mittenfrequenz durch.
  • Der Ablauf geht dann zu S120, wo der Signal/Rausch-Abstand basierend auf dem Ausgangssignal des Korrelationsabschnitts 21 gemessen (berechnet) wird. Der Ablauf geht dann zu S130, wo bestimmt wird, ob der momentan berechnete Signal/Rausch-Abstand größer oder kleiner als ein vorheriger Signal/Rausch-Abstand ist, der früher berechnet wurde. Wenn bestimmt wird, dass der momentane Signal/Rausch-Abstand größer als der vorherige Signal/Rausch-Abstand ist, was NEIN bei S130 entspricht, geht der Ablauf zu S140. Es sei festzuhalten, dass, wenn der Ablauf das erste Mal von S120 zu S130 geht (das heißt, wenn es keinen vorherigen Signal/Rausch-Abstand gibt), dann der Ablauf stets zu S140 weiterspringt.
  • Bei S140 wird der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 um eine bestimmte Bandbreite erhöht. Nach S140 kehrt der Ablauf zu S120 zurück, so dass S120 und S130 wiederholt werden, so dass eine Änderung im Signal/Rausch-Abstand beobachtet wird.
  • Durch diese Vorgehensweise wird der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 kontinuierlich erhöht, wobei der Signal/Rausch-Abstand mit zunehmendem Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 erhöht wird. Als Ergebnis der Erhöhung des Durchlassbereiches vom einstellbaren Filter 12 nimmt, wenn die Störwelle im Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 vorhanden ist, wie in 4A gezeigt, der Signal/Rausch-Abstand abrupt ab, wie in 4B gezeigt.
  • Wenn daher bestimmt wird, dass der vorliegende Signal/Rausch-Abstand kleiner als der vorherige Signal/Rausch-Abstand ist, was JA bei S130 entspricht, geht der Ablauf zu S150. Bei S150 wird der einstellbare Filter 12 auf einen Durchlassbereich unmittelbar vor der Abnahme des Signal/Rausch-Abstands gesetzt. Somit wird der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 maximal derart, dass die Störwelle im Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 nicht vorhanden ist.
  • Die oben beschriebene Ausführungsform kann auf verschiedene Arten abgewandelt werden, d. h. beispielsweise wie folgt:
    In der Ausführungsform ist der einstellbare Filter 12 in Form eines digitalen Filters mit der Ausgangsseite des A/D-Wandlers 11 verbunden, und die Mittenfrequenz und die Durchlassbreite des einstellbaren Filters 12 werden eingestellt. Alternativ können Mittenfrequenzen und Durchlassbreiten von BPF 4 und BPF 7 als analoger Filter eingestellt werden, so dass der BPF 4 und der BPF 7 Frequenzkomponenten der Zielsatellitensignale durchlassen, wobei die Störwelle verhindert ist.
  • In der Ausführungsform ist der Empfänger 1 zum Empfang von L1-Wellen von z. B. GPS und GLONASS konfiguriert. Alternativ kann der Empfänger 1 so konfiguriert sein, dass er ein Signal eines anderen Frequenzbands empfängt, beispielsweise eine L2-Welle.
  • In der Ausführungsform wird gemäß 4B der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 so eingestellt, dass der Signal/Rausch-Abstand einen Maximalwert MAX hat. Alternativ kann der Durchlassbereich des einstellbaren Filters 12 so eingestellt werden, dass der Signal/Rausch-Abstand einen bestimmten Schwellenwert TH übersteigt, der niedriger als der Maximalwert MAX ist, wobei dies abhängig von der beabsichtigten Verwendung erfolgt. Der bestimmte Schwellenwert TH entspricht einer benötigten minimalen Empfangsempfindlichkeit. Mit einer solchen Vorgehensweise lassen sich unerwartete von außen kommende Störwellen verhindern, wobei die benötigte minimale Empfangsempfindlichkeit sichergestellt bleibt.
  • Solche Änderungen und Abwandlungen liegen im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wie durch die nachfolgenden Ansprüche und deren Äquivalente definiert.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 2006/234667 [0002]
    • - JP 2006222759 A [0002]

Claims (5)

  1. Ein Empfänger zum Empfang eines Funkfrequenzsignals, wobei der Empfänger aufweist: einen Filter (12) mit einstellbarem Durchlassbereich, welcher das empfangene Funkfrequenzsignal innerhalb des Durchlassbereichs durchzulassen vermag, um ein gefiltertes Signal zu erzeugen; einen Rechner (20), der einen Signal/Rausch-Abstand des empfangenen Funkfrequenzsignals basierend auf dem gefilterten Signal zu berechnen vermag; und einen Einsteller (20), der den Durchlassbereich des Filters (12) derart einzustellen vermag, dass der berechnete Signal/Rausch-Abstand maximal wird.
  2. Der Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteller (20) kontinuierlich den Durchlassbereich des Filters (12) erhöht, bis der berechnete Signal/Rausch-Abstand abnimmt; und, wenn der berechnete Signal/Rausch-Abstand abnimmt, der Einsteller (20) den Durchlassbereich des Filters (20) auf einen Zustand setzt, unmittelbar bevor dem der berechnete Signal/Rausch-Abstand abzunehmen beginnt.
  3. Der Empfänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Funkfrequenzsignal eine Mehrzahl unterschiedlicher Typen von Funkfrequenzsignalen mit unterschiedlichen Frequenzen aufweist; der Einsteller (20) eine Mittenfrequenz des Durchlassbereiches des Filters (12) basierend auf einem Typ von empfangenem Funkfrequenzsignal bestimmt; und der Einsteller (20) den Durchlassbereich des Filters (12) bezüglich der Mittenfrequenz erhöht.
  4. Der Empfänger nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass das Funkfrequenzsignal vor dem Empfang mit einem ersten Code moduliert ist; und der Rechner (20) den Signal/Rausch-Abstand unter Verwendung eines Signalwerts berechnet, der erhalten wird durch Demodulation des gefilterten Signals mit dem ersten Code, und eines Signalwerts, der erhalten wird durch Demodulation des gefilterten Signals mit einem zweiten Code unterschiedlich zum ersten Code.
  5. Der Empfänger nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass das Funkfrequenzsignal von einem Satelliten übertragen wird.
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