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Die Erfindung betrifft ein Schneckengetriebe mit Getriebegehäuse.
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Die
DE 201 06 655 U1 offenbart einen Reinraum-Getriebemotor mit einem Motorabschnitt und einem Getriebeabschnitt, die miteinander verbunden sind und eine Baueinheit bilden, wobei die Baueinheit eine glatte Oberfläche aufweist.
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Aus der Firmenschrift SEW EURODRIVE: ASEPTIC Getriebemotoren. Bruchsal, 02/2005 (Katalog 11312300 / DE) sind Getriebemotoren bekannt.
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Aus der Veröffentlichung MÜLLER K.-P.: Lehrbuch Oberflächentechnik. Braunschweig/Wiesbaden : Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, 1996. - ISBN 978-3-322-89804-3. [e-Book] sind Oberflächenbearbeitungstechniken bekannt.
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Aus der Firmenschrift APV AxFlow - SPX Brand: APV DW Pumps - Outperform All Others. Düsseldorf, 08/2008 (7000-02-08-2008-US) sind Pumpen bekannt.
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Aus der Firmenschrift Wright Flow Technologies Ltd.: classic+ Lohkoroottoripumppu. BN23 6PT Eastbourne, UK, 2008 (FMT ACO/WFT/A4 Classic+ Finnish/110) ist ein Pumpenantrieb bekannt.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Getriebegehäuse weiterzubilden.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Schneckengetriebe mit Getriebegehäuse nach den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
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Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Getriebegehäuse sind, dass das Getriebegehäuse eine Oberfläche aufweist, welche derart aus Abschnitten und Anbauflächen besteht, dass jeder Abschnitt an mindestens zwei Anbauflächen angrenzt und jeder Abschnitt entlang zumindest einer Oberflächenkurve durchgehend konvex gekrümmt ist, wobei die Oberflächenkurve das Schnittgebilde einer zu einem Punkt des Abschnitts gehörigen gedachten Normalenebene mit dem jeweiligen Abschnitt ist.
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Oder mit anderen Worten, dass das Getriebegehäuse eine Oberfläche aufweist, welche aus Abschnitten und Anbauflächen besteht, das heißt insbesondere nur Abschnitte und Anbauflächen aufweist, wobei die Abschnitte in zumindest einer Richtung konvex gekrümmt sind. Die Oberflächenkurve läuft entlang einer Richtung. Die Normalenebene steht senkrecht auf einem Tangentenvektor eines Punktes auf der Oberfläche beziehungsweise des Abschnitts.
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Von Vorteil ist dabei, dass Flüssigkeiten an der Oberfläche des Getriebegehäuses gut ablaufen und Verunreinigungen leicht entfernbar sind, ohne dass Abflusskanäle vorgesehen werden müssen.
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Bei einer weiteren Ausführungsform weist das Getriebegehäuse für ein Schneckengetriebe eine Oberfläche auf, welche derart aus Abschnitten, Ebenen und Anbauflächen besteht, dass jeder Abschnitt an mindestens zwei Anbauflächen oder Ebenen angrenzt und jeder Abschnitt entlang zumindest einer Oberflächenkurve durchgehend konvex gekrümmt ist, wobei die Oberflächenkurve das Schnittgebilde einer zu einem Punkt des Abschnitts gehörigen gedachten Normalenebene mit dem jeweiligen Abschnitt ist und wobei die Ebenen derart angeordnet sind, dass jede Ebene bei den vorgesehenen Einbaulagen des Getriebegehäuses zu einer gedachten Ebene (E), deren Normalenvektor kollinear, das heißt parallel, zur Schwerkraftrichtung ist, einen Winkel (α) einschließen, dessen Betrag größer als oder gleich drei Grad ist.
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Oder anders ausgedrückt weist bei der weiteren Ausführungsform das Getriebegehäuse eine Oberfläche auf, welche aus Abschnitten,
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Ebenen und Anbauflächen besteht, und das Getriebegehäuse ist bei der Verwendung des Getriebegehäuses in einer Anlage in einer Einbaulage eingebaut, wobei die Abschnitte in einer Richtung konvex geformt sind und die Ebenen zu einer gedachten Ebene, deren Normalenvektor kollinear zur Schwerkraft ist, einen Winkel einschließen, dessen Betrag größer als oder gleich drei Grad ist. Von Vorteil ist dabei, dass in jeder sinnvollen Einbaulage des Getriebegehäuses Flüssigkeiten an der Oberfläche des Getriebegehäuses gut ablaufen und Verunreinigungen leicht entfernbar sind, ohne dass Abflusskanäle vorgesehen werden müssen.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist ein Getriebegehäuse für ein Schneckengetriebe eine Oberfläche auf, welche aus Abschnitten, Ebenen und Anbauflächen besteht und das Getriebegehäuse in einer Einbaulage eingebaut ist, wobei die Abschnitte in einer Richtung konvex geformt sind und die Ebenen zu einer gedachten Ebene, deren Normalenvektor kollinear zur Schwerkraftrichtung ist, einen Winkel einschließen, dessen Betrag größer als oder gleich drei Grad ist. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Abschnitte einen Krümmungsradius von größer als ca. 3 mm insbesondere von größer als ca. 6 mm auf. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung sind die Anbauflächen, welche jeweils eine Bohrung aufweisen, senkrecht oder parallel zueinander und im eingebauten Zustand des Getriebegehäuses sind die Anbauflächen durch entsprechende Flächen angebauter Vorrichtungen und/oder durch ein passendes Abdeckelement abgedeckt. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist eine vom Getriebegehäuse abgewandte Oberfläche der Abdeckelemente den Abschnitten beziehungsweise den Abschnitten und Ebenen entsprechend ausgeformt. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die Abschnitte und somit die Oberfläche eine Zwischenoberfläche, welche in einer ersten Richtung konvex und in einer zweiten Richtung konkav oder konvex gekrümmt ist. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die erste Richtung annähernd senkrecht bis senkrecht zur zweiten Richtung. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen und das Getriebegehäuse leicht aus einer Gussform herauslösbar ist.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Getriebegehäuse eine Abtriebsseite auf, in welcher eine erste durchgehende Ausnehmung eingearbeitet ist, wobei die Stirnfläche um die erste Ausnehmung eine erste Anbaufläche darstellt. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist eine Montageseite des Getriebegehäuses eine Montageöffnung auf, welche von einer zweiten Anbaufläche für einen als Abdeckelement vorgesehenen Deckel umgeben ist. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist eine Eintriebsseite eine dritte Anbaufläche zum Anflanschen eines Motors auf, wobei die äußere Kante der dritten Anbaufläche einen durchgehenden ununterbrochenen Kreis formt. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Getriebegehäuse aus Edelstahl insbesondere aus dem Edelstahl GX5CrNi19-10 hergestellt. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und auch aggressivere Reinigungsmittel zum Reinigen der Oberfläche verwendbar sind.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist die Oberfläche mit einer nicht korrosiven und/oder antihaftenden Beschichtung, einem Polymer, beschichtet. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Oberfläche einen arithmetischen Mittenrauwert Ra zwischen ungefähr 0.8 µm und ungefähr 6.0 µm, vorzugsweise zwischen ungefähr 1.5 µm und ungefähr 3.5 µm, auf. Von Vorteil ist dabei, dass Schmutzpartikel und/oder Bakterien eine geringe Kontaktfläche zur Oberfläche bilden.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Getriebegehäuse an einer Innenfläche eine Verstärkung auf. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Bei einem Verfahren zur Herstellung eines Getriebegehäuses wird das Getriebegehäuse aus Edelstahl gegossen und anschließend die Oberfläche des Getriebegehäuses geschliffen und/oder elektropoliert. Von Vorteil ist dabei, dass das Getriebegehäuse leicht zu reinigen ist und Flüssigkeiten gut an der Oberfläche ablaufen.
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Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
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Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- 1 eine perspektivische Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Getriebegehäuse;
- 2 eine Seitenansicht des in 1 gezeigten Getriebegehäuses;
- 3 eine Rückansicht des in 1 gezeigten Getriebegehäuses; und
- 4 einen Schnitt durch das in 1 gezeigte Getriebegehäuse.
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1 zeigt ein erfindungsgemäßes Getriebegehäuse 10 für ein Schneckengetriebe in Draufsicht. Durch die erwünschte Funktionalität eines Schneckengetriebes sind einige konstruktive Merkmale für das Getriebegehäuse 10 vorgegeben. Insbesondere weist das Getriebegehäuse 10 eine Eintriebsseite 50 und eine Abtriebsseite auf. Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen weist das Getriebegehäuse 10 eine erste Abtriebsseite 30 und eine der ersten Abtriebsseite 30 gegenüberliegenden zweite Abtriebsseite 31 auf. Die erste und zweite Abtriebsseite 30, 31 liegen je in einer parallel zueinander verlaufenden Abtriebsebene, welche senkrecht zu einer Eintriebsebene stehen, in welcher die Eintriebsseite 50 liegt.
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Das Getriebegehäuse 10 weist eine Oberfläche auf, welche aus Abschnitten, Anbauflächen und Ebenen besteht. Die Ebenen sind im Rahmen der für die Fertigung als Gussteil bzw. mit spanenden Techniken üblichen Genauigkeit ungekrümmte, d.h. plane Ebenen. Die Ebenen sind derart angeordnet, dass sie bei jeder vorkommenden Einbaulage des Getriebegehäuses 10 zu einer gedachten Ebene E, deren Normalenvektor kollinear zur Schwerkraftrichtung g ist, einen Winkel α einschließen, dessen Betrag größer als oder gleich drei Grad ist. Beispielhaft ist in 3 der Winkel α zwischen einer zweiten Ebene 16 und der gedachten Ebene E eingezeichnet.
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In der ersten Abtriebsseite 30 ist eine erste Ausnehmung 32 eingebracht. Die erste Ausnehmung 32 ist kreisförmig ausgeformt. Die erste Ausnehmung 32 dient zur Montage einer Abtriebswelle. Bei einer als Vollwelle ausgeführten Abtriebswelle ragt die Vollwelle aus der ersten Ausnehmung 32 heraus. Bei der Montage des fertigen Getriebes mit einer Abtriebswelle als Hohlwelle wird eine Welle einer anzutreibenden Vorrichtung in die Hohlwelle und somit in die erste Ausnehmung 32 eingeführt.
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Eine erste Anbaufläche 14 bildet eine Stirnfläche um die erste Ausnehmung 32 herum.
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In der ersten Abtriebsseite sind um die erste Ausnehmung 32 herum in der ersten Anbaufläche 14 Bohrungen eingebracht, welche ein erstes Bohrbild 33 ergeben. Dieses erste Bohrbild 33 ist zum Beispiel dazu verwendbar, das Getriebegehäuse in verschiedenen Einbaulagen an einer anzutreibenden Vorrichtung zu befestigen.
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Die Eintriebsseite 50 weist eine kreisförmige Öffnung 56 mit einer dritten Anbaufläche 52 als Stirnfläche auf. Die Stirnfläche ist nach außen hin von einer äußeren Kante 54 begrenzt. Um die kreisförmige Öffnung 56 sind in der dritten Anbaufläche 52 Bohrungen angeordnet, welche ein zweites Bohrbild 53 ergeben. Das zweite Bohrbild 53 dient zum Befestigen eines Motors oder eines Motoradapters an dem Getriebegehäuse 10.
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Zur Erhöhung der Flexibilität des Getriebegehäuses ist die zweite Abtriebsseite analog zur ersten Abtriebsseite ausgeführt.
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Die Abschnitte sind durch je eine erste und zweite Richtung aufgespannt. Die Abschnitte sind mindestens entlang je einer ersten Richtung konvex gekrümmt das heißt eine erste Oberflächenkurve ist konvex gekrümmt. Entlang einer zweiten Richtung sind die Abschnitte vorteilhafterweise auch konvex gekrümmt, das heißt eine zweite Oberflächenkurve ist auch konvex. In bestimmten Abschnitten sind aber konkave Krümmungen entlang einer ersten oder zweiten Richtung nicht zu vermeiden.
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Wichtig ist, dass es in jedem Abschnitt zwischen zwei Anbauflächen immer eine konvex gekrümmte Oberflächenkurve gibt. Das bedeutet nicht, dass eine Verbindungslinie zwischen zwei Anbauflächen konvex gekrümmt sein muss.
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Für jeden Punkt auf jedem Abschnitt der Oberfläche lässt sich eine Normalenebene durch den Punkt finden welche als Schnittgebilde mit dem zugehörigen Abschnitt eine nur konvex gekrümmte Oberflächenkurve bildet. „nur konvex gekrümmt“ ist gleichbedeuten mit „durchgehend konvex gekrümmt“. Die Normalenebene schneidet den zughörigen Abschnitt in dem Punkt senkrecht.
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Jeder Abschnitt grenzt an mindestens zwei Anbauflächen oder Ebenen an. Das Bedeutet, dass die Abschnitte jeweils entweder mindestens an zwei Anbauflächen oder an zwei Ebenen oder an einer Anbaufläche und einer Ebene angrenzen. Die Abschnitte können aber auch an mehrere Anbauflächen oder Ebenen angrenzen.
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Jeder Abschnitt ist entlang zumindest einer Oberflächenkurve konvex gekrümmt, wobei die Oberflächenkurve das Schnittgebilde einer zu einem Punkt des Abschnitts gehörigen gedachten Normalenebene mit dem jeweiligen Abschnitt ist. Die Normalenebene schneidet die Oberfläche in dem Punkt senkrecht. Die Normalenebene lässt sich in jedem Abschnitt so drehen, dass deren Schnittgebilde mit dem Abschnitt der Oberfläche eine konvexe Oberflächenkurve erzeugt. So entsteht über den kompletten Abschnitt eine Oberflächenkurve, welche nur konvex gekrümmt ist.
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Die Oberfläche des Getriebegehäuses lässt sich so in Abschnitte, Ebenen und Anbauflächen unterteilen, dass die oben beschriebenen Bedingungen für die Abschnitte, Anbauflächen und Ebenen erfüllt sind. Dies führt zu einem bauchigen Erscheinungsbild des Getriebegehäuses, da jeder Abschnitt entlang zumindest eiern Richtung nach außen gewölbt ist.
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Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Getriebegehäuses sind die Abschnitte in je einer ersten Richtung entlang einer ersten Oberflächenkurve konvex gekrümmt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Abschnitte in Bereich Unterteilt. Zum Beispiel weist ein Abschnitt zwischen einer dritten Anbaufläche 52 und einer ersten Ebene 15 einen ersten Bereich 12, einen kantenartigen Bereich 13 und eine Zylindermantelfäche oder zumindest Teilstücke dieser auf. Der erste Bereich 12 ist in einer ersten Richtung konvex gekrümmt und in einer zweiten zur ersten Richtung senkrechten Richtung entlang einer zweiten Oberflächenkurve im Rahmen der Fertigungsgenauigkeit plan. Andere Abschnitte, wie ein kantenartiger Bereich 13, sind in ihrer ersten Richtung konvex geformt und in ihrer zweiten Richtung ebenso konvex geformt. Ein weiterer Abschnitt, welcher als Zwischenoberfläche 19 zwischen einer Zylindermantelflächenabschnitt 18 und einem anderen Abschnitt ausgebildet ist, ist in einer ersten Richtung konvex gekrümmt und in einer zweiten Richtung konkav gekrümmt und bildet somit eine Sattelfläche. Die Zwischenoberfläche 19 läuft um die erste und zweite Ausnehmung 32, 34 um.
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Da jeder Abschnitt der Oberfläche mindestens in einer Richtung konvex geformt ist, kann auf die Ausbildung von Abflusskanälen verzichtet werden. Dies vereinfacht die Gussform und den ganzen Herstellungsprozess des Getriebegehäuses 10. Es werden auch störende Vorsprünge vermieden. Die Konstruktiv nötigen Verstärkungen sind auf eine Innenfläche 62 des Getriebegehäuses 10 verlagert. 4 zeigt Beispielhaft eine halbkreisförmige Verdickung 64 als Verstärkung an der Innenfläche 62 des Getriebegehäuses 10. Dies vereinfacht auch ein Nachbehandlung der Oberfläche des Getriebegehäuses 10.
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Die Oberfläche weist überall eine möglichst bauchige nach außen gewölbte Form auf.
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Die Anbauflächen 14, 52 sind ungekrümmt und im Eingebauten Zustand des Getriebegehäuses 10 durch entsprechende Abdeckelemente und/oder angebaute Vorrichtungen abgedeckt. Die zwischen Abdeckelement bzw. angebauter Vorrichtung und dem Getriebegehäuse 10 nötigen Abdichtelemente sind so angeordnet, dass keine Spalten oder abgedeckten Hohlräume entstehen. Nur Aussenkanten der Anbauflächen sind Kanten im eigentlichen Sinne, d.h. Kanten, welche im Rahmen der fertigungstechnischen Möglichkeiten durch zwei direkt aneinanderstoßende Anstoßflächen gebildet werden. Die Anstoßflächen der Kanten sind meist von einem Abschnitt der Oberfläche und einer Anbaufläche gebildet. Übergänge zwischen zwei Abschnitten sind bei der in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel als Abschnitte ausgeführt.
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Versuche haben gezeigt, dass für die konkaven und konvexen Krümmungen ein Krümmungsradius von größer als ca. 6mm vorteilhaft ist und ein Krümmungsradius von größer als ca. 3mm noch geeignet ist, Flüssigkeiten an der Oberfläche gut abfließen zu lassen und Verschmutzungen leicht entfernen zu können. Stärker gekrümmte Kanten führen beim Reinigen ach zu unkontrollierbaren spritzen von Reinigungsmittel, mit welchem das Getriebegehäuse abgesprüht wird.
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Daher weist bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform die Oberfläche beziehungsweise die Oberflächenkurven, bis auf die Außenkanten der Anbauflächen, entlang jeder beliebigen Richtung nur Krümmungsradien auf, welche größer als 3mm sind, besonders vorteilhafterweise sind die Krümmungsradien größer als 6mm. Insbesondere ist ein kantenartiger Bereich 13 so abgerundet, dass er die bevorzugten Krümmungsradien aufweist.
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Der Krümmungsradius ist durch den Radius eines Kreises definiert, der sich an die Oberfläche anschmiegt. Unter Krümmung versteht man den Kehrwert des Krümmungsradius.
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Wird das Getriebegehäuse in einer Anlage verwendet, so haben Versuche gezeigt, dass es vorteilhaft ist das Getriebegehäuse so einzubauen, dass eine im Rahmen der Fertigungsgenauigkeit ebene Ebene zu einer gedachten Ebene, deren Einheitsvektor kollinear zur Schwerkraftrichtung ist, einen Winkel von größer als 3 Grad einschließen sollte, um ein ausreichendes Abfließen eventueller Flüssigkeiten auf der Oberfläche zu gewährleisten.
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In der in 1 gezeigten Ausführungsform weist das Getriebegehäuse 10 keine Entlüftungen auf. Ein eventuelles notwendiges Entlüftungsventil kann an einer Innenseite eines entsprechenden Adapters, welcher an die dritte Anbaufläche zwischen Getriebegehäuse und Motor anbaubar ist, vorgesehen sein. Somit ist das Innenvolumen des Adapters und eventuell des Motors als Ausgleichsvolumen verwendbar.
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2 zeigt eine Seitenansicht des in 1 gezeigten Getriebegehäuses 10. Eine Unterseite des Getriebegehäuses weist eine dritte Ebene 35 auf. Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform des Getriebegehäuses 10 für ein Aufsteckgetriebe ist diese Auflagefläche nicht vorhanden und die dritte Ebene 35 erstreckt sich fast über die gesamte Länge der Fußseite. Bei entsprechender Einbaulage dient eine Fußfläche 38 als Auflagefläche bzw. Anbaufläche für das Getriebegehäuse 10.
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Eine Montageseite.40 des erfindungsgemäßen Getriebegehäuses 10 ist in 3 in der Rückansicht des Getriebegehäuses 10 gezeigt.
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Die Montageöffnung 46 dient zum Montieren bzw. einbringen der im Getriebegehäuse 10 angeordneten Wellen und Zahnräder. Die Montageöffnung 46 ist von einer zweiten Anbaufläche umrahmt, welche Bohrungen mit Innengewinde aufweist. An die zweite Anbaufläche ist nach der Montage des Getriebes im Getriebegehäuse 10 ein Deckel befestigt.
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4 zeigt das in 1 gezeigte Getriebegehäuse 10 im Schnitt. Verstärkungen des Getriebegehäuses 10, welche beim Stand der Technik üblicherweise an der Gehäuseoberfläche ausgeformt sind, sind beim erfindungsgemäßen Getriebegehäuse 10 ins Innere des Getriebegehäuses 10 verlagert. An der Innenseite 62 des Getriebegehäuses 10 sind zum Beispiel halbkreisförmige Verdickungen 64 oder längliche Verdickungen als Verstärkungen ausgeformt. Trotzdem lassen sich die üblichen Verzahnungsteile und Wellen zum Beispiel für ein Schneckengetriebe in das erfindungsgemäße Getriebegehäuse einbauen.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Getriebegehäuse
- 12
- erster Bereich
- 13
- kantenartiger Bereich
- 14
- erste Anbaufläche
- 15
- erste Ebene
- 17
- Zylindermantelfläche
- 18
- Zylindermantelflächenbereich
- 19
- Zwischenoberfläche
- 30
- erste Abtriebsseite
- 31
- zweite Abtriebsseite
- 32
- erste Ausnehmung
- 33
- erstes Bohrbild
- 35
- dritte Ebene
- 38
- Fußfläche
- 40
- Montageseite
- 46
- Montageöffnung
- 50
- Eintriebsseite
- 52
- dritte Anbaufläche
- 53
- zweites Bohrbild
- 54
- äußere Kante
- 56
- kreisförmige Öffnung
- 62
- Innenfläche
- 64
- ringförmige Verdickung