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Die Erfindung betrifft ein Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Rotor für eine Synchronmaschine mit einem solchen Blechpaket.
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Blechpakete für Rotoren von Synchronmaschinen sind in zahlreichen Variationen bekannt.
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Der aktive Teil einer elektrische Maschine besteht grundsätzlich aus einem ortsfesten Teil, dem Stator, und einem sich bewegendenden Teil, dem Rotor. Im Stator befinden sich Leiter, die durch geeignete Bestromung ein sich drehendes Magnetfeld erzeugen. Über eine Wechselwirkung mit dem Rotor übt der Stator eine Kraft auf den Rotor aus, was zu dessen Bewegung führt. Hierfür gibt es unterschiedliche Maschinenprinzipien, wie beispielsweise Asynchronmaschinen (ASM), permanenterregte Synchronmaschinen (PSM) und fremderregte Synchronmaschinen (FSM). Das Hauptunterscheidungsmerkmal der fremderregten Synchronmaschinen zu allen anderen Maschinen ist die Tatsache, dass der Rotor eine Kupferwicklung trägt. Diese Kupferwicklung erzeugt mit Hilfe eines Erregerstroms das nötige Magnetfeld.
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Aus der
DE 20 2009 007 597 U1 ist ein Blechpaket aus mehreren in axialer Richtung geschichteten Rotor- oder Statorblechen für einen Rotor oder Stator einer elektrischen Maschine, mit peripher liegenden Außenabschnitten und daran nach innen einstückig anschließenden Innenabschnitten bekannt. Hierbei sind entlang einer achsparallel gerichteten Mantellinie des Blechpakets Paketbündel aus mindestens einem Blech mit unterschiedlich weit vorstehendem Außenrand angeordnet.
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Bei bekannten fremderregten Synchronmaschinen wird das Blechpaket in der Regel aus Sternscheiben hergestellt und auf eine Welle gefügt. Anschließend wird eine Kupferwicklung mit Hilfe einer Wickeltechnik (z.B. Nadelwickeltechnik oder Flyerwickeltechnik) auf das Blechpaket aufgebracht. Hierfür muss beim Füllen der im Blechpaket ausgebildeten Nuten auf einige Drahtlagen verzichtet werden, um sicherzustellen, dass das Werkzeug zum Führen des Drahtes noch in die Nut eintauchen kann. Zusätzlich sind die Prozesszeiten und damit die Prozesskosten bei einem solchen Konzept sehr hoch, da die Zugänglichkeit nur über die Nut möglich ist. Außerdem sind ist der Blechausnutzungsgrad beim Stanzen des Blechpaketes sehr schlecht, da alle Nuten Abfallprodukt sind.
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Des Weiteren ist aus dem Stand der Technik eine Technologie bekannt, bei welcher Rotorzahnbleche einzeln gestanzt und zu Rotorzahnblechpaketen gestapelt und verbunden werden. Die einzelnem Rotorzahnblechpakete werden anschließend durch eine geeignete Fügetechnik zu einem Blechpaket für den Stator oder Rotor zusammengeführt. Beim Fügen der einzelnen Rotorzahnblechpakete zu einem Blechpaket für einen Rotor kann eine Schwalbenschwanzverbindung oder eine Tannenbaumverbindung gewählt werden. Durch das Stanzen der einzelnen Rotorzahnbleche ergibt sich gegenüber dem Stanzen eines gesamten Rotorblechs ein höherer Ausnutzungsgrad des Blechs und damit eine Senkung der Produktionskosten. Zudem kann das Wickeln der Kupferwicklung schneller mit einer höheren Wickelqualität ausgeführt werden. Dadurch ergeben sich kürzere Fertigungszeiten für den Rotor. Zudem ist ein höherer Kupferfüllfaktor möglich, was zu einer Steigerung der Effizienz der Maschine führt. Als nachteilig kann bei der Herstellung von Blechpaketen aus einzelnen Rotorzahnblechpaketen angesehen werden, dass die Festigkeit der bekannten Verbindungen bei hohen Drehzahlen der elektrischen Maschine nicht ausreichend sein können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine und einen Rotor für eine Synchronmaschine mit einem solchen Blechpaket bereitzustellen, welches trotz einzeln hergestellter Rotorzahnblechpakete eine erhöhte Festigkeit aufweist und auch für hohe Drehzahlen geeignet ist.
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Diese Aufgabe wird durch ein Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch einen Rotor für eine Synchronmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
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Um ein Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine bereitzustellen, welches trotz einzeln hergestellter Rotorzahnblechpakete eine erhöhte Festigkeit aufweist und auch für hohe Drehzahlen geeignet ist, umfasst das Blechpaket ein Halteringblechpaket und eine Mehrzahl von Rotorzahnblechpaketen. Hierbei weisen das Halteringblechpaket und die Rotorzahnblechpakete jeweils eine gleiche Anzahl von axial übereinander angeordneten Blechlagen auf, wobei die Rotorzahnblechpakete sternförmig um das Halteringblechpaket angeordnet und jeweils mit einem ersten Kontaktbereich an einem zweiten Kontaktbereich des Halteringblechpakets anliegen und formschlüssig mit diesem verbunden sind. Zudem weisen einzelne Rotorzahnbleche der Rotorzahnblechpakete jeweils am ersten Kontaktbereich eine in Richtung Halteringblechpaket abstehende laschenähnliche Auskragung mit einem ersten Durchgangsloch auf. Einzelne Halteringbleche des Halteringblechpakets weisen an den zweiten Kontaktbereichen jeweils eine Ausnehmung zur Aufnahme der laschenähnlichen Auskragung des korrespondierenden Rotorzahnblechs auf, wobei die Halteringbleche längs ihres Umfangs zwischen benachbarten Ausnehmungen an den zweiten Kontaktbereichen jeweils ein zweites Durchgangsloch aufweisen. Die zweiten Durchgangslöcher und die Ausnehmungen der Halteringbleche sind in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander angeordnet, so dass die ersten Durchgangslöcher der in die Ausnehmungen gefügten Rotorzahnbleche und die zweiten Durchgangslöcher der Halteringbleche in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander liegen und Verbindungskanäle ausbilden, durch welche zur Herstellung eines radialen Formschlusses zwischen den Rotorzahnblechpaketen und dem Halteringblechpaket stabähnliche Verbindungselemente geführt sind.
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Somit können die Rotorzahnblechpakete über die laschenähnliche Auskragungen in korrespondierende Ausnehmungen im Halteringblechpaket gesteckt und mit den als Zuganker wirkenden stabähnlichen Verbindungselementen gesichert werden. Dadurch sind die einzelnen Rotorzahnbleche im Halteringblechpaket fixiert und können auch bei hohen Zentrifugalkräften nicht nach außen ausdringen.
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Zudem wird ein Rotor für eine Synchronmaschine, mit einer Welle und einem solchen Blechpaket vorgeschlagen, welches auf die Welle gefügt ist und auf welches eine Kupferwicklung aufgebracht ist, welche zwischen den Rotorzahnblechpaketen des Blechpakets ausgebildete Nuten ausfüllt. Hierzu kann das Blechpaket über eine zentrale Wellenbohrung im Halteringblechpaket auf die Welle gefügt werden.
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Durch den zusätzlichen radialen Formschluss wird die Festigkeit des Blechpakets erhöht, so dass der korrespondierende Rotor auch für Synchronmaschinen mit hohen Drehzahlen geeignet ist. Somit kombinieren Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine die Vorteile der einzeln hergestellten Rotorzahnblechpakete, welche mit dem Halteringblechpaket zu dem Blechpaket gefügt werden, mit der erhöhten Festigkeit durch den zusätzlichen radialen Formschluss. Somit ergibt sich bei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine bei erhöhter Festigkeit des Blechpakets ein höherer Ausnutzungsgrad des Blechs und damit eine Senkung der Produktionskosten. Zudem kann das Wickeln der Kupferwicklung schneller mit einer höheren Wickelqualität ausgeführt werden. Dadurch ergeben sich kürzere Fertigungszeiten für den Rotor. Zudem ist ein höherer Kupferfüllfaktor möglich, was zu einer Steigerung der Effizienz der Maschine führt.
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In vorteilhafter Ausgestaltung des Blechpakets kann die laschenähnliche Auskragungen der Rotorzahnbleche tangential unsymmetrisch angeordnet werden. Dadurch können erste Rotorzahnbleche und zweite Rotorzahnbleche, deren laschenähnliche Auskragungen jeweils eine entgegengesetzte tangentiale Ausrichtung aufweisen aber im Übrigen kongruent ausgeführt sind, alternierend in den axial übereinander angeordneten Blechlagen angeordnet werden. Dadurch sind die Auskragungen mit den ersten Durchgangslöcher bezogen auf eine Mittelachse der Rotorzahnbleche bei den ersten Rotorzahnblechen auf einer ersten Seite des ersten Kontaktbereichs und bei den zweiten Rotorzahnblechen auf einer zweiten Seite des ersten Kontaktbereichs ausgebildet. Dadurch können die ersten Durchgangslöcher für das als Zuganker wirkende stabähnliche Verbindungselement abwechselnd auf der ersten Seite und auf der zweiten Seite des ersten Kontaktbereichs angebracht. Zudem können alle Rotorzahnbleche baugleich ausgeführt werden, wobei die zweiten Rotorzahnbleche im jeweiligen Rotorzahnblechpaket bezogen auf die ersten Rotorzahnbleche gewendet sind. Durch die baugleiche Ausführung kann zur Herstellung der einzelnen Rotorzahnbleche ein und dieselbe Stanzmatrize verwendet werden. Somit können die Produktionskosten für ein korrespondierendes Rotorzahnblechpaket mit alternierend angeordneten ersten und zweiten Rotorzahnblechen geringgehalten werden.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Blechpakets kann ein erster Rotorzahnblechstapel eine vorgebbare erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Rotorzahnblechen umfassen, und ein zweiter Rotorzahnblechstapel kann eine vorgebbare zweite Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Rotorzahnblechen umfassen. Hierbei können in den einzelnen Rotorzahnblechpaketen erste Rotorzahnblechstapel und zweite Rotorzahnblechstapel alternierend axial übereinander angeordnet werden. Dadurch kann die Handhabung der Rotorzahnblechpakete beim Fügen mit dem Halteringblechpaket verbessert werden, da durch die in mehreren aufeinanderfolgenden Blechlagen übereinander liegenden laschenähnlichen Auskragungen eine stabilisierte gemeinsame Auskragung ausbilden.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Blechpakets können erste Halteringbleche, deren Ausnehmungen mit den laschenähnlichen Auskragungen der ersten Rotorzahnbleche korrespondieren, und zweite Halteringbleche, deren Ausnehmungen mit den laschenähnlichen Auskragungen der zweiten Rotorzahnbleche korrespondieren, alternierend in den axial übereinander angeordneten Blechlagen angeordnet werden. Zudem können alle Halteringbleche baugleich ausgeführt werden, wobei die zweiten Halteringbleche im Halteringblechpaket bezogen auf die ersten Halteringbleche gewendet sind. Durch die baugleiche Ausführung kann zur Herstellung der einzelnen Halteringbleche ein und dieselbe Stanzmatrize verwendet werden. Somit können die Produktionskosten für das Halteringblechpaket mit alternierend angeordneten ersten und zweiten Halteringblechen geringgehalten werden.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Blechpakets kann ein erster Halteringblechstapel eine vorgebbare erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Halteringblechen umfassen, und ein zweiter Halteringblechstapel kann eine vorgebbare zweite Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Halteringblechen umfassen. Hierbei können im Halteringblechpaket erste Halteringblechstapel und zweite Halteringblechstapel alternierend axial übereinander angeordnet werden. Dadurch kann die Handhabung des Halteringblechpakets beim Fügen mit den Rotorzahnblechpaketen verbessert werden, da durch die in mehreren aufeinanderfolgenden Blechlagen übereinander liegenden Aussparungen eine gemeinsame höhere Aussparung ausbilden, in welche eine entsprechend vergrößerte Auskragung des korrespondierenden Rotorzahnblechstapels einfacher eingeführt werden kann.
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In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Blechpakets kann die vorgegebene erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Halteringblechen der vorgegebenen ersten Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Rotorzahnblechen und der vorgegebenen zweiten Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Halteringblechen und der vorgegebenen zweiten Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Rotorzahnblechen entsprechen.
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Die für das erfindungsgemäße Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine beschriebenen Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen gelten auch für den erfindungsgemäßen Rotor für eine Synchronmaschine.
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Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen als von der Erfindung umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt oder erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen. Hierbei zeigen:
- 1 eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine;
- 2 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines ersten Rotorzahnblechs für ein Rotorzahnblechpaket des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 3 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines zweiten Rotorzahnblechs für das Rotorzahnblechpaket des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 4 eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Rotorzahnblechpakets des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 5 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines ersten Halteringblechs für ein Halteringblechpaket des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 6 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines zweiten Halteringblechs für das Halteringblechpaket des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 7 eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Halteringblechpakets des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
- 8 eine schematische und perspektivische Darstellung des Rotorzahnblechpakets aus 4 und des Halteringblechpakets aus 7 vor dem Fügen des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1; und
- 9 eine schematische und perspektivische Darstellung des Rotorzahnblechpakets aus 4 und des Halteringblechpakets aus 7 während des Fügevorgangs des Blechpakets für einen Rotor einer Synchronmaschine aus 1;
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Wie aus 1 bis 9 ersichtlich ist, weist das dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Blechpakets 1 für einen Rotor einer Synchronmaschine, ein Halteringblechpaket 5 und eine Mehrzahl von Rotorzahnblechpaketen 2 auf, wobei das Halteringblechpaket 5 und die Rotorzahnblechpakete 2 jeweils eine gleiche Anzahl von axial übereinander angeordneten Blechlagen aufweisen. Hierbei sind die Rotorzahnblechpakete 2 sternförmig um das Halteringblechpaket 5 angeordnet und liegen jeweils mit einem ersten Kontaktbereich 4 an einem zweiten Kontaktbereich 7 des Halteringblechpakets 5 an und sind formschlüssig mit diesem verbunden. Einzelne Rotorzahnbleche 3 der Rotorzahnblechpakete 2 weisen jeweils am ersten Kontaktbereich 4 eine in Richtung Halteringblechpaket 5 abstehende laschenähnliche Auskragung 4.1 mit einem ersten Durchgangsloch 4.2 auf. Einzelne Halteringbleche 6 des Halteringblechpakets 5 weisen an den zweiten Kontaktbereichen 7 jeweils eine Ausnehmung 7.1 zur Aufnahme der laschenähnlichen Auskragung 4.1 des korrespondierenden Rotorzahnblechs 3 auf. Zudem weisen die Halteringbleche 6 längs ihres Umfangs zwischen benachbarten Ausnehmungen 7.1 an den zweiten Kontaktbereichen 7 jeweils ein zweites Durchgangsloch 7.2 auf. Die zweiten Durchgangslöcher 7.2 und die Ausnehmungen 7.1 der Halteringbleche 6 sind in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander angeordnet, so dass die ersten Durchgangslöcher 4.2 der in die Ausnehmungen 7.1 gefügten Rotorzahnbleche 3 und die zweiten Durchgangslöcher 7.2 der Halteringbleche 6 in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander liegen und Verbindungskanäle ausbilden, durch welche zur Herstellung eines radialen Formschlusses zwischen den Rotorzahnblechpaketen 2 und dem Halteringblechpaket 5 stabähnliche Verbindungselemente 8 geführt sind.
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Wie aus 1 weiter ersichtlich ist, weist das Blechpaket 1 im dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Rotorzahnblechpakete 2 auf, welche sternförmig um das Halteringblechpaket 5 angeordnet sind. Die sechs Rotorzahnblechpakete 2 liegen jeweils mit ihrem ersten Kontaktbereich 4 an einem korrespondierenden zweiten Kontaktbereich 7 des Halteringblechpakets 5 an und sind formschlüssig mit diesem verbunden. Zwischen den sechs Rotorzahnblechpakete 2 sind sechs Nuten 10 ausgebildet, welche jeweils mit einer auf die Rotorzahnblechpakete 2 aufgebrachte nicht dargestellte Kupferwicklung ausgefüllt werden. Das Halteringblechpaket weist eine Wellenbohrung 9 auf, über welche das Blechpaket 1 auf eine nicht dargestellte Welle gefügt werden kann.
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Ein nicht dargestellter erfindungsgemäßer Rotor für eine Synchronmaschine umfasst neben dem Blechpaket 1 eine Welle und eine Kupferwicklung. Hierbei wird das Blechpaket 1 auf die nicht dargestellte Welle gefügt und die nicht dargestellte Kupferwicklung wird so auf das Blechpaket 1 aufgebracht, dass die welche zwischen den Rotorzahnblechpaketen 2 ausgebildete Nuten 10 ausgefüllt sind.
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Wie insbesondere aus 2 und 3 ersichtlich ist, sind die laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der Rotorzahnbleche 3 im dargestellten Ausführungsbeispiel tangential unsymmetrisch angeordnet. Ein in 2 dargestelltes erstes Rotorzahnblech 3A weist eine laschenähnliche Auskragung 4.1 auf, welche in der Darstellung links von einer Mittelhochachse des Rotorzahnblechs 3A angeordnet ist. Ein in 3 dargestelltes zweites Rotorzahnblech 3B weist eine laschenähnliche Auskragung 4.1 auf, welche in der Darstellung rechts von der Mittelhochachse des Rotorzahnblechs 3B angeordnet ist. Ansonsten sind das erste Rotorzahnblech 3A und das zweite Rotorzahnblech 3B kongruent ausgeführt. Durch diese Ausführungsform sind alle Rotorzahnbleche 3, 3A, 3B baugleich ausgeführt und werden mit ein und derselben Stanzmatrize gestanzt. Wie durch den Vergleich zwischen 2 und 3 ersichtlich ist, ist das in 3 dargestellte zweite Rotorzahnbleche 3B bezogen auf das in 2 dargestellte erste Rotorzahnblech 3A gewendet.
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Wie insbesondere aus 4 weiter ersichtlich ist, weist das dargestellte Rotorzahnblechpaket 2 erste Rotorzahnbleche 3A und zweite Rotorzahnbleche 3B auf, welche alternierend in den axial übereinander angeordneten Blechlagen angeordnet sind. Wie aus 4 weiter ersichtlich ist, bildet jeweils eine vorgegebene erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Rotorzahnblechen 3A einen ersten Rotorzahnblechstapel 2A aus. Zudem bildet jeweils eine vorgebbare zweite Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Rotorzahnblechen 3B einen zweiten Rotorzahnblechstapel 2B aus, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel des Rotorzahnblechpakets 2 acht erste Rotorzahnblechstapel 2A und sieben zweite Rotorzahnblechstapel 2B alternierend axial übereinander angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht die erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Rotorzahnblechen 3A der ersten Rotorzahnblechstapel 2A der zweiten Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Rotorzahnblechen 3B der zweiten Rotorzahnblechstapel 2B.
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Wie insbesondere aus 5 und 6 weisen die dargestellten Ausführungsbeispiele der Halteringbleche 6, 6A, 6B jeweils sechs zweite Kontaktbereiche 7 auf, welche jeweils eine Ausnehmung 7.1 und eine zweite Durchgangsbohrung 7.2 umfassen. Wie aus 5 weiter ersichtlich ist, korrespondieren die Ausnehmungen 7.1 des dargestellten ersten Halteringblechs 6A, mit den laschenähnliche Auskragungen 4.1 der ersten Rotorzahnbleche 3A. Wie aus 6 weiter ersichtlich ist, korrespondieren die Ausnehmungen 7.1 des dargestellten zweiten Halteringblechs 6B mit den laschenähnliche Auskragungen 4.1 der zweiten Rotorzahnbleche 3B. Analog zu den Rotorzahnblechen 3, 3A, 3B sind auch alle Halteringbleche 6, 6A, 6B baugleich ausgeführt und werden mit ein und derselben Stanzmatrize gestanzt. Wie durch den Vergleich zwischen 5 und 6 ersichtlich ist, ist das in 6 dargestellte zweite Halteringblech 6B bezogen auf das in 5 dargestellte erste Halteringblech 6A gewendet.
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Wie insbesondere aus 7 weiter ersichtlich ist, weist das dargestellte Halteringblechpaket 5 erste Halteringbleche 6A und zweite Halteringbleche 6A auf, welche alternierend in den axial übereinander angeordneten Blechlagen angeordnet sind. Wie aus 7 weiter ersichtlich ist, bildet jeweils eine vorgegebene erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Halteringblechen 6A einen ersten Halteringblechstapel 5A aus. Zudem bildet jeweils eine vorgebbare zweite Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Halteringblechen 6A einen zweiten Halteringblechstapel 5B aus, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel des Halteringblechpakets 5 acht erste Halteringblechstapel 5A und sieben zweite Halteringblechstapel 5B alternierend axial übereinander angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht die erste Anzahl von axial übereinander angeordneten ersten Halteringblechen 6A der ersten Halteringblechstapel 5A der zweiten Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Halteringblechen 6B der zweiten Halteringblechstapel 5B und der ersten Anzahl von axial übereinander angeordneten Rotorzahnblechen 3A der ersten Rotorzahnblechstapel 2A der zweiten Anzahl von axial übereinander angeordneten zweiten Rotorzahnblechen 3B der zweiten Rotorzahnblechstapel 2B.
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Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf 8 und 9 der Fügevorgang des erfindungsgemäßen Blechpakets 1 für einen Rotor einer Synchronmaschine am Beispiel eines einzelnen Rotorzahnblechpaket 2, welches mit dem Halteringblechpaket 5 gefügt wird.
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Wie aus 8 weiter ersichtlich ist, werden zum Fügen des erfindungsgemä-ßen Blechpakets 1 für einen Rotor einer Synchronmaschine jeweils die Rotorzahnblechpakete 2 mit dem Halteringblechpaket 5 so ausgerichtet, dass die laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der ersten Rotorzahnbleche 3A mit korrespondierenden Ausnehmungen 7.1 der ersten Halteringbleche 6A und die laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der zweiten Rotorzahnbleche 3B mit korrespondierenden Ausnehmungen 7.1 der zweiten Halteringbleche 6B fluchten. Anschließend werden die laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der ersten Rotorzahnbleche 3A in die korrespondierenden Ausnehmungen 7.1 der ersten Halteringbleche 6A und die laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der zweiten Rotorzahnbleche 3B in die korrespondierenden Ausnehmungen 7.1 der zweiten Halteringbleche 6B eingesteckt. Dadurch sind die zweiten Durchgangslöcher 7.2 der ersten Halteringbleche 6A und die ersten Durchgangslöcher 4.2 in den laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der zweiten Rotorzahnbleche 3B in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander angeordnet. Zudem sind die ersten Durchgangslöcher 4.2 in den laschenähnlichen Auskragungen 4.1 der ersten Rotorzahnbleche 3A und die zweiten Durchgangslöcher 7.2 der zweiten Halteringbleche 6A in verschiedenen Blechlagen jeweils alternierend axial übereinander angeordnet. Dadurch werden für jedes Rotorzahnblechpaket 2, welches mit dem Halteringblechpaket 5 gefügt wird, zwei Verbindungskanäle ausgebildet, durch welche jeweils ein als Zuganker wirkendes stabähnliche Verbindungselement 8 geführt wird, wie aus 9 weiter ersichtlich ist. Dadurch bilden die stabähnlichen Verbindungselemente 8 einen radialen Formschlusses zwischen den einzelnen Rotorzahnblechpaketen 2 und dem Halteringblechpaket 5 aus.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Blechpaket für einen Rotor einer Synchronmaschine
- 2
- Rotorzahnblechpaket
- 2A, 2B
- Rotorzahnblechstapel
- 3, 3A, 3B
- Rotorzahnblech
- 4
- erster Kontaktbereich
- 4.1
- laschenartige Auskragung
- 4.2
- Durchgangsloch
- 5
- Halteringblechpaket
- 5A, 5B
- Halteringblechstapel
- 6, 6A, 6B
- Halteringblech
- 7
- zweiter Kontaktbereich
- 7.1
- Ausnehmung
- 7.2
- Durchgangsloch
- 8
- Zuganker
- 9
- Wellenbohrung
- 10
- Nut
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202009007597 U1 [0004]