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Die Erfindung betrifft ein Türsystem für ein Fahrzeug, insbesondere mit einer ersten Lichtquelle, sowie ein Verfahren zum Ausgeben eines Lichtsignals durch eine erste Lichtquelle eines Türsystems eines Fahrzeugs.
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Im Stand der Technik ist es bekannt, dass das Aufsperren und Absperren eines Fahrzeugs automatisch bei Annäherung eines Fahrzeugnutzers erfolgt. Es ist somit für den Fahrer nicht weiter notwendig, einen Knopf an einem Schlüssel für das Fahrzeug zu bedienen. Bei einem solchen so genannten „keyless go“ System wird ein Transponder vom Fahrzeug aus geortet. Das Öffnen einer oder aller Fahrzeugtüren erfolgt insbesondere dann, wenn der Fahrer einen entsprechenden identifizierbaren Transponder mit sich führt und sich dem Fahrzeug soweit nähert, dass die Reichweite des Transponders ausreicht, um eine Datenübertragung zwischen einer Steuereinheit des Fahrzeugs und dem Transponder aufzubauen. Nach Austausch und Überprüfung der Zugangsberechtigung wird insbesondere die Position des mobilen Transponders, zum Beispiel über das so genannte „Polling“ oder Triangulation, kontinuierlich geortet.
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Hierzu betrifft die
DE 10 2018 005 763 A1 ein Verfahren zum Betreiben einer Funktionseinheit eines Kraftfahrzeugs mittels eines Identifikationssystems, bei welchem insbesondere zum Betreiben der Funktionseinheit zumindest eine erste Berechtigung mit dem Identifikationssystem abgefragt wird. Ferner wird mittels eines mobilen Identifikationselements ein Identifikationssignal als Berechtigung an eine Identifikationseinrichtung übertragen und nach dem Empfang des Identifikationssignals die Funktionseinheit betrieben.
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Wird durch die Steuereinheit des Fahrzeugs eine Fahrzeugtüre aufgesperrt, kann die Fahrzeugtüre zusätzlich mittels Servounterstützung in eine vordefinierte Position gebracht, und dabei insbesondere um einen Spalt weit geöffnet werden. Zu diesem Aspekt betrifft die
DE 10 2018 008 212 A1 eine Türschlossanordnung einer Fahrzeugtüre, wobei die Türschlossanordnung insbesondere ein mit einem Aktuator verbundenes Stoßelement zum automatischen Öffnen der Fahrzeugtüre gegenüber der Karosserie des Fahrzeugs bis zu einem Grenzöffnungswinkel aufweist.
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Aus der
US 2012 / 0 106 182 A1 ist ein Türgriff für ein Fahrzeug bekannt, bei dem eine Lichtquelle innerhalb des Türgriffs angeordnet ist. Die Lichtquelle ist abhängig von einem Schließzustand der jeweiligen Tür ansteuerbar.
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Aus der
DE 10 2014 100 144 A1 ist eine Fahrzeugtür bekannt, bei der ein Beleuchtungssystem als Reaktion auf empfangene Signale einer tragbaren Sendeeinrichtung Licht imitiert, das den Status eines Schlosses der Fahrzeugtüre angibt.
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Aus der
DE 10 2006 035 521 A1 ist ein Kraftfahrzeug bekannt, umfassend eine in der Seitenverkleidung einer Seitentür integrierten Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung eines türnahen Bereichs außerhalb des Fahrzeugs beim Öffnen der Seitentür, wobei die Beleuchtungseinrichtung mehrere, entlang der Seitenverkleidung verlaufend angeordnete Lichtquellen aufweist.
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Aus der
DE 10 2014 017 775 A1 ist eine Beleuchtungsvorrichtung für eine Fahrzeugkarosserie bekannt, die ein Beleuchtungselement aufweist, das derart gegenüber dem Spalt angeordnet ist, sodass aus einer Lichtaustrittsfläche des Beleuchtungselement austretendes Licht aus dem Spalt austritt.
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Die
DE 29917921 U1 betrifft ferner eine Fahrzeugtüre mit einem an ihrer Außenseite montierten Türgriff, der zum Öffnen der Fahrzeugtüre ergriffen werden kann, wobei im Bereich des Türgriffs eine Beleuchtungsanordnung vorgesehen und so angeordnet ist, dass sie im eingeschalteten Zustand im Wesentlichen nur den in unmittelbarer Umgebung des Türgriffs befindlichen Teil der Außenseite der Fahrzeugtüre beleuchtet.
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Insbesondere dann, wenn ein solches System vorteilhaft dafür genutzt wird, ein Bedienelement für die Fahrzeugtüre weniger hervorgehoben von der Fahrzeugtüre oder von der Karosserie des Fahrzeugs anzuordnen, ist das Bedienelement schwieriger für den Fahrer zu finden und unter Umständen weniger intuitiv bedienbar. Anders als beim manuellen Aufsperren eines Fahrzeugs korreliert bei oben genannten automatischen Systemen nicht jede Aktion des Türsystems mit einer Handlung des Fahrzeugnutzers. Dies könnte den Fahrzeugnutzer im Unklaren über den Zustand des Türsystems lassen.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Bedienbarkeit eines solchen Türsystems für eine Fahrzeugtüre zu verbessern und für den Anwender komfortabler zu gestalten.
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Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Türsystem für ein Fahrzeug, aufweisend eine Fahrzeugtüre, eine Schließeinheit zum Einstellen eines Schließzustandes der Fahrzeugtüre, ein an der Fahrzeugtüre angeordnetes Bedienelement für einen Fahrzeugnutzer, eine erste Lichtquelle, und eine mit der Schließeinheit und mit der ersten Lichtquelle verbundene Steuereinheit des Fahrzeugs, wobei die erste Lichtquelle so angeordnet ist, dass die erste Lichtquelle Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre und der Karosserie beleuchtet, wobei die Steuereinheit dazu ausgeführt ist, Signale eines elektronischen Schlüssels für das Fahrzeug zu empfangen und die Schließeinheit abhängig von den Signalen des elektronischen Schlüssels anzusteuern, und die erste Lichtquelle abhängig von dem Schließzustand der Fahrzeugtüre und/oder abhängig von einem Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit des Fahrzeugs anzusteuern.
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Das Fahrzeug ist bevorzugt ein PKW, LKW, ein Bus, eine Landmaschine, ein Baufahrzeug, ein (Trieb-)Wagen eines Zuges, oder ein Einsatzfahrzeug.
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Die erste Lichtquelle kann einerseits eine einzelne logische Lichtquelle sein, wobei die zu beleuchtenden Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder die zu beleuchtenden Abschnitte der Karosserie durch eine Verteilung des Lichts der ersten Lichtquelle bevorzugt durch Lichtleiter erfolgt, andererseits kann die erste Lichtquelle aus verschiedenen einzelnen Quellen zusammengesetzt sein. Im letzteren Fall umfasst die erste Lichtquelle insbesondere eine Vielzahl von Lichtquellenelementen, bevorzugt LED Elemente, welche weiterhin bevorzugt hinter einem transparenten Zerstreuungselement angeordnet sind, um für eine gleichmäßige Abstrahlcharakteristik der Lichtquellenelemente zu sorgen. Die erste Lichtquelle kann dabei an der Fahrzeugtüre selbst angeordnet sein, oder auch an der Karosserie des Fahrzeugs. Bevorzugt ist die erste Lichtquelle unmittelbar im Kontaktbereich der Fahrzeugtüre mit der Karosserie selbst angeordnet. Weiterhin bevorzugt sind erste Lichtquellenelemente der ersten Lichtquelle an der Fahrzeugtüre selbst angeordnet, zweite Lichtquellenelemente der ersten Lichtquelle an der Karosserie des Fahrzeugs. In jedem Fall sind die Lichtquellenelemente der ersten Lichtquelle so angeordnet, dass die Fahrzeugtüre zumindest abschnittsweise im Bereich der Türspalte gegenüber der Karosserie beleuchtet werden kann.
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Die Steuereinheit des Fahrzeugs ist nicht notwendigerweise an der Fahrzeugtüre selbst oder im Bereich der Fahrzeugtüre an der Karosserie des Fahrzeugs angeordnet, die Steuereinheit kann auch eine zentrale Steuereinheit des Fahrzeugs sein.
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Das Bedienelement ist bevorzugt mit der Schließeinheit verbunden, kann aber auch weiterhin bevorzugt direkt mit der Steuereinheit verbunden sein. Das Bedienelement dient insbesondere dazu, die Fahrzeugtüre zu entriegeln und in einen frei beweglichen Zustand zu überführen. Im Gegensatz dazu dient die Schließeinheit insbesondere dazu, den Schließzustand einzustellen, das heißt, die Fahrzeugtüre abzusperren oder gegenüber der Karosserie zu entsperren. Das Bedienelement ist weiterhin bevorzugt mit der Steuereinheit verbunden, sodass die Steuereinheit einen Zustand des Bedienelements ermitteln kann und auf den ermittelten Zustand des Bedienelements die erste Lichtquelle entsprechend ansteuern kann.
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Der elektronische Schlüssel ist insbesondere dazu ausgeführt, per Funkübertragung Signale an die Steuereinheit des Fahrzeugs zu übermitteln, sodass durch ledigliche Annäherung eines Fahrzeugnutzers an das Fahrzeug die Steuereinheit die Schließeinheit zum Einstellen des Schließzustandes der Fahrzeugtüre ansteuert. Der Schließzustand der Fahrzeugtüre betrifft dabei insbesondere einen Zustand eines Fahrzeugschlosses, das heißt, ob die Fahrzeugtüre abgesperrt ist oder aufgesperrt ist, sowie weiterhin insbesondere einen Öffnungszustand der Fahrzeugtüre. Bevorzugt ist nämlich ferner die Steuereinheit des Fahrzeugs mit einem Aktuator verbunden, sodass die Steuereinheit bei Annäherung des Fahrzeugnutzers an das Fahrzeug nicht nur ein Türschloss zum Aufsperren ansteuert, sondern auch den Aktuator zum initialen Öffnen der Fahrzeugtüre gegenüber der Karosserie des Fahrzeugs um einen initialen Grenzöffnungswinkel.
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Der Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit des Fahrzeugs betrifft ferner insbesondere, ob der elektronische Schlüssel mit der Steuereinheit überhaupt kommuniziert, was insbesondere der Fall ist, wenn sich der elektronische Schlüssel innerhalb eines bestimmten Radius um die Steuereinheit oder um eine Empfangseinheit der Steuereinheit befindet, und insbesondere auch, wenn der elektronische Schlüssel mit der Steuereinheit zumindest unidirektional kommuniziert.
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Es ist eine vorteilhafte Wirkung der Erfindung, dass dem Fahrzeugnutzer intuitiv ein Absperrzustand und/oder einen Öffnungszustand der Fahrzeugtüre mitgeteilt wurd, sodass der Fahrzeugnutzer insbesondere auch im Falle eines aktuatorisch unterstützten initialen Öffnens der Fahrzeugtüre den Öffnungszustand der Fahrzeugtüre leicht nachvollziehen kann. Dies erleichtert vorteilhaft eine Bedienung der Fahrzeugtüre, insbesondere wenn das Fahrzeug mit einem wie oben erläuterten automatischen Türsystem ausgestattet ist.
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Erfindungsgemäß ist die Steuereinheit dazu ausgeführt, die erste Lichtquelle für zumindest einen bestimmten Schließzustand der Fahrzeugtüre oder einen bestimmten Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit zum Beleuchten eines dem Bedienelement zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder der Abschnitte der Karosserie anzusteuern. Insbesondere bei Bedienelementen an einer Fahrzeugtüre, welche eher dezent und unauffällig an der Fahrzeugtüre angeordnet sind, wird hierbei der Fahrzeugnutzer intuitiv durch eine entsprechende Beleuchtung zum Bedienelement geführt und kann dieses auch beim automatischen Aufsperren durch eine Steuereinheit des Fahrzeugs ohne langwierige Suche auffinden und bedienen.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die erste Lichtquelle so angeordnet, dass ein Abstrahlbereich der ersten Lichtquelle auf die zu beleuchtenden Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder die beleuchteten Abschnitte der Karosserie trifft, sodass von einem Fahrzeugnutzer lediglich die Reflexion des von der ersten Lichtquelle emittierten Lichts an der Fahrzeugtüre oder an der Karosserie sichtbar ist. Vorteilhaft wird hierdurch sichergestellt, dass andere Verkehrsteilnehmer nie direkt in die erste Lichtquelle blicken und dadurch von dieser geblendet werden könnten. Weiterhin vorteilhaft erlaubt diese Ausführungsform eine gleichmäßigere Beleuchtung an den jeweiligen Abschnitten der Fahrzeugtüre bzw. der Karosserie.
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Erfindungsgemäß ist die Steuereinheit dazu ausgeführt, die erste Lichtquelle zum Abstrahlen eines Helligkeitsverlaufes mit einem über die Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder die Abschnitte der Karosserie zeitlich verschiebbaren Helligkeitsmaximum so anzusteuern, dass das Helligkeitsmaximum mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit in Richtung des dem Bedienelement zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder der Abschnitte der Karosserie läuft. Insbesondere ein dezent und unauffällig an der Fahrzeugtüre angeordnetes Bedienelement wird so durch den Fahrzeugnutzer leichter gefunden. So könnte beispielsweise das Bedienelement hinter einer Schale oder hinter einer Klappe angeordnet sein.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Bedienelement an einer Außenseite der Fahrzeugtüre angeordnet. Die Außenseite der Fahrzeugtüre ist insbesondere derjenige Teil einer Fläche der Fahrzeugtüre, der vom Innenraum des Fahrzeugs weg gewandt ist und zur Umgebung des Fahrzeugs hin gewandt ist.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Bedienelement an einer Stirnseite der Fahrzeugtüre angeordnet. Die Stirnseite der Fahrzeugtüre ist insbesondere jene Seite, die an eine Stirnseite einer Säule der Karosserie beim Schließen der Fahrzeugtüre geführt wird, sodass bei geschlossener Fahrzeugtüre die Stirnseite der Fahrzeugtüre und die Stirnseite der Säule der Karosserie aneinanderliegend angeordnet sind.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Türsystem weiterhin eine zweite Lichtquelle auf, wobei die zweite Lichtquelle so im Bereich des Bedienelements angeordnet ist, dass die zweite Lichtquelle das Bedienelement beleuchtet. Bevorzugt ist die Steuereinheit dazu ausgeführt, die erste Lichtquelle und die zweite Lichtquelle synchron miteinander anzusteuern. Alternativ dazu ist eine unterschiedliche Ansteuerung der ersten Lichtquelle und der zweiten Lichtquelle möglich. Die zweite Lichtquelle erlaubt vorteilhaft, die Position des Bedienelements an der Fahrzeugtüre dem Fahrzeugnutzer noch genauer und komfortabler anzuzeigen.
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Erfindungsgemäß weist die erste Lichtquelle eine Vielzahl von Sektionen auf, wobei die Steuereinheit dazu ausgeführt ist, die Sektionen der ersten Lichtquelle mit unterschiedlichen Helligkeitswerten und/oder unterschiedlichen Farbwerten abhängig von dem Schließzustand der Fahrzeugtüre und/oder abhängig von dem Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit anzusteuern. Die verschiedenen ansteuerbaren Sektionen der ersten Lichtquelle erlauben es vorteilhaft, ein dem jeweiligen Schließzustand der Fahrzeugtüre und/oder dem jeweiligen Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit zugeordnetes Lichtmuster oder Farbmuster so darzustellen, dass es möglichst intuitiv und eindeutig vom Fahrzeugnutzer erkannt wird.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuereinheit dazu ausgeführt, die erste Lichtquelle und/oder die zweite Lichtquelle bei mit einem Öffnungswinkel oberhalb eines vordefinierten Grenzwerts geöffneter Fahrzeugtüre zum Ausgeben eines Warnlichtes zur Warnung von sich dem Fahrzeug von hinten nähernden anderen Fahrzeugen auszugeben. Das Warnlicht dient vorteilhaft dazu, bei geöffneter Fahrzeugtüre von hinten herannahende anderen Fahrzeuge zu warnen, um eine Kollision der anderen Fahrzeuge mit der Fahrzeugtüre möglichst zu vermeiden.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einem Türsystem wie oben und im Folgenden beschrieben.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausgeben eines Lichtsignals durch eine erste Lichtquelle eines Türsystems eines Fahrzeugs, wobei das Türsystem eine Fahrzeugtüre, eine Schließeinheit zum Einstellen eines Schließzustandes der Fahrzeugtüre, ein an der Fahrzeugtüre angeordnetes Bedienelement für einen Fahrzeugnutzer, eine erste Lichtquelle, und eine mit der Schließeinheit und mit der ersten Lichtquelle verbundene Steuereinheit des Fahrzeugs aufweist, wobei die erste Lichtquelle so angeordnet ist, dass die erste Lichtquelle Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre und der Karosserie beleuchtet, aufweisend die Schritte:
- - Empfangen von Signalen eines elektronischen Schlüssels für das Fahrzeug,
- - Ansteuern der ersten Lichtquelle zum Beleuchten von Abschnitten der Fahrzeugtüre und/oder Abschnitten der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre und der Karosserie in einem ersten Lichtmodus,
- - Ansteuern der Schließeinheit zum Aufsperren der Fahrzeugtüre, und
- - Ansteuern der ersten Lichtquelle zum Beleuchten der Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder der Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre und der Karosserie in einem zweiten Lichtmodus, wobei durch die Steuereinheit die erste Lichtquelle für zumindest einen bestimmten Schließzustand der Fahrzeugtüre oder einen bestimmten Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit zum Beleuchten eines dem Bedienelement zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder der Abschnitte der Karosserie anzgesteuert wird, und die erste Lichtquelle zum Abstrahlen eines Helligkeitsverlaufes mit einem über die Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder die Abschnitte der Karosserie zeitlich verschiebbaren Helligkeitsmaximum so angesteuert wird, dass das Helligkeitsmaximum mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit in Richtung des dem Bedienelement zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre und/oder der Abschnitte der Karosserie läuft, und wobei die Sektionen der ersten Lichtquelle durch die Steuereinheit mit unterschiedlichen Helligkeitswerten und/oder unterschiedlichen Farbwerten abhängig von dem Schließzustand der Fahrzeugtüre und/oder abhängig von dem Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit angesteuert werden.
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Vorteile und bevorzugte Weiterbildungen des vorgeschlagenen Verfahrens ergeben sich durch eine analoge und sinngemäße Übertragung der im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Türsystem vorstehend gemachten Ausführungen.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der - gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung - zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Es zeigen:
- 1 ein Fahrzeug mit einem Türsystem gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- 2 Ausschnitte eines Türsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
- 3 ein Verfahren zum Ausgeben eines Lichtsignals durch eine erste Lichtquelle eines Türsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich.
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1 zeigt ein Fahrzeug 100 mit einem Türsystem 1. Das Türsystem 1 weist eine Fahrzeugtüre 3 und eine Schließeinheit 5 zum Einstellen eines Schließzustandes, das heißt zum Absperren und zum Aufsperren der Fahrzeugtüre 3, auf. Ferner weist das Türsystem 1 ein an der Außenseite der Fahrzeugtüre 3 angeordnetes Bedienelement 7 für einen Fahrzeugnutzer auf. Das Bedienelement 7 ist als Türgriff ausgebildet und unter einer Schale angeordnet. Eine erste Lichtquelle 9 des Türsystems 1 ist so angeordnet, dass die erste Lichtquelle 9 jeweils mit diffusem Licht Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre 3 und der Karosserie beleuchtet. Zu diesem Zweck weist die erste Lichtquelle 9 eine Vielzahl von LED Elementen auf, die an einer Stirnseite der Fahrzeugtüre 3 angeordnet sind. Eine Abstrahlrichtung der jeweiligen LED Elemente zeigt dabei tangential zur Stirnseite zur Fahrzeugtüre 3, sodass ein nachfolgendes Fahrzeug oder andere Verkehrsteilnehmer nicht direkt in die LED Elemente selbst blicken, sondern immer nur die Reflexion der LED Elemente an der Stirnseite der Fahrzeugtüre 3 und auch an der Karosserie des Fahrzeugs 100 sehen. Eine solche Reflexion erzeugt ein diffuses Licht in der Türspalte zwischen der Stirnseite der Fahrzeugtüre 3 und der Karosserie des Fahrzeugs 100. Ferner weist das Türsystem 1 eine mit der Schließeinheit 5 und mit der ersten Lichtquelle 9 verbundene Steuereinheit 11 auf. Diese Steuereinheit 11 kann mittels eines Empfangsmoduls Signale eines elektronischen Schlüssels für das Fahrzeug 100 empfangen und steuert beim Empfangen von Signalen an sich oder bestimmten Signalen die Schließeinheit 5 an. Ferner steuert die Steuereinheit 11 korrelierend dazu die erste Lichtquelle 9 an, das heißt abhängig von dem Schließzustand der Fahrzeugtüre 3 und abhängig von einem Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels mit der Steuereinheit 11. Ferner weist das Türsystem 1 eine zweite Lichtquelle 13 auf, wobei die zweite Lichtquelle 13 so im Bereich des Bedienelements 7 angeordnet ist, dass die zweite Lichtquelle 11 das Bedienelement 7 beleuchtet. Hat die Steuereinheit 11 die Schließeinheit 5 zum Aufsperren eines Schlosses der Fahrzeugtüre 3 angesteuert, steuert sie auch die erste Lichtquelle 9 zum Beleuchten eines dem Bedienelement 7 zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und der Abschnitte der Karosserie an, und steuert die zweite Lichtquelle 13 synchron dazu an. Details einer möglichen Topologie eines solchen Türsystems 1 sind in 2 dargestellt. Ferner steuert die Steuereinheit 11 die erste Lichtquelle 9 und die zweite Lichtquelle 13 bei mit einem Öffnungswinkel oberhalb eines vordefinierten Grenzwerts geöffneter Fahrzeugtüre 3 zum Ausgeben eines Warnlichtes zur Warnung von sich dem Fahrzeug 100 von hinten nähernden anderen Fahrzeugen an.
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2 zeigt eine mögliche logische Struktur eines Türsystems 1. Hierbei weist die Schließeinheit 5 ein Schlossmaul und eine Fangöse auf, wobei das als Türgriff ausgebildete Bedienelement 7 mit der Schließeinheit 5 mechanisch verbunden ist. Bei einem entsprechenden Signal des elektronischen Schlüssels S an die Steuereinheit 11 steuert die Steuereinheit 11 die Schließeinheit 5 zum Aufsperren des in der Schließeinheit 5 befindlichen Schlosses an, so dass durch Betätigung das als Türgriff ausgebildeten Bedienelement 7 durch den Fahrzeugnutzer die Fahrzeugtüre 3 um einen Winkel geöffnet werden kann. Ein Aktuator A wird von der Steuereinheit 11 zum initialen Öffnen der Fahrzeugtüre 3 um einen vorgegebenen Öffnungswinkel angesteuert, was insbesondere bei Vereisung der Fahrzeugtüre 3 das Öffnen der Fahrzeugtüre 3 durch den Fahrzeugnutzer vereinfacht. Hat die Steuereinheit 11 die Schließeinheit 5 zum Aufsperren eines Schlosses der Fahrzeugtüre 3 angesteuert, steuert sie auch die erste Lichtquelle 9 zum Beleuchten eines dem Bedienelement 7 zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und der Abschnitte der Karosserie an. Hierzu weist die erste Lichtquelle 9 eine Vielzahl von Sektionen auf, wobei die Steuereinheit 11 die Sektionen der ersten Lichtquelle 9 mit unterschiedlichen Helligkeitswerten und unterschiedlichen Farbwerten abhängig von dem Schließzustand der Fahrzeugtüre 3 und abhängig von dem Kommunikationszustand des elektronischen Schlüssels S mit der Steuereinheit 11 ansteuert. Die Sektionen der ersten Lichtquelle 9 werden in der 2 durch die Bezüge 9.1, 9.2 und 9.3 beziffert. Die Steuereinheit 11 steuert dabei die erste Lichtquelle 9 zum Abstrahlen eines Helligkeitsverlaufes mit einem über die Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und die Abschnitte der Karosserie zeitlich verschiebbaren Helligkeitsmaximum so an, dass das Helligkeitsmaximum mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit in Richtung des dem Bedienelement 7 zugeordneten Orts der Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und der Abschnitte der Karosserie läuft.
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3 zeigt ein Verfahren zum Ausgeben eines Lichtsignals durch eine erste Lichtquelle 9 eines Türsystems 1 eines Fahrzeugs 100, wobei das Türsystem 1 eine Fahrzeugtüre 3, eine Schließeinheit 5 zum Einstellen eines Schließzustandes der Fahrzeugtüre 3, ein an der Fahrzeugtüre 3 angeordnetes Bedienelement 7 für einen Fahrzeugnutzer, eine erste Lichtquelle 9, und eine mit der Schließeinheit 5 und mit der ersten Lichtquelle 9 verbundene Steuereinheit 11 des Fahrzeugs 100 aufweist, wobei die erste Lichtquelle 9 so angeordnet ist, dass die erste Lichtquelle 9 Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und/oder Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre 3 und der Karosserie beleuchtet. Das Verfahren weist folgende Schritte auf, wobei in 3 die beleuchteten Areale des Türsystems 1 mit gestrichelt gezeichneten Umrandungen markiert sind:
- - Empfangen S1 von Signalen eines elektronischen Schlüssels für das Fahrzeug 100,
- - Ansteuern S2 der ersten Lichtquelle 9 zum Beleuchten von Abschnitten der Fahrzeugtüre 3 und Abschnitten der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre 3 und der Karosserie in einem ersten Lichtmodus und Ansteuern der zweiten Lichtquelle 13 durch die Steuereinheit 11, wobei ein umlaufender Bereich eines Türspalts und ein Seitenspiegel des Fahrzeugs beleuchtet werden,
- - Ansteuern S3 der Schließeinheit 5 zum Aufsperren der Fahrzeugtüre 3 unter Beleuchtung des Bedienelements 7 durch die zweite Lichtquelle 13, und
- - Ansteuern S4 der ersten Lichtquelle zum Beleuchten der Abschnitte der Fahrzeugtüre 3 und der Abschnitte der Karosserie im Bereich des Türspalts zwischen der Fahrzeugtüre 3 und der Karosserie in einem zweiten Lichtmodus, wobei der zweite Lichtmodus ein Warnlicht zur Warnung von sich dem Fahrzeug (100) von hinten nähernden anderen Fahrzeugen ist und das Warnlicht in einem unteren Abschnitt der Stirnseite der Fahrzeugtüre 3 angeordnet ist.
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Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen, beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente, vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehende Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.