DE102018219136B3 - Steckverbinder und Verfahren zum Montieren eines Steckverbinders - Google Patents
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Abstract
Steckverbinder, mit einem Gehäuse (4), mit einem an dem Gehäuse (4) gehaltenen Messerkontakt (6), wobei der Messerkontakt (6) einen Lötabschnitt (8) zum Herstellen einer Lötverbindung hat und wobei der Messerkontakt (8) mindestens ein Kontaktmesser (10, 12) hat, das zur Kontaktierung eines Kontakts eines weiteren Steckverbinders eingerichtet ist, und mit einem Ansaugpad (14), das lösbar an dem Gehäuse (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansaugpad (14) mindestens einen Stützabschnitt (16) hat, an dem das Kontaktmesser (10, 12) anliegt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Steckverbinder, mit einem Gehäuse, mit einem an dem Gehäuse gehaltenen Messerkontakt wobei der Messerkontakt einen auskragenden Lötabschnitt zum Herstellen einer Lötverbindung hat und wobei der Messerkontakt mindestens ein Kontaktmesser hat, das zur Kontaktierung eines Kontakts eines weiteren Steckverbinders eingerichtet ist, und mit einem Ansaugpad, das lösbar an dem Gehäuse angeordnet ist. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren eines solchen Steckverbinders.
- Steckverbinder der eingangs genannten Art werden beispielsweise auf einer Platine montiert, wobei Lötbindungen zu den Lötabschnitten der Messerkontakte hergestellt werden. Beim Herstellen der Lötverbindung wird der Steckerkontakt üblicherweise an die Platine angedrückt, wodurch es zu einem Verschieben der Kontaktmesser der Messerkontakte kommen kann. Die Kontaktmesser der Messerkontakte müssen anschließend erneut ausgerichtet werden. Soweit ein erneutes Ausrichten unterbleibt, kann es zu einem Beschädigen des Steckverbinders oder des zugeordneten Gegensteckers beim Herstellen der Steckverbindung kommen. Weiter kann es zu einer mangelhalfen Kontaktierung der betreffenden Kontaktmesser kommen.
- US 2016 / 0 118 732 A1 beschreibt einen Steckverbinder für eine Leiterplatte mit einem Gehäuse und daran gehaltenen Kontakten, welche nicht als Messerkontakte ausgebildet sind. Die Kontakte weisen Lötabschnitte auf. Der Steckverbinder verfügt über ein lösbar am Gehäuse angeordnetes Ansaugpad. Das Ansaugpad liegt auf einer geschlossenen Außenfläche des Gehäuses auf und weist keine Stützabschnitte auf, die dazu dienen, Teile der Kontakte abzustützen.
- Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die technische Problemstellung zugrunde, einen Steckverbinder sowie ein Verfahren zum Montieren eines solchen Steckverbinders anzugeben, welche die voranstehend beschriebenen Nachteile nicht oder zumindest in geringerem Maße aufweisen, und insbesondere ein Verlöten ohne ein Verschieben der Kontaktmesser ermöglichen.
- Die voranstehend beschriebene technische Problemstellung wird jeweils gelöst durch einen Steckverbinder nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren nach Anspruch 7. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung.
- Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung einen Steckverbinder, mit einem Gehäuse, mit einem an dem Gehäuse gehaltenen Messerkontakt, wobei der Messerkontakt einen Lötabschnitt zum Herstellen einer Lötverbindung hat und wobei der Messerkontakt mindestens ein Kontaktmesser hat, das zur Kontaktierung eines Kontakts eines weiteren Steckverbinders eingerichtet ist, und mit einem Ansaugpad, das lösbar an dem Gehäuse angeordnet ist. Das Ansaugpad hat mindestens einen Stützabschnitt, an dem das Kontaktmesser anliegt.
- Der Stützabschnitt dient dazu, das Kontaktmesser während eines Montage- oder Lötvorgangs gegen ein Verschieben zu sichern, wie es beispielsweise durch das Aufbringen einer Vorspannkraft bewirkt werden kann.
- Der Stützabschnitt bildet insbesondere einen Anschlag, an dem das Kontaktmesser des Messerkontakts anliegt, um ein Bewegen des Kontaktmessers formschlüssig zu verhindern bzw. einem Bewegen des Kontaktmessers formschlüssig entgegenzuwirken.
- Nach einer Ausgestaltung des Steckverbinders kann vorgesehen sein, dass der Stützabschnitt stegförmig in Richtung des Kontaktmessers erstreckt ist, wobei das Kontaktmesser und der Stützabschnitt entlang ihrer jeweiligen Längserstreckung betrachtet endseitig überlappend angeordnet sind und mit an ihren jeweiligen freien Stirnseiten angrenzenden Seitenflächen aneinander anliegen. So kann eine einfache und kostengünstige Lagesicherung des Kontaktemessers durch einen insbesondere als seitlichen Anschlag gebildeten Stützabschnitt erfolgen.
- Das Kontaktmesser kann daher relativ zu einer Montage- und Andrückrichtung des Steckverbinders betrachtet seitlich bzw. quer zur Andrückrichtung an dem Stützabschnitt abgestützt sein. Wird der Steckverbinder z.B. in einer vertikalen Montagebewegung auf eine Platine aufgesetzt und ebenfalls vertikal mit einer Vorspannkraft beaufschlagt bzw. angedrückt, ist die seitliche Abstützung quer zur Montagerichtung vorgesehen, wobei der Stützabschnitt als seitlicher Anschlag insbesondere einer zumindest abschnittsweise horizontalen Querverschiebung formschlüssig entgegenwirkt.
- Beispielsweise kann der Stützabschnitt eine Nut begrenzen, in die das Kontaktmesser mit seinem freien Ende hineinragt, wobei eine freie Stirnseite des Kontaktmessers einen Abstand zu einem Nutgrund dieser Nut aufweist. Demnach bildet der stegförmig ausgestaltete Stützabschnitt eine Seitenwandung der Nut.
- Das Ansaugpad kann einen Kragen haben, der auf dem Gehäuse aufsitzt. So kann eine Relativposition des Ansaugpads zu dem Messerkontakt festgelegt werden, sodass das Ansaugpad nicht auf einer freien Stirnseite des Kontaktmessers aufsitzt. Ein Verformen des Kontaktmessers durch das Ansaugpad kann so vermieden werden.
- Der Stützabschnitt kann wenigstens zwei sich kreuzende oder T-förmig zusammenlaufende Stege haben, wobei ein Steg zwischen zueinander beabstandeten Kontaktmessern des Messerkontakts angeordnet ist. So kann der Messerkontakt zwei gabelförmig auskragende Kontaktmesser haben, wobei wenigstens ein Kontaktmesser, insbesondere beide Kontaktmesser an mindestens einem Steg des Stützabschnitt anliegen.
- Es können zwei oder mehr Messerkontakte an dem Gehäuse gehalten sein, wobei jedem Messerkontakt mindestens ein Stützabschnitt zugeordnet ist.
- Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren eines Steckverbinders, mit den Verfahrensschritten: Bereitstellen eines erfindungsgemäßen Steckverbinders; Bereitstellen eines Montageelements, wie einer Platine oder dergleichen, mit dem der Steckverbinder verbunden werden soll; Andrücken des Steckverbinders an das Montageelement, wobei der Messerkontakt während des Andrückens an dem Stützabschnitt abgestützt wird; und Herstellen einer Lötverbindung.
- Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann demnach sichergestellt werden, dass das Kontaktmesser des Messerkontakts nach dem Herstellen der Lötverbindung nicht verschoben oder plastisch verformt ist.
- Nach dem Herstellen der Lötverbindung kann das Ansaugpad entfernt werden, sodass ein Steckgesicht des Steckverbinders freigelegt und mit einem zugeordneten Gegenstecker verbunden werden kann.
- Um ein effizientes Montieren des Steckverbinders zu gewährleisten, kann das Bereitstellen des Steckverbinders automatisiert erfolgen, wobei das Ansaugpad zum Handhaben des Steckverbinders mit einer Pick-and-Place Vorrichtung dient.
- Das Ansaugpad kann daher z.B. von einer Vakuum-Greifeinrichtung angesaugt werden, um den Steckverbinder aus einer Vor-montageposition abzuheben und an dem Montageelement zu positionieren.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen jeweils schematisch:
-
1A einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Steckverbinders; -
1B einen weiteren Querschnitt des erfindungsgemäßen Steckverbinders aus1A ; -
2 das Ansaugpad aus den1A und1B mit zwei Messerkontakten; -
3 das Ansaugpad aus2 in einer perspektivischen Ansicht ohne Messerkontakte. - Die
1A und1B zeigen Querschnittsdarstellungen eines Steckverbinders2 , mit einem Gehäuse4 und mit an dem Gehäuse4 gehaltenen Messerkontakten6 . - Jeder Messerkontakt
6 hat einen Lötabschnitt8 zum Herstellen einer Lötverbindung. - Jeder Messerkontakt
6 hat zudem zwei Kontaktmesser10 ,12 . Zur Verbesserung der Darstellung der1A und1B sind die Kontaktmesser10 ,12 sowie der Lötabschnitt8 jeweils exemplarisch für einen Messerkontakt6 mit Bezugszeichen versehen. - Die Kontaktmesser
10 ,12 sind zur Kontaktierung eines Kontakts eines weiteren Steckverbinders eingerichtet. - Der Steckverbinder
2 hat ein Ansaugpad14 , das lösbar an dem Gehäuse4 angeordnet ist. Das Ansaugpad14 hat Stützabschnitte16 an denen die Kontaktmesser10 ,12 anliegen. Der Stützabschnitt16 eines jeweiligen Kontaktmessers6 bildet einen Anschlag16 an dem die Kontaktmesser10 ,12 eines jeweiligen Messerkontakts6 anliegen, um einem Bewegen des Kontaktmessers während der Montage oder des Lötvorgangs formschlüssig entgegenzuwirken. - Ein jeweiliger Stützabschnitt
16 weist Stege18 ,19 auf, die in Richtung des jeweils zugeordneten Kontaktmessers10 ,12 eines Messerkontakts6 erstreckt sind. - Wie der Darstellung gemäß
1A und1B zu entnehmen, sind die Kontaktmesser10 ,12 und der Stützabschnitt16 entlang ihrer jeweiligen Längserstreckung betrachtet endseitig überlappend angeordnet und liegen mit an ihren freien Stirnseiten20 ,22 angrenzenden Seitenflächen24 ,26 aneinander an. - Die Kontaktmesser
10 ,12 sind daher vorliegend quer zu einer Montage- und AndrückrichtungR betrachtet seitlich abgestützt. Soweit entlang der RichtungR daher eine Vorspannkraft aufgebracht wird, verhindern die Stützabschnitte16 eine quer zur RichtungR orientierte Verschiebung der Kontaktmesser10 ,12 . - Ein jeweiliger Stützabschnitt
16 begrenzt vorliegend jeweils eine Nut28 , in die ein jeweiliges Kontaktmesser10 ,12 mit seinem freien Ende hineinragt, wobei eine jeweilige freie Stirnseite eines jeweiligen Kontaktmessers einen Abstand zu einem Nutgrund30 der Nut28 aufweist. Der stegförmig ausgestaltet Stützabschnitt16 bildet daher eine Seitenwandung der Nut28 . - Das Ansaugpad
14 hat einen Kragen32 , der auf dem Gehäuse4 aufsitzt. Auf diese Weise wird eine Relativposition des Ansaugpads14 zu den Kontaktmessern10 ,12 der Messerkontakte6 festgelegt, sodass das Ansaugpad14 nicht auf den freien Enden der Kontaktmesser10 ,12 aufsitzt. - Wie den
2 und3 zu entnehmen, sind die Stege18 ,19 der Stützabschnitte16 T-förmig zusammenlaufend angeordnet, wobei die Stege19 jeweils zwischen den gabelförmig erstreckten Kontaktmessern10 ,12 der Messerkontakte6 angeordnet ist. - Bezugszeichenliste
-
- 2
- Steckverbinder
- 4
- Gehäuse
- 6
- Messerkontakt
- 8
- Lötabschnitt
- 10
- Kontaktmesser
- 12
- Kontaktmesser
- 14
- Ansaugpad
- 16
- Stützabschnitt
- 18
- Steg
- 19
- Steg
- 20
- Stirnseite
- 22
- Stirnseite
- 24
- Seitenfläche
- 26
- Seitenfläche
- 28
- Nut
- 30
- Nutgrund
- R
- Montagerichtung
Claims (8)
- Steckverbinder, - mit einem Gehäuse (4), - mit einem an dem Gehäuse (4) gehaltenen Messerkontakt (6), - wobei der Messerkontakt (6) einen Lötabschnitt (8) zum Herstellen einer Lötverbindung hat und - wobei der Messerkontakt (8) mindestens ein Kontaktmesser (10, 12) hat, das zur Kontaktierung eines Kontakts eines weiteren Steckverbinders eingerichtet ist, und - mit einem Ansaugpad (14), das lösbar an dem Gehäuse (4) angeordnet ist, - wobei das Ansaugpad (14) mindestens einen Stützabschnitt (16) hat, an dem das Kontaktmesser (10, 12) anliegt.
- Steckerverbinder nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass - der Stützabschnitt (16) stegförmig in Richtung des Kontaktmessers erstreckt ist, - wobei das Kontaktmesser (10, 12) und der Stützabschnitt (16) entlang ihrer jeweiligen Längserstreckung betrachtet endseitig überlappend angeordnet sind und mit an ihren jeweiligen freien Stirnseiten (20, 22) angrenzenden Seitenflächen (24, 26) aneinander anliegen. - Steckverbinder nach
Anspruch 2 , - dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (16) ausgehend von einer dem Kontaktmesser (6) zugewandten Unterseite des Ansaugpads in Richtung des Kontaktmessers (6) erstreckt ist, - wobei die Unterseite einen Abstand zu der freien Stirnseite (20) des Kontaktmessers (10, 12) aufweist. - Steckverbinder nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - das Ansaugpad (14) einen Kragen (32) hat, der auf dem Gehäuse (4) aufsitzt.
- Steckverbinder nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - der Stützabschnitt (16) wenigstens zwei sich kreuzende oder T-förmig zusammenlaufende Stege (18, 19) hat, - wobei ein Steg (19) zwischen zueinander beabstandeten Kontaktmessern (10, 12) des Messerkontakts (6) angeordnet ist.
- Steckverbinder nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - zwei oder mehr Messerkontakte (6) an dem Gehäuse (4) gehalten sind, - wobei jedem Messerkontakt (6) mindestens ein Stützabschnitt (16) zugeordnet ist.
- Verfahren zum Montieren eines Steckverbinders, mit den Verfahrensschritten: - Bereitstellen eines Steckverbinders (2) nach einem der
Ansprüche 1 bis6 ; - Bereitstellen eines Montageelements, wie eine Platine oder dergleichen, mit dem der Steckverbinder (2) verbunden werden soll; - Andrücken des Steckverbinders (2) an das Montageelement, wobei ein Messerkontakt (6), insbesondere ein Kontaktmesser (10, 12) des Messerkontakts (6), während des Andrückens an dem Stützabschnitt (16) abgestützt wird; und - Herstellen einer Lötverbindung. - Verfahren nach
Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet, dass - das Bereitstellen des Steckverbinders (2) automatisiert erfolgt, wobei das Ansaugpad (14) zum Handhaben des Steckverbinders (2) mittels einer Pick-and-Place Vorrichtung dient.
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