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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrrad-Federrohr und eine Fahrrad-Federgabel.
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Fahrradfahren wird zu einer immer beliebteren Form der Freizeitbeschäftigung sowie einem Transportmittel. Überdies ist Fahrradfahren zu einem sehr beliebten Leistungssport sowohl für Amateure als auch Profis geworden. Ob das Fahrrad nun als Freizeitbeschäftigung, für den Transport oder Wettkampf verwendet wird, die Fahrradindustrie verbessert konstant die verschiedenen Komponenten des Fahrrads. Eine Fahrradkomponente, die umfassend neu gestaltet worden ist, ist eine Federung.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Fahrrad-Federrohr einen rohrförmigen Körper, ein Radbefestigungsteil und ein Bremssattelbefestigungsteil auf. Das Radbefestigungsteil ist an dem rohrförmigen Körper vorgesehen. Das Radbefestigungsteil enthält ein Befestigungsloch mit einer Drehmittelachse. Das Bremssattelbefestigungsteil ist an dem rohrförmigen Körper vorgesehen. Das Bremssattelbefestigungsteil enthält ein erstes Durchgangsloch mit einer ersten Längsachse, die nicht parallel zur Drehmittelachse ist.
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Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert das Bremssattelbefestigungsteil die Flexibilität bezüglich der Anordnung eines Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Fahrrad-Federrohr einen rohrförmigen Körper, ein Radbefestigungsteil und ein Bremssattelbefestigungsteil auf. Das Radbefestigungsteil ist an dem rohrförmigen Körper vorgesehen. Das Radbefestigungsteil enthält ein Befestigungsloch mit einer Drehmittelachse. Der Bremssattelbefestigungsteil ist an dem rohrförmigen Körper vorgesehen. Das Bremssattelbefestigungsteil enthält ein erstes Durchgangsloch mit einer ersten Längsachse, die so verläuft, dass keine imaginäre Ebene zwischen der ersten Längsachse und der Drehmittelachse definiert wird.
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Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert das Bremssattelbefestigungsteil die Flexibilität bezüglich der Anordnung eines Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil ein zweites Durchgangsloch mit einer zweiten Längsachse enthält, die so verläuft, dass keine imaginäre Ebene zwischen der zweiten Längsachse und der Drehmittelachse definiert wird. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert das zweite Durchgangsloch die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Kopplungsstärke zwischen dem Fahrrad-Scheibenbremssattel und dem Fahrrad-Federrohr verbessert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass der rohrförmige Körper eine Rohrmittelachse hat. Die erste Längsachse und die zweite Längsachse sind in Bezug auf die Rohrmittelachse geneigt, betrachtet in einer Achsenrichtung der Drehmittelachse. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert die Anordnung der ersten und zweiten Längsachse die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass ein erster Neigungswinkel zwischen der ersten Längsachse und der Rohrmittelachse definiert ist, betrachtet in der Achsenrichtung. Der erste Neigungswinkel ist gleich oder größer als 30 Grad und gleich oder kleiner als 70 Grad. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert der erste Neigungswinkel effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil ein zweites Durchgangsloch mit einer zweiten Längsachse enthält, die nicht parallel zur Drehmittelachse ist. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert das zweite Durchgangsloch die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Kopplungsstärke zwischen dem Fahrrad-Scheibenbremssattel und dem Fahrrad-Federrohr verbessert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass ein zweiter Neigungswinkel zwischen der zweiten Längsachse und der Rohrmittelachse definiert ist, betrachtet in der Achsenrichtung. Der zweite Neigungswinkel ist gleich oder größer als 30 Grad und gleich oder kleiner als 70 Grad. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert der zweite Neigungswinkel effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass der rohrförmige Körper eine Rohrmittelachse hat. Das Bremssattelbefestigungsteil enthält eine Bremssattelbefestigungsfläche, die in Bezug auf die Rohrmittelachse geneigt ist, betrachtet in einer Achsenrichtung der Drehmittelachse. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert die Bremssattelbefestigungsfläche die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr stabilisiert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass ein Neigungswinkel zwischen der Bremssattelbefestigungsfläche und der Rohrmittelachse definiert ist, betrachtet in der Achsenrichtung. Der Neigungswinkel ist gleich oder größer als 10 Grad und gleich oder kleiner als 60 Grad. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert der Neigungswinkel der Bremssattelbefestigungsfläche effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass die Bremssattelbefestigungsfläche eine erste Befestigungsfläche und eine zweite Befestigungsfläche enthält. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert die erste und zweite Befestigungsfläche effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr stabilisiert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil ein zweites Durchgangsloch mit einer zweiten Längsachse enthält, die nicht parallel zur Drehmittelachse ist. Das erste Durchgangsloch ist an der ersten Befestigungsfläche vorgesehen. Das zweite Durchgangsloch ist an der zweiten Befestigungsfläche vorgesehen. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert das Bremssattelbefestigungsteil effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr stabilisiert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil ein zweites Durchgangsloch mit einer zweiten Längsachse enthält, die nicht parallel zur Drehmittelachse ist. Das Bremssattelbefestigungsteil enthält einen ersten Befestigungsabschnitt und einen zweiten Befestigungsabschnitt, der von dem ersten Befestigungsabschnitt beabstandet ist. Der erste Befestigungsabschnitt enthält das erste Durchgangsloch. Der zweite Befestigungsabschnitt enthält das zweite Durchgangsloch. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert das Bremssattelbefestigungsteil effektiv die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr stabilisiert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil ein zweites Durchgangsloch mit einer zweiten Längsachse enthält, die nicht parallel zur Drehmittelachse ist. Die erste Längsachse und die zweite Längsachse sind parallel zueinander. Ein Mindestabstand ist zwischen der ersten Längsachse und der zweiten Längsachse definiert. Der Mindestabstand ist gleich oder größer als 15 mm und gleich oder kleiner als 55 mm. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verbessert der Mindestabstand die Flexibilität bezüglich der Anordnung des Fahrrad-Scheibenbremssattels, wobei die Kopplungsstärke zwischen dem Fahrrad-Scheibenbremssattel und dem Fahrrad-Federrohr verbessert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass das Bremssattelbefestigungsteil enthält: eine Montagefläche, die mit einem Fahrrad-Scheibenbremssattel in Kontakt stehen soll; und eine Aufnahmeaussparung, die so ausgebildet ist, dass sie den Kopfabschnitt eines Befestigungsmittels, das den Fahrrad-Scheibenbremssattel an dem Bremssattelbefestigungsteil befestigt, aufnimmt. Die Aufnahmeaussparung ist gegenüber der Montagefläche angeordnet. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr stabilisiert die Montagefläche die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr. Ferner verbessert die Aufnahmeaussparung die Gestaltungsfreiheit bezüglich des Befestigungsmittels. Daher kann die Orientierung des Fahrrad-Scheibenbremssattels in Bezug auf das Fahrrad-Federrohr stabilisiert werden, wobei die Gestaltungsfreiheit des Befestigungsmittels verbessert wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass der rohrförmige Körper eine gekrümmte Fläche enthält, die die Aufnahmeaussparung definiert. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verringert oder verhindert die gekrümmte Fläche eine Interferenz zwischen dem Fahrrad-Federrohr und dem Befestigungsmittel.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass der rohrförmige Körper eine Bremssattelbefestigungsaussparung enthält, die so ausgebildet ist, dass sie einen Fahrrad-Scheibenbremssattel aufnimmt. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr verringert oder verhindert die Bremssattelbefestigungsaussparung eine Interferenz zwischen dem Fahrrad-Federrohr und dem Fahrrad-Scheibenbremssattel.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Fahrrad-Federrohr so ausgebildet sein, dass der rohrförmige Körper eine flache Fläche enthält, die die Bremssattelbefestigungsaussparung definiert. Bei einem solchen Fahrrad-Federrohr kann die Bremssattelbefestigungsaussparung aufgrund der flachen Fläche ohne Weiteres gebildet werden.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine Fahrrad-Federgabel das Fahrrad-Federrohr gemäß der vorliegenden Erfindung und ein zusätzliches Federrohr, das beweglich an das Fahrrad-Federrohr gekoppelt ist, auf. Mit einer solchen Fahrrad-Federgabel können Stöße absorbiert werden.
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Gemäß einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die Fahrrad-Federgabel so ausgebildet sein, dass das zusätzliche Federrohr teleskopisch in dem Fahrrad-Federrohr aufgenommen ist. Mit einer solchen Fahrrad-Federgabel kann das Fahrrad-Federrohr als ein Tauchrohr der Fahrrad-Federgabel verwendet werden.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die Fahrrad-Federgabel so ausgebildet sein, dass das Fahrrad-Federrohr teleskopisch in dem zusätzlichen Federrohr aufgenommen ist. Mit einer solchen Fahrrad-Federgabel kann das Fahrrad-Federrohr als ein Standrohr der Fahrrad-Federgabel verwendet werden.
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Ein vollständigeres Verständnis der Erfindung und vieler der mit ihr verbundenen Vorteile wird ohne Weiteres erlangt, da diese unter Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen besser verstanden wird. Es werden nun Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei
- 1 eine Seitenansicht eines vorderen Abschnitts eines Fahrrads mit einer Fahrrad-Federgabel gemäß einer ersten Ausführungsform ist.
- 2 eine Vorderansicht der in 1 veranschaulichten Fahrrad-Federgabel ist.
- 3 eine perspektivische Ansicht eines Fahrrad-Federrohrs der in 1 veranschaulichten Fahrrad-Federgabel mit einem Fahrrad-Scheibenbremssattel ist.
- 4 eine andere perspektivische Ansicht des Fahrrad-Federrohrs der in 1 veranschaulichten Fahrrad-Federgabel mit dem Fahrrad-Scheibenbremssattel ist.
- 5 eine Seitenansicht des Fahrrad-Federrohrs der in 1 veranschaulichten Fahrrad-Federgabel mit dem Fahrrad-Scheibenbremssattel ist.
- 6 eine Vorderansicht einer Fahrrad-Federgabel gemäß einer zweiten Ausführungsform ist.
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In der Beschreibung der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen innerhalb der verschiedenen Zeichnungen entsprechende oder identische Elemente.
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Zunächst unter Bezug auf 1 enthält ein Fahrrad B eine Fahrrad-Federgabel 10 gemäß einer ersten Ausführungsform. Das Fahrrad B enthält ferner einen Fahrradkörper B1, ein Vorderrad B2, ein Hinterrad (nicht gezeigt), einen Antriebsstrang (nicht gezeigt), eine Lenkstange B3, eine hydraulische Betätigungsvorrichtung B4 und einen Fahrrad-Scheibenbremssattel B5. Der Fahrradkörper B1 enthält einen Fahrradrahmen B11 und die Fahrrad-Federgabel 10, die drehbar an den Fahrradrahmen B11 gekoppelt ist. Das Vorderrad B2 ist drehbar an der Fahrrad-Federgabel 10, das heißt einer Fahrrad-Vorderradgabel, montiert. Die Lenkstange B3 ist an einer Vorderradgabelsäule der Fahrrad-Federgabel 10 befestigt. Die Nabenbaueinheit B21 des Vorderrades B2 ist an der Fahrrad-Federgabel 10 mit einer Radsicherungskonstruktion B6 montiert. Das Hinterrad ist drehbar an unteren Hinterradstreben des Fahrradrahmens B11 montiert. Die hydraulische Betätigungsvorrichtung B4 ist an der Lenkstange B3 montiert und mit dem Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 mit einem Hydraulikschlauch (nicht gezeigt) verbunden. Der Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 ist so an der Fahrrad-Federgabel 10 befestigt, dass eine Bremskraft auf eine Bremsscheibe R in Reaktion auf eine Betätigung der hydraulischen Betätigungsvorrichtung B4 ausgeübt wird.
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In der vorliegenden Anmeldung beziehen sich die folgenden Richtungsangaben „vorn“, „hinten“, „vorwärts“, „rückwärts“, „links“, „rechts“, „quer“, „hoch“ und „runter“, ebenso wie andere ähnliche Richtungsangaben, auf jene Richtungen, die basierend auf dem auf dem Sattel (nicht gezeigt) eines Fahrrads mit Blick zur Lenkstange B3 sitzenden Nutzer (beispielsweise einem Radfahrer) bestimmt werden. Folglich sollten diese Ausdrücke, wie sie zur Beschreibung der Fahrrad-Federgabel 10 verwendet werden, bezogen auf das Fahrrad B, das mit der in einer aufrechten Fahrstellung auf einer horizontalen Fläche genutzten Fahrrad-Federgabel 10 ausgestattet ist, interpretiert werden.
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Wie in 2 zu sehen ist, weist die Fahrrad-Federgabel 10 ein Fahrrad-Federrohr 12 und ein zusätzliches Federrohr 14, das beweglich an das Fahrrad-Federrohr 12 gekoppelt ist, auf. In dieser Ausführungsform ist das zusätzliche Federrohr 14 teleskopisch in dem Fahrrad-Federrohr 12 aufgenommen. Das heißt, das Fahrrad-Federrohr 12 ist ein Tauchrohr, und das zusätzliche Federrohr 14 ist ein Standrohr. Das Fahrrad-Federrohr 12 kann jedoch auch ein Standrohr sein, und das zusätzliche Federrohr 14 kann ein Tauchrohr sein.
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Die Fahrrad-Federgabel 10 enthält ferner ein Tauchrohr 16, ein Standrohr 18, eine Krone 20 und einen Kopplungsarm 22. Das Standrohr 18 ist beweglich an das Tauchrohr 16 gekoppelt und teleskopisch in dem Tauchrohr 16 aufgenommen. Das Fahrrad-Federrohr 12 und das zusätzliche Federrohr 14 sind in Bezug aufeinander in einer teleskopischen Richtung D1 beweglich, so dass Stöße aus rauem Gelände absorbiert werden. Das Tauchrohr 16 und das Standrohr 18 sind in Bezug aufeinander in der teleskopischen Richtung D1 beweglich, so dass Stöße aus rauem Gelände absorbiert werden. Die Krone 20 koppelt das zusätzliche Federrohr 14 und das Standrohr 18. Der Kopplungsarm 22 koppelt das Fahrrad-Federrohr 12 und das Tauchrohr 16. Feder- und Dämpfungskonstruktionen sind in einer Innenseite des Fahrrad-Federrohrs 12 und des zusätzlichen Federrohrs 14 bzw. einer Innenseite des Tauchrohrs 16 und des Standrohrs 18 vorgesehen. Da diese Art der Konstruktionen der Fahrrad-Federgabel 10 auf dem Gebiet von Fahrrädern bereits bekannt ist, wird sie hier der Kürze halber nicht ausführlich beschrieben.
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Wie in 3 zu sehen ist, ist der Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 an dem Fahrrad-Federrohr 12 mit Befestigungsmitteln F1 und F2 befestigt. Beispiele für die Befestigungsmittel F1 und F2 umfassen eine Schraube. Das Befestigungsmittel F1 enthält einen Außengewindeabschnitt F11 und einen Kopfabschnitt F12, der an einem Ende des Außengewindeabschnitts F11 vorgesehen ist. Das Befestigungsmittel F2 enthält einen Außengewindeabschnitt F21 und einen Kopfabschnitt F22, der an einem Ende des Außengewindeabschnitts F21 vorgesehen ist. Das Befestigungsmittel F1 steht mit einem Gewindeloch B51 des Fahrrad-Scheibenbremssattels B5 in Schraubeingriff. Das Befestigungsmittel F2 steht mit einem Gewindeloch B52 des Fahrrad-Scheibenbremssattels B5 in Schraubeingriff. Der Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 enthält eine erste Montagefläche B53 und eine zweite Montagefläche B54. Das Gewindeloch B51 ist an der ersten Montagefläche B53 vorgesehen. Das Gewindeloch B52 ist an der zweiten Montagefläche B54 vorgesehen. Die erste Montagefläche B53 ist von der zweiten Montagefläche B54 beabstandet. Die erste Montagefläche B53 kann jedoch kontinuierlich mit der zweiten Montagefläche B54 vorgesehen sein.
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Wie in 3 zu sehen ist, weist das Fahrrad-Federrohr 12 einen rohrförmigen Körper 24, ein Radbefestigungsteil 26 und ein Bremssattelbefestigungsteil 28 auf. Der rohrförmige Körper 24 hat eine Rohrmittelachse A1. Der rohrförmige Körper 24 verläuft entlang der Rohrmittelachse A1. Der Radbefestigungsteil 26 ist an dem rohrförmigen Körper 24 vorgesehen. Der Bremssattelbefestigungsteil 28 ist an dem rohrförmigen Körper 24 vorgesehen.
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Das Radbefestigungsteil 26 enthält ein Befestigungsloch 30 mit einer Drehmittelachse A2. Das Radbefestigungsteil 26 verläuft von einem Ende 24A des rohrförmigen Körpers 24 aus. Die Trägerachse der Radsicherungskonstruktion B6 (1) verläuft durch das Befestigungsloch 30. Die Radsicherungskonstruktion B6 koppelt die Nabenbaueinheit B21 (1) des Vorderrades B2 lösbar an das Fahrrad-Federrohr 12.
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Wie in 4 zu sehen ist, enthält das Bremssattelbefestigungsteil 28 ein erstes Durchgangsloch 32 und ein zweites Durchgangsloch 34. Das erste Durchgangsloch 32 hat eine erste Längsachse A32, die nicht parallel zur Drehmittelachse A2 ist. Das erste Durchgangsloch 32 verläuft entlang der ersten Längsachse A32. Das zweite Durchgangsloch 34 hat eine zweite Längsachse A34, die nicht parallel zur Drehmittelachse A2 ist. Das zweite Durchgangsloch 34 verläuft entlang der zweiten Längsachse A34. Die erste Längsachse A32 verläuft so, dass keine imaginäre Ebene zwischen der ersten Längsachse A32 und der Drehmittelachse A2 definiert wird. Die zweite Längsachse A34 verläuft so, dass keine imaginäre Ebene zwischen der zweiten Längsachse A34 und der Drehmittelachse A2 definiert wird.
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In dieser Ausführungsform sind die erste Längsachse A32 und die zweite Längsachse A34 parallel zueinander. Die erste Längsachse A32 und die zweite Längsachse A34 sind senkrecht zur Achsenrichtung D2 der Drehmittelachse A2, betrachtet in einer Richtung senkrecht zur ersten und zweiten Längsachse A32 und A34 und zur Drehmittelachse A2. Die Positionsbeziehung zwischen der ersten Längsachse A32, der zweiten Längsachse A34 und der Drehmittelachse A2 ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform beschränkt.
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Sowohl das erste Durchgangsloch 32 als auch das zweite Durchgangsloch 34 ist ein Spanloch ohne Innengewinde. Wenigstens eines von dem ersten Durchgangsloch 32 und dem zweiten Durchgangsloch 34 kann jedoch ein Innengewinde enthalten. Sowohl das erste Durchgangsloch 32 als auch das zweite Durchgangsloch 34 ist ein Langloch, das in der Achsenrichtung D2 verläuft. Wenigstens eines von dem ersten Durchgangsloch 32 und dem zweiten Durchgangsloch 34 kann ein kreisförmiges Loch oder eine andere Lochart mit anderen Formen sein.
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Wie in 4 zu sehen ist, enthält das Bremssattelbefestigungsteil 28 einen ersten Befestigungsabschnitt 36 und einen zweiten Befestigungsabschnitt 38. Der erste Befestigungsabschnitt 36 enthält das erste Durchgangsloch 32. Der zweite Befestigungsabschnitt 38 enthält das zweite Durchgangsloch 34. Der zweite Befestigungsabschnitt 38 ist von dem ersten Befestigungsabschnitt 36 beabstandet. Der zweite Befestigungsabschnitt 38 kann jedoch kontinuierlich mit dem ersten Befestigungsabschnitt 36 vorgesehen sein.
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Das Bremssattelbefestigungsteil 28 enthält eine Bremssattelbefestigungsfläche 40, die mit dem Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 in Kontakt stehen soll. In dieser Ausführungsform enthält die Bremssattelbefestigungsfläche 40 eine erste Befestigungsfläche 40A und eine zweite Befestigungsfläche 40B. Die erste Befestigungsfläche 40A ist an dem ersten Befestigungsabschnitt 36 vorgesehen. Die zweite Befestigungsfläche 40B ist an dem zweiten Befestigungsabschnitt 38 vorgesehen. Das erste Durchgangsloch 32 ist an der ersten Befestigungsfläche 40A vorgesehen. Das zweite Durchgangsloch 34 ist an der zweiten Befestigungsfläche 40B vorgesehen. Die erste Befestigungsfläche 40A ist von der zweiten Befestigungsfläche 40B beabstandet. Die erste Befestigungsfläche 40A kann jedoch auch kontinuierlich mit der zweiten Befestigungsfläche 40B vorgesehen sein. Eine Oberflächenbehandlung kann auf die Bremssattelbefestigungsfläche 40 angewandt werden, um den Kontaktwiderstand zwischen der Bremssattelbefestigungsfläche 40 und dem Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 zu erhöhen.
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Wie in 4 zu sehen ist, enthält das Bremssattelbefestigungsteil 28 eine Aufnahmeaussparung 44, die so ausgebildet ist, dass sie den Kopfabschnitt F12 des Befestigungsmittels F1, welches den Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 an dem Bremssattelbefestigungsteil 28 befestigt, aufnimmt. Die Aufnahmeaussparung 44 ist gegenüber der Bremssattelbefestigungsfläche 40 angeordnet. Die Aufnahmeaussparung 44 ist gegenüber der ersten Befestigungsfläche 40A angeordnet. In dieser Ausführungsform enthält der rohrförmige Körper 24 eine gekrümmte Fläche 45, die die Aufnahmeaussparung 44 definiert. Die Anordnung und/oder die Form der Aufnahmeaussparung 44 sind jedoch nicht auf diese Ausführungsform beschränkt.
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Der rohrförmige Körper 24 enthält eine Bremssattelbefestigungsaussparung 46, die so ausgebildet ist, dass sie den Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 aufnimmt. Der rohrförmige Körper 24 enthält eine flache Fläche 48, die die Bremssattelbefestigungsaussparung 46 definiert. Der Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 ist in der Bremssattelbefestigungsaussparung 46 vorgesehen, wenn der Fahrrad-Scheibenbremssattel B5 an dem Bremssattelbefestigungsteil 28 befestigt ist.
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Wie in 5 zu sehen ist, sind die erste Befestigungsfläche 40A und die zweite Befestigungsfläche 40B an einer einzigen Ebene PL vorgesehen. Die Bremssattelbefestigungsfläche 40 ist in Bezug auf die Rohrmittelachse A1 geneigt, betrachtet in der Achsenrichtung D2 der Drehmittelachse A2. Ein Neigungswinkel AG1 ist zwischen der Bremssattelbefestigungsfläche 40 und der Rohrmittelachse A1 definiert, betrachtet in der Achsenrichtung D2. Der Neigungswinkel AG1 ist gleich oder größer als 10 Grad und gleich oder kleiner als 60 Grad. Der Neigungswinkel AG1 ist vorzugsweise gleich oder größer als 25 Grad und gleich oder kleiner als 45 Grad. Der Neigungswinkel AG1 ist stärker bevorzugt gleich oder größer als 30 Grad und gleich oder kleiner als 40 Grad. In dieser Ausführungsform ist der Neigungswinkel AG1 gleich ungefähr 35 Grad. Der Neigungswinkel AG1 ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform und die obigen Bereiche beschränkt.
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Die erste Längsachse A32 und die zweite Längsachse A34 sind in Bezug auf die Rohrmittelachse A1 geneigt, betrachtet in der Achsenrichtung D2 der Drehmittelachse A2. Ein erster Neigungswinkel AG21 ist zwischen der ersten Längsachse A32 und der Rohrmittelachse A1 definiert, betrachtet in der Achsenrichtung D2. Ein zweiter Neigungswinkel AG22 ist zwischen der zweiten Längsachse A34 und der Rohrmittelachse A1 definiert, betrachtet in der Achsenrichtung D2. Der erste Neigungswinkel AG21 ist gleich oder größer als 30 Grad und gleich oder kleiner als 70 Grad. Der zweite Neigungswinkel AG22 ist gleich oder größer als 30 Grad und gleich oder kleiner als 70 Grad. Der erste Neigungswinkel AG21 ist vorzugsweise gleich oder größer als 40 Grad und gleich oder kleiner als 65 Grad. Der erste Neigungswinkel AG21 ist stärker bevorzugt gleich oder größer als 50 Grad und gleich oder kleiner als 60 Grad. Der zweite Neigungswinkel AG22 ist vorzugsweise gleich oder größer als 40 Grad und gleich oder kleiner als 65 Grad. Der zweite Neigungswinkel AG22 ist stärker bevorzugt gleich oder größer als 50 Grad und gleich oder kleiner als 60 Grad. In dieser Ausführungsform ist der erste Neigungswinkel AG21 gleich ungefähr 55 Grad. Der zweite Neigungswinkel AG22 ist gleich ungefähr 55 Grad. Der erste Neigungswinkel AG21 und der zweite Neigungswinkel AG22 sind jedoch nicht auf diese Ausführungsform und die obigen Bereiche beschränkt.
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Ein Mindestabstand MD1 ist zwischen der ersten Längsachse A32 und der zweiten Längsachse A34 definiert. Der Mindestabstand MD1 ist gleich oder größer als 15 mm und gleich oder kleiner als 55 mm. Der Mindestabstand MD1 ist vorzugsweise gleich oder größer als 30 mm und gleich oder kleiner als 40 mm. In dieser Ausführungsform ist der Mindestabstand MD1 gleich ungefähr 34 mm. Der Mindestabstand MD1 ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform und die obigen Bereiche beschränkt.
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Nun wird nachstehend eine Fahrrad-Federgabel 210 gemäß einer zweiten Ausführungsform unter Bezug auf 6 beschrieben. Die Fahrrad-Federgabel 210 hat dieselbe Konstruktion wie die Fahrrad-Federgabel 10, abgesehen von der Anordnung des Fahrrad-Federrohrs 12 und des zusätzlichen Federrohrs 14. Daher werden hier Elemente mit im Wesentlichen derselben Funktion wie in der ersten Ausführungsform gleich nummeriert und hier der Kürze halber nicht noch einmal ausführlich beschrieben und/oder veranschaulicht.
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Wie in 6 zu sehen ist, weist die Fahrrad-Federgabel 210 ein Fahrrad-Federrohr 212 und ein zusätzliches Federrohr 214 auf. In dieser Ausführungsform ist das Fahrrad-Federrohr 212 teleskopisch in dem zusätzlichen Federrohr 214 aufgenommen. Das heißt, das Fahrrad-Federrohr 212 ist ein Standrohr, und das zusätzliche Federrohr 214 ist ein Tauchrohr.
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Die Fahrrad-Federgabel 210 enthält ferner ein Standrohr 216, ein Tauchrohr 218, die Krone 20 und einen Kopplungsarm 222. Das Standrohr 216 ist beweglich an das Tauchrohr 218 gekoppelt und teleskopisch in dem Tauchrohr 218 aufgenommen. Das Fahrrad-Federrohr 212 und das zusätzliche Federrohr 214 sind in Bezug aufeinander in der teleskopischen Richtung D1 beweglich, so dass Stöße aus rauem Gelände absorbiert werden. Das Standrohr 216 und das Tauchrohr 218 sind in Bezug aufeinander in der teleskopischen Richtung D1 beweglich, so dass Stöße aus rauem Gelände absorbiert werden. Die Krone 20 koppelt das zusätzliche Federrohr 214 und das Tauchrohr 218. Der Kopplungsarm 222 koppelt das Fahrrad-Federrohr 212 und das Standrohr 216.
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Es ist offensichtlich, dass im Lichte der obigen Lehren zahlreiche Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung möglich sind. Es versteht sich daher, dass die Erfindung innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche anders als speziell hierin beschrieben praktiziert werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- 10, 210
- Fahrrad-Federgabel
- 12, 212
- Fahrrad-Federrohr
- 14, 214
- zusätzliches Federrohr
- 16, 218
- Tauchrohr
- 18, 216
- Standrohr
- 20
- Krone
- 22, 222
- Kopplungsarm
- 24
- rohrförmiger Körper
- 24A
- Ende des rohrförmigen Körpers
- 26
- Radbefestigungsteil
- 28
- Bremssattelbefestigungsteil
- 30
- Befestigungsloch
- 32
- erstes Durchgangsloch
- 34
- zweites Durchgangsloch
- 36
- erster Befestigungsabschnitt
- 38
- zweiter Befestigungsabschnitt
- 40
- Bremssattelbefestigungsfläche
- 40A
- erste Befestigungsfläche
- 40B
- zweite Befestigungsfläche
- 44
- Aufnahmeaussparung
- 45
- gekrümmte Fläche
- 46
- Bremssattelbefestigungsaussparung
- 48
- flache Fläche
- A1
- Rohrmittelachse
- A2
- Drehmittelachse
- A32
- erste Längsachse
- A34
- zweite Längsachse
- AG1
- Neigungswinkel
- AG21
- erster Neigungswinkel
- AG22
- zweiter Neigungswinkel
- B
- Fahrrad
- B1
- Fahrradkörper
- B2
- Vorderrad
- B3
- Lenkstange
- B4
- hydraulische Betätigungsvorrichtung
- B5
- Fahrrad-Scheibenbremssattel
- B6
- Radsicherungskonstruktion
- B11
- Fahrradrahmen
- B21
- Nabenbaueinheit
- B51, B52
- Gewindeloch
- B53
- erste Montagefläche
- B54
- zweite Montagefläche
- D1
- teleskopische Richtung
- D2
- Achsenrichtung
- F1, F2
- Befestigungsmittel
- F11, F21
- Außengewindeabschnitt
- F12, F22
- Kopfabschnitt
- MD1
- Mindestabstand
- PL
- einzige Ebene
- R
- Bremsscheibe