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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen einer Blende eines Schubkastens an einer Zarge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Befestigen sowie ein Verfahren zum Lösen einer Blende eines Schubkastens an bzw. von einer Zarge.
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Aus der
EP 2 713 821 B1 ist eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen einer Frontblende eines Schubkastens an einer Zarge bekannt, bei der ein Blendenträger an einem Schubkasten durch Fangeinrichtungen befestigt wird.
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Der Blendenträger ist dabei mit zwei Verbindungselementen versehen, die in einer Montageposition am Adapter fixierbar sind. Am Adapter selbst sind entsprechend zwei Aufnahmenuten vorgesehen, in die die Verbindungselementen in der Fixierstellung mithilfe zweier Fangeinrichtungen gehalten sind.
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Bei dieser Lösung besteht die Gefahr, dass der Blendenträger zusammen mit der Blende nach dem Entriegeln der Verbindungselementen am Adapter vom Adapter abrutscht und demzufolge stets vom Bediener manuell gehalten werden muss.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Befestigungsvorrichtung für eine Blende eines Schubkastens bereitzustellen, die bei Entriegelung des Blendenträgers vom Adapter nicht herabzufallen droht und sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet.
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Diese Aufgabe wird durch eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen einer Blende eines Schubkastens einer Zarge mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Lösen einer Blende von einer Zarge weiter zu vereinfachen.
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Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Lösen einer Blende von einer Zarge mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
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Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung zum Befestigen einer Blende eines Schubkastens an einer Zarge weist mindestens einen an der Blende angeordneten Blendenträger auf sowie mindestens einen in einer Zarge befestigten Adapter, an dem der Blendenträger festlegbar ist.
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Bevorzugt ist die Zarge als Hohlkammerzarge ausgebildet und weist eine Innen- sowie Außenwand auf welche im oberen Bereich miteinander verbunden sind.
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Der Adapter weist wenigstens eine Fangeinrichtung auf, mit denen ein jeweiliges am Blendenträger angeordnetes Verbindungselement in einer Montageposition am Adapter fixierbar ist.
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Der Blendenträger ist dabei in Längsrichtung der Zarge auf den Adapter aufschiebbar und zwischen einer Seitenwand des Adapters und einem dieser gegenüberliegend angeordneten Seitenwand des Blendenträgers zusammenwirkenden Rasteinrichtung ausgebildet, wodurch der Blendenträger bei gelöster Fangeinrichtung in Löserichtung linear begrenzt verschiebbar am Adapter gehalten ist.
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Eine solche Befestigungsvorrichtung zeichnet sich durch ihre geringe Bauteilanzahl aus.
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Durch die Rastelemente am Blendenträger und am Adapter ist es in einfacher Weise ermöglicht, beim Lösen der Blende mit dem Blendenträger vom Adapter zunächst die Verbindungselemente des Blendenträgers zu entriegeln, wobei ein Herabfallen der Blende zusammen mit dem Blendenträger von dem Adapter verhindert wird.
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Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist mindestens ein Rastelement der Rasteinrichtung als elastisch federnder Haltesteg oder Haltenase ausgebildet..
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Sowohl eine solche Haltenase als auch ein Haltesteg sind in einfacher Weise am Adapter bzw. dem Blendenträger anbringbar, insbesondere anformbar.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante weist der Adapter zwei Seitenwände auf, wobei eine erste der Seitenwände an der Zarge und die zweite der Seitenwände an der ersten der Seitenwände befestigt ist.
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Dadurch ist eine besonders exakte Führung des Adapters in dem Blendenträger ermöglicht.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante weist die erste der Rasteinrichtungen zwei in Richtung der Lösestellung einander annähernde, am Adapter angeordnete Haltenasen auf und dass die mit diesem zusammenwirkende zweite der Rasteinrichtungen zwei sich von Seitenflächen des Blendenträgers nach innen in einen Zwischenraum zwischen den Seitenwänden des Blendenträgers, den Zwischenraum einengende Haltestege.
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Besonders bevorzugt sind die Haltestege am Blendenträger angeformt.
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Des Weiteren sind bevorzugt die Haltenasen am Adapter angeformt.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist zwischen zwei annähernd parallel zueinander ausgerichteten Seitenwänden des Blendenträgers mindestens eine zu diesen vertikal angeordnete Abstützfläche ausgebildet, welche in Zargenlängsrichtung einen größeren Abstand zur Blende als das mindestens eine Verbindungselement des Blendenträgers (2) aufweist.
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Die Abstützflächen dienen dabei der exakten vertikalen Positionierung des Blendenträgers am Adapter und sind ebenfalls in einfacher Weise am Blendenträger anform bar.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Lösen einer Blende von einer Zarge mit einer wie oben beschriebenen Befestigungsvorrichtung werden die folgenden Verfahrensschritte durchgeführt:
- a. Entriegeln mindestens eines Verbindungselements eines Blendenträgers von mindestens einer Fangeinrichtung durch Betätigung einer Entriegelungseinrichtung,
- b. Lösen der Verrastung zwischen Adapter und Blendenträger durch Anheben des Blendenträgers,
- c. Verschieben des Blendenträgers mit der an diesem befestigter Blende in Löserichtung.
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Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Lösen des Blendenträgers vom Adapter ist sichergestellt, dass nach dem Lösen des Blendenträgers aus seiner Verriegelungsendstellung der Blendenträger nicht vom Adapter herunterrutschen kann.
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Erst das Anheben des Blendenträgers relativ zum Adapter ermöglicht die vollständige Abnahme der Blende zusammen mit dem Blendenträger vom Adapter.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens verrasten die Keilschieber am Ende der Verschiebebewegung in die Entriegelungsstellung mithilfe eines am ersten Keilschieber angeordneten Rastelements an einer Raststelle des Adapters.
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Dadurch ist in einfacher Weise die nachfolgende Montage der Blende mit dem Blendenträger am Adapter erleichtert.
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Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Schubkastens mit Seitenzargen und einer an den Seitenzargen befestigten Frontblende,
- 2 eine Seitenansicht des in 1 gezeigten Schubkastens,
- 3 eine Seitenansicht des Blendenträgers mit daran befestigter Frontblende sowie eines Adapters und eines Schubkastenbodens in der montierten Position mit abgenommener erster Seitenwand des Adapters zur Darstellung der Keilschieber in der verrasteten Position des Blendenträgers,
- 4 eine der 3 entsprechende Darstellung mit in der Löseposition positionierten Keilschiebern unmittelbar vor dem Abnehmen des Blendenträgers,
- 5 eine Detailansicht des Rastelements des ersten Keilschiebers, eingerastet in einer Raststelle des Adapters,
- 6 eine perspektivische Darstellung des Adapters und des Blendenträgers mit daran angeordnetem Teilstück einer Frontblende,
- 7 eine perspektivische Detailansicht eines oberen Endes des Adapters und des Blendenträgers in teilaufgeschobener Position des Blendenträgers,
- 8 eine perspektivische Detailansicht eines oberen Endes des Adapters und des Blendenträgers in vollständig aufgeschobener Fixierstellung,
- 9 eine Seitenansicht der in 7 dargestellten teilaufgeschobenen Position des Blendenträgers und des Adapters,
- 10 eine der 9 entsprechende teilaufgeschobenen Position des gegenüber dem Adapter angehobenen Blendenträgers zur Freigabe des Blendenträgers vom Adapter, und
- 11 eine perspektivische Darstellung einer alternativen Ausführungsvariante des Adapters mit auf diesen aufgeschobenen und verrasteten Blendträger.
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In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position der Befestigungsvorrichtung, Blende, Zarge, Blendenträger, Adapter, Verbindungselementen, Keilschieber, Haltenase, Haltesteg und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
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In den 1 und 2 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt ein Schubkasten bezeichnet. Der Schubkasten 1 weist zwei Seitenzargen 4, eine Rückwand 3 sowie eine an den Seitenzargen 4 festgelegte Frontblende 2 auf.
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Die Frontblende 2 ist dabei derart an den Seitenzargen 4 mithilfe einer Befestigungsvorrichtung festgelegt, dass die Frontblende 2 relativ zu den Seitenzargen 4 in einer Richtung Z höhenverstellbar und auch in einer Richtung X seitenverstellbar ist.
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Dazu sind an den Seitenzargen 4 unmittelbar hinter der die Seitenzargen 4 nach vorne überdeckenden Frontblende 2 Ausschnitte 41, 42 in der Außenwand der Seitenzarge 4 vorgesehen, durch die ein Werkzeug zu entsprechenden Verstelleinrichtungen zur Höhen- bzw. Seitenverstellung zugänglich sind.
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Durch die untere Aussparung 41 ist des Weiteren in den 1 und 2 ein Löseelement 66 erkennbar.
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Das Löseelement 66 sowie bevorzugt auch das Höhenverstellelement 73 und das Seitenverstellelement 74 sind Teil einer Befestigungsvorrichtung 10, wie sie anhand der 3 bis 11 im Folgenden näher beschrieben werden soll und mithilfe derer die Frontblende 2 an einer jeweiligen Seitenzarge 4 des Schubkastens 1 festlegbar ist.
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Wie in den 3, 4 und 6 gezeigt, weist die Befestigungsvorrichtung 10 einen an der Blende 2 anordbaren Blendenträger 7 auf sowie einen an der Zarge 4 anordbaren Adapter 6, an dem der Blendenträger 7 festlegbar ist.
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Der Blendenträger 7 ist in der hier dargestellten Ausführungsvariante als U-förmig gebogenes Blechstück ausgebildet, an dessen geschlossener Stirnseite Öffnungen zur Durchführung von Verbindungselementen wie beispielsweise Schrauben zur Fixierung der Blende 2 vorgesehen sind.
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Die gegenüberliegende offene Stirnfläche des Blendenträgers 7 dient der Aufnahme des Adapters 6, auf den der Blendenträger 7 zusammen mit der Blende 2 bei der Montage der Blende 2 an der Zarge 4 des Schubkastens 1 aufschiebbar ist.
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Der Blendenträger 7 weist des Weiteren zwei Verbindungselemente 72 auf, die zwischen den parallel zueinander angeordneten Seitenwänden 71 des Blendenträgers 7 aufgenommen sind und sich in X-Richtung erstreckend in dazu vorgesehenen Aufnahmeöffnungen der Seitenwände 71 des Blendenträgers 7 ortsfest fixiert sind.
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Der Adapter 6 weist wenigstens eine Seitenwand 61 mit einem daran angeformten Montagefuß 618 zur Befestigung an der Zarge 4 auf. Der Montagefuß 618 reicht dabei bevorzugt bis in einen Bodenkanal der Zarge 4, an dem ein Boden 5 des Schubkastens 1 festlegbar ist
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Bei der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsvariante weist der Adapter 6 eine zweite Seitenwand 62 auf, die an der ersten Seitenwand 61 befestigt ist, beispielsweise verschraubt oder vernietet. Die Formgestalt der zweiten Seitenwand 62 entspricht dabei bis auf den nicht vorhandenen Montagefuß 618 spiegelbildlich der Formgestalt der ersten Seitenwand 61 des Adapters 6.
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Denkbar ist auch, den Adapter 6 mit nur einer Seitenwand auszubilden.
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Zwischen den Seitenwänden 61, 62 des Adapters 6 sind zwei Fangeinrichtungen mit einem jeweiligen Keilschieber 63, 64 angeordnet, mit denen ein jeweiliger, am Blendenträger 7 angeordnetes Verbindungselement 72 in einer Montageposition am Adapter 6 fixierbar ist.
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Je nach Höhe des Blendenträgers ist es auch denkbar, mehr als zwei Verbindungselemente 72 am Blendenträger 7 vorzusehen sowie eine der Zahl der Verbindungselemente 72 entsprechende Anzahl von Fangeinrichtungen mit jeweiligen Keilschiebern 63, 64.
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3 zeigt den Adapter 6 mit weggelassener vorderer Seitenwand 61 zur Darstellung der Anordnung der Keilschieber 63, 64 und deren Formgestalt.
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Jede der Seitenwände 61, 62 des Adapters 6 weist zwei Haltenuten 611, 612, 621, 622 auf, in denen in der Montageposition des Adapters 6 und des Blendenträgers 7 der Verbindungselemente 72 des Blendenträgers 7 einliegt. Die Fixierstellung der Verbindungselemente 72 in den Haltenuten 611, 612, 621, 622 ist in 3 dargestellt.
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Wie in 3 des Weiteren zu erkennen ist, sind die Keilschieber 63, 64 mit einer Entriegelungseinrichtung 66 für die Fangeinrichtung gekoppelt, mit der die Keilschieber 63, 64 zwischen der in 3 gezeigten Fixierstellung und einer in 4 gezeigten Lösestellung bewegbar sind.
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Die Keilschieber 63, 64 sind linear verschiebbar am Adapter 6 gehalten. Dazu weist jeder der Keilschieber 63, 64 wenigstens einen Führungsnocken 636, 646 auf, der in einer jeweiligen Führungsnut 613, 614, 623, 624 der Seitenwände 61, 62 des Adapters geführt ist. Die Führungsnuten 613, 614, 623, 624 sind als Langlöcher ausgeführt, die sich in Z-Richtung erstrecken.
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Zur Verstellung der Keilschieber 63, 64 aus der Fixierstellung in die Lösestellung kann mit einem Werkzeug von der Außenseite einer Zarge 4 her, beispielsweise einem Schraubendreher, die Entriegelungseinrichtung 66 betätigt werden.
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Die Entriegelungseinrichtung 66 weist bevorzugt ein Rad auf, das in der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsvariante als Zahnrad ausgeführt ist, das um eine senkrecht zu den Flächen der Seitenwände 61, 62 ausgerichtete Drehachse an den Seitenwänden 61, 62 des Adapters 6 drehbar angeordnet ist.
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Das Zahnrad greift mit seinen Zähnen in eine hier als Zahnsteg ausgebildete Antriebskante 631 des ersten Keilschiebers 63 ein und bewirkt so durch Verdrehen des Zahnrads, im dargestellten Ausführungsbeispiel entgegen dem Uhrzeigersinn, ein Verschieben des ersten Keilschiebers 63 in Richtung der Lösestellung der Keilschieber 63, 64, im hier gezeigten Ausführungsbeispiel in Z-Richtung nach oben.
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Wie in den 3 und 4 des Weiteren zu erkennen ist, weist der erste Keilschieber 63 einen Führungssteg 634 auf, der im Verlauf der Verschiebung nach oben eine Unterkante des zweiten Keilschiebers 64 berührt und bei Weiterbewegung des ersten Keilschiebers 63 nach oben den zweiten Keilschieber 64 mitbewegt.
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Um die beiden Keilschieber 63, 64 ohne äußere Krafteinwirkung in der Fixierstellung zu halten, sind auf den Führungsstegen 634, 644 Federelemente 65, vorzugsweise in Gestalt von Schraubendruckfedern aufgesetzt, die sich an den Seitenwänden 61, 62 des Adapters 6 abstützend die Keilschieber 63, 64 in die Fixierstellung drücken.
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Jeder der Keilschieber 63, 64 weist des Weiteren eine jeweilige Fixiernut 622, 632 auf, in der in der Fixierstellung das jeweilige Verbindungselement 72 des Blendenträgers 7 aufgenommen ist und so das Verbindungselement 72 an einer Bewegung in Löserichtung L hindert.
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Die Verschiebung der Keilschieber 63, 64 in die Lösestellung, wie sie in 4 dargestellt ist, bewirkt, dass die Verbindungselemente 72 für eine Bewegung in Löserichtung L frei gegeben sind, was ein Loslösen des Blendenträgers 7 von dem Adapter 6 in Löserichtung L ermöglicht.
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Um die Keilschieber 63, 64 in der Lösestellung vorspannen zu können, ist der mit der Entriegelungseinrichtung 66 gekoppelte erste Keilschieber 63 in der Lösestellung verrastbar.
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Dazu ist, wie in den 4, 5 und 6 dargestellt ist, an einer Seitenwand 61 des Adapters 6 eine Raststelle 617 vorgesehen, in der ein am ersten Keilschieber 63 angeordnetes Rastelement 635 einrastbar ist. Die Raststellung ist in 5 in einer Ansichtsvergrößerung dargestellt.
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Damit das Rastelement 635 des ersten Keilschiebers 63 in dieser Raststelle 617 einrasten kann, ist der Führungsnocken 636 des ersten Keilschiebers 63 bevorzugt als Schwenklager des ersten Keilschiebers 63 ausgebildet.
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Dadurch kann der Keilschieber 63 nach Verschieben in die Lösestellung um den Führungsnocken 636 geringfügig in Richtung des Blendenträgers 7 verschwenkt werden.
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Die Schwenkbewegung wird dabei zum einen durch die Kraftkomponente der Zahnradkopplung zwischen den Zähnen der Entriegelungseinrichtung 66 und denen der Antriebskante 631 des ersten Keilschiebers 63 bewirkt.
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Gleichzeitig wird der Keilschieber 63 während seiner Bewegung von der Fixierstellung in die Lösestellung durch Anlage des Rastelements 635 an einer sich parallel zu den Führungsnuten 613, 614 erstreckenden Wandung einer Ausnehmung in der Seitenwand 61 geführt, so dass der Keilschieber 63 erst bei Erreichen der Raststelle 617 in Richtung des Blendenträgers 7 in die Raststelle 617 einschwenken kann.
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Mit einer derart ausgestalteten Befestigungsvorrichtung 10 ist zur Befestigung der Blende 2 und der Zarge 4 ermöglicht, dass das Befestigen der Blende 2 mittels einer einzigen Ansetzbewegung parallel zur Normalen in einer Frontfläche der Blende 2 erfolgen kann.
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Durch Ansetzen des Blendenträgers 7 auf den Adapter 6 kann der Blendenträger 7 zusammen mit der daran befestigten Blende 2 entgegen der Löserichtung L auf den Adapter 6 aufgeschoben werden.
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Dabei gelangen die Verbindungselemente 72 in die Haltenuten 611, 612, 621, 622 in der stirnseitigen, dem Blendenträger 7 zugewandten Seite der Seitenwände 61, 62 des Adapters 6, bis der eine der Verbindungselemente 72 eine Steuerkante 637 des ersten Keilschiebers 63 berührt.
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Durch weiteres Vorschieben des Blendenträgers 7 und damit des Verbindungselementes 72 und der damit einhergehenden Schwenkbewegung des ersten Keilschiebers 63 um den Führungsnocken 636 des ersten Keilschiebers 63 wird das Rastelement 635 aus der Raststelle 617 des Adapters 6 herausgedrückt.
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Durch die Federkraft der Federelemente 65 wird sodann eine Bewegung der Keilschieber 63, 64 nach unten in die Fixierstellung ausgelöst. Dabei übergreifen die Keilschieber 63, 64 die Verbindungselemente 72, so dass diese in der jeweiligen Fixiernut 622, 632 des jeweiligen Keilschiebers 63, 64 und der jeweiligen Haltenut 611, 612, 621, 622 der Seitenwände 61, 62 des Adapters 6 fixiert sind.
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Damit ist der Blendenträger 7 an dem Adapter 6 fixiert.
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Beim Lösen der Blende 2 von der Zarge 4 mit einer solchen Befestigungsvorrichtung 10 wird zunächst das erste Verbindungselement 72 durch Verschieben des ersten Keilschiebers 63 durch Betätigung des Löseelements 66 entriegelt.
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Anschließend wird das zweite Verbindungselement 72 durch Verschieben des zweiten Keilschiebers 64 entriegelt. Die Verschiebung des zweiten Keilschiebers 64 erfolgt dabei durch die fortgesetzte Verschiebung des ersten Keilschiebers 63.
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Um ein unbeabsichtigtes Herabfallen des Blendenträgers 7 mit der an diesen befestigten Blende 2 vom Adapter 6 zu verhindern, ist, wie in den 6 bis 11 des Weiteren gezeigt dass mindestens zwischen einer Seitenwand 61,62 des Adapters 6 und einer dieser mindestens einen gegenüberliegend angeordneten Seitenwand 71,75 des Blendenträgers 7 eine zusammenwirkende Rasteinrichtung ausgebildet ist.
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Hierdurch wird der Blendenträger 7 bei gelöster/n Fangeinrichtung/en in Löserichtung L linear begrenzt verschieblich am Adapter 6 gehalten. Die Rasteinrichtung wird hierbei durch vertikal zu den Seitenwänden des Adapters 6 und/oder des Blendenträgers 7 federnde, vorzugsweise integral angeformte, Rastelemente 76,619,629 gebildet.
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Während in den 2 bis 10 ein in seiner Höhenerstreckung in Richtung z etwa der Höhe des Blendenträgers 7 entsprechender Adapter gezeigt ist, ist der in 11 gezeigte Adapter 6 stufig ausgebildet. Dabei ist ein dem Blendenträger 7 naher Bereich an die Höhenerstreckung des Blendenträgers 7 angepasst ausgebildet. Ein dem Blendenträger 7 entfernter Bereich weist dagegen eine Erstreckung in Z-Richtung auf, die größer ist als die des Blendenträgers.
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Diese Rasteinrichtung wirkt dabei zur Verrastung des Blendenträgers 7 am Adapter 6 in einer Lösestellung der Fangeinrichtung/en..
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Die am Blendenträger 7 angeordneten Rastelemente sind bevorzugt in Gestalt zweier Haltestege 76 ausgebildet. Die Haltestege 76 sind bevorzugt als U-förmig umgebogene Zungen ausgebildet, die sich von einer Oberkante der Seitenwände 71, 75 des Blendenträgers 7 nach innen in einen Zwischenraum zwischen den Seitenwänden 71, 75 des Blendenträgers 7 erstrecken und dabei diesen Zwischenraum im Bereich dieser Haltestege 76 einengen.
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Die Haltenasen 619, 629 des Adapters 6 sind bevorzugt am zum Blendenträger 7 hin vorstehenden oberen Ende der jeweiligen Seitenwände 61, 62 des Adapters angeformt. Die Haltenasen 619, 629 sind dabei so ausgerichtet, dass sie leicht über die Außenflächen der Seitenwände 61, 62 abstehen.
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Die Haltenasen 619, 629 sorgen so dafür, dass im zusammengeschobenen Zustand des Adapters mit dem Blendenträger 7, wie es in den 8 und 9 dargestellt ist, die Haltenasen 619, 629 an Seitenwänden der Haltestege 76 anliegen und so ein Abziehen des Blendenträgers 7 weg vom Adapter 6 verhindern.
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Beim Aufschieben des Blendenträgers 7 auf den Adapter 6 werden die Haltenasen 619, 629 durch die Innenseiten der Seitenwände 71, 75 beim Aufschieben des Blendenträgers 7 auf den Adapter 6 elastisch nach innen gedrückt und können so an den Haltestegen 76 vorbeigeführt werden.
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Um den Blendenträger 7 aus der in den 8 und 9 gezeigten Position vom Adapter 6 vollständig abnehmen zu können, ist es erforderlich, den Blendenträger 7 relativ zum Adapter 6 leicht anzuheben. Diese Position ist in 10 dargestellt.
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Wie in dieser 10 zu erkennen ist, gelangen die Haltestege 76 nach Anheben des Blendenträgers 7 in eine Position oberhalb der Haltenasen 619, 629, so dass der Blendenträger 7 in horizontaler Richtung in Löserichtung L vom Adapter 6 abgenommen werden kann.
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Wie in den 6 bis 11 des Weiteren gezeigt ist, sind am vorderen, dem Adapter 6 zugewandten Ende der oberen Kante der Seitenwände 71,75 des Blendenträgers 7 mindestens eine Abstützfläche 77 angeformt, die beim Aufschieben des Blendenträgers 7 auf den Adapter 6 eine Vorpositionierung der Verbdindungselemente 72 in vertikaler Richtung zum Adapter 6 ermöglichen. Des Weiteren sind die Verbindungselemente 72 in Zargenlängsrichtung Y in einem kürzeren Abstand zur Blende 2 an den Seitenwänden 71, 75 im Blendenträger als die Abstützflächen 77 angeordnet.
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Auch die Abstützflächen 77 sind bevorzugt als Blechzungen ausgebildet, die von den jeweiligen Seitenwänden 71, 75 des Blendenträgers 7 zueinander hin umgebogen sind.
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Insbesondere die Rasteinrichtung ermöglichen ein einfaches und sicheres Lösen einer Blende 2 von einer Zarge 4 mit der oben beschriebenen Befestigungsvorrichtung.
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In einem ersten Verfahrensschritt zum Lösen der Blende 2 von der Zarge 4 wird ein erstes Verbindungselement 72 des Blendenträgers 7 durch Verschieben eines ersten Keilschiebers 63 durch Betätigung eines Löseelements der Entriegelungseinrichtung 66 entriegelt.
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Anschließend erfolgt ein Entriegeln eines zweiten Verbindungselementes 72 durch Verschieben eines zweiten Keilschiebers 64 durch Verschieben des ersten Keilschiebers 63.
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In dieser Position ist der Blendenträger 7 bereits geringfügig in Löserichtung L relativ zum Adapter 6 verschoben, kann jedoch noch nicht in Löserichtung L weiter abgenommen werden, da in dieser Position ein weiteres Verschieben des Blendenträgers 7 durch die Haltestege 76 verhindert ist, die die Haltenasen 619, 629 hintergreifen.
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Demgemäß erfolgt in einem dritten Verfahrensschritt ein Lösen der Verrastung zwischen Adapter 6 und Blendenträger 7 durch Anheben des Blendenträgers 7 und schließlich ein Abnehmen des Blendenträgers 7 mit der an diesem befestigten Blende 2 vom Adapter 6.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Schubkasten
- 2
- Blende
- 3
- Rückwand
- 4
- Zarge
- 41
- Ausschnitt
- 42
- Ausschnitt
- 5
- Boden
- 6
- Adapter
- 61
- Seitenwand
- 611
- Haltenut
- 612
- Haltenut
- 613
- Führungsnut
- 614
- Führungsnut
- 615
- Führungsnut
- 616
- Aussparung
- 617
- Raststelle
- 618
- Montagefuß
- 619
- Haltenase
- 62
- Seitenwand
- 621
- Haltenut
- 622
- Haltenut
- 623
- Führungsnut
- 624
- Führungsnut
- 625
- Führungsnut
- 626
- Aussparung
- 629
- Haltenase
- 63
- Keilschieber
- 631
- Antriebskante
- 632
- Fixiernut
- 633
- Steuerkante
- 634
- Führungssteg
- 635
- Rastelement
- 636
- Führungsnocken
- 64
- Keilschieber
- 641
- Anlagekante
- 642
- Fixiernut
- 644
- Führungssteg
- 646
- Führungsnocken
- 65
- Federelement
- 66
- Löseelement
- 7
- Blendenträger
- 71
- Seitenwand
- 72
- Verbindungselemente
- 73
- Höhenverstellelement
- 74
- Seitenverstellelement
- 75
- Seitenwand
- 76
- Haltesteg
- 77
- Abstützfläche
- 10
- Befestigungsvorrichtung
- X, Y, Z
- Achsen
- N
- Normale
- L
- Löserichtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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