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Die Erfindung betrifft eine Lenker-Vorbau-Kombination für ein Fahrrad.
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Zweiteilige Sets aus Vorbau und Lenker, wie beispielsweise aus der
DE 20 2018 100 678 U1 bekannt, haben oft große sichtbare Klemmbereiche, sind deutlich als zwei unterschiedliche Teile erkennbar und haben zudem aerodynamische Nachteile.
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Beispielsweise aus der
FR 2 976 253 A1 ist eine einteilige Lenker-Vorbau-Kombination bekannt, wie sie im Radsport immer häufiger auftritt - zumeist aus Carbon. Durch die nicht mehr benötigte Lenkerklemmung an einteiligen Lenker-Vorbau-Kombinationen lässt sich häufig Gewicht einsparen, bessere Aerodynamikwerte erzielen und es wird eine sehr schöne, einheitliche Optik erzeugt. Diese einteiligen Kombinationen haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht mehr auf die individuellen Griff- und Sitzpositionen der Fahrer einstellbar sind. Unterschiedliche Fahrradrahmengrößen haben zumeist auch unterschiedliche Lenkwinkel, die direkten Einfluss auf die Vorbau-Lenkerposition haben. Somit sind einteilige Kombinationen meist immer nur für eine Größe bzw. einen Lenkwinkel wirklich optimal ausgerichtet. Zudem sind diese häufig teurer als zweiteilige Lenker-Vorbau-Kombinationen und nur als Ganzes austauschbar.
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Aus der
WO 2009/ 026 721 A ist eine Lenker-Vorbau-Kombination bekannt, bei der der Lenker auf seiner Oberseite eine Vertiefung aufweist, in der eine Klemmplatte angeordnet ist, mit der der Lenker von oben nach unten auf den Vorbau geklemmt ist.
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Die
US 718 641 A zeigt eine Lenker-Vorbau-Kombination, bei der der Lenker einen mittleren, massiven Bereich aufweist, mit einer Querbohrung, die von einer Klemmschraube durchgriffen ist, und der Lenker im Bereich der Querbohrung eine Vertiefung zur Schaffung einer scheibenförmige Auflagefläche für die Klemmschraube aufweist.
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Die
DE 20 2017 107 538 U1 zeigt eine Lenkerstruktur mit einem eingebetteten Lenker, der oben und unten von einem gabelförmigen Vorbau umgriffen und geklemmt ist.
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Die
US 2015 / 0 367 825 A1 zeigt eine Lenker-Vorbau-Kombination, bei der Schalt- und Bremszüge aus einer Öffnung des Lenkers direkt in den Vorbau eintreten.
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Aus der
DE 10 2007 014 678 A1 ist eine Lenkervorbaueinrichtung bekannt, mit einer Gabelschaftklemmeinrichtung, die eine im Inneren einer Gabelschaftaufnahme anbringbar Spreizeinrichtung aufweist.
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Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Lenker-Vorbau-Kombination zu schaffen, die zumindest hinsichtlich eines der genannten Nachteile verbessert ist.
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Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Lenker-Vorbau-Kombination gelöst.
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Die erfindungsgemäße Lenker-Vorbau-Kombination für ein Fahrrad umfasst einen Lenker und einen Vorbau. Der Lenker und der Vorbau sind separate Bauteile. Der Lenker und der Vorbau sind also nicht einstückig, sondern als zwei getrennte Stücke ausgeführt. Der Lenker weist einen Klemmabschnitt auf. Der Vorbau weist eine Lenkerklemmeinrichtung mit einem Lenkerklemmelement auf, zur Aufbringung von Klemmkräften auf den Klemmabschnitt. Der Lenker weist eine Vertiefung auf und das Lenkerklemmelement ist in der Vertiefung angeordnet. Durch die Anordnung des Lenkerklemmelements in der Vertiefung steht dieses bevorzugt nicht aus der Kontur des Lenkers hervor, sondern ist vorzugsweise innerhalb der Lenkerkontur angeordnet.
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Auf diese Weise ist eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Lenker-Vorbau-Kombination ein einheitlicheres Erscheinungsbild und eine bessere Aerodynamik als klassische Vorbauten mit separaten Lenkern bietet. Mit dem Begriff „einheitliches Erscheinungsbild“ ist im Rahmen dieser Druckschrift gemeint, dass das Aussehen dem Aussehen von einteiligen Lenker-Vorbau-Kombinationen zumindest nahekommt, insbesondere, indem die Lenker-Vorbau-Kombination im fertig montierten Zustand keine von außen sichtbaren Elemente aufweist, die der Klemmung des Lenkers an dem Vorbau dienen, wie etwa Klemmbereiche und/oder eine Klemmplatte und/oder Klemmschrauben.
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Die Begriffe vorne und hinten und Vorderseite und Hinterseite beziehen sich im Rahmen dieser Druckschrift auf die Fahrtrichtung des Fahrrades, an dem die Lenker-Vorbau-Kombination angeordnet werden kann. Die Vorderseite ist dem Fahrtwind zugewandt.
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Die Vertiefung erstreckt sich bevorzugt nicht über den gesamten Umfang des Lenkers. Die Vertiefung ist an der Vorderseite des Lenkers angeordnet, vorzugsweise ausschließlich. Bevorzugt weist die Vertiefung einen Boden auf. Bevorzugt sind auf diesen Boden Klemmkräfte aufbringbar. Bevorzugt weist die Vertiefung Wände auf, vorzugsweise genau vier. Die Wände - bevorzugt jeweils zwei - sind bevorzugt einander zugewandt.
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Der Klemmabschnitt weist bevorzugt eine Längsachse auf. Diese verläuft bevorzugt quer zur Fahrtrichtung und weiter bevorzugt zumindest in etwa waagrecht.
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Vorzugsweise umfasst das Lenkerklemmelement eine Klemmplatte oder ist hierdurch gebildet. Die Klemmplatte wirkt bevorzugt auf den Boden der Vertiefung. Die Klemmplatte ist bevorzugt nicht einstückig mit dem Vorbau ausgeführt. Bevorzugt ist mindestens eine Lenkerklemmschraube vorgesehen, mittels derer die Klemmplatte gegen den Vorbau verspannbar ist und hierdurch eine Klemmung des Lenkers an dem Vorbau bewirkt. Es können mindestens zwei Lenkerklemmschrauben vorgesehen sein. Es können genau eine oder genau zwei Lenkerklemmschrauben vorgesehen sein. Bevorzugt sind genau vier Lenkerklemmschrauben vorgesehen. Die Lenkerklemmschrauben verlaufen bevorzugt durch den Lenker. Der Lenker weist bevorzugt mindestens ein Langloch auf und die mindestens eine Lenkerklemmschraube verläuft in diesem Langloch. In einer bevorzugten Ausführungsform sind übereinander angeordnete Lenkerklemmschrauben vorgesehen. In einer Ausführungsform sind nebeneinander angeordnete Lenkerklemmschrauben vorgesehen. In einer Ausführungsform sind nebeneinander und übereinander angeordnete Lenkerklemmschrauben vorgesehen.
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Vorzugsweise ist eine Abdeckung vorgesehen, mittels der die Vertiefung abdeckbar ist. Der obere Rand der Wände der Vertiefung ist bevorzugt mittels der Abdeckung verschließbar. Die Abdeckung ist bevorzugt magnetisch an dem Vorbau oder dem Lenkerklemmelement, etwa der Klemmplatte, anbringbar. Die Abdeckung deckt bevorzugt im fertig montierten Zustand der Lenker-Vorbau-Kombination das Lenkerklemmelement, etwa die Klemmplatte und weiter bevorzugt die Lenkerklemmschrauben sowie vorzugsweise den ersten Klemmbereich des Klemmabschnitts ab, sodass diese von außen nicht mehr sichtbar sind.
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Vorzugsweise weist die Lenker-Vorbau-Kombination im fertig montierten Zustand keine von außen sichtbaren Elemente auf, die der Klemmung des Lenkers an dem Vorbau dienen, wie etwa Klemmbereiche und/oder eine Klemmplatte und/oder Klemmschrauben. Dies trägt dazu bei, dass, wie bevorzugt, ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild der Lenker-Vorbau-Kombination erzielt wird, welches dem Erscheinungsbild einer einstückigen Lenker-Vorbau-Kombination zumindest ähnelt. Zudem wird eine gute Aerodynamik erzielt.
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Vorzugsweise ist der Klemmabschnitt nicht rotationssymmetrisch ausgeführt. Der Klemmabschnitt weist einen ersten Klemmbereich mit einem ersten Krümmungsradius auf. In der bevorzugten Ausführungsform weist der Klemmabschnitt einen zweiten Klemmbereich mit einem zweiten Krümmungsradius auf. Der erste Krümmungsradius ist bevorzugt kleiner, als der zweite Krümmungsradius. Durch die unterschiedliche Größe der Radien wird ein größerer Verstellbereich und/oder eine kleinere Bauform möglich.
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Bevorzugt werden sowohl auf den ersten Klemmbereich, als auf den zweiten Klemmbereich Klemmkräfte aufgebracht. Bevorzugt weisen beide Klemmbereiche jeweils eine teilzylindrische Form auf. Die beiden Klemmbereiche sind bevorzugt auf einander gegenüberliegenden Seiten des Lenkers angeordnet. In der bevorzugten Ausführungsform werden alle Klemmkräfte, die von dem Vorbau auf den Lenker ausgeübt werden, über die beiden Klemmbereiche auf den Lenker aufgebracht. Der erste Klemmbereich ist bevorzugt auf der Vorderseite des Lenkers angeordnet. Der erste Klemmbereich ist bevorzugt am Boden der Vertiefung angeordnet, vorzugsweise ausschließlich. Der erste Klemmbereich wirkt bevorzugt mit der Klemmplatte zusammen und kann daher auch als Klemmplattenbereich bezeichnet werden. Die Klemmplatte ist auf ihrer dem Klemmabschnitt des Lenkers zugewandten Seite bevorzugt konkav ausgeführt, vorzugsweise mit einem Krümmungsradius, der zumindest in etwa dem ersten Krümmungsradius des Klemmabschnitts des Lenkers entspricht. Bevorzugt ist der Querschnitt der Klemmplatte auf seiner dem Lenker zugewandten Seite zumindest nahezu viertelkreisförmig.
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Der zweite Klemmbereich ist bevorzugt auf der Hinterseite des Lenkers angeordnet.
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Die Lenkerklemmeinrichtung umgreift den Klemmabschnitt des Lenkers bevorzugt nicht vollumfänglich. Bevorzugt sind - vorzugsweise zu beiden Seiten der Klemmplatte - über den Umfang betrachtet Bereiche des Klemmabschnitts weder mit der Lenkeraufnahme, noch mit der Klemmplatte in Kontakt.
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Bevorzugt ist zu beiden Seiten des ersten Klemmbereichs zwischen dem ersten Klemmbereich und dem zweiten Klemmbereich jeweils ein Übergangsbereich vorgesehen. Diese beiden Übergangsbereiche sind bevorzugt zumindest in etwa gleich groß. In der bevorzugten Ausführungsform geht der erste Klemmbereich in dem Übergangsbereich nicht auf direktem Wege in den zweiten Klemmbereich über. Bevorzugt fußt in jedem Übergangsbereich ein in Fahrtrichtung nach vorne weisende Vorsprung. Der Vorsprung stellt bevorzugt zum einen eine Seitenwand der Vertiefung bereit und weiter bevorzugt zum anderen einen Anschlag zur Begrenzung der Justiermöglichkeit des Lenkers. Der Vorsprung erstreckt sich bevorzugt über den gesamten Klemmabschnitt des Lenkers.
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Die Lenkerklemmeinrichtung kann bevorzugt in einen Klemmzustand, einen Justierzustand und einen Austauschzustand gebracht werden. In dem Klemmzustand bewirkt die Lenkerklemmeinrichtung bevorzugt eine feste Verbindung zwischen Lenker und Vorbau. Bevorzugt ist der Klemmzustand durch ein Festschrauben der Lenkerklemmschrauben bewirkbar. In dem Justierzustand ermöglicht die Lenkerklemmeinrichtung bevorzugt eine - bevorzugt stufenlose - Verdrehung des Lenkers um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse relativ zu dem Vorbau, vorzugsweise um mindestens 10° und höchstens 20° und ganz besonders bevorzugt um etwa 16°. Bei dieser Achse handelt es sich bevorzugt um die Längsachse des Klemmabschnitts. Bevorzugt ist der Justierungszustand von dem Klemmzustand durch ein Lösen der Lenkerklemmschrauben bewirkbar. In dem Austauschzustand erlaubt die Lenkerklemmeinrichtung bevorzugt ein vollständiges Lösen des Lenkers von dem Vorbau und daher einen Austausch des Lenkers oder Vorbaus. Bevorzugt ist der Austauschzustand von dem Justierzustand durch Herausschrauben der Lenkerklemmschrauben erreichbar. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Lenker bzw. Lenkerbreiten und verschiedene Vorbaulängen kombinieren, sodass der Fahrer seine Lenker-Vorbau-Kombination auf seine individuellen Positionen perfekt einstellen kann. Auch kann sowohl der Lenker als auch der Vorbau als Einzelteil getauscht werden, bevorzugt alles trotz einheitlichem Erscheinungsbild und weiter bevorzugt ohne von außen sichtbare, der Lenkerklemmung dienende Elemente, wie etwa Klemmbereiche und/oder eine Klemmplatte und/oder Klemmschrauben.
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Die Lenkerklemmeinrichtung weist eine Lenkeraufnahme auf, zur Aufbringung von Klemmkräften auf den Klemmabschnitt. Der Klemmabschnitt weist eine Teileinschnürung auf. Die Lenkeraufnahme wirkt mit der Teileinschnürung zusammen und ist in der Teileinschnürung angeordnet. Die Lenkeraufnahme ist bevorzugt einstückig mit dem Vorbau ausgeführt. Die Lenkeraufnahme ist bevorzugt konkav ausgeführt, mit einem Krümmungsradius, der zumindest in etwa dem zweiten Krümmungsradius des Klemmabschnitts entspricht. Bevorzugt ist der Querschnitt der Lenkeraufnahme auf ihrer dem Klemmabschnitt zugewandten Seite zumindest nahezu halbkreisförmig ausgeführt. Der zweite Klemmbereich wirkt bevorzugt mit der Lenkeraufnahme des Vorbaus zusammen und steht mit dieser weiter bevorzugt in Kontakt. Die Lenkerklemmschrauben pressen den Lenker bevorzugt in die Lenkeraufnahme. Mit dem Begriff „Teileinschnürung“ wird im Rahmen dieser Druckschrift eine Einschnürung bezeichnet, die sich nicht über den gesamten Umfang des Lenkers erstreckt. Bevorzugt erstreckt sich die Teileinschnürung nur über die Hinterseite des Lenkers. Die Teileinschnürung ist an dem Lenker bevorzugt gegenüber der Vertiefung angeordnet. Bevorzugt variiert die Tiefe der Teileinschnürung über den Umfang des Lenkers. Die Teileinschnürung beginnt über den Umfang des Lenkers betrachtet bevorzugt in einer Stufe, nimmt daran anschließend in ihrer Tiefe zu, bis ihre Tiefe ein Maximum erreicht und daraufhin wieder abnimmt, bis sie in einer erneuten Stufe endet. Jede dieser Stufen entspricht bevorzugt dem Anschlag des Vorsprungs zur Begrenzung der Justiermöglichkeit des Lenkers. In der bevorzugten Ausführungsform weist die Teileinschnürung zwei seitliche Ränder auf. Die seitlichen Ränder grenzen bevorzugt lückenlos an den Vorbau an. Bevorzugt umfassen die seitlichen Ränder jeweils eine plane Fläche oder sind hierdurch gebildet. Bevorzugt sind diese planen Flächen planparallel zueinander und zumindest in etwa in Fahrtrichtung und weiter bevorzugt zumindest in etwa vertikal ausgerichtet. Die seitlichen Ränder der Teileinschnürung verlaufen weiter bevorzugt senkrecht zur Achse des Klemmabschnitts. Die seitlichen Ränder der Teileinschnürung können in Kontakt mit dem Vorbau stehen. Die seitlichen Ränder der Teileinschnürung können mit dem Vorbau eine Spielpassung bilden.
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Der Lenker kann in verschiedenen Rotationslagen um die Achse des Klemmabschnitts an dem Vorbau geklemmt werden. Bevorzugt definiert der Anschlag des Vorsprungs des Lenkers die am weitesten von einer Neutrallage verdrehten möglichen Rotationslagen des Lenkers. Bevorzugt ist der Lenker um die Achse des Klemmabschnitts - bei gelöster Lenkerklemmeinrichtung - justierbar an dem Vorbau befestigt, bevorzugt stufenlos.
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Vorzugsweise ist der Übergang zwischen Vorbau und Lenker bei Betrachtung von oben oder unten abgerundet, besonders bevorzugt mit einem Radius ausgeführt. Bevorzugt ist der Übergang zwischen Vorbau und Lenker bei Betrachtung von oben oder unten auf beiden Seiten mit einem Radius ausgeführt und weiter bevorzugt jeweils zumindest etwa viertelkreisförmig. Bevorzugt sind die seitlichen Ränder der Teileinschnürung jeweils zumindest in etwa mittig in der Abrundung angeordnet.
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Vorzugsweise weist der Lenker zu beiden Seiten des Klemmabschnitts einen Griffabschnitt auf. Bevorzugt weist der Lenker zwischen jedem Griffabschnitt und dem Klemmabschnitt einen Übergangsabschnitt auf. Der Übergangsabschnitt umfasst bevorzugt jeweils einen Fortsatz, der auf seiner dem Klemmabschnitt zugewandten Seite in die Teileinschnürung übergeht und auf seiner dem Griffabschnitt zugewandten Seite tangential in den Griffabschnitt übergeht. Bevorzugt steht jeder Fortsatz von dem Lenker nach hinten vor und bildet weiter bevorzugt jeweils eine Schulter, die einen seitlichen Rand der Teileinschnürung umfasst. Zwischen diesen Schultern ist bevorzugt der Vorbau angeordnet. Bevorzugt weist jeder Fortsatz - entlang der Achse des Klemmabschnitts betrachtet - im Bereich des seitlichen Randes der Teileinschnürung und in dem hintersten Bereich des Fortsatzes seine größte Tiefe auf. Jeder Fortsatz weist bevorzugt einen Krümmungsradius auf und geht tangential in den Griffabschnitt über. Der Krümmungsradius des Fortsatzes ist bevorzugt größer als 5 mm oder 10 mm oder 20 mm und weiter bevorzugt kleiner als 50 mm oder 100 mm oder 200 mm. Bevorzugt geht jeder Fortsatz zumindest nahezu stufenlos in den von ihm separaten Vorbau über. Bevorzugt geht jeder Fortsatz zumindest nahezu stufenlos in den Griffabschnitt des Lenkers über.
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Der Klemmabschnitt des Lenkers umfasst bevorzugt Aluminium. In einer Ausführungsform umfasst der Klemmabschnitt des Lenkers Aluminium und Carbon. Der Griffabschnitt des Lenkers umfasst bevorzugt Carbon. In einer Ausführungsform ist der Griffabschnitt des Lenkers aus Carbon gebildet.
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Der Lenker ist bevorzugt als Rennradlenker ausgeführt und jeder Griffabschnitt weist einen oberen Griffabschnitt und einen unteren Griffabschnitt auf. Der obere Griffabschnitt verläuft bevorzugt zumindest in etwa waagrecht. Der obere Griffabschnitt weist bevorzugt einen unrunden, vorzugsweise ovalen Querschnitt auf, wobei seine größte Erstreckung - jedenfalls in der Neutrallage des Lenkers - zumindest in etwa in Fahrtrichtung ausgerichtet ist.
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Die Lenker-Vorbau-Kombination ist bevorzugt für die vollständige Zugintegration ausgelegt. In der bevorzugten Ausführungsform weist der Lenker mindestens zwei Lenkerzugeinlassöffnungen auf. Bevorzugt ist zudem mindestens eine Lenkerzugausgangsöffnung vorgesehen. Weiter bevorzugt weist der Vorbau mindestens eine mit dieser Lenkerzugausgangsöffnung korrespondierende Vorbauzugeinlassöffnung auf. Vorzugsweise weist der Vorbau zudem mindestens eine Vorbauzugausgangsöffnung auf. Die Lenkerzugeinlassöffnungen sind bevorzugt im Griffbereich des Lenkers vorgesehen. Die Lenkerzugausgangsöffnung ist bevorzugt in dem Klemmabschnitt des Lenkers, vorzugweise im zweiten Klemmbereich, vorgesehen. Die mindestens eine Vorbauzugausgangsöffnung ist bevorzugt auf der Unterseite des Vorbaus für den direkten Austritt der Züge am Steuerlager eines Fahrradrahmens vorgesehen. Dort können diese weiter durch den Rahmen geführt werden. Bevorzugt sind zwei Vorbauzugausgangsöffnungen vorgesehen. Bei den Zügen kann es sich um Brems- und/oder Schaltzüge handeln.
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Vorzugsweise weist der Vorbau eine Gabelschaftklemmeinrichtung auf. Die Gabelschaftklemmeinrichtung eignet sich bevorzugt zur Aufbringung von Klemmkräften von außen auf den Gabelschaft, wie dies für sich genommen von dem sogenannten „Ahead-System“ bereits bekannt ist. In der bevorzugten Ausführungsform der Lenker-Vorbau-Kombination umfasst diese eine Gabelschaftklemmeinrichtung, die vorzugsweise eine Gabelschaftaufnahme in Form eines ungeschlitzten Rohres aufweist. Vorzugsweise umfasst die Gabelschaftklemmeinrichtung eine Spreizeinrichtung, die weiter bevorzugt im Inneren der Gabelschaftaufnahme anbringbar ist. Die Spreizeinrichtung ist bevorzugt zwischen der Gabelschaftaufnahme und dem Gabelschaft anbringbar. Auf diese Weise ist die Gabelschaftklemmung vollständig in die Lenker-Vorbau-Kombination integriert. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Spreizeinrichtung einen Klemmschlitten. Der Klemmschlitten weist vorzugsweise ein Klemmstück und weiter bevorzugt mindestens ein Gegenstück auf. Bevorzugt ist das mindestens eine Gegenstück in einer Spannrichtung gegen das Klemmstück verspannbar. Vorzugsweise weisen das Klemmstück und das Gegenstück schräg zur Spannrichtung verlaufende Kontaktflächen auf. Bevorzugt umfasst der Klemmschlitten zwei Gegenstücke und das Klemmstück ist zwischen diesen Gegenstücken angeordnet. Bevorzugt umfasst die Spreizeinrichtung einen Klemmschlitten und dieser Klemmschlitten umfasst das Klemmstück und das Gegenstück. Die Spreizeinrichtung ist bevorzugt vor dem Gabelschaft im Inneren der Gabelschaftaufnahme angeordnet. Das Klemmstück kann auch als Klemmbacken bezeichnet werden. Das mindestens eine Gegenstück ist bevorzugt mittels einer Gabelklemmschraube gegen das Klemmstück verspannbar. Es kann genau eine Gabelklemmschraube vorgesehen sein. Bevorzugt sind mindestens zwei oder genau zwei Gabelklemmschrauben vorgesehen. Die Spannrichtung entspricht bevorzugt der Längserstreckung einer Gabelklemmschraube.
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Der Vorbau umfasst bevorzugt eine Steuerlagereinstellschraube, mit deren Hilfe der Vorbau gegen die Steuerlager verspannt werden kann. Der Vorbau umfasst bevorzugt eine die Kräfte der Steuerlagereinstellschraube auf den Vorbau übertragende Abdeckkappe, die bevorzugt auch als Aheadkappe bezeichnet werden kann. Bevorzugt deckt diese Abdeckkappe die Gabelschaftaufnahme ab, vorzugweise jedoch nur teilweise. In der bevorzugten Ausführungsform ist zumindest der Bereich der Gabelschaftaufnahme, in der die Spreizeinrichtung angeordnet ist, von der Abdeckkappe freigelassen. Auf diese Weise kann mittels der Steuerlagereinstellschraub zunächst die korrekte Position des Vorbaus auf dem Gabelschaft eingestellt werden und anschließend die Spreizeinrichtung zur Fixierung dieser Position betätigt werden. Bevorzugt ist eine Kappe vorgesehen, die vorzugsweise magnetisch an der Abdeckkappe befestigt werden kann und die ganz besonders bevorzugt sowohl die Abdeckkappe, als auch den Bereich der Gabelschaftaufnahme, in dem die Spreizeinrichtung angeordnet ist, abdeckt. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass, wie bevorzugt, die Lenker-Vorbau-Kombination im fertig montierten Zustand keine von außen sichtbaren Elemente aufweist, die der Klemmung des Vorbaus an dem Gabelschaft dienen, wie etwa Klemmbereiche und/oder Klemmschrauben.
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Die Lenker-Vorbau-Kombination weist bevorzugt ein einheitliches Erscheinungsbild auf, vorzugsweise mit fließenden Übergängen zwischen Lenker und Vorbau, also bevorzugt ohne Stufen, Ecken oder Kanten zwischen Lenker und Vorbau.
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Zur Unterstützung des einheitlichen Erscheinungsbildes weist die Außenkontur der Lenker-Vorbau-Kombination zwischen Vorbau und Lenker lediglich große Krümmungsradien auf, vorzugsweise größer als 5 mm oder 10 mm oder 20 mm und weiter bevorzugt kleiner als 50 mm oder 100 mm oder 200 mm, die weiter bevorzugt jeweils tangential an dem Lenker bzw. dem Vorbau enden. Auf diese Weise wird der optische Unterschied zu einer einstückigen Lenker-Vorbau-Kombination verringert.
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Die Erfindung betrifft auch eine Fahrradgabel mit einer Lenker-Vorbau-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 9, sowie ein Fahrrad mit einer derartigen Fahrradgabel.
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Die Erfindung soll nun anhand eines in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:
- 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Lenker-Vorbau-Kombination ohne Abdeckung;
- 2 ausschnittsweise eine Querschnittsdarstellung der neben dem Klemmabschnitt geschnittenen Lenker-Vorbau-Kombination aus 1, wobei der Lenker um 8° nach oben aus seiner Neutrallage verdreht ist;
- 2a eine Darstellung wie in 2, jedoch mit dem Lenker in seiner Neutrallage;
- 2b eine Darstellung wie in 2, jedoch mit dem Lenker in seiner unteren Position;
- 3 eine Ansicht von unten auf die in 1 gezeigte Lenker-Vorbau-Kombination;
- 4 eine perspektivische Darstellung eines Teils des Lenkers aus 1 ohne Vorbau mit Blickrichtung von schräg hinten:
- 5 eine Querschnittsdarstellung des im Klemmabschnitt geschnittenen Lenkers von 4;
- 6 eine perspektivische Darstellung eines Teils des Lenkers mit noch nicht montierter Klemmplatte und Abdeckung, wobei im Schnittbereich nicht der Querschnitt, sondern der äußere Umriss des Querschnitts gezeigt ist;
- 7 eine Darstellung wie in 2, jedoch mit durchscheinend dargestelltem Lenker in seiner Neutrallage;
- 8 eine Darstellung wie in 7, wobei die Justiermöglichkeiten des durchscheinend dargestellten Lenkers aus seiner Neutrallage nach oben und unten gestrichelt dargestellt sind;
- 9 eine perspektivische Darstellung des Vorbaus ohne Lenker;
- 10 eine Ansicht wie in 9, jedoch aus einem anderen Blickwinkel und mit zur besseren Erkennbarkeit der Spreizeinrichtung durchscheinend dargestelltem Vorbau;
- 10a eine perspektivische Darstellung der Spreizeinrichtung;
- 11 eine perspektivische Darstellung der Lenker-Vorbau-Kombination aus 1 mit Blick von vorne;
- 12 eine perspektivische Darstellung der Lenker-Vorbau-Kombination aus 1 mit Blick von schräg hinten;
- 13 eine perspektivische Darstellung der Lenker-Vorbau-Kombination aus 1 mit Blick von schräg vorne.
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Das in 1 gezeigte und als Ganzes mit 100 bezeichnete Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lenker-Vorbau-Kombination umfasst einen separaten Lenker 1 und einen separaten Vorbau 2. Der Lenker 1 weist einen Klemmabschnitt 3 auf. Der Vorbau 1 weist eine Lenkerklemmeinrichtung 4 auf. Die Lenkerklemmeinrichtung 4 umfasst ein als Klemmplatte 6a ausgeführtes Lenkerklemmelement 6, und eine an dem Vorbau einstückig angeordnete Lenkeraufnahme 26 (7). Der Lenker weist eine Vertiefung 5 auf und das Lenkerklemmelement 6, genauer gesagt die Klemmplatte 6a, ist in der Vertiefung 5 angeordnet (siehe etwa 2 und 6). Die Klemmplatte 6a wirkt auf den Boden 5a der Vertiefung 5. Die Lenkerklemmeinrichtung 4 umfasst vier Lenkerklemmschrauben 27, 27', 27'', 27''', mittels denen die Klemmplatte 6a gegen die Lenkeraufnahme 26 unter Einklemmung des Lenkers 1 verspannbar ist. Die Lenkerklemmschrauben 27, 27', 27'', 27''' verlaufen in Langlöchern 38 durch den Lenker 1.
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Etwa die 6, 7 und 8 zeigen, dass eine Abdeckung 7 vorgesehen ist, mittels der die Vertiefung 5 abdeckbar ist.
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Aus einer Zusammenschau der 1 und 6, sowie 11 bis 13 geht hervor, dass die Lenker-Vorbau-Kombination 100 im fertig montierten Zustand keine von außen sichtbaren Lenkerklemmschrauben aufweist.
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Im gezeigten Ausführungsbeispiels ist der Klemmabschnitt 3 des Lenkers 1 nicht rotationssymmetrisch ausgeführt. Wie etwa 5 zeigt, weist der Klemmabschnitt 3 stattdessen einen ersten Klemmbereich 8 mit einem ersten Krümmungsradius R1 und einen zweiten Klemmbereich 9 mit einem zweiten Krümmungsradius R2 auf. Der erste Krümmungsradius R1 ist kleiner, als der zweite Krümmungsradius R2. Beide Klemmbereiche 8, 9 weisen jeweils eine teilzylindrische Form auf und sind auf einander gegenüberliegenden Seiten des Lenkers 1 angeordnet. Der erste Klemmbereich ist auf der Vorderseite des Lenkers 1, in der Vertiefung 5 angeordnet.
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Wie beispielsweise 5 zeigt, geht der erste Klemmbereich 8 nicht auf direktem Wege in den zweiten Klemmbereich 9 über. Zu beiden Seiten des ersten Klemmbereichs 8 sind zwei gleich große Übergangsbereiche 34 vorgesehen. In jedem Übergangsbereich 34 fußt ein in Fahrtrichtung F nach vorne weisender Vorsprung 35, 35'. Der Vorsprung 35, 35' stellt zum einen eine Seitenwand 36, 36' der Vertiefung 5 bereit und zum anderen einen Anschlag 37, 37' zur Begrenzung der Justiermöglichkeit des Lenkers 1 relativ zum Vorbau 2. 2 zeigt den Lenker in seiner oberen Position O, in der der Lenker 1 aus seiner Neutrallage N weitest möglich nach oben verdreht ist, und die Lenkeraufnahme 26 des Vorbaus 2 an dem Anschlag 37 des Lenkers 1 anschlägt.
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Die Klemmplatte 6a ist auf ihrer dem Klemmabschnitt 3 des Lenkers 1 zugewandten Seite bevorzugt konkav ausgeführt, vorzugsweise mit einem Krümmungsradius, der zumindest in etwa dem ersten Krümmungsradius des Klemmabschnitts des Lenkers 1 entspricht. Bevorzugt ist der Querschnitt der Klemmplatte 6a auf seiner dem Lenker 1 zugewandten Seite zumindest nahezu viertelkreisförmig.
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Der zweite Klemmbereich 9 ist auf der Hinterseite des Lenkers 1 angeordnet.
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Die Lenkerklemmeinrichtung 4 kann in einen Klemmzustand, einen Justierzustand und einen Austauschzustand gebracht werden. In dem Klemmzustand bewirkt die Lenkerklemmeinrichtung 4 eine feste Verbindung zwischen Lenker 1 und Vorbau 2. In dem Justierzustand ermöglicht die Lenkerklemmeinrichtung 4 eine stufenlose - Verdrehung des Lenkers um die quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse A des Klemmabschnitts 3 relativ zu dem Vorbau 2 um etwa 16°. 8 deutet in gestrichelten Linien die Neutrallage N, die obere Position O, in der der Lenker 1 aus seiner Neutrallage N weitest möglich nach oben verdreht ist und die untere Position P des Lenkers, in der er aus seiner Neutrallage N weitest möglich nach unten verdreht ist, an. Die obere Position O, die Neutrallage N und die untere Position P des Lenkers sind in den 2, 2a und 2b gut zu erkennen.
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In dem Austauschzustand, nach vollständigem Lösen der Lenkerklemmschrauben 27, 27', 27'', 27''' erlaubt die Lenkerklemmeinrichtung 4 ein vollständiges Lösen des Lenkers 1 von dem Vorbau 2.
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Der Klemmabschnitt 3 des Lenkers 1 weist auf der der Vertiefung 5 gegenüberliegenden Seite eine Teileinschnürung 10 auf. Wie etwa eine Zusammenschau der 5, 7 und 9 zeigt, ist die Lenkeraufnahme 26 des Vorbaus 2 im montierten Zustand der Lenker-Vorbau-Kombination 100 in der Teileinschnürung 10 angeordnet.
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Wie etwa 4 zeigt, weist die Teileinschnürung 10 planparallele seitliche Ränder 11, 11' auf, die jeweils durch eine vertikale, in Fahrtrichtung F ausgerichtete plane Fläche gebildet sind. Die seitlichen Ränder 11, 11' grenzen lückenlos an den Vorbau 2 an (siehe etwa 3). Die seitlichen Ränder 11, 11' verlaufen senkrecht zur Achse A des Klemmabschnitts (siehe etwa 6).
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Der Übergang zwischen Vorbau 2 und Lenker 1 ist bei Betrachtung von oben oder unten abgerundet und mit einem Übergangsradius 28 ausgeführt. Die seitlichen Ränder 11, 11' der Teileinschnürung 10 sind jeweils zumindest in etwa mittig in der Abrundung angeordnet (siehe etwa 3).
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Etwa 3 zeigt auch, dass der Lenker 1 zu beiden Seiten des Klemmabschnitts 3 einen Griffabschnitt 13, 13' aufweist zwischen jedem Griffabschnitt 13, 13' und dem Klemmabschnitt 3 einen Übergangsabschnitt 14, 14' vorgesehen ist. Der Übergangsabschnitt 14, 14' umfasst jeweils einen Fortsatz 15, 15', der auf seiner dem Klemmabschnitt 3 zugewandten Seite in die Teileinschnürung 10 übergeht und auf seiner dem Griffabschnitt 13, 13' zugewandten Seite tangential in den Griffabschnitt 13, 13' übergeht. Jeder Fortsatz 15, 15' weist - entlang der Achse A des Klemmabschnitts 3 betrachtet - im Bereich des seitlichen Randes 11, 11' der Teileinschnürung 10 und in dem hintersten Bereich des Fortsatzes seine größte Tiefe T auf (5).
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Jeder Fortsatz 15, 15' weist einen Radius auf, der dem Übergangsradius 28 entspricht und geht tangential in den Griffabschnitt 13, 13' über. Der Radius des Fortsatzes ist größer als 5 mm. Jeder Fortsatz 15, 15' geht nahezu stufenlos einerseits in den Vorbau 2 und andererseits in den Griffabschnitt 13, 13' des Lenkers 1 über.
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Der Lenker umfasst Carbon und ist in seinem Klemmbereich mit Aluminium verstärkt. Der Lenker 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als Rennradlenker ausgeführt und jeder Griffabschnitt 13, 13' weist einen oberen Griffabschnitt 13a und einen unteren Griffabschnitt 13b auf. Der obere Griffabschnitt 13a verläuft bevorzugt zumindest in etwa waagrecht. Der obere Griffabschnitt 13a weist einen ovalen Querschnitt auf, wobei seine größte Erstreckung zumindest in etwa in Fahrtrichtung F ausgerichtet ist.
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Wie am besten in 3 und 4 zu sehen, weist der Lenker 1 zwei Lenkerzugeinlassöffnungen 12, 12' im Griffabschnitt 13, 13' und eine Lenkerzugausgangsöffnung 16 im zweiten Klemmbereich 9 auf. Der Vorbau 2 weist eine mit dieser Lenkerzugausgangsöffnung 16 korrespondierende Vorbauzugeinlassöffnung 17 in der Lenkeraufnahme 26 auf (8) und zudem zwei Vorbauzugausgangsöffnung 18, 18' auf der Unterseite des Vorbaus (3).
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Die Lenker-Vorbau-Kombination 100 weist eine Gabelschaftklemmeinrichtung 19 auf, die den Gabelschaft von außen klemmt. Die Gabelschaftklemmeinrichtung 19 weist eine Gabelschaftaufnahme 20 in Form eines ungeschlitzten Rohres auf (9 und 10) und umfasst eine Spreizeinrichtung 21 im Inneren der Gabelschaftaufnahme 20 (10 und 10a). Die Spreizeinrichtung 21 umfasst einen Klemmschlitten 22, der ein Klemmstück 23 und zwei Gegenstücke 24, 24' aufweist. Die Gegenstücke 24, 24' sind mit zwei Gabelklemmschrauben 29, 29' in einer Spannrichtung S gegen das Klemmstück 23 verspannbar. Die Spannrichtung S verläuft parallel zum Gabelschaft. Die Gegenstücke 24, 24' drücken das Klemmstück 23 aufgrund der schräg zur Spannrichtung S verlaufenden Kontaktflächen 25, 25' gegen den Gabelschaft.
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Der Vorbau 2 umfasst bevorzugt eine die Kraft der in den Fig. nicht gezeigten Steuerlagereinstellschraube auf den Vorbau 2 übertragende Abdeckkappe 30, die bevorzugt auch als Aheadkappe bezeichnet werden kann. Die Abdeckkappe 30 weist ein Loch 31 für die Steuerlagereinstellschraube auf. Diese Abdeckkappe 30 deckt die Gabelschaftaufnahme 20 teilweise ab, sodass der Bereich der Gabelschaftaufnahme 20, in der die Spreizeinrichtung 21 angeordnet ist, von der Abdeckkappe 30 freigelassen ist (9). Es ist eine Kappe 33 vorgesehen, die mittels eines an der Abdeckkappe 30 angeordneten Magneten 32 magnetisch an der Abdeckkappe 30 befestigt werden kann und die sowohl die Abdeckkappe 30, als auch den Bereich der Gabelschaftaufnahme, in dem die Spreizeinrichtung 21 angeordnet ist, abdeckt (1).
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Wie insbesondere die 11, 12 und 13 zeigen, weist die Lenker-Vorbau-Kombination im fertig montierten Zustand keine sichtbaren Klemmbereiche, Klemmschrauben oder Klemmplatten zur Klemmung des Lenkers an dem Vorbau auf. Hieraus ergibt sich ein einheitliches Erscheinungsbild, welches dem einer einstückigen Lenker-Vorbau-Kombination nahe kommt und eine gute Aerodynamik.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Lenker-Vorbau-Kombination
- 1
- Lenker
- 2
- Vorbau
- 3
- Klemmabschnitt
- 4
- Lenkerklemmeinrichtung
- 5
- Vertiefung
- 5a
- Boden der Vertiefung
- 6
- Lenkerklemmelement
- 6a
- Klemmplatte
- 7
- Abdeckung
- 8
- erster Klemmbereich
- 9
- zweiter Klemmbereich
- 10
- Teileinschnürung
- 11, 11'
- seitlicher Rand der Teileinschnürung
- 12, 12'
- Lenkerzugeinlassöffnung
- 13, 13'
- Griffabschnitt
- 13a
- oberer Griffabschnitt
- 13b
- unterer Griffabschnitt
- 14, 14'
- Übergangsabschnitt
- 15, 15'
- Fortsatz
- 16
- Lenkerzugausgangsöffnung
- 17
- Vorbauzugeinlassöffnung
- 18, 18'
- Vorbauzugausgangsöffnung
- 19
- Gabelschaftklemmeinrichtung
- 20
- Gabelschaftaufnahme
- 21
- Spreizeinrichtung
- 22
- Klemmschlitten
- 23
- Klemmstück
- 24, 24'
- Gegenstücke
- 25, 25'
- Kontaktflächen
- 26
- Lenkeraufnahme
- 27, 27', 27'', 27'''
- Lenkerklemmschrauben
- 28
- Übergangsradius
- 29, 29'
- Gabelklemmschrauben
- 30
- Abdeckkappe
- 31
- Loch
- 32
- Magnet
- 33
- Kappe
- 34
- Übergangsbereich
- 35, 35'
- Vorsprung
- 36, 36'
- Seitenwände der Vertiefung
- 37, 37'
- Anschlag
- 38
- Langlöcher
- A
- Achse des Klemmabschnitts
- F
- Fahrtrichtung
- N
- Neutrallage
- O
- obere Position
- P
- untere Position
- R1, R2
- Krümmungsradien
- S
- Spannrichtung
- T
- größte Tiefe des Fortsatzes