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Die Erfindung betrifft ein Elektromagnetventil, insbesondere für schlupfgeregelte Kraftfahrzeugbremsanlagen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Aus der
DE 10 2012 205 503 A1 ist bereits ein Elektromagnetventil der angegebenen Art bekannt geworden, mit einem in einem Ventilgehäuse beweglich angeordneten Ventilstößel, der einen Ventildurchlass in einem Ventilsitz des Ventilgehäuses zu öffnen oder zu verschließen vermag, mit einem zur Betätigung des Ventilstößels vorgesehenen Magnetanker, sowie mit einer Rückstellfeder zur Positionierung des Ventilstößels in einer den Ventildurchlass verschließenden Grundstellung, wozu sich die Rückstellfeder an einem Magnetkern im Ventilgehäuse abstützt. Das Elektromagnetventil weist zur Erreichung eines proportionalen Magnetkraft -Hub-Verlaufs eine den Ventilstößel tragende Hülse auf, mit der sich der Restluftspalt präzise einstellen lässt. Eingangsseitig steht der Hydraulikdruck am Ventilsitz an, sodass der höchste zu regelnde Druck als schließende Mindest-Federkraft durch die steife Druckfeder gewährleistet werden muss, wobei die Magnetkraft stets öffnend gegen diese Federkraft wirkt. Nachteilig an einer solchen Auslegung ist der hohe elektrische Strom, der einerseits zum Regeln geringer Drücke und andererseits zum Offenhalten des Ventils benötigt wird.
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Aus der
US 2010 / 0 213 758 A1 ist Elektromagnetventil für schlupfgeregelte Kraftfahrzeugbremsanlagen bekannt, wobei in einem Ventilgehäuse ein Ventilstößel beweglich angeordnet ist, welcher einen Ventildurchlass zu öffnen oder zu verschließen vermag, wobei eine Betätigung des Ventilstößels durch einen Magnetanker erfolgt und der Ventilstößel durch eine Rückstellfeder in eine den Ventildurchlass verschließende Grundstellung beaufschlagt ist, wobei der Magnetanker mehrteilig aus eine ersten Ankerteil und einem zweiten Ankerteil , welche relativ zu einander beweglich sind und in koaxialer Anordnung zumindest teilweise baulich ineinandergesteckt sind, wobei in Abhängigkeit der elektromagnetischen Erregung des Magnetankers der Ventilstößel vom Ventilsitz abhebt oder eine den Ventilstößel auf den Ventilsitz drückende Magnetkraftkomponente wirksam ist.
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Nunmehr ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein analog regelbares Elektromagnetventil der angegebenen Art mit möglichst einfachen, funktionsgerechten Mitteln kostengünstig auszuführen und derart zu verbessern, dass es den vorgenannten Nachteil nicht aufweist.
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Diese Aufgabe wird mit einem Elektromagnetventil gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Zeichnungen anhand der 1 bis 7 hervor.
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Es zeigen:
- 1 die Erfindung anhand eines Längsschnitts durch ein Elektromagnetventil, das über zwei unabhängig voneinander betätigbare Anker verfügt, welche mittels zweier Federn im elektromagnetisch stromlosen Zustand im Ventilgehäuse grundpositioniert sind,
- 2 das Elektromagnetventil nach 1 in einer den hydraulischen Durchfluss regelnden Position mittels eines zweiten Ankers, der unter Einwirkung eines geringen elektromagnetischen Stroms einen mit dem zweiten Anker verbundenen Ventilstößel entgegen der Wirkung des hydraulischen Eingangsdrucks in Richtung eines im Ventilgehäuse angeordneten Ventilsitzes bewegt,
- 3 das Elektromagnetventil nach 1 in einer in Richtung des Magnetkerns angehobenen Position des ersten Ankers infolge eines erhöhten elektromagnetischen Stroms, der den zweiten Anker in magnetische Sättigung versetzt,
- 4 das Elektromagnetventil nach 1 in einer gegenüber der 3 zunehmend angehobenen Position des ersten Ankers infolge eines erhöhten elektromagnetischen Stroms, wobei ein am ersten Anker angebrachter Mitnehmer den zweiten Anker in Hubrichtung kontaktiert,
- 5 das Elektromagnetventil nach 4 unter Einwirkung eines hohen Erregerstroms in einer weiterhin zunehmenden Hubposition des ersten Ankers, wodurch der zweite Anker unter der Wirkung des Mitnehmers den Ventilstößel zunehmend vom Ventilsitz entfernt,
- 6 das Elektromagnetventil in einer den hydraulischen Durchfluss am Ventilsitz vollständig freigebenden Ventilstößelposition, wozu ein auf den ersten Anker einwirkender hoher elektromagnetischer Strom den ersten Anker am Magnetkern hält, womit zwangsläufig auch der Mitnehmer den mit dem Ventilstößel verbundene zweite Anker in der maximalen Hubposition verharrt,
- 7 das Elektromagnetventil nach 1 in einer alternativen konstruktiven Ausgestaltung des Magnetankers, des Mitnehmers und des Ventilstößels.
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Nachfolgend soll zunächst anhand der 1 der Gesamtaufbau des in den 1 bis 6 in verschiedenen Positionen abgebildeten Elektromagnetventils erläutert werden, das bevorzugt für schlupfgeregelte Kraftfahrzeug-Bremsanlagen verwendet wird.
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Das Elektromagnetventil weist jeweils ein in einem Ventilsitz 5 des Ventilgehäuses 3 einlassseitig angeordneter Ventildurchlass auf, der mittels eines an einem Anker 2 angeordneten Ventilstößels 4 unter der Wirkung zweier Rückstellfedern 11, 13 verschlossen oder mittels einer nicht abgebildeten Ventilspule in Richtung eines oberhalb des Ventilsitzes 5 im Ventilgehäuse 3 angeordneten Ventilauslasses 14 elektromagnetisch geöffnet werden kann. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein in das Ventilgehäuse 3 eingesetzter Magnetkern 12 als Verschlussstopfen in einem austenitischen Verbindungsrohr eingepresst, das als Bestandteil des Ventilgehäuses 3 mit einem dickwandigen, den Magnetfluss leitenden Rohrkörper des Ventilgehäuses 3 verschweißt ist, der die sichere Befestigung in einer Ventilaufnahmebohrung eines Ventilaufnahmekörpers gewährleistet.
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Der Magnetanker ist mehrteilig aufgebaut, bestehend aus einem ersten und einem zweiten Anker 1, 2, die beide teilweise ineinander integriert sind, sowie in koaxialer Anordnung relativ beweglich zueinander im Ventilgehäuse 3 kompakt aufgenommen sind, um abhängig von der Größe der elektromagnetischen Erregung des Magnetankers entweder auf den ersten Anker 1 eine den Ventilstößel 4 vom Ventilsitz 5 abhebende Magnetkraftkomponente wirksam werden zu lassen, oder um zur Feinregelung des hydraulischen Durchflusses mit Hilfe eines geringen elektromagnetischen Stroms in entgegengesetzter Richtung auf den zweiten Anker 2 eine den Ventilstößel 4 auf den Ventilsitz 5 bewegende Magnetkraftkomponente erzeugen zu können.
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Zwischen dem ersten und zweiten Anker 1, 2 ist ein hülsenförmiger Mitnehmer 6 angeordnet, der mittels einer Presspassung den ersten Anker 1 an seiner Mantelfläche umschließt. Der Mitnehmer 6 weist an seinem radial nach innen abgewinkelten Hülsenende einen ersten, auf die ringförmige Innenstirnfläche 8 des Ventilgehäuses 3 gerichteten Axialanschlag 7 auf. Der Axialanschlag 7 ermöglicht während der elektromagnetisch nicht erregten Stellung des ersten Ankers 1 eine einfache Grundpositionierung des ersten Ankers 1 im Ventilgehäuse 3, wozu sich gemäß der 1 der Axialanschlag 7 an der als Magnetpol wirksamen Innenstirnfläche 8 abstützt.
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Ferner weist der Mitnehmer 6 am Innenumfang des radial nach innen abgewinkelten Hülsenende einen zweiten Axialanschlag 9 auf, der mit einem am zweiten Anker 2 ausgebildeten Anschlag 10 derart zusammenwirkt, dass in der elektromagnetisch erregten Stellung des ersten Ankers 1 der Ventilstößel 4 von seinem Ventilsitz 5 abgehoben werden kann.
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Um die beiden Anker 1, 2 unabhängig voneinander im Ventilgehäuse 3 präzise positionieren zu können, ist die Rückstellfeder zweiteilig ausgeführt ist, bestehend aus einer ersten Feder 11, die zwischen dem Magnetkern 12 und dem ersten Anker 1 angeordnet ist und mit einer zweiten Feder 13, die zwischen dem ersten Anker 1 und dem Ventilstößel 4 eingespannt ist. Die zweite Feder 13 weist gegenüber der ersten Feder 11 eine geringere Federsteifigkeit auf, sodass nur geringe Betätigungskräfte erforderlich sind, um den Ventilstößel 4 unter Aktivierung des Mitnehmers 6 von seinem Ventilsitz 5 abzuheben.
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Im elektromagnetisch nicht erregten Zustand nach 1 sind die beiden Anker 1, 2 unter der Druckwirkung der beiden Federn 11, 13 in einer Stellung im Ventilgehäuse 3 positioniert, in welcher der Ventilstößel 4 den Ventilsitz 5 verschlossen hält.
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Um mit geringem Erregerstrom eine möglichst hohe magnetischen Sättigung zu erreichen, beinhaltet der zweite Anker 2 einen dünnwandigen Ringscheibenabschnitt, durch dessen Zentralöffnung sich der Ventilstößel 4 in eine mittige Durchgangsbohrung des ersten kappenförmigen Ankers 1 erstreckt, in welcher die zweite Feder 13 in kompakter Anordnung aufgenommen ist.
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Der zweite Anker 2 ist auf einfache Weise mittels einer Presspassung auf dem Ventilstößel 4 fixiert, wobei der zweite Anker 2 infolge einer Spielpassung mit seinem zylindrischen Fortsatz axial beweglich im Hohlraum des ersten, im Wesentlichen kappenförmig gestalteten Ankers 1 aufgenommen ist.
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Der zweite Anker 2 ist folglich mit dem ersten Anker 1 zu einer kompakten, integrierten Magnetankerbaugruppe zusammengefasst, wozu der zweite Anker 2 als Tauchkolben ausgeführt ist, der in den topfförmigen, somit als Hohlkolben ausgeführten ersten Anker 1 teleskopisch aufgenommen ist. Durch diese Konstruktion ergibt sich ein optimaler magnetischer Fluss, da durch die Verschachtelung beider Anker 1, 2 aufgrund geringer radialer Spaltmaße ein Ineinandergreifen beider Anker 1, 2 erfolgt, sodass eine vom Hub zwischen den Ankern 1, 2 weitgehend unabhängige Übertragung des magnetischen Flusses zwischen beiden Ankern 1, 2 zustande kommt.
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Die 1 zeigt in einer vergrößerten Teilansicht das Elektromagnetventil im elektromagnetisch stromlosen Zustand, in dem die beiden Anker 1, 2 unabhängig voneinander durch die zugehörigen Federn 11, 13 in der abbildungsgemäßen Grundstellung gehalten werden. Infolge der Wirkung der ersten Feder 11 verharrt der erste Anker 1 in einer Stellung, in welcher der Mitnehmer 6 mit seinem äußeren Axialanschlag 7 an der Innenstirnfläche 8 des Ventilgehäuses 3 anliegt, während der innere Axialanschlag 9 des Mitnehmers 6 um einen exakt einstellbaren Mitnehmerhub X vom Anschlag 10 des am zweiten Anker 2 ausgebildeten Ringscheibenabschnitts entfernt ist.
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Aufgrund der Schiebepressverbindung zwischen dem topfförmigen Mitnehmer 6 und dem ersten Anker 1 lässt sich der Hub des ersten Ankers 1 exakt einstellen.
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Die präzise Einstellung des Restluftspalts RLS, der zwischen dem zweiten Anker 2 und der als Magnetpol wirksamen Innenstirnfläche 8 im Ventilgehäuse 3 vorgesehen ist, erfolgt durch eine Axialverschiebung des als hülsenförmiges Einpressteil im Ventilgehäuse 3 eingepassten Ventilsitzes 5.
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Die 2 zeigt das Elektromagnetventil in einer den hydraulischen Durchfluss am Ventilsitz 5 regelnden Position, wonach durch einen ausreichend hohen, am Eingang des Ventilsitzes 5 wirksamen hydraulischen Öffnungsdruck, der zweite Anker 2 mit dem Ventilstößel 4 um einen geringen Öffnungshub (0,05mm) vom Ventilsitz 5 angehoben ist, bis infolge einer geringfügigen elektromagnetischen Erregung der mit dem Ventilstößel 4 fest verbundene zweite Anker 2 unter Wirkung einer Magnetkraft Fmag2 unter Überbrückung des kleinen Restluftspalts RLS entgegen dem hydraulischen Öffnungsdruck in Richtung auf die Innenstirnfläche 8 des Ventilgehäuses 3 bewegt wird, um den Durchfluss am Ventilsitz 5 zu regeln.
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Unter dem Einfluss des geringen, mittels einer Ventilspule erzeugten Erregerstroms ist die am zweiten Anker 2 erzeugte Magnetkraft Fmag2 gegenüber der am ersten Anker 1 entgegengesetzt wirksamen Magnetkraft Fmag1 dominant, sodass der Ventilstößel 4 unterstützt durch die Kraft Ffed2 zur hydraulischen Druckregelung in Richtung auf den Ventilsitz 5 bewegt wird.
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Grundsätzlich ist bei geringem Erregerstrom die am ersten Anker 1 erzeugte Magnetkraft Fmag1 kleiner als die Kraft Ffed1 der ersten Feder 11, sodass der zweite Anker 2 unabhängig vom ersten Anker 1 gegen den von unten eingangsseitig am Ventilsitz 5 anstehenden und auf den Ventilstößel 4 einwirkenden hydraulischen Druck den Ventilstößel 4 feinfühlig in Richtung auf den Ventilsitz 5 bewegen kann. Aufgrund des minimalen Erregerstroms verharrt hiervon unbeeinträchtigt der erste Anker 1 über seinem Mitnehmer 6 zunächst auf Anschlag an der Innenstirnfläche 8 des Ventilgehäuses 3.
Die 3 zeigt im Anschluss an 2 den ersten Anker 1 in einer um einen geringen Mitnehmerhub X in Richtung des Magnetkerns 12 angehobenen Hubposition, wozu ein hinreichend hoher elektromagnetischer Strom auf den ersten Anker 1 einwirkt, der den unter der Magnetkraft Fmag2 stehenden zweiten Anker 2 in eine magnetische Sättigung versetzt. Die in Richtung des Magnetkerns 12 auf den ersten Anker 1 wirksame Magnetkraft Fmag1 ist folglich signifikant größer als die entgegengesetzt wirksame Kraft Ffed1 der ersten Feder 11.
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Die 4 zeigt im Anschluss an 3 den am ersten Anker 1 fixierten Mitnehmer 6 in einer weiteren angehobenen Hubposition, in welcher der maximale Mitnehmerhub X auf den Wert Null überbrückt ist, sodass der Mitnehmer 6 mit seinem innenliegenden Axialanschlag 9 den Anschlag 10 des ersten Ankers 1 kontaktiert, um sich dem Magnetkern 12 anzunähern. Dies setzt voraus, dass die Kraft Fmag1 des ersten Ankers 1 größer ist als die Summe der Kraft Fmag2 des zweiten Ankers 2 und der Kraft Ffed1 der ersten Feder 11. Durch die Entspannung der zweiten Feder 13 ist diese wirkungslos.
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Damit sichergestellt ist, dass unter hohem Erregerstrom die Kraft Fmag1 des ersten Ankers 1 größer ist als die entgegengesetzt wirksamen Kraft Fmag2 des zweiten Ankers 2 ist die Polfläche zwischen dem ersten Anker 1 und dem Magnetkern 12 größer als die Polfläche zwischen der Innenstirnfläche 8 und dem zweiten Anker 2 gewählt.
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Weiterhin veranschaulicht die 5 im Anschluss an die 4 das Elektromagnetventil in einer den hydraulischen Durchfluss am Ventilsitz 5 teilweise freigebenden Ventilstößelposition, in der infolge eines auf den ersten Anker 1 einwirkenden, in 4 bereits zitierten hohen elektromagnetischen Stroms der Ventilstößel 4, infolge einer zunehmenden Hubbewegung des mit dem ersten Anker 1 verbundenen Mitnehmers 6, um einen definierten Ventilöffnungshub (0, 1mm) von seinem Ventilsitz 5 abgehoben ist. Mit zunehmendem Magnetankerhub in Richtung des Magnetkerns 12 erhöht sich die Kraft Fmag1 des ersten Ankers 1, während sich die Kraft Fmag2 des zweiten Ankers 2 infolge des zunehmenden Restluftspalts RLS verkleinert, sodass der Ventilöffnungshub bis zum Anliegen des ersten Ankers 1 am Magnetkern 12 stetig zunimmt.
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Schließlich zeigt die 6 die Endposition des mehrteiligen Magnetankers, in welcher der erste Anker 1 den Magnetkern 12 kontaktiert, womit infolge der Mitnehmerverbindung der am zweiten Anker 2 fixierte Ventilstößel 4 seinen maximalen Ventilöffnungshub erreicht.
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Das hiermit in unterschiedlichen Schaltstellungen vorgestellte Elektromagnetventil zeichnet sich durch entgegengesetzt wirksame magnetische Flächen zweier teleskopisch hintereinander angeordnete Anker 1, 2 aus, die so aufeinander abgestimmt sind, dass mit steigenden Erregerstrom in der Ventilspule bei Wunsch oder Bedarf eine Richtungsumkehr des Magnetankers in Abhängigkeit der jeweils resultierenden Magnetkraft erfolgt.
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Ergänzend soll anhand der 7 eine weitere konstruktive Variante zum Ausführungsbeispiel des in den 1-6 abgebildeten Elektromagnetventils vorgestellt werden, das sich vom Elektromagnetventil nach 1-6 dadurch unterscheidet, dass nicht der zweite Anker 2, sondern der erste Anker 1 als Tauchkolben ausgeführt ist, der abschnittsweise innerhalb des als Hohlkolben konzipierten zweiten Ankers 2 mittels einer Spielpassung axial beweglich geführt ist. Der Mitnehmer 6 ist hierzu vorteilhaft als Topf ausgeformt, der zwischen dem ersten und zweiten Anker 1, 2 am ersten Anker 1 fixiert ist, wobei der Topf zur Ausbildung des ersten Axialanschlags 7 einen radial nach außen gerichteten Rand aufweist und zur Ausbildung des zweiten Axialanschlags 9 mit einem vom Ventilstößel 4 mittig durchdrungenen Topfboden versehen ist. Weiterhin unterscheidet sich das Elektromagnetventil durch den geänderten Ventilstößel 4, der einen sich in den Hohlraum des ersten Ankers 1 erstreckenden Endabschnitt aufweist, an dem ein mit dem zweiten Axialanschlag 9 formschlüssig zusammenwirkenden Anschlag 10 vorgesehen ist.
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Die in den 1 bis 7 zum Ventilöffnungshub, dem Restluftspalt und dem Anker- bzw. Mitnehmerhub angegebene Millimeter-Bemaßung ist beispielhaft zu verstehen und dient lediglich zur Veranschaulichung der einzelnen Schalt- und Regelpositionen der Ventilbauteile.
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Zusammenfassend weisen die vorgestellten Elektromagnetventile die nachfolgenden Vorteile auf:
- - Geringe Federkräfte führen zu geringerem Öffnungsstrom im Komfort-Regelbereich
- - Übergang vom Regeln in Halten durch kurze Übererregung (sog. Push-Strom), was sich nicht auf Spulenerwärmung und -dimensionierung auswirkt
- - Haltestrom ist gering, dieser bestimmt maßgeblich die Auslegung der Ventilspule
- - Geringe Federkraft bedeutet weniger Querkräfte beim Öffnen und damit weniger Verschleiß an Ventilsitz und -stößel.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Anker
- 2
- Anker
- 3
- Ventilgehäuse
- 4
- Ventilstößel
- 5
- Ventilsitz
- 6
- Mitnehmer
- 7
- Axialanschlag
- 8
- Innenstirnfläche
- 9
- Axialanschlag
- 10
- Anschlag
- 11
- Feder
- 12
- Magnetkern
- 13
- Feder
- 14
- Ventilauslass
- 15
- Führungsabschnitt