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Die Erfindung betrifft einen Luftausströmer mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Der erfindungsgemäße Luftausströmer ist insbesondere für einen Fahrgastraum eines Kraftwagens vorgesehen, ist allerdings auch für Fahrgasträume anderer Land-, Luft- oder Wasserfahrzeuge und allgemein zum Be- oder auch Entlüften von Räumen verwendbar.
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Aus dem Patent
DE 10 2013 210 055 B3 ist ein Luftausströmer mit einem rechteckrohrförmigen Gehäuse bekannt, das sich zu einer Luftaustrittsöffnung hin zunächst S-förmig geschwungen aufweitet und anschließend bogenförmig bis zur Luftaustrittsöffnung verjüngt. In einem dadurch aufgeweiteten Abschnitt des Gehäuses ist ein Umströmungskörper einem eiförmigen Profil angeordnet, der das Gehäuse in zwei spiegelbildliche Kanäle unterteilt. Auf einer der Luftaustrittsöffnung des Gehäuses abgewandten Anströmseite des Umströmungskörpers ist eine verstellbare Luftleitklappe angeordnet, mit der wahlweise einer der beiden Kanäle unterschiedlich stark versperrt werden kann, wodurch ein Verhältnis von Luftmengen, die die beiden Kanäle durchströmen, einstellbar ist. Wahlweise einer der beiden Kanäle kann mit der Luftleitklappe ganz versperrt werden. Das Verhältnis der Luftmengen, die die beiden von dem Umströmungskörper gebildeten Kanäle durchströmen, beeinflusst eine Ausströmungsrichtung aus dem Luftausströmer.
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Aus der Patentanmeldung
EP 1 454 780 A2 ist ein Luftausströmer mit einem ebenfalls rohrförmigen Gehäuse bekannt, das einen kugelförmigen Abschnitt mit einer Lufteintrittsöffnung und einer gegenüberliegenden Luftaustrittsöffnung aufweist. In dem kugelförmigen Abschnitt ist ein zweidimensional gewölbter Schild angeordnet, der in einer Durchströmungsrichtung verstellbar ist und mit dem sich die Lufteintrittsöffnung verschließen lässt.
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Aufgabe der Erfindung ist, einen Luftausströmer mit kombinierter Luftlenkung und Luftmengensteuerung vorzuschlagen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Luftausströmer weist ein rohrförmiges Gehäuse mit einer Lufteintrittsöffnung und einer Luftaustrittsöffnung und einen in dem Gehäuse angeordneten Umströmungskörper auf. Lufteintrittsöffnung und Luftaustrittsöffnung bezieht sich auf eine vorgesehene Durchströmung des Luftausströmers. In einem Kraftwagen oder einem sonstigen Fahrzeug mündet die Luftaustrittsöffnung in einen Fahrgastraum oder es strömt jedenfalls Luft durch die Lufteintrittsöffnung in den Luftausströmer und aus der Luftaustrittsöffnung in den Fahrgastraum. Ein Querschnitt des Gehäuses, insbesondere ein Innenquerschnitt, ändert sich über eine Länge des Gehäuses, wobei die Länge des Gehäuses seine Erstreckung in der Durchströmungsrichtung ist, wobei das Gehäuse und die Durchströmungsrichtung gerade oder nicht gerade sein können. Der Querschnitt steht senkrecht zur Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse.
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Der Umströmungskörper ist insbesondere ein Profilkörper, der das Gehäuse insbesondere in zwei Kanäle auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Umströmungskörpers oder in einen den Umströmungskörper umschließenden Ringkanal unterteilt und der auch als Luftteiler aufgefasst werden kann. Zum Verschließen des Luftausströmers ist der Umströmungskörper in eine die Luftaustrittsöffnung verschließende Schließstellung verlagerbar.
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Insbesondere zu einer Luftlenkung weist der erfindungsgemäße Luftausströmer eine Luftleiteinrichtung auf, die quer zu der Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse verstellbar ist, wodurch ein Durchströmungsquerschnitt zwischen dem Umströmungskörper und dem Gehäuse auf einer Seite des Umströmungskörpers verkleinerbar und auf einer gegenüberliegenden Seite des Umströmungskörpers vergrößerbar ist. Entsprechend der Durchströmungsquerschnitte auf beiden Seiten des Umströmungskörpers ändern sich Luftmengen einer Durchströmung des Gehäuses des Luftausströmers auf beiden Seiten des Umströmungskörpers, wobei allerdings nicht unbedingt ein linearer Zusammenhang zwischen den Durchströmungsquerschnitten und den Luftmengen besteht. Verjüngt sich das Gehäuse zur Luftaustrittsöffnung hin so, dass Luftströmungen im Gehäuse auf den beiden gegenüberliegenden Seiten des Umströmungskörpers schräg aufeinander zu strömen, beeinflusst das Verhältnis der Luftmengen auf beiden Seiten des Umströmungskörpers eine Richtung einer Ausströmung von Luft aus der Luftaustrittsöffnung des Luftausströmers. Die Luftleiteinrichtung muss nicht genau quer zur Durchströmungsrichtung des Luftausströmers verstellbar sein, sondern kann auch eine Komponente in der Durchströmungsrichtung aufweisen, das heißt schräg zur Durchströmungsrichtung verstellbar sein. Eine weitere erfindungsgemäße Möglichkeit, die Luftleiteinrichtung quer zur Durchströmungsrichtung des Luftausströmers zu verstellen ist eine Schwenkbarkeit der Luftleiteinrichtung oder eines Bestandteils der Luftleiteinrichtung um eine quer zum Gehäuse des Luftausströmers verlaufende Schwenkachse.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Umströmungskörper selbst quer oder schräg zu der Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse verlagerbar und/oder um eine quer zum Gehäuse verlaufende Schwenkachse schwenkbar ist und die Luftleiteinrichtung bildet.
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Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht ein Luftleitelement vor, das quer oder schräg zur Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse des Luftausströmers verlagerbar ist und die Luftleiteinrichtung bildet. In diesem Fall sind der Umströmungskörper und das Luftleitelement verschiedene Teile.
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Eine Weiterbildung sieht ein in einer Aussparung des Umströmungskörpers angeordnetes Luftleitelement vor, das quer zur Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse des Luftausströmers verlagerbar ist. Durch die Querverlagerbarkeit lässt sich das Luftleitelement auf der einen oder der gegenüberliegenden Seite aus dem Umströmungskörper vorstehend verstellen, so dass es den Durchströmungsquerschnitt auf der jeweiligen Seite des Umströmungskörpers mehr oder weniger, ganz oder gar nicht versperrt. Denkbar ist auch, dass das Luftleitelement auf beiden Seiten aus dem Umströmungskörper vorsteht und durch Querverstellung den Durchströmungsquerschnitt auf einer Seite vergrößert und auf der gegenüberliegenden Seite verkleinert.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen W-förmigen Querschnitt des Luftleitelements vor. Der Querschnitt des Luftleitelements verläuft in der Durchströmungsrichtung bzw. in einer Längsebene des Luftdurchströmers.
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Vorzugsweise befindet sich der Umströmungskörper näher an der Luftaustrittsöffnung als an der Lufteintrittsöffnung, so dass er die Durchströmung durch das Gehäuse des Luftausströmers an bzw. nahe an der Luftaustrittsöffnung beeinflusst und sich in die die Luftaustrittsöffnung verschließende Schließstellung verlagern lässt.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Umströmungskörper ein Tragflächenprofil, insbesondere ein symmetrisches Tragflächenprofil oder ein halbes symmetrisches Tragflächenprofil aufweist. Als halbes Tragflächenprofil wird ein quer „abgeschnittenes“ Tragflächenprofil bezeichnet, wobei das Tragflächenprofil an beliebiger Stelle „abgeschnitten“ sein kann und nicht in der Mitte „abgeschnitten“ sein muss. Insbesondere ist eine stumpfe Seite des halben Tragflächenprofils der Luftaustrittsöffnung zugewandt und verschließt in der Schließstellung die Luftaustrittsöffnung.
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Eine alternative Ausgestaltung sieht ein V-förmiges Profil des Umströmungskörpers vor, das eine Rundung anstelle einer Kante auf einer der Lufteintrittsöffnung zugewandten Anströmseite und ein insbesondere symmetrisches Trapezprofil auf einer der Luftaustrittsöffnung zugewandten Abströmseite aufweist.
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In bevorzugter Ausgestaltung weisen das Gehäuse und/oder der Umströmungskörper rechteckige Querschnitte auf. Insbesondere ist die Luftaustrittsöffnung schlitzförmig (sogenannte „Schlitzdüse“). Möglich ist beispielsweise auch ein ovaler Querschnitt des Gehäuses und/oder des Umströmungskörpers. Allgemein weist das Gehäuse und/oder der Umströmungskörper verschiedene Abmessungen senkrecht zueinander und quer zur Durchströmungsrichtung auf. Allerdings sind auch kreisförmige und quadratische Querschnitte möglich. Die Querschnitte stehen wie erwähnt senkrecht zu der Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse des Luftausströmers, wogegen das Profil ein Umriß von einer Seite gesehen ist, also ein Längsschnitt in der Durchström ungsrichtung.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- 1 einen Luftausströmer gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung geschnitten in einer Längsebene;
- 2 den Längsschnitt des Luftausströmers aus 1 von einer Seite gesehen;
- 3 den Luftausströmer aus 2 mit verstelltem Umströmungskörper;
- 4 den Luftausströmer aus 2 in einer Schließstellung;
- 5 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Luftausströmers in einem 2 entsprechenden Längsschnitt von einer Seite gesehen;
- 6 den Luftausströmer aus 5 mit einem verstellten Luftleitelement;
- 7 den Luftausströmer aus 5 in einer Schließstellung;
- 8 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Luftausströmers in einem 2 entsprechenden Längsschnitt von einer Seite gesehen;
- 9 den Luftausströmer aus 8 mit einem verstellten Luftleitelement;
- 10 den Luftausströmer aus 8 in einer Schließstellung.
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Die Figuren sind schematisierte und vereinfachte Darstellungen zum Verständnis und zur Erläuterung der Erfindung.
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Der in 1 bis 4 dargestellte, erfindungsgemäße Luftausströmer 1 ist zu einer Belüftung, Heizung und ggf. Kühlung eines Fahrgastraums eines nicht dargestellten Kraftwagens und zu einem Einbau in ein Armaturenbrett des Kraftwagens vorgesehen. Er weist ein rohrförmiges Gehäuse 2 mit einem rechteckigen Querschnitt mit einer rechteckigen Lufteintrittsöffnung 3 und einer ebenfalls rechteckigen Luftaustrittsöffnung 4 auf. Die Luftaustrittsöffnung 4 ist im Ausführungsbeispiel niedrig und breit und kann auch als schlitzförmig und der Luftausströmer 1 bzw. sein Gehäuse 2 als Schlitzdüse aufgefasst werden. Der Weg von der Lufteintrittsöffnung 3 zur Luftaustrittsöffnung 4 definiert eine Längsrichtung des Gehäuses 2.
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Mit Abstand von der Lufteintrittsöffnung 3 erweitert sich das Gehäuse 2 oben und unten S-förmig geschwungen und verjüngt sich anschließend zunächst bogenförmig und anschließend schräg und gerade wieder bis zu der Luftaustrittsöffnung 4. Im Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse 2 über seine gesamte Länge gleich breit. Eine Rechteckform ist nicht zwingend für den Luftausströmer 1 bzw. sein Gehäuse 2. Das Gehäuse 2 kann beispielsweise auch eine kreisförmige Lufteintrittsöffnung 3 aufweisen und seinen Querschnitt von der Lufteintrittsöffnung 3 zur Luftaustrittsöffnung 4 von rund zu rechteckig ändern (nicht dargestellt). Auch sind andere Gehäusequerschnitte als rund oder rechteckig möglich (nicht dargestellt).
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In einem durch die Erweiterung und die Verjüngung gebildeten, erweiterten Abschnitt weist das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 einen Umströmungskörper 5 mit einem liegenden V-Profil mit einer gerundeten Kante 6 auf. „Liegend“ meint, dass eine Mittellinie des V in der Längsrichtung des Gehäuses 2 verläuft. Die gerundete Kante 6 befindet sich auf einer der Lufteintrittsöffnung 3 zugewandten Anströmseite des Umströmungskörpers 5. Zur Luftaustrittsöffnung 4 hin verjüngt sich der Umströmungskörper 5 mit zwei Schrägflächen 7 und schließt mit einer quer zum Gehäuse 2 verlaufenden Endfläche 8 ab, die so groß wie die Luftaustrittsöffnung 4 ist. Die beiden Schrägflächen 7 und die Endfläche 8 bilden von der Seite gesehen ein Trapez, so dass der Umströmungskörper 5 aufgrund seines V-Profils auf der Anströmseite und des Trapezprofils auf einer der Luftaustrittsöffnung 4 zugewandten Abströmseite als ein V-förmiges Profil und ein Trapezprofil aufweisend aufgefasst werden kann.
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Mit einem Kreuztisch 9 an beiden Seiten ist der Umströmungskörper 5 in der Längsrichtung und quer zum Gehäuse 2 verstellbar. Eine Längsführung 10 des Kreuztisches 9 ist gehäusefest und eine Querführung 11 umströmungskörperfest oder umgekehrt. Mit der Querführung 11 lässt sich der Umströmungskörper 5 wie in 3 zu sehen nach oben und nach unten (nicht gezeichnet) bis zu einer Anlage innen am Gehäuse 2 verschieben oder allgemein verlagern. Wird der Umströmungskörper 5 im Gehäuse 2 nach oben verlagert, strömt zunehmend mehr Luft unten im Gehäuse 2 am Umströmungskörper 5 vorbei als oben. Liegt der Umströmungskörper 5 oben am Gehäuse 2 an, strömt die gesamte Luftmenge durch das Gehäuse 2 unten am Umströmungskörper 5 vorbei. Weil sich das Gehäuse 2 zur Luftaustrittsöffnung 4 hin verjüngt, also schräg von oben und von unten zusammenläuft, tritt der Luftstrom durch das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 schräg nach oben aus der Luftaustrittsöffnung 4 aus. Umgekehrt sind die Verhältnisse, wenn der Umströmungskörper 5 nach oben verlagert wird. Durch die Verlagerung des Umströmungskörpers 5 nach oben oder unten wird ein Verhältnis von Luftmengen, die den Umströmungskörper 5 unten und oben umströmen, geändert und eine Ausströmungsrichtung der Luft aus der Luftaustrittsöffnung 4 beeinflusst. Wegen seiner Verstellbarkeit quer zum Gehäuse 2, die das Verhältnis des den Umströmungskörper 5 unten und oben umströmenden Luftmengen ändert, bildet der Umströmungskörper 5 in 1 bis 4 zugleich auch eine Luftleiteinrichtung 12. Die Verlagerung des Umströmungskörpers 5 nach oben oder unten kann auch als Verstellung quer zum Gehäuse 2 aufgefasst werden, da sie quer zur Längsrichtung des Gehäuses 2 erfolgt.
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Zu einem Verschließen der Luftaustrittsöffnung 4 wird der Umströmungskörper 5 in eine Schließstellung in Richtung der Luftaustrittsöffnung 4 verschoben, bis seine Schrägflächen 7 innen am Gehäuse 2 anliegen und seine Endfläche 8 die Luftaustrittsöffnung 4 des Gehäuses 2 verschließt, wie in 4 gezeigt. Die Verschiebung des Umströmungskörpers 5 kann allgemein auch als Verlagerung aufgefasst werden. Der Umströmungskörper 5 befindet sich auch bei offener Luftaustrittsöffnung 4 nahe an der Luftaustrittsöffnung 4, er befindet sich näher an der Luftaustrittsöffnung 4 als an der Lufteintrittsöffnung 3 und er befindet sich vollständig oder überwiegend in dem sich zur Luftaustrittsöffnung 4 hin verjüngenden Teil des Gehäuses 2. Eine Verlagerung des Umströmungskörpers 5 in Richtung der Luftaustrittsöffnung 4 verkleinert Durchströmungsquerschnitte oben und unten zwischen dem Umströmungskörper 5 und dem Gehäuse 2, so dass sich die das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 durchströmende Luftmenge durch die Verlagerung des Luftausströmers 5 in der Längsrichtung des Gehäuses 2 verstellen lässt.
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Bei der nachfolgenden Erläuterung der 5 bis 7 und 8 bis 10 werden für mit 1 bis 4 übereinstimmende Elemente gleiche Bezugszahlen verwendet. Ein Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 5 bis 7 ist gleich ausgebildet wie das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 1 bis 4. In einem durch eine S-förmig geschwungene Erweiterung und eine sich anschließende, zunächst bogenförmige und anschließend schräge und gerade Verjüngung gebildeten, erweiterten Bereich weist das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 5 bis 7 wie in 1 bis 4 einen Umströmungskörper 5 auf. In 5 bis 7 weist der Umströmungskörper 5 ein halbes symmetrisches Tragflächenprofil auf, das der Lufteintrittsöffnung 3 zugewandt ist. „Halb“ bedeutet, dass das Tragflächenprofil mit einer geraden Endfläche 8 an einer der Luftaustrittsöffnung 4 zugewandten Abströmseite endet, die quer im Gehäuse 2 steht und so groß wie die Luftaustrittsöffnung 4 ist.
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In 5 bis 7 ist der Umströmungskörper 5 mit einer als Schiebeführung ausgebildeten Längsführung 10 in einer Längsrichtung des Gehäuses 2 verschiebbar bis in eine in 7 gezeigte Schließstellung, in der sich die Endfläche 8 des Umströmungskörpers 5 in der Luftaustrittsöffnung 4 des Gehäuses 2 des Luftausströmers 1 befindet und die Luftaustrittsöffnung 4 verschließt. Durch Verschiebung, die auch als Verlagerung aufgefasst werden kann, in der Längsrichtung des Gehäuses 2 lassen sich Durchströmungsquerschnitte oben und unten zwischen dem Umströmungskörper 5 und dem Gehäuse 2 verkleinern und vergrößern und damit eine das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 durchströmende Luftmenge steuern.
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Der Umströmungskörper 5 des Luftausströmers 1 aus 5 bis 7 weist eine Aussparung 13 auf, die über eine Breite des Umströmungskörpers 5 und von oben nach unten durch den Umströmungskörpers 5 durchgeht. In der Aussparung 13 ist ein Luftleitelement 14 angeordnet, das eine Luftleiteinrichtung 12 des Luftausströmers 1 bildet. Das Luftleitelement 14 hat einen Querschnitt eines stehenden Ws und ist um eine in einer Längsrichtung des Umströmungskörpers 5 und damit quer zum Gehäuse 2 verlaufende Schwenkachse 15 am Umströmungskörper 5 nach oben und nach unten schwenkbar. Im Ausführungsbeispiel steht das Luftleitelement 14 oben und unten aus dem Umströmungskörper 5 vor, es sind allerdings auch Ausführungen möglich, bei denen das Luftleitelement 14 nur nach oben oder nach unten aus dem Umströmungskörper 5 vorsteht, wenn es nach oben oder nach unten verschwenkt ist (nicht dargestellt). Durch Schwenken des Luftleitelements 14, wie in 6 gezeigt, nach unten oder nach oben wird ein Durchströmungsquerschnitt zwischen dem Umströmungskörper 5 und dem Gehäuse 2 oben verkleinert und unten vergrößert bzw. umgekehrt, wodurch sich ein Verhältnis der Luftmengen, die den Umströmungskörper 5 im Gehäuse 2 unten und oben umströmen, ändern lässt. Aufgrund des sich schräg zur Luftaustrittsöffnung 4 verjüngenden Gehäuses 2 ändert sich dadurch eine Richtung der Luftausströmung aus der Luftaustrittsöffnung 4 schräg nach oben oder unten. Das Luftleitelement 14 lässt sich bis zu einer Anlage oben oder unten im Gehäuse 2 schwenken, wodurch sich der Durchströmungsquerschnitt oben oder unten am Umströmungskörper 5 verschließen lässt, so dass Luft nur unten oder oben am Umströmungskörper 5 vorbeiströmen kann. Das Schwenken des Luftleitelements 14 kann allgemein auch als Verstellen quer zu einer Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aufgefasst werden.
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Ein Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 8 bis 10 ist etwas anders ausgebildet als das Gehäuse 2 der Luftausströmer 1 aus 1 bis 4 und aus 5 bis 7. Wie in 1 bis 4 und 5 bis 7 ist das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 8 bis 10 rohrförmig mit einem rechteckigen Querschnitt und verjüngt sich bogenförmig zu einer Luftaustrittsöffnung 4. Anders als in 1 bis 4 und 5 bis 7 erweitert sich das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 aus 8 bis 10 nicht zwischen einer Lufteintrittsöffnung 3 und der Luftaustrittsöffnung 4, sondern weist ausgehend von der Lufteintrittsöffnung 3 zunächst einen konstanten, rechteckigen Rohrquerschnitt auf, bevor es sich bogenförmig mit weiterhin rechteckigem Rohrquerschnitt zur Luftaustrittsöffnung 4 verjüngt, die rechteckig ist und als schlitzförmig aufgefasst werden kann.
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In einem sich bogenförmig zur Luftaustrittsöffnung 4 verjüngenden Bereich ist in dem Gehäuse 2 ein Umströmungskörper 5 angeordnet, der ein symmetrisches Tragflächenprofil aufweist, was allerdings nicht zwingend für die Erfindung ist. Das runde Ende des Tragflächenprofils weist zur Luftaustrittsöffnung 4, das spitze Ende zur Lufteintrittsöffnung 3. Das Tragflächenprofil wird also genau umgekehrt wie bei einem Flugzeugflügel umströmt. In 8 bis 10 bildet der Umströmungskörper 5 zugleich ein Luftleitelement 14 bzw. eine Luftleiteinrichtung 12 und ist um eine Schwenkachse 15 schwenkbar, die in Längsrichtung des Umströmungskörpers 5 und quer zum Gehäuse 2 sowie quer zu einer Durchströmungsrichtung durch das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 verläuft. Durch Schwenken um die Schwenkachse 15 lässt sich der Umströmungskörper 5 als Luftleitelement 14 quer zur Durchströmungsrichtung des Gehäuses 2 verstellen und dadurch eine Austrittsrichtung einer Luftströmung aus der Luftaustrittsöffnung 4 lenken: Wird der Umströmungskörper 5 wie in 9 zu sehen nach unten geschwenkt, umströmt ihn Luft im Gehäuse 2 oben, wobei die Luft vom Umströmungskörper 5 zunächst nach oben und anschließend von dem sich zur Luftaustrittsöffnung 4 verjüngenden Gehäuse 2 nach unten umgelenkt wird, so dass die Luft schräg nach unten aus der Luftaustrittsöffnung 4 des Gehäuses 2 des Luftausströmers 1 ausströmt. Allgemein ausgedrückt strömt die Luft aus der Luftaustrittsöffnung 4 schräg in einer Richtung aus, die der Richtung entgegengesetzt ist, in die der Umströmungskörper 5 verstellt bzw. geschwenkt wird.
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In 8 bis 10 ist die Schwenkachse 15 des Umströmungskörpers 5 mit einer als Schiebeführung ausgebildeten Längsführung 10 in einer Längsrichtung des Gehäuses 2 verschiebbar. Dadurch lässt sich der Umströmungskörper 5 in eine in 10 gezeigte Schließstellung verschieben, in der er die Luftaustrittsöffnung 4 des Gehäuses 2 des Luftausströmers 1 verschließt. Durch Verschiebung, die auch als Verlagerung aufgefasst werden kann, in der Längsrichtung des Gehäuses 2 lassen sich Durchströmungsquerschnitte oben und unten zwischen dem Umströmungskörper 5 und dem Gehäuse 2 verkleinern und vergrößern und damit eine das Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 durchströmende Luftmenge steuern.
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In einem Abschnitt des Gehäuses 2 des Luftausströmers 1 aus 8 bis 10 sind zwischen der Lufteintrittsöffnung 3 und dem Umströmungskörper 5 zueinander parallele Lamellen 16 nebeneinander angeordnet. Die Lamellen 16 sind senkrecht zu dem Umströmungskörper 5 angeordnet und gemeinsam um zueinander parallele und zur Schwenkachse 15 des Umströmungskörpers 5 senkrechte Drehachsen 17 schwenkbar. Mit den Lamellen 16 lässt sich ein Luftstrom durch das Gehäuse 2 in einer zu einer Luftlenkungsrichtung des Umströmungskörpers 5 senkrechten Richtung lenken. Solche Lamellen 16 können auch in den Gehäusen 2 der Luftausströmer 1 aus 1 bis 4 und 5 bis 7 vorgesehen werden (nicht dargestellt). Die Lamellen 16 bilden ebenso wie der Umströmungskörper 5 Luftleitelemente zum Lenken eines Luftstroms im Gehäuse 2 des Luftausströmers 1 und insbesondere aus der Luftaustrittsöffnung 4 in zwei zueinander senkrechten Richtungen.
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Die erfindungsgemäßen Luftausströmer 1 können auch stehend oder schräg anstatt wie gezeichnet liegend bzw. horizontal angeordnet sein. Der Umströmungskörper ist dann zur Seite oder schräg zur Seite und nach oben oder unten anstatt nach oben oder unten verlagerbar.
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Bezugszeichenliste
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Luftausströmer für einen Fahrgastraum eines Kraftwagens
- 1
- Luftausströmer
- 2
- Gehäuse
- 3
- Lufteintrittsöffnung
- 4
- Luftaustrittsöffnung
- 5
- Umströmungskörper
- 6
- gerundete Kante
- 7
- Schrägfläche
- 8
- Endfläche
- 9
- Kreuztisch
- 10
- Längsführung
- 11
- Querführung
- 12
- Luftleiteinrichtung
- 13
- Aussparung
- 14
- Luftleitelement
- 15
- Schwenkachse
- 16
- Lamelle
- 17
- Drehachse
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102013210055 B3 [0002]
- EP 1454780 A2 [0003]