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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung aus Flachstahl zur Verwendung in Bewehrungskörben, insbesondere als Transportanker für Doppelwände oder Fertiggaragen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Stahlbeton ist aufgrund seiner Belastbarkeit eine weit verbreitete Bausubstanz, gerade bei Brücken oder großen Hallen. Stahlbeton besteht aus einem Stahlgerüst, dem sogenannten Bewehrungskorb, welches vollständig von Beton umgossen und abgedeckt ist. Die Zugfestigkeit des Stahls und die Druckfestigkeit des Betons ergeben die hohe Stabilität dieser Bausubstanz.
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Der Stahlbeton für ein Bauteil (beispielsweise für ein Wandstück oder ein Brückenpfeilerstück) wird hergestellt, indem der Bewehrungskorb nach den Vorgaben eines Statikers innerhalb einer der Form des Bauteils angepassten Betonschalung, zusammengesteckt wird. Diese Betonschalung wird anschließend mit Beton ausgegossen, welcher in der Verschalung aushärtet. Die Fertigung dieser Bauteile kann dabei auf der Baustelle an dem Ort vollzogen werden, an dem die Bauteile letztlich verbaut werden sollen. Dabei wird der Beton (auch genannt Ortbeton) durch Mischfahrzeuge vorgemischt angeliefert. Alternativ können Betonfertigteile (beispielsweise Platten, Träger) abseits der Baustelle in einer Fertigungshalle vorgefertigt werden. Von dieser Fertigungshalle müssen Bauteile aus Stahlbeton auch unter Einsatz von Lastenkränen an den Bestimmungsort gehoben werden. Um diesen Transport zu ermöglichen, werden in den Stahlbeton Transportvorrichtungen, sogenannte Transportanker mit eingegossen. Diese Transportanker müssen zum Transport dieser hohen Lasten in der Lage sein und dürfen keine Unfallgefahr darstellen, beispielsweise durch ein Ausziehen oder ein Ausreißen der Anker aus dem Beton beim Anheben mit einem Kran.
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Als zweckmäßig hat sich eine kombinierte Stahlbetonbauweise aus Ortbeton und Betonfertigteilen erwiesen. Bei einer Wand aus Stahlbeton werden in der Fertigungshalle die innere Schicht und die äußere Schicht der Wand als Betonverschalung vorgefertigt. Diese beiden Betonverschalungswände sind durch Gitterträger miteinander verbunden. Es entsteht eine sogenannte Doppelwand. Auf der Baustelle wird die Doppelwand zunächst an ihren Bestimmungsort gehoben und anschließend mit Ortbeton ausgegossen. Mit diesem Verfahren kann durch die fabrikmäßige Produktion der Betonschalen eine hohe Qualität und Genauigkeit bei der Form sichergestellt werden. Durch das Ausgießen der Verschalung (der sogenannte Verschalungskern) auf der Baustelle mit Ortbeton wird Gewicht beim Transport der Verschalung von der Fertigungshalle auf die Baustelle eingespart. Die Dicke der Betonverschalungswände beträgt meist 5-6 cm, während die Dicke des Verschalungskerns bis zu 35 cm betragen kann. Alternativ zu Beton könnte der Verschalungskern zumindest teilweise auch aus Isoliermaterial für die Gebäudedämmung bestehen.
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Um eine Doppelwand beispielsweise mit einem Kran zu transportieren (etwa zum Verladen auf einen Lastkraftwagen), sind auch in der Doppelwand entsprechende Transportanker mit eingegossen. Diese Transportanker müssen für Belastung in eine Richtung parallel zur Wand (Axialzug), aber auch schräg zur Ebene der Wand (Schrägzug) geeignet sein. Dieses Prinzip für den Transport von Doppelwänden ist auch für den Transport von Fertiggaragen anwendbar. Auch hier gilt, dass sehr dünne, aber auch sehr schwere Wände angehoben werden müssen und es ein Ausziehen bzw. Ausreißen der Transportanker aus den Wänden unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Auch Rissbildung oder ein Abplatzen des Betons von der Wand bzw. den Betonschalen im Bereich der Transportanker infolge unvorteilhafter Kraftverteilung im Fertigbeton selbst ist unerwünscht.
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Aus dem Stand der Technik sind verschiedenste Ausführungsformen von Doppelwandtransportankern bekannt (
EP 3029220 A1 ,
DE 10038249 B4 ,
DE 10116673 A1 ,
DE 29914235 U1 ,
DE 102006062411 A1 ,
DE 102007039123 B4 ,
DE 102011055142 A1 ,
DE 202008011383 U1 ,
DE 202012001342 U1 ,
DE 202013100995 U1 ). Dabei weist jede Betonschale mindestens einen Anker aus geripptem oder glattem Stahl auf. Diese mindestens zwei Anker, die sogenannten Schenkel, sind über einen Bügel verbunden, der sich im Zwischenraum zwischen den beiden Betonschalen erstreckt. An diesem Bügel kann ein Anschlagmittel zum Transport der Doppelwand (Kranhaken, Karabiner) anbinden. Zusätzlich zum Bügel sind die Schenkel über eine Querstrebe (auch Druckbolzen, Druckelement, Druckstab, Querstab, Querteil, Quersteg oder Querbolzen genannt) verbunden. Je größer und schwerer das zu transportierende Betonfertigteil, und je größer die zu erwartende Belastung am Montageort, desto stärker muss auch die Bewehrung ausgeführt sein. Dies bedeutet, dass der Durchmesser des verwendeten Stabmaterials auch für die Transportanker ansteigen muss. Nachteilig ist hier beim Stand der Technik, dass insbesondere bei dünnen Wänden (beispielsweise bei Doppelwänden oder Fertiggaragen) dabei die zulässige Mindestbetondeckung oft unterschritten wird.
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Sowohl für die Transport-, als auch für die Betriebssicherheit ist eine Mindestbetondeckung notwendig. Die Mindestbetondeckung beschreibt die Schichtdicke an Beton, die zwischen dem Stahl und der Umgebung aufgetragen werden muss. Sie ist abhängig von zu erwartenden Umweltbedingungen (Korrosionsschutz), Stärke der verwendeten Stähle und der Festigkeit des verwendeten Betons. Typischerweise muss für Außenwände zur Außenseite eine Betondeckung von ca. 3 cm eingehalten werden. Wird beispielsweise für das Stahlgerüst der Bewehrung eine Baustahlmatte aus Stäben mit einem Kreisdurchmesser von 6 mm verwendet, so ist das Stahlgerüst schon mindestens 12 mm dick. Mit steigendem Gewicht der Betonschale werden handelsübliche Rundstähle mit einem Durchmesser von meist etwa 16 mm notwendig, um die notwendige Querschnittsfläche zur Verfügung zu stellen. Damit ließe sich eine große, aber gleichzeitig dünne Wand nicht mehr fertigen. Für die Realisierung eines dünnen, aber dennoch großen und damit schweren Betonfertigteils ist der verwendete Betonrippenstahl mit annähernd kreisrundem Querschnitt somit ungeeignet.
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Aus dem Stand der Technik
DE 2317826 C3 ist ein Betonrippenstahl mit einem ovalen Querschnitt bekannt. Damit lässt sich prinzipiell ein vergleichsweise weniger breiter Bewehrungskorb, ohne Reduzierung der Querschnittsfläche des Stahls, aufbauen. Aber auch der ovale Querschnitt löst dieses Problem nur unzureichend, da das Verhältnis von Länge zu Breite des Querschnitts nicht beliebig variiert werden kann.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den bisherigen Stand der Technik zu verbessern. Zur Lösung der Aufgabe ist die im Anspruch 1 und Anspruch 10 angegebene Vorrichtung bzw. Anordnung, vorzugsweise für Transportanker von Doppelwänden oder Fertiggaragen vorgeschlagen. Optionale, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Die Erfindung ist ein Transportanker für Stahlbeton-Bauteile. Der Transportanker weist dabei wenigstens einen in das Bauteil einbringbaren Verankerungskörper mit stab- oder schenkelartiger Grundform auf. Der Bewehrungsstahl ist wenigstens auf einer Teillänge flach und mit einem im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt, vergleichbar mit einem dicken Blech, ausgeführt. Der rechteckige Querschnitt weist dabei die gleiche Querschnittsfläche auf, wie der für die Belastung berechnete runde Querschnitt. Entsprechend den Anforderungen fällt der Zuschnitt des Querschnitts entsprechend breiter oder schmaler aus. Die breite Seite des rechteckigen Querschnitts ist im Wesentlichen parallel zur breiten Seite der Außenwand des Betonfertigteils hin ausrichtbar. Durch diese Ausrichtung des Transportankers in einem schmalen Betonfertigteil kann ein der Belastung entsprechend großer Querschnitt des Bewehrungsstahls bei gleichzeitig ausreichender Betondeckung realisiert werden. Durch die Verwendung von Flachmaterial mit einer Stärke von 3-5 mm können im Vergleich zur Verwendung eines gleichstarken Rundstahls im Schnitt ca. 10 mm Breite bei der Bewehrung eingespart werden. Dadurch kann unter Umständen auch die Betonschale insgesamt dünner ausfallen. Bei der Verwendung des flachen Bewehrungsstahls in einem Transportanker für Doppelwände oder Fertiggaragen ist es zweckmäßig, dass der Bewehrungsstahl über seine gesamte, im Beton eingetauchte, Länge flach ausgebildet ist. Abhängig von alternativen Anwendungen, der Ausformung des Betonfertigteils, der Festigkeit des verwendeten Betons und den gesetzlichen Vorschriften/Normen kann der Bewehrungsstahl auch nur in den Teilbereichen flach ausgebildet sein.
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Der verwendete Bewehrungsstahl wird auch im Stand der Technik üblicherweise als annähernd kreisrunder Betonrippenstahl ausgeführt. Die Rippen erfüllen dabei verschiedene Funktionen. Die wichtigste Aufgabe ist die Ausbildung eines Verbunds zwischen dem Stahl und dem Beton. Daher können die Rippen auch allgemein als Verbundelemente bezeichnet werden. In Abgrenzung dazu wird das innere Material mit geschlossenem Querschnitt als Kernmaterial bezeichnet. Die Verbundelemente können auf verschiedenste Arten ausgeführt, angebracht und positioniert sein, um auch ihre weiteren Aufgaben zu erfüllen. So reduzieren sie die Kerbempfindlichkeit und verhindern auch ein Verdrehen des Materials im Beton beim Ausgießen oder bei Belastung nach der Montage. Auch die Dauerschwingfestigkeit und damit die dauerhafte Belastbarkeit des Fertigbetons werden durch das Hinzufügen von Verbundelementen an den Bewehrungsstahl verbessert. Typischerweise weist wenigstens die zur Außenseite zeigende Seite des Flachmaterials Verbundelemente auf, da dies die Seite mit der größeren Betondeckung ist und dort folglich auch größere Zugkräfte aufgenommen werden müssen.
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Die Verbundelemente können als Vorsprünge, beispielsweise als Wellen, Beulen, Konizität oder sonstige Verdickungen, ausgeführt sein. Sie können sich in ihrer Form, Größe und in ihrer Anordnung auf dem Kernmaterial unterscheiden. Auch der Übergang des Vorsprungs auf das Kernmaterial kann unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Vorsprünge können aufgewalzt, aufgeschweißt, aufgestaucht, aufgespreizt oder durch ein sonstiges gängiges Verfahren aus dem Stand der Technik bereitgestellt werden.
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Neben Vorsprüngen können die Verbundelemente auch als Vertiefungen ausgeführt werden, die den gleichen Zweck wie Vorsprünge erfüllen. Die Vertiefungen können beispielsweise Löcher, Kerben, Taschen, Nuten oder sonstige Rillen sein.
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Als besonders wirkungsvolles Verbundelement können an den schmalen Seiten des rechteckigen Flachstahl-Querschnitts großflächige Vorsprünge stoffschlüssig angebracht werden. Diese flächigen Vorsprünge sind mit ihrer Fläche im Wesentlichen in derselben Ebene oder im Wesentlichen parallel zur Ebene des Flachstahls ausgerichtet. Dadurch kann eine verbesserte Verbundwirkung erzielt werden, ohne dass die Gesamtdicke des flachen Bewehrungsstahls ansteigt und die Betondeckung zur Außenfläche der Wand hin verringert werden muss.
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Bewehrungsstahl kann auch glatt, d.h. ohne Verbundelemente ausgeführt sein. Um in diesem Fall dennoch eine ausreichende Verbundwirkung zwischen Stahl und Beton sicherzustellen, können die Stähle an ihren freien, unteren, eingetauchten Enden umgebogen werden. Insbesondere für Transportanker ist meist vorgeschrieben, dass sie bei glatter Ausführung an ihrem eingetauchten Ende umgebogen sind. Alternativ können sie auch in Teilbereichen wendelförmig mit wenigstens einer halben Windung verdreht sein. Alternativ zum Umbiegen kann das freie, untere, eingetauchte Ende eingeschnitten, eingekerbt und anschließend aufgespreizt werden. Dieser Bearbeitungsschritt kann auch zusätzlich zum Umbiegen der Enden angewendet werden.
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Doppelwandtransportanker, für bereits beschriebene Doppelwände, aus Flachstahl sind zum Transport von zwei Verschalungswänden ausgelegt. Zu diesem Zweck weist jede Verschalungswand wenigstens einen erfindungsgemäß ausgebildeten und ausgerichteten Verankerungskörper, ganz oder teilweise mit einem Flachstahlstück oder Flachstahlabschnitt ausgebildet, auf. Diese wenigstens zwei Verankerungskörper bilden die Schenkel des Doppelwandtransportankers und sind vorzugsweise über einen Bügel miteinander verbunden, der gleichzeitig als Anschlagmittel dient. Die Schenkel können entsprechend einer U-artigen, W-artigen oder sonst um 180 Grad gebogenen oder gekrümmten Grundform mit gegenüberliegenden Schenkelabschnitten verlaufen. Zusätzlich zum Bügel befinden sich im Zwischenraum zwischen den beiden Betonschalen wenigstens eine obere und eine untere Querstrebe zur Aufnahme von Druckkräften zwischen den Schenkeln, die gleichzeitig vorzugsweise stoffschlüssig mit diesen verbunden sind.
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Der Bügel, der als Anschlagmittel dient, kann zusätzlich mit einer Aussteifung versehen sein, die das Abknickverhalten des Doppelwandankers verbessert. Die Aussteifung kann auch als Abstandhalter beim Herstellen der Doppelwand genutzt werden. Diese Funktionalität kann auch von einer Querstrebe übernommen werden, die ebenfalls mit einer zusätzlichen Aussteifung versehen sein kann. Transportanker können auch alternative Vorrichtungen besitzen, die als Anschlagmittel ausgebildet sind. Das Anschlagmittel kann beispielsweise als Öse am oberen, nicht eingetauchten Ende des Flachstahls angeschweißt oder als aufgepresste Gewindehülse mit einem Innengewinde ausgeführt sein. Auch in die Öse könnte beispielsweise der Kranhaken eines Baustellenkrans eingreifen.
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Eigenständiger Erfindungsschutz wird auch beansprucht für Bewehrungsmaterial mit näherungsweise rechteckigem Querschnitt für Stahlbeton-Bauteile, beispielsweise für einen Transportanker, aber auch für andere Elemente und Vorrichtungen in der Bewehrung. Dieses Bewehrungsmaterial ist dadurch gekennzeichnet, dass es teilweise oder vollständig mit einem Flachstahlstück oder Flachstahlabschnitt ausgebildet ist, welches oder welcher einen Querschnitt aufweist, der wenigstens auf einer Teillänge des Bewehrungsmaterials rechteckig ist.
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Eigenständiger Erfindungsschutz wird weiter beansprucht für eine Anordnung für eine Doppelwand mit zwei gegenüberliegenden Betonwänden und wenigstens einem in jeder Betonschale eingebrachten Transportanker, der zum Transport von Doppelwand-Anordnungen ausgebildet ist, wobei ein Verankerungskörper mit Flachstahl mit rechteckigem Querschnitt entsprechend einer U-artigen, W-artigen oder sonst um 180 Grad gebogenen oder gekrümmten Grundform mit gegenüberliegenden Schenkelabschnitten verläuft, Die Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Breitseiten des rechteckigen Flachstahl-Querschnitts parallel zu einer Wandebene der gegenüberliegenden Betonwände ausgerichtet sind.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale, Merkmalskombinationen, Wirkungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung und den Zeichnungen. Diese zeigen in
- 1 einen erfindungsgemäßen Flachtransportanker aus Tränenblech mit angeschweißter Öse in perspektivischer Darstellung, in
- 1a einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verankerungskörper entlang der Schnittlinie A-A aus 1, in
- 2 einen erfindungsgemäßen Flachtransportanker aus Tränenblech mit aufgepresster Gewindehülse in perspektivischer Darstellung, in
- 3 einen erfindungsgemäßen Doppelwandtransportanker in perspektivischer Darstellung, in
- 4 eine Anordnung eines Doppelwandtransportankers in einer Doppelwand in einer Schnittansicht und in
- 5. einen erfindungsgemäßen Doppelwandtransportanker mit zusätzlichen großflächigen Vorsprüngen in perspektivischer Darstellung.
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In 1 ist ein Transportanker in Flachbauweise 1a mit einem rechteckigen Querschnitt 4c und einer Öse 2a ausgeführt, beispielsweise für flache Wände oder Fertiggaragen. Die Öse 2a ist mit zwei Schweißnähten 3a mit dem Kernmaterial bzw. dem Kernkörper 4 des Ankers verbunden. Der Flachanker 1a ist beispielsweise in einem dünnen Fertigbetonbauteil so ausgerichtet, dass die breite Seite 4d des rechteckigen Querschnitts 4c und damit die größte Seitenfläche des Ankers möglichst parallel zur größten Seite des Fertigbetonbauteils ausgerichtet ist. Gleichzeitig ist der Transportanker 1a bei der Verwendung zum Transport lotrecht ausgerichtet, d.h., dass das freie, eingetauchte Ende 4a des Ankers in dieser Ausführung senkrecht, bzw. vertikal nach unten zeigt. Das Ende 4a könnte aber auch umgebogen oder aufgespreizt sein, um die Verbundwirkung zwischen Verankerungskörper und dem Beton zu erhöhen. An der Öse 2a kann sich ein Kranhaken oder ein Karabiner einhaken. Hier abgebildet ist der Flachtransportanker 1a aus zwei Lagen Tränenblech ausgeführt, die an ihren glatten Flächen miteinander verbunden sind. Das Tränenblech weist entsprechende Rippen 5 auf, die die Verbundwirkung zwischen Stahl und Beton sicherstellen. Rechnerisch würde so ein Anker 1a aus 4 mm dickem Tränenblech bis zu 2068 kg tragen können.
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1a zeigt den rechteckigen Querschnitt 4c des Verankerungskörpers entlang der Schnittlinie A-A aus 1. Der Querschnitt 4c weißt zwei schmale Seiten 4e und zwei breite Seiten 4d auf.
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In 2 ist ein baugleicher Flachtransportanker 1b abgebildet mit dem einzigen Unterschied zu 1, dass das Anschlagmittel aus einer Gewindehülse 2b mit Innengewinde besteht, welche mit dem Kernmaterial 4 des Flachankers 1b verpresst 3b ist.
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In 3 sind zwei Flachtransportanker als zwei Schenkel 4b eines sogenannten Doppelwandankers 6 ausgeführt. Diese Doppelwandanker 6 sind meist achsensymmetrisch zu einer in Transportposition vertikalen Achse ausgeführt. Diese beiden Schenkel 4b sind über einen Bügel 2c miteinander verbunden. In den Bügel 2c kann sich ein Kranhaken oder ein Karabiner einhaken. Zur Aufnahme von Druckkräften beim Transport einer Doppelwand 6 sind die beiden Schenkel 4b mit einer in Transportstellung oberen Querstrebe 7b und einer unteren Querstrebe 7a ausgeführt. Die obere Querstrebe 7b befindet sich im Bereich der 45°-Biegung am Übergang des Schenkels 4b und des Bügels 2c. Sie ist aus einem einfachen und kostengünstigen Rohr ausgeführt und zwischen den Ankerschenkeln 4b eingeschweißt. Aus Stabilitätsgründen ist zusätzlich am unteren Ende 4a der Schenkel eine weitere Querstrebe 7a eingeschweißt.
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4 zeigt den Einbau eines Doppelwandtransportankers in eine Doppelwand mit ihren beiden Betonschalen 8a, zwischen denen sich ein Zwischenraum 8b erstreckt, der auf der Baustelle entweder mit Ortbeton oder mit Dämmmaterial ausgefüllt wird. Die Schenkel 4b aus Flachmaterial sind vollständig in die Betonschale 8a eingegossen. Beide Schenkel 4b sind mit einem Bügel 2c, einer in Transportrichtung unteren Querstrebe 7a und einer oberen Querstrebe 7b verbunden, die sich über den Zwischenraum 8b hinweg erstrecken. Kommt nun beispielsweise ein Kranhaken in Eingriff mit dem Bügel 2c, so wird auf den Transportanker 6 eine Belastung in eine Richtung nach oben parallel zur Wand (Axialzug), aber auch schräg zur Ebene der Betonschale 8a (Schrägzug) ausgeübt. Exemplarisch ist mit zwei Doppelpfeilen die Betondeckung 8c eingezeichnet. Gerade bei dünnen Betonschalen 8a gewährleisten die flache Ausführung des Ankers und seine Anordnung in der Betonschale 8a, dass die gewünschte oder vorgeschriebene Mindestbetondeckung nicht unterschritten wird. Soll nun durch Hinzufügen von Vorsprüngen 5 die Verbundwirkung zwischen Doppelwandanker 6 und Betonschale 8a verbessert werden, ist es vorteilhaft, dass die Vorsprünge 5 die Gesamtdicke 4e der Schenkel 4b nicht erhöhen und somit auch die Betondeckung 8c nicht verringern.
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In 5 sind daher in einer besonderen Ausführungsform diese Vorsprünge an den schmalen Seiten 4e des Schenkels 4b als großflächige Vorsprünge 5a angebracht. Diese flächigen Vorsprünge 5a sind mit ihrer Fläche im Wesentlichen in derselben Ebene oder im Wesentlichen parallel zur Ebene des Flachstahls ausgerichtet. Diese Vorsprünge/Ohren 5a erhöhen die Verbundwirkung mit dem Beton. Gleichzeitig sind sie so ausgeformt und angeordnet, dass die Dicke 4e des Schenkels 4b nicht oder nur unwesentlich erhöht wird.
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Bezugszeichenliste
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- 1a
- Flachtransportanker mit Öse
- 1b
- Flachtransportanker mit Gewindehülse
- 2a
- Öse
- 2b
- Gewindehülse
- 2c
- Bügel für Anschlagmittel
- 3a
- Schweißnaht für Öse
- 3b
- Pressklemme für Gewindehülse
- 4
- Transportankerkern/Verankerungskörper
- 4a
- unteres Ende des Flachtransportankers
- 4b
- Doppelwandankerschenkel
- 4c
- Querschnitt des Transportankerkerns/Transportankerschenkels
- 4d
- breite Seite des Ankerquerschnitts
- 4e
- schmale Seite des Ankerquerschnitts
- 5
- Verbundelemente/Vorsprünge, beispielsweise Rippen
- 5a
- Vorsprünge an den Schmalseiten
- 6
- Doppelwandtransportanker
- 7a
- untere Querstrebe
- 7b
- obere Querstrebe
- 8a
- Schale aus Fertigbeton
- 8b
- Zwischenraum der Betonschalen (Kern)
- 8c
- Betondeckung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 3029220 A1 [0006]
- DE 10038249 B4 [0006]
- DE 10116673 A1 [0006]
- DE 29914235 U1 [0006]
- DE 102006062411 A1 [0006]
- DE 102007039123 B4 [0006]
- DE 102011055142 A1 [0006]
- DE 202008011383 U1 [0006]
- DE 202012001342 U1 [0006]
- DE 202013100995 U1 [0006]
- DE 2317826 C3 [0008]