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Die Erfindung betrifft eine Schalldämpfervorrichtung für eine Druckreduktionsvorrichtung, eine Druckreduktionsvorrichtung mit einer Schalldämpfervorrichtung, sowie eine Tankanlage mit einer Druckreduktionsvorrichtung.
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Üblicherweise weisen Tankanlagen, wie etwa Vakuumtankanlagen, Druckreduktionsvorrichtungen auf, mittels welcher ein in der Tankanlage bestehender Überdruck zumindest teilweise in kontrollierter Weise abgebaut werden kann. Dies erfolgt häufig über ein Ventil, beispielsweise einen Kugelhahn, welches geöffnet werden kann, wenn der Druck eines Fluides in der Tankanlage einen vorbestimmten Wert erreicht hat, sodass das unter erhöhtem Druck stehende Fluid zumindest teilweise aus der Tankanlage entweichen kann. Sobald eine ausreichende Menge an Fluid abgeblasen wurde und der Überdruck in der Tankanlage bis zu einem vorbestimmten Wert abgebaut ist, kann das Ventil wieder geschlossen werden, um ein unnötiges Abblasen bzw. Entweichen von Fluid aus der Tankanlage über das Ventil bzw. Sicherheitsventil zu vermeiden.
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Beim Abblasen bzw. Entweichen des Fluides aus der Tankanlage kommt es häufig zu einer Geräuschentwicklung. Je größer der abzubauende Überdruck in der Tankanlage ist, desto größer können oftmals auch die entstehenden Geräusche beim Abblasen des Fluid sein. Insbesondere kann die Geräuschentwicklung beim Abblasen des Fluides zu einer unerwünschten Lärmbelastung in der Umgebung der Tankanlage führen. Vor allem in lärmempfindlichen Bereichen, wie beispielsweise in Wohngebieten und/oder in der Nähe von Krankenhäusern oder Kliniken, kann dadurch der reguläre Betrieb einer Tankanlage aufgrund der Geräuschentwicklung beim Abblasen von Fluid zum Abbau eines Überdrucks störend in Erscheinung treten.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Betriebsgeräusche einer Tankanlage beim Abblasen von Fluid, insbesondere zum Abbau eines Überdrucks zu reduzieren.
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Die Aufgabe wird durch eine Schalldämpfervorrichtung, eine Druckreduktionsvorrichtung und eine Tankanlage mit den Merkmalen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstände der abhängigen Ansprüche.
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In einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung eine Schalldämpfervorrichtung für eine Druckreduktionsvorrichtung einer Tankanlage, wobei die Schalldämpfervorrichtung eine Einlassöffnung aufweist, welche dazu eingerichtet ist, mit einem Auslassventil der Tankanlage verbunden zu werden. Zudem weist die Schalldämpfervorrichtung zumindest ein Schalldämpferelement auf, welches sich zwischen der Einlassöffnung und einer Auslassöffnung der Schalldämpfervorrichtung erstreckt und dazu eingerichtet ist, einen Schalldruck eines von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung strömenden Fluides zu reduzieren.
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In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Druckreduktionsvorrichtung für eine Tankanlage, umfassend ein Auslassventil, welches dazu eingerichtet ist, in geschlossenem Zustand die Tankanlage fluiddicht zu verschließen und in geöffnetem Zustand ein Ausströmen eines Fluides aus der Tankanlage zu ermöglichen, um einen Druck des Fluides in der Tankanlage zu reduzieren. Ferner umfasst die Druckreduktionsvorrichtung eine Schalldämpfervorrichtung, welche derart mit dem Auslassventil verbunden ist, dass das aus der Tankanlage ausströmende Fluid über die Schalldämpfervorrichtung entweicht. Die Schalldämpfervorrichtung ist dabei derart eingerichtet, dass diese einen durch das ausströmende Fluid entstehenden Schalldruck reduziert.
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In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Tankanlage mit einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung.
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Vorzugsweise sind die Schalldämpfervorrichtung und/oder die Druckreduktionsvorrichtung für flüssige und/oder gasförmige Fluide ausgelegt. Insbesondere kann das Fluid als Gas vorliegen, wie etwa als gasförmiger Stickstoff, Kohlendioxid, Sauerstoff, Edelgas oder als anderes Gas. Ferner kann die Druckreduktionsvorrichtung und/oder die Schalldämpfervorrichtung auch für Tankanlagen geeignet sein, welche zur Speicherung eines flüssiges Fluid ausgelegt sind, wobei beim oder vor dem Ausströmen das Fluid zumindest teilweise in die Gasphase übergeht.
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Die Erfindung bietet dabei den Vorteil, dass die Geräuschentwicklung beim Abblasen von Fluid aus der Tankanlage zur Reduktion eines Überdrucks reduziert werden kann, ohne dass Anpassungen des sicherheitsrelevanten Abblasens von Fluid aus der Tankanlage notwendig sind. Insbesondere bietet die Erfindung den Vorteil, dass die durch das Abblasen von Fluid entstehenden Geräusche mittels der Schalldämpfervorrichtung derart abgeschwächt werden können, dass die Lärmbelastung in der Umgebung der Tankanlage signifikant reduziert werden kann. Dies bietet den Vorteil, dass der Betrieb einer Tankanlage unter Verwendung der Erfindung auch in lärmsensitiven Umgebungen möglich ist, ohne durch den regulären Betrieb der Tankanlage und insbesondere durch das Abblasen von Fluid bei Vorliegen eines Überdrucks in der Tankanlage zu einer Lärmbelästigung in der Umgebung der Tankanlage zu führen.
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Ferner bietet die Erfindung den Vorteil, dass eine erfindungsgemäße Schalldämpfervorrichtung und/oder eine erfindungsgemäße Druckreduktionsvorrichtung auch in eine bereits bestehende Tankanlage nachgerüstet werden kann, wodurch bereits installierte Tankanlagen, insbesondere in lärmsensitiven Umgebungen, dahingehend verbessert werden können, dass eine durch diese Tankanlagen verursachte Lärmbelastung in deren Umgebung für die Zukunft reduziert werden kann.
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Die Erfindung bietet ferner den Vorteil, dass sich die Schalldämpfervorrichtung vorzugsweise in die Druckreduktionsvorrichtung integrieren lässt, sodass diese vorzugsweise eine integrale Einheit bilden. Dadurch bietet die Erfindung die Möglichkeit, eine kompakte Druckreduktionsvorrichtung bereitstellen zu können, wodurch der Platzbedarf und/oder das äußere Erscheinungsbild der Druckreduktionsvorrichtung und/oder der Tankanlage reduziert bzw. verbessert werden können.
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Vorzugsweise ist das zumindest eine Schalldämpferelement als ein Absorbtionsschalldämpfer und/oder als ein Reflexionsschalldämpfer ausgebildet. Dies bietet den Vorteil, dass das zumindest eine Schalldämpferelement gezielt dazu eingerichtet werden kann, bestimmte Frequenzbereiche aus der Geräuschentwicklung beim Abblasen des Fluides zu reduzieren bzw. herauszufiltern. Beispielsweise kann ein Absorptionsschalldämpfer vorteilhaft sein, um hohe Frequenzen aus der Geräuschentwicklung herauszufiltern, während ein Reflexionsschalldämpfer besonders geeignet zur Filterung von tiefen Frequenzen sein kann. Dies bietet den Vorteil, dass das zumindest eine Schalldämpferelement flexibel an das zu filternde Frequenzspektrum angepasst werden kann. Insbesondere kann ein einzelnes Schalldämpferelement entweder als Absorptionsschalldämpfer oder als Reflexionsschalldämpfer ausgebildet sein. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann das zumindest eine Schalldämpferelement als Absorptionsschalldämpfer und als Reflexionsschalldämpfer ausgebildet sein, indem es Merkmale und/oder Komponenten von beiden Schalldämpferarten aufweist.
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Vorzugsweise umfasst die Schalldämpfervorrichtung eine Mehrzahl von Schalldämpferelementen. Insbesondere können dabei verschiedenartige Schalldämpferelemente miteinander kombiniert werden. So ist es beispielsweise möglich, dass die Mehrzahl von Schalldämpferelementen zumindest einen Absorptionsschalldämpfer und zumindest einen Reflexionsschalldämpfer aufweist. Alternativ können sämtliche Schalldämpferelemente der Mehrzahl von Schalldämpferelementen als Reflexionsschalldämpfer oder als Absorptionsschalldämpfer ausgebildet sein. Die Kombination mehrerer Schalldämpferelemente bietet dabei den Vorteil, dass durch die einzelnen Schalldämpferelemente verschiedene Frequenzbereiche gefiltert werden können und somit durch eine geeignete Kombination einer Mehrzahl von Schalldämpferelementen besonders breite Frequenzbereiche der Geräuschentwicklung gefiltert bzw. abgeschwächt werden können.
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Vorzugsweise sind die Schalldämpferelemente der Mehrzahl von Schalldämpferlementen entlang einer Strömungsrichtung des zu der Auslassöffnung strömenden Fluides nacheinander angeordnet. Dies bietet den Vorteil, dass verschiedene Frequenzbereiche der Geräuschentwicklung sequenziell nacheinander gefiltert bzw. abgeschwächt werden können, während sich das durch die Schalldämpfervorrichtung strömende Fluid durch die einzelnen Schalldämpferelemente bewegt.
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Vorzugsweise ist zumindest ein Schalldämpferelement des zumindest einen Schalldämpferelements als ein Absorptionsschalldämpfer ausgebildet, welcher ein perforiertes Rohr und ein das perforierte Rohr umgebendes Absorptionsmaterial aufweist. Durch diese Ausgestaltung des Absorptionsschalldämpfers kann dieser besonders vorteilhaft für die Filterung bzw. Abschwächung von hohen Frequenzen der Geräuschentwicklung sein. Während das ausströmende Fluid durch das perforierte Rohr strömt, können Schallwellen zumindest teilweise durch die Perforierungen das perforierte Rohr verlassen, um sodann in dem umgebenden Absorptionsmaterial zumindest teilweise absorbiert zu werden. Das Absorptionsmaterial kann vorzugsweise einen Glasfaservlies und/oder Glaswolle und/oder Steinwolle umfassen.
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Vorzugsweise ist zumindest ein Schalldämpferelement des zumindest einen Schalldämpferelements als ein Reflexionsschalldämpfer ausgebildet, welcher mehrere Abschnitte mit voneinander verschiedenen Durchmessern aufweist. Durch die verschiedenen Durchmesser der mehreren Abschnitte durchläuft das durch den Reflexionsschalldämpfer strömende Fluid nacheinander Bereiche mit Querschnittserweiterungen und Querschnittsverengungen. Dadurch kann eine Reduzierung von Schalldruckspitzen der Geräuschentwicklung durch das strömende Fluid erreicht werden, weshalb sich der Reflexionsschalldämpfer bevorzugt zur Filterung bzw. Reduktion von tiefen Frequenzen besonders eignen kann.
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Vorzugsweise umfasst die Schalldämpfervorrichtung ferner zumindest einen Sinterfilter, welcher an der Auslassöffnung der Schalldämpfervorrichtung angeordnet ist. Dies bietet den Vorteil, dass ein Eindringen von feststoffförmigen Verunreinigungen und/oder Insekten durch die Auslassöffnung in die Schalldämpfervorrichtung verhindert werden kann. Auf diese Weise können Funktionsstörungen, welche beispielsweise aufgrund von Verstopfungen und/oder Ablagerungen in der Schalldämpfervorrichtung durch eingedrungene Verunreinigungen und/oder Insekten hervorgerufen werden, vermieden werden.
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Vorzugsweise weist die Schalldämpfervorrichtung ein Gehäuse auf, welches die Schalldämpfervorrichtung zumindest teilweise umgibt, wobei vorzugsweise ein Innenraum des Gehäuses zumindest teilweise mit einem Dämmmaterial ausgefüllt ist. Dies kann den Vorteil bieten, dass dadurch eine Dämmung bzw. Abschwächung von Vibrationsgeräuschen erreicht werden kann, wodurch die Geräuschentwicklung der Druckreduktionsvorrichtung weiter reduziert werden kann. Beispielsweise kann das Gehäuse als ein Mantelrohr ausgebildet sein, welches beispielsweise mit einem Schaummaterial als dem Material ausgefüllt ist. Insbesondere kann das Dämmmaterial derart angeordnet sein, dass das Dämmmaterial das gesamte verbleibende Volumen zwischen Innenwänden des Gehäuses und innerhalb des Gehäuses angeordneten Komponenten, wie etwa dem zumindest einen Schalldämpferelement, ausfüllt.
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Vorzugsweise ist die Druckreduktionsvorrichtung derart ausgestaltet, dass das Auslassventil einen Kugelhahn aufweist. Dies bietet den Vorteil, dass die Druckreduktionsvorrichtung auch dann zuverlässig geöffnet und geschlossen werden kann, wenn das Fluid in der Tankanlage einen sehr großen Druck und insbesondere einen sehr großen Überdruck aufweist.
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Insbesondere weist eine erfindungsgemäße Druckreduktionsvorrichtung vorzugsweise auch eine erfindungsgemäße Schalldämpfervorrichtung auf. Zudem weist die Druckreduktionsvorrichtung vorzugsweise ferner eine Schalteinheit auf, welche dazu eingerichtet ist, das Auslassventil zu steuern und/oder zu regeln. Beispielsweise kann die Schalteinheit in einen Schaltschrank integriert sein, welcher vorzugsweise mit der Druckreduktionsvorrichtung und/oder mit der Schalldämpfervorrichtung verbunden ist. Dies bietet den Vorteil, dass die Druckreduktionsvorrichtung mit einer zugehörigen Schalteinheit kompakter Bauweise bereitgestellt werden kann.
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Vorzugsweise weist die Druckreduktionsvorrichtung ferner einen Drucksensor zum Ermitteln eines Abblasedrucks des Fluides aus der Tankanlage auf, wobei der Drucksensor mit der Schalteinheit verbunden ist und/oder in die Schalteinheit integriert ist. Diese ermöglicht, dass die Druckreduktionsvorrichtung selbstständig ein Abblasen von Fluid aus der Tankanlage vornehmen kann, wenn der Überdruck des Fluides in der Tankanlage einen vorbestimmten Wert erreicht. Vorzugsweise kann die Druckreduktionsvorrichtung und/oder die Schalteinheit mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet sein, um beispielsweise ein Abblasen von Fluid vorzugsweise zu Wochenzeiten und/oder Tageszeiten vorzunehmen, zu welchen dies als weniger störend empfunden wird, als zu anderen Zeiten. Beispielsweise kann das Abblasen von Fluid vorzugsweise nur tagsüber während Wochentagen erfolgen, um eine Störung von Anwohnern außerhalb dieser Zeiten zu vermeiden. Beispielsweise kann ein Toleranzbereich vorgesehen sein, innerhalb welchem ein Abblasen von Fluid erfolgen soll, bevor ein maximaler Überdruck erreicht ist, bei welchem aus Sicherheitsgründen ein sofortiges Abblasen von Fluid notwendig ist. Beispielsweise kann ein Abblasen bereits dann erfolgen, wenn der Überdruck während einer für das Abblasen geeigneten Zeit in einem Bereich zwischen 5 und 10 bar liegt, wenngleich der maximal mögliche und/oder zulässige Überdruck noch nicht erreicht ist, wie beispielsweise 18 bar bei Stickstofftankanlagen oder 22 bar bei Kohlendioxidtankanlagen.
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Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen.
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Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
- Figurenbeschreibung
- 1A und 1B zeigen schematisch eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung für eine Tankanlage in einer Querschnittdarstellung in Frontalansicht und in Seitenansicht.
- 2A bis 2C zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung für eine Tankanlage in fotografischen Abbildungen.
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Detaillierte Beschreibung der Zeichnung
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1A zeigt in einer schematischen Querschnitts-Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung 10 in Frontalansicht. 1B zeigt die Druckreduktionsvorrichtung 10 aus 1A in Seitenansicht. Die Druckreduktionsvorrichtung 10 weist eine Schalldämpfervorrichtung 12 auf, welche über eine Verbindungsleitung 14 mit einem Auslassventil 16 verbunden ist. Das Auslassventil 16 ist dabei als ein Kugelhahn ausgebildet, mittels welchem ein Öffnen und Schließen einer Tankanlage (nicht gezeigt) zum kontrollierten Ausströmen bzw. Abblasen eines Fluides aus einer mit der Druckreduktionsvorrichtung 10 verbundenen Tankanlage ermöglicht wird. Das Auslassventil 16 wird dabei von einer Schalteinheit 18 gesteuert bzw. geregelt, d.h. dass die Schalteinheit 18 den Öffnungszustand des Auslassventils 16 steuert bzw. regelt. Insbesondere kann in die Schalteinheit 18 ein Drucksensor (nicht gezeigt) integriert sein, welcher dazu ausgelegt ist, den Druck bzw. Überdruck des Fluides in der Tankanlage zu ermitteln. Die Schalteinheit 18 kann sodann auf Basis des vom Drucksensor ermittelten Drucks bzw. Überdrucks des Fluides in der Tankanlage ein kontrolliertes Abblasen bzw. Ausströmen des Fluides über das Auslassventil 16 vornehmen.
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Das aus dem Auslassventil 16 ausströmende Fluid gelangt über die Verbindungsleitung 14 in die Schalldämpfervorrichtung 12. Die Schalldämpfervorrichtung 12 weist als erstes Schalldämpferelement einen Absorptionsschalldämpfer 20 auf, welcher ein perforiertes Rohr 20a aufweist, das in vertikaler Richtung verlaufend mittig in der Schalldämpfervorrichtung 12 angeordnet ist. Das perforierte Rohr 20a kann einen zylindrischen oder einen anders geformten Querschnitt aufweisen. Das perforierte Rohr 20a erstreckt sich gemäß der gezeigten bevorzugten Ausführungsform vom oberen Ende der Schalldämpfervorrichtung 12, an welchem diese mit der Verbindungsleitung 14 verbunden ist, bis nahezu zum unteren Ende der Schalldämpfervorrichtung 12, wo diese mit einer Befestigungsplatte 30 ausgestattet ist, um die Druckreduktionsvorrichtung 10 beispielsweise am Boden zu befestigen. Ferner weist der Absorptionsschalldämpfer 20 ein Absorptionsmaterial 20b auf, welches das perforierte Rohr 20a auf nahezu dessen gesamter Länge umgibt. Zum einen dient das Absorptionsmaterial 20b dazu, durch die Perforierungen des perforierten Rohrs 20a hindurchdringende Schallwellen zu absorbieren, und zum anderen, um ein Entweichen des durch den Absorptionsschalldämpfer 20 strömenden Fluides in seitliche Richtung zu verhindern. Am unteren Ende weist das perforierte Rohr 20a einen Abschnitt 20c auf, welcher nicht von dem Absorptionsmaterial 20b umgeben ist, sodass in Abschnitt 20c das durch den Absorptionsschalldämpfer 20 strömende Fluid seitlich entweichen kann.
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Nachdem das durch den Absorptionsschalldämpfer 20 strömende Fluid aus diesem im Abschnitt 20c entwichen ist, gelangt das Fluid in ein zweites Schalldämpferelement, welches als ein Reflexionsschalldämpfer 22 ausgebildet ist. Der Reflexionsschalldämpfer 22 weist dabei im Wesentlichen die Form einer hohlen, zylinderförmigen Wand auf, welche sich konzentrisch, parallel zu dem perforierten Rohr 20a des Absorptionsschalldämpfer 20 erstreckt. Insbesondere ist der Reflexionsschalldämpfer 22 derart angeordnet, dass dieser den Absorptionsschalldämpfer 20, d.h. das perforierte Rohr 20a und das Absorptionsmaterial 20b umgibt und/oder einschließt. Wenngleich aus der Querschnittsdarstellung nicht ersichtlich, weist der Reflexionsschalldämpfer 22 vorzugsweise einen runden Querschnitt auf, welche sich vollständig um den Absorptionsschalldämpfer 20 herum erstreckt.
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Der Reflexionsschalldämpfer 22 weist mehrere Abschnitte 22a auf, welche voneinander verschiedene Durchmesser aufweisen. Insbesondere sind die Abschnitte 22a derart angeordnet, dass sich beim Hindurchströmen des Fluides durch den Reflexionsschalldämpfer 22 mehrere Stellen mit einer Querschnittsverjüngung oder einer Querschnittserweiterung ergeben. Wie bereits oben erläutert, dient dies dazu, etwaige Spitzen im Schallpegel auszumitteln und auf diese Weise insbesondere tiefe Frequenzen im Frequenzspektrum der Strömungsgeräusche herauszufiltern bzw. abzuschwächen. Der Reflexionsschalldämpfer 22 ist dabei derart angeordnet, dass beim Durchströmen des Reflexionsschalldämpfer das Fluid wieder nach oben strömt, d.h. entgegengesetzt zur Strömungsrichtung im Absorptionsschalldämpfer 20, und nach oben zu den Auslassöffnungen 24 der Schalldämpfervorrichtung 12 gelangt. Am oberen Ende weist die Schalldämpfervorrichtung 12 mehrere Auslassöffnungen 24 auf, an welchen jeweils ein Sinterfilter 26 angeordnet ist, welche dazu dient, ein Eindringen von Verunreinigungen oder von Insekten zu verhindern.
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Am oberen Ende der Schalldämpfervorrichtung 12 ist eine Umlenkblende 28 ausgebildet, welche das aus den Auslassöffnungen 24 strömende Fluid in vertikaler Richtung nach unten ablenkt. Auf diese Weise wird nicht nur das austretende Fluid, sondern auch der aus der Schalldämpfervorrichtung 12 austretende Schall bzw. die austretenden von dem strömenden Fluid verursachten Geräusche nach unten in die Richtung der Befestigungsplatte 30 abgelenkt. Dies hat den vorteilhaften Effekt, dass der aus der Schalldämpfervorrichtung 12 austretende Schall nicht in horizontale Richtung von der Druckreduktionsvorrichtung 10 weg emittiert wird, sondern in Richtung der Befestigungsplatte 30, und sofern diese am Boden befestigt ist, in Richtung des Bodens. Auf diese Weise können die störenden Einflüsse der ohnehin reduzierten Geräusche, welche durch das ausströmende bzw. abgeblasene Fluid verursacht werden nochmals minimiert werden.
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Gemäß der gezeigten Ausführungsform ist die Schalteinheit 18 zumindest teilweise an einem Schaltschrank 32 angeordnet. In dem Schaltschrank 32 können weitere für die Bedienung der Druckreduktionsvorrichtung 10 vorgesehene Instrumente untergebracht werden. Dies bietet den Vorteil, dass die in dem Schaltschrank 32 untergebrachten Elemente vor mechanischen Einwirkungen geschützt werden können und gegebenenfalls darin verschlossen werden können, um einen unautorisierten Zugriff auf die darin befindlichen Elemente zu verhindern. Gemäß anderer Ausführungsformen kann auch die Schalteinheit 18 in dem Schaltschrank 32 untergebracht werden.
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Darüber hinaus weist die Schalldämpfervorrichtung 12 ein Gehäuse 34 auf, welches die Schalldämpferelemente zumindest teilweise umgibt. Gemäß der gezeigten Ausführungsform ist das Gehäuse 34 als ein zylindrisches Rohr ausgebildet, welches um die Schalldämpferelemente herum angeordnet ist. Der Zwischenraum zwischen den Schalldämpferelementen und dem Gehäuse 34 ist mit einem Dämmmaterial 36 gefüllt. Das Dämmmaterial 36 kann beispielsweise ein schaumartiges Material sein, mit welchem der Zwischenraum zwischen den Schalldämpferelementen und dem Gehäuse 34 ausgeschäumt bzw. aufgefüllt werden kann. Das Gehäuse 34 und das Dämmmaterial dienen dazu, Schallwellen und/oder Vibrationen, welche beispielsweise durch das durch die Schalldämpferelemente strömende Fluid verursacht werden, zu reduzieren. Das Gehäuse 34 und das Dämmmaterial 36 erstrecken sich dabei nicht vollständig bis an das obere Ende der Schalldämpfervorrichtung 12, sondern enden unter den Auslassöffnungen 24, sodass die Auslassöffnungen 24 frei liegen und ein Ausströmen des Fluids aus der Schalldämpfervorrichtung 12 ermöglicht wird.
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Die 2A bis 2C zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung für eine Tankanlage in fotografischen Abbildungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Druckreduktionsvorrichtung 10 ist dabei fast gänzlich aus rostfreiem Stahl gefertigt. Insbesondere ist erkennbar, dass das Gehäuse 34 die Schalldämpfervorrichtung 12 einhaust und zusammen mit der Umlenkblende 28 gegen die Umgebung abschließt und auf diese Weise ein mechanisches Einwirken auf die Schalldämpferelemente verhindert.
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Die Druckreduktionsvorrichtung 10 kann dabei vollständig vormontiert werden, insbesondere inklusive des Schaltschranks 32 und des Anschlussventils 16. Mittels der Befestigungsplatte 30 kann die Druckreduktionsvorrichtung 10 beispielsweise neben einer Tankanlage am Tankfundament bzw. am Boden befestigt werden.
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Je nach dem Druck des Fluides in der Tankanlage bzw. je nach dem an dem Anschlussventil 16 anliegenden Druck kann mit einer Druckreduktionsvorrichtung 10 gemäß der gezeigten bevorzugten Ausführungsform eine Reduktion bzw. Abschwächung der Schallemission um ca. 30 dB bis 50 dB erreicht werden.
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In der folgenden Tabelle 1 sind bei einer Vergleichsmessung ermittelte Schalldrücke, welche von einer Pressluftquelle mit einem Druck von 10 bar, welche über eine ¼” Muffe mit der Länge
60 mm frei abbläst (mittlere Spalte) und der erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung
10 gemäß der in den
2A bis
2C gezeigten bevorzugten Ausführungsform (rechte Spalte) gegenübergestellt.
Tabelle 1
| Abstand von der Schallquelle | Herkömmliche Druckreduktionsvorrichtung | Erfindungsgemäße Druckreduktionsvorrichtung gemäß bevorzugter Ausführungsform |
| 1 Meter | 102,7 dB | 53,6 dB |
| 5 Meter | 90,7 dB | 46,9 dB |
| 10 Meter | 76,2 dB | 44,2 dB |
| 15 Meter | 72,1 dB | 43,1 dB |
| 20 Meter | 70,6 dB | 43,5 dB |
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Die in der Tabelle 1 dargestellten Messwerte verdeutlichen, dass mit einer erfindungsgemäßen Druckreduktionsvorrichtung 10 gemäß der in den 2A bis 2C dargestellten bevorzugten Ausführungsform durchschnittlich eine Reduktion des Schaltdruckes um etwa 44 dB gegenüber der herkömmlichen Druckreduktionsvorrichtung erzielt werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Druckreduktionsvorrichtung
- 12
- Schalldämpfervorrichtung
- 14
- Verbindungsleitung
- 16
- Anschlussventil
- 18
- Schalteinheit
- 20
- Absorptionsschalldämpfer
- 20a
- perforiertes Rohr
- 20b
- Absorptionsmaterial
- 20c
- Abschnitt des perforierten Rohres
- 22
- Reflexionsschalldämpfer
- 22a
- Abschnitt des Reflexionsschalldämpfers
- 24
- Auslassöffnung
- 26
- Sinterfilter
- 28
- Umlenkblende
- 30
- Befestigungsplatte
- 32
- Schaltschrank
- 34
- Gehäuse
- 36
- Dämmmaterial