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Hintergrund der Erfindung
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Seit über zwei Jahrzehnten ist die Bioresonanz als eine alternative, außerhalb der klassischen Medizin liegende Behandlungstechnik bekannt. Ihre verschiedenen Behandlungs- und Therapiemethoden gewinnen zunehmend an Bedeutung und Verbreitung. Sie werden heute mit Erfolg in vielen Arztpraxen zur Behandlung verschiedenster Krankheiten eingesetzt. Insbesondere der große Erfolg bei der Behandlung von Allergien und dem durch Prof. Dr. C. W. Smith, Dr. R. S. V. Choy und Dr. J. A. Monroe mittels Provokations-Neutralisationstest hierzu geführten Nachweis, dass allergische Reaktionen mit elektromagnetischen Schwingungen bestimmter Frequenz neutralisiert werden können, trugen entscheidend dazu bei.
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Bei der angewandten Bioresonanz-Therapie werden vom Körper des Patienten kommende körpereigene elektromagnetische Schwingungen, die bestimmte Frequenzmuster aufweisen, oder von speziellen Substanzen mit ihnen eigenen stoffspezifischen Frequenzmustern stammende elektromagnetische Schwingungen mittels Abtast- bzw. Becherelektroden in ein BioresonanzTherapiegerät als Eingangssignale übertragen, in Abhängigkeit dieser so erhaltenen Schwingungen dort zu therapeutisch wirksamen elektromagnetischen Signalen verschiedenster Frequenzen und Formen moduliert und mit Hilfe von Ausgangselektroden an den Patienten zur Durchführung der Therapie weitergeleitet.
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Stand der Technik
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Derartige Bioresonanz-Therapiegeräte, im Weiteren als BRT-Geräte bezeichnet, sind aus dem Stand der Technik vielfältig bekannt.
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So ist aus der
DE 20 2009 006 244 U1 ein BRT-Gerät mit zwei Eingangskanälen zur getrennten Aufnahme von einerseits physiologischen Frequenzmustersignalen, die von handelsüblichen Gewebeschnitten oder sonstigen unterstützenden Präparaten stammen, und andererseits von patienteneigenen pathogenen Frequenzmustersignalen, die in dem zu behandelnden Körperbereich bzw. zu behandelnden Organ vorliegen, bekannt, wobei durch das Gerät sowohl eine Verstärkung oder Abschwächung der beiden Schwingungssignale, eine Invertierung der Pathogen-Schwingungssignale als auch eine Überlagerung der beiden Schwingungssignale zur wahlweisen Ausgabe an den Patienten als Therapiesignal möglich ist.
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Die
EP 0 714 027 A2 offenbart eine BRT-Vorrichtung bei der zur Verbesserung der therapeutischen Wirksamkeit gespeicherte körperspezifische oder substanzspezifische elektromagnetische Frequenzmuster einem oder mehreren von sechs Bandpassfiltern, deren Frequenzbereiche 0-3,5 kHz, 3,5-7 kHz, 7-10,5 kHz, 10,5-14 kHz, 14-18 kHz und 18-22 kHz homöopathischen Potenzen entsprechen, zugeführt werden, deren Ausgangssignale beliebig kombiniert werden und anschließend mittels einer Trägerwelle von 10 Hz mit 1 MHZ Impulsen, ähnliche einer Schuhmann-Welle, an den Patienten zur therapeutischen Behandlung übertragen werden.
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Aus der
DE 195 47 309 A1 ist eine Vorrichtung zur Anwendung bei der elektromagnetischen Resonanztherapie bekannt, bei der ein Teil der vom Patienten aufgenommenen pathologischen elektromagnetischen Schwingungen herausgefiltert, invertiert und dem Körper des Patienten wieder zugefügt wird, um die den Krankheitszustand dokumentierenden elektromagnetischen Schwingungen zu löschen oder zumindest zu dämpfen. Zur Erzielung eines schnelleren Therapieerfolges bei unterschiedlichen Krankheitsbildern können dabei die Amplituden und/oder Frequenzen der wieder an den Patienten abgegebenen elektromagnetischen Signale in dualen Stufen verstärkt oder abgeschwächt bzw. verdoppelt oder verringert werden. Zusätzlich zu einer Einrichtung zur automatischen Steuerung der stufenweisen Modifikationen während eines Ausgabezyklusses sind die Zeitintervalle jeder einzelnen Stufe und die Zeitdauer der Abgabe der modifizierten Schwingungen steuerbar.
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Die
DE 20 2013 100 074 U1 schlägt ein BRT-Gerät vor, bei dem die Amplituden der therapeutisch wirkenden elektromagnetischen Ausgangssignale automatisiert eingestellt werden. Neben den am Patienten angebrachten Elektroden zum Abgreifen elektromagnetischer Schwingungen des Organismus und den zur Rückführung therapeutischer Signale notwendigen Elektroden befinden sich dazu am Körper des Patienten zwei zusätzliche Hand- oder Fußelektroden zur Messung des Körper- bzw. Hautwiderstandes, dessen skalierte Messwerte als Biofeedbacksignale zur automatischen Amplitudeneinstellung der Ausgangssignale des BRT-Geräts genutzt werden. Die vom Patienten abgegriffenen, körpereigenen Schwingungen können zusätzlich durch einen im BRT-Gerät vorhandenen Filter in harmonische und disharmonische Frequenzanteile zerlegt, mit Hilfe der skalierten Messwerte modifiziert und an den Patienten als elektromagnetische Therapiesignale zurückgegeben werden.
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Aus der
DE 297 09 094 U1 ist ein BRT-Gerät mit einer Eingangsschaltung zur Aufnahme körpereigener oder stoffeigener elektromagnetischer Frequenzmuster bekannt, bei dem für verschiedene Therapiearten die aufgenommenen Signale ungefiltert oder mittels eines Bandpasses oder physiologischen Filters gefiltert und normal oder invertiert oder in Kombination daraus als Ausgangssignale dem Körper zugeführt werden können. Zur Durchführung einer effizienteren Therapie besitzt das BRT-Gerät eine Verzögerungsschaltung, wodurch die Ausgangssignale gegenüber den Eingangssignalen einstellbar zeitlich verzögert werden können, um den zeitlichen Beziehungen (Phasenverschiebungen) zwischen dem vom Körper oder Stoff abgegriffenen Eingangssignal und dem auf den Körper je nach lokalem Bereich einwirkenden Therapiesignal Rechnung zu tragen. Die zeitlichen Verzögerungen können händisch oder automatisch verändert werden; sie können sich auf das gesamte Eingangssignal, das gesamte invertierte Eingangssignal oder einzelne oder mehrere Frequenzen oder Frequenzanteile davon beziehen und sowohl physiologische als auch pathologische Frequenzanteile betreffen.
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Aus der
DE 10 2013 007 448 A1 ist ein Verfahren zum Betrieb eines BRT-Gerätes und ein entsprechendes Gerät zum Erfassen und Erzeugen von Bioresonanzfrequenzen zur Therapie und Diagnostik bekannt, wobei durch die Erfassung und Auswertung kardiovaskulärer Messwerte eine zielgerichtete Steuerung des BRT-Geräts bzgl. seiner an den Patienten weitergeleiteten elektromagnetischen Resonanzfrequenzen erreicht wird. Die Steuerung erfolgt dabei durch einen als Biofeedback-Mechanismus wirkenden technischen Regelkreis, in dem mindestens ein kardiovaskuläres Reaktionssignal als Regelgröße, die zum Patienten geleiteten Therapiesignale als Regelstrecke und die zentrale Verarbeitungseinheit des BRT-Gerätes als Regler aufzufassen sind. Als Herz oder Gefäßsystem betreffende kardiovaskuläre Messwerte werden dabei vom EKG abgeleitete Auswerteparameter, wie z.B. die Herzratenvariabilität (HRV), die Herzfrequenz, der Herzrhythmus, Länge, Amplitude oder Form der P-Welle, der T-Welle, der U-Welle oder des QRS-Komplexes, Länge des PQ-Intervalls, des QT-Intervalls, des RR-Intervalls der ST-Strecke oder der Blutdruck und der subkutan gemessene Sauerstoffpartialdruck, herangezogen. Die steuerbaren Therapiesignale können im vorliegenden Falle eine Frequenz oder aber ein Frequenzspektrum aus mindestens zwei, bevorzugt zwei bis 8000 oder zwei bis 500 Frequenzen beinhalten, die sich jeweils um den Faktor
10 unterscheiden. Aus der
EP 2 799 110 A1 , zu der die
DE 10 2013 007 448 A1 prioritätsbegründend beiträgt, ist weiterhin bekannt, dass die auf den Patienten aufgeprägten Frequenzen im Bereich von 0,1 bis 100 GHz liegen.
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Weitere Hinweise zur Nutzung kardiovaskulärer Messdaten, wie HRV-Signale und QRS-Komplexe, als Reaktionssignale eines Patienten bei der Beaufschlagung mit elektromagnetischen Signalen unterschiedlicher Frequenzen und Kurvenformen finden sich in der
DE 10 2004 026 901 A1 . Insbesondere wird ein Reaktionssignal offenbart, das erzeugt wird, wenn die Herzratenvarianz (HRV) nicht der Atmung folgt. Alle aufgezeigten Reaktionssignale (Im Weiteren als Patientenresponsesignale bezeichnet.) werden zu Diagnosezwecken angezeigt und dienen zur Steuerung der Frequenzen und Kurvenformauswahl der auf den Patienten einwirkenden elektromagnetischen Signale.
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Wie die aus dem Stand der Technik bekannten, auf Bioresonanz beruhenden Verfahren und Vorrichtungen erkennen lassen, wurde bisher zur Verbesserung des therapeutischen Erfolges der Focus allein auf die Form, die Signalbreite und Amplitude, auf bestimmte Frequenzen, Frequenzbereiche oder Frequenzmuster der elektromagnetischen Therapiesignale, deren verzögerter Ausgabe gegenüber den abgegriffenen Eingangssignalen sowie der Therapiedauer gelegt. Die nach einer durch ein Therapiesignal verursachten Erregung auftretende und notwendige Erholungsphase (Refraktärzeit) im Körper des Patienten zur Wiederherstellung der Ionenverhältnisse des Ruhepotentials fand bisher keine Berücksichtigung bei der Generierung von elektromagnetischen Therapiesignalen. Hier schafft die vorliegende Erfindung Abhilfe.
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Aufgabe und Lösung
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung therapeutisch wirksame analoge Ausgangssignale eines konventionellen BRT-Gerätes durch spezielle Pausen, die Refraktärzeiten entsprechen, zu unterbrechen, um dem biologischen System Zeit zur Relaxation zu geben und dadurch zur Optimierung des therapeutischen Erfolges beizutragen.
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Diese Aufgabe wird durch einen Refraktärzeitengenerator (1) für therapeutisch wirksame elektromagnetische Signale nach dem Oberbegriff des vorliegenden Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, dass er aus einem Zeitmustergenerator (2) zur wahlweisen Ausgabe binärer Pulsweiten-modulierter Signalfolgen (16) mit speziellen Zeitmustern (25, 26, 27,28,29), deren Impulsbreiten (32) und Impulsintervallzeiten (33) in ihrer Abfolge entsprechend einem gewählten Zeitmuster (15) mit einer der physiologischen Zeiten von 3 Sekunden bzw. 5 Sekunden kompatibel sind, und einem durch diese gesteuerten Unterbrechungsschaltkreis (3) besteht, der therapeutisch wirksame, insbesondere aus einem Bioresonanztherapiegerät (BRT-Gerät) kommende, analoge elektromagnetische Signale zur gezielten Pausensteuerung unterbricht.
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Vorteile der Erfindung
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Neben dem einfachen technischen Aufbau des Refraktärzeitengenerators, der sowohl als einem BRT-Gerät nachgeschaltetes Zusatzgerät aufgebaut oder auch leicht in ein BRT-Gerät eingebaut werden kann, ist ein besonderer Vorteil darin zu sehen, dass nicht nur eine bessere Anpassung an Refraktärzeiten ermöglicht wird, sondern auch verschiedene Zeitmuster mit unterschiedlichen mathematischen Eigenschaften und therapeutisch verschiedener Bedeutung zur Steuerung der Refraktärzeiten eingesetzt werden können.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis10.
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So zeigt Patentanspruch 2 eine konstruktive Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Refraktärzeitengenerators nach Patentanspruch 1, der in vorteilhafter Weise mit handelsüblichen Bausteinen aufgebaut werden kann.
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Durch das im Patentanspruch 3 aufgeführte Merkmal wird eine durch lineare Muster gesteuerte Fraktärzeitengenerierung ermöglicht, deren therapeutische Bedeutung aufgrund der gleichmäßigen Abstufung der linearen Zeitmuster im Besonderen der Stabilisierung physiologischer Muster dient.
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Das im Patentanspruch 4 aufgeführte, binäre Zeitmuster erlaubt eine mittels exponentieller Muster gesteuerte Fraktärzeitengenerierung, die aufgrund der progressiven Zu- bzw. Abnahme im Rahmen der exponentiellen Zeitmuster in vorteilhafter Weise ein Aufmerksamkeitssignal auf die Dynamik erzeugt.
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Durch das im Patentanspruch 5 aufgeführte Zeitmuster wird eine durch proportionale Zeitmuster gesteuerte Fraktärzeitengenerierung ermöglicht, wodurch durch das proportionale Verhalten von Impuls- und Pausenzeiten bei gleichmäßiger (linearer) Abstufung die Prozesse auf unterschiedlichen Reaktionsebenen koordiniert werden.
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Durch die in den Patentansprüchen 6 und 7 jeweils angegebenen binären Zeitmuster werden durch fraktale Zeitmuster gesteuerte Fraktärzeitengenerierungen ermöglicht, durch deren fraktale Muster in vorteilhafter Weise unterschiedliche logarithmisch-zyklische Prozesse implementiert werden. Während der steuernde Einsatz des nach einer Kettenbruchregel berechneten fraktalen Zeitmusters auf die fraktale Dynamisierung des holographischen Aspekts gerichtet ist, wendet sich der Einsatz des nach dem Prinzip einer Cantor-Menge aufgebauten Zeitmustes an die fraktalen Muster der Natur, was eine vorteilhafte Ausweitung über den Organismus hinaus bedeutet.
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Die Einregelungsdauer der zentralen Regulation und die Halbwertszeit des Adenosintriphosphats (ATP), als wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse, betragen 3 Sekunden. Herkömmliche BRT-Geräte sehen daher Frequenzdurchläufe in einer Dauer von 3 Sekunden vor. 5 Sekunden dauert die Abspeicherung der Bilder des Lebensfilms in die Psyche. Nach Patentanspruch 8 sind daher In vorteilhafterweise die Zeitmuster des Refraktärzeitengenerators darauf angepasst. Die eingefügten 10 Sekunden Pausenintervalle bieten dem Patienten zusätzlich den Vorteil zur Response.
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Das im Patentanspruch 9 genannte, im Refraktärzeitengenerator gespeicherte Ablaufsteuerungsprogramm erlaubt mehrfache Durchläufe einzelner gespeicherter Zeitmuster zur Refraktärzeitenunterbrechung therapeutisch wirksamer elektromagnetischer Signale kontrolliert ablaufen zu lassen, wodurch der therapeutische Erfolg optimiert wird.
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Mit dem im Patentanspruch 10 aufgeführten, im Refraktärzeitengenerator gespeicherten Ablaufsteuerungsprogramm können in vorteilhafter Weise mehrfache Durchläufe verschiedener gespeicherter Zeitmuster in sequentieller Reihenfolge zur Refraktärzeitenunterbrechung therapeutisch wirksamer elektromagnetischer Signale automatisiert ablaufen, was zusätzlich den therapeutischen Erfolg erhöht..
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Ausführungsbeispiele
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Im Folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden 1 bis 10 näher erläutert.
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Dabei zeigen:
- 1: ein Blockschaltbild einer Ausführung des erfindungsgemäßen Refraktärzeitengenerators
- 2: Tabellarische Darstellungen linearer Zeitmuster von 3 und 5 Sekunden Dauer
- 3: Tabellarische Darstellungen exponentieller Zeitmuster von 3 und 5 Sekunden Dauer
- 4: Tabellarische Darstellungen proportionaler Zeitmuster von 3 und 5 Sekunden Dauer
- 5: Tabellarische Darstellungen fraktaler, nach einer Kettenbruchformel berechneter Zeitmuster von 3 und 5 Sekunden Dauer
- 6: Tabellarische Darstellungen fraktaler, nach dem Prinzip der Cantor-Menge aufgebauter Zeitmuster von 3 und 5 Sekunden Dauer
- 7: Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen, im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegten Ablaufsteuerungsprogramms für einen Zeitmusterdurchlauf zur wiederholten Ausgabe eines bestimmten Zeitmusters (15) und zugehöriges Zeitdiagramm.
- 8: Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen, im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegten Ablaufsteuerungsprogramms zur automatischen sequentiellen Ausgabe von Zeitmusterdurchläufen aller im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegter Zeitmuster (15)
- 9 und 10: Zeitdiagramme eines linearen Zeitmusters (25) von 3 Sekunden Gesamtdauer mit eingezeichneten Refraktärzeiten, zugehörige Phasentabellen mit Angaben von Bruchteilen (BP) der Periodendauer und Phasenwinkel (Φ°) am Ende jeder Zeiteinheit (ZE) eines am Eingang (30) des Refraktärzeitengenerators (1) liegenden Therapiesignals konstanter Frequenz; 9 mit einer Beispielfrequenz von 0,25 Hz, 10 mit einer Beispielfrequenz von 2,0 Hz.
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1 zeigt ein Blockschaltbild einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Refraktärzeitengenerators. Der Refraktärzeitengenerator (1) beinhaltet als schaltungstechnische Grundbausteine einen Zeitmustergenerator (2) und einen damit verbundenen Unterbrechungsschaltkreis (3). Der Zeitmustergenerator (2) besteht aus einem programmierbaren Mikrocontroller (4), der neben seiner zentralen Verarbeitungseinheit (5), einen Arbeitsspeicher (6), ein internes Bussystem (7) mit zugehörigem Bus-Controller (8), digitale Ein-/Ausgangsschnittstellen (9), einen analogen Eingang (10) mit einem Analog/Digitalumsetzer (11), einen Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) sowie einen Zeitgeber (12) zur Ausgabe Pulsweiten-modulierter binärer Signale aufweist. Zur Ein- und Ausgabe von Daten und Programmen oder dem Starten von Programmen ist der Zeitmustergenerator (2) über eine Busschnittstelle (17) mit einem externen Ein-/Ausgabeterminal (E/A-Terminal) (18) verbunden.
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Im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) befinden sich dauerhaft oder veränderbar gespeicherte binäre Zeitmuster (15) verschiedenster Art mit Impulsbreiten (32) und Impulsintervallzeiten (33), die in Summe mit einer der physiologischen Zeiten von 3 Sekunden bzw. 5 Sekunden kompatibel sind, und Ablaufsteuerungsprogramme (14) zur sequentiellen Ausgabe (Durchläufe) gleicher oder verschiedener dieser Zeitmuster (15). Im angegebenen Beispiel befinden sich im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) an aufeinanderfolgenden Speicheradressen binäre Zeitmuster (15) mit einem linearen Zeitmuster (25), mit einem exponentiellen Zeitmuster (26), mit einem proportionalem Zeitmuster (27), mit einem nach einer Kettenbruchformel berechneten fraktalen Zeitmuster (28) und mit einem nach dem Prinzip einer Cantor-Menge aufgebauten fraktalen Zeitmuster (29). Weitere benutzerdefinierte Zeitmuster (I, II) können in den folgenden Speicherplätzen vorgesehen sein.
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Bei Aufruf eines Ablaufsteurungsprogramms (14) vom Ein-/Ausgabeterminal (18) aus werden die jeweiligen Ablaufsteuerungsprogramme (14) in den Arbeitsspeicher (6) kopiert und die durch die jeweiligen Ablaufsteuerungsprogramme (14) jeweils adressierten Zeitmuster (15) in programmgesteuerten zeitlichen Abständen an den Zeitgeber (12) weitergeleitet, um als entsprechende Pulsweitenmodelierte binäre Signalfolgen (16) an den Unterbrechungsschaltkreis (3) übergeben zu werden.
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Für bestimmte Ablaufsteuerungsprogramme (
14) mit Biofeedback, die zur Rückkopplung ein Patientenresponsesignal benötigen, besitzt der Zeitmustergenerator (
2) einen zusätzlichen analogen Signaleingang (
10) mit einem Analog/Digitalumsetzer (
11). Über eine Eingangsteckverbindung (
24) können dabei aus dem Stand der Technik bekannte, von kardiovaskulären Reaktionssignalen abgeleitete (s. z. B.,
DE 10 2013 007 448 A1 oder
DE 10 2004 026 901 A1 ) oder sonstige Reflexsignale angekoppelt werden.
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Der Unterbrechungsschaltkreis (3) besteht aus einem elektronischen Analog-Schalter (20), der von den aus dem Zeitmustergenerator (2) kommenden Pulsweiten-modulierten binären Signalfolgen (16) gesteuert wird. Am Eingang (30) des Analog-Schalters (20) liegt ein bandbegrenztes bipolares Analogsignal (34), das von einem BRT-Gerät (19) kommend entweder ein vom Patienten abgeleitetes elektromagnetisches Therapiesignal mit einer Bandbreite von 0,2 Hz bis 4 MHz ist oder daraus nach physiologischen Kriterien mittels Bandpassfilter gefilterte Therapiesignale einzelner Frequenzbereiche. Übliche Frequenzbänder liegen beispielsweise zwischen 0,23 Hz bis 0,27 Hz, 0,27 Hz bis 0,33 Hz, 1,9 Hz bis 2,1 Hz oder 3,6 MHz bis 4 MHz.
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Durch die von den Pulsweiten-modulierten binären Signalfolgen (16) gesteuerten Schalteröffnungszeiten des Analog-Schalters (20) werden die an seinem Eingang (30) liegenden Therapiesignale gezielt gesperrt bzw. durch Pausen, die Refraktärzeiten entsprechen, unterbrochen. Am Ausgang (31) des Analog Schalters (20), der auch gleichzeitig der Ausgang des Refraktärzeitengenerators (1) ist, liegen dann therapeutisch wirksame elektromagnetische Signale mit eingefügten Refraktärzeiten (35) an, die zur Entfaltung ihrer therapeutischen Wirkung mit einer Handgelenks- oder Fußelektrode (23) eines Patienten - wie gezeigt - oder einer Becherelektrode verbunden werden können.
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Zur galvanischen Trennung des digital arbeitenden Zeitmustergenerators (2) vom analog arbeitenden Teil des Unterbrechungsschaltkreises (3) sind im Unterbrechungsschaltkreis (3) noch ein Optokoppler (21), über den die vom Zeitmustergenerator (2) kommenden Pulsweiten-modulierten Signalfolgen (16) an den Analog-Schalter (20) geführt werden, und ein Gleichspannungswandler (22), zur Bereitstellung der im Unterbrechungsschaltkreis (3) benötigten, vom Zeitmustergenerator (1) unterschiedlichen Versorgungsspannungen, vorhanden.
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Der aus 1 ersichtliche, erfindungsgemäße Refraktärzeitengenerator (1) kann in einfacher Weise aus handelsüblichen Bauelementen (Mikrokontroller (4), Optokoppler (21), Gleichspannungswandler (22) und einem Analogschalter (22)) hergestellt werden. Er kann daher leicht in ein BRT-Gerät integriert werden oder als Zusatzgerät zu einem BRT-Gerät aufgebaut sein.
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Die in den 2 bis 6 aufgeführten Tabellen erläutern beispielhaft die im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) erfindungsgemäß abgespeicherten unterschiedlichen Zeitmuster (25,26, 27, 28, 29) im Einzelnen. Die aufgeführten Zeitmuster weisen jeweils erfindungsgemäß eine Zeitdauer von annähernd 3 oder 5 Sekunden auf und die beispielhaft angegebenen Zeiteinheiten (ZE) wurden nach den im Patentanspruch 1 genannten Kriterien berechnet und für Therapien an Patienten ausgesucht.
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Unter einem linearen Zeitmuster (25) wird eine Folge sogenannter Refraktionsperioden (RP) - jeweils bestehend aus einem Impuls und einer Impulspause - verstanden, wobei die Dauer des Impulses und der Impulspause jeweils für sich in einer arithmetischen Folge variieren, d.h., um gleichbleibende Beträge zu- oder abnehmen. Die Gesamtdauer der Refraktionsperioden (RP) bleibt unverändert.
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Wie aus den Tabellen in 2 ersichtlich, weist das dargestellte lineare Zeitmuster (25) bei einer Gesamtdauer von 3 Sekunden beispielsweise 48 Zeiteinheiten (ZE) zu je 62,5 Millisekunden auf und bei einer Dauer von 5 Sekunden (genauer 4,982 Sekunden) 48 Zeiteinheiten zu je 103,8 Sekunden. Je 4 Zeiteinheiten werden zu einer Refraktionsperiode (RP) zusammengefasst, sodass sich 12 aufeinanderfolgende Refraktionsperioden (RP) ergeben. Die jeweiligen Zeitverhältnisse zwischen Impulsdauer und Impulspause jeder Refraktionsperiode (RP) lassen sich aus Tabelle A mit den jeweiligen Zeiteinheiten (ZE) als Maßstab entnehmen (s. linke Tabelle). Die Refraktionsperiodendauer beträgt bei einem linearen Zeitmuster (25) von 3 Sekunden konstant 250 Millisekunden und bei einem linearen Zeitmuster (25) von 5 Sekunden konstant 415,2 Millisekunden. Die sich ergebenden genauen Impuls- und Impulspausenzeiten sind zur Verdeutlichung den beiden rechtsstehenden Tabellen entnehmbar. Es ist erkennbar, das die Impulsdauer zunächst abnimmt, dann zunimmt und schließlich nochmals abnimmt.
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Unter einem exponentiellen Zeitmuster (26) wird eine Folge von Refraktionsperioden (RP) - jeweils bestehend aus einem Impuls und einer Impulspause -verstanden, wobei die Dauer des Impulses und der Impulspause in einer geometrischen Folge variieren, d.h., um konstante Faktoren zu- oder abnehmen. Die Gesamtdauer der Refraktionsperioden (RP) nimmt gleichfalls in geometrischer Progression zu bzw. ab.
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Wie aus den Tabellen in 3 entnehmbar, besteht das dargestellte exponentielle Zeitmuster (26) bei einer Dauer von 3 Sekunden (genauer 2,9952 Sekunden) beispielsweise aus 144 Zeiteinheiten (ZE) zu je 20,8 Millisekunden und bei einer Dauer von 5 Sekunden (genauer 4,9824 Sekunden) aus 144 Zeiteinheiten zu 34,6 Millisekunden. Es besteht aus einer Folge von 10 Refraktionsperioden (RP). Die jeweiligen Zeitverhältnisse zwischen Impulsdauer und Impulspause jeder Refraktionsperiode (RP) sind aus der Tabelle mit den jeweiligen Zeiteinheiten (ZE) als Maßstab ablesbar. Die Gesamtdauer der einzelnen Refraktionsperioden (RP) nimmt im dargestellten Beispiel in geometrischer Progression um den Faktor 2 zu bzw. ab. Die sich ergebenden genauen Impuls- und Impulspausenzeiten sind zur Verdeutlichung aus den beiden rechtsstehenden Tabellen zu entnehmen.
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Untereinem proportionalem Zeitmuster (27) wird eine Folge von Refraktionsperioden (RP) - jeweils bestehend aus einem Impuls und einer Impulspause - verstanden, wobei die Dauer des Impulses und der Impulspause einander proportional bleiben und beide in einer arithmetischen Folge variieren, d.h., um gleichbleibende Beträge zu- oder abnehmen. Die Gesamtdauer der Refraktionsperioden (RP) nimmt gleichermaßen zu oder ab.
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Wie aus den Tabellen in 4 erkennbar, weist das dargestellte proportionale Zeitmuster (27) bei einer Dauer von 3 Sekunden (genauer 3,0016 Sekunden) beispielsweise 28 Zeiteinheiten (ZE) zu je 53,6 Millisekunden und bei einer Dauer von 5 Sekunden (genauer 4,984 Sekunden) 28 Zeiteinheiten von 89 Sekunden auf. Es besteht aus einer Folge von 7 Refraktionsperioden (RP). Die Dauer des Impulses und der Impulspause jeder Refraktionsperiode (RP) bleiben einander proportional in einem Zeitverhältnis von 3:1, beide nehmen um gleichbleibende Beträge zu- oder ab. Die Gesamtdauer der Refraktionsperioden (RP) nimmt gleichermaßen zu oder ab. Zur Verdeutlichung sind die genauen Impuls- und Impulspausenzeiten aus den beiden rechtsstehenden Tabellen zu entnehmen. Es ist erkennbar, dass die Impuls- und Pausendauern zunächst zunehmen, dann abnehmen und schließlich wieder zunehmen.
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Unter einem fraktalen Zeitmuster (28) wird eine Folge von Refraktionsperioden(RP) - jeweils bestehend aus einem Impuls und einer Impulspause - verstanden, wobei die Dauer des Impulses und der Impulspause selbstähnlichen Mustern folgen, d.h., sich in verschiedenen Maßstäben wiederholen . Die Gesamtdauer der Refraktionsperioden (RP) nimmt chaotisch zu oder ab.
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5 zeigt in beispielhafter Weise fraktale, nach einer Kettenbruchformel berechnete Zeitmuster (28) mit einer Dauer von 3 respektive 5 Sekunden mit ihren genauen Impuls- und Impulspausenzeiten in Tabellenform. Im angegebenen Beispiel folgt das fraktale Zeitmuster (28) nach einer Kettenbruchformel, die eine Verallgemeinerung des Goldenen Schnittes darstellt, den Eigenperioden des Protons bzw. Elektrons. (Aus arithmetischer Sicht handelt es sich um die von Gantmacher und Krein gefundenen Lösungen der Euler-Langrangeschen Differentialgleichung). Während das Zeitmuster (28) mit einer Dauer von 3 Sekunden (genauer 3,0012 Sekunden) 16 Refraktionsperioden (RP) aufweist, benötigt das Zeitmuster (28) mit einer Dauer von 5 Sekunden (genauer 4,981 Sekunden) 17 Refraktionsperioden. Zusätzlich sind die charakteristischen Werte angegeben, die sich als Knoten einer logarithmisch-fraktalen Schwingung aus der angewendeten Kettenbruchregel ergeben, da die Beginn- und Endzeiten der Impulse auf solchen Knoten liegen, während sich die Impulsintervallzeiten (33) als Differenzen zwischen den Knoten ergeben. Weiterhin ist erkennbar, dass auch hier die Maßstäbe der Skalierung zunächst zunehmen, dann abnehmen und schließlich nochmals zunehmen.
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6 zeigt Beispiele eines nach dem Prinzip der Cantor-Menge aufgebauten fraktalen Zeitmusters (29) für jeweils 3 oder 5 Minuten Dauer in Tabellenform. Die hier beispielhaft ausgewählte Cantor-Menge weist eine Analogie zur Kochschen Schneeflockenkurve auf. Dabei ist als Besonderheit zu beachten, dass jede Refraktionsperiode (RP) aus 3 gleich langen Abschnitten besteht, nämlich einer ersten Impulsfolge, die sich ihrerseits aus einem Impuls 1a, einer Pause 1 und einem Impuls 1 b (alle drei gleich lang) zusammensetzt, einer Pause 2 und einer zweiten Impulsfolge, die aus einem Impuls 2a, einer Pause 3 und einem Impuls 2b besteht und gleich wie die erste Impulsfolge aufgebaut ist. Die Impulsbreiten und die Impulspausenzeiten ändern sich von einer Refraktionsperiode (RP) zur nächsten jeweils um den Faktor 3.
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Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Erfindung auch andere Zeiteinheiten (ZE) für die Zeitmusterfolgen (15) gewählt werden können, sofern sie mit einer der physiologischen Zeiten von 3 Sekunden bzw. 5 Sekunden kompatibel sind. Die in den Tabellen beispielhaft aufgeführten Impuls- (32) und Impulsintervallzeiten (33) eignen sich für Therapien an Patienten; bei Multiplikation mit einem Verkürzungsfaktor von 0,04978707 sind sie insbesondere auch für Therapien am Blutstropfen geeignet.
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Zur Optimierung des therapeutischen Erfolges ist es sinnvoll mehrfache Durchläufe von Zeitmustern vorzusehen.
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7 zeigt ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen, im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegten Ablaufsteuerungsprogramms für einen Zeitmusterdurchlauf zur wiederholten Ausgabe eines bestimmten Zeitmusters (15).
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Nach Testung eines Patienten wird von einem Therapeuten ein bestimmtes Zeitmuster (15) am E/A-Terminal(18) ausgewählt und gestartet. Zunächst erfolgt nach dem Start eine 5-fache Ausgabe des ausgesuchten Zeitmusters (15) mit einer Dauer von jeweils 3 Sekunden (Schritt A), es folgt ein sogenanntes „Delayed Feedback Intervall“, d.h., eine Pause von 10 Sekunden (Schritt B), und hernach eine 3-malige Wiederholung einer Ausgabe des ausgewählten gleichen Zeitmusters (15) mit einer jeweiligen Dauer von 5 Sekunden (Schritt C). Nach Ablauf eines weiteren „Delayed Feedback Intervalls“ von 10 Sekunden (Schritt D) ertönt ein STOPP-Signal (Schritt E). Der Therapeut kann jetzt den Durchlauf des Zeitmusters (15) vom E/A-Terminal (18) aus bestätigen und somit beenden. Ohne Bestätigungssignal vom Therapeuten beginnt der Zeitmusterdurchlauf von vorn. Zur Verdeutlichung ist das zugehörige Zeitdiagramm am seitlichen Rand der 7 zusätzlich dargestellt.
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8 zeigt ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen, im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegten Ablaufsteuerungsprogramms zur automatischen sequentiellen Ausgabe von Zeitmusterdurchläufen aller im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) abgelegter Zeitmuster (15) unter Zuhilfenahme eines Patientenresponsesignals.
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Im angegebenen Beispiel wird angenommen, dass im Flash- und/oder EEPROM-Speicher (13) n unterschiedliche Zeitmuster (15) abgelegt sind. Nach dem Starten des Programms vom E/A-Terminal (18) aus wird zunächst eine Zeitmusterauswahlvariable x auf 1 gesetzt (Schritt A). Hernach folgt die Ausgabe des x-ten Zeitmusters (15) von 3 Sekunden Dauer (Schritt B). Liegt innerhalb der letzten 3 Sekunden ein Responsesignal am analogen Signaleingang (10) des Refraktärzeitengenerators (1) an, so wird das x-te Zeitmuster (15) nochmals 4 mal hintereinander mit einer jeweiligen Zeitdauer von 3 Sekunden ausgegeben (Schritt C), so dass sich eine sequentielle, 5-fache Ausgabe des x-ten Zeitmusters (15) innerhalb einer Gesamtzeit von 15 Sekunden ergibt. Es folgt ein „Delayed Feedback Intervall“ von 10 Sekunden (Schritt D), eine 3-malige Ausgabe des x-ten Zeitmusters (15) mit einer jeweiligen Dauer von 5 Sekunden (Schritt E) und wiederum ein „Delayed Feedback Intervall“ von 10 Sekunden (Schritt F). Insofern entspricht der bisherige Ablauf dem in 7 gezeigten Ablaufschema für einen Zeitmusterdurchlauf eines bestimmten Zeitmusters (15) (s. Zeitdiagramm am seitlichen Rand von 7). Nach Ablauf der Pause von 10 Sekunden in Schritt F wird die Zeitmusterauswahlvariable um 1 erhöht (Schritt G).und es wird abgefragt, ob die Zeitmusterauswahlvariable x größer als n ist, d.h., alle Zeitmuster ausgegeben wurden. Wenn dies erfüllt ist, wird das Programm automatisch beendet. Im anderen Fall wird zu Schritt A zurückgekehrt und die Routine, bestehend aus den Schritten B bis G, mit dem nächsten Zeitmuster (15) wiederholt durchlaufen bis alle Zeitmuster ausgegeben, d.h., x>n erfüllt ist. Tritt innerhalb der ersten 3 Sekunden bei Ausführung des Schrittes B kein Responsesignal am analogen Signaleingang (10) des Refraktärzeitengenerators (1) auf, so wird direkt Schritt G ausgeführt und mit der Ausgabe des nächsten Zeitmusters (15) begonnen.
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Wie bereits angegeben, weisen die am Eingang (30) des Refraktärzeitengenerators (1) liegenden elektromagnetischen Signale therapeutisch wirkende Frequenzen innerhalb eines Frequenzbandes von 0,2 Hz bis 4 MHz auf oder liegen in einem daraus nach physiologischen Kriterien mittels Bandpässen gefilterten schmalen Frequenzbereich, dessen Mittenfrequenz jeweils einer Median-Frequenz entspricht.
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Die in den 9 und 10 dargestellten Beispiele veranschaulichen das Verhalten zweier Meridian-Frequenzen beim Einfügen von Refraktärzeiten durch ein lineares Zeitmuster (25) von 3 Sekunden Dauer. (vgl. zugehörige Tabelle in 2). Dabei werden für die Eingangssignale jeweils sinusförmige Eingangssignale angenommen und ein Start beim Phasenwinkel Φ° = 0.
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Neben dem Zeitdiagramm des linearen Zeitmusters mit eingezeichneten Refraktärzeiten, den Zeiteinheiten (ZE), den Refraktionsperioden (RP) und der Dauer (D) des Zeitmusters (25) sind jeweils zugehörige Phasentabellen mit Angaben von Bruchteilen (BP) der Periodendauer und der Phasenwinkel (Φ°) am Ende jeder Zeiteinheit (ZE) des am Eingang (30) des Refraktärzeitengenerators (1) liegenden Therapiesignals dargestellt und die am Beginn und Ende der Refraktärzeiten liegenden und somit physiologisch betonten Phasen fett umrandet.
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In 9 wurde als Frequenzbeispiel die Kreislauf-Meridian-Frequenz von 0,25 Hz ausgewählt, in 10 die Allergie-Meridian-Frequenz von 2 Hz.
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Da in beiden Fällen aufgrund der niedrigen Frequenzen die Periodenzeiten größer als die Refraktärzeiten sind, resultieren aus physikalischer Sicht durch die Signalunterbrechungen unvollständige Zyklen (s. Phasentabellen), deren Frequenzanteile nach der inversen Fourier-Transformation zu ermitteln wären. Aus physiologischer Sicht kommt es bei diesen unvollständigen Signalen auf die Betonung der Phase an. Der Abbruch eines Schwingungszyklus durch eine Refraktärzeit lenkt die Aufmerksamkeit des biologischen Systems auf die entsprechende Phase. Durch die Abfolge mehrerer Wiederholungen eines Zeitmusters, wobei das Eingangssignal kontinuierlich weiterläuft, verschieben sich bei gleicher Frequenz die solcherart betonten Phasen Φ. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit optimiert, ein Aufmerksamkeitssignal auf eine physiologisch wirksame Phase zu generieren
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Bei höheren Frequenzen (kHz- und MHz-Bereich) kommt es zu ständigen Wiederholungen der gleichen Phase, da die Periodendauern sehr viel kleiner als die Refraktärzeiten sind.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Refraktärzeitengenerator
- 2
- Zeitmustergenerator
- 3
- Unterbrechungsschaltkreis
- 4
- Mikrocontroller
- 5
- zentrale Prozessoreinheit (CPU)
- 6
- Arbeitsspeicher (SRAM)
- 7
- Bussystem
- 8
- Bus-Controller
- 9
- digitale Eingangs-/Ausgangsschnittstelle
- 10
- analoger Signaleingang
- 11
- Analog/Digital-Umsetzer (A/D-Umsetzer)
- 12
- Zeitgeber
- 13
- Flash- und/oder EEPROM-Speicher
- 14
- Ablaufsteuerprogramme
- 15
- Zeitmuster
- 16
- Pulsweiten-modulierte binäre Signalfolgen
- 17
- Busschnittstelle
- 18
- Ein-/Ausgabe-Terminal (E/A-Terminal)
- 19
- Bioresonanztherapie-Gerät (BRT-Gerät)
- 20
- Analog-Schalter
- 21
- Optokoppler
- 22
- Gleichspannungswandler
- 23
- Hand- oder Fußelektrode
- 24
- Eingangssteckverbindung
- 25
- lineares Zeitmuster
- 26
- exponentielles Zeitmuster
- 27
- proportionales Zeitmuster
- 28
- fraktales, nach einer Kettenbruchformel berechnetes Zeitmuster
- 29
- fraktales, nach einer Cantor-Menge aufgebautes Zeitmuster
- 30
- Eingang des Analog-Schalters zugleich Eingang des Refraktärzeitengenerators
- 31
- Ausgang des Analog-Schalters zugleich Ausgang des Refraktärzeitengenerators
- 32
- Impulsbreite, Impulszeit
- 33
- Impulsintervallzeit, Refraktärzeit
- 34
- bipolares Analogsignal
- 35
- elektromagnetische Signale mit eingefügten Refraktärzeiten
- ZE
- Zeiteinheit
- RP
- Refraktionsperiode
- D
- Dauer
- BP
- Bruchteil einer Periode m Ende einer Zeiteinheit (ZE)
- Φ
- Phase bzw. Φ° Phasenwinkel am Ende einer Zeiteinheit
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202009006244 U1 [0004]
- EP 0714027 A2 [0005]
- DE 19547309 A1 [0006]
- DE 202013100074 U1 [0007]
- DE 29709094 U1 [0008]
- DE 102013007448 A1 [0009, 0029]
- EP 2799110 A1 [0009]
- DE 102004026901 A1 [0010, 0029]