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Die Erfindung betrifft einen Antrieb für den Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen, mit einem Gehäuse, wenigstens einem verschiebbar im Gehäuse gelagerten, durch eine Federeinheit beaufschlagten Kolben und einer drehbar im Gehäuse gelagerten Abtriebswelle.
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Zu den bisher bekannten Antrieben der eingangs genannten Art zählen insbesondere hydraulische Antriebe wie insbesondere Türschließer mit einem in einem Gehäuse verschiebbar geführten, durch eine Federeinheit in Schließrichtung beaufschlagten Arbeitskolben, der mit einer Abtriebswelle zusammenwirkt. Dabei ist die Abtriebswelle bisher in der Regel permanent mit dem federbeaufschlagten Kolben gekoppelt, so dass der Flügel nicht frei bewegbar ist.
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DE 10 2013 210 516 B3 beschriebt eine Einzugsvorrichtung für einen Flügel einer Tür oder eines Fensters, mit einem Gehäuse, einem in einem Aufnahmeraum des Gehäuses angeordneten, mit einer Feder beaufschlagten Kolben, und mit einer im Gehäuse gelagerten Welle, welche mit dem Kolben zusammenwirkt, wobei an der Welle ein Betätigungsarm für den Flügel drehfest angeordnet ist. Der Kolben ist dabei zweiteilig mit einem Federkolben und einem Dämpfungskolben ausgebildet, wobei der Federkolben und der Dämpfungskolben jeweils aufeinander zu gerichtete Fortsätze aufweisen, welche mit wenigstens einem der beiden an der Welle angeordneten Mitnehmer zusammenwirken.
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DE 201 11 966 U1 offenbart einen Antrieb für einen Türflügel einem Gehäuse, der einen verschiebbar im Gehäuse (12) gelagerten, durch eine Federeinheit beaufschlagten Kolben (14, 16) umfasst. Der Kolben zeigt eine Verzahnung.
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DE 26 38 320 A1 lehrt eine Vorrichtung zur Dämpfung von Maschinenteilen und Schiebetoren. Die Vorrichtung umfasst zwei Zylinder und kann mittels eines Seils, das auf einer Trommel aufgewickelt ist, mit dem zu dämpfenden Maschinenteil verbunden sein.
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Aus
DE 100 01 950 A1 ist ein schmal ausgebildeter Türschließer bekannt. Der Türschließer weist eine Schließerwelle und zwei mit Federn beaufschlagte Kolben auf den gegenüberliegenden Seiten der Schließerwelle auf. Die Kolben sind höhenversetzt zueinander angeordnet. Ein Kolben und die Welle können über Verzahnungen oder Hubkurvenscheinen zusammenwirken.
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Es besteht jedoch auch ein Bedarf an frei bewegbaren Flügeln, insbesondere Türflügeln. Beim Schließen von Türen ohne Türschließer tritt nun aber häufig das Problem auf, dass die Tür nicht richtig geschlossen wird und offen stehenbleibt, wodurch im betreffenden Raum Zugluft auftreten kann. Wird die Tür mit zu viel Kraft geschlossen, schlägt sie hart am Türrahmen auf, so dass gegebenenfalls Bauteile wie beispielsweise ein Türschloss oder dergleichen beschädigt werden können. Zudem verbleiben Türen ohne Türschließer nach dem Öffnen meistens nicht in der gewünschten Position. So können beispielsweise eine leicht schräge Einbaulage oder ein Luftzug den Türflügel aus der gewünschten Position herausbewegen. Wird die Tür zu stark aufgeschlagen, kann dies wieder Beschädigungen zur Folge haben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb der eingangs genannten Art anzugeben, der unter Vermeidung der zuvor erwähnten Nachteile über einen bestimmten Öffnungswinkelbereich hinweg eine freie Bewegung des Flügels ermöglicht. Dabei soll bei möglichst einfachem und entsprechend kostengünstigem Aufbau insbesondere auch ein kontrolliertes Öffnen und/oder kontrolliertes Schließen des Flügels gewährleistet sein.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Antrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Antriebs ergeben sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
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Der erfindungsgemäße Antrieb für den Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen umfasst ein Gehäuse, wenigstens einen verschiebbar im Gehäuse gelagerten, durch die Federeinheit beaufschlagten Kolben und eine drehbar im Gehäuse gelagerte Abtriebswelle, die mit dem Kolben zur Bildung eines gedämpften Öffnungs- oder Schließeinzugs und eines Freilaufs des Flügels zusammenwirkt, indem der Kolben als mit einer Verzahnung versehener Dämpfungskolben ausgeführt und die Abtriebswelle mit wenigstens einem sich lediglich über einen Teil ihres Außenumfangs erstreckenden, zum Spannen der Federeinheit und für den anschließenden Öffnungs- bzw. Schließeinzug mit der Verzahnung des Dämpfungskolbens kämmenden Gegenverzahnungsabschnitt und einem sich entlang eines an diesen Gegenverzahnungsabschnitt angrenzenden Teils ihres Außenumfangs erstreckenden Freilaufabschnitt zur Entkopplung der Abtriebswelle von dem Dämpfungskolben versehen ist.
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Aufgrund dieser Ausbildung ist der betreffende Flügel nunmehr über einen bestimmten Öffnungswinkelbereich hinweg frei bewegbar, während gleichzeitig ein kontrolliertes Öffnen und/oder kontrolliertes Schließen des Flügels gewährleistet ist. Dabei kann der beispielsweise einer Tür zugeordnete Antrieb als Obentürschließer, integrierter Türschließer oder Bodentürschließer ausgeführt sein. Insbesondere bei einem Obentürschließer kann die Verbindung zwischen Rahmen und Flügel über einen Gleitarm oder ein Gestänge erfolgen. Umfasst der Antrieb im einfachsten Fall nur einen einzigen Dämpfungskolben, so kann außer dem Freilauf entweder ein gedämpfter Schließeinzug oder ein gedämpfter Öffnungseinzug vorgesehen sein. Ist der Antrieb mit wenigstens zwei Dämpfungskolben versehen, so kann über den einen Dämpfungskolben ein gedämpfter Schließeinzug und über den anderen Dämpfungskolben ein gedämpfter Öffnungseinzug verwirklicht sein.
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Der Flügel kann über einen weiten Bereich frei bewegbar sein, so als ob kein Antrieb vorgesehen wäre. Im Bereich nahe der Geschlossenstellung des Flügels wird der Flügel aktiv in diese Geschlossenstellung eingezogen. Dabei wird die Einzugsbewegung zusätzlich gedämpft, um ein heftiges Zuschlagen des Flügels zu vermeiden. Alternativ oder zusätzlich kann eine Position zur Offenstellung des Flügels vorgesehen sein, wobei der Flügel nahe dieser Offenstellungsposition aktiv in die gewünschte Offenstellungsposition aufgezogen wird. Auch dieser Öffnungseinzug ist wieder gedämpft. Die jeweilige Einzugseinrichtung umfasst eine Federeinheit als Energiespeicher, die den Flügel nahe der Schließlage einzieht bzw. nahe der Öffnungslage aufzieht. Um ein freies Bewegen des Flügels zu ermöglichen, ist eine Freilaufeinrichtung vorgesehen, die den sich über einen Teil des Außenumfangs der Abtriebswelle erstreckenden Freilaufabschnitt zur Entkopplung der Abtriebswelle von dem Dämpfungskolben umfasst.
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Ein jeweiliger Dämpfungskolben kann im Gehäuse jeweils einen Dämpfungsraum begrenzen, wobei er durch die zugeordnete Federeinheit jeweils in Richtung dieses Dämpfungsraums belastet ist. Durch eine dem jeweiligen Dämpfungskolben zugeordnete Ventileinrichtung und/oder einen oder mehrere Überströmkanäle im Gehäuse mit zugeordneten Ventilen kann eine jeweilige Bewegung des Dämpfungskolbens in Richtung des Dämpfungsraums gedämpft werden, während der Dämpfungskolben in entgegengesetzter Richtung zum Spannen der zugeordneten Federeinheit zumindest im Wesentlichen frei bewegbar ist. Dabei kann die Dämpfung für den Öffnungseinzug und den Schließeinzug jeweils insbesondere getrennt einstellbar sein.
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Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Antriebs werden somit beispielsweise Beschädigungen eines Türflügels oder der Umgebung durch zu starkes Auf- oder Zuschlagen vermieden. Es erfolgt zudem keine Lärmbelästigung mehr. Der betreffende Flügel muss lediglich noch angestoßen werden und schließt anschließend selbständig vergleichbar mit einer Küchenschublade oder einer Schranktür. Es ergibt sich ein höherer Begehkomfort. Indem die betreffende Tür sicher geschlossen wird, tritt auch keine Zugluft mehr auf. Für ein sicheres Öffnen oder Offenhalten ist kein Türstopper mehr erforderlich. Die betreffende Tür kann beispielsweise sicher in einer Lüftungsposition offengehalten werden.
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Der erfindungsgemäße Antriebs zeichnet sich dadurch aus, dass der Antrieb jeweils zwei als mit einer Verzahnung versehene Dämpfungskolben ausgeführte Kolben umfasst und die Abtriebswelle mit zwei sich jeweils lediglich über einen Teil ihres Außenumfangs erstreckenden Gegenverzahnungsabschnitten versehen ist, wobei die Abtriebswelle mit einem ihrer beiden Gegenverzahnungsabschnitte für einen Öffnungseinzug mit der Verzahnung eines der beiden Dämpfungskolben und mit ihrem anderen Gegenverzahnungsabschnitt für einen Schließeinzug mit der Verzahnung des anderen Dämpfungskolbens zusammenwirkt. Damit wird mit ein und demselben Antrieb außer dem Freilauf sowohl ein gedämpfter Öffnungseinzug als auch ein gedämpfter Schließeinzug und damit sowohl ein kontrolliertes Öffnen als auch ein kontrolliertes Schließen des betreffenden Flügels erreicht.
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Dabei ist die Abtriebswelle bevorzugt mit einem zwischen den beiden Gegenverzahnungsabschnitten vorgesehenen Freilaufabschnitt versehen, über den die Abtriebswelle sowohl von dem einen als auch von dem anderen der beiden Dämpfungskolben jeweils entkoppelbar ist.
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Gemäß einer vorteilhaften praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs ist ein jeweiliger Dämpfungskolben mit einer mit einem Gegenverzahnungsabschnitt der Abtriebswelle zusammenwirkenden Außenverzahnung versehen.
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Dabei ist ein jeweiliger Dämpfungskolben bevorzugt als einseitig offener Hohlkolben ausgeführt, an dessen der offenen Stirnseite gegenüberliegendem Boden eine sich durch die offene Stirnseite hindurch in den Dämpfungskolben erstreckende Federeinheit mit einem Ende abgestützt ist.
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Dabei kann die Federeinheit mit ihrem anderen Ende beispielsweise an einer Stirnwand des Gehäuses, einem stirnseitigen Gehäuseverschluss oder dergleichen abgestützt sein. Die Federeinheit umfasst in diesem Fall bevorzugt eine Druckfeder.
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Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs ist jedem Dämpfungskolben jeweils eine eigene Federeinheit zugeordnet.
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Gemäß einer alternativen vorteilhaften Ausführungsform umfasst der Antrieb zwei jeweils als einseitig offener Hohlkolben ausgeführte Dämpfungskolben, denen eine gemeinsame Federeinheit zugeordnet ist, die sich durch die einander gegenüberliegenden offenen Stirnseiten der Dämpfungskolben hindurch bis zu deren jeweiligem Boden erstreckt und sich mit ihren beiden Enden innen an den Böden der beiden Dämpfungskolben abstützt.
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In diesem Fall umfasst die den beiden Dämpfungskolben zugeordnete gemeinsame Federeinheit eine Zugfeder.
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Gemäß einer weiteren zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs ist ein jeweiliger Dämpfungskolben als Hohlkolben mit einer Innenverzahnung ausgeführt, die mit einem Gegenverzahnungsabschnitt der Abtriebswelle zusammenwirkt.
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Auch in diesem Fall kann der Antrieb vorteilhafterweise wieder mit zwei Dämpfungskolben versehen sein. Dabei umfasst der Antrieb im vorliegenden Fall jedoch bevorzugt zwei jeweils als einseitig offene Hohlkolben mit Innenverzahnung ausgeführte Dämpfungskolben, deren offene Stirnseiten einander gegenüberliegen und in deren Bereich die mit ihren Gegenverzahnungsabschnitten mit den Innenverzahnungen der beiden Dämpfungskolben zusammenwirkende Abtriebswelle angeordnet ist.
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Den beiden Dämpfungskolben ist dabei bevorzugt jeweils wieder eine eigene Federeinheit zugeordnet. Dabei stützt sich gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs die einem jeweiligen Dämpfungskolben zugeordnete Federeinheit mit einem Ende außen an dem der offenen Stirnseite gegenüberliegenden Boden des Dämpfungskolbens und mit dem anderen Ende an einer Stirnwand des Gehäuses, einem stirnseitigen Gehäuseverschluss oder dergleichen ab.
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Die einem jeweiligen Dämpfungskolben zugeordnete Federeinheit umfasst im vorliegenden Fall bevorzugt eine Druckfeder.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei außenverzahnten Dämpfungskolben,
- 2a) bis 2f) schematische, teilweise geschnittene Darstellungen einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei außenverzahnten Dämpfungskolben, denen jeweils eine eigene Federeinheit zugeordnet ist, wobei der Antrieb in verschiedenen, unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Flügels entsprechenden Phasen dargestellt ist,
- 3a) bis 3f) schematische, teilweise geschnittene Darstellungen einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei außenverzahnten Dämpfungskolben, denen eine gemeinsame Federeinheit zugeordnet ist, wobei der Antrieb wieder in verschiedenen, unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Flügels entsprechenden Phasen dargestellt ist,
- 4 eine schematische, perspektivische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei innenverzahnten Dämpfungskolben, und
- 5a) bis 5f) schematische, teilweise geschnittene Darstellungen einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs mit zwei innenverzahnten Dämpfungskolben, denen jeweils eine eigene Federeinheit zugeordnet ist, wobei der Antrieb wieder in verschiedenen, unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Flügels entsprechenden Phasen dargestellt ist.
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Die 1 bis 5 zeigen verschiedene beispielhafte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Antriebs 10 für den Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen.
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Dabei umfasst der Antrieb 10 jeweils ein Gehäuse 12, wenigstens einen verschiebbar im Gehäuse 12 gelagerten, durch eine Federeinheit 24, 26 beaufschlagten Kolben 14, 16 und eine drehbar im Gehäuse 12 gelagerte Abtriebswelle 18, die mit dem Kolben 14, 16 zur Bildung eines gedämpften Öffnungs- oder Schließeinzugs und eines Freilaufs des Flügels zusammenwirkt, indem der Kolben als mit einer Verzahnung 20, 22 versehener Dämpfungskolben 14, 16 ausgeführt und die Abtriebswelle 18 mit wenigstens einem sich lediglich über einen Teil ihres Außenumfangs erstreckenden, zum Spannen der Federeinheit 24, 26 und für den anschließenden Öffnungs- bzw. Schließeinzug mit der Verzahnung 20, 22 des Dämpfungskolbens 14, 16 kämmenden Gegenverzahnungsabschnitt 28, 30 und einem sich entlang eines an diesen Gegenverzahnungsabschnitt 28, 30 angrenzenden Teils ihres Außenumfangs erstreckenden Freilaufabschnitts 32 zur Entkopplung der Abtriebswelle 18 von dem Verdrängungskolben 14, 16 versehen ist.
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Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen gemäß den 1 bis 5 umfasst der jeweilige Antrieb 10 zwei jeweils als mit einer Verzahnung 20, 22 versehener Dämpfungskolben ausgeführte Kolben 14, 16, wobei die Abtriebswelle 18 mit zwei sich jeweils lediglich über einen Teil ihres Außenumfangs erstreckenden Gegenverzahnungsabschnitten 28, 30 versehen ist und die Abtriebswelle 18 mit einem ihrer beiden Gegenverzahnungsabschnitte 28 für einen Öffnungseinzug mit der Verzahnung 20, 22 eines der beiden Dämpfungskolben 14 und mit ihrem anderen Gegenverzahnungsabschnitt 30 für einen Schließeinzug mit der Verzahnung 20, 22 des anderen Dämpfungskolbens 16 zusammenwirkt.
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Bei den in den 1 bis 5 dargestellten beispielhaften Ausführungsformen des Antriebs 10 sind somit außer dem Freilauf sowohl ein gedämpfter Schließeinzug als auch ein gedämpfter Öffnungseinzug verwirklicht. Bei grundsätzlich ebenfalls möglichen (nicht dargestellten) Ausführungsformen mit nur einem Dämpfungskolben wäre neben dem Freilauf entweder ein gedämpfter Schließeinzug oder ein gedämpfter Öffnungseinzug möglich.
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Das Gehäuse 12 kann jeweils mit einer Hydraulikflüssigkeit befüllt sein. Ein jeweiliger Dämpfungskolben 14, 16 ist dichtend im Gehäuse 12 geführt, wie in 2a) durch den Dichtbereich 34 angedeutet.
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Bei den in den 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen wird der Flügel beispielsweise über einen Öffnungswinkelbereich von 0° bis 30° über den Schließeinzug gedämpft zugezogen, während er sich in einem Öffnungswinkelbereich von beispielsweise 30° bis 60° im Freilauf befindet. Im Öffnungswinkelbereich von beispielsweise 60° bis 100° wird der Flügel gedämpft aufgezogen. Die betreffenden Einsatzwinkel und Öffnungswinkelbereiche sind jedoch rein beispielhaft. Es sind auch beliebige andere Einsatzwinkel und Öffnungswinkelbereiche denkbar.
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Bei sämtlichen in den 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Abtriebswelle zur Verwirklichung des Freilaufs jeweils mit einem zwischen den beiden Gegenverzahnungsabschnitten 28, 30 vorgesehenen Freilaufabschnitt 32 versehen, über den die Abtriebswelle 18 sowohl von dem einen als auch von dem anderen der beiden Dämpfungskolben 14, 16 jeweils entkoppelbar ist.
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Die 1 bis 3 zeigen zwei beispielhafte Ausführungsformen, bei denen der Antrieb 10 jeweils mit zwei außenverzahnten Dämpfungskolben 14, 16 versehen ist. Dabei weist der Dämpfungskolben 14 jeweils eine mit einem Gegenverzahnungsabschnitt 28 der Abtriebswelle 18 zusammenwirkende Außenverzahnung 20 und der Dämpfungskolben 16 jeweils eine mit einem Gegenverzahnungsabschnitt 30 der Abtriebswelle 18 zusammenwirkende Außenverzahnung 20 auf.
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Bei der Ausführungsform gemäß den 1 und 2 ist jedem Dämpfungskolben 14, 16 jeweils eine eigene Federeinheit 24 zugeordnet. Ein jeweiliger Dämpfungskolben 14, 16 ist als einseitig offener Hohlkolben ausgeführt, an dessen der offenen Stirnseite gegenüberliegendem Boden eine sich durch die offene Stirnseite hindurch in den Dämpfungskolben 14, 16 erstreckende Federeinheit 24, 26 mit einem Ende abgestützt ist. Mit ihrem anderen Ende stützt sich die Federeinheit 24 an einer Stirnwand des Gehäuses 12, einem stirnseitigen Gehäuseverschluss oder dergleichen ab. Dabei umfasst die Federeinheit 24 jeweils eine Druckfeder. Der für den gedämpften Öffnungseinzug vorgesehene Dämpfungskolben 14, im Folgenden Öffnungs-Dämpfungskolben 14 genannt, und der dem Schließeinzug dienende Dämpfungskolben 16, im Folgenden Schließ-Dämpfungskolben 16 genannt, sind durch die diesen jeweils zugeordnete Federeinheit 24 jeweils in Richtung eines zwischen den Dämpfungskolben 14, 16 liegenden Dämpfungsraums 36 belastet.
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Die 2a) zeigt den Antrieb 10 bei geschlossenem Flügel. Dabei nimmt der Öffnungs-Dämpfungskolben 14 bei gespannter zugeordneter Federeinheit 24 seine der betreffenden Stirnseite des Gehäuses 12 benachbarte rechte Endstellung ein, in der er durch den Freilaufabschnitt 32 der Abtriebswelle 18 gehalten wird. Dagegen nimmt der Schließ-Dämpfungskolben 16 bei relativ entspannter zugeordneter Federeinheit 24 seine von der betreffenden Stirnseite des Gehäuses 12 beabstandete rechte Ausgangsstellung ein, wobei er mit seiner Außenverzahnung 20 mit dem Gegenverzahnungsabschnitt 30 der Abtriebswelle 18 in Eingriff steht.
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In der 2b) ist der Flügel bereits bis zu einem Öffnungswinkel von beispielsweise 25° geöffnet, wodurch der Schließ-Dämpfungskolben 16 durch die entsprechende Drehung der Abtriebswelle 18 im Gegenuhrzeigersinn entgegen der Kraft der zugeordneten Federeinheit 24 etwas nach links verschoben wurde.
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In der Darstellung gemäß 2c) nimmt der Schließ-Dämpfungskolben 16 bei gespannter zugeordneter Feder 24 seine linke Endstellung ein, nachdem der Flügel beispielsweise bis zu einem Öffnungswinkel von 30° weiter geöffnet wurde. In dieser Phase läuft der Schließ-Dämpfungskolben 16 infolge der entsprechend weitergedrehten Abtriebswelle 18 auf deren Freilaufabschnitt 32 auf, so dass der Freilauf beginnt, nachdem auch der Öffnungs-Dämpfungskolben 14 noch mit diesem Freilaufabschnitt 32 in Eingriff steht.
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2d) zeigt den Antrieb 10 am Ende des Freilaufs, nachdem der Flügel bis zu einem Öffnungswinkel von beispielsweise 60° geöffnet wurde. Sobald der Flügel nun angestoßen bzw. etwas weiter geöffnet wird, gelangt der Öffnungs-Dämpfungskolben 14 mit seiner Außenverzahnung 20 mit dem Gegenverzahnungsabschnitt 28 der Abtriebswelle 18 in Eingriff, so dass der Flügel über den durch die sich entspannende Federeinheit 24 beaufschlagten Öffnungs-Dämpfungskolben 14 aufgezogen wird. Dabei ist der Flügel in der Darstellung gemäß der 2e) bereits bis zu einem Öffnungswinkel von beispielsweise 65° aufgezogen. Der Schließ-Dämpfungskolben 16 wird bei gespannter zugeordneter Federeinheit 24 durch den Freilaufabschnitt 32 der Abtriebswelle 18 weiterhin in seiner linken Endstellung gehalten.
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2f) zeigt den Antrieb 10 bei in die endgültige Offenstellung von beispielsweise 100° aufgezogenem Flügel. Dabei nimmt der mit seiner Außenverzahnung 20 mit dem Gegenverzahnungsabschnitt 28 der Abtriebswelle 18 in Eingriff stehende Öffnungs-Dämpfungskolben 14 bei zumindest im Wesentlichen entspannter zugeordneter Federeinheit 24 seine linke Ausgangsstellung ein. Der Schließ-Dämpfungskolben 16 wird durch den Freilaufabschnitt 32 der Abtriebswelle 18 bei gespannter zugeordneter Federeinheit 24 weiterhin in dessen linker Endstellung gehalten.
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In Schließrichtung des Flügels erfolgt der Ablauf in umgekehrter Reihenfolge. Ausgehend von der aufgezogenen Offenstellung des Flügels, in welcher der Flügel durch die Kraft der den Öffnungs-Dämpfungskolben 14 beaufschlagenden Federeinheit 24 gehalten wird, wird der Flügel in Schließrichtung bewegt. Die Abtriebswelle 18 wird dabei im Uhrzeigersinn gedreht, wodurch der Öffnungs-Dämpfungskolben 14 über den mit dessen Außenverzahnung 20 kämmendem Gegenverzahnungsabschnitt 28 der Abtriebswelle 18 entgegen der Kraft der zugeordneten Federeinheit 24 wieder nach rechts verschoben wird, wodurch die Federeinheit 24 wieder gespannt wird (vgl. die 2f) und 2e)).
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Wird der Flügel beispielsweise bis zu einem Öffnungswinkel von 60° weiter geschlossen, so wird wieder der Freilaufbereich erreicht, indem der Flügel frei bewegbar ist (vgl. 2d)).
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Das Ende dieses Freilaufbereichs ist erreicht, sobald der Flügel bis zu einem Öffnungswinkel von beispielsweise 30° weiter geschlossen wird (vgl. 2c)). Sobald der Flügel in Schließrichtung etwas angestoßen oder weiter geschlossen wird, tritt der Gegenverzahnungsabschnitt 30 der im Uhrzeigersinn weiter gedrehten Abtriebswelle 18 mit der Außenverzahnung des Schließ-Dämpfungskolbens 16 in Eingriff, woraufhin der Flügel über den Schließ-Dämpfungskolben 16 aufgezogen wird, der durch die sich nunmehr entspannende zugeordnete Federeinheit 20 aus seiner linken Endstellung (vgl. 2c)) in seine rechte Ausgangsstellung (vgl. 2a)) zurückbewegt wird. Ebenso wie der Flügel durch die dem Öffnungs-Dämpfungskolben 14 zugeordnete Federeinheit 14 in der endgültigen Offenstellung gehalten wird, wird der Flügel nunmehr durch die dem Schließ-Dämpfungskolben 16 zugeordnete Federeinheit 24 in der Geschlossenstellung gehalten.
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Wie eingangs bereits erwähnt, erfolgt sowohl der Öffnungs- als auch der Schließeinzug jeweils gedämpft. Die Öffnungs- und Schließdämpfung können insbesondere getrennt einstellbar sein.
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3 zeigt eine beispielhafte alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit zwei außenverzahnten Dämpfungskolben 14, 16, die sich von der Ausführungsform gemäß 2 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass den beiden Dämpfungskolben 14, 16 eine gemeinsame Federeinheit 26 zugeordnet ist. Die beiden Dämpfungskolben 14, 16 sind wieder als einseitig offene Hohlkolben ausgeführt, wobei sie im vorliegenden Fall einander jedoch mit ihren offenen Stirnseiten gegenüberliegen. Dabei stützt sich die sich durch die einander gegenüberliegenden offenen Stirnseiten der Dämpfungskolben 14, 16 hindurch bis zu deren jeweiligen Boden erstreckende Federeinheit 26 mit ihren beiden Enden innen an den Böden der beiden Dämpfungskolben 14, 16 ab.
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Die 3 zeigt den Antrieb wieder in verschiedenen, unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Flügels entsprechenden Phasen. Während bei der Ausführungsform gemäß der 2 den beiden Dämpfungskolben 14, 16 getrennte Druckfedern 24 zugeordnet waren, übernimmt die Funktion dieser beiden Federeinheiten 24 im vorliegenden Fall die den beiden Dämpfungskolben 14, 16 zugeordnete gemeinsame Federeinheit 26 in Form einer Zugfeder. Im Übrigen besitzt die Ausführungsform gemäß 3 wieder dieselbe Funktion wie die der 2, so dass insoweit auf die vorangegangene Beschreibung Bezug genommen wird.
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Die 4 und 5 zeigen eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs 10 mit zwei jeweils als einseitig offene Hohlkolben mit Innenverzahnung 22 ausgeführten Dämpfungskolben 14, 16, deren offene Stirnseiten einander gegenüberliegen und in deren Bereich die mit ihren Gegenverzahnungsabschnitten 28, 30 mit den Innenverzahnungen 22 der beiden Dämpfungskolben 14, 16 zusammenwirkende Abtriebswelle 18 angeordnet ist.
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Im vorliegenden Fall ist den beiden Dämpfungskolben 14, 16 jeweils wieder eine eigene Federeinheit 24 zugeordnet.
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Dabei stützt sich die einem jeweiligen Dämpfungskolben 14, 16 zugeordnete Federeinheit 24 mit einem Ende außen an dem der offenen Stirnseite gegenüberliegenden Boden des Dämpfungskolbens 14, 16 und mit dem anderen Ende an einer Stirnwand des Gehäuses 12, einem stirnseitigen Gehäuseabschluss oder dergleichen ab. Die einem jeweiligen Dämpfungskolben 14, 16 jeweils zugeordnete Federeinheit 24 umfasst im vorliegenden Fall wieder eine Druckfeder.
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5 zeigt den Antrieb 10 wieder in verschiedenen, unterschiedlichen Öffnungswinkeln des Flügels entsprechenden Phasen, wobei die in den 5a) bis 5f) wiedergegebenen Phasen wieder den in den 2a) bis 2f) dargestellten Phasen entsprechen. Der Dämpfungskolben 14 übernimmt wieder die Funktion des Öffnungs-Dämpfungskolbens, während der Dämpfungskolben 16 wieder die Funktion des Schließ-Dämpfungskolbens übernimmt. Abgesehen davon, dass die Drehrichtung der Abtriebswelle 18 zu der der Ausführung gemäß der 2 entgegengesetzt ist, ist die Funktion des Antriebs gemäß den 4 und 5 im Prinzip wieder dieselbe wie die der Ausführung gemäß den 1 und 2, so dass insoweit wieder auf die Beschreibung der in den 1 und 2 dargestellten Ausführungsform verwiesen wird.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Antrieb
- 12
- Gehäuse
- 14
- Öffnungs-Dämpfungskolben
- 16
- Schließ-Dämpfungskolben
- 18
- Abtriebswelle
- 20
- Außenverzahnung
- 22
- Innenverzahnung
- 24
- Federeinheit
- 26
- gemeinsame Federeinheit
- 28
- dem Öffnungseinzug dienender Gegenverzahnungsabschnitt
- 30
- dem Schließeinzug dienender Gegenverzahnungsabschnitt
- 32
- Freilaufabschnitt
- 34
- Dichtbereich
- 36
- Dämpfungsraum