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HINTERGRUND
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Fahrzeuge, wie etwa Kraftfahrzeuge, können mehrere Airbageinheiten umfassen, die ausgelöst werden, wenn ein Aufprall des Fahrzeugs erfasst wird. Wenn ausgelöst, kann die Airbageinheit die Bewegung eines Insassen des Fahrzeugs verlangsamen und kann Energie von dem Insassen während des Aufpralls aufnehmen. Ein Typ von Airbageinheit ist zum Beispiel ein seitlicher Luftvorhang. Der seitliche Luftvorhang kann einen Gasgenerator und einen Airbag umfassen. Der seitliche Luftvorhang kann an einem Dach und/oder einer Karosserieseite des Fahrzeugs hinter der Auskleidung und dem Dachhimmel montiert sein. Wenn ein Aufprall durch ein Aufprallerfassungssystem des Fahrzeugs erfasst wird, kann der Airbag von dem Dachhimmel zwischen dem Insassen und einer Seite des Fahrzeugs, z. B. einem Fenster, einer Tür, einer Säule, einer Auskleidung usw. auf eine Weise ausgelöst werden, so dass Energie von dem Insassen aufgenommen werden kann.
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Die Konstruktion der Fahrzeugkomponenten unterliegt mehreren Beschränkungen, wie etwa Platznutzungs-, Anordnungs- und Bedienbarkeitsüberlegungen. Beispielsweise kann ein Dach des Fahrzeugs Dachverstärkungen umfassen, welche Platz zwischen dem Dach und dem Dachhimmel beanspruchen können und Platznutzungsbeschränkungen für den seitlichen Luftvorhang erzeugen können. Zusätzlich können die Konstruktion des Fahrzeugs, z. B. die Konstruktion des Dachs, des Dachhimmels usw. die Richtung der Auslösung des Airbags beeinflussen. Daher bleibt eine Möglichkeit, einen seitlichen Luftvorhang zu konzipieren, der diesen Konstruktionsbeschränkungen Rechnung trägt.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist eine perspektivische Ansicht einer Luftvorhangeinheit, die an einem Fahrzeug montiert ist.
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2 ist eine perspektivische Ansicht der Luftvorhangeinheit einschließlich eines Gasgenerators, eines Luftvorhangs in Fluidverbindung mit dem Gasgenerator, und einer Klammer, die mit dem Gasgenerator und dem Luftvorhang in Eingriff steht.
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3 ist eine perspektivische Ansicht der Klammer.
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4 ist eine Querschnittsansicht der an dem Fahrzeug montierten Luftvorhangeinheit mit dem Luftvorhang in dem nicht ausgelösten Zustand entlang der Linie 4 von 1.
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5 eine Querschnittsansicht des Luftvorhangs in dem ausgelösten Zustand.
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6 ist eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der seitlichen Vorhangseinheit, die an dem Fahrzeug montiert ist.
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7 ist eine Querschnittsansicht der an dem Fahrzeug montierten Luftvorhangeinheit mit dem seitlichen Luftvorhang in dem nicht ausgelösten Zustand entlang der Linie 7 von 1.
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8A ist eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform der Klammer.
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8B ist eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer.
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8C ist eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer.
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8D ist eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer.
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9 ist eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer einschließlich eines Einkerbungsbereichs.
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10 ist eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer einschließlich einer Rampe.
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11 ist eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Klammer.
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12 ist eine schematische Ansicht eines Aufprallerfassungssystems des Fahrzeugs.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Bezug nehmend auf die Figuren, wobei gleiche Nummern in den verschiedenen Ansichten gleiche Teile bezeichnen, zeigt 1 eine Luftvorhangeinheit 10 für ein Fahrzeug 12. Die Luftvorhangeinheit 10 umfasst eine Gasgeneratoranordnung 14 und einen Luftvorhang 16 in Fluidverbindung mit der Gasgeneratoranordnung 14. Eine Klammer 18, 218, 318, 418 umfasst einen Haken 20, der sich mindestens teilweise um den Luftvorhang 16 herum erstreckt. Die Klammer 18, 218, 318, 418 umfasst einen Montageteil 22, der an dem Haken 20 befestigt ist und mit der Gasgeneratoranordnung 14 in Eingriff steht.
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Wie in 2 gezeigt ist, stützt der Haken 20 der Klammer 18, 218, 318, 418 den Luftvorhang 16, indem er sich um den Luftvorhang 16 herum erstreckt. Insbesondere kann der Haken 20 den Luftvorhang 16 in einer gewünschten Position relativ zum Rest des Fahrzeugs 12 stützen, d. h. er richtet den Luftvorhang 16 in einer gewünschten Position aus, um Platznutzungsbeschränkungen Rechnung zu tragen und den Luftvorhang 16 in einer gewünschten Richtung während des Aufblasens zu richten, wie im Folgenden ausgeführt wird. Zusätzlich kann der Montageteil 22 in die Gasgeneratoranordnung 14 und/oder das Fahrzeug 12 eingreifen, wie im Folgenden ausgeführt wird. Da der Montageteil 22 an dem Haken 20 befestigt ist, stützt der Montageteil 22 auch den Haken 20 und den Luftvorhang 16 relativ zur Gasgeneratoranordnung 14. Wie in 4 gezeigt ist, kann die Klammer 18, 218, 318, 418 sowohl den Gasgenerator 14 an dem Fahrzeug 12 montieren als auch den Luftvorhang 16 relativ zur Gasgeneratoranordnung 14 stützen. Wie in 6 gezeigt ist, kann die Klammer 18, 218, 318, 418 den Luftvorhang 16 relativ zur Gasgeneratoranordnung 14 stützen, und die Gasgeneratoranordnung 14 kann an dem Fahrzeug 12 montiert sein. Wie in 7 gezeigt ist, kann die Klammer 18, 218, 318, 418 den Luftvorhang 16 relativ zum Fahrzeug 12 stützen, zum Beispiel kann die Klammer 18, 218, 318, 418 von der Gasgeneratoranordnung 14 beabstandet sein und direkt in das Fahrzeug 12 eingreifen. Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, kann die Luftvorhangeinheit 10 mehrere Klammern 18, 218, 318, 418 umfassen, die voneinander beabstandet sind. Die Luftvorhangeinheit 10 kann eine beliebige geeignete Anzahl an Klammern 18, 218, 318, 418, d. h. eine oder mehr Klammern, umfassen.
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Wie im Folgenden ausgeführt wird, ist eine erste Ausführungsform der Klammer 18 in den 1–7 gezeigt, eine zweite Ausführungsform der Klammer 218 ist in 9 gezeigt, eine dritte Ausführungsform der Klammer 318 ist in 10 gezeigt und eine vierte Ausführungsform der Klammer 418 ist in 11 gezeigt. Alternative Querschnittsformen der Klammern sind in den 8A–D gezeigt. Es werden gemeinsame Nummern verwendet, um gemeinsame Merkmale in den verschiedenen Ausführungsformen zu identifizieren.
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Bezug nehmend auf 1, und wie zuvor ausgeführt wurde, kann die Luftvorhangeinheit 10 an dem Fahrzeug 12 montiert sein. Insbesondere kann das Fahrzeug 12 eine Karosserie 62, z. B. ein Dach 26 und/oder eine obere Karosserieseite 88 umfassen, und die Luftvorhangeinheit 10 kann an der Karosserie 62, z. B. dem Dach 26 und/oder der oberen Karosserieseite 88, montiert sein. Die obere Karosserieseite 88 kann eine oder mehrere Säulen 30, z. B. die A-Säule, B-Säule, C-Säule usw., umfassen. Die Luftvorhangeinheit 10 kann zum Beispiel mindestens an einer der Säulen 30 montiert sein. Als ein weiteres Beispiel kann das Dach 26 Dachbalken (nicht nummeriert) umfassen, und die Luftvorhangeinheit 10 kann an den Dachbalken montiert sein. Das Fahrzeug 12 kann einen Dachhimmel 28 umfassen, und die Luftvorhangeinheit 10 kann zwischen dem Dach 26, der oberen Karosserieseite 88 und dem Dachhimmel 28 angeordnet sein.
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Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, kann die Luftvorhangeinheit 10 eine oder mehr Klammern 82 umfassen, welche aus Metall oder Kunststoff gebildet und an dem Luftvorhang 16 angeheftet sein können. Die Klammern 82 können auf jede geeignete Weise, z. B. mit Befestigungselementen, an der Karosserie 62 befestigt sein. Die Klammern 82 können von den Klammern 16 beabstandet sein. Die Klammern 82 zum Beispiel können mit den Klammern 16 wechselweise angeordnet sein.
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Die Luftvorhangeinheit 10 ist in den 1 und 3 in einer nicht ausgelösten Position gezeigt. Wie im Folgenden ausgeführt wird und wie in 5 gezeigt ist, kann die Luftvorhangeinheit 10 in eine ausgelöste Position aufgeblasen werden, in welcher sich der Airbag 50 von dem Dachhimmel 28 zwischen einem Insassen des Fahrzeugs 12 und einer Tür und/oder der Karosserie 62, z. B. Säulen 30 (in 3 und 4 gezeigt) nach unten erstreckt. Das in 1 gezeigte Fahrzeug 12 umfasst zwei Luftvorhangeinheiten 10, d. h. eine auf einer linken Seite des Fahrzeugs 12 montierte und eine auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 12 montierte. Das Fahrzeug 12 kann jede geeignete Anzahl an Airbageinheiten 10 umfassen, d. h. eine oder mehr.
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Bezug nehmend auf die 3 und 4 kann das Fahrzeug 12 eine Auskleidung 32 umfassen, die unter dem Dachhimmel 28 angeordnet ist und sich nach unten in einen Fahrgastraum 33 des Fahrzeugs 12 hinein erstreckt. Die Auskleidung 32 kann sich zum Beispiel an die Säule 30 angrenzend erstrecken und kann an der Säule 30 montiert sein. Der Dachhimmel 28 kann aus jedem geeigneten Material, wie etwa einem Polymer, z. B. Schaumstoff, Kunststoff usw., gebildet sein. Die Auskleidung 32 kann aus jedem geeigneten Material, wie etwa einem Polymer, z. B. Nylon, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Vinyl usw., gebildet sein. Das Fahrzeug 12 kann jedes geeigneten Typs sein, z. B. ein Auto, Lkw, SUV usw.
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Wie im Folgenden ausgeführt ist und wie in 2 gezeigt ist, umfasst die Luftvorhangeinheit 10 die Gasgeneratoranordnung 14, die mit dem Luftvorhang 16 in Verbindung steht, um den Luftvorhang 16 mit dem Aufblasmedium, wie etwa einem Gas, auszudehnen. Der Gasgenerator 14 kann beispielsweise ein pyrotechnischer Gasgenerator sein, der eine chemische Reaktion nutzt, um das Aufblasmedium in den Airbag zu treiben. Die Gasgeneratoranordnung 14 kann jedes geeigneten Typs sein, zum Beispiel ein Kaltgasgenerator. Die Gasgeneratoranordnung 14 kann zum Beispiel einen Kanister 90, eine Düse (nicht beziffert), und eine Halterung 38, die relativ zum Kanister 90 befestigt ist, umfassen.
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Wie zuvor ausgeführt wurde, kann die Klammer 18 die Gasgeneratoranordnung 14 an dem Fahrzeug 12 montieren. Insbesondere kann, wie in den 4 und 5 gezeigt ist, die Gasgeneratoranordnung 14 ein Loch 34 definieren, und der Montageteil 22 der Klammer 18 kann sich durch das Loch 34 hindurch erstrecken, um die Gasgeneratoranordnung 14 an dem Fahrzeug 12 zu stützen. Bezug nehmend auf die 2–4 kann beispielsweise die Gasgeneratoranordnung 14 eine Karosserie 36 und eine Halterung 38, die an der Karosserie 36 befestigt und von dieser beabstandet ist, umfassen. Die Halterung 38 kann das Loch 34 definieren. Der Montageteil 22 der Klammer 18 und die Halterung 38 können durch Einsetzen des Montageteils 22 durch das Loch 34 in Eingriff gebracht werden. Zusätzlich oder alternativ können die Halterung 38 und der Montageteil 22 der Klammer 18 durch Befestigen, Schweißen oder auf sonstige Art und Weise miteinander in Eingriff gebracht werden.
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Bezug nehmend auf 2 kann die Halterung 38 einen Trägerteil 40, der von der Karosserie 36 beabstandet ist, und zwei Schenkelteile 42, die sich von dem Trägerteil 40 zu der Karosserie 36 erstrecken, umfassen. Der Trägerteil 40 kann das Loch 34 definieren. Der Trägerteil 40 und die Schenkelteile 42 können integral miteinander gebildet sein, d. h. gleichzeitig als eine einzelne Einheit gebildet sein. Die Halterung 38 kann separat von der Karosserie 36 gebildet sein und anschließend mit der Karosserie 36 in Eingriff stehen, z. B. durch Schweißen, Befestigen und/oder Kleben usw. Alternativ kann die Halterung 38 integral mit der Karosserie 36 gebildet sein, d. h. gleichzeitig als eine einzelne Einheit gebildet sein.
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Wie in 2 gezeigt ist, kann die Luftvorhangeinheit 10 einen Gasgenerator 14 umfassen, der mit dem Luftvorhang 16 in Verbindung steht. Die Luftvorhangeinheit 10 kann jede geeignete Anzahl an Gasgeneratoren 14 umfassen, z. B. einen oder mehr. Der Luftvorhang 16 kann Erweiterungen 44 umfassen, die sich von den Gasgeneratoren 14 an den Enden der Luftvorhangeinheit 10 weg erstrecken.
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Der Luftvorhang 16 kann auf jede geeignete Art und Weise mit der Gasgeneratoranordnung 14 in Verbindung stehen. Beispielsweise kann der Luftvorhang 16 mindestens einen Teil der Gasgeneratoranordnung 14 umgeben, wie in 2 gezeigt ist. Der Luftvorhang 16 kann unter der Gasgeneratoranordnung 14 gerollt, gefaltet und/oder gebündelt werden, wenn er in dem Fahrzeug 12 montiert wird. Wie im Folgenden ausgeführt wird, stützt die Klammer 18 den Luftvorhang 16, wenn dieser in der nicht ausgelösten Position gerollt und/oder gebündelt ist.
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Der Luftvorhang 16 kann aus jeder geeigneten Art von Material gebildet sein, z. B. aus einem gewebten Polymer. Zum Beispiel kann der Luftvorhang 16 aus gewebtem Nylongarn, z. B. Nylon 6,6, gebildet sein. Andere geeignete Beispiele umfassen Polyetheretherketon (PEEK), Polyetherketonketon (PEKK), Polyester oder irgendein anderes geeignetes Polymer. Das gewebte Polymer kann eine Beschichtung wie beispielsweise Silikon, Neopren, Urethan usw. umfassen. Beispielsweise kann die Beschichtung Polyorganosiloxan sein.
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Bezug nehmend auf die 3–5 umfasst die Klammer 18 den Montageteil 22 und den Haken 20, wie zuvor ausgeführt wurde. Ein Bogen 46 ist zwischen dem Montageteil 22 und dem Haken 20 angeordnet. Die Form und Abmessungen der Klammer 18, z. B. der Haken, 20, der Montageteil 22 und der Bogen 46 können den Luftvorhang 16 in einer gewünschten Position relativ zum Dachhimmel 28 und/oder der Auskleidung 32 positionieren. Beispielsweise können der Haken 20, der Montageteil 22 und/oder der Bogen 46 geformt und dimensioniert sein, um die Luftvorhangeinheit 10, z. B. die Gasgeneratoranordnung 14 und/oder den Luftvorhang 16, in einer Position zu positionieren, um Platznutzungsbeschränkungen Rechnung zu tragen, die durch den Ort des Dachhimmels 28 und/oder der Auskleidung 32 erzeugt werden, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet. Als weiteres Beispiel können der Haken 20, der Montageteil 22 und/oder der Bogen 46 geformt und dimensioniert sein, um die Luftvorhangeinheit 10, z. B. die Gasgeneratoranordnung 14 und/oder den Luftvorhang 16, in einer gewünschten Position zu positionieren, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der ausgelösten Position befindet, z. B. um den Luftvorhang 16 von einer Lücke 48 zwischen der Auskleidung 32 und der Säule 30 weg zu führen, so dass die Auskleidung 32 zwischen dem aufgeblasenen Airbag 50 und der Säule 30 angeordnet ist, wie in 4 gezeigt ist.
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Bezug nehmend auf die 2 und 3 kann die Klammer 18 den Luftvorhang 16 zusammendrücken, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet. Insbesondere kann die Klammer 18 dazu ausgelegt sein, den Luftvorhang 16 zusammenzudrücken, z. B. derart dimensioniert und geformt sein, dass ein Durchmesser D1 des Hakens 20 kleiner als ein Durchmesser D2 des Luftvorhangs 16 in einem entspannten Zustand ist, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet. Wie zuvor ausgeführt wurde, kann beispielsweise unter Bezugnahme auf 3 der Luftvorhang 16 gerollt und/oder gebündelt sein, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet. Der Durchmesser D1 des Hakens 20 kann dazu ausgelegt sein, den gerollten und/oder gebündelten Luftvorhang 16 zusammenzudrücken, z. B. kann der Durchmesser D1 des Hakens 20 kleiner als der Durchmesser des gerollten und/oder gebündelten Luftvorhangs 16 sein, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet.
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In dieser Auslegung umfasst der Luftvorhang 16 einen zusammengedrückten Bereich 56, der von dem Haken 20 zusammengedrückt wird, und einen nicht zusammengedrückten Bereich 58, der von dem Haken 20 beabstandet ist. Der zusammengedrückte Bereich 58 hat den Durchmesser D2, welcher größer als der Durchmesser D1 der Klammer 18 ist. Wie in 2 gezeigt ist, kann zum Beispiel jede Luftvorhangeinheit 10 vier Klammern 18 umfassen, und in einer solchen Auslegung umfasst der Luftvorhang 16 vier zusammengedrückte Bereiche 56, d. h. an jedem Haken 20, und einen nicht zusammengedrückten Bereich 58, der sich zwischen den zusammengedrückten Bereichen 56 erstreckt. Das Verhältnis des zusammengedrückten Bereichs 56 zu dem nicht zusammengedrückten Bereich 58 hängt zum Teil von Parametern wie etwa dem Ort der Klammern 18 relativ zum Ort des Luftvorhangs 16 und/oder der Gasgeneratoranordnung 14 sowie der Größe des Luftvorhangs 16 ab. Parameter können geändert werden, um die Kompression, das Stützen und/oder die Führung des Luftvorhangs 16 zu beeinflussen.
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Indem der Luftvorhang 16 zusammengedrückt wird, kann der Haken 20 den Luftvorhang 16 an einem gewünschten Ort wegen Platznutzungsbeschränkungen und Aufblasführung halten, wie zuvor erörtert wurde. Beispielsweise kann der Haken 20 an einem gewünschten Ort, z. B. entlang einer Säule 30, liegen, an welchem die Kompression des Luftvorhangs 16 es der Luftvorhangeinheit 10 ermöglicht, korrekt innerhalb Platznutzungsbeschränkungen zu passen und sich in einer gewünschte Art und Weise aufzublasen.
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Wie oben ausgeführt wurde, kann die Klammer 18 den Luftvorhang 16 stützen. Beispielsweise kann der Haken 20 den Luftvorhang 16 stützen. Wie in 4 gezeigt ist, kann der Haken 20 der Klammer 18 zum Beispiel den Luftvorhang 16 und die Gasgeneratoranordnung 14 relativ zur Karosserie 62, z. B. der Säule 30, stützen. In dieser Auslegung stützt der Haken 20 auch den Luftvorhang 16 in einer Position relativ zur Gasgeneratoranordnung 14. In dieser Auslegung greift der Montageteil 22 in die Karosserie 62, z. B. die Säule 30, ein. Beispielsweise kann der Montageteil 22 die Luftvorhangeinheit 10 vorab an der Karosserie 62, z. B. der Säule 30, während des Fahrzeugmontageprozesses befestigen, und die Halterung 38 kann anschließend an der Karosserie 62, z. B. der Säule 30, z. B. mit einem Bolzen oder einem anderen geeigneten Befestigungselement gesichert werden.
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Wie in 6 gezeigt ist, kann als weiteres Beispiel der Klammer 18, die den Luftvorhang 16 stützt, der Haken 20 der Klammer 18 den Luftvorhang 16 relativ zur Halterung 38 stützen. In dieser Auslegung greift der Montageteil 22 in die Halterung 38 ein, und die Halterung 38 ist an der Karosserie 62, z. B. der Säule 30, befestigt. In dieser Auslegung kann die Halterung 38 weitere Befestigungselemente, Klammern und/oder Haken umfassen, um die Luftvorhangeinheit 10 an der Karosserie 62, z. B. der Säule 30, während des Fahrzeugmontageprozesses vorab zu befestigen. In dieser Auslegung kann die Halterung 38 anschließend an der Karosserie 62, z. B. der Säule 30, zum Beispiel mit einem Bolzen oder einem anderen geeigneten Befestigungselement gesichert werden.
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Wie in 7 gezeigt ist, kann als weiteres Beispiel der Klammer 18, die den Luftvorhang 16 stützt, der Haken 20 der Klammer 18 den Luftvorhang 16 relativ zur Karosserie 62, z. B. der Säule 30, stützen. In 7 beispielsweise ist die Klammer 18 von der Gasgeneratoranordnung 14 beabstandet. In dieser Auslegung greift der Montageteil 22 in die Karosserie 62, z. B. die Säule 30, ein.
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Die Klammer 18 kann dazu ausgelegt sein, sich zu verformen, wenn der Luftvorhang 16 aufgeblasen wird. Insbesondere können die Materialart und die Abmessung der Klammer 18 konzipiert sein, um Kräfte von dem Luftvorhang 16 während des Aufblasens zum Verformen der Klammer 18 zu ermöglichen. Beispielsweise verformt sich der Haken 20 der Klammer 18 während des Aufblasens des Airbags. Alternativ oder zusätzlich kann sich ein beliebiger Teil der Klammer 18 während des Aufblasens des Airbags verformen.
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Der Montageteil 22 der Klammer 18 kann dazu ausgelegt sein, in die Karosserie 62 des Fahrzeugs 12, z. B. die Säule 30, einzugreifen. Die Karosserie 62 kann zum Beispiel ein Loch 64 definieren, das den Montageteil 22 aufnimmt. Der Montageteil 22 kann dazu ausgelegt sein, in dem Loch 64 gehalten zu sein, wie in 4 gezeigt ist. Beispielsweise kann die Klammer 18 ein Befestigungselement 66 umfassen, das in das Loch 64 eingreift, wenn der Montageteil 22 in das Loch 64 eingeführt wird. Als ein Beispiel kann das Befestigungselement ein Tannenbaumbefestigungselement sein. Weitere Beispiele des Befestigungselements 66 können diverse Klammern, Stecker usw. umfassen. Das Befestigungselement 66 kann jedes geeigneten Typs sein, der den Montageteil 22 in dem Loch 64 hält.
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Die Klammer 18 kann aus jedem geeigneten Material gebildet sein. Beispielsweise kann die Klammer 18 ein Polymer, z. B. Nylon 6,6, Polyoxymethylen (POM, auch als Acetal bezeichnet) usw. sein.
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Bezug nehmend auf die 8A–8D kann zum Beispiel die Klammer 18 eine jede geeignete Querschnittsform haben. Beispielsweise kann die Querschnittsform der Klammer 18 kreisförmig (8C), oval (8B), rechteckig (8A) oder abgerundet rechteckig (8D) sein. Alternativ kann die Klammer 18 jede geeignete Querschnittsform haben.
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Bezug nehmend auf 9 kann die Klammer 218 einen geschwächten Bereich 68 umfassen. Der geschwächte Bereich 68 kann dazu ausgelegt sein, sich leichter als der Rest der Klammer 18 zu verformen. Mit anderen Worten, der geschwächte Bereich 68 erleichtert und lokalisiert die Verformung der Klammer 218, wenn die Luftvorhangeinheit 10 in die ausgelöste Position aufgeblasen wird. Der geschwächte Bereich 68 kann in einer gewünschten Position liegen, um den Luftvorhang 16 z. B. relativ zur Säule 30 und/oder der Auskleidung 32 zu führen, wenn der Luftvorhang 16 aufgeblasen wird.
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Die Klammern 18 können mit der Gasgeneratoranordnung 14 und dem Luftvorhang 16 vor der Installation in dem Fahrzeug 12 zusammengebaut werden. Beispielsweise kann der Montageteil 22 in das Loch 34 in der Halterung 38 eingeführt werden, und der Haken 20 kann um den Luftvorhang 16 herum liegen. Anschließend kann die Luftvorhangeinheit 10 an dem Fahrzeug 12 durch Einführen der Montageteile 22 der Klammern 18 in die entsprechenden Löcher 64 in der Karosserie des Fahrzeugs 12 installiert werden, so dass die Befestigungselemente 66 in die Löcher 64 eingreifen.
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Der geschwächte Bereich 68 kann eine Einkerbung 70, d. h. ein Bereich mit verringertem Querschnitt, sein. Zusätzlich oder alternativ kann der geschwächte Bereich 68 aus einem Material gebildet sein, das relativ zum Material des Rests der Klammer 218 flexibel ist. Beispielsweise kann der geschwächte Bereich aus einem Harz, Gummi usw. gebildet sein.
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Bezug nehmend auf 10 kann die Airbageinheit 310 eine Rampe 72 umfassen, die an den Haken 20 angrenzt. Die Rampe 72 kann eine lokalisierte Verformung des Hakens 20 begünstigen, wenn der Luftvorhang 16 aufgeblasen wird, und/oder kann den Luftvorhang 16 führen, wenn der Luftvorhang 16 aufgeblasen wird. Wie in 10 gezeigt ist, kann zum Beispiel die Rampe 72 an der Karosserie des Fahrzeugs 12, z. B. der Säule 30, anschlagen. Wenn der Luftvorhang 16 aufgeblasen wird, kann die Rampe 72 begünstigen, dass sich der Haken 20 an der Rampe 72 verformt, und die Rampe 72 kann den Luftvorhang 16 von der Lücke 48 zwischen der Auskleidung 32 und der Säule 30 weg führen.
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Bezug nehmend auf 11 kann die Klammer 418 einen oder mehrere Montageteile 22 umfassen, die voneinander beabstandet sind. In dieser Auslegung kann sich ein Zwischenteil 74 zwischen den Montageteilen 22 entlang des Luftvorhangs 16 erstrecken. Der Zwischenteil 74 kann den Luftvorhang 16 zwischen den Montageteilen 22 stützen und/oder zusammendrücken, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet, und kann sich verformen, um es dem Luftvorhang 16 zu ermöglichen, sich aufzublasen.
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Bezug nehmend auf 12 kann das Fahrzeug 12 ein Aufprallerfassungssystem 76 umfassen, das einen Aufprall des Fahrzeugs 12 erfassen kann und das Aufblasen des Luftvorhangs 16 in Reaktion auf einen erfassten Aufprall auslösen kann. Darüber hinaus kann das Aufprallerfassungssystem 76 die Art des Aufpralls erfassen, z. B. basierend auf Richtung, Stärke usw.
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Das Aufprallerfassungssystem 76 kann mindestens einen Aufprallsensor 78 zum Erfassen des Aufpralls des Fahrzeugs 12 umfassen. Der Aufprallsensor 78 ist die einzige Komponente des Aufprallerfassungssystems 76, es versteht sich jedoch, dass das Aufprallerfassungssystem 76 zusätzliche Komponenten umfassen kann.
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Die Steuerung 80 und der Sensor 78 können mit einem Kommunikationsbus, wie etwa einem Controller Area Network(CAN)-Bus, des Fahrzeugs 12 verbunden sein. Die Steuerung kann Informationen vom Kommunikationsbus nutzen, um die Aktivierung der Gasgeneratoranordnung 14 zu steuern. Die Gasgeneratoranordnung 14 kann mit der Steuerung 80 verbunden sein oder kann direkt mit dem Kommunikationsbus verbunden sein.
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Die Steuerung 80 kann mit dem Sensor 78 und der Gasgeneratoranordnung 14 direkt oder durch den Kommunikationsbus in Verbindung stehen, um die Gasgeneratoranordnung 14 zu aktivieren, z. B. zur Bereitstellung eines Impulses an eine pyrotechnische Ladung der Gasgeneratoranordnung 14, wenn der Sensor 78 einen Aufprall des Fahrzeugs 12 erfasst. Alternativ oder zusätzlich zum Erfassen eines Aufpralls kann das Aufprallerfassungssystem 76 dazu ausgelegt sein, einen Aufprall vor dem Aufprall zu erfassen, d. h. eine Aufprallfrüherfassung. Der Sensor 78 kann jedes geeigneten Typs sein, z. B. unter Verwendung von Radar, LiDAR und/oder eines Sichtsystems. Das Sichtsystem kann eine oder mehrere Kameras, CCD-Bildsensoren und/oder CMOS-Bildsensoren usw. umfassen.
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Die Steuerung 80 kann eine mikroprozessorbasierte Steuerung sein. Der Sensor 78 steht mit der Steuerung 80 in Verbindung, um Daten an die Steuerung zu kommunizieren. Auf Grundlage der von dem Sensor 78 kommunizierten Daten befiehlt die Steuerung 80 die Aktivierung der Gasgeneratoranordnung 14.
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In Betrieb, wenn sich die Luftvorhangeinheit 10 in der nicht ausgelösten Position befindet, positionieren und stützen die Klammern 18 die Gasgeneratoranordnung 14 und den Luftvorhang 16 in einer gewünschten Position relativ zum Fahrzeug 12. Wenn das Aufprallerfassungssystem 76 einen Aufprall oder einen bevorstehenden Aufprall des Fahrzeugs 12 detektiert, liefert das Aufprallerfassungssystem 76 Anweisungen an die Gasgeneratoranordnung 14, damit diese den Luftvorhang 16 aufbläst. Bezug nehmend auf 4, verformt der Airbag 50 den Haken 20 der Klammer 18, wenn sich der Airbag 50 aufbläst. Während des Aufblasens des Airbags kann der Haken 20 den Airbag 50 in einer gewünschten Richtung führen, z. B. mit der Auskleidung 32 zwischen dem Airbag 50 und der Säule 30 angeordnet.
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Die Offenbarung wurde auf veranschaulichende Art beschrieben und es versteht sich, dass die verwendete Terminologie den Charakter von Worten der Beschreibung und nicht der Beschränkung aufweisen soll. Viele Modifikationen und Variationen der vorliegenden Offenbarung sind im Licht der obigen Lehren möglich und die Offenbarung kann anders als hier spezifisch beschrieben umgesetzt werden.