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Technisches Gebiet
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Diese Offenlegung betrifft ein Lüftungsöffnungsanpassungssystem.
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Hintergrund der Erfindung
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Fahrzeuge umfassen oftmals Lüftungsöffnungen in Reichweite eines Fahrers oder Fahrzeuginsassen innerhalb des Fahrzeugs, um der Kabine des Fahrzeugs Luft zuzuführen. Mechanismen innerhalb der Lüftungsöffnungen können das Lenken von Luftstrom in einer gewünschten Richtung basierend auf Benutzereingabe vereinfachen. Häufig werden vertikale und horizontale Lamellen manuell laviert, um die gewünschte Luftströmungsrichtung zu erzielen.
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Zusammenfassende Beschreibung
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Ein Fahrzeugbelüftungssystem kann eine Fahrzeugbelüftung mit einem Luftströmungsmechanismus, der konfiguriert ist, um die Richtung der Luftströmung daraus zu regeln, eine um eine Peripherie der Lüftungsöffnung positionierte Benutzerschnittstelle und eine Regeleinrichtung, die programmiert ist, um basierend auf einem von der Schnittstelle empfangenen Berührungspunktsignal den Mechanismus anzuweisen, Luftströmung von der Lüftungsöffnung in eine einer Stelle des empfangenen Berührungspunktsignals entsprechende Richtung zu leiten, einschließen.
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Ein Fahrzeugbelüftungssystem kann eine Fahrzeugbelüftung mit einem Luftströmungsmechanismus, der konfiguriert ist, um eine Luftströmungsrichtung zu regeln, und ein Gebläse, das konfiguriert ist, um eine Luftströmungsgeschwindigkeit zu regeln, eine berührungsempfindliche Benutzerschnittstelle, die um die Lüftungsöffnung herum positioniert ist und konfiguriert ist, um eine Mehrzahl an Berührungspunkten, die für eine gewünschte Luftströmung bezeichnend sind, zu empfangen, sowie eine Regeleinrichtung, die programmiert ist, um basierend auf einem empfangenen Berührungspunktsignal den Mechanismus und das Gebläse zu regeln, um die gewünschte Luftströmung zu erreichen, einschließen.
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Ein Fahrzeugbelüftungssystem kann eine berührungsempfindliche Benutzerschnittstelle, die eine Fahrzeugbelüftungsperipherie umgibt, und eine Regeleinrichtung, die programmiert ist, um eine Luftströmung von der Lüftungsöffnung als Reaktion auf eine Position einer wahrgenommenen Berührung auf der Benutzerschnittstelle zu regeln, einschließen.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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Die Ausführungsformen der vorliegenden Offenlegung werden in den angehängten Ansprüchen mit ihren Eigenheiten erläutert. Weitere Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen werden jedoch bezugnehmend auf die nachstehende ausführliche Beschreibung gemeinsam mit den begleitenden Figuren verdeutlicht und können besser verstanden werden, wobei für die Figuren Folgendes gilt:
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1 stellt ein Belüftungssystem dar;
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2 stellt ein Blockdiagramm des Belüftungssystems dar; und
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3 stellt einen Prozess des Belüftungssystems dar; und
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4 stellt ein alternatives Belüftungssystem dar.
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Ausführliche Beschreibung
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Wie vorgegeben werden im Folgenden ausführliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung offengelegt;
es versteht sich jedoch, dass die offengelegten Ausführungsformen lediglich als Beispiel für die Erfindung dienen, die in verschiedenen und alternativen Formen ausgeführt sein kann. Die Figuren sind nicht notwendigerweise im Maßstab dargestellt;
einige Merkmale können vergrößert oder verkleinert sein, um Details bestimmter Bauteile zu zeigen. Daher sind hierin offengelegte spezifische strukturelle und funktionale Details nicht als einschränkend zu interpretieren, sondern dienen lediglich als Darstellungsgrundlage dafür, Fachleuten verschiedene Umsetzungen der vorliegenden Erfindung näher zu bringen.
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Hierin wird ein Lüftungsöffnungsanpassungssystem für eine Fahrzeuginnenraumbelüftung offengelegt, das konfiguriert ist, um der Innenkabine eines Fahrzeugs eine Luftströmung zuzuführen. Die Lüftungsöffnung kann wenigstens einen manuellen Anpassungspunkt einschließen, der konfiguriert ist, um horizontale und vertikale Lamellen innerhalb der Lüftungsöffnung anzupassen. Eine berührungsempfindliche Bedienfeldschnittstelle kann die äußere Peripherie der Lüftungsöffnung umgeben und kann konfiguriert sein, um die horizontalen und vertikalen Lamellen basierend auf Benutzerinteraktion an der berührungsempfindlichen Bedienfeldschnittstelle zu regeln. Das bedeutet, dass die horizontalen und vertikalen Lamellen als Reaktion auf eine Berührung des Benutzers an der berührungsempfindlichen Bedienfeldschnittstelle angepasst werden können. Wünscht beispielsweise ein Benutzer eine Luftströmung in einer bestimmten Richtung, kann der Benutzer die berührungsempfindliche Bedienfeldschnittstelle an der Seite berühren, auf der die Luftströmung gewünscht ist. Wünscht ein Benutzer eine Luftströmung ganz links, kann der Benutzer die linke Seite der berührungsempfindlichen Bedienfeldschnittstelle berühren. Zusätzlich kann die Menge oder die Geschwindigkeit der Luftströmung ebenfalls durch die Interaktion des Benutzers mit der Bedienfeldschnittstelle vorgegeben werden. Eine kreisförmige Bewegung um die Bedienfeldschnittstelle kann eine gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit angeben. Bei einem Beispiel kann eine schnelle Bewegung um das berührungsempfindliche Bedienfeld zu einer schnellen oder hohen Luftströmung führen. Hingegen kann eine langsamere Bewegung um die Peripherie des berührungsempfindlichen Bedienfelds eine langsamere oder niedrigere Luftströmung anzeigen. Basierend auf der Benutzerinteraktion mit dem berührungsempfindlichen Bedienfeld kann eine Regeleinrichtung sowohl einen die horizontalen und vertikalen Lamellen antreibenden Motor als auch ein Gebläse, Ventilator, Düse, Abdeckung oder sonstige die Luftströmungsgeschwindigkeit regelnde Vorrichtung regeln.
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1 stellt ein Belüftungssystem 100 mit einer Lüftungsöffnung 105, die von einer berührungsempfindlichen Bedienfeldschnittstelle 115 umgeben ist, dar. Die Lüftungsöffnung 105 kann eine Fahrzeuginnenraumbelüftung sein, die konfiguriert ist, um einer Fahrzeugkabine eine Luftströmung zuzuführen. Die Lüftungsöffnung 105 kann wenigstens einen Luftströmung-Richtungsmechanismus wie horizontale Lamellen 130 und vertikale Lamellen 135 einschließen. Die Lamellen sind konfiguriert, um die Luftströmungsrichtung aus der Lüftungsöffnung heraus zu regeln. Obwohl dies in 1 nicht dargestellt ist, können die Lamellen 130, 135 durch eine Regeleinrichtung und einen mit dieser gekoppelten Motor geregelt werden (siehe Regeleinrichtung 150 und Motor 155 in 2). Ein manueller Anpassungspunkt 140 kann mit wenigstens einer der horizontalen Lamellen 130 und wenigstens einer der vertikalen Lamellen 135 gekoppelt sein. Der manuelle Anpassungspunkt 140 kann eine Bewegung der Lamellen 130, 135 basierend auf Benutzerinteraktion am Anpassungspunkt 140 erleichtern. Somit kann der manuelle Anpassungspunkt 140 einem Benutzer gestatten, die Richtung der Luftströmung aus der Lüftungsöffnung 105 manuell anzupassen. Während der manuellen Anpassung kann der Motor von den Lamellen 130, 135 getrennt werden. Der Motor kann dann die Lamellen 130, 135 wieder in Eingriff nehmen, nachdem eine vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist. Die Luftströmung kann zudem von der Regeleinrichtung und dem Motor in einem Automatikmodus basierend auf anderen Faktoren wie Innenkabinentemperatur, Benutzervoreinstellungen und sonstigen automatisierten Einstellungen geregelt werden.
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Während der Luftströmung-Richtungsmechanismus hierin und beispielhaft Lamellen 130, 135 einschließend dargestellt ist, können auch andere Mechanismen verwendet werden. Beispielsweise kann der Luftströmung-Richtungsmechanismus wie in 4 gezeigt eine Kugelgelenk-Lüftungsöffnung 210 einschließen. Bei dieser Konfiguration kann die Lüftungsöffnung 210 stationäre Lamellen 230 einschließen, die innerhalb einer runden Innenaufnahme 210, die innerhalb eines Außengehäuses 220 bewegbar ist, befestigt sind. Der Motor kann konfiguriert sein, um die Innenaufnahme 210 basierend auf Benutzerinteraktion in eine spezifische Rotationsposition zu bewegen. Anstatt bewegliche Lamellen 130, 135 aufzuweisen kann sich die Innenaufnahme 210 bewegen, um die gewünschte Luftströmungsrichtung zu erreichen.
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Die berührungsempfindliche Bedienfeldschnittstelle 115 kann eine Benutzerschnittstelle sein, die konfiguriert ist, um mehrfache Berührungsgesten eines Benutzers wahrzunehmen. Die Schnittstelle 115 kann ein widerstandsfähiges Berührungsbildschirm-Bedienfeld sein, das konfiguriert ist, um die Position eines Berührungspunktes innerhalb der Schnittstelle 115 wahrzunehmen. Die Schnittstelle 115 kann zudem ein kapazitives Berührungsbildschirm-Bedienfeld sein, das konfiguriert ist, um eine Kapazitätsänderung wahrzunehmen und somit einen Berührungspunkt innerhalb der Schnittstelle 115 zu identifizieren. Weitere Arten von Schnittstellen wie Infrarotgitter, optische Abbildung, Schallimpulserkennung etc. können ebenfalls verwendet werden. Die Schnittstelle 115 kann den identifizierten Druckpunkt (oder Berührungspunkt) an die Regeleinrichtung 150 übertragen. Die Regeleinrichtung 150 kann dann Anweisungen an den die Lamellen 130, 135 antreibenden Motor senden. Die Anweisungen können die gewünschte Position jeder Lamelle 130, 135 basierend auf dem wahrgenommenen Berührungspunkt einschließen. Dieses Merkmal wird bezugnehmend auf 3 untenstehend ausführlicher erläutert.
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Die Anweisungen können zudem eine gewünschte Gebläsegeschwindigkeit und/oder Lufttemperatur für das Gebläse 165 entsprechend einer gewünschten Luftströmungsgeschwindigkeit gemäß einer Mehrzahl an wahrgenommenen Berührungspunkten an der Schnittstelle 115 einschließen. Wie ausgeführt kann die gewünschte Geschwindigkeit vom Benutzer basierend auf einer kreisförmigen Abtastbewegung an der Schnittstelle 115 angegeben werden. Produziert das Gebläse 165 momentan eine Luftströmung, kann die Luftströmungsgeschwindigkeit über die kreisförmige Abtastbewegung angepasst werden. Beispielsweise kann eine schnelle Bewegung um die Schnittstelle 115 einen Wunsch nach einer höheren Luftströmungsgeschwindigkeit ausdrücken, während eine langsamere Bewegung um die Schnittstelle 115 einen Wunsch nach einer niedrigeren Luftströmungsgeschwindigkeit ausdrücken kann. Alternativ kann ein Abtasten in einer ersten Richtung, beispielsweise im Uhrzeigersinn, die Luftströmung erhöhen, während ein Abtasten in einer zweiten Richtung die Luftströmung entweder in Kombination mit oder unabhängig von der Bewegungsrate der Berührung verringern kann. Gleichermaßen kann die Luftströmung in ähnlicher Weise ausgelöst oder beendet werden. Bei diesem Beispiel kann ein Benutzer die Luftströmung durch das langsame Bewegen seines Fingers um die Schnittstelle 115, bis keine Luft mehr aus der Lüftungsöffnung strömt, beenden. Die Regeleinrichtung 150 kann die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit basierend auf einer Verzögerung zwischen einem ersten empfangenen Berührungspunkt und nachfolgenden Berührungspunkten festlegen. Eine größere Verzögerung (z.B. eine Verzögerung um 0,1 Sekunden) kann eine langsamere Luftströmung anzeigen. Eine geringere Verzögerung (z.B. eine Verzögerung um 0,08 Sekunden) kann eine schnellere anzeigen.
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Die Regeleinrichtung 150 kann zudem die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit basierend auf der Geschwindigkeit, mit der die Berührung des Benutzers die Schnittstelle 115 umrundet, festlegen. Die Geschwindigkeit kann basierend auf einem Zeitunterschied zwischen zwei Berührungspunkten berechnet werden. Die Geschwindigkeit kann ebenfalls basierend auf der Zeitdauer berechnet werden, die der Benutzer benötigt, um die Schnittstelle 115 vollständig zu umrunden. Die Regeleinrichtung 150 kann eine Gebläsegeschwindigkeit basierend auf der gewünschten Luftströmungsgeschwindigkeit, wie sie an der Schnittstelle 115 angegeben ist, festlegen. Die Regeleinrichtung 150 kann dann die Gebläsegeschwindigkeit in den Anweisungen an das Gebläse 165 übertragen.
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Bei einem weiteren Beispiel kann die Regeleinrichtung 150 zudem Interaktionen an der Schnittstelle 115 ähnlich einer Lautstärkeregelung interpretieren. Je weiter beispielsweise ein Benutzer seinen Finger zieht, desto höher ist die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit. Entsprechend ist, je kürzer der „Zug“ ist, die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit umso niedriger. Das bedeutet, dass die Entfernung zwischen einer ersten Interaktion und einer zweiten Interaktion auch verwendet werden kann, um die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit festzulegen.
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2 stellt ein Blockdiagramm des Belüftungssystems 100 dar. Die Regeleinrichtung 150 kann mit der Schnittstelle 115, Motor 155, einem Fahrzeugregelmodul 160 und einem Gebläse 165 gekoppelt werden. Der Motor 155 kann verwendet werden, um die Lamellen 130, 135 anzutreiben. Das Gebläse 165 kann konfiguriert werden, um einen Luftstrom durch die Lüftungsöffnung 105 zu produzieren. Die Geschwindigkeit des Luftstroms kann von der Regeleinrichtung 150 geregelt werden. Die Regeleinrichtung 150 kann einen Prozessor und einen Speicher, der konfiguriert ist, um darin Anweisungen auszuführen, einschließen. Sobald an der Schnittstelle 115 ein Berührungspunkt erkannt wurde, kommuniziert die Schnittstelle 115 über Berührungspunktdaten den Berührungspunkt an die Regeleinrichtung 150. Die Regeleinrichtung 150 kann dann die Berührungspunktdaten analysieren, um eine ideale Stellung der Lamellen 130, 135 festzulegen. Wird beispielsweise der Berührungspunkt in einem linken Abschnitt der Schnittstelle 115 (z.B. näherungsweise an 9 Uhr auf der runden Schnittstelle) erkannt, kann die ideale Stellung der Lamellen 130, 135 eine Stellung einschließen, die die Luft aus der linken Seite der Lüftungsöffnung 105 pressen würde.
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Bei einem weiteren Beispiel und wie obenstehend erläutert können eine Mehrzahl an Berührungspunkten erkannt und in den Berührungspunktdaten eingeschlossen werden. Diese Mehrzahl an Berührungspunkten kann eine Mehrzahl an Interaktionspunkten zwischen der Schnittstelle 115 und dem Benutzer angeben. Dies kann der Fall sein, wenn der Benutzer die von der Lüftungsöffnung 105 zugeführte Luftströmungsrate regeln möchte. Der Benutzer kann die Luftströmungsrate durch das Bewegen eines Fingers um die Schnittstelle 115 herum regeln. Bei diesem Beispiel kann der Benutzer einen vollständigen 360°-Kreis vollziehen, indem er mit einem Finger um die Schnittstelle herum abtastet. Die Geschwindigkeit, mit der der Finger des Benutzers um die Schnittstelle 115 bewegt wird, kann verwendet werden, um die gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit zu regeln. Die Regeleinrichtung 150 kann die Geschwindigkeit analysieren und Anweisungen an das Gebläse 165 basierend auf der gewünschten Luftströmungsgeschwindigkeit übertragen. Das bedeutet, das Gebläse 165 kann basierend auf den Berührungspunktdaten Anweisungen zum Beschleunigen, Verlangsamen, Auslösen von Luftströmung oder Beenden von Luftströmung empfangen.
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Entsprechend können sowohl die Luftströmungsrichtung als auch die Luftströmungsrate durch die berührungsempfindliche Bedienfeldschnittstelle 115 geregelt werden.
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Bei wieder einem anderen Beispiel kann die Regeleinrichtung 150 die Berührungspunktdaten zudem verwenden, um weitere Fahrzeugfunktionen (z.B. über das Fahrzeugregelmodul) zu aktivieren oder zu deaktivieren. Bei einem Beispiel kann das Fahrzeugregelmodul 160 verschiedene Fahrzeugfunktionen wie unter anderem eine Sprachbefehlfunktion und eine Gestensteuerungsfunktion regeln. Das Fahrzeugregelmodul 160 kann solche Fahrzeugfunktionen (d.h. Fahrzeugführungssysteme) basierend auf empfangenen Benutzerinteraktion an der Schnittstelle 115 aktivieren oder deaktivieren. Diese Benutzerinteraktion kann beispielsweise doppeltes Antippen der berührungsempfindlichen Bedienfeldschnittstelle 115 einschließen. Durch ein doppeltes Antippen der Schnittstelle 115 kann die Sprachbefehlfunktion aktiviert werden und somit dem Benutzer ermöglichen, Sprachbefehle zu erteilen. Bei einigen Beispielen können die Sprachbefehle verwendet werden, um die Luftströmung von der Lüftungsöffnung 105 weitergehend zu regeln. In ähnlicher Weise kann die Gestensteuerungsfunktion ebenfalls aktiviert werden. Eine solche Funktion kann gestatten, dass Benutzergesten wie das Winken mit einer Hand die Luftströmung regeln. Bei anderen Beispielen können Sprachbefehle für andere Fahrzeugsysteme wie ein Navigationssystem, Stereosystem etc. verwendet werden.
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Während des Betriebs kann Interaktion an der Schnittstelle 115 alle automatischen Luftströmungsanpassungen, die hierin auch als Automatikmodus bezeichnet werden, aufheben. Beispielsweise kann das Belüftungssystem 100 programmiert sein, um gewisse vorgegebene Belüftungseinstellungen anzuwenden. Diese Voreinstellungen können für einen bestimmten Benutzer spezifisch sein (z.B. basierend auf Höhenpräferenzen des Benutzers). Andere automatische Luftströmungsanpassungen können basierend auf der Innenkabinentemperatur, Außentemperatur, Fensterbedingungen (z.B. Entfrosterbedingungen) etc. vorgenommen werden. Berührt ein Benutzer die Schnittstelle 115, können diese automatischen Anpassungen beendet werden, und das Belüftungssystem kann in einen Aufhebungsmodus eintreten. In ähnlicher Weise kann das Belüftungssystem 100 als Reaktion auf ausbleibende Interaktion an der Schnittstelle 115 wieder in den Automatikmodus eintreten. Hört der Benutzer beispielsweise während einer vorgegebenen Zeitdauer (z.B. fünf Minuten) auf, die Schnittstelle 115 zu berühren, kann das Belüftungssystem 100 in den Automatikmodus zurückkehren. Zusätzlich oder alternativ können Sprach- und/oder Gestenbefehle verwendet werden, um das Belüftungssystem 100 in den Automatikmodus zurück zu versetzen.
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3 stellt einen Prozess 300 für das Belüftungssystem 105 dar. Der Prozess 300 beginnt an Block 305, an dem die Regeleinrichtung 150 festlegt, ob Benutzerinteraktion (z.B. ein Berührungspunkt) an der Schnittstelle 115 erkannt wird. Benutzerinteraktion kann beispielsweise als Reaktion darauf erkannt werden, dass die Schnittstelle 115 einen Druck vom Finger des Benutzers wahrnimmt. Wird Benutzerinteraktion erkannt, schreitet der Prozess zu Block 310 voran.
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An Block 310 legt die Regeleinrichtung 150 fest, ob eine nachfolgende oder zweite Benutzerinteraktion erkannt wird. Eine solche nachfolgende Benutzerinteraktion kann eine weitere Berührung der Schnittstelle 115 (z.B. ein doppeltes Antippen der Benutzerschnittstelle 115) einschließen. Die Regeleinrichtung 150 kann während einer vorgegebenen Zeitdauer abwarten, bevor sie festlegt, ob eine zweite Interaktion erkannt wird. Beispielsweise kann jede Interaktion, die der in Block 305 erkannten Interaktion nachfolgt, ignoriert werden, wenn sie nicht innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer (z.B. 0,5 Sekunden) empfangen wird. Wird die zweite Benutzerinteraktion erkannt, kann der Prozess 300 zu Block 315 voranschreiten. Wird innerhalb der vorgegebenen Zeitdauer nach der in Block 305 erkannten ersten Interaktion keine Benutzerinteraktion erkannt, schreitet der Prozess zu Block 320 voran.
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An Block 315 legt die Regeleinrichtung 150 fest, ob die zweite Benutzerinteraktion an einer sich von der ersten Benutzerinteraktion wesentlich unterscheidenden Stelle an der Schnittstelle 115 erfolgt. Das bedeutet, die Regeleinrichtung 150 legt fest, ob die zweite Benutzerinteraktion anzeigen würde, dass sich der Finger des Benutzers entlang der Schnittstelle 115 bewegt hat, anstelle ein doppeltes Antippen anzuzeigen. Durch das Festlegen, dass die zweite Benutzerinteraktion an einer sich von der ersten Benutzerinteraktion unterscheidenden Stelle an der Schnittstelle 115 aufgetreten ist, kann die Regeleinrichtung 150 festlegen, dass die Berührungspunkte sich entlang der Schnittstelle 115 bewegen, was anzeigt, dass der Benutzer eine Änderung der Luftströmungsgeschwindigkeit wünschen könnte. Legt die Regeleinrichtung 150 fest, dass die ersten und zweiten Benutzerinteraktionen im Wesentlichen an der gleichen Stelle der Schnittstelle 115 empfangen wurden (d.h., wenn ein doppeltes Antippen erkannt wurde), schreitet der Prozess 300 zu Block 325 voran. Anderenfalls schreitet der Prozess 300 zu Block 330 voran.
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An Block 325 kann die Regeleinrichtung 150 das Fahrzeugregelmodul 162 anweisen, eine Fahrzeugfunktion wie die Sprachbefehlfunktion und/oder die Gestensteuerungsfunktion zu aktivieren. Benutzer können den Wunsch verspüren, Fahrzeugfunktionen wie die Sprachbefehl- und die Gestensteuerungsfunktionen abhängig von ihrem momentanen Fahrzustand zu aktivieren und zu deaktivieren. Steigt beispielsweise ein Benutzer anfänglich in die Fahrzeugkabine ein, kann die Aufmerksamkeit darauf gerichtet sein, das Fahrzeug anzulassen, den Sicherheitsgurt zu schließen, Daten in ein Navigationssystem einzugeben etc. Während dieses Zeitraums kann der Benutzer nicht fähig oder nicht willens sein, die Fahrzeugbelüftung 105 über Sprachbefehle oder Gesten zu regeln. Fährt der Benutzer oder Fahrer jedoch mit dem Fahren des Fahrzeugs fort, kann der Benutzer dann willens sein, solche nichttaktilen Befehle zur Regelung der Luftströmung zu verwenden. Somit können solche Funktionen durch ein doppeltes Antippen der Schnittstelle 115 aktiviert werden. Der Prozess 300 kann dann zu Block 305 zurückkehren.
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An Block 330 kann die Regeleinrichtung 150 als Reaktion darauf, dass die Regeleinrichtung 150 festgelegt hat, dass die zweite Benutzerinteraktion an einer von der ersten Benutzerinteraktion abweichenden Stelle vorgenommen wurde, die zweite Benutzerinteraktion sowie alle nachfolgenden Benutzerinteraktionen analysieren. Wie obenstehend beschrieben kann die Regeleinrichtung 150 eine Zeitverzögerung zwischen der ersten Benutzerinteraktion und der zweiten Benutzerinteraktion festlegen. Diese Zeitverzögerung kann eine gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit von der Lüftungsöffnung angeben. Bewegt beispielsweise der Benutzer seinen Finger schnell um die Schnittstelle 115 herum, kann die Zeitverzögerung zwischen den Interaktionen kurz sein, was auf eine relativ hohe gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit hindeutet. Bewegt der Benutzer seinen Finger hingegen langsam um die Schnittstelle 115 herum, kann die Zeitverzögerung zwischen den Interaktionen länger sein, was auf eine relativ niedrige gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit hindeutet. Der Benutzer kann über die Schnittstelle 115 die Luftströmungsgeschwindigkeit von der Lüftungsöffnung 105 erhöhen und verringern. Während das hierin aufgeführte Beispiel eine Beziehung zwischen einer ersten Benutzerinteraktion und einer zweiten Benutzerinteraktion erklärt, können mehrfache Benutzerinteraktionen analysiert werden, um eine gewünschte Luftströmungsgeschwindigkeit festzulegen. Beispielsweise kann eine Mehrzahl nachfolgender Benutzerinteraktionen analysiert werden, und es kann eine Mehrzahl an Zeitverzögerungen festgelegt werden. Dann kann ein Durchschnitt dieser Zeitverzögerungen berechnet und zum Festlegen der gewünschten Luftströmungsgeschwindigkeit verwendet werden.
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An Block 335 kann die Regeleinrichtung 150 Anweisungen an das Gebläse 165 übertragen. Die Anweisungen können die gewünschte Gebläsegeschwindigkeit einschließen, da diese zur gewünschten Luftströmungsgeschwindigkeit in Beziehung steht. Der Prozess kann dann zu Block 305 zurückkehren.
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An Block 320 kann die Regeleinrichtung 150 die Position der erkannten Benutzerinteraktion an der Schnittstelle 115 analysieren. Das bedeutet, die Regeleinrichtung 150 kann erkennen, wo der Benutzer die Schnittstelle 115 angetippt oder berührt hat. Die Schnittstelle 115 kann durchgängig sein oder eine Mehrzahl an eigenständigen Berührungspunkten enthalten. Sobald die Regeleinrichtung 150 den Berührungspunkt identifiziert, kann die Regeleinrichtung 150 zudem basierend auf dem Berührungspunkt eine gewünschte Luftströmungsrichtung identifizieren. Ein Benutzer kann beispielsweise die Schnittstelle 115 an einem Punkt ganz links (z.B. annäherungsweise an einer 9 Uhr-Position oder einer West-Position) berühren. Der Benutzer kann die Schnittstelle auch an jeder anderen Position wie einem obersten Punkt (z.B. annäherungsweise an einer 12 Uhr-Position oder einer Nord-Position) berühren. Der Benutzer kann die Schnittstelle auch an jeder anderen Position dazwischen, beispielsweise einer Nord-West-Position etc., berühren.
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An Block 340 kann die Regeleinrichtung basierend auf dem analysierten Berührungspunkt Anweisungen an den Motor 155 übertragen. Die Anweisungen können eine Position oder einen Winkel der horizontalen und vertikalen Lamellen 130, 135 einschließen. Beispielsweise können in dem Beispiel, in dem der Berührungspunkt an einem Punkt ganz links an der Schnittstelle 115 lag, die Anweisungen insbesondere angeben, dass die horizontalen Lamellen 130 zum Boden parallel sein sollen, während die vertikalen Lamellen 135 in Richtung der linken Seite der Lüftungsöffnung gewinkelt sein sollen. In ähnlicher Weise können die Anweisungen in dem Beispiel, in dem sich der Berührungspunkt an einer Nord-West-Position befand, insbesondere angeben, dass die horizontalen Lamellen 130 aufwärts gewinkelt sein sollen, während die vertikalen Lamellen 135 nach links gewinkelt sein sollen. Unterschiedliche Grade des Winkelversatzes können für jede der horizontalen und vertikalen Lamellen 130, 135 erreicht werden. Die Regeleinrichtung 150 kann konfiguriert sein, um den gewünschten Winkelversatz der Lamellen 130, 135 basierend auf dem wahrgenommenen Berührungspunkt zu identifizieren. Somit kann der Benutzer über Interaktion mit der Benutzerschnittstelle 115 eine gewünschte Luftströmungsrichtung angeben. Der Prozess kann dann zu Block 305 zurückkehren.
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An Block 350 kann die Regeleinrichtung 150 festlegen, ob eine Benutzerinteraktion innerhalb einer vordefinierten Leerlaufzeit (z.B. 20 Minuten) erkannt wurde. Wurde innerhalb der vordefinierten Leerlaufzeit keine Benutzerinteraktion erkannt (d.h., der Benutzer hat die Schnittstelle 115 nicht berührt), kann der Prozess 300 zu Block 355 voranschreiten. Anderenfalls fährt der Prozess 300 an Block 305 damit fort, auf Benutzerinteraktion zu warten.
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An Block 355 kann die Regeleinrichtung das Belüftungssystem 100 anweisen, in den Automatikmodus zurückzukehren. Das bedeutet, das Belüftungssystem 100 kann normale Automatikmodus-Aktivitäten wie das auf vordefinierten Präferenzen basierende automatische Beheizen und Kühlen der Fahrzeugkabine etc. wieder aufnehmen, da der Benutzer nicht mehr regelmäßig mit der Benutzerschnittstelle 115 interagiert.
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Entsprechend kann ein Belüftungssystem basierend auf Interaktionen mit einer um die Peripherie der Lüftungsöffnung positionierten Benutzerschnittstelle angepasst werden. In der dargestellten repräsentativen Ausführungsform umgibt die Benutzerschnittstelle die Peripherie der Lüftungsöffnung durchgängig. Bei anderen Ausführungsformen kann die Benutzerschnittstelle eigenständige Abschnitte oder um einen Abschnitt oder die gesamte Peripherie der Lüftungsöffnung beabstandete Sensoren einschließen. Die Schnittstelle kann einem Benutzer gestatten, die Luftströmungsrichtung einfach zu ändern, indem die Schnittstelle an einer Stelle, die der gewünschten Luftströmungsrichtung entspricht, berührt wird. Weiterhin kann der Benutzer die Luftströmungsgeschwindigkeit einfach anpassen, indem er mit der Schnittstelle in einer Weise interagiert, die Geschwindigkeit ausdrückt (z.B. indem der Finger schnell um die Schnittstelle herumgeführt wird).
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Hierin beschriebene Computergeräte umfassen im Allgemeinen computerausführbare Befehle, wobei die Befehle von einem oder mehreren Computergeräten wie den oben aufgelisteten ausgeführt werden können. Computerausführbare Befehle können aus Computerprogrammen, die unter Verwendung einer Vielzahl an Programmiersprachen und/oder Technologien wie einschließlich, aber ohne Einschränkung, und entweder unabhängig oder in Kombination JavaTM, C, C++, Visual Basic, Java Script, Perl etc. erstellt wurden, zusammengestellt oder interpretiert werden. Im Allgemeinen empfängt ein Prozessor (z.B. ein Mikroprozessor) Befehle, z.B. von einem Speicher, einem computerlesbaren Medium etc. und führt diese Befehle aus, so dass ein oder mehrere Prozesse einschließlich einem oder mehreren der hierin beschriebenen Prozesse durchgeführt werden. Solche Befehle und sonstige Daten können unter Verwendung einer Vielzahl an computerlesbaren Medien gespeichert und übertragen werden.
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Im Hinblick auf die hierin beschriebenen Prozesse, Systeme, Verfahren, Heuristiken etc. versteht sich, dass obwohl die Schritte solcher Prozesse etc. als in einer bestimmten angeordneten Reihenfolge auftretend beschrieben wurden, solche Prozesse unter Durchführung der beschriebenen Schritte in einer anderen als der hierin beschriebenen Reihenfolge umgesetzt werden können. Es versteht sich weiterhin, dass gewisse Schritte gleichzeitig vorgenommen werden können, dass andere Schritte hinzugefügt werden können oder dass gewisse hierin beschriebene Schritte ausgelassen werden können. Mit anderen Worten dienen die vorliegenden Beschreibungen der Prozesse dem Zweck, bestimmte Ausführungsformen zu veranschaulichen und sollen in keiner Weise als die Ansprüche einschränkend interpretiert werden.
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Obwohl obenstehend beispielhafte Ausführungsformen beschrieben werden, ist es nicht vorgesehen, dass diese Ausführungsformen alle möglichen Formen der Erfindung beschreiben. Die in der Spezifikation verwendeten Worte sind vielmehr Beschreibungen und keine Einschränkungen, und es versteht sich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können, ohne dass vom Wesen und Umfang der Offenlegung abgewichen wird. Darüber hinaus können die Merkmale der verschiedenen umsetzenden Ausführungsformen kombiniert werden, um weitere Ausführungsformen zu bilden, die nicht explizit beschrieben oder dargestellt sind.