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Die Erfindung betrifft insbesondere eine Netzhalterung für ein Basketballnetz und eine Vorrichtung zur Anordnung der Netzhalterung.
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Um Basketballkörbe abzunehmen oder das Netz von Basketballkörben auszutauschen, benötigt man eine Leiter, denn die Basketballkörbe befinden sich in einer Höhe über 3 Meter.
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In der
DE 298 18 710 U1 wird deshalb vorgeschlagen, den Basketballkorb in einer von oben zugängigen Verankerung lösbar anzuordnen und den Basketballkorb mit einer von unten zugängigen Gewindehülse zu versehen.
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In die Gewindehülse wird von einer auf dem Boden stehenden Person ein Gewindestab eingedreht und durch Hochdrücken bzw. Herunterlassen des Basketballkorbes dieser aus der Verankerung gelöst bzw. in die Verankerung eingesetzt. Nachteilig ist hier sicher, dass stets der Basketballkorb mit Halterung bewegt werden muss und nach der Abnahme auch untergebracht werden muss.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Netzhalterung so auszubilden, dass eine Netzmontage und/oder -demontage möglich wird, und eine Vorrichtung zur Anordnung der Netzhalterung vorzugsweise von einer auf dem Boden stehenden Person vorzuschlagen.
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Gelöst wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Im Anspruch 9 wird eine entsprechende Handhabungsvorrichtung vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Bei einer Netzhalterung aufweisend ein Ringrohr, wobei das Ringrohr auf einer Umfangslinie und über den Umfang verteilt Haken zur Befestigung eines Netzes aufweist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Ringrohr in seinem Umfang mit der Hand oder mittels einer Vorrichtung mindestens verkleinerbar ist unter Aufbau einer Federspannung, so dass das Ringrohr in eine Aufnahme einsetzbar ist und bei Reduzierung der Federspannung infolge eines Aufweitens mindestens eine Klemmverbindung mit der Aufnahme vorhanden ist.
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Ringrohr im hier gebrauchten Sinn kann vollständig ein Rohr sein, aber auch abschnittsweis aus einem Vollmaterial bestehen. Ebenso muss der Querschnitt nicht kreisförmig sein, sondern kann auch eine davon abweichend Querschnittsform aufweisen.
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Ist die Aufnahme für das Ringrohr ein vorhandener Basketballkorb ohne Netz, lässt sich ein Netz in den Basketballkorb einsetzen oder aus dem Basketballkorb entfernen. Das eingesetzte Ringrohr stützt sich dabei bevorzugt Innen im Basketballkorb an den Haken des vorhandenen Basketballkorbes ab.
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Alternativ können auch Basketballkörbe ohne Netzhaken als Aufnahme genutzt werden, indem an diesen mindestens drei nach unten und innen weisende Haken angeordnet werden.
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Wird eine Vorrichtung verwendet, die über einen Höhenausgleich verfügt, kann das Einsetzen oder Herausnehmen des Ringrohres durch eine Person vom Boden aus vorgenommen werden.
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Bei einer vorteilhaften Ausführung ist das Ringrohr mindestens einmal geteilt ausgebildet, wobei mindestens ein Endabschnitt des Ringrohres im Querschnitt verjüngt ist, so dass sich dieser Endabschnitt beim Verkleinern des Umfanges des Ringrohres in oder weiter in das andere Ende hineinschieben lässt.
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Bei einer anderen vorteilhaften Ausführung weist das Ringrohr mindestens ein fehlendes Umfangssegment auf, das durch einen in die jeweiligen Enden des Ringrohres eingeschobenen Ringrohrverbinder überbrückt ist. Ebenso kann bei einem weiteren fehlenden Umfangssegment verfahren werden.
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Die bei der Umfangsverkleinerung des Ringrohres aufbaubare und beim Herstellen der Verbindung mit der Aufnahme zumindest teilweise wieder abbaubare Federspannung kann ausschließlich das Resultat der Elastizität des Materials des Ringrohres sein und/oder wird durch angeordnete Federn erzeugt.
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So ist vorgesehen, dass zur Erhöhung der Federspannung beim Verkleinern des Umfanges des Ringrohres mindestens eine Spannfeder auf dem mindestens einem Endabschnitt des Ringrohres mit verjüngtem Querschnitt oder auf dem mindestens einen eingeschobenen Ringrohrverbinder angeordnet ist.
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Die Anordnung der mindestens einen Spannfeder erfolgt dabei so, dass die mindestens eine Spannfeder bei der Umfangsverkleinerung des Ringrohres zusammengedrückt wird. Der Federweg ist dabei so eingestellt, dass durch die Umfangsverkleinerung des Ringrohres das Einsetzen in die Aufnahme realisierbar ist. Dabei kann die mindestens eine Spannfeder auch unter Vorspannung stehen, was eine Erhöhung der Klemmkräfte bewirkt.
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Wird zur Umfangsverkleinerung des Ringrohres eine Vorrichtung genutzt, kann diese vom Innenraum des Ringrohres hinter zwei Haken des Ringrohres fassen, zwischen denen die Teilung oder das fehlende Umfangssegment liegt, und das Ringrohr zusammendrücken.
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Möglich ist es auch, dass auf der Umfangslinie des Ringrohres mit den Haken für das Netz mindestens zwei weitere Stifte senkrecht zum Ringrohr und beidseitig der mindestens einen Teilung oder des mindestens einen fehlenden Umfangsegmentes des Ringrohres angeordnet sind, die dann durch die Vorrichtung hinterfasst werden zur Umfangsverkleinerung.
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Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verkleinern des Umfanges des Ringrohres zum Einsetzen in oder zum Entnehmen aus einer Aufnahme weist mindestens auf einen Spannbogenabschnitt, der in das Ringrohr einsetzbar ist, wobei am oder im Spannbogenabschnitt beidseitig und mindestens im Endabschnitt verschiebbar und geführt jeweils ein Spannteil angeordnet ist, wobei jedes der Spannteile über eine nach außen weisende Spannklaue verfügt, deren Länge so bemessen ist, dass die Spannklaue einen Haken oder einen der Stifte hinterfassen kann, und jedes Spannteil über einen Seilzug mit einem Seilspanner verbunden ist, derart, dass beim Spannen der Seilzüge über die Spannklauen auf das Ringrohr eine Kraft ausübbar ist, die zur Verkleinerung des Durchmessers des Ringrohres führt.
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Bevorzugt sind die Seilzüge entfernt von den Spannteilen zusammengeführt, so dass das Spannen beider Seilzüge mit einem Seilspanner erfolgen kann.
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Der Spannbogenabschnitt ist bevorzugt ein Rohr, das in den Endbereichen und nach außen in Richtung des aufzunehmenden Ringrohres weisend ein Langloch oder einen einseitig offenen Schlitz aufweist, durch die jeweils die auf dem Spannteil angeordneten Spannklauen nach außen ragen.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das Spannteil gegenüber dem Spannbogenabschnitt mittels einer Rückholfeder abgestützt ist, die bei der Bewegung des Spannteils bei der Durchmesserverkleinerung des Ringrohres eine Federkraft aufbaut. So wird gewährleistet, dass beim Lösen des jeweiligen Seilzuges die Spannklauen sich aus des Position des Hinterfassens der Haken bzw. der Stifte lösen.
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Um den Höhenunterschied zwischen dem vorhandenen Basketballkorb und dem Boden zu überwinden, weist der Spannbogenabschnitt eine Haltestange auf, vorzugsweise eine Teleskopstange, wobei an der Haltestange auch der Seilspanner befestigt sein sollte, so dass dieser beim Halten und Einsetzen des Ringrohres durch eine Haltehand lösbar ist.
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Die Erfindung soll anhand der Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen:
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1 das Ringrohr im Eingriff mit Spannbogenabschnitt,
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2 eine Spannklaue,
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3 den Spannbogenabschnitt mit Haltestange und
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4 eine Aufnahme an einem Baskteballkorb ohne Netzhaken.
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1 zeigt das Ringrohr 1, an dem das Netz, hier nicht dargestellt, an den Haken 2 befestigt ist, von unten mit dem Innen im Ringrohr 1 angeordneten Spannbogenabschnitt 5. Mittels des Spannbogenabschnittes 5 lässt sich der Umfang des Ringrohres 1 reduzieren, so dass das Ringrohr 1 in eine Aufnahme z. B. einen vorhandenen Basketballkorb ohne Netz, von Innen einsetzbar ist.
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Das Ringrohr 1 ist in seinem Umfang verkleinerbar unter Aufbau einer Federspannung. Bei Reduzierung der Federspannung infolge eines Aufweitens entsteht dann eine Klemmverbindung mit der Aufnahme.
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Zur Erzeugung der Federspannung weist das dargestellte Ringrohr 1 ein fehlendes Umfangssegment auf, das durch einen in die jeweiligen Enden des Ringrohres 1 eingeschobenen Ringrohrverbinder 4 überbrückt ist.
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Beim Zusammendrücken des Ringrohres 1 mittels des Spannungsbogenabschnittes 5 baut sich eine Federspannung auf, die der Verkleinerung des Umfanges des Ringrohres 1 entgegen wirkt, als Resultat der Elastizität des Materiales des Ringrohres 1.
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Zur Erhöhung der Federspannung beim Verkleinern des Umfanges des Ringrohres 1 ist weiter eine Spannfeder 3 auf dem eingeschobenen Ringrohrverbinder 4 angeordnet.
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Die Spannfeder 3 stützt sich an den Enden des fehlenden Umfangssegmentes des Ringrohres 1 ab und wird so beim Zusammendrücken des Ringrohres 1 ebenfalls gespannt.
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Entfällt die zusammendrückende Kraft weitet sich das Ringrohr 1 unter den Federkraftkomponenten Elastizität und Spannfeder 3 wieder auf, und wird dabei durch die Aufnahme begrenzt. Es entsteht zwischen Aufnahme und Ringrohr 1 eine Klemmspannung, so dass das Ringrohr 1 fixiert ist.
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Als Aufnahme dienen bei einem vorhandenen Basketballkorb ohne Netz bevorzugt die Innenseiten der Haken dieses Basketballkorbes. Durch das Ringrohr 1 wird so der Durchmesser des vorhandenen Basketballkorbes nicht verkleinert. So lassen sich vorhandene herkömmliche Basketballkörbe nutzen.
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Unter Verwendung der erfindungsgemäßen Netzhalterung kann bei künftigen Basketballkörben 14 auf die Netzhaken ganz verzichtet werden. Stattdessen werden an den Ring des Basketballkorbes 14 mindestens drei nach unten und innen weisende Haken 13 als Aufnahme für das Ringrohr 1 angeordnet. Diese Haken 13 sollten symmetrisch an dem Ringumfang angeordnet werden. 4 zeigt eine solche Ausführung beispielhaft im Schnitt.
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Um das Ringrohr 1 von der Aufnahme zu lösen wird dessen Umfang mittels des eingesetzten Spannbogenabschnittes 5 unter Vergrößerung der Federspannung verkleinert, so dass das Ringrohr 1 aus der Aufnahme herausnehmbar ist. Entfällt die zusammendrückende Kraft weitet sich das Ringrohr 1 wieder bis zu seinem ursprünglichen Umfang auf.
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Eine Vorrichtung zum Verkleinern des Umfanges des Ringrohres 1 zum Einsetzen in oder zum Entnehmen aus einer Aufnahme, ist in den 2 und 3 dargestellt.
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Diese Vorrichtung besteht aus einem Spannbogenabschnitt 5, der in das Ringrohr 1 einsetzbar ist, wobei im Spannbogenabschnitt 5 beidseitig und mindestens im Endabschnitt verschiebbar und geführt jeweils ein Spannteil 6 angeordnet ist, wobei jedes der Spannteile 6 über eine nach außen weisende Spannklaue 9 verfügt, deren Länge so bemessen ist, dass die Spannklaue 9 einen Haken 2 hinterfassen kann. Die hinterfassten Haken liegen dabei beidseitig der Enden des fehlenden Umfangsegmentes des Ringrohres 1, wie in 1 ersichtlich ist.
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Jedes Spannteil 6 verfügt über einen Seilzug 10, die an einem Ausgang aus dem Spannbogenabschnitt 5 zusammengeführt und dann mit einem Seilspanner 11 verbunden sind, derart, dass beim Spannen der Seilzüge 10 über die Spannklauen 9 auf das Ringrohr 1 eine Kraft ausübbar ist, die zur Verkleinerung des Durchmessers des Ringrohres 1 führt.
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Der dargestellte Spannbogenabschnitt 5 ist ein Rohr, das in den Endbereichen und nach außen in Richtung Ringrohr 1 weisend ein Langloch 8 aufweist, durch die jeweils die auf dem Spannteil 6 angeordnete Spannklaue 9 nach außen ragt, so dass die jeweilige Spannklaue 9 einen Haken 2 hinterfassen kann.
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Werden mittels des Seilzuges 10 die Spannteil 6 bewegt, verschieben sich deren Spannklauen 9 in den Langlöchern 8 und üben dabei auf die von ihnen hinterfassten Haken 2 eine Kraft aus, die zu einer Umfangsverkleinerung des Ringrohres 1 führt.
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Das Spannteil 6 ist gegenüber dem Spannbogenabschnitt 5 mittels einer Rückholfeder 7 abgestützt, die bei der Bewegung des Spannteils 6 bei der Durchmesserverkleinerung des Ringrohres 1 eine Federkraft aufbaut. Entfällt die Spannwirkung des Seilzuges 10 wird das Spannteil 6 durch die aufgebaute Federkraft in seine Endposition zurückbewegt und die Spannklauen 9 lösen sich von den Haken 2.
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Weiter wird gezeigt, dass der Spannbogenabschnitt 5 an einer Haltestange 12 angeordnet ist, wobei an der Haltestange 12 auch der Seilspanner 11 befestigt ist. Bevorzugt ist die Haltestange 12 eine Teleskopstange, die sich eingeschoben leichter transportieren lässt.
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Auf diese Weise lassen sich bequem die Höhenunterschiede zwischen dem vorhandenen Basketballkorb ohne Netz und einer auf dem Boden stehenden Person beim Anordnen oder Abnehmen des Ringrohres 1 in oder von dem vorhandenen Basketballkorb überwinden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Ringrohr
- 2
- Haken
- 3
- Spannfeder
- 4
- Ringrohrverbinder
- 5
- Spannbogenabschnitt
- 6
- Spannteil
- 7
- Rückholfeder
- 8
- Langloch
- 9
- Spannklaue
- 10
- Seilzug
- 11
- Seilspanner
- 12
- Haltestange
- 13
- Haken als Aufnahme für das Ringrohr
- 14
- Basketballkorb
- 15
- Netz
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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