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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Lichtgittergehäuses mit einem rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt und abgerundeten Kanten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Lichtgitter sind in den Produktionsanlagen der Industrie weit verbreitet. Sie dienen neben dem Unfallschutz auch zur Positionsbestimmung von ausgedehnten Objekten.
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Sie weisen zwei gegenüber angeordnete meist stangenförmig ausgebildete Komponenten mit übereinander angeordneten optischen Sende- und Empfangselementen nebst der zugehörigen elektronischen Schaltung zur Signalauswertung auf. Diese Komponenten werden nachfolgend als Lichtgittergehäuse bezeichnet, egal ob sie mit Sendern oder Empfängern bestückt sind. Derartige Lichtgitter werden von der Anmelderin unter der Bezeichnung OY122S vertrieben.
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Um die Montage am Einsatzort zu erleichtern, werden meistens Befestigungsvorrichtungen mitgeliefert, die auch die Justage von gegenüber angeordneten Lichtgittergehäuse erlauben.
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Die
DE 10 2012 108 262 A1 zeigt eine solche Vorrichtung für halbrunde Lichtgittergehäuse. Sie ist auf diese Gehäusekontur beschränkt, und deshalb nicht universell einsetzbar, was von manchen Nutzern als Nachteil empfunden wird, weil ähnlich aufgebaute Lichtgittergehäuse anderer Hersteller, insbesondere die weit verbreitete Bauform mit quadratischem Querschnitt und abgerundeten Kanten nicht ohne weiteres eingebaut werden kann.
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Die
DE 10 2006 053 003 A1 zeigt eine für diese Bauform geeignete Befestigungsvorrichtung. Sie weist eine Drehhalterung mit einem ringförmigen Befestigungselement auf. Die Kanten des Lichtgittergehäuses liegen an der Innenwand des ringförmigen Befestigungselementes an. Sowohl die Montage als auch die Anordnung werden als zu aufwändig angesehen, zumal ein derart weiter Justierwinkel in vielen Fällen nicht erforderlich ist. Außerdem kann sie nur außerhalb des optischen Bereichs befestigt werden, was zusätzlichen Bauraum erfordert.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Stand der Technik weiter zu verbessern. Es soll eine Befestigungsvorrichtung für ein Lichtgitter angegeben werden, die raumsparend ist, nur wenig Material benötigt und darüber hinaus leicht zu handhaben, sowie kostengünstig ist.
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Diese Aufgabe wird entsprechend dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
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Der wesentliche Erfindungsgedanke besteht darin, die Befestigungsvorrichtung derart auszuführen, dass der Umkreis des Lichtgittergehäuses beim Einfügen stets an mindestens drei Stellen permanenten Kontakt der Innenkontur des Basisteils hat, um so eine kompakte Bauform zu erreichen.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Innenkontur des Basisteils so gewählt, dass die Kontur des Lichtgittergehäuses auch bei dessen Verdrehung zur Justage kontinuierlich, d. h. über eine gewisse Strecke einem Formschluss mit der Innenkontur des Basisteils bildet. Beim Klemmteil wird dieser Effekt durch dessen laterale Beweglichkeit noch verstärkt.
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Ein weiterer Erfindungsgedanke besteht darin, das an sich bekannte Klemmteil beim Einschrauben in einer waagerechten Position zu halten, um ein Verkanten zu verhindern. Das Klemmteil wird über eine in einem Langloch befindliche Schraube geführt und mit einer Feder gegen den Schraubenkopf gedrückt. Konvexe Führungskonturen am Basisteil und an der Unterseite des Klemmteils bewirken, dass das Klemmteil beim Anziehen oder Lösen der Klemmschraube waagerecht liegt, aber auch federnd gelagert und lateral auslenkbar ist. Der Vorteil besteht darin, dass mit einem relativ kurzen Schraubenweg eine große laterale Auslenkung erreicht wird, ohne dass das Klemmteil verkantet, wobei das Langloch für die Beweglichkeit der Schraube sorgt. Im geklemmten Zustand schmiegen sich die Konturen an.
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Mit zunehmender Klemmung des Lichtgitters verschieben sich die beiden Führungskonturen wegen ihrer konvexen Ausgestaltung so gegeneinander, dass die resultierende Kräfte von der Vertikalen in die Horizontale übergehen. Dadurch verkeilt sich das Klemmteil zunehmend mit dem Basisteil, so dass die Klemmung letztlich selbsthemmend wird.
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Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung trägt auch dem Kundenwunsch Rechnung, das Lichtgittergehäuse von vorn in einen U-förmigen Träger einsetzen zu können, was die Montagezeit erheblich verkürzen kann.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
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1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in Explosionsdarstellung,
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2 zeigt die geschlossene Vorrichtung in einer ersten Perspektive,
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3 zeigt die geschlossene Vorrichtung in einer zweiten Perspektive,
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4 zeigt einen ersten Schnitt der Vorrichtung mit geöffnetem Klemmteil,
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5 zeigt die Vorrichtung mit geöffnetem Klemmteil in der Seitenansicht,
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6 zeigt einen ersten Schnitt der Vorrichtung mit geschlossenem Klemmteil,
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7 zeigt einen zweiten Schnitt der Vorrichtung mit geschlossenem Klemmteil,
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8 zeigt die Vorrichtung mit dem zur Einführung gedrehten Lichtgittergehäuse,
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9 zeigt die Vorrichtung mit dem zur Justage gedrehtem Lichtgittergehäuse.
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Die 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Explosionsdarstellung. Das nicht dargestellte Lichtgittergehäuse 1 wird, wie die folgenden Figuren zeigen, von oben eingesetzt. Ein Basisteil 2 weist eine erste Aussparung 5 zur Aufnahme des Lichtgittergehäuses 1 und eine zweite Aussparung 7 zur Aufnahme eines Klemmteils 3 auf.
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Das Klemmteil 3 wird mit einer Schraube 4 am Basisteil 2 befestigt. Die Schraube 4 wird in einem Langloch 8 geführt und ist mit Hilfe der Feder 9 beweglich gelagert. Die Feder 9 drückt gegen den Schraubenkopf 4. So ist das Klemmteil 3 lateral auslenkbar. Hier wird mit einem kurzen Schraubenweg eine relativ große Auslenkung erreicht und damit Raum zum Einsetzen des Lichtgittergehäuses freigegeben. Die unten dargestellte Gewindemutter dient zur Aufnahme des Schraubengewindes. Sie kann als Innengewinde in das Basisteil 2 geschnitten oder eingefügt sein. Das Lichtgittergehäuse 1 wird durch das Klemmteil 3 und die Hinterschneidung 6 am Basisteil 2 fixiert.
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Die Kontur 10 am Basisteil 2 ist erfindungsgemäß so gestaltet, dass der Umkreis 13 des Lichtgittergehäuses 1 beim Einfügen an mindestens drei Stellen dort anliegt (siehe 8). Um das Klemmteil 3 beim Einschrauben waagerecht zu halten, ist es federnd gelagert, wobei eine Führungskontur 11 an Basisteil 2 und ihr Pendant 12 an der Unterseite des Klemmteils 3 bewirken, dass das Klemmteil 3 beim Anziehen oder Lösen der Klemmschraube 4 waagerecht liegt. Dadurch ist das Klemmteil 3 federnd gelagert und lateral auslenkbar, wobei durch einen relativ kurzen Schraubenweg eine große laterale Auslenkung erreicht wird, ohne dass das Klemmteil 3 verkantet. Das Langloch 8 sorgt in Verbindung mit der Feder 9 für die erwähnte Beweglichkeit der Schraube 4. Im geklemmten Zustand schmiegen sich die Konturen 11 und 12 aneinander, wobei ein Formschluss zwischen dem Basisteil 2 und dem Lichtgittergehäuse 1 entsteht.
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Die 2 zeigt die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung mit dem Lichtgittergehäuse 1 im geschlossenen Zustand in einer ersten Perspektive. Das Lichtgittergehäuse 1 liegt waagerecht. Man erkennt, wie sich die Konturen des Lichtgittergehäuses 1 an die Konturen des Basisteils 2 und des Klemmteils 3 anschmiegt.
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Die 3 zeigt die Anordnung um 90° gedreht. Es gelten die Ausführungen zur 2.
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Die 4 zeigt ein Schnittbild der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung mit eingesetztem Lichtgittergehäuse 1 bei geöffnetem Klemmteil 3. Wie man sieht, liegt der Umkreis 13 des Lichtgittergehäuses an drei Stellen an der Innenkontur 10 des Basisteils 2 an.
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Die 5 zeigt die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung mit geöffnetem Klemmteil 3 in der Seitenansicht.
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Die 6 zeigt die Befestigungsvorrichtung mit eingesetztem Lichtgittergehäuse 1 mit geschlossenem Klemmteil 3 in einem Schnittbild. Der Umkreis 13 des Lichtgittergehäuses 1 liegt an drei Stellen an der Innenkontur 10 des Basisteils 2 und an einer Stelle am Klemmteil 3 an. Die Schraube 4 wird im Langloch 8 geführt und ist mit der in der 1 gezeigten Gewindemutter verschraubt.
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Die 7 zeigt eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung mit geschlossenem Klemmteil 3. Die aneinander liegenden Konturen 11 und 12 weisen zwei gegenüber liegende Rundungen auf, die sich beim Einschrauben des Klemmteils 3 gegeneinander verschieben, wobei die resultierenden Kräfte allmählich von der Vertikalen in die Horizontale übergehen, so dass sich das Klemmteil 3 mit zunehmend mit dem Basisteil 2 verkeilt, was zur Selbsthemmung der Klemmung führt.
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Die 8 zeigt ein Schnittbild der Befestigungsvorrichtung mit einem zur Einführung leicht gedrehtem Lichtgittergehäuse 1. Das Lichtgittergehäuse liegt am geöffneten Klemmteil 3 an.
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Die 9 zeigt ein Schnittbild der Befestigungsvorrichtung mit einem Lichtgittergehäuse 1, das zu Justagezwecken leicht verdreht wurde. Wie man sieht, schmiegen sich die Konturen trotzdem formschlüssig aneinander. Eine solche Verdrehung ist selbstverständlich in beide Richtungen möglich.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Lichtgittergehäuse
- 2
- Basisteil
- 3
- Klemmteil
- 4
- Schraube, Klemmschraube
- 5
- Erste Aussparung im Basisteil 2
- 6
- Hinterschneidung im Basisteil 2
- 7
- Zweite Aussparung im Basisteil 2
- 8
- Langloch im Klemmteil 3 zur Aufnahme der Schraube 4
- 9
- Feder, (Spiralfeder)
- 10
- Innenkontur des Basisteils 2
- 11
- (Führungs-)Kontur für das Klemmteil 3 im Basisteil 2
- 12
- (Führungs-)Kontur an der Unterseite des Klemmteils 3
- 13
- Umkreis des Lichtgittergehäuses 1
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102012108262 A1 [0005]
- DE 102006053003 A1 [0006]