DE102015008070A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Klangeinstellung eines Audiosignales - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Klangeinstellung eines Audiosignales, wobei die Klangeinstellung automatisch erfolgt. Bei einem Verfahren, bei welchem eine optimale Klangeinstellung möglich ist, wird das Audiosignal hinsichtlich seines Audioinhaltes, wie Musik und/oder Sprache, automatisch analysiert und in Abhängigkeit dieser Musikanalyse automatisch eine Klanganpassung und/oder -verbesserung durchgeführt.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Klangeinstellung eines Audiosignales, wobei die Klangeinstellung automatisch erfolgt.
- Aus der
DE 198 54 125 A1 ist ein Verfahren zur Beeinflussung einer Klangcharakteristik eines wiederzugebenden Audiosignals von einem Audiosignalträger bekannt, bei welchem ein, von einer Audiosignalquelle abgegebenes Audiosignal hinsichtlich seines Frequenzganges in Abhängigkeit von, von einer Steuerung zugeführten Parametern beeinflusst wird. Das hinsichtlich seines Frequenzganges beeinflusste Audiosignal wird schließlich verstärkt und über den Lautsprecher wiedergegeben. Dies erfolgt über eine Klangbeeinflussungseinrichtung, wobei vorgegebene Frequenzgänge in einer Speichereinheit abgespeichert sind und die Klangbeeinflussungseinrichtung diese Frequenzgänge aus der Speichereinheit abruft. Die in der Speichereinheit abgelegten Klangcharakteristika sind dabei benutzerdefiniert. Allerdings gewährleistet diese automatische Auswahl der Klangcharakteristik nicht immer ein optimales Klangerlebnis. - Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Klangeinstellung eines Audiosignales anzugeben, bei welchen für unterschiedliche Audioinhalte des Audiosignales immer ein optimales Klangerlebnis eingestellt wird.
- Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie der Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind.
- Die Aufgabe ist mit einem Verfahren dadurch gelöst, dass das Audiosignal hinsichtlich seines Audioinhaltes, wie Musik und/oder Sprache, automatisch analysiert wird und in Abhängigkeit dieser Musikanalyse automatisch eine Klanganpassung und/oder -verbesserung durchgeführt wird. Die durchgeführte Musikanalyse hat dabei den Vorteil, die Inhalte des Audiosignals genau zu charakterisieren, wobei die automatische Klanganpassung gezielt auf den analysierten Audioinhalt automatisch abgestellt wird.
- Vorteilhafterweise wird die Klanganpassung und/oder -verbesserung aus mehreren vorgegebenen Klangvoreinstellungen ausgewählt. Solche Klangvoreinstellungen, wie beispielsweise Pure, Surround, 3D-Surround oder Life können dabei gezielt beispielsweise in Abhängigkeit davon, ob klassische oder Pop-Musik als Audiosignal erkannt wurde, eingestellt werden und erhöhen somit das Klangerlebnis.
- In einer Ausgestaltung wird bei einer Identifizierung von Musik als Audioinhalt die Musik hinsichtlich eines Frequenzganges untersucht und die Auswahl der Klangvoreinstellung erfolgt in Abhängigkeit von dem ermittelten Frequenzgang. Dabei wird nicht nur eine automatische Verbesserung des Klangs, sondern auch eine Vereinfachung der Bedienung eines Benutzermenüs erreicht. In Abhängigkeit des Frequenzganges kann eine optimale Auswahl der Klangvoreinstellungen erreicht werden.
- Um die Beeinflussung des Audiosignals durch unzulängliche Umgebungseinflüsse zu reduzieren, wird das klangangepasste Audiosignal in seiner Klangqualität mit einer adaptiven Filterung verbessert, wobei die Steuerung des Filters in Abhängigkeit von dem analysierten Audioinhalt erfolgen kann.
- Eine Weiterbildung der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen Klangeinstellung eines Audiosignales, umfassend eine Audiosignalausgabeeinheit, welche mit einer Speichereinheit verbunden ist, in welcher jeweils einer vorgegebenen Klangvoreinstellung ein fester Speicherplatz zugeordnet ist. Bei einer Vorrichtung, bei welcher ein optimales Klangerlebnis erzielt werden kann, ist die Audiosignalausgabeeinheit mit einer Analyseeinheit zur automatischen Analyse eines Audioinhaltes des von der Audiosignalausgabeeinheit ausgegebenen Audiosignales verbunden, welches mit einer Einrichtung zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung gekoppelt ist, die auf die Speichereinheit zur automatischen Auswahl der Klangvoreinstellung führt. Mittels einer solchen Vorrichtung wird das optimale Klangerlebnis eingestellt und eine vereinfachte Bedienung des Benutzermenüs ermöglicht, indem beispielsweise das Bedienelement „automatisch” betätigt wird.
- In einer Ausgestaltung umfasst die Analyseeinheit eine Frequenzanalyseeinheit für Musik. Dadurch ist die Frequenzanalyseeinheit mit der Speichereinheit der vorgegebenen Klangvoreinstellungen und der Einrichtung zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung gekoppelt.
- Eine weitere Weiterbildung der Erfindung betrifft ein Fahrzeug, umfassend eine Vorrichtung zur automatischen Klangeinstellung eines Audiosignales. Bei dem Fahrzeug ist die Vorrichtung zur automatischen Klangeinstellung des Audiosignales nach mindestens einem in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Merkmal ausgebildet.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der – gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung – zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale können für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung bilden, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Es zeigen:
-
1 ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, -
2 eine Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. - In
1 ist ein Fahrzeug1 dargestellt, welches ein Autoradio3 umfasst. Das Autoradio3 ist mit Lautsprechern5 versehen, welches das Audiosignal an den Innenraum des Fahrzeuges1 ausgibt. An dem Autoradio3 ist eine Bedieneinheit7 angeordnet, welche mehrere Betätigungselemente9 aufweist, wobei mit einem der Bedienelemente eine automatische Klangeinstellung aktiviert oder deaktiviert werden kann. - In
2 ist eine Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung11 dargestellt, welche eine automatische Klangeinstellung des von dem Autoradio3 ausgegebenen Audiosignals ermöglicht. Dazu ist das Autoradio3 mit einem Steuergerät13 verbunden, welches eine Analyseeinheit15 und eine Einrichtung17 zur Klanganpassung und -verbesserung aufweist. Die Analyseeinheit15 umfasst dabei eine Frequenz- und Zeitanalyseeinheit19 für Musik. Dadurch können u. a. verschiedene Frequenzbänder, wie Bass (Tief), Mid und Treble (Hoch), BPM oder Pitchverlauf unterschieden werden. - Das von dem Autoradio
3 ausgegebene Audiosignal wird dabei auf die Analyseeinheit15 geleitet, welche das Audiosignal automatisch analysiert und feststellt, ob es sich bei dem durch das Audiosignal übertragenen Audioinhalt um Musik oder Sprache handelt. Handelt es sich bei dem Audioinhalt um Musik, wird gleichzeitig noch eine Frequenzanalyse durch die Frequenz- und Zeitanalyseeinheit19 ausgeführt. Das Ergebnis der Analyseeinheit15 wird der Einrichtung17 zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung1 zugeführt, welche auf eine Speichereinheit21 zugreift. In der Speichereinheit21 sind vorgegebene Klangeinstellungen abgespeichert, welche beispielsweise Pure, Surround, 3D-Surround oder Life umfassen. Entsprechend der Analyse wählt die Einrichtung17 zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung eine der vorgegebenen Klangvoreinstellungen, beispielsweise 3D-Surround, aus, wodurch die Wiedergabe des Audiosignals entsprechend optimiert wird. - Aufgrund dieses beschriebenen Verfahrens werden unterschiedliche musikalische Inhalte zu einem optimalen Klangerlebnis geführt. Dieses optimale Klangerlebnis kann noch verbessert werden, wenn das angepasste Audiosignal hinsichtlich Störungen, die aufgrund des Fahrzeuges
1 erzeugt werden, durch eine adaptive Filterung verbessert wird. So kann z. B. durch die adaptive Filterung ein Dröhnen bei basslastigen Liedern auf speziellen Sitzplätzen des Fahrzeuges reduziert werden, um damit die Klangeinstellung weiterhin optimal auf den Klanginhalt abzustimmen. - Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehenden Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.
- Bezugszeichenliste
-
- 1
- Fahrzeug
- 3
- Autoradio
- 5
- Lautsprecher
- 7
- Bedieneinheit
- 9
- Betätigungselement
- 11
- Vorrichtung
- 13
- Steuergerät
- 15
- Analyseeinheit
- 17
- Einrichtung zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung
- 19
- Frequenzanalyseeinheit
- 21
- Speichereinheit
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 19854125 A1 [0002]
Claims (7)
- Verfahren zur Klangeinstellung eines Audiosignales, wobei die Klangeinstellung automatisch erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Audiosignal hinsichtlich seines Audioinhaltes, wie Musik und/oder Sprache, automatisch analysiert wird und in Abhängigkeit dieser Musikanalyse automatisch eine Klanganpassung und/oder -verbesserung durchgeführt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klanganpassung und/oder -verbesserung aus mehreren vorgegebenen Klangvoreinstellungen ausgewählt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Identifizierung von Musik als Audioinhalt, die Musik hinsichtlich eines Frequenzganges untersucht wird und die Auswahl der Klangvoreinstellung in Abhängigkeit von dem ermittelten Frequenzgang erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das klangangepasste Audiosignal in seiner Klangqualität mittels einer adaptiven Filterung verbessert wird.
- Vorrichtung zur automatischen Klangeinstellung eines Audiosignales, umfassend eine Audiosignalausgabeeinheit (
3 ), welche mit einer Speichereinheit (21 ) verbunden ist, in welcher jeweils einer vorgegebenen Klangvorstellung ein fester Speicherplatz zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Audiosignalausgabeeinheit (3 ) mit einer Analyseeinheit (15 ) zur automatischen Analyse eines Audioinhaltes des Audiosignales verbunden ist, welches mit einer Einrichtung (17 ) zur automatischen Klanganpassung und -verbesserung gekoppelt ist, die auf die Speichereinheit (21 ) zur automatischen Auswahl der vorgegebenen Klangvoreinstellung führt. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Analyseeinheit (
15 ) eine Frequenz- und Zeitanalyseeinheit (19 ) für Musik umfasst. - Fahrzeug, umfassend eine Vorrichtung zur automatischen Klangeinstellung eines Audiosignales, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (
11 ) zur automatischen Klangeinstellung des Audiosignals nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 oder 6 ausgebildet ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019201615A1 (de) * | 2019-02-07 | 2020-08-13 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur Anpassung der Klangcharakteristik bei der Wiedergabe aufeinander folgender Audiostücke |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19854125A1 (de) | 1998-11-24 | 2000-05-25 | Bosch Gmbh Robert | Wiedergabegerät für Audiosignalträger und Verfahren zur Beeinflussung einer Klangcharakteristik eines wiederzugebenden Audiosignals von einem Audiosignalträger |
-
2015
- 2015-06-23 DE DE102015008070.9A patent/DE102015008070A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19854125A1 (de) | 1998-11-24 | 2000-05-25 | Bosch Gmbh Robert | Wiedergabegerät für Audiosignalträger und Verfahren zur Beeinflussung einer Klangcharakteristik eines wiederzugebenden Audiosignals von einem Audiosignalträger |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019201615A1 (de) * | 2019-02-07 | 2020-08-13 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur Anpassung der Klangcharakteristik bei der Wiedergabe aufeinander folgender Audiostücke |
| DE102019201615B4 (de) * | 2019-02-07 | 2026-02-12 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur Anpassung der Klangcharakteristik bei der Wiedergabe aufeinander folgender Audiostücke und Audiowiedergabegerät |
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