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DE102014215903B4 - Wasserführendes Haushaltsgerät und Verfahren zum Betreiben eines wasserführenden Haushaltsgeräts - Google Patents

Wasserführendes Haushaltsgerät und Verfahren zum Betreiben eines wasserführenden Haushaltsgeräts Download PDF

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DE102014215903B4
DE102014215903B4 DE102014215903.2A DE102014215903A DE102014215903B4 DE 102014215903 B4 DE102014215903 B4 DE 102014215903B4 DE 102014215903 A DE102014215903 A DE 102014215903A DE 102014215903 B4 DE102014215903 B4 DE 102014215903B4
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Abstract

Verfahren zum Betreiben eines wasserführenden Haushaltsgeräts (1'), insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine (1) oder einer Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter (17) zum Speichern von Spülflüssigkeit, mit den Schrittena) Ermitteln eines Referenzwertes (RW), welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter (17) einzufüllenden oder eingefüllten Spülflüssigkeit charakterisiert,b) Ermitteln eines Vergleichswertes (VW), welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter (17) zu entnehmenden oder entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert,c) Vergleichen des Vergleichswertes (VW) mit dem Referenzwert (RW) undd) Steuern eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine oder eine Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Spülflüssigkeit sowie ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Haushaltsgeräts.
  • Bei wasserführenden Haushaltsgeräten hat die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauches eine große Bedeutung. Der Energieverbrauch kann beispielsweise durch eine Absenkung der Prozess-Temperaturen realisiert werden. Der Wasserverbrauch kann beispielsweise mit Hilfe eines Speicherbehälters zum Speichern von Spülflüssigkeit reduziert werden. So ist beispielsweise aus der WO 2005/ 063 109 A1 eine Geschirrspülmaschine mit einer Steuereinrichtung bekannt, die einen Spülgang mit einer Anzahl von Teilprogrammschritten steuert. Nach Ausführung eines der Teilprogrammschritte, etwa dem Klarspülschritt, wird die nicht mehr benötigte Spülflüssigkeit im Speicherhälter - häufig auch als Flottenspeicher bezeichnet - zwischengespeichert und in einem Teilprogrammschritt, z. B. dem Vorspülen, eines nachfolgenden Spülgangs wiederverwendet.
  • Im Laufe der Zeit kann es dabei aber zu Verunreinigungen im Bereich des Speicherbehälters kommen. Einerseits können sich Schmutzpartikel, welche mit der Spülflüssigkeit in den Speicherbehälter eingebracht wurden, in diesem absetzen und andererseits kann es im Speicherbehälter zu unerwünschtem Wachstum von Bakterien, Keimen oder dergleichen kommen. Sowohl das Absetzen von Schmutzpartikeln, insbesondere fetthaltigen Schmutzpartikeln, als auch das Wachstum von Bakterien und Keimen wird durch das Absenken von Prozesstemperaturen zusätzlich begünstigt.
  • Aus diesem Grund ist es aus hygienischen Gründen, aber auch aus Gründen der Sicherstellung eines zufriedenstellenden Reinigungsergebnisses unerlässlich, den Speicherbehälter regelmäßig zu reinigen.
  • Aus der WO 2010/ 010 012 A1 ist dazu ein Speicherbehälter-Reinigungsprogramm bekannt, bei dem der Speicherbehälter mit durch ein Heizelement aufgeheizter Spülflüssigkeit wenigstens zeitweise wenigstens teilweise gefüllt ist. Aufgrund der hohen Temperaturen der Spülflüssigkeit im Speicherbehälter können dabei insbesondere Fettablagerungen thermisch aufgespalten werden und aus dem Speicherbehälter geführt werden.
  • Hinsichtlich der Prüfung der Notwendigkeit einer Reinigung des Speicherbehälters ist aus der DE 10 2011 053 545 A1 ein Verfahren zum Betreiben eines Spülautomaten mit einem Spülflotten-Speicherbehälter bekannt, bei dem ein Programm oder Programmschritt zur Reinigung des Speicherbehälters in Abhängigkeit von der Trübung der vom Speicherbehälter bereitgestellten Flotte durchgeführt wird.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein wasserführendes Haushaltsgeräts, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine oder eine Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Spülflüssigkeit sowie ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen wasserführenden Haushaltsgeräts anzugeben, welche eine zufriedenstellende Reinigungsleistung und einen hohen Hygienestandard bei verbesserter Energieeffizienz sicherstellen.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein wasserführendes Haushaltsgerät sowie ein Verfahren mit den Merkmalen der betreffenden unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen niedergelegt.
  • Die Erfindung geht aus von einem wasserführenden Haushaltsgerät, insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine oder einer Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Spülflüssigkeit, wobei der Begriff Spülflüssigkeit jede Art von zur Reinigung des Spülgutes verwendeter Flüssigkeit umfassen soll. Insbesondere sollen sowohl Wasser als auch mit Zusätzen, insbesondere Reinigungs- oder Klarspülmitteln, versetztes Wasser vom Begriff Spülflüssigkeit umfasst sein.
  • Erfindungsgemäß wird einerseits ein Referenzwert ermittelt, welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter einzufüllenden oder eingefüllten Spülflüssigkeit charakterisiert, andererseits wird ein Vergleichswert ermittelt, welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter zu entnehmenden oder entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert. Anschließend wird der Vergleichswert mit dem Referenzwert vergleichen und in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis wird ein Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter gesteuert. Die Steuerung des Reinigungsprogramms kann dabei den Startzeitpunkt des Reinigungsprogramms und/oder die Dauer des Reinigungsprogramms oder einzelner Reinigungsprogrammschritte und/oder den Programmablauf des Reinigungsprogramms oder einzelner Reinigungsprogrammschritte betreffen. Als Reinigungsprogramm können dabei Programme genutzt werden, wie sie beispielsweise in der WO 2010/ 010 012 A1 oder auch in der DE 10 2011 053 545 A1 beschrieben sind. Der Referenzwert und der Vergleichswert können dabei jeweils ein einzelner Messwert oder auch ein beliebig gebildeter Mittelwert einer Mehrzahl von Messwerten eines einzelnen oder auch mehrerer Sensoren sein.
  • Die Erfindung basiert auf der Grundidee, die Notwendigkeit einer Reinigung des Speicherbehälters nicht nur von der Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter entnommenen Flüssigkeit abhängig zu machen, sondern aus einem Vergleich der Schmutzbelastung beim Einfüllen und der Schmutzbelastung beim Entnehmen Rückschlüsse auf einen aktuellen Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters zu ziehen.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter dann vorgesehen, wenn der Vergleichswert von dem Referenzwert abweicht. Dieses Vorsehen eines Reinigungsprogramms kann darin bestehen, dass ein Reinigungsprogramm entweder unmittelbar gestartet wird, oder ein Startzeitpunkt für das Reinigungsprogramm festgelegt wird. Dabei geht man davon aus, dass jede Veränderung der Schmutzbelastung, die sich während der Verweilzeit der Spülflüssigkeit im Speicherbehälter ergibt, ein Indiz dafür ist, dass eine Reinigung des Speicherbehälters erforderlich oder zumindest sinnvoll ist. Nimmt nämlich die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit ab, ist also die entnommene Spülflüssigkeit sauberer als die eingefüllte, so ist davon auszugehen, dass sich der mit der Spülflüssigkeit eingebrachte Schmutz im Speicherbehälter abgesetzt hat. Nimmt hingegen die Schmutzbelastung zu, war also die eingefüllte Spülflüssigkeit sauberer als die entnommene, so lässt das zwei Interpretationen zu. Zum einen könnte der Speicherbehälter bereits so stark verschmutzt sein, dass die gespeicherte Spülflüssigkeit den Schmutz eingeweicht und sich dieser zumindest teilweise abgelöst hat. Zum anderen könnte die Schmutzbelastung aber auch durch Bakterien- oder Keimwachstum erhöht worden sein. Bei allen beschriebenen Szenarien ist aber eine Reinigung des Speicherbehälters zumindest sinnvoll. Unter dem „Vorsehen der Durchführung eines Reinigungsprogramms“ sei dabei und im Folgenden verstanden dass das Reinigungsprogramm entweder unmittelbar gestartet wird oder ein zukünftiger Startzeitpunkt für das Reinigungsprogramm festgelegt wird.
  • Um sicherzustellen, dass das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter wirklich nur im Bedarfsfall durchgeführt wird, so dass auf diese Weise auch Ressourcen so weit wie möglich geschont werden, ist es gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter dann vorzusehen, wenn der Vergleichswert um mehr als einen vorgegebenen ersten Toleranzwert über dem Referenzwert liegt. In ähnlicher Weise kann das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter auch dann durchgeführt werden, wenn der Vergleichswert um mehr als einen vorgegebenen zweiten Toleranzwert unter dem Referenzwert liegt. Auf diese Weise können Messtoleranzen oder auch ein noch tolerierbarer Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters berücksichtigt werden.
  • Die Berücksichtigung eines tolerierbaren Verschmutzungsgrades des Speicherbehälters kann auch dahingehend erfolgen, dass abhängig von der Abweichung des Vergleichswertes von dem Referenzwert, insbesondere abhängig von dem Betrag der Abweichung, der Startzeitpunkt des Reinigungsprogramms festgelegt wird. So könnte beispielsweise in Abhängigkeit vom Betrag der Abweichung festgelegt werden, nach wie vielen weiteren Spülzyklen das Reinigungsprogramm gestartet werden soll. Ist in einer Ablaufsteuerung der Geschirrspülmaschine für das Reinigungsprogramm ohnehin ein vorgegebenes Reinigungsintervall hinterlegt, so kann dieses in Abhängigkeit der Abweichung verändert, das heißt verlängert oder verkürzt werden. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, abhängig von der Abweichung des Vergleichswertes von dem Referenzwert, insbesondere abhängig von dem Betrag der Abweichung, eine Dauer des Reinigungsprogramms oder mindestens eines Teilschrittes des Reinigungsprogramms festzulegen. Auf diese Weise kann der aktuelle Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters auch hinsichtlich der Intensität des Reinigungsprogramms berücksichtigt werden. Hierzu kann auch der Programmablauf des Reinigungsprogramms oder einzelner Reinigungsprogrammschritte abhängig von der Abweichung des Vergleichswertes von dem Referenzwert, insbesondere abhängig von dem Betrag der Abweichung, festgelegt werden.
  • Um sicherzustellen, dass die Veränderungen in der Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit wirklich auf den Zustand des Speicherbehälters zurückzuführen sind, ist es vorteilhaft, den Referenzwert unmittelbar vor oder nach dem Befüllen des Speicherbehälters zu ermitteln. Aus demselben Grund ist es auch vorteilhaft, den Vergleichswert unmittelbar vor oder nach dem Entleeren des Speicherbehälters zu ermitteln. Sowohl der Referenzwert als auch der Vergleichswert können mit Hilfe mindestens eines Sensors, z.B. eines Trübungssensors oder eines Leitwertsensors, ermittelt werden. Der mindestens eine Sensor kann dabei innerhalb des Speicherbehälters angeordnet sein. Besonders vorteilhaft kann aber auch ein, häufig ohnehin vorhandener Sensor im Bereich des Spülbehälters, z.B. im Bereich eines Pumpentopfes, verwendet werden. Denkbar ist auch die Verwendung mehrerer Sensoren, z.B. eines Sensors in einer Zuleitung zum Speicherbehälter und eines zweiten Sensors in einer Ableitung aus dem Speicherbehälter.
  • Auf besonders einfache Weise kann der Vergleich des Vergleichswertes mit dem Referenzwert durch Differenzbildung erfolgen.
  • Um auch eine langsame aber kontinuierliche Verschmutzung des Speicherbehälters zuverlässig erkennen zu können, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, das Reinigungsprogramm auch in Abhängigkeit von mehreren zeitlich aufeinanderfolgend ermittelten Vergleichsergebnissen durchzuführen.
  • Konkret kann dies beispielsweise dadurch realisiert werden, dass der Vergleich des Vergleichswertes mit dem Referenzwert durch Differenzbildung erfolgt, die Differenzwerte von zeitlich aufeinanderfolgenden Vergleichen aufsummiert werden und das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter durchgeführt wird, wenn die Summe dieser Differenzwerte einen vorgegebenen Summengrenzwert übersteigt.
  • Werden der Referenzwert und der Vergleichswert während des Ablaufs des Reinigungsprogramms ermittelt, so erlaubt der Vergleich dieser Werte auch einen Rückschluss auf die Wirksamkeit des Reinigungsprogramms. Während zu Beginn des Reinigungsprogramms die einzufüllende oder eingefüllte Spülflüssigkeit eine geringere Schmutzbelastung aufweisen sollte als die zu entnehmende oder entnommene Spülflüssigkeit, sollte sich im Verlauf des Reinigungsprogramms die Abweichung sukzessive verringern. Tritt diese Verringerung nicht oder nicht in einem erwarteten Umfang ein, so kann das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter derart gesteuert werden, dass eine erhöhte Wirksamkeit erreicht wird. Denkbar ist beispielsweise eine Verlängerung oder Wiederholung des Reinigungsprogramms oder auch eine Weiterführung mit erhöhten Temperaturen. Hat man aus Referenz- und Vergleichswertermittlungen vor Beginn eines Reinigungsprogramms Informationen über den Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters zu Beginn des Reinigungsprogramms und hat man aus Referenz- und Vergleichswertermittlungen während des Ablaufs des Reinigungsprogramms Informationen über die Wirksamkeit des Reinigungsprogramms, so können aus diesen Informationen Rückschlüsse auf den Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters nach Ablauf des Reinigungsprogramms gezogen werden. Dieser Verschmutzungsgrad kann dann hinsichtlich der Steuerung des nächsten Reinigungsprogramms berücksichtigt werden. So kann z.B. für den Fall, dass auch nach dem Reinigungsprogramm noch ein relativ hoher, aber aktuell noch tolerierbarer Verschmutzungsgrad festgestellt wird, ein früherer Startzeitpunkt des nächsten Reinigungsprogramms festgelegt werden als für den Fall, dass nach dem Reinigungsprogramm eine vollständige oder nahezu vollständige Reinigung des Speicherbehälters(Verschmutzungsgrad nahezu Null) erkannt wird. Die Steuerung des Reinigungsprogramms kann somit in Abhängigkeit von Vergleichsergebnissen erfolgen, welche aus Referenzwerten und Vergleichswerten beruhen, welche außerhalb eines Reinigungsprogramms ermittel wurden und/oder in Abhängigkeit von Vergleichsergebnissen, welche aus Referenzwerten und Vergleichswerten beruhen, welche während des Ablaufs eines Reinigungsprogramms ermittel wurden.
  • Die Erfindung umfasst auch ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine oder eine Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter zum Speichern von Spülflüssigkeit, mit mindestens einer Sensoreinheit, welche z.B. einen Trübungssensor oder einen Leitwertsensor umfasst, zum Ermitteln eines Referenzwertes, welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter einzufüllenden oder eingefüllten Spülflüssigkeit charakterisiert, und eines Vergleichswertes, welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter zu entnehmenden oder entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert, mit einer Vergleichseinheit zum Vergleichen des Vergleichswertes mit dem Referenzwert und mit einer Ablaufsteuerung zum Steuern eines Reinigungsprogramms in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert.
  • Es zeigen jeweils in einer schematischen Prinzipskizze:
    • 1 eine erfindungsgemäße Haushaltsgeschirrspülmaschine und
    • 2 ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben einer Haushaltsgeschirrspülmaschine gemäß 1.
  • In den Figuren werden gleiche oder gleich wirkende Elemente oder Teile mit denselben Bezugszeichen versehen. Dabei sind nur diejenigen Bestandteile des Haushaltsgeräts mit Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung von Bedeutung sind. Selbstverständlich kann ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät aber auch weitere Teile oder Baugruppen umfassen.
  • 1 zeigt eine schematische Blockdarstellung eines wasserführenden Haushaltsgeräts 1' in Form einer Haushaltsgeschirrspülmaschine 1. Die Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 weist einen Spülbehälter 2 auf, in welchem zu reinigendes und anschließend zu trocknendes Spülgut wie zum Beispiel Töpfe, Geschirr, Gläser, Besteck usw. angeordnet werden kann. Zu diesem Zweck sind innerhalb des Spülbehälters 2 Geschirrkörbe 3, 4 zum Aufnehmen des Spülguts vorgesehen. Zur Beaufschlagung des Spülguts mit Spülflüssigkeit sind Sprüheinrichtungen, im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form von Sprüharmen 5 und 6 vorgesehen. Im Bodenbereich des Spülbehälters 2 ist ein Pumpentopf 7 mit einer nur schematisch angedeuteten Siebvorrichtung 8 vorgesehen. In diesem Pumpentopf 7 sammelt sich die Spülflüssigkeit und wird von dort mit Hilfe einer Umwälzpumpe 9 angesogen und über Zuleitungen 10 und 11 zu den Sprüharmen 5 bzw. 6 geleitet. Zum Aufheizen der Spülflüssigkeit ist der Umwälzpumpe 9 ein Heizelement 12 nachgeschaltet, welches beispielsweise als Durchlauferhitzer ausgestaltet sein kann.
  • Der Pumpentopf 7 ist außerdem an eine Frischwasser-Zuleitung 13 angeschlossen, über welche Frischwasser in den Pumpentopf 7 und damit in den Spülbehälter 2 eingespeist werden kann. Hierzu ist in der Frischwasser-Zuleitung 13 ein Zulaufventil 14 vorgesehen. An den Pumpentopf 7 ist schließlich auch noch eine Abwasserleitung 15 angeschlossen, in welcher eine Laugenpumpe 16 zum Abpumpen von Spülflüssigkeit aus dem Pumpentopf 7 und damit aus dem Spülbehälter 2 angeordnet ist.
  • Außerhalb des Spülbehälters 2 ist ein Speicherbehälter 17 angeordnet, welcher im gezeigten Ausführungsbeispiel nach Art eines Wärmetauschers thermisch mit einer Seitenwand 18 des Spülbehälters 2 gekoppelt ist. Spülflüssigkeit, welche nach Ausführung eines Teilprogrammschrittes eines Spülganges oder eines Spülzyklus nicht mehr benötigt wird, kann in den Speicherbehälter 17 eingeleitet und dort zwischengespeichert werden. Zu diesem Zweck ist der Umwälzpumpe 9 und dem Heizelement 12 eine, im dargestellten Ausführbeispiel als Drei-Wege-Schaltventil ausgeführte Wasserweiche 19 nachgeschaltet. Diese Wasserweiche 19 erlaubt es, die Spülflüssigkeit einerseits über die Zuleitungen 10 und/oder 11 zu den Sprüharmen 5 bzw. 6 zu leiten oder andererseits die Spülflüssigkeit über eine Verbindungsleitung 20 in den Speicherbehälter 17 zu leiten.
  • Zur Rückführung der im Speicherbehälter 17 zwischengespeicherten Spülflüssigkeit in den Spülbehälter 2 wird ein in der Verbindungsleitung 20 vorgesehenes Sperrventil 21 geöffnet und die Wasserweiche 19 derart verstellt, dass die im Speicherbehälter 17 gespeicherte Spülflüssigkeit teilweise oder ganz über die Verbindungsleitung 20 in den Pumpentopf 7 ablaufen kann. Die zwischengespeicherte Spülflüssigkeit kann bei dieser Ausgestaltung und Anordnung also insbesondere allein durch Schwerkraftwirkung in den Pumpentopfbereich des Spülbehälters 2 zurück strömen.
  • In dem oberen Bereich des Speicherbehälters 17 ist eine Be- und Entlüftungsöffnung 22 vorgesehen, welche, wie dargestellt, direkt oder auch unter Zwischenschaltung einer Leitung in den Spülbehälter 2 mündet.
  • Die steuer- und oder regelbaren Gerätekomponenten, wie Umwälzpumpe 9, Heizelement 12, Zulaufventil 14, Laugenpumpe 16, Wasserweiche 19 und Sperrventil 21 sind mit einer Steuereinheit 23 verbunden, welche zumindest eine Ablaufsteuerung 23a zur Steuerung des Programmablaufs der Geschirrspülmaschine 1 umfasst.
  • Im Laufe der Zeit kann es im Bereich des Speicherbehälters 17 zu Verunreinigungen kommen. Einerseits können sich Schmutzpartikel, welche mit der Spülflüssigkeit in den Speicherbehälter 17 eingebracht wurden, dort absetzen und andererseits kann es im Speicherbehälter 17 zu unerwünschtem Wachstum von Bakterien, Keimen oder dergleichen kommen. Aus diesem Grund ist es aus hygienischen Gründen, aber auch aus Gründen der Sicherstellung eines zufriedenstellenden Reinigungsergebnisses unerlässlich, den Speicherbehälter 17 regelmäßig zu reinigen.
  • Im Bereich des Pumpentopfes 7 ist eine Sensoreinheit 24, z.B. in Form eines Trübungssensors oder eines Leitwertsensors, angeordnet, welcher eine die Schmutzbelastung der im Pumpentopf 7 befindlichen Spülflüssigkeit erfasst. Diese Information kann einerseits bei der Steuerung des Programmablaufs der Geschirrspülmaschine 1 genutzt werden. Andererseits können die Messergebnisse der Sensoreinheit 24 aber auch dazu genutzt werden, die Notwendigkeit einer Reinigung des Speicherbehälters 17 zu erkennen.
  • Dazu wird in einem ersten Schritt S1 (vgl. 2) mit Hilfe der Sensoreinheit 24 ein Referenzwert RW ermittelt, welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter 17 einzufüllenden Spülflüssigkeit charakterisiert. Geht man beispielsweise davon aus, dass die am Ende eines Klarspülganges verfügbare Spülflüssigkeit zwischengespeichert werden soll, so könnte als Referenzwert RW die Trübung oder der Leitwert der Spülflüssigkeit am Ende des Klarspülganges dienen.
  • In einem zweiten Schritt S2 wird dann mit Hilfe der Sensoreinheit 24 ein Vergleichswert VW ermittelt, welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter 17 entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert. Geht man davon aus, dass die zwischengespeicherte Spülflüssigkeit aus dem vorangegangenen Klarspülgang für einen aktuellen Vorspülgang verwendet wird, so könnte als Vergleichswert VW die Trübung oder der Leitwert der Spülflüssigkeit zu Beginn des Vorspülganges dienen.
  • In dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Sensoreinheit 24 zum Ermitteln des Referenzwertes RW und des Vergleichswertes VW im Bereich des Pumpentopfes 7 angeordnet. Die Sensoreinheit 24 könnte aber auch an einer anderen geeigneten Stelle innerhalb der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 oder auch des Haushaltsgeräts 1' angeordnet sein. Letztendlich ist nur entscheidend, dass die Position der Sensoreinheit 24 geeignet ist, eine die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit charakterisierende Größe zuverlässig und möglichst exakt zu erfassen. Ist die Sensoreinheit 24, wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, außerhalb des Speicherbehälters 17 angeordnet, so wird die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit unmittelbar vor dem Befüllen des Speicherbehälters 17 bzw. unmittelbar nach dem Entleeren des Speicherbehälters 17 erfasst. Denkbar ist aber auch eine Sensoreinheit 24, welche sich innerhalb des Speicherbehälters 17 befindet und welche demzufolge die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit unmittelbar nach dem Befüllen des Speicherbehälters 17 bzw. unmittelbar vor dem Entleeren des Speicherbehälters 17 erfasst. Denkbar ist auch die Verwendung mehrerer Sensoreinheiten 24, welche auch an verschiedenen Stellen innerhalb der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 oder auch des Haushaltsgeräts 1' angeordnet sein können. Dann ist es auch möglich, zur Ermittlung des Referenzwertes RW und des Vergleichswertes VW unterschiedliche Sensoreinheiten zu verwenden.
  • Um Rückschlüsse auf den Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters ziehen zu können, wird in einem Schritt S3 der Vergleichswert VW mit dem Referenzwert RW, z.B. durch Differenzbildung, verglichen. Dieser Vergleich kann mit Hilfe einer Vergleichseinheit 23b durchgeführt werden, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel in die Steuereinheit 23 integriert ist, aber auch separat dazu ausgeführt sein kann. Sowohl der Referenzwert RW als auch der Vergleichswert VW können einzelne Messwerte der Sensoreinheit 24 oder auch Mittelwerte mehrerer Messwerte von einer oder mehreren Sensoreinheiten 24 sein. Entscheidend ist nur, dass der Referenzwert RW und der Vergleichswert VW insofern vergleichbar sind, dass ein Vergleich verlässliche Rückschlüsse auf die Veränderungen der Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit während der Verweildauer im Speicherbehälter 17 zulässt. Die Schritte S1 und S2 können auch während des Ablaufs des Reinigungsprogramms durchgeführt werden. In diesem Fall erlaubt der Vergleich dieser Werte im Schritt S3 einen Rückschluss auf die Wirksamkeit des Reinigungsprogramms. Auch diese Information kann bei der Steuerung des aktuellen oder eines darauffolgenden Reinigungsprogramms berücksichtigt werden. Oben angesprochene Verweildauer kann demnach die Verweildauer im Rahmen der Zwischenspeicherung der Spülflüssigkeit sein oder auch die Verweildauer im Rahmen des Reinigungsprogramms.
  • Abhängig von dem Ergebnis dieses Vergleiches kann dann ein Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter 17 gesteuert werden. Dazu wird in einem Schritt S4 zunächst entschieden, ob in einem Schritt S5 die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter 17 vorgesehen wird oder nicht. Das Reinigungsprogramm muss dabei nicht unmittelbar anschließend an den Vergleichsschritt S3 durchgeführt werden, sondern es kann auch ein Startzeitpunkt zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt im Laufe des aktuellen Spülganges oder auch nach Beendigung des aktuellen Spülganges erfolgen. So ist beispielsweise auch denkbar, dass in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis, insbesondere in Abhängigkeit von dem Ausmaß der Abweichung, eine Anzahl von Spülzyklen festgelegt wird, welche noch durchlaufen werden können bevor das Reinigungsprogramm gestartet werden muss. Der Startzeitpunkt kann also auch auf eine derartige indirekte Weise festgelegt werden. Alternativ oder zusätzlich zu dem Startzeitpunkt des Reinigungsprogramms kann die Steuerung des Reinigungsprogramms natürlich auch sonstige Parameter des Reinigungsprogramms, wie z.B. die Dauer des Reinigungsprogramms oder einzelner Teilschritte des Reinigungsprogramms, oder auch den Programmablauf des Reinigungsprogramms oder einzelner Reinigungsprogrammschritte beeinflussen.
  • Grundsätzlich können sich bei dem Vergleich des Vergleichswerts VW mit dem Referenzwert RW drei Ergebniskategorien ergeben.
    1. a) Die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit ist unverändert (VW = RW) In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Zwischenspeicherung im Speicherbehälter 19 keinerlei Einfluss auf die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit hatte. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass der aktuelle Verschmutzungsgrad des Speicherbehälters 17 keine Reinigung desselben notwendig macht.
    2. b) Die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit hat sich verringert (VW < RW) In diesem Fall ist die aus dem Speicherbehälter 17 entnommene Spülflüssigkeit sauberer als die eingefüllte Spülflüssigkeit. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass sich der mit der Spülflüssigkeit eingebrachte Schmutz im Speicherbehälter 17 abgesetzt hat. Eine Reinigung des Speicherbehälters 17 ist demzufolge sinnvoll.
    3. c) Die Schmutzbelastung der Spülflüssigkeit hat sich erhöht (VW > RW) In diesem Fall war die in den Speicherbehälter 17 eingefüllte Spülflüssigkeit sauberer als die entnommene und es sind grundsätzlich zwei Interpretationen möglich. Entweder ist der Speicherbehälter 17 bereits so stark verschmutzt, dass sich am Speicherbehälter 17 angelagerte Schmutzpartikel durch die Einwirkung der gespeicherten Spülflüssigkeit gelöst haben oder die Schmutzbelastung ist durch Bakterien- oder Keimwachstum während der Speicherung im Speicherbehälter 17 erhöht worden. In beiden Fällen ist eine Reinigung des Speicherbehälters 17 sinnvoll.
  • Demzufolge wird eine Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter immer dann vorgesehen oder eingeplant, wenn der Vergleichswert vom Referenzwert abweicht. Um auch Messtoleranzen in ausreichendem Maße zu berücksichtigen, sind ein erster Toleranzwert für Veränderungen der Schmutzbelastung nach oben und/oder ein zweiter Toleranzwert für Veränderungen der Schmutzbelastung nach unten festgelegt. Das führt im Ergebnis dazu, dass eine relevante Erhöhung der Schmutzbelastung nur dann diagnostiziert und demzufolge ein Reinigungsprogramm nur dann durchgeführt wird, wenn sich die Schmutzbelastung um mehr als den ersten Toleranzwert erhöht hat. Dementsprechend wird eine relevante Verringerung der Schmutzbelastung nur dann diagnostiziert und demzufolge ein Reinigungsprogramm nur dann durchgeführt, wenn sich die Schmutzbelastung um mehr als den zweiten Toleranzwert verringert hat. Der erste und der zweite Toleranzwert können dabei betragsmäßig gleich groß sein oder auch voneinander abweichen. Das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter 17 wird also nur dann ausgeführt, wenn der Vergleichswert VW um mehr als den vorgegebenen ersten Toleranzwert über dem Referenzwert oder um mehr als den vorgegebenen zweiten Toleranzwert unter dem Referenzwert liegt.
  • Denkbar ist es auch, mehrere zeitlich aufeinanderfolgend ermittelte Vergleichsergebnisse auszuwerten, so dass auch ein langsames, aber kontinuierliches Ansteigen des Verschmutzungsgrades des Speicherbehälters 17 zuverlässig erkannt wird. Erfolgt der Vergleich des Vergleichswertes VW mit dem Referenzwert RW durch Differenzbildung, so können beispielsweise die Differenzwerte von zeitlich aufeinanderfolgenden Vergleichen aufsummiert werden und das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter 17 wird durchgeführt, wenn die Summe dieser Differenzwerte einen vorgegebenen Summengrenzwert übersteigt.
  • Als Reinigungsprogramm kann grundsätzlich jedes Programm Verwendung finden, welches geeignet ist, Verschmutzungen des Speicherbehälters 17 zu beseitigen oder zumindest zu reduzieren. Üblicher Weise umfasst ein derartiges Reinigungsprogramm ein Spülen des Speicherbehälters 17 mit sauberem Wasser. Zur Unterstützung der Reinigungswirkung kann das Wasser mit Reinigungsmittel versetzt sein und/oder auf eine erhöhte Temperatur aufgeheizt sein. Geeignete Reinigungsprogramme sind beispielsweise aus der WO 2010/010012 A1 oder auch der DE 10 2011 053 545 A1 bekannt.
  • Die vorstehend erläuterten und/oder in abhängigen Ansprüchen wiedergegebenen Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können, außer in Fällen eindeutiger Abhängigkeiten oder Unvereinbarkeiten, einzeln oder auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
  • BEZUGSZEICHENLISTE
  • 1'
    Haushaltsgerät
    1
    Haushaltsgeschirrspülmaschine
    2
    Spülbehälter
    3, 4
    Geschirrkörbe
    5, 6
    Sprüharme
    7
    Pumpentopf
    8
    Siebvorrichtung
    9
    Umwälzpumpe
    10, 11
    Zuleitungen
    12
    Heizelement
    13
    Frischwasser-Zuleitung
    14
    Zulaufventil
    15
    Abwasserleitung
    16
    Laugenpumpe
    17
    Speicherbehälter
    18
    Seitenwand (des Spülbehälters)
    19
    Wasserweiche
    20
    Verbindungsleitung
    21
    Sperrventil
    22
    Be- und Entlüftungsöffnung (des Speicherbehälters)
    23
    Ablaufsteuerung
    24
    Sensoreinheit
    S1 - S5
    Verfahrensschritte
    RW
    Referenzwert
    VW
    Vergleichswert

Claims (15)

  1. Verfahren zum Betreiben eines wasserführenden Haushaltsgeräts (1'), insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine (1) oder einer Haushaltswaschmaschine, mit einem Speicherbehälter (17) zum Speichern von Spülflüssigkeit, mit den Schritten a) Ermitteln eines Referenzwertes (RW), welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter (17) einzufüllenden oder eingefüllten Spülflüssigkeit charakterisiert, b) Ermitteln eines Vergleichswertes (VW), welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter (17) zu entnehmenden oder entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert, c) Vergleichen des Vergleichswertes (VW) mit dem Referenzwert (RW) und d) Steuern eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) vorgesehen wird, wenn der Vergleichswert (VW) von dem Referenzwert (RW) abweicht.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) vorgesehen wird, wenn der Vergleichswert (VW) um mehr als einen vorgegebenen ersten Toleranzwert über dem Referenzwert (RW) liegt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) vorgesehen wird, wenn der Vergleichswert (VW) um mehr als einen vorgegebenen zweiten Toleranzwert unter dem Referenzwert (RW) liegt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein Startzeitpunkt des Reinigungsprogramms festgelegt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis eine Dauer des Reinigungsprogramms oder mindestens eines Teilschrittes des Reinigungsprogramms festgelegt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein Ablauf des Reinigungsprogramms oder mindestens eines Teilschrittes des Reinigungsprogramms festgelegt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzwert (RW) unmittelbar vor oder nach dem Befüllen des Speicherbehälters (17) ermittelt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleichswert (VW) unmittelbar vor oder nach dem Entleeren des Speicherbehälters (17) ermittelt wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte a) bis c) mehrfach durchgeführt werden und ein Reinigungsprogramm in Abhängigkeit von mehreren zeitlich aufeinanderfolgend ermittelten Vergleichsergebnissen durchgeführt wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Referenzwert (RW) und Vergleichswert (VW) die Trübung der Spülflotte oder der Leitwert der Spülflotte ermittelt werden.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich des Vergleichswertes (VW) mit dem Referenzwert (RW) durch Differenzbildung erfolgt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich des Vergleichswertes (VW) mit dem Referenzwert (RW) durch Differenzbildung erfolgt, die Differenzwerte von aufeinanderfolgenden Vergleichen aufsummiert werden und das Reinigungsprogramm für den Speicherbehälter (17) durchgeführt wird, wenn die Summe der Differenzwerte einen vorgegebenen Summengrenzwert übersteigt.
  14. Wasserführendes Haushaltsgerät (1'), insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine (1) oder Haushaltswaschmaschine, mit • einem Speicherbehälter (17) zum Speichern von Spülflüssigkeit, • mindestens einer Sensoreinheit (24) zum Ermitteln eines Referenzwertes (RW), welcher die Schmutzbelastung der in den Speicherbehälter (17) einzufüllenden oder eingefüllten Spülflüssigkeit charakterisiert, und eines Vergleichswertes (VW), welcher die Schmutzbelastung der aus dem Speicherbehälter (17) zu entnehmenden oder entnommenen Spülflüssigkeit charakterisiert, • einer Vergleichseinheit (23b) zum Vergleichen des Vergleichswertes (VW) mit dem Referenzwert (RW) und • einer Ablaufsteuerung (23a) zum Steuern eines Reinigungsprogramms für den Speicherbehälter (17) in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis.
  15. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (24) einen Trübungssensor oder einen Leitwertsensor umfasst.
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