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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bedienung von Fahrzeugfunktionen.
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In aktuellen Kraftfahrzeugen existiert in der Regel eine Vielzahl von Fahrzeugfunktionen, die z.B. durch einen Fahrzeugführer oder einen weiteren Fahrzeuginsassen bedienbar sind.
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Die
DE 100 31 982 A1 beschreibt ein Bedienverfahren in einem Fahrzeug, wobei ein Bedienelement berührt und/oder gedrückt wird und wobei nach dem Berühren und/oder Drücken eine akustische Rückmeldung über die Bedeutung des Bedienelements gegeben wird.
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Die
DE 10 2010 008 355 A1 offenbart ein Verfahren zum Unterstützen eines Nutzers eines Fahrzeugs beim Bedienen von Fahrzeugfunktionen, bei dem eine gewünschte Funktion einer Einrichtung des Fahrzeugs ausgewählt wird und dem Nutzer im Fahrzeug akustisch zurückgemeldet wird. Darüber hinaus wird der nächste Bedienschritt erläutert, der zu der gewünschten Funktion führt. Die Betätigung eines Bedienelements zum Ausführen des zuvor erläuterten Bedienschritts wird erfasst und das zu der Betätigung gehörige Steuersignal wird erzeugt. Hierbei werden die Verfahrensschritte so oft wiederholt, bis die gewünschte Funktion erreicht wurde, wobei bei zumindest einem Bedienschritt der Zustand von zumindest einer Fahrzeugeinrichtung erfasst wird und die akustische Erläuterung dieses Bedienschritts in Abhängigkeit von dem erfassten Zustand dieser Fahrzeugeinrichtung erfolgt. In dieser Druckschrift wird ausschließlich eine Erläuterung eines zukünftigen Bedienschritts offenbart.
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Die
DE 10 2011 101 015 A1 offenbart ein Verfahren zur Information eines Nutzers eines Geräts mit einem Anzeigen einer von einem Zustand des Geräts abhängigen Ausgabe mittels einer Anzeigeeinheit. Die Druckschrift offenbart, dass einem Nutzer Fehlermeldungen, Hinweise, Bedienrückmeldungen visuell und/oder akustisch zur Verfügung gestellt werden können. Die Druckschrift offenbart allerdings keine konkrete Ausgestaltung einer Bedienrückmeldung.
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Die
DE 10 2007 008 835 A1 offenbart ein Verfahren zur Informationsausgabe und/oder Hilfestellung für den Benutzer eines Kraftfahrzeugs, umfassend mindestens eine Ausgabeeinheit zur Ausgabe von Informationen, mindestens eine Erfassungseinheit zum Erfassen von Statusdaten bezüglich von Fahrzeugkomponenten und/oder Daten bezüglich einer Fahr- und/oder Fahrersituation. Weiter wird mindestens eine Auswerteeinheit zum Auswerten und Interpretieren der von der Erfassungseinheit erfassten Daten und mindestens eine Erklärungseinheit zum Auswählen und Bereitstellen von Informationen und/oder Hilfestellungen für den Benutzer in Abhängigkeit der von der Auswerteeinheit ausgewerteten und interpretierten Daten gelehrt. Weiter wird zur Präsentation der ausgegebenen Information mindestens eine aus einer Mehrzahl von verfügbaren Arten der Informationsausgabe in Abhängigkeit der Fahrsituation und/oder des Benutzerwunsches ausgewählt und eingesetzt. Weiter erfolgt die Bereitstellung und Ausgabe der Information selbsttätig in Abhängigkeit einer Fahrsituation und/oder eines vom Benutzer und/oder von der Erklärungseinheit festgelegten Zeitpunkts. Die Druckschrift offenbart auch eine akustische Ausgabe zur Präsentation von Informationen bzw. Inhalten. Weiter lehrt die Druckschrift, dass ein Fahrer im Informationsmodus sich während einer Betätigung von Bedienelementen beispielsweise Erläuterungen ausgeben lassen kann, die ihn die mit der Betätigung ausgelöste Funktion erklären oder weitere Anweisungen geben, wie mit der Bedienung fortzufahren ist. Auch offenbart ist eine Lernfunktion, bei der für einen Benutzer durch aktives Befolgen von mittels der Erklärungseinheit bereitgestellten Anweisungen das Bedienen mindestens einer Fahrzeugfunktion erlernbar ist. Im Rahmen dieser Lernfunktion erhält der Fahrer in Abhängigkeit der von ihm durchgeführten Handlungen von der Erklärungseinheit mindestens eine positive oder negative Rückmeldung.
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Durch das Auslösen einer Fahrzeugfunktion soll in der Regel ein gewünschter Soll-Fahrzeugzustand erreicht werden, beispielsweise eine gewünschte Innenraumtemperatur. Stellt sich der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand jedoch nicht sofort oder nach einer kurzen Zeitdauer ein, so kann dies zur Verwirrung eines Nutzers, z.B. eines Fahrzeugführers bzw. eines Fahrzeuginsassens, führen. Aufgrund dieser Verwirrung kann bei dem Nutzer das Gefühl eines weiter notwendigen Bedienbedarfs erzeugt werden. Beispielsweise kann der Nutzer die Fahrzeugfunktion erneut auslösen, auch wenn dies nicht zu einem schnelleren Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands führt. Auch kann der Nutzer versuchen, das Nicht-Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands nachzuvollziehen, beispielsweise durch Abfrage von Fahrzeuginformationen.
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Beides führt zu einem erhöhten Zeitbedarf beim Bedienen der Fahrzeugfunktion für den Nutzer, da für den Nutzer ein Bedienvorgang erst beendet ist, falls sichergestellt ist, dass der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand erreicht ist oder zumindest die zum Erreichen notwendigen Operationen bzw. Funktionen durchgeführt werden.
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Es stellt sich daher das technische Problem, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur verbesserten Bedienung von Fahrzeugfunktionen zu schaffen, welche einen Zeitbedarf bei der Bedienung reduzieren.
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Vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Bedienung von Fahrzeugfunktionen. Das vorgeschlagene Verfahren kann auch als ein Verfahren zum Unterstützen eines Nutzers eines Fahrzeugs beim Bedienen von Fahrzeugfunktionen bezeichnet werden. Ein Nutzer kann beispielsweise ein Fahrzeugführer oder ein weiterer Fahrzeuginsasse sein.
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Hierbei ist ein Soll-Fahrzeugzustand vorgegeben oder wird vorgegeben. Ist ein Soll-Fahrzeugzustand vorgegeben, so kann dieser beispielsweise in einer Speichereinrichtung gespeichert sein. Wird ein Soll-Fahrzeugzustand vorgegeben, so kann dies beispielsweise über eine Eingabeeinrichtung erfolgen. Eine Eingabeeinrichtung umfasst hierbei alle Einrichtungen, mittels derer ein Nutzer Informationen, beispielsweise Eingabeparameter, an eine Auswerte- und/oder Steuereinrichtung des Fahrzeugs übermitteln kann. Die Eingabeeinrichtung kann beispielsweise eine haptisch bedienbare Eingabeeinrichtung, eine optisch bedienbare Eingabeeinrichtung, eine akustisch bedienbare Eingabeeinrichtung oder eine weitere Eingabeeinrichtung sein. Der Begriff Eingabeeinrichtung umfasst somit z.B. eine Drucktaste, einen Dreh-Drück-Knopf, ein Touchscreen, eine Tastatur, eine Maus, eine Bilderfassungseinrichtung, eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung akustischer Signale und weitere Eingabeeinrichtungen.
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Ein Soll-Fahrzeugzustand kann beispielsweise durch mindestens eine Soll-Zustandsgröße des Soll-Fahrzeugzustands charakterisiert sein. Eine Soll-Zustandsgröße kann beispielsweise eine physikalische Größe sein, beispielsweise eine Temperatur. Selbstverständlich kann der Soll-Fahrzeugzustand auch durch mehrere Soll-Zustandsgrößen charakterisiert sein. Auch kann eine Soll-Zustandsgröße eine Zustandsgröße eines Aktors des Fahrzeugs oder einer Erfassungseinrichtung, beispielsweise eines Sensors, des Fahrzeugs sein.
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Eine Soll-Zustandsgröße kann hierbei unmittelbar durch den Nutzer vorgegeben werden oder in Abhängigkeit von einer durch den Nutzer unmittelbar vorgegebenen Zustandsgröße bestimmt werden.
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Weiter wird eine Fahrzeugfunktion zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands ausgelöst. Die Fahrzeugfunktion kann hierbei ebenfalls mittels einer Eingabeeinrichtung ausgelöst werden. Diese Eingabeeinrichtung zum Auslösen der Fahrzeugfunktion kann entsprechend den vorher getätigten Ausführungen zur Eingabeeinrichtung ausgebildet sein. Auslösen bedeutet hierbei, dass zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands notwendige operative Schritte eingeleitet werden. Somit ist beim oder unmittelbar nach dem Auslösen der Fahrzeugfunktion der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand nicht zwingend erreicht. Beispielsweise kann ein Auslösesignal an eine Auswerte- und/oder Steuereinrichtung des Fahrzeugs übertragen werden, wobei die Auswerte- und/oder Steuereinrichtung des Fahrzeugs ein Steuersignal für mindestens eine aktiv steuerbare Einrichtung des Fahrzeugs in Abhängigkeit des Auslösesignals, des Soll-Fahrzeugzustands und des nachfolgend näher erläuterten Ist-Fahrzeugzustands erzeugen kann. Hierbei kann das Vorgeben eines Soll-Fahrzeugzustands gleichzeitig zum Auslösen der Fahrzeugfunktion führen. Beispielsweise kann durch Vorgabe einer Soll-Innenraumtemperatur eine Fahrzeugfunktion zum Aufwärmen des Innenraums ausgelöst werden. Hierzu können beispielsweise Steuersignale für mindestens eine Heizeinrichtung und/oder zur Einstellung einer Lüftungs-Ausblastemperatur erzeugt werden.
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Weiter wird ein Ist-Fahrzeugzustand bestimmt oder erfasst. Der Ist-Fahrzeugzustand kann hierbei ebenfalls in vorteilhafter Weise über mindestens eine Ist-Zustandsgröße charakterisiert sein. Hierbei kann die mindestens eine Ist-Zustandsgröße zu der mindestens einen Soll-Zustandsgröße korrespondieren. Die mindestens eine Soll-Zustandsgröße und die mindestens eine Ist-Zustandsgröße können quantitativ erfasst oder bestimmt werden.
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Die Soll-Zustandsgröße und die Ist-Zustandsgröße kann beispielsweise eine Fahrzeuginnenraumtemperatur oder Sitzheizungsstufe angeben.
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Der Ist-Fahrzeugzustand kann hierbei unmittelbar sensorgestützt erfasst werden oder in Abhängigkeit von unmittelbar sensorgestützt erfassten Zustandsgrößen bestimmt werden. So ist es beispielsweise möglich, eine Ist-Zustandsgröße mittels einer entsprechenden Erfassungseinrichtung, die auch als Sensor bezeichnet werden kann, zu erfassen oder in Abhängigkeit einer unmittelbar erfassten Ist-Zustandsgröße zu bestimmen.
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Erfindungsgemäß wird zeitlich nach dem Auslösen ein Vergleich des Soll-Fahrzeugzustands mit dem Ist-Fahrzeugzustand durchgeführt. Hierzu kann beispielsweise ein Vergleich der mindestens einen Soll-Zustandsgröße mit einer korrespondierenden Ist-Zustandsgröße durchgeführt werden, beispielsweise durch eine Differenzbildung.
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Weiter wird ein akustisches Ausgabesignal erzeugt, falls der Ist-Fahrzeugzustand vom Soll-Fahrzeugzustand um mehr als ein vorbestimmtes Maß abweicht. Das vorbestimmte Maß kann hierbei insbesondere in Abhängigkeit von vorbestimmten oder, insbesondere nutzerspezifisch, eingestellten Toleranzen bestimmt werden. Insbesondere kann das vorbestimmte Maß auch zu Null bestimmt werden, wobei das akustische Ausgabesignal somit erzeugt wird, falls der Ist-Fahrzeugzustand vom Soll-Fahrzeugzustand abweicht.
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Das akustische Ausgabesignal kann mittels einer akustischen Ausgabeeinrichtung erzeugt werden. Diese kann derart angeordnet und/oder ausgebildet sein, dass ein im Fahrzeug sitzender Nutzer das akustische Signal erfassen kann.
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Somit erfolgt in vorteilhafter Weise eine akustische Rückmeldung, insbesondere eine Sprachrückmeldung, nach dem Auslösen der Fahrzeugfunktion, falls der Ist-Fahrzeugstand (noch) nicht dem gewünschten Soll-Fahrzeugzustand entspricht.
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Selbstverständlich kann ein akustisches Ausgabesignal aber auch dann erzeugt werden, falls der Ist-Fahrzeugzustand vom Soll-Fahrzeugzustand nicht mehr als das vorbestimmte Maß abweicht.
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Die akustische Rückmeldung bildet in vorteilhafter Weise eine Bestätigung für den Nutzer, dass der Auslösevorgang erfolgreich und die zum Erreichen des gewünschten Soll-Fahrzeugzustands notwendigen operativen Schritte eingeleitet sind, auch wenn dieser noch nicht erreicht ist. Auch ergibt sich vorteilhaft, dass der Nutzer nach Auslösen informiert wird, wenn zwar der Auslösevorgang erfolgreich war, der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand aber nicht oder nicht in einer erwarteten Zeit erreicht werden kann. Somit wird der Bedienvorgang in vorteilhafter Weise beschleunigt, da auf Nutzerseite kein weiterer oder erneuter Bedienbedarf besteht. Weiter ermöglicht die akustische Rückkopplung eine einfache Erfassbarkeit, die insbesondere eine Ablenkung von einem Verkehrsgeschehen und somit auch ein Unfallrisiko minimiert. Weiter bietet sich der Vorteil, dass akustische Rückmeldungen leicht verständlich und intuitiv erfassbar sind.
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Das vorgeschlagene Verfahren ist hierbei in vorteilhafter Weise an einen Einsatz im Fahrzeug, insbesondere im Fahrbetrieb des Fahrzeugs, angepasst.
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In einer weiteren Ausführungsform wird der Ist-Fahrzeugzustand erst nach einer vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer nach Auslösen der mindestens einen Fahrzeugfunktion erfasst. Alternativ oder kumulativ wird der Vergleich erst nach der vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer nach Auslösen der mindestens einen Fahrzeugfunktion durchgeführt. Somit ist es also möglich, den Ist-Fahrzeugzustand kontinuierlich oder mit einer gewünschten (hohen) Abtastrate zu erfassen. Der Vergleich wird jedoch erst nach einer vorbestimmten Zeitdauer durchgeführt. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass gegebenenfalls in der vorbestimmten Zeitdauer der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand bereits erreicht und somit ein akustisches Ausgabesignal nicht zwingend erzeugt werden muss. Auch kann hierdurch in vorteilhafter Weise eine Adaption des vorgeschlagenen Verfahrens an nutzerspezifische Erwartungen erfolgen, da ein Nutzer z.B. gewohnt ist, dass bestimmte Fahrzeugfunktionen zum Erreichen eines gewünschten Soll-Fahrzeugzustands eine Zeitdauer benötigen, die kleiner als oder gleich der vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer ist.
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Eine funktionsspezifische Zeitdauer kann hierbei insbesondere in Abhängigkeit einer Anzahl und Zeitdauer der durch die Fahrzeugfunktion durchzuführenden operativen Schritte zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands bestimmt werden. Auch kann die Bestimmung abhängig von einer Quantität einer Soll-Zustandsgröße oder einer Quantität einer Abweichung zwischen dem der Soll-Zustandsgröße und der Ist-Zustandsgröße erfolgen.
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In einer weiteren Ausführungsform wird eine Erreichbarkeit des Soll-Fahrzeugzustands geprüft.
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Das akustische Signal wird erzeugt, falls der Soll-Fahrzeugzustand nach einer weiteren vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer nicht erreichbar ist. Hierbei kann das akustische Signal insbesondere nur dann erzeugt werden, falls sowohl die vorhergehend erläuterte Abweichung zwischen dem Ist-Fahrzeugzustand und dem Soll-Fahrzeugzustand vorliegt und der Soll-Fahrzeugzustand nach der weiteren vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer nicht erreichbar ist. Alternativ kann ein erstes akustisches Signal erzeugt werden, falls die vorhergehend erläuterte Abweichung zwischen dem Ist-Fahrzeugzustand und dem Soll-Fahrzeugzustand vorliegt, und ein weiteres akustisches Signal erzeugt werden, falls der Soll-Fahrzeugzustand nach der weiteren vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer nicht erreichbar ist. Mittels des akustischen Ausgabesignals oder des weiteren akustischen Signals kann mindestens eine Information zu der Nicht-Erreichbarkeit des Soll-Fahrzeugzustands ausgegeben werden.
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Nicht erreichbar kann insbesondere bedeuten, dass kein operativer Schritt oder keine Sequenz aus operativen Schritten durchführbar oder zulässig durchführbar ist, durch den/die der Soll-Fahrzeugzustand aus dem Ist-Fahrzeugzustand in der weiteren vorbestimmten Zeitdauer erreicht werden kann. Die weitere vorbestimmte funktionsspezifische Zeitdauer kann z.B. nutzerspezifisch eingestellt werden oder fest parametrisiert sein.
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Die Erreichbarkeit des Soll-Fahrzeugzustands kann beispielsweise in Abhängigkeit des Soll-Fahrzeugzustands und des Ist-Fahrzeugzustands bestimmt werden. Weiter können Eigenschaften von mindestens einer Einrichtung zur Veränderung des Ist-Fahrzeugzustands berücksichtigt werden. Selbstverständlich können auch noch weitere Informationen, insbesondere sensorgestützt erfasste Informationen, zur Bestimmung der Erreichbarkeit verwendet werden. Wie nachfolgend näher erläutert, kann die Erreichbarkeit in Abhängigkeit eines Fahrzeugfunktionsmodells geprüft werden.
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Beispielsweise kann eine Soll-Temperatur für einen Fahrzeuginnenraum in einem Fahrzeug auf 20°C vorgegeben und eine entsprechende Heizfunktion ausgelöst werden. Eine Ist-Temperatur ist hierbei niedriger als 20° C. Weiter kann erfasst werden, dass die verfügbare Energie vollständig für von der Heizfunktion verschiedene Funktionen verwendet wird, beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionen. In einem Elektrofahrzeug kann die verfügbare Energie beispielsweise auch vollständig für den Antrieb des Fahrzeugs verwendet werden. Somit kann bestimmt werden, dass nicht genügend, insbesondere keine, Energie verfügbar ist, um die Heizfunktion derart durchzuführen, dass die Soll-Temperatur erreicht wird, insbesondere in einer hierfür weiteren vorbestimmten funktionsspezifischen Zeitdauer. In diesem Fall kann ein das akustische Signal oder ein weiteren akustisches Signal erzeugt werden.
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Bei einer solchen Ausführungsform ergibt sich besonders vorteilhaft, dass der Nutzer nach dem Auslösen informiert wird, wenn zwar der Auslösevorgang erfolgreich war, der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand aber nicht oder nicht in einer erwarteten Zeit erreicht werden kann.
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In einer weiteren Ausführungsform wird mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information zu der Abweichung des Ist-Fahrzeugzustands vom Soll-Fahrzeugzustand ausgegeben. Beispielsweise kann ein quantitatives Maß der Abweichung ausgegeben werden. So ist es z.B. denkbar, dass ein Wert einer Differenz zwischen der Soll-Zustandsgröße und einer korrespondierenden Ist-Zustandsgröße ausgegeben wird. Allerdings umfasst die Ausgabe mindestens einer Information zur Abweichung auch die Ausgabe der Information, dass eine Abweichung vorliegt bzw. der Soll-Fahrzeugzustand noch nicht erreicht ist.
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Hierdurch erfolgt in vorteilhafter Weise eine einfach erfassbare Information für einen Nutzer, insbesondere einen Fahrzeugführer oder Fahrzeuginsassen. Hierdurch sinkt der vorhergehend erläuterte Zeitaufwand bei der Bedienung, da der Nutzer nicht veranlasst wird, ein erneutes Auslösen bzw. eine Kontrolle über die Fahrzeugfunktion vorzunehmen.
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In einer weiteren Ausführungsform wird mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information über den Ist-Zustand ausgegeben. Beispielsweise kann ein quantitatives Maß des Ist-Zustands ausgegeben werden. So ist es z.B. denkbar, dass ein quantitativer Wert einer Ist-Zustandsgröße ausgegeben wird. Dies kann einmalig oder wiederholt, insbesondere mit einer vorbestimmten Wiederholrate, erfolgen. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise ein Informationsgehalt des akustischen Ausgabesignals vergrößert, wodurch die Bedienung weiter vereinfacht wird, da die Notwendigkeit einer erneuten Bedienung für den Nutzer weiter reduziert wird.
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In einer weiteren Ausführungsform wird mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information über einen ursächlichen Zustand für die Abweichung oder über einen ursächlichen Zustand für den Ist-Zustand ausgegeben. Hierdurch wird der Nutzer also darüber informiert, aus welchem Grund sich der gewünschte Soll-Fahrzeugzustand (noch) nicht eingestellt hat. Auch ein ursächlicher Zustand kann durch mindestens eine Zustandsgröße charakterisiert sein.
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Hierdurch wird in vorteilhafter Weise ein Informationsgehalt des akustischen Ausgabesignals weiter erhöht, wodurch die Bedienung weiter vereinfacht wird, da die Notwendigkeit einer erneuten Bedienung für den Nutzer weiter reduziert wird. Insbesondere wird ein für den Einsatz im Fahrzeug besonders geeignetes Verfahren zur Bedienung von Fahrzeugfunktionen geschaffen.
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In einer weiteren Ausführungsform wird mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information über eine Zeitdauer bis zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands ausgegeben. Die Zeitdauer kann hierbei beispielsweise in Abhängigkeit des Soll-Fahrzeugzustands und des Ist-Fahrzeugzustands bestimmt werden. Weiter können Eigenschaften von mindestens einer Einrichtung zur Veränderung des Ist-Fahrzeugzustands berücksichtigt werden. Selbstverständlich können noch weitere Informationen, insbesondere sensorgestützt erfasste Informationen, zur Bestimmung der Zeitdauer verwendet werden.
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Die Bestimmung der Zeitdauer umfasst selbstverständlich auch den Fall, dass der Soll-Fahrzeugzustand nicht oder nicht in der vorhergehend erläuterten weiteren vorbestimmten Zeitdauer erreichbar ist. Ist der Soll-Fahrzeugzustand nicht oder nicht in der vorhergehend erläuterten weiteren vorbestimmten Zeitdauer erreichbar, so kann mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information zu der Nicht-Erreichbarkeit des Soll-Fahrzeugzustands ausgegeben werden.
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Hierdurch steigt in vorteilhafter Weise wiederum der Informationsgehalt des akustischen Ausgabesignals, wodurch eine Veranlassung für eine erneute Interaktion des Nutzers mit dem Fahrzeug reduziert werden kann. Somit wird auch durch die Ausgabe einer Information über eine Zeitdauer die Anpassung des vorgeschlagenen Verfahrens an einen Einsatz im Fahrzeug, insbesondere im Fahrbetrieb des Fahrzeugs, verbessert.
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In einer weiteren Ausführungsform wird mittels des akustischen Ausgabesignals mindestens eine Information über ein beschleunigtes Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands ausgegeben. Beispielsweise kann eine Information über mindestens eine weitere Fahrzeugfunktion ausgegeben werden, deren Auslösen zum beschleunigten Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands führen kann. Beispielsweise können einem Soll-Fahrzeugzustand mehrere vorbestimmte Fahrzeugfunktionen zugeordnet sein, durch deren Aus- oder Durchführung der Soll-Fahrzeugzustand, insbesondere die mindestens eine Soll-Zustandsgröße, eingestellt werden kann. Diese mehreren Funktionen können beispielsweise mit einer vorbestimmten Priorisierung priorisiert sein. Dem Nutzer kann dann z.B. die aktuell noch nicht ausgelöste Fahrzeugfunktion mit der höchsten Priorität mittels des akustischen Ausgabesignals ausgegeben werden.
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Auch hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine Eignung des Verfahrens zur Durchführung insbesondere im Fahrbetrieb, des Fahrzeugs verbessert.
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In einer weiteren Ausführungsform wird die Erreichbarkeit des Soll-Fahrzeugzustands und/oder der ursächliche Zustand und/oder die Zeitdauer und/oder die Information über das beschleunigte Erreichen in Abhängigkeit mindestens eines Fahrzeugfunktionsmodells bestimmt, wobei das Fahrzeugfunktionsmodell einen Zusammenhang zwischen mindestens einer Zustandsgröße des Soll-Fahrzeugzustands und mindestens einer Zustandsgröße des Fahrzeugs und/oder mindestens einer Zustandsgröße einer Fahrzeugumgebung repräsentiert. Insbesondere kann das Fahrzeugmodell auch einen Zusammenhang zwischen der mindestens einen Zustandsgröße des Soll-Fahrzeugzustands und mindestens einer einstellbaren Größe des Fahrzeugs, beispielsweise einer Heizleistung einer Heizeinrichtung, repräsentieren. Das Fahrzeugfunktionsmodell kann hierbei die Bestimmung, insbesondere eines zeitlichen Verlaufs, einer Zustandsgröße in Abhängigkeit, insbesondere eines zeitlichen Verlaufs, mindestens einer weiteren Zustandsgröße ermöglichen. Unter einer Zustandsgröße der Fahrzeugumgebung kann jede fahrzeugexterne Zustandsgröße verstanden werden.
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Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise eine möglichst genaue Bestimmung der akustisch ausgegebenen Informationen, was wiederum zu einer verbesserten Information des Nutzers führt und somit die Eignung des vorgeschlagenen Verfahrens zum Einsatz insbesondere in einem Fahrbetrieb des Fahrzeugs weiter erhöht.
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In einer weiteren Ausführungsform ist ein Informationsgehalt des akustischen Signals einstellbar. Insbesondere kann z.B. ein Nutzer einstellen, ob mittels des akustischen Signals eine Information zu der Abweichung und/oder eine Information über den Ist-Zustand und/oder eine Information über einen ursächlichen Zustand und/oder eine Information über eine Zeitdauer bis zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands und/oder eine Information zu weiteren Bedienschritten ausgegeben werden soll. Auch kann eine Information zu weiteren Bedienschritten, beispielsweise zu zueinander alternativen oder zu optionalen Bedienschritten, ausgegebenen werden. Auch kann eine Information zur Nicht-Erreichbarkeit oder einer zu langen Dauer bis zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands ausgegeben werden.
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Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Weise ein benutzerspezifisch einstellbares Verfahren.
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Weiter vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Bedienung von Fahrzeugfunktionen. Insbesondere dient die Vorrichtung zum Unterstützen eines Nutzers bei der Bedienung von Fahrzeugfunktionen. Die Vorrichtung umfasst mindestens eine Eingabeeinrichtung zum Auslösen einer Fahrzeugfunktion, mindestens eine Bestimmungseinrichtung zur Bestimmung eines Ist-Fahrzeugzustands, mindestens eine Auswerteeinrichtung und mindestens eine akustische Ausgabeeinrichtung.
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Weiter ist ein Soll-Fahrzeugzustand vorgegeben oder vorgebbar. Der Soll-Fahrzeugzustand kann beispielsweise mittels einer geeigneten Eingabeeinrichtung vorgebbar sein.
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Weiter ist mittels der mindestens einen Eingabeeinrichtung zum Auslösen einer Fahrzeugfunktion eine Fahrzeugfunktion zum Erreichen des Soll-Fahrzeugzustands auslösbar. Weiter ist mittels der mindestens einen Bestimmungseinrichtung zur Bestimmung eines Ist-Fahrzeugzustands ein Ist-Fahrzeugzustand bestimmbar. Die Bestimmungseinrichtung kann beispielsweise als Erfassungseinrichtung ausgebildet sein.
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Erfindungsgemäß ist mittels der mindestens einen Auswerteeinrichtung nach dem Auslösen ein Vergleich des Soll-Fahrzeugzustands mit dem Ist-Fahrzeugzustand durchführbar, wobei mittels der mindestens einen akustischen Ausgabeeinrichtung ein akustisches Ausgabesignal erzeugbar ist, falls der Ist-Fahrzeugzustand vom Soll-Fahrzeugzustand um mehr als ein vorbestimmtes Maß abweicht.
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Die Vorrichtung ermöglicht somit in vorteilhafter Weise die Durchführung eines der vorhergehend erläuterten Verfahren. Insbesondere ist die Vorrichtung derart ausgebildet, dass eines der vorhergehend erläuterten Verfahren durchführbar ist.
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Die Erfindung wird anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Figuren zeigen:
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1 ein schematisches Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens und
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2 ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Nachfolgend bezeichnen gleiche Bezugszeichen Elemente mit gleichen oder ähnlichen technischen Merkmalen.
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In 1 ist ein schematisches Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens 1 dargestellt. In einem ersten Schritt S1 wird als Zustandsgröße eines Soll-Fahrzeugzustands eine Soll-Temperatur eines Fahrzeuginnenraums vorgegeben. Dies kann beispielsweise durch Betätigung einer ersten Eingabeeinrichtung 2 (siehe 2) erfolgen.
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In einem zweiten Schritt S2 wird eine Heizfunktion zum Erreichen der Soll-Temperatur von beispielsweise 25° ausgelöst. Dies kann beispielsweise durch Betätigung einer weiteren Eingabeeinrichtung 3 (siehe 2) erfolgen.
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In einem dritten Schritt S3 wird als Zustandsgröße eines Ist-Fahrzeugzustands eine Ist-Temperatur des Fahrzeuginnenraums (nicht dargestellt) erfasst. Dies kann beispielsweise durch einen Sensor 4 (siehe 2) erfolgen.
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Eine Anzeigeeinrichtung 5 (siehe 2) kann beispielsweise die Soll-Temperatur anzeigen. Ebenfalls kann eine Außentemperatur von beispielsweise –5° angezeigt werden, die als Zustandsgröße einer Fahrzeugumgebung mittels eines weiteren Sensors 6 erfasst wird. Auch kann eine Ist-Temperatur eines Motors, beispielsweise 0°, auf der Anzeigeeinrichtung 5 angezeigt werden, wobei die Ist-Temperatur des Motors als Zustandsgröße des Fahrzeugs mittels eines weiteren Sensors 7 erfasst wird.
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In bisherigen Verfahren war es nur für einen Nutzer mit gutem technischem Verständnis möglich, die Folgerung zu ziehen, dass aufgrund der niedrigen Temperatur des Motors die gewünschte Soll-Temperatur nicht erreicht werden kann, da Luft zum Wärmen des Innenraums nicht durch den Motor erwärmt werden kann.
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In einem vierten Schritt S4, der zeitlich nach dem Auslösen der Fahrzeugfunktion liegt, wird die Soll-Temperatur mit der Ist-Temperatur verglichen. Hierbei kann die quantitative Differenz von beispielsweise 30° bestimmt werden.
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In einem fünften Schritt S5 wird ein akustisches Ausgabesignal aA erzeugt, beispielsweise durch einen Lautsprecher 8 (siehe 2).
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Mittels des akustischen Ausgabesignals aA wird z.B. die Information ausgegeben, dass eine gewünschte Innenraumtemperatur von 25° noch nicht erreicht ist. Dies entspricht einem ersten Niveau eines Informationsgehalts des akustischen Ausgabesignals aA.
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Zusätzlich kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA mindestens eine Information über einen ursächlichen Zustand für die Abweichung ausgegeben werden, beispielsweise dass die gewünschte Innenraumtemperatur von 25° nicht erreicht werden kann, weil der Motor aufgrund der Außentemperatur von –5° noch zu kalt ist. Dies entspricht einem zweiten Niveau des Informationsgehalts.
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Zusätzlich kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA mindestens eine Information über eine Zeitdauer bis zum Erreichen der Soll-Temperatur oder bis zum Erreichen eines Zwischenzustands ausgegeben werden, wobei sich im Zwischenzustand der Ist-Fahrzeugzustand bereits hin zum Soll-Fahrzeugzustand verändert, diesen Soll-Fahrzeugzustand aber noch nicht erreicht, hat. Beispielsweise kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA ausgegeben werden, dass in ca. 10 Minuten die gewünschte Heizleistung zur Verfügung steht. Dies entspricht einem dritten Niveau des Informationsgehalts des akustischen Ausgabesignals aA.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA mindestens eine Information über ein beschleunigtes Erreichen der Soll-Temperatur ausgegeben werden. Beispielsweise kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA ausgegeben werden, dass eine Lenkradheizung- und Sitzheizung aktiviert werden kann. Dies entspricht einem vierten Niveau des Informationsgehalts.
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Ein ähnliches Vorgehen kann beispielsweise beim Aktivieren der Lenkradheizung erfolgen.
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Hierbei kann im ersten Schritt S1 eine Soll-Temperatur für ein Lenkrad (nicht dargestellt) vorgegeben werden. Alternativ kann eine solche Soll-Temperatur auch fest vorgegeben sein, wobei in diesem Fall der erste Schritt S1 entfällt. Im zweiten Schritt S2 kann eine Lenkradheizeinrichtung aktiviert werden. In einem dritten Schritt S3 erfolgt eine Erfassung einer Ist-Temperatur oder eines Ist-Aktivierungszustands der Lenkeinrichtung.
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In einem vierten Schritt S4 erfolgt ein Vergleich der Soll-Temperatur mit der Ist-Temperatur oder der Aktivierungszustände.
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In diesem Fall kann im fünften Schritt ein akustisches Signal aA ausgegeben werden, wobei mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine Information über den Ist-Zustand ausgegeben wird. Hierbei wird also aufgrund der vorhandenen Abweichung zwischen der Soll-Temperatur und der Ist-Temperatur das akustische Signal aA ausgegeben, welches eine Information zu einem Ist-Fahrzeugzustand enthält. Beispielsweise kann ausgegeben werden, dass die Lenkradheizeinrichtung aktiviert ist.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine Information über einen ursächlichen Zustand für den Ist-Zustand ausgegeben werden. Beispielsweise kann ausgegeben werden, dass ausreichend Energie vorhanden ist.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine Information über eine Zeitdauer bis zum Erreichen der Soll-Temperatur ausgegeben werden. Beispielsweise kann ausgegeben werden, dass das Lenkrad in 10 Minuten eine gewünschte Temperatur erreicht hat.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine Information über ein beschleunigtes Erreichen der Soll-Temperatur ausgegeben werden. Beispielsweise kann ausgegeben werden, dass eine Luftverteilung auf das Lenkrad und/oder die Hände ausgerichtet werden kann und eine Heizeinrichtung zum Heizen des Fahrzeuginnenraums aktiviert oder eine Soll-Temperatur dieser Heizeinrichtung erhöht werden kann.
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In bisherigen Ausführungsformen wurde nach einem Auslösen die Aktivierung der Lenkradheizeinrichtung mit einer entsprechende Information nur auf einer Anzeigeeinrichtung 5 bei Auswahl eines entsprechenden Untermenüs angezeigt. Somit war eine Information über die Aktivierung der Lenkradheizeinrichtung trotz einer anfangs bestehenden Differenz zwischen einer Ist-Temperatur und einer Soll-Temperatur nicht unmittelbar für den Nutzer verfügbar. Dieser konnte nur auf ein zeitnahes Erwärmen des Lenkrades hoffen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch beim Verriegeln des Fahrzeugs von innen angewendet werden. In einem ersten Schritt S1 kann ein Soll-Verriegelungszustand vorgegeben werden, beispielsweise dass das Fahrzeug vollständig verriegelt sein soll. Wie vorhergehend erläutert, kann dieser Soll-Verriegelungszustand auch fest vorgegeben sein.
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In einem zweiten Schritt erfolgt ein Auslösen einer Verriegelungsfunktion zur vollständigen Verriegelung des Fahrzeugs.
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In einem dritten Schritt S3 erfolgt eine Erfassung eines Ist-Verriegelungszustands des Fahrzeugs. Hierbei kann beispielsweise festgestellt werden, dass das Schiebedach noch geöffnet ist.
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In einem vierten Schritt S4 erfolgt ein Vergleich des Soll-Verriegelungszustands mit dem Ist-Verriegelungszustand.
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In einem fünften Schritt S5 erfolgt eine Ausgabe eines akustischen Ausgabesignals aA, wobei mittels des akustischen Ausgabesignals eine Information über den Ist-Verriegelungszustand ausgegeben wird. Beispielsweise kann ausgegeben werden, dass das Fahrzeug nicht vollständig verriegelt ist.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine Information über den ursächlichen Zustand für die Abweichung ausgegeben werden, beispielsweise dass das Schiebedach noch geöffnet ist.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA eine weitere Information über den Ist-Verriegelungszustand ausgegeben werden, nämlich beispielsweise dass alle weiteren Türen verriegelt sind.
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Weiter kann mittels des akustischen Ausgabesignals aA mindestens eine Information über ein beschleunigtes Erreichen des Soll-Verriegelungszustands ausgegeben werden, nämlich beispielsweise dass eine Komfortschließen-Funktion ausgelöst werden kann.
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In bisherigen Ausführungsformen erfolgte bei einer Auslösung der Fahrzeugfunktion zur vollständigen Verriegelung eine Rückmeldung ausschließlich über einen Blinkcode, der beispielsweise durch eine Lichtquelle in einer Fahrzeugtür erzeugt wird. Somit konnte ein Beifahrer auf eine vollständige Fahrzeugverriegelung nicht unmittelbar erfassen.
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In 2 ist ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 9 dargestellt. Die Vorrichtung 9 umfasst eine erste Eingabeeinrichtung 2 zur Eingabe eines Soll-Fahrzeugzustands. Weiter umfasst die Vorrichtung 9 eine weitere Eingabeeinrichtung 3 zum Auslösen einer Fahrzeugfunktion zum Erreichen eines Soll-Fahrzeugzustands. Weiter umfasst die Vorrichtung 9 eine Anzeigeeinrichtung 5, die beispielsweise als Display ausgebildet sein kann. Ebenfalls ist denkbar, die Anzeigeeinrichtung 5 gleichzeitig als Touchscreen auszubilden, wobei die Anzeigeeinrichtung 5 in diesem Fall auch als weitere Eingabeeinrichtung dienen kann. Weiter umfasst die Vorrichtung 9 Sensoren 4, 6, 7 zur Erfassung von Ist-Fahrzeugzuständen, Zustandsgrößen des Fahrzeugs und Zustandsgrößen einer Fahrzeugumgebung. Weiter umfasst die Vorrichtung 9 einen Lautsprecher 8 zur Ausgabe eines akustischen Ausgabesignals aA.
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Weiter umfasst die Vorrichtung 9 eine zentrale Steuer- und Auswerteeinrichtung 10, mittels derer das in 1 dargestellte Verfahren durchführbar ist. Vorstellbar ist auch, dass die zentrale Steuer- und Auswerteeinrichtung 10 Steuersignale für eine Einstelleinrichtung 11 erzeugt. Die Einstelleinrichtung 11 kann beispielsweise eine Heizeinrichtung für den Fahrzeuginnenraum oder eine Lenkradheizeinrichtung oder eine Verriegelungseinrichtung sein.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Verfahren
- 2
- Eingabeeinrichtung
- 3
- weitere Eingabeeinrichtung
- 4
- Erfassungseinrichtung
- 5
- Anzeigeeinrichtung
- 6
- Erfassungseinrichtung
- 7
- Erfassungseinrichtung
- 8
- Lautsprecher
- 9
- Vorrichtung
- 10
- zentrale Steuer- und Auswerteeinrichtung
- 11
- Einstelleinrichtung
- S1
- erster Schritt
- S2
- zweiter Schritt
- S3
- dritter Schritt
- S4
- vierter Schritt
- S5
- fünfter Schritt
- aA
- akustisches Ausgabesignal
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 10031982 A1 [0003]
- DE 102010008355 A1 [0004]
- DE 102011101015 A1 [0005]
- DE 102007008835 A1 [0006]