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DE102014200129A1 - Zellulose-haltige Kosmetika mit Alginaten - Google Patents

Zellulose-haltige Kosmetika mit Alginaten Download PDF

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DE102014200129A1
DE102014200129A1 DE102014200129.3A DE102014200129A DE102014200129A1 DE 102014200129 A1 DE102014200129 A1 DE 102014200129A1 DE 102014200129 A DE102014200129 A DE 102014200129A DE 102014200129 A1 DE102014200129 A1 DE 102014200129A1
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DE
Germany
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ethylhexyl
cosmetic preparation
preparation according
acid
triazine
Prior art date
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DE102014200129.3A
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Inventor
Anja Bauer
Andreas B. Kummer
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Beiersdorf AG
Original Assignee
Beiersdorf AG
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Publication date
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Abstract

Kosmetische Zubereitung enthaltend a) ein Acrylat-Copolymer, b) mikrokristalline Zellulose und c) ein Salz der Alginsäure (Alginat).

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische Zubereitung enthaltend ein Acrylat-Copolymer, mikrokristalline Zellulose und ein Salz der Alginsäure (Alginat).
  • Polymere Verbindungen, werden seit vielen Jahren als „Verdickungsmittel“ zur Erhöhung der Viskosität insbesondere von wässrigen Lebensmitteln, kosmetischen Zubereitungen, Baustoffen, etc. eingesetzt. Eine besondere Klasse von polymeren Verdickungsmitteln stellen dabei die Salze der Alginsäure (Alginate) dar, welche, aufgrund ihres meist natürlichen Ursprungs, sowohl beim Verzehr als auch bei nicht kulinarischen Anwendungen biologisch besonders verträglich (d.h. ungiftig, biologisch abbaubar etc.) sind.
  • Ein besonderes Problem beim Einsatz von Alginaten stellt jedoch die Verdickung kosmetischer Zubereitungen dar. Kosmetische Zubereitungen sind zum Teil hoch komplexe Mischungen (beispielsweise wässrige Gele oder Emulsionen) aus unterschiedlichsten chemischen Verbindungen. Ein Verdickungsmittel für kosmetische Zubereitungen muss daher eine hohe Verträglichkeit gegenüber einer Vielzahl von Substanzen aufweisen. Darüber hinaus müssen die Zubereitungen sensorisch ansprechbar sein, damit Verbraucher die Applikation als attraktiv empfinden. Alginate als Verdickungsmittel führen jedoch nach dem Stand der Technik in kosmetischen Zubereitungen dazu, dass diese sich stark glitschig anfühlt, die Zubereitung eine sehr hohe Viskosität aufweist und die Zubereitungen nur langsam in die Haut einziehen.
  • Eine weitere Stoffgruppe von Verbindungen, die zur Viskositätsregulierung eingesetzt werden, sind die Cellulosen. Cellulosen als Verdickungsmittel führen jedoch dazu, dass eine Emulsion beim Verteilen auf der Haut häufig zu schnell aufbricht und einen wenig gleitfähigen Rückstand auf der Haut hinterlässt.
  • Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen, und eine kosmetische Zubereitung zu entwickeln, die sich wenig glitschig und klebrig anfühlt und schnell in die Haut einzieht.
  • Überraschend gelöst wird die Aufgabe durch eine kosmetische Zubereitung enthaltend
    • a) ein Acrylat-Copolymer,
    • b) mikrokristalline Zellulose und
    • c) ein Salz der Alginsäure (Alginat).
  • Die erfindungsgemäßen Zubereitungen zeichnen sich durch eine außerordentliche leichte und gute Verteilbarkeit aus. Sie können leicht und schnell auf einer großen Körperfläche ohne großen Widerstand verteilt werden. Sie zeigen ein gutes und schnelles Einzugsvermögen. Nach dem Auftragen bleibt ein angenehmer, spürbarer Rückstand auf der Haut zurück. Nach dem Einzug hinterlässt das Produkt einen hautpflegenden Film, der sich dadurch ausgezeichnet, dass er nicht fettig oder ölig ist.
  • Es ist dabei erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn als Acrylat-Copolymer Acrylat/C10-30 Alkylacrylat eingesetzt wird.
  • Ferner ist es erfindungsgemäß von Vorteil, wenn das Acrylat-Copolymer in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,05 bis 1,8 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird. Dabei ist eine Acrylat-Copolymer Konzentration in der Zubereitung von 0,15 bis 1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung erfindungsgemäß bevorzugt. Wird Acrylat-Copolymer Acrylat/C10-30 Alkylacrylat eingesetzt, so beziehen sich die Konzentrationsangaben auf diese Verbindung.
  • Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die mikrokristalline Zellulose in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,04 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  • Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die mikrokristalline Zellulose in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,09 bis 1 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind auch dadurch gekennzeichnet, dass die mikrokristalline Zellulose eine mittlere Partikelgröße von 3 bis 15 µm aufweist.
  • Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn als Salz der Alginsäure (Alginat) das Calciumalginat eingesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass das Salz der Alginsäure (Alginat) in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,0025 bis 0,24 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass das Salz der Alginsäure (Alginat) in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,005 bis 0,12 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  • Nicht zuletzt ist es erfindungsgemäß von besonderem Vorteil, wenn das Gewichtsverhältnis von mikrokristalliner Zellulose zu Alginat von 95:5 bis 85:15 beträgt.
  • Wird als Alginat das vorteilhafte Calciumalginat eingesetzt, so beziehen sich die Gewichtsangaben und Gewichtsverhältnisse auf Calciumalginat.
  • Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die Zubereitung in Form einer Hydrodispersion vorliegt.
  • Ferner sind erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung einen oder mehrere UV-Filter enthält, gewählt aus der Gruppe der Verbindungen 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und/oder deren Salze; Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3’-5,5’-tetrasulfonsäuresalze; 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und dessen Salze; 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäuresalze; 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäuresalze; 2,2’-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol); 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol; 3-(4-Methylbenzyliden)campher; 3-Benzylidencampher; Ethylhexylsalicylat; Terephthalidendicamphersulfonsäure; 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat; 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester; 4-(Dimethylamino)benzoesäure-amylester; 4-Methoxybenzalmalon-säuredi(2-ethylhexyl)ester; 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester; 4-Methoxyzimtsäureisoamylester; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon; 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon; 4-(tert.-Butyl)-4’-methoxydibenzoylmethan; Homomenthylsalicylat; 2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat; Dimethicodiethylbenzalmalonat; 3-(4-(2,2-bis Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan / Dimethylsiloxan-Copolymer; 4-(tert.-Butyl)-4’-methoxydibenzoylmethan; 2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester; Dioctylbutylamidotriazon (INCI: Diethylhexyl-Butamidotriazone); 2,4-bis-[5-1(dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl-(4-phenyl)-imino]-6-(2-ethylhexyl)-imino-1,3,5-triazin mit der (CAS Nr. 288254-16-0); 2,4-Bis-{[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin (INCI: Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazin); 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoësäure-tris(2-ethylhexylester) (auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl Triazone); 2,4,6-Tribiphenyl-4-yl-1,3,5-triazin; Merocyanine; Titandioxid; Zinkoxid.
  • Es ist darüber hinaus erfindungsgemäß von Vorteill, wenn die Zubereitung Propylenglycol, Butylenglycol, 2-Methylpropan-1,3-diol, 1,2-Pentandiol, 1,2-Hexandiol, 1,2-Octandiol und/oder 1,2-Decandiol enthält.
  • Nicht zuletzt sind erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen dadurch gekennzeichnet, dass, die Zubereitung einen oder mehrere Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe der Verbindungen Gylcyrrhetinsäure, Harnstoff, Arctiin, alpha-Liponsäure, Folsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, Coffein, natürliche und/oder synthetische Isoflavonoide, Glycerylglucose, Kreatin, Kreatinin, Taurin, Tocopherol, Tocopherolacetat, ß-Alanin, Bisabolol, Vitamin C, Panthenol und/oder Licochalcon A, enthält.
  • Erfindungsgemäß vorteilhaft ist es auch, wenn die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen dadurch gekennzeichnet sind, dass die Zubereitung eine Viskosität von 500 bis 100000 mPas und bevorzugt eine Viskosität von 1000 bis 10000 mPas aufweist.
  • Die erfindungsgemäße Viskosität wird dabei mit einem Haake ViscoTester 02 Viskosimeter gemessen. (Dieser Viskosimetertyp besteht aus einem rotierenden Zylinder und einem ruhenden Messbecher. Über die Rotationswiderstandskraft der Formulierung ermittelt das Gerät die Viskosität der Probe. Drehzahl (rpm)= 62,5. Viskosität nach 30 s. ermitteln. Messtemperatur = RT)
  • Erfindungsgemäße Zubereitungen enthalten in ihrer lipophilen Phase z.B. Fette, Öle, Wachse und anderen Fettkörper wie sie üblicherweise für einen solchen Typ der Formulierung verwendet werden.
  • Die Lipidphase kann vorteilhaft gewählt werden aus folgender Substanzgruppe:
    • – Mineralöle, Mineralwachse
    • – Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, ferner natürliche Öle wie z.B. Rizinusöl, Macadamia-, Avocado- oder Jojobaöl, Dialkylether wie z.B. Di-n-octylether sowie Dialkylcarbonate wie beispielsweise Di-n-octylcarbonat
    • – Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder mit Fettsäuren;
    • – Alkylbenzoate;
    • – Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane, Diphenylpolysiloxane sowie Mischformen daraus.
  • Die Bestandteile der Ölphase werden vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
  • Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12-18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen mehr.
  • Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen.
  • Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12-15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäuretriglycerid, Dicaprylylether.
  • Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
  • Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
  • Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten zu verwenden.
  • Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
  • Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
  • Die wässrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol, 1,2-Butandiol und/oder Glycerin.
  • Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, Parfume, Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, oberflächenaktive Substanzen, Emulgatoren, weichmachende, anfeuchtende und/oder feucht haltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösemittel oder Silikonderivate.
  • Insbesondere können erfindungsgemäß verwendete Wirkstoffkombinationen auch mit anderen Antioxidantien und/oder Radikalfängern kombiniert werden.
  • Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen können ferner vorteilhaft, wenngleich nicht zwingend, Füllstoffe enthalten, welche z. B. die sensorischen und kosmetischen Eigenschaften der Formulierungen weiter verbessern und beispielsweise ein samtiges oder seidiges Hautgefühl hervorrufen oder verstärken. Vorteilhafte Füllstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Stärke und Stärkederivate (wie z. B. Tapiocastärke, Distärkephosphat, Aluminium- bzw. Natrium-Stärke Octenylsuccinat und dergleichen), PMMA und Nylon, Pigmente, die weder hauptsächlich UV-Filter- noch färbende Wirkung haben (wie z. B. Bornitrid etc.) und/oder Aerosile® (CAS-Nr. 7631-86-9).
  • Vergleichsversuche
  • Für den Beweis wurden kosmetische Formulierungen bezüglich des sensorischen Hautgefühls von einem Expertenpanel bestimmt. Dabei beurteilten mindestens 6 Personen die Sensorik der im Folgenden aufgeführten Formulierungen. Es wurde die mehrheitliche Beschreibung der Sensorik als Eigenschaft der Formulierung zugeordnet.
  • Eigenschaften mit Alginate (Lotion)
    • • Außerordentliche leichte und gute Verteilbarkeit (es konnte leicht und schnell auf einer großen Körperfläche ohne großen Widerstand verteilt werden)
    • • Gutes und schnelles Einzugsvermögen
    • • Angenehmer, spürbarer Rückstand auf der Haut hinterlassend (nach dem Einzug hinterlässt das Produkt einen hautpflegenden Film, dadurch ausgezeichnet, dass er nicht fettig oder ölig ist)
  • Eigenschaften ohne Alginate (Vergleichslotion)
    • • Unangenehm aufbrechend während des Verteilens auf der Haut
    • • Hinterlässt einen wenig-gleitfähigen Rückstand
  • INCI Vergleichslotion Lotion [Bsp 10]
    Microcrystalline Cellulose + Calcium Alginate 0 0,3
    Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer 0,6 0,6
    Natronlauge, 45% 0,6 0,6
    Zitronensäure 0,3 0,3
    Vitis Vinifera Seed Oil 5 5
    Phenoxyethanol 0,5 0,5
    Benzethonium Chloride 0,07 0,07
    Tocopherol 0,03 0,03
    Glycerin 9 9
    Parfum 0,3 0,3
    Wasser ad 100 ad 100
    Verhalten beim Verteilen Unregelmäßig verteilbar, Aufbrechen der Emulsion Leicht und gut gleichmäßig verteilbar
    Hautgefühl nach dem Einzug stoppend und stumpf Hinterlässt ein gepflegtes Gefühl, leichtes Gleiten über die Haut
  • Beispielrezepturen für erfindungsgemäße kosmetische Zubereitungen
  • Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen bezogen.
    INCI 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
    Microcrystalline Cellulose + Calcium Alginate 0,5 0,25 0,3 0,5 0,2 0,25 0,5 0,5 0,3 0,3
    Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer 0,25 0,25 0,6 0,25 0,25 0,25 0,5 0,5 0,25 0,6
    Natronlauge, 45% 0,13 0,13 0,6 0,13 0,13 0,13 0,5 0,5 0,13 0,6
    Zitronensäure 0,3 0,3
    Tris(hydroxymethyl)-aminomethane, 30% 1,5
    C12-15 Alkyl Benzoate 15 15 15 15
    Hydriertes Pflanzenöl 5 5
    Caprylic/Capric Triglyceride 10 15
    Jojobaöl 20
    Paraffinum Perliquidum 10
    Butyrospermum Parkii Butter 5
    Vitis Vinifera Seed Oil 10 5
    Ethylhexyl Methoxycinnamate 5
    Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid 2 1
    Butyl Methoxydibenzoylmethane 2,7 2
    Ethylhexyl Salicylate 4,5 4
    Octocrylene 2
    Homosalate 5
    Benzophenone-3 0,5
    Phenoxyethanol 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6 0,5 0,5
    Benzethonium Chloride 0,07 0,07 0,07 0,07 0,07 0,07 0,07 0,07 0,07
    Stärke 2
    Nylon 1
    PMMA 1
    Ethanol 10 3
    Tocopherol 0,03 0,03
    Glycerin 9 3 5 2 9 2 4 5 9 9
    Parfum 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
    Wasser ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100 ad 100

Claims (12)

  1. Kosmetische Zubereitung enthaltend a) ein Acrylat-Copolymer, b) mikrokristalline Zellulose und c) ein Salz der Alginsäure (Alginat).
  2. Kosmetische Zubereitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Acrylat-Copolymer Acrylat/C10-30 Alkylacrylat eingesetzt wird.
  3. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Salz der Alginsäure (Alginat) das Calciumalginat eingesetzt wird.
  4. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Acrylat-Copolymer in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,05 bis 1,8 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  5. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mikrokristalline Zellulose in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,04 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  6. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz der Alginsäure (Alginat) in der Zubereitung in einer Konzentration von 0,0025 bis 0,24 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung eingesetzt wird.
  7. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von mikrokristalliner Zellulose zu Alginat von 95:5 bis 85:15 beträgt.
  8. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung in Form einer Hydrodispersion vorliegt.
  9. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung einen oder mehrere UV-Filter enthält, gewählt aus der Gruppe der Verbindungen 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und/oder deren Salze; Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3’-5,5’-tetrasulfonsäuresalze; 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und dessen Salze; 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäuresalze; 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäuresalze; 2,2’-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol); 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol; 3-(4-Methylbenzyliden)campher; 3-Benzylidencampher; Ethylhexylsalicylat; Terephthalidendicamphersulfonsäure; 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat; 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester; 4-(Dimethylamino)benzoesäure-amylester; 4-Methoxybenzalmalon-säuredi(2-ethylhexyl)ester; 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester; 4-Methoxyzimtsäureisoamylester; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon; 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon; 4-(tert.-Butyl)-4’-methoxydibenzoylmethan; Homomenthylsalicylat; 2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat; Dimethicodiethylbenzalmalonat; 3-(4-(2,2-bis Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan / Dimethylsiloxan-Copolymer; 4-(tert.-Butyl)-4’-methoxydibenzoylmethan; 2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester; Dioctylbutylamidotriazon (INCI: Diethylhexyl-Butamidotriazone); 2,4-bis-[5-1(dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl-(4-phenyl)-imino]-6-(2-ethylhexyl)-imino-1,3,5-triazin mit der (CAS Nr. 288254-16-0); 2,4-Bis-{[4-(2-ethylhexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin (INCI: Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazin); 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoësäure-tris(2-ethylhexylester) (auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl Triazone); 2,4,6-Tribiphenyl-4-yl-1,3,5-triazin; Merocyanine; Titandioxid; Zinkoxid.
  10. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung Propylenglycol, Butylenglycol, 2-Methylpropan-1,3-diol, 1,2-Pentandiol, 1,2-Hexandiol, 1,2-Octandiol und/oder 1,2-Decandiol enthält.
  11. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, die Zubereitung einen oder mehrere Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe der Verbindungen Gylcyrrhetinsäure, Harnstoff, Arctiin, alpha-Liponsäure, Folsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, Coffein, natürliche und/oder synthetische Isoflavonoide, Glycerylglucose, Kreatin, Kreatinin, Taurin, Tocopherol, Tocopherolacetat, ß-Alanin, Bisabolol, Vitamin C, Panthenol und/oder Licochalcon A, enthält.
  12. Kosmetische Zubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mikrokristalline Zellulose eine mittlere Partikelgröße von 3 bis 15 µm aufweist.
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