DE102014117004A1 - Karosserieanordnung für einen Vorderwagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Karosserieanordnung für einen Vorderwagen (6) mit mindestens einer ersten Lastpfadebene (8, 10, 12), der mindestens zwei Längsträger (22, 24) und mindestens zwei die Längsträger (22, 24) verbindende Querelemente (18, 20) aufweist, wobei zumindest das in Fahrtrichtung gesehen hintere Querelement (20) als Querträger ausgeführt ist, wobei sich in Lastrichtung gesehen an das hintere Querelement (20) ein Aggregatträger (36) mit einem KFZ-Aggregat (38) anschließt, wobei das KFZ-Aggregat (38) mindestens einen Aggregatlängsträger (40, 42) aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Karosserieanordnung für einen Vorderwagen mit mindestens einem Lastpfad, der mindestens zwei Längsträger und mindestens zwei die Längsträger verbindende Querelemente aufweist, wobei zumindest das in Fahrtrichtung gesehen hintere Querelement als Querträger ausgeführt ist.
- Derartige Karosserieanordnungen sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. So beschreibt die
DE 10 2004 061 707 A1 eine Karosserieanordnung, bei der ein Lastpfad durch zwei Längsträger gebildet ist, wobei die Längsträger in dem jeweiligen Ausführungsbeispiel durch drei Querelemente, die hier auch als Querträger ausgebildet sind, verbunden sind. In den weiteren Ausführungsbeispielen sind im Zwischenraum der Längsträger weitere Längsstreben oder auch Diagonalstreben angeordnet, um die Steifigkeit des Vorderwagens zu erhöhen. Es sollte deutlich sein, dass jegliche Art von derartigen zusätzlichen Streben höhere Kosten in Form von Material- und Montagekosten verursacht. Darüber hinaus können derartige Streben auch nachteilig hinsichtlich einer Bauraumoptimierung sein. - Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Karosserieanordnung bereitzustellen, die die oben genannten Nachteile vermeidet.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass sich in Lastrichtung gesehen an das hintere Querelement ein Aggregatträger mit einem KFZ-Aggregat anschließt, wobei das KFZ-Aggregat mindestens einen Aggregatlängsträger aufweist. Dadurch, dass ein Aggregatträger in den Lastpfad eingebunden ist, können Montage- und Materialaufwand verringert werden. Auch ist auf diese einfache Weise eine Bauraumoptimierung möglich.
- In besonders vorteilhafter Weise ist das KFZ-Aggregat ein Elektromotor, dem der mindestens eine Längsträger als Halteelemente dienen kann. Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Aggregatträger als Fahrwerkshilfsrahmen ausgebildet ist.
- In besonders vorteilhafter Weise sind zwei seitlich auf das KFZ-Aggregat angreifende Aggregatlängsträger vorgesehen. Hierdurch findet eine optimale Kraftweiterleitung bei gleichzeitiger Lagerung des KFZ-Aggregats statt.
- In vorteilhafter Weise ist die erste Lastpfadebene als untere Lastpfadebene ausgebildet, wobei mindestens eine zweite obere Lastpfadebene vorgesehen ist. Im Chrashfall wird hier die Kraft durch den Aggregatlängsträger n vorteilhafter Weise in den Fahrzeugboden bzw. in den Fahrzeugtunnel weitergeleitet. Um die Steifigkeit des Fahrzeuges noch weiter zu erhöhen, können zwischen den Querelementen zwei Diagonalträger und ein weiterer Längsträger angeordnet sein. Hierbei kann es des Weiteren vorteilhaft sein, wenn das vordere Querelement als Flächenelement ausgeführt ist.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert, hierbei zeigt:
-
1 eine perspektivische Ansicht einer Karosserieanordnung eines Kraftfahrzeuges, -
2 eine perspektivische Explosionsansicht einer unteren Lastfahrtebene eines Vorderwagens der Karosserieanordnung aus1 , und -
3 eine Draufsicht auf die untere Lastpfadebene aus2 . -
1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Karosserieanordnung2 eines Kraftfahrzeuges4 mit einem Vorderwagen6 . Der Vorderwagen6 weist hierbei im Wesentlichen drei Lastpfadebenen, eine untere Lastpfadebene8 , eine mittlere Lastpfadebene10 und eine obere Lastpfadebene12 auf. Im Chrashfall sollen diese Lastpfadebenen eine optimale Krafteinleitung in die Karosserieanordnung2 gewährleisten, wobei insbesondere bei einem Frontalchrash Deformationen einer Passagierkabine14 und des in Fahrtrichtung gesehen davor gelegenen Motorraumes16 vermieden werden sollen. -
2 zeigt nun eine perspektivische Explosionsansicht der Karosserieanordnung2 im Bereich des Vorderwagens6 . Dargestellt ist hier die untere, erste Lastpfadebene8 . Die untere Lastpfadebene8 weist ein erstes in Fahrtrichtung gesehen vorderes Querelement18 auf, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Flächenelement ausgebildet ist. Des Weiteren ist ein zweites, in Fahrtrichtung gesehenes hinteres Querelement20 vorgesehen, das als Querträger ausgeführt ist. Das Flächenelement18 und der Querträger20 sind durch zwei Längsträger22 ,24 verbunden, wobei die Verbindung des Querträgers20 mit den Längsträgern22 und24 durch Gussknotenelemente26 ,28 hergestellt ist. Zur weiteren Verstärkung sind im vorliegenden Fall zwischen den Querelementen18 ,20 noch zwei Diagonalstreben30 ,32 und eine Längsstrebe34 vorgesehen. In Lastrichtung gesehen schließt sich an den Querträger20 ein Aggregatträger36 mit einem KFZ-Aggregat38 , hier ein Elektromotor, an. Der Aggregatträger ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Fahrwerkshilfsrahmen ausgebildet. Der Elektromotor38 weist zwei seitlich verlaufende Aggregatlängsträger40 ,42 auf, die im Chrashfall die Kraft in einen nicht weiter dargestellten Fahrzeugboden oder Fahrzeugtunnel des Kraftfahrzeuges4 weiterleiten. -
3 zeigt nun die untere Lastebene8 des Vorderwagens6 in einer Draufsicht im zusammenmontierten Zustand. Die Gussknoten26 ,28 dienen hier auch der Befestigung des Aggregatträgers36 . Der Elektromotor38 ist mittig am Aggregatträger36 befestigt. Die Aggregatlängsträger40 ,42 leiten im Wesentlichen die durch die Längsstrebe34 in den Elektromotor38 eingeleitete Kraft in einen nicht weiter dargestellten Fahrzeugtunnel bzw. Fahrzeugboden weiter. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102004061707 A1 [0002]
Claims (7)
- Karosserieanordnung für einen Vorderwagen (
6 ) mit mindestens einer ersten Lastpfadebene (8 ,10 ,12 ), der mindestens zwei Längsträger (22 ,24 ) und mindestens zwei die Längsträger (22 ,24 ) verbindende Querelemente (18 ,20 ) aufweist, wobei zumindest das in Fahrtrichtung gesehen hintere Querelement (20 ) als Querträger ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Lastrichtung gesehen an das hintere Querelement (20 ) ein Aggregatträger (36 ) mit einem KFZ-Aggregat (38 ) anschließt, wobei das KFZ-Aggregat (38 ) mindestens einen Aggregatlängsträger (40 ,42 ) aufweist. - Karosserieanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das KFZ-Aggregat (
38 ) ein Elektromotor ist. - Karosserieanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aggregatträger (
36 ) als Fahrwerkshilfsrahmen ausgebildet ist. - Karosserieanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei seitlich auf das KFZ-Aggregat (
38 ) angreifende Aggregatlängsträger (40 ,42 ) vorgesehen sind. - Karosserieanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lastpfadebene (
8 ) als untere Lastpfadebene ausgebildet ist, wobei mindestens eine zweite obere Lastpfadebene (10 ,12 ) vorgesehen ist. - Karosserieanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Querelementen (
18 ,20 ) zwei Diagonalträger (30 ,32 ) und ein weiterer Längsträger (34 ) angeordnet sind. - Karosserieanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Querelement (
18 ) als Flächenelement ausgeführt ist.
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