DE102014100816B4 - Feuerverzinkungsanlage - Google Patents
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Abstract
Hubtor mit einer Hubvorrichtung (3) für eine Einhausung eines Bades einer Feuerverzinkungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in das Hubtor (2) ein Deckel (1) integriert ist, wobei der Deckel (1) an der dem Bad zugewandten Seite des Hubtors (2) um eine horizontale Achse (5), die im unteren Bereich des Hubtors (2) angeordnet ist, zwischen einer im Wesentlichen vertikalen, die Oberfläche des Bades freigebenden Position und einer im Wesentlichen horizontalen, die Oberfläche des Bades abdeckenden Position verschwenkbar gelagert ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Einhausung eines Bades einer Feuerverzinkungsanlage entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- In gattungsgemäßen Feuerverzinkungsanlagen wird das zu verzinkende Material nach diversen Vorbehandlungsschritten in ein ca. 450°C warmes flüssiges Zinkbad getaucht, um so die erwünschte Zinkschicht am Material auszubilden. Dieses Zinkbad ist von einer Zinkbadeinhausung, kurz Einhausung, mit daran anschließender Absaugung umgeben, um die beim Tauchen des Materials entstehenden Emissionen einer Abgasbehandlung zuzuführen.
- In der Einhausung befinden sich an den Breitseiten des Kessels ein Einfahrts- und ein Ausfahrtstor für das Ein- bzw. Ausbringen des zu verzinkenden bzw verzinkten Materials. An den Längsseiten des Zinkkessels sind jeweils Hubtore vorgesehen, welche den Arbeitern nach dem Eintauchen des Materials Zugang zur Zinkbadoberfläche verschaffen, um diverse Verunreinigungen von dort vor dem Ausfahren des Materials zu entfernen. Damit das Material in das flüssige Zink getaucht werden kann, muss das Zinkbad oben offen sein, wodurch erhebliche Wärmeverluste entstehen. Diese Verluste werden durch Aufbringen eines Deckels am Zinkbad während längeren produktionsfreien Zeiten meist über Nacht oder übers Wochenende, je nach Anzahl der Schichten vermindert. Der Deckel befindet sich meist in der Nähe des Zinkbades und muss mit dem für das zum Tauchen des Materials vorgesehenen Kran auf das Zinkbad gehoben werden, was einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet. Deshalb wird dieser Deckel während kürzerer Stillstandszeiten am Zinkkessel Pausen, wenig Produktion nicht auf das Zinkbad gehoben.
- Aus der
DE 44 21 010 B4 ist ein Verfahren zur Abreinigung von Gegenständen im Rahmen einer galvanotechnischen Behandlung dieser Gegenstände bekannt. Die Behandlung findet in einer besonderen galvanotechnischen Anlage statt. Der Behandlungsbehälter wird bei der Behandlung der Gegenstände durch ein Deckelsystem verschlossen. Das Deckelsystem wird zum Einsenken des Trägergestells in den Behandlungsbehälter sowie zum Herausheben des Trägergestells aus dem Behandlungsbehälter geöffnet. Das Trägergestell wird beim Herausheben aus dem Behandlungsbehälter der Abwasserreinigungsbehandlung unterworfen und dazu mit dem Reinigungsfluid bedüst. Das Abreinigungsfluid wird aus zur galvanotechnischen Anlage gehörenden Düsen herausgedrückt. - Die
DE 198 26 956 A1 offenbart eine Absaugvorrichtung für eine Wanne mit einem Rand, wobei eine Absaugeinrichtung an zumindest einem Teilbereich des Randes angeordnet ist. Auf zumindest einem Abschnitt des Randes sitzt eine Seitenwand, in die die Absaugeinrichtung integriert ist. Ein Rand eines Deckels ist auf eine Oberseite eines Abschnitts der Seitenwand, der der Wanneninnenseite zugewandt ist, auflegbar. Die Absaugeinrichtung besteht aus der Seitenwand und einem integrierten Absaugkanal, der mit einer Absauganlage gekoppelt ist und eine oder mehrere Saugöffnungen aufweist, wobei die Saugöffnungen vorzugsweise knapp unterhalb des Randes eines Deckels angeordnet sind. - Die
EP 0 486 712 A1 offenbart eine Wanne zur Aufnahme von einer Oberflächenbehandlung zu unterwerfenden Werkstücken. Die Wanne ist von einem schwenkbaren Deckel verschlossen, der mittels einer Hohlwelle geschwenkt wird. Der Deckel liegt über einen Auflageabschnitt auf dem Wannenrand auf. Am Auflageabschnitt schließt ein Plattenabschnitt auf, der zusammen mit dem Wanneninnenwandabschnitt einen engen Spalt bildet. Durch die damit gebildete Labyrinth-Dichtung ist dem Ausströmen der in der Wanne entstehenden Gase und/oder Dämpfe ein Widerstand entgegengesetzt. - Die Erfindung hat das Ziel, eine Feuerverzinkungsanlage anzugeben, bei der die Wärmeverluste wesentlich reduziert sind.
- Erfindungsgemäß werden diese Ziele durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale erreicht, mit anderen Worten, es ist ein Zinkkesseldeckel in zumindest einem der seitlichen Hubtore der Einhausung integriert, der auch bei kurzen Stillstandszeiten ohne großen Aufwand auf den Zinkkessel gelegt werden kann. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung an. Diese wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
- die
1 einen rein schematischen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Feuerverzinkungsanlage mit angehobenem Deckel und - die
2 mit teilweise abgesenktem Deckel. - Die
1 zeigt eine erfindungsgemäße Feuerverzinkungsanlage mit einem Zinkkessel 4 und einer Einhausung 8. In Seitenwänden der Einhausung 8 sind Hubtore 2, 2' vorgesehen; auf der linken Seite ein herkömmliches Hubtor 2', auf der rechten Seite eines mit erfindungsgemäßer Ausgestaltung. Das herkömmliche Hubtor 2' läuft in einer nicht dargestellten Führung auf bzw. ab und wird über Seile, Ketten, Gurte o. dgl., die über eine Rolle 3' laufen, bewegt. Es kann die Rolle 3' auch als Wickel oder Trommel ausgebildet sein und das Zugmittel 7 aufwickeln bzw. ausgeben. - Das erfindungsgemäße Hubtor 2 weist an seinem inneren, unteren Bereich eine horizontale Welle 5 auf, um die ein Deckel 1 verschwenkbar gelagert ist. In der dargestellten Arbeitsposition verläuft die Mittelebene des Deckels zumindest angenähert vertikal, der Deckel 1 selbst ist in einer Ausbauchung des Hubtores 2 so eingebracht, dass er den Querschnitt des Zinkkessels 4 nicht beeinträchtigt. An der der Welle 5 gegenüberliegenden Seite ist der Deckel 1 mit zumindest einem Zugmittel 7 verbunden, das durch eine passende Öffnung im Hubtor 2 geführt ist und über eine Führungsrolle 6 zu einer Rolle 3 läuft, die so wie die Rolle 3' ausgebildet ist.
- Im Betrieb wird nun, ausgehend von der dargestellten Situation, die die Arbeitsposition zeigt, entweder das Zugmittel aufgerollt, wodurch sich das Hubtor 2 samt Deckel 1 anhebt und damit öffnet, oder es wird Zugmittel ausgegeben, wodurch sich der Deckel 1, bevorzugt zufolge exzentrischer Lagerung, und somit zufolge seines Gewichtes, über den Zinkkessel 4 legt. Speziell zu Beginn der Bewegung kann durch eine Feder o. dgl. dieses Verschwenken unterstützt werden. Die dabei einzuhaltende Geometrie, die Auflager bzw. Dichtungen, etc. zu erläutern ist hier nicht weiter erforderlich, da der Fachmann auf dem Gebiete der Herstellung von Feuerverzinkungsanlagen in Kenntnis der Erfindung und der auszustattenden Anlage diese Details leicht selbst bestimmen kann.
- Zu diesen peripheren Teilen gehören auch Fixiervorrichtungen für den Deckel 1 im Hubtor 2, um das Zugmittel 7 entlasten zu können und dennoch bei Erschütterungen den Deckel in seiner Lage zu halten, Sicherheitsvorrichtungen, die ein Abstürzen des Hubtores verhindern, Sensoren, die den Ist-Zustand überwachen, und ähnliches mehr. Der Deckel 1 kann geteilt ausgeführt sein, um ein teilweises Abdecken zu ermöglichen, das in vielen Betriebsarten, besonders beim Entfernen von Asche, bei der Zugabe von Legierungsbestandteilen, etc., vorteilhaft ist, es können auch beide (oder weitere) Hubtore 2 und 2' erfindungsgemäß ausgebildet sein, sodass die beiden dann vorhandenen Deckel einander in der Badmitte kontaktieren, und ähnliches mehr. Schließlich ist es nicht notwendig, Deckel und Hubtor mit einem gemeinsamen Antrieb zu betätigen, dies wird, wegen der automatischen Bewegungsabfolge und der geringeren Investition aber bevorzugt.
- Da für den Deckel selbst und für dessen Bewegung nur Bauteile benötigt werden die in gleicher oder ähnlicher Ausführung bei Feuerverzinkungsanlagen bereits im Einsatz sind, bestehen für den Fachmann keine Schwierigkeiten, in Kenntnis der Erfindung die richtigen Materialien bzw. Bauteile auszuwählen.
Claims (4)
- Hubtor mit einer Hubvorrichtung (3) für eine Einhausung eines Bades einer Feuerverzinkungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass in das Hubtor (2) ein Deckel (1) integriert ist, wobei der Deckel (1) an der dem Bad zugewandten Seite des Hubtors (2) um eine horizontale Achse (5), die im unteren Bereich des Hubtors (2) angeordnet ist, zwischen einer im Wesentlichen vertikalen, die Oberfläche des Bades freigebenden Position und einer im Wesentlichen horizontalen, die Oberfläche des Bades abdeckenden Position verschwenkbar gelagert ist.
- Hubtor nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Zugmittel (7) am Deckel (1) im Bereich des Randes des Deckels angreift, der der Achse (5) gegenüberliegt. - Hubtor nach
Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (7) durch eine Öffnung im oberen Randbereich des Hubtores (2) läuft und der Hubvorrichtung (3) zugeführt wird. - Hubtor nach
Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (7) über zumindest eine Führungsrolle (6), die im Außenbereich des Hubtores (2) nahe der Öffnung vorgesehen ist, geführt wird.
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| AT50073/2013 | 2013-01-31 |
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|---|---|
| DE102014100816A1 DE102014100816A1 (de) | 2014-07-31 |
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2013
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