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DE102014007220A1 - Schlosshalter für einen Kraftfahrzeugtürverschluss - Google Patents

Schlosshalter für einen Kraftfahrzeugtürverschluss Download PDF

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DE102014007220A1
DE102014007220A1 DE102014007220.7A DE102014007220A DE102014007220A1 DE 102014007220 A1 DE102014007220 A1 DE 102014007220A1 DE 102014007220 A DE102014007220 A DE 102014007220A DE 102014007220 A1 DE102014007220 A1 DE 102014007220A1
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lock
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holder
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DE102014007220.7A
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Thorsten Bendel
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Kiekert AG
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Kiekert AG
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    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B85/00Details of vehicle locks not provided for in groups E05B77/00 - E05B83/00
    • E05B85/04Strikers
    • E05B85/045Strikers for bifurcated bolts

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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Abstract

Schlosshalter (1) für einen Kraftfahrzeugtürverschluss (1, 14), mit einer Schlosshalterplatte (2) und einem Schlosshalterbügel (3), der ein Mittelstück (4), einen Schließbolzen (5), einen Verbindungsbolzen (6) und eine von ihm gebildete und von einer Drehfalle (8) eines zugehörigen Kraftfahrzeugtürschlosses (14) zu durchfassende Schlosshalterbügelöffnung (7) aufweist, wobei das Mittelstück (4) eine ein Befestigungselement (10, 13) für die Drehfalle (8) im Bereich einer Einlauföffnung (15) im Kraftfahrzeugtürschloss (14) in geschlossenem Zustand untergreifende Ausnehmung (9) aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Schlosshalter für einen Kraftfahrzeugtürverschluss, mit einer Schlosshalterplatte und einem Schlosshalterbügel, der ein Mittelstück, einen Schließbolzen, einen Verbindungsbolzen und eine von ihm gebildete und von einer Drehfalle eines zugehörigen Kraftfahrzeugtürschlosses zu durchfassende Schlosshalterbügelöffnung aufweist.
  • Heutzutage kommen Schlosshalter für insbesondere Kraftfahrzeugtürschlösser in verschiedenen Variationen vor, die in einem Kraftfahrzeugschließsystem ihren Einsatz finden. Vor allem bei Kraftfahrzeugschließsystemen kommen Bauteile zum Einsatz, die oft höchsten Belastungen ausgesetzt sind. Solche Belastungen können beispielsweise im Falle eines Unfalls auftreten, wo das jeweilige Schließsystem die Klappe oder Tür eines Kraftfahrzeugs sicher verschließen muss. In diesem Zusammenhang sind ganz besonderen Belastungen dabei sogenannte Schlosshalter ausgesetzt.
  • Aus der DE 10 2010 021 677 A1 ist beispielsweise ein solcher Schlosshalter bekannt. Dieser Schlosshalter besteht aus einem entsprechend geformten Bügelhalter, der mit einer Schlosshalterplatte verbunden ist. Durch die entsprechende Form des Schlosshalterbügels, der eine bogenförmige Ausbildung bzw. eine Einbuchtung aufweist, ist eine elastische Aufnahme von Kräften möglich. Über die dem Verbindungsbolzen zugeordnete Nase kann sich der Schlosshalter im Falle eines Unfalls längen und somit deutlich mehr Kraft als bisher auffangen. Resultierend daraus können durch diese besondere Formgebung mehr Kräfte aufgenommen werden, ohne dass es dabei sofort oder zu früh zum Abriss der Verbindung Schloss/Schließbolzen kommt.
  • Nach heutigem Stand der Technik gibt es zwar verschiedene Ansätze, wie man einen Schlosshalter möglichst stabil sowie auch langlebig gestalten kann. Diese haben aber nach wie vor das Problem, dass sie in bestimmten Situationen, wie z. B. im Falle eines Unfalls, immer noch nur begrenzt hohe Kräfte aufnehmen können oder sogar in solchen Fällen bei einem direkten oder auch seitlichen Zusammenprall mit der Karosserie verkanten und/oder einklemmen. In solchen Fällen kann dann z. B. die Drehfalle nicht mehr öffnen, was folglich dazu führt, dass auch die entsprechende Tür nicht geöffnet werden kann. Dann können sich die Insassen nicht mehr selbstständig aus dem Kraftfahrzeuginnenraum befreien. Dies kann fatale Folgen haben, wenn im Kraftfahrzeuginnenraum ein Feuer ausbricht und die entsprechende Tür sich nicht mehr rechtzeitig öffnet, da der Schlosshalter eingeklemmt ist.
  • So ein Einklemmen und Verkanten des Schlosshalters tritt meistens zwischen dem Türinnenblech und der Drehfalle auf. Also vor allem dann, wenn Kräfte von außen auf das Türinnenblech einwirken und dieses entsprechend verformen. Hierbei besteht die Gefahr, dass infolge starker Krafteinwirkung das Türinnenblech verformt und hinter den Schlosshalterbügel verschoben wird. Resultierend daraus entsteht ein Einklemmen des Schlosshalters zwischen dem deformierten Türinnenblech und der Drehfalle. Hier setzt die Erfindung ein.
  • Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Schlosshalter so weiterzuentwickeln, dass im Falle eines Unfalls der Schlosshalter zwischen dem Türinnenblech und der Drehfalle nicht mehr eingeklemmt wird, so dass in jedem Fall die Kraftfahrzeugtür geöffnet werden kann.
  • Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Schlosshalter für einen Kraftfahrzeugtürverschluss im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück eine ein Befestigungselement für die Drehfalle im Bereich einer Einlauföffnung im Kraftfahrzeugtürschloss in geschlossenem Zustand untergreifende Ausnehmung aufweist.
  • Bei dem Befestigungselement für die Drehfalle handelt es sich im Regelfall um den Schlosskasten bzw. eine Schlosskastenplatte, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Türblech bzw. Türinnenblech. Mit Hilfe des Schlosskastens bzw. der Schlosskastenplatte ist das Kraftfahrzeugtürschloss an das Türblech respektive Türinnenblech angeschlossen. Das Türinnenblech und der Schlosskasten bzw. die Schlosskastenplatte definieren die Einlauföffnung. Über die Einlauföffnung fährt der Schließbolzen in das Kraftfahrzeugtürschloss ein und kann dort mit einem Gesperre aus der Drehfalle und einer Sperrklinke wechselwirken. Das Gesperre bzw. die Drehfalle ist am Schlosskasten respektive der Schlosskastenplatte gelagert.
  • Erfindungsgemäß ist nun das Mittelstück des Schlosshalterbügels so ausgelegt, dass die bereits angesprochene Ausnehmung realisiert ist, welche in geschlossenem Zustand des Kraftfahrzeugtürverschlusses, d. h. bei in die Einlauföffnung gefahrenem und mit dem Gesperre im Innern des Kraftfahrzeugtürschlosses wechselwirkendem Schlosshalterbügel bzw. Schließbolzen das Befestigungselement für die Drehfalle untergreift. Anders ausgedrückt, untergreift die Ausnehmung den Schlosskasten und/oder das Türblech bzw. Türinnenblech, und zwar in geschlossenem Zustand des Kraftfahrzeugtürverschlusses. Dadurch wird ein Verklemmen des Befestigungselementes einerseits und des Schlosshalterbügels unterbunden.
  • Damit es eben nicht zu der besagten Einklemmung der beiden Komponenten während eines Unfalls kommt, wird das Türinnenblech beim Einwirken von Kräften der Ausnehmung im Mittelstück folgend umgelenkt bzw. in dieser gestaucht. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Ausnehmung wird so sichergestellt, dass das Türinnenblech nicht mehr nach unten und damit in den Bereich gelangt, wo das Einklemmen der Komponenten möglich wird. Das Gleiche gilt für den Schlosskasten.
  • Des Weiteren ist durch diese Ausnehmung ein gewisses Nachgeben des Schlosshalterbügels gesichert, ohne dass es im Falle eines Unfalls sofort oder zu früh zum Bruch oder zum Abriss der Verbindung Schloss/Schließbolzen kommt. Durch diese insbesondere nach innen bzw. in Richtung der Schlosshalterplatte gewölbte Ausnehmung können Kräfte zum Teil elastisch aufgenommen werden. Zusätzlich wird durch diese besondere Formgebung des Schlosshalters eine Kraftumwandlung in plastische Verformung ermöglicht.
  • Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Ausnehmung im Schlosshalterbügel vom Schließbolzen bis über eine Mitte des Mittelstückes hinaus reicht. Damit wird sichergestellt, dass die Ausnehmung genau hinter bzw. unter dem Türinnenblech ausgebildet ist, um dieses bei einer Krafteinwirkung und entstehenden Stauchung oder Verformung z. B. im Falle eines Unfalls entsprechend umzulenken.
  • Neben der Möglichkeit, die Ausnehmung parallel zu der Schlosshalterplatte verlaufend auszubilden, besteht auch die Möglichkeit, dass die Ausnehmung schräg oder gewölbt oder als Viertel einer vollen Sinuskurve in Richtung der Schlosshalterplatte verlaufend ausgebildet ist. Ebenso sind Kombinationen denkbar, wie sie in Anspruch 3 beschrieben werden.
  • Auch ist der Schlosshalterbügel weiter so konzipiert, dass zwischen dem Mittelstück mit der Ausnehmung und dem daran anschließenden Verbindungsbolzen eine vorspringende Nase schräg verlaufend ausgebildet ist. D. h., die Ausnehmung geht in die vorspringende Nase am Verbindungsbolzen über.
  • Der Schließbolzen ist hingegen so ausgebildet, dass dieser im Kontaktbereich mit der Drehfalle geradlinig ausgebildet ist und resultierend daraus der Schließbolzen somit gegenüber einer Teilungsebene für den Schlosshalterbügel parallel zu dieser angeordnet ist. Diese Ausführung hat sich bewährt, weil sie in jedem Fall gewährleistet, dass dieser beanspruchte Bereich beim Schließen des Schlosses ein dichtes Anliegen von Drehfalle und Schließbolzen vorgibt. Durch diese Ausgestaltung erreicht man zudem auch eine Erhöhung der Flächenpressung zwischen der Drehfalle und dem Schließbolzen, so dass es dort auch nicht zu einer Geräuschbelästigung insbesondere durch Knarzen oder Knarren kommt.
  • Zusätzlich liegt es im Rahmen der Erfindung, dass der Schlosshalterbügel unterschiedliche Materialdicken aufweist. Infolge dieser besonderen Ausgestaltung können die einzelnen Abschnitte des Schlosshalterbügels an die jeweils auftretenden mechanischen Belastungen sowie Krafteinwirkungen entsprechend angepasst werden. Ein anderer positiver Nebeneffekt ist hierbei auch, dass an der passenden Stelle die Materialmenge eingespart werden kann, was das Gewicht reduziert und schlussendlich auch die Materialkosten verringert. Gleichzeitig ergibt sich aber auch die Möglichkeit, den Schlosshalterbügel im Hinblick auf die auftretenden Belastungen an der passenden Stelle mit größtmöglicher Beständigkeit auszustatten.
  • Zudem ist bei bestimmten Ausführungsformen in vorteilhafter Weise zu Montagezwecken vorgesehen, dass der Schlosshalter Öffnungen bzw. Aussparungen aufweist. Solche Öffnungen können beispielsweise bei einem Kaltfließpressen direkt eingearbeitet werden und damit zur Aufnahme von Schrauben zur Befestigung des Schlosshalters an der Karosserie dienen.
  • Tatsächlich hat sich in diesem Zusammenhang als günstig erwiesen, wenn die Ausbildung von Aussparungen in konischer Form erfolgt, um darin bei der Montage benötigte Schraubenköpfe aufzunehmen.
  • Neben der bereits genannten Formausgestaltung ist bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass der Schlosshalter als ein Massivbauteil aus einem metallischen Werkstoff gefertigt ist. Ein Beispiel für einen solchen kaltverformbaren Werkstoff ist ein X5CrNi18-10 Stahl. Dieser austenitische Stahl zeichnet sich vor allem durch seine hohe Korrosionsbeständigkeit, Verarbeitbarkeit und zudem noch nach dem Kaltverformen durch seine erhöhte Festigkeit aus. Diese ist beispielsweise höher als bei herkömmlichen und nicht klarverformten Stählen.
  • Zudem kann durch die Anwendung einer Kaltverformung eine Nachbehandlung der Oberfläche entfallen, da eine bereits relativ hochwertige Oberflächenbeschaffenheit durch die Kaltverformung erreicht wird. Gleichzeitig können so teure und die Festigkeit negativ beeinflussende Wärmebehandlungen entfallen, wodurch sich die Produktionskosten nochmals reduzieren.
  • Schlosshalter werden heutzutage auf verschiedenem Wege hergestellt, wobei die gewünschte Formgebung durch das bereits erwähnte und bevorzugte Kaltfließpressen oder Schmieden, Stanzen erreicht wird. Darüber hinaus kann ein derartiger Schlosshalter einteilig aufgebaut werden, was weiter hinten noch näher erläutert wird, so dass auch die Herstellung eines derartigen Schlosshalters weitgehend automatisiert durchgeführt werden kann.
  • D. h., es kann folglich ein einteiliger Schlosshalter entstehen, der weiterer Verformungen nicht bedarf und der aufgrund seiner vorgegebenen Formgebung eine elastische Aufnahme von Kräften sichert und das Einklemmen des Schlosshalters an der Karosserie und damit vor allem an dem Türinnenblech verhindert. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 einen Schlosshalter nach einem Unfall/Crashfall, wie dies dem Stand der Technik entspricht und
  • 2 den erfindungsgemäßen Schlosshalter.
  • In den 1 und 2 ist jeweils ein Schlosshalter 1 dargestellt, bei dem eine Schlosshalterplatte 2 und ein Schlosshalterbügel 3 im Detail gezeigt werden. Neben diesen beiden Grundelementen ist noch eine Drehfalle 8 zumindest teilweise zu erkennen. Bei dem Schlosshalterbügel 3 erkennt man zusätzlich einen Schließbolzen 5, ein Mittelstück 4 sowie einen Verbindungsbolzen 6. Diese drei Komponenten bilden gemeinsam mit der Schlosshalterplatte 2 die von der Drehfalle 8 durchgriffene Schlosshalterbügelöffnung 7.
  • Neben diesem grundsätzlichen Aufbau ist der Schlosshalter 1 aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere Stahl, gefertigt und kann, wie bereits oben ausführlich beschrieben, durch Kaltfließpressen, Schmieden oder Stanzen entsprechend geformt werden.
  • Insbesondere wird in 2 ein erfindungsgemäßer Schlosshalter 1 gezeigt, bei dem das Mittelstück 4 eine Ausnehmung 9 aufweist. Diese Ausnehmung 9 wird auch als Verprägung bezeichnet, in welcher eine Grundfläche einer beliebigen geometrischen Figur in einer Stufe ausgebildet ist. Man erkennt, dass die Ausnehmung 9 im Mittelstück 4 ein Befestigungselement 10, 13 untergreift.
  • Bei dem Befestigungselement 10, 13 handelt es sich im Ausführungsbeispiel einerseits um ein Türblech bzw. Türinnenblech 10 und andererseits einen Schlosskasten respektive eine Schlosskastenplatte 13. Mit Hilfe des Schlosskastens bzw. der Schlosskastenplatte 13 wird ein Gesperre gelagert, von dem lediglich die Drehfalle 8 im Beispielfall dargestellt ist. Der Schlosshalter 1 wechselwirkt insgesamt mit einem Kraftfahrzeugtürschloss 14, zu welchem der Schlosskasten 13 und die Drehfalle 8 gehören. Der Schlosshalter 1 und der Schlosskasten 14 definieren zusammengenommen einen Kraftfahrzeugtürverschluss 1, 14.
  • Befindet sich der Kraftfahrzeugtürverschluss 1, 14 bzw. der Schlosshalter 1 in geschlossenem Zustand, so wechselwirkt der Schließbolzen 5 mit der Drehfalle 8. Tatsächlich befindet sich in diesem geschlossenen Zustand die Drehfalle 8 in ihrer Hauptschließstellung bzw. Hauptraststellung. In geschlossenem Zustand des Kraftfahrzeugtürverschlusses 1, 14 respektive des Kraftfahrzeugtürschlosses 14 bzw. des Schlosshalters 1 ist der Schlosshalter 1 in eine Einlauföffnung 15 des Kraftfahrzeugtürschlosses 14 eingefahren, damit der Schließbolzen 5 wie beschrieben mit der Drehfalle 8 als Bestandteil des Gesperres wechselwirken kann.
  • In diesem und in der 2 dargestellten geschlossenen Zustand des Kraftfahrzeugtürschlosses 14 respektive des Kraftfahrzeugtürverschlusses 1, 14 untergreift die Ausnehmung 9 im Mittelstück 4 das zuvor bereits angesprochene Befestigungselement 13, 10, und zwar im Bereich der Einlauföffnung 15. Im Ausführungsbeispiel untergreift die Ausnehmung 9 sowohl das Türinnenblech 10 als auch den Schlosskasten 13. Das ist selbstverständlich nicht zwingend.
  • Jedenfalls führt die erfindungsgemäße Auslegung dazu, dass bei einem Seitenaufprall oder einem sogenannten ”Offset-Crash”, d. h. einem versetzten Frontalaufprall, das Befestigungselement 13, 10 den Schlosshalterbügel 3 letztlich nicht übergreifen kann, wie dies beim Stand der Technik nach der 1 der Fall ist. Das gilt insbesondere für das Türblech bzw. Türinnenblech 10. Denn mit einer solchen Unfallsituation verbundene Verformungen korrespondieren letztlich dazu, dass der Schlosshalter 1 und das Kraftfahrzeugtürschloss 14 einander angenähert werden. Das ist insofern möglich, als die Ausnehmung 9 eine solche Annäherung zulässt, und zwar solange, bis im gezeigten Beispielfall das Türblech bzw. Türinnenblech 10 auf eine Nase 16 trifft.
  • Tatsächlich weist das Mittelstück 4 des Schlosshalterbügels 3 nämlich die Ausnehmung 9 auf, welche mit einem flachen Bereich 12 und entsprechenden Übergängen in die Nase 16 übergeht, die kopfseitig an den Verbindungsbolzen 6 angeschlossen ist. Die Ausnehmung 9 ist vorliegend als Verprägung im Schlosshalterbügel 3 bzw. dessen Mittelstück 4 ausgebildet. D. h. die hierbei in das Mittelstück 4 gedrückte Stufe dient nicht nur zur Führung des Türinnenbleches 10, sondern führt durch den Prägevorgang auch zur Versteifung des gesamten Schlosshalterbügels 3.
  • Die erfindungsgemäße Formgestaltung des Mittelstückes 4 des Schlosshalterbügels 3 sorgt im Unfall bzw. Crashfall dafür, dass nicht nur eine Aufnahme von Kräften insbesondere durch Kraftumwandlung in plastische Verformung erreicht wird, sondern dass vor allem das Türinnenblech 10 bei einer Verformung entsprechend in eine Richtung durch die Ausnehmung 9 gelenkt wird. Mit Richtung ist hier gemeint, dass das verformte bzw. deformierte Türinnenblech 10 in der Ausnehmung 9 verbleibt und sich damit nicht hinter der Nase 16 des Schlosshalterbügels 3 verklemmt.
  • Wird nämlich das Türinnenblech 10 durch entsprechende Maßnahmen nicht in eine entsprechende Richtung gelenkt, so kann dies im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Schlosshalter 1 zwischen dem Türinnenblech 10 und der Drehfalle 8 verkantet oder verklemmt. Dieser Fall wird vor allem in der 1 sichtbar, in dem gerade diese Verklemmung der oben genannten Komponenten veranschaulicht wird, wie dies nach dem Stand der Technik der Fall ist. Insbesondere sei dabei das Augenmerk auf das Türinnenblech 10 gerichtet, welches sich ungehindert hinter der Nase 16 des Schlosshalterbügels 3 ausdehnen kann und somit eine Verklemmung des gesamten Schlosshalters 1 verursacht.
  • D. h., nach derzeitigem Stand der Technik ist eine erhöhte Gefahr gegeben, dass im Falle eines Unfalls eine Tür ausgerüstet mit dem Schlosshalter 1 nach 1 nicht geöffnet werden kann, was für die Insassen folglich, wenn ein Brand im Innenraum des Kraftfahrzeuges ausgebrochen ist, fatale Folgen haben kann.
  • Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung und erfindungsgemäß ist in der 2 eine besondere Ausgestaltung abgebildet, in der der Verbindungsbolzen 6 eine Nase 16 vorgibt, wobei dieser Verbindungsbolzen 6 in einem bestimmten Winkel gegenüber dem Schließbolzen 5 schräg ausgebildet ist. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass der Verbindungsbolzen 6 gegenüber einer Teilungsebene T des Schlosshalters 1 schräg von dieser wegweisend angeordnet ist.
  • In diesem Zusammenhang kann eine andere Ausführungsform, hier nicht gezeigt, so aussehen, dass im Bereich der vorspringenden Nase 16 zusätzliche Ausnehmungen oder Erhebungen, z. B. zur zielgerichteten Verformungen, für weitere Verformungen des Türinnenblechs 10 ausgebildet werden können. Denn dadurch, dass im Falle eines Unfall zuerst das Mittelstück 4 mit der Ausnehmung 9 belastet wird und erst danach die Nase 16, können so weitere Ausnehmungen 9 das Abreißen z. B. an einer Schlosshalteplatte nicht nachteilig begünstigen.
  • Des Weiteren kann sowohl der Verbindungsbolzen 6 wie auch die Ausnehmung 9 schlangenförmig verlaufen oder eine bestimmte Kurvenform oder aber eine größere Schräge aufweisen. In jedem Fall kann durch diese verschiedenen Varianten der Formgebung die elastische Nachgiebigkeit des gesamten Schlosshalters 1 beliebig an verschiedenen Stellen im Schlosshalterbügel 3 beeinflusst werden.
  • Im Gegensatz dazu ist der Schließbolzen 5 möglichst geradlinig ausgestaltet. Konkret sollte dabei der Schließbolzen 5 im Kontaktbereich 11 mit der Drehfalle 8 zwingend geradlinig ausgebildet sein, damit in jedem Fall die Drehfalle 8 den Schließbolzen 5 problemlos umgreifen kann. Denn durch diese gerade Ausgestaltung wird zudem eine deutlich erhöhte Flächenpressung zwischen der Drehfalle 3 und dem Schließbolzen 5 sichergestellt, so dass resultierend daraus günstige Geräuschbelastungswerte erreicht werden.
  • Wie bereits weiter oben erwähnt, kann der Schlosshalter 1 samt Schlosshalterplatte 2, Schlosshalterbügel 3 mit dem dazugehörigen Mittelstück 4, Schließbolzen 5 und Verbindungsbolzen 6 durch Kaltfließpressen, Schmieden, oder Stanzen vorzugsweise einteilig hergestellt werden, was sowohl bei der Montage wie auch bei der Vorratshaltung Vorteile mit sich bringt. Zudem ist insgesamt ein vollautomatischer und kontinuierlicher Betrieb bei der Herstellung möglich, was wiederum zusätzliche Kosten einspart.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 102010021677 A1 [0003]

Claims (10)

  1. Schlosshalter (1) für einen Krafffahrzeugtürverschluss (1, 14), mit einer Schlosshalterplatte (2) und einem Schlosshalterbügel (3), der ein Mittelstück (4), einen Schließbolzen (5), einen Verbindungsbolzen (6) und eine von ihm gebildete und von einer Drehfalle (8) eines zugehörigen Krafffahrzeugtürschlosses (14) zu durchfassende Schlosshalterbügelöffnung (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelstück (4) eine ein Befestigungselement (10, 13) für die Drehfalle (8) im Bereich einer Einlauföffnung (15) im Krafffahrzeugtürschloss (14) in geschlossenem Zustand untergreifende Ausnehmung (9) aufweist.
  2. Schlosshalter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) vom Schließbolzen (5) bis über eine Mitte des Mittelstückes (4) hinaus reicht.
  3. Schlosshalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) parallel zur Schlosshalterplatte (2) sowie schräg oder gewölbt oder als Viertel einer vollen Sinuskurve in Richtung auf den Verbindungsbolzen (6) ausgebildet ist.
  4. Schlosshalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbolzen (6) gegenüber einer Teilungsebene (T) schräg von dieser wegweisend ausgebildet ist.
  5. Schlosshalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) in eine vorspringende Nase (16) am Verbindungsbolzen (6) übergeht.
  6. Schlosshalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließbolzen (5) gegenüber der Teilungsebene (T) parallel und damit gerade zu dieser angeordnet ist.
  7. Schlosshalter (1) nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlosshalter (1) samt Schlosshalterplatte (2), Schlosshalterbügel (3), Mittelstück (4), Schließbolzen (5) und Verbindungsbolzen (6) durch Schmieden, Kaltfließen oder Stanzen vorzugsweise einteilig hergestellt ist.
  8. Schlosshalter (1) nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nur der Schließbolzen (5) im Kontaktbereich (11) mit der Drehfalle (8) geradlinig ausgebildet ist.
  9. Schlosshalter (1) nach Anspruch bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlosshalterbügel (3) unterschiedliche Materialdicken aufweist.
  10. Schlosshalter (1) nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus einem metallischen Werkstoff gefertigt ist.
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