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DE1020020B - Verfahren zur Herstellung von neuen Rhodanverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Rhodanverbindungen

Info

Publication number
DE1020020B
DE1020020B DEC12153A DEC0012153A DE1020020B DE 1020020 B DE1020020 B DE 1020020B DE C12153 A DEC12153 A DE C12153A DE C0012153 A DEC0012153 A DE C0012153A DE 1020020 B DE1020020 B DE 1020020B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
new
production
compounds
naphthoquinone
rhodan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC12153A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Frister
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cassella Farbwerke Mainkur AG
Original Assignee
Cassella Farbwerke Mainkur AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cassella Farbwerke Mainkur AG filed Critical Cassella Farbwerke Mainkur AG
Priority to DEC12153A priority Critical patent/DE1020020B/de
Publication of DE1020020B publication Critical patent/DE1020020B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von neuen Rhodanverbindungen Es ist bekannt (vgl. die deutsche Patentschrift 836 646), aliphatische oder aromatische Rhodanverbindungen durch Umsetzung der entsprechenden Halogenverbindungen mit Alkalirhodaniden herzustellen.
  • Es wurde gefunden, daß man neue wertvolle Rhodanverbindungen erhält, wenn man Halogensubstitutionsprodukte von Chinonen mit Salzen der Rhodanwasserstoffsäure behandelt. Die Reaktion wird zweckmäßig in einem Lösungs- oder Verdünnungsmittel, z. B. Alkohol, Eisessig, Aceton, oder auch in wäßriger Suspension durchgeführt. Sie erfolgt in vielen Fällen bereits bei Zimmertemperatur.
  • Die neuen, den Rhodanrest enthaltenden Chinone sind beständige gelbe, gelbbraune bis rote Verbindungen von hohem Schmelz- oder Zersetzungspunkt. Sie zeichnen sich durch hervorragende fungi- und bakteriostatische Wirkung aus, welche Wirkung bereits bei hoher Verdünnung auftritt.
  • Gegenüber dem im Journal of the American Chemical Society, Bd. 73 (1951), S. 3461,beschriebenen Umsetzungsprodukt von 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon mit Methylammonium-Dithiocarbaminat zeigt das erfindungsgemäß hergestellte Umsetzungsprodukt von 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon mit Rhodanammonium eine stärkere Hemmwirkung auf Schimmelpilze.
  • Beispiel 1 46 g 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon (F. 193°C) werden mit 46 g Rhodanammonium in 300 ccm Aceton 24 Stunden lang in einer Kugelmühle gemahlen. Dann wird die Masse mit 300 ccm Aceton verdünnt und 6 Stunden unter Rückflußkühlung gekocht. Nach dem Absaugen und Auswaschen erhält man ein hellbraunes, kristallines, chlorfreies Produkt. Es ist unlöslich in Wasser, löslich in Nitrobenzol, Dimethylformamid und anderen Lösungsmitteln. Es schmilzt bei 270°C und stellt nach der Analyse 2,3-Dirhodan-1,4-naphthochinon dar.
  • Beispiel 2 36,6 g Hexachlornaphthochinon (F. 217 bis 218°C) werden mit 20 g Kaliumacetat und 20 g Kahumrhodanid in 150 ccm Eisesssig über Nacht in einer Kugelmühle gemahlen, dann noch 4 Stunden bei 60 bis 65°C gehalten. Das braungelbe, kristalline Reaktionsprodukt, 2,3-Dirhodantetrachlornaphthochinon, läßt sich durch Auskochen mit Chlorbenzol von beigemengter Monorhodanverbindung befreien.
  • Es ist unlöslich in Wasser, Alkohol, Chloroform, Eisessig, löslich in Nitrobenzol und Dimethylformamid. Es bleibt beim trockenen Erhitzen unverändert bis etwa 300°C und zersetzt sich dann allmählich unter Dunkelfärbung und Abgabe saurer Dämpfe. Beispiel 3 28,0 g 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon-5-carbonsäure vom Schmelzpunkt 254 bis 255°C werden mit 30 g Rhodanammonium in 300 ccm Eisessig über Nacht in einer Kugelmühle gemahlen und dann noch 2 Stunden bei 65°C verrührt.
  • Man erhält 2,3-Dirhodan-1,4-naphthochinon-5-carbonsäure als leuchtendbraungelbes Pulver, das beim trockenen Erhitzen verkohlt.
  • Beispiel 4 25g2-Acetylamino-3-chlor-1,4-naphthochinon (F.219°C) ,verden mit 23 g Rhodanammonium in 1000 ccm Alkohol 6 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Beim Erkalten scheidet sich das Reaktionsprodukt in derben orangeroten Kristallen ab. Nach dem Umkristallisieren aus Nitrobenzol oder Dioxan schmilzt das erhaltene 2-Amino-3-rhodan-1,4-naphthochinon bei 344°C.
  • Beispiel 5 33g 2,3-dichlor-1,4-naphthochinon-5-sulfonsaures Natrium werden zusammen mit 20 g Kaliumacetat und 40 g Rhodanammonium in 300 ccm Eisessig über Nacht in einer Kugelmühle gemahlen; dann wird langsam auf 65°C erhitzt und bei dieser Temperatur 2 Stunden verrührt.
  • Die ockergelbe Suspension wird abgesaugt, mit Eisessig und Methylalkohol gewaschen. Durch Umkristallisieren aus der 5fachen Menge Wasser lassen sich die beigemengten Salze entfernen, und man erhält das 2,3-dirhodan -1,4-naphthochinon-5-sulfonsaure Kalium. Die Substanz verkohlt beim Erhitzen, ohne vorher zu schmelzen.
  • Beispiel 6 24,6 g Chloranil werden in 250 g Aceton zusammen mit 50 g Kaliumrhodanid über Nacht in einer Kugelmühle gemahlen. Den orangegelben Brei erhitzt man noch 6 Stunden zum Sieden, filtriert und wäscht dann das abgeschiedene Reaktionsprodukt mit Wasser, bis der Ablauf rhodanfrei ist.
  • Man erhält ein ockergelbes Pulver, das in Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln unlöslich ist. Nach der Analyse stellt es das Trirhodan-chlor-benzochinon dar, welches keinen definierten Schmelzpunkt besitzt. Beim Erhitzen der Substanz tritt Zersetzung ein. Beispiel 7 23,7g Dichlor-dimethoxybenzochinon (erhalten durch Verrühren von 1 Mol feinverteiltem Chloranil in Methylalkohol bei Gegenwart von 2 Molen Triäthylamin als orangefarbene Kristalle vom F. 124 bis 125°C aus Alkohol) werden mit 30,5g Rhodanammonium in 300 ccm Eisessig 4 Stunden unter Rühren bei 65°C gehalten. Aus der anfänglichen Lösung fällt dabei ein brauner, mikrokristalliner Niederschlag aus, der abgesaugt und mit Essigsäure und Wasser gewaschen wird.
  • Beim Erhitzen verkohlt das hellgelbbraune Reaktionsprodukt ohne vorher zu schmelzen. Es ist in Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln unlöslich.
  • Die Elementaranalyse liefert auf die Formel C8 H2 04 S2 N" d. h. auf Oxy-trirhodan-benzochinon stimmende Werte. Die Substanz löst sich als Natriumsalz leicht in Wasser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von neuen Rhodanverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daB man Halogensubstitutionsprodukte von Chinonen mit Salzen der Rhodanwasserstoffsäure umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften; Deutsche Patentschrift Nr. 836 646: Journal of the American Chemical Society, Bd.73 (1951), S. 3459 bis 3463.
DEC12153A 1955-11-23 1955-11-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Rhodanverbindungen Pending DE1020020B (de)

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DE1020020B true DE1020020B (de) 1957-11-28

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE836646C (de) * 1941-07-04 1952-04-15 Farbwerke Hoechst Vormals Meis Verfahren zur Herstellung von organischen Rhodanverbindungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE836646C (de) * 1941-07-04 1952-04-15 Farbwerke Hoechst Vormals Meis Verfahren zur Herstellung von organischen Rhodanverbindungen

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