[go: up one dir, main page]

DE1020017B - Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters

Info

Publication number
DE1020017B
DE1020017B DEK28985A DEK0028985A DE1020017B DE 1020017 B DE1020017 B DE 1020017B DE K28985 A DEK28985 A DE K28985A DE K0028985 A DEK0028985 A DE K0028985A DE 1020017 B DE1020017 B DE 1020017B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenyl
carbinol
isopropyl
carbamic acid
urea
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK28985A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Stuehmer
Dr Siegfried Funke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK28985A priority Critical patent/DE1020017B/de
Publication of DE1020017B publication Critical patent/DE1020017B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids
    • C07C271/08Esters of carbamic acids having oxygen atoms of carbamate groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C271/10Esters of carbamic acids having oxygen atoms of carbamate groups bound to acyclic carbon atoms with the nitrogen atoms of the carbamate groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C271/12Esters of carbamic acids having oxygen atoms of carbamate groups bound to acyclic carbon atoms with the nitrogen atoms of the carbamate groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms to hydrogen atoms or to carbon atoms of unsubstituted hydrocarbon radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsäureesters Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des Carbamidsäure-phenyl-isopropyl-carbinolesters der Formel (I) der sich durch wertvolle therapeutische Eigenschaften, insbesondere sedative Wirkungen, auszeichnet und dementsprechend einen signifikanten Antagonismus gegenüber dem als Weckamin bekannten l-Phenyl-2-N-methylamino-propan zeigt.
  • Abgesehen von ihrer geringen Toxizität weist die Substanz (I) außerdem noch analgetische und entzündungshemmende Eigenschaften auf.
  • Dieses Ergebnis ist überraschend und neu, da vergleichsweise die nach der amerikanischen Literatur (Chemical Abstracts, 16, 2402 [1922J) hergestellten Urethane der Formel (II) in der R = C2H5, n-C3H7, n-C4H9, also einen nicht verzweigten Alkylrest bedeutet, bei weißen Mäusen bei einer Verabreichung von 200 mg/kg per os, einer Dosierung, bei der die Verbindung (I) bereits sedativ und analgetisch wirksam ist, keine der genannten physiologischen Eigenschaften zeigten.
  • Die Herstellung dieses neuen Urethans erfolgt nach einer der folgenden Methoden: Man kann Phenyl-isopropyl-carbinol mit Cyansäure umsetzen, wobei man vorzugsweise mit Alkalicyanaten in indifferenten Lösungsmitteln, wie Methylenchlorid, in Gegenwart von Säuren, wie Trichloressigsäure, bei 50"C arbeitet.
  • Man kann ferner überschüssiges Phenyl-isopropyl-carbinol unter Rühren und Kühlen mit Harnstoffchlorid umsetzen: NH4#Cl + Cl#CO#Cl # NH2#COCl + 2HCl oder durch Erhitzen mit Harnstoff, mit oder ohne Zusatz von Schwermetallsalzen, bzw. mit Harnstoffsalzen, wie z. B. Harnstoffnitrat, zur Reaktion bringen: NH2 CO NH2 # HNCO + NH3 Man kann weiter Phenyl-isopropyl-carbinol mit Urethanen, wie Carbamidsäureäthylester, mit oder ohne Zusatz von Reaktionsbeschleunigern, wie z.B. Natriumalkoholat, durch Erhitzen auf höhere Temperaturen (2100 C) am absteigenden Kühler zur Umsetzung bringen: Man kann aber auch die erfindungsgemäße Verbindung (I) dadurch herstellen, daß man Phenyl-isopropylcarbinol mit Hilfe von Phosgen zunächst in den Chlorkohlensäureester des Phenyl-isopropyl-carbinols überführt: und diesen anschließend mit Ammoniak umsetzt: Im folgenden werden einige Ausführungsbeispiele des Verfahrens der Erfindung mitgeteilt.
  • Beispiel 1 16, 2 g Kaliumcyanat und 30 g Phenyl-isopropylcarbinol vom KP.10=99 bis 103°C wurden mit einer Lösung von 32,6 g Trichloressigsäure in 60 ccm Methylenchlorid versetzt und zum Sieden erhitzt. Anschließend wurde mit 90 ccm Methylenchlorid verdünnt, der ausgefallene Niederschlag abgesaugt und das Filtrat im Vakuum auf dem Ävasserbad eingedampft, nachdem es vorher durch Zusatz von Alkali neutralisiert worden war.
  • Der ölige Rückstand wurde durch Destillation gereinigt.
  • Er siedete bei Kp.3 = 126 126 bis 140°C. Der erhaltene Carbamidsäure-phenyl-isopropyl-carbinol-ester (I) zeigte nach dem Umlösen aus Cyclohexan den Schmelzpunkt 82 bis 84°C.
  • Beispiel 2 10 g Phenyl-isopropyl-carbinol wurden unter Rühren und Kühlen mit 4 g Harnstoffchlorid versetzt. Anschließend wurde mit Nasser verdiinnt und mit Äther ausgezogen. Nach dem Trocknen und Abdestillieren des Äthers und überschüssigen Phenyl-isopropyl-carbinols wurde der Rückstand aus Cyclohexan umgelöst. Der Carbamidsäuren-phenyl-isopropyl-carbinol-ester (I) zeigte einen Schmelzpunkt von 83 bis 85 C und war in Wasser schwer löslich.
  • Beispiel 3 30 g Phenyl-isopropyl-carbinol wurden nach Zusatz von 6 g Harnstoff und 0,4 g Zinkacetat unter Rühren 8 Stunden auf 155°C erhitzt. Anschließend wurde mit Wasser versetzt, das abgeschiedene Ö1 in Äther aufgenommen und mit Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Äthers wurde der Rückstand in heißem Ligroin aufgenommen und filtriert. Der ausgefallene Carbamidsäure-phenyl-isopropyl-carbinol-ester (I) zeigte nach dem Umlösen aus Cylohexan eine Schmelzpunkt von 82 bis 84°C.
  • Beispiel 4 17,8 g Carbamidsäureäthylester wurden mit 30 g Phenyl-isopropyl-carbinol in einem mit absteigendem Kühler verbundenen Reaktionsgefäß 8 Stunden auf 210°C erhitzt, wobei der abgespaltene Äthylalkohol abdestillierte. Anschließend wurde rnit Wasser versetzt, das abgeschiedene Öl in Äther aufgenommen, mit Natriumsulfat getrocknet und destilliert. Es zeigte einen Kp.3 = 127 bis 140°C. Der Carbamidsäure-phenyl-siopropylcarbinol-ester zeigte nach dem Umlösen aus Ligroin den Schmelzpunkt 82 bis 845 C.
  • Beispiel 5 Zu einer eisgekühlten Lösung von 10 g Phosgen in 90 g wasserfreiem Toluol wurden allmählich unter Rühren 15 g Phenyl-isopropyl-carbinol vom Kp.10 = 99 bis 102°C hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde gerührt, bis eine klare Lösung erhalten war. Anschließend wurde, um die Reaktion zwischen Phosgen und dem Carbinol zu beschleunigen, ein geeignetes säurebindendes Mittel, wie z. E. 18,8 g Antipyrin, gelöst in möglichst wenig Chloroform, hinzugegeben und bei Zimmertemperatur weitergerührt, bis die Reaktion beendet war. Nach dem Durchspülen der Apparatur mit Stickstoff wurde das abgeschiedene Antipyrinhydrochlorid abgesaugt und das Filtrat mit Ammoniakgas unter Rühren und Kühlen gesättigt. Der ausgefallene, in Wasser leichtlösliche Niederschlag wurde abfiltriert und das Toluol im Vakuum auf dem NVasserbad abgedampft. Der Rückstand wurde destilliert. Er siedete bei Kp.3=132 bis 146°C. Der Carbamidsäure-phenyl-isopropyl-carbionl-ester (I) zeigte nach dem Umlösen. aus Cyclohexan einen Schmelzpunkt von 82 bis 84 C.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsäureesters der Formel NIl.
  2. 2 COO CH CH CH3 CH3 dadurch gekennzeichnet, daß man Phenyl-isopropylcarbinol mit Cyansäure, vorzugsweise durch Erhitzen von Alkalicyanaten in indifferenten Lösungsmitteln in Gegenwart von Säuren, umsetzt oder daß man iiberschüssiges Phenyl-isopropyl-carbinol in der Kälte mit Harnstoffchlorid oder durch Erhitzen mit Harnstoff, mit oder bohne Zusatz von Schwermetallsalzen, bzw. mit Harnstoffsalzen in Reaktion bringt oder daß man Phenyl-isopropyl-carbinol mit Urethanen, wie Carbamidsäureäthylester, mit oder ohne Zusatz von Reaktionsbeschleunigern, durch Erhitzen auf höhere Temperaturen umsetzt oder daß man Phenyl-isopropyl-carbinol durch Einwirkung von Phosgen in den Chlorkohlensäureester des Phenyl-isopropyl-carbinols überführt und diesen anschließend mit Ammoniak umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Chemical Abstracts, 16, 2402 [1922].
DEK28985A 1956-06-01 1956-06-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters Pending DE1020017B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK28985A DE1020017B (de) 1956-06-01 1956-06-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK28985A DE1020017B (de) 1956-06-01 1956-06-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1020017B true DE1020017B (de) 1957-11-28

Family

ID=7218371

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK28985A Pending DE1020017B (de) 1956-06-01 1956-06-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1020017B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3086987A (en) * 1959-02-06 1963-04-23 Azote Office Nat Ind Production of carbamic esters
DE1179924B (de) * 1959-07-30 1964-10-22 Siegfried Ag Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeure-estern von Alkyl-benzyl-carbinolen

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3086987A (en) * 1959-02-06 1963-04-23 Azote Office Nat Ind Production of carbamic esters
DE1179924B (de) * 1959-07-30 1964-10-22 Siegfried Ag Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeure-estern von Alkyl-benzyl-carbinolen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2363351A1 (de) Neue 2-carboalkoxyaminobenzimidazole und verfahren zu ihrer herstellung
DE1670753A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Cycloalkylaminooxazolinen
DE1445186B2 (de) 3,3'-Di-2-imidazolin-2-yl-carbanilid
EP0001144B1 (de) N-Substituierte 2-Hydrazono-Propionsäure-Derivate, Verfahren zur Herstellung derselben und Arzneimittel, die diese enthalten
DE1020017B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen, sedativ wirkenden Carbamidsaeureesters
DE2652004C3 (de) l-Acyl-2-arylamino-2-imidazoline, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE2526795A1 (de) Sulfonamide
DE2403786A1 (de) Neue derivate der cumarine
DE2240215C3 (de) Verfahren zur Herstellung von α -[5-Indanyloxycarbonyl]-benzylpenicillin
DE2521347B2 (de) Hydroxylsubstituierte 2-Chlor- a -(tertbutylaminomethyD-benzylalkohole, Herstellungsverfahren und Arzneimittel
DE1142599B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeureestern
CH516593A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Estern von a-Aminobenzyl-penicillin
DE1670143C3 (de)
DE3041812A1 (de) Basisch substituierte 5-phenyltetrazole, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als heilmittel
DE1960026A1 (de) Neue Derivate des 3-Amino-1,2-benzisothiazols und ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
DE1620301A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-substiutierten Cycloheptimidazolderivaten
AT259772B (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Pyridin-Derivaten
AT259773B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen schwefelhaltigen Pyridinderivaten
DE737931C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 4-Diaminochinazolin
DE2253554A1 (de) 2-amino-2-oxazoline und verfahren zu ihrer herstellung
AT319960B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinverbindungen
DE1024954B (de) Verfahren zur Herstellung von N-disubstituierten Dithiocarbaminsaeureestern, die im Alkoholrest Sulfonsaeuregruppen enthalten
DE740445C (de) Verfahren zur Herstellung von p,p-Diaminodiphenylsulfon
DE2236005C3 (de) Dibenzo- eckige Klammer auf d,f eckige Klammer zu -dioxepin- eckige Klammer auf 1,3 eckige Klammer zu -derivate und deren pharmakologisch verträgliche Salze, sowie Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
AT239252B (de) Verfahren zur partiellen oder vollständigen Carbamylierung von zweiwertigen Alkoholen oder von deren partiell O-substituierten Derivaten