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I. Anwendungsgebiet
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Die
Erfindung betrifft Folientore.
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II. Technischer Hintergrund
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Bei
Folientoren besteht das Tor aus einer Wickelrolle quer oberhalb
der Toröffnung
sowie einer darauf aufwickelbaren Folie, so dass beim Abwickeln der
Folie von der Wickelrolle die bis zur Unterkante der meist in seitlichen,
vertikalen Führungen
geführte Toröffnung herabhängende Torfolie
die Toröffnung verschließt.
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Derartige
Folientore sind beispielsweise in der Landwirtschaft für Ställe bekannt,
werden jedoch auch in der Industrie als Tore für Hallen, insbesondere Kühlhallen,
eingesetzt. Die Anforderungen im industriellen Einsatz sind jedoch
dabei höher
und umfassen häufig
- – eine
sogenannte Crashsicherheit, so dass beim Anfahren an das Folientor
das Tor nicht beschädigt
wird.
- – eine
seitlichen Dichtigkeit des Folientores im geschlossenen Zustand,
häufig
auch eine Dichtigkeit an der Unterkante und Oberkante,
- – eine
sehr schnelle Öffnungs-
und vor allem Schließgeschwindigkeit
des Folientores,
- – ein
Verzicht auf eine harte, beschwerte Unterkante der Torfolie, um
Verletzungen von Passanten zu vermeiden.
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Diese
Kombination von Anforderungen führt vor
allem für
die geforderte hohe Schließgeschwindigkeit,
meist mindestens 0,8 m/s, zu Problemen:
Um die geforderte seitliche
Dichtigkeit zu erreichen, müssen
die seitlichen Ränder
in seitlichen Führungen
geführt
werden.
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Da
je nach Breite des Folientores bei Windbelastung von Außen diese
Ränder
aus ihren seitlichen Führungen
herausgezogen werden könnten, muss
eine Randverdickung, also ein Keder, diesen Rand formschlüssig in
hinterschnittenen seitlichen vertikalen Führungen halten.
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Dadurch
entsteht beim Ablassen der Folie jedoch zwischen Keder und umgebenden
Führungsprofil
soviel Reibung, dass selbst bei schnellem Antrieb der Abwickelrolle
in Schließrichtung
die leichte Torfolie nicht schnell genug in den seitlichen Führungen
absinkt, vor allem, wenn Winddruck auf dem Folientor lastet, um
die geforderte Schließgeschwindigkeit
zu erreichen. Des Weiteren bereitet der verdickte Keder beim Aufwickeln
auf der Wickelrolle Probleme.
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Aus
diesem Grund ist es bereits bekannt, den verdickten Rand der Folie
aktiv in die vertikalen Führungen
nach unten zu schieben und hierfür
den Rand der Folie in Längsrichtung
druckfest auszuführen,
was jedoch einen hohen konstruktiven Aufwand erfordert.
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Ferner
ist es bereits bekannt, den vertikalen Rand der Folie mit Führungsrollen
auszustatten, mit denen sich die Folie im Inneren von vertikalen
Führungsschienen
abstützt.
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Damit
ist jedoch ein Aufwickeln der Folie nicht mehr möglich.
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III. Darstellung der Erfindung
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a) Technische Aufgabe
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Es
ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung,
Folientore trotz konstruktiv einfachen Aufbaus zu geringen Kosten
zu schaffen, die dennoch eine hohe Schließgeschwindigkeit erreichen
können
und unter Einhaltung der übrigen
geforderten Randbedingungen, wie zumindest randseitiger Dichtigkeit
und Druckbelastbarkeit durch Wind bei geschlossenem Tor, eine hohe
Crashsicherheit bieten.
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b) Lösung
der Aufgabe
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Für die folgenden
Darlegungen soll vorausgeschickt werden, dass im Allgemeinen die
Torfolie zum Öffnen
und Schließen
in der Toröffnung
vertikal bewegt wird, und damit die Öffnungs- und auch die Schließrichtung
der Torfolie identisch mit der vertikalen Richtung ist.
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Dies
ist jedoch nicht zwingend erforderlich, denn im Einzelfall könnte auch
eine z. B. horizontale Öffnungs-
und Schließrichtung
notwendig sein.
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Dennoch
wird für
die Zwecke der vorliegenden Anmeldung die Öffnungs- und Schließrichtung der
Torfolie mit der vertikalen Richtung gleichgesetzt, ohne die Erfindung
hier rauf zu beschränken.
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Indem
die Randverdickung zwei ebene, parallel zur Hauptebene der Torfläche verlaufende
Außenflächen mit
ausreichender Breite aufweist, und insbesondere aus einem gut wickelbaren
Material besteht, kann beim Aufwickeln der Torfolie diese Randverdickung
problemlos mehrfach übereinander gewickelt
werden, wie die Torfolie selbst, ohne dass wie bei einem schmalen,
verdickten Keder die Gefahr besteht, dass sich dieser unregelmäßig in axialer Richtung
nebeneinander ablegt und dadurch zu Faltenwurf oder gar Verklemmen
der Torfolie auf der Wickelrolle führt, was vor allem beim späteren Schließen des Tores sehr leicht zu Verklemmungen in den vertikalen
Führungen
führen
kann.
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Hierfür ist eine
Breite der Randverdickung in Querrichtung von 2, 3 oder gar 5 cm
sinnvoll, wobei sich herausgestellt hat, dass eine Dicke der Randverdickung
von mindestens 2, besser 3 oder 4 mm notwendig ist, damit die in
Querrichtung der Torfolie weisende Schulterfläche dieser Randverdickung,
die insbesondere eine ebene Schulterfläche ist, ausreichend breit
für eine
gute Führung
und Abstützung wird.
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Beispielsweise
kann die Randverdickung als ein auf den Rand der Folie aufgeschweißter oder
aufgeklebter – in
Schließrichtung
durchgehender, insbesondere einstückige oder aus einzelnen Abschnitten bestehender
Randstreifen realisiert werden. Bezogen auf die Dicke der Torfolie
sollte die Dicke der Randverdickung ein Mehrfaches, mindestens das Fünffache,
besser das Siebenfache der Dicke der Torfolie aufweisen.
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Bei
einer in Schließrichtung
durchgehenden, insbesondere einstückigen Randverdickung muss diese
ausreichend elastisch sein, um ein problemloses Aufwickeln auf der
Wickelrolle zu ermöglichen.
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Gerade
wenn die Randverdickung nicht mittels Rollen sondern mittels Gleitführungen
an den Rändern
geführt
werden soll, sollte als Material für die Randverdickung, zumindest
auf deren Außenflächen, ein
möglichst
reibungsarmes Material wie etwa Teflon verwendet werden.
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Da
diese Gleitflächen
einem Abrieb unterworfen sind, ist es nicht sinnvoll, lediglich
eine dünne Beschichtung
mit diesem reibungsarmen Material vorzunehmen, sondern vorzugsweise
die gesamte Randverdickung aus einem solchen reibungsarmen Material
herzustellen, welches dann in der gewünschten Dicke jedoch häufig nicht
mehr ausreichend elastisch für
ein Aufwickeln ist.
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In
diesem Fall kann sich die Herstellung der Randverdickung oder deren
Außenschicht
aus wenig elastischen, insbesondere steifen Platten z. B. aus Teflon
anbieten, die in Schließrichtung
aneinander anschließend
auf der Torfolie aufgebracht sind und angepasst an den Durchmesser
der Wickelrolle in Schließrichtung
nur eine solche Länge
besitzen, dass dann dennoch ein problemloses Aufwickeln auf der
Wickelrolle möglich
ist.
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Die
einzelnen, insbesondere plattenförmigen Abschnitte
der Randverdickung, die sich in Schließrichtung aneinander anschließen, können sich
entweder mit möglichst
geringem Abstand insbesondere lückenlos,
aneinander reihen oder bewusst mit Abstand, um diesen Abstand für andere
Zwecke, beispielsweise den Eingriff eines später zu erläuternden Ritzels, zu ermöglichen.
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Die
Randverdickung kann sich formschlüssig an feststehenden Teilen
der vertikalen Führungen wie
etwa Gleitleisten abstützen,
vorzugsweise – um die
Reibung beim Schließen
zu vermindern und damit die Schließgeschwindigkeit zu erhöhen – stützt sie
sich jedoch an Scheibenrollen ab, die an den Vertikalführungen
angeordnet sind, und zwar vorzugsweise mehrfach vertikal übereinander
angeordnet sind.
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Diese
Scheibenrollen stehen vorzugsweise mit ihrer Drehachse quer zur
Hauptebene der Torfolie, so dass die Schulterfläche der Randverdickung sich
auf der Mantelfläche
der Scheibenrollen abstützt,
was eine optimal geringe Reibung ergibt, jedenfalls geringer als
bei einer parallel zur Hauptebene der Torfolie liegenden Drehachse
dieser Scheibenrollen.
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Damit
die Schulterfläche
immer zuverlässig an
den Scheibenrollen anliegt und nicht ungewollt außer Kontakt
gerät,
muss die Torfolie und vor allem deren Randverdickung zuverlässig auf
ihrer Hauptebene in Soll-Position, gehalten werden.
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Zu
diesem Zweck können
beidseits der Hauptebene wiederum feste Gleitleisten angeordnet werden,
aber aus den gleichen Gründen
wie oben erwähnt
werden bevorzugt beidseits der Randverdickung Walzenrollen angeordnet,
die die Randverdickung und damit die Folie zuverlässig bei
geringster Reibung zwischen sich führen.
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Auch
hier sind diese Walzenrollen wiederum mehrfach übereinander angeordnet. Von
den akzeptablen Reibungskräften
hängt es
ab, in welchem Abstand Rollen vertikal übereinander positioniert werden
und ob bzw. mit welcher Länge
dazwischen Gleitleisten verwendet werden können, um die Kosten der vertikalen
Führungen
zu senken. Im Falle der zusätzlichen
Verwendung von Gleitleisten sind diese immer geringfügig gegenüber dem
vordersten Punkt der entsprechenden Rollen zurückversetzt.
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Die
Randverdickung kann bezüglich
der Hauptebene der Torfolie nur auf einer oder auch auf beiden Seiten
vorhanden sein. Bei entsprechend breiten Torfolien kann es notwendig
sein, im mittleren Bereich ein oder mehrfach einen vertikalen Distanzstreifen
auf der Torfolie aufzubringen, der die Dicke der Randverdickung
besitzt, um beim Wickeln in der Mitte des Wickels kein zu starkes
Durchhängen
des Wickels und damit ein nach innen Ziehen der Ränder der
Torfolie zu bewirken, was das saubere Aufeinanderwickeln der Randverdickungen
verhindern würde.
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Die
Randverdickung kann außer
dem aufgeklebten oder aufgeschweißten Randstreifen auch aus
einem C-förmigen
Hohlprofil bestehen, welches auf den mittels einem Keder verstärkten Rand
der Folie aufgeschoben wird, so dass das C-förmige Formteil
die ebenen parallelen Außenflächen aufweist,
jedoch wiederum ausreichend flexibel und wickelbar sein muss.
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Um
eine ausreichende Crashsicherheit des Folientores zu bewirken, kann
beispielsweise die Randverdickung lösbar an der Folie befestigt
sein, beispielsweise mittels Klettverschluss, Druckknöpfen oder
anderen lösbaren
Befestigungselementen. Die Haltekraft der Befestigung wird dann
durch die Fläche
des Klettverschlusses, die Anzahl und Haltekraft der Druckknöpfe oder
andere Befestigungselemente definiert eingestellt.
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Eine
andere Möglichkeit
besteht darin, dass die abstützenden
Scheibenrollen an den vertikalen Führungen oder die vertikalen
Führungen
selbst an dem umgebenden Gebäude
mittels Sollbruchelementen befestigt sind, die bei zu großem Zug
in Querrichtung abreißen,
so dass die abstützenden Rollen,
insbesondere die Scheibenrollen, sich zusammen mit dem Rand der
Torfolie zur Tormitte hin bewegen können. Als Sollbruchelemente
können
dabei z. B. die Verschraubungen der vertikalen Führungen gegenüber dem
Gebäude
benutzt werden.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, dass zwar die vertikalen Führungen fest am Gebäude montiert
bleiben, die Rollen jedoch so beweglich montiert sind, dass sie
bei zu großem
Zug auf die Folie in Richtung Tormitte die Randverdickung freigeben
und die Torfolie nicht beschädigt
wird.
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Hierzu
können
beispielsweise die Scheibenrollen in der Lotrechten zur Hauptebene
der Torfolie beweglich, insbesondere gefedert, angeordnet sein.
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Ein
Außer-Eingriff
geraten bei zu starkem Zug wird auch erleichtert, wenn die Schulterfläche der
Randverdickung nicht lotrecht, sondern schräg zur Hauptebene der Torfolie
steht.
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Jedoch
wird dann auch ein unerwünschtes Durchrutschen
der Randverdickung erleichtert.
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Dann
können
die Scheibenrollen auch funktionsvereinigt mit zumindest den Walzenrollen
auf einer Seite der Torfolie sein, indem diese dann einen radial
vorstehenden Bund aufweisen, mit dem sie an der Schulterfläche der
Randverdickung laufen.
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Um
die Abstützwirkung
zu erhöhen,
kann die Randverdickung in Querrichtung beabstandet mehrere Schulterflächen aufweisen,
die jeweils separat abgestützt
werden.
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Auch
kann eine der Walzenrollen in der Senkrechten zur Hauptebene der
Torfolie beweglich, insbesondere gefedert, angeordnet werden, insbesondere
die der Scheibenrolle gegenüberliegende Walzenrolle.
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Um
beim Schließen
des Tores, vor allem zu Beginn der Schließbewegung, die Torfolie schnell
zu beschleunigen, ist es bekannt, den unteren Bereich der Torfolie,
insbesondere die Unterkante, zu beschweren.
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Dabei
wird in eine Tasche an der Unterkante beispielsweise eine Metallstange
eingelegt, bevorzugt wird jedoch ein schweres Schüttgut wie
etwa Sand eingefüllt,
um Verletzungen einer unter dem sich schließenden Tor stehenden Person
möglichst zu
vermeiden.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen,
die Beschwerung, d. h. das Gewicht, aus dem Bereich der Toröffnung völlig herauszuverlagern,
und das Gewicht außerhalb
der Toröffnung,
insbesondere außerhalb
der seitlichen Ränder
der Torfolie, beispielsweise neben den vertikalen Führungen
anzuordnen und mittels eines Befestigungsbügels am Rand der Torfolie,
etwa der Randverdickung, stabil zu befestigen.
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Dann
sind Verletzungen unter dem Tor stehender Personen so gut wie ausgeschlossen,
vor allem dann, wenn der Bereich, indem sich das Gewicht auf und
ab bewegt, durch ein vertikal verlaufendes Schutzprofil abgedeckt
ist.
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Eine
weitere Möglichkeit
der schnellen Schließbewegung
besteht in einem Antrieb, der anstelle des Antriebes der Wickelrolle
oder zusätzlich zum
Antrieb der Wickelrolle vorhanden ist und direkt an der Torfolie,
vorzugsweise der Randverdickung, unterhalb der Wickelrolle angreift
und diese nach unten zieht oder schiebt.
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Hierfür ist besonders
eine Randverdickung mit parallelen und ebenen Außenflächen geeignet, da in eine solche
Randverdickung sehr einfach eine Profilierung, beispielsweise nach
Art einer Zahnstange, eingearbeitet werden kann, die formschlüssig mit einem
entsprechend gestalteten Zahnritzel, welches motorisch angetrieben
ist, in Eingriff gebracht werden kann, was zuverlässiger arbeitet
als an einer glatten Außenfläche angreifende,
nicht profilierte Reibrollen.
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Die
Zahnstange kann auch durch eine Abfolge von Löchern, also Durchgangsöffnungen
oder Sacklöchern,
realisiert werden.
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Sofern
die Randverdickung durch einen auf die Folie aufgeklebten Randstreifen
hergestellt wird, könnten
in diesem Randstreifen Durchgangsöffnungen durch Ausstanzungen
hergestellt sein, wodurch nach dem Aufkleben auf den Rand der Torfolie
Sacklöcher
entstehen.
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Sofern
die Torfolie beim Schließen
des Tores nicht nur mittels Drehen der Wickelrolle in Schließrichtung
bewegt wird, tritt häufig
das Problem auf, dass aufgrund noch geringer Schwerkraft an der
Unterkante des Tores und der Reibung in den vertikalen Führungen
die Torfolie in den Führungen
nicht schnell genug absinkt und sich die auf der Wickelrolle aufgewickelte
Torfolie dort aufbauscht.
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Dies
kann verhindert werden, indem die auf der Wickelrolle aufgewickelte
Torfolie, vor allem in ihrem Randbereich, mittels eines flexiblen
Andruckelementes beim Abwickeln dicht an die Wickelrolle angedrückt wird,
also die Lagen radial nach innen zusammengedrückt werden.
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Zu
diesem Zweck kann ein flexibles Andruckelement wie beispielsweise
ein Riemen oder eine Kette, mit einem Ende ortsfest in der Nähe des Wickels,
beispielsweise an den vertikalen Führungen, befestigt werden,
um die Oberseite des Wickels herumgelegt und auf der anderen Seite
nach unten, beispielsweise mittels eines Gewichts, gespannt werden.
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Um
beim Abwickeln der Folie die Reibung zwischen dem Andruckelement
und dem Wickel gering zu halten, sind an dem Andruckelement vorzugsweise
Rollen angeordnet, die gegenüber
dem Andruckelement vorstehen und an dem Wickel aus Torfolie anliegen.
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Eine
andere Methode des schnellen Schließens besteht darin, beim Schließen die
Torfolie an der Unterkante zu ergreifen und nach unten zu ziehen,
unabhängig
davon, ob zusätzlich
die Wickelrolle in Schließrichtung
angetrieben wird oder nicht.
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Vorzugsweise
greift hierfür
an der Unterkante jeweils im Randbereich an der Torfolie ein Zugriemen
an, der motorisch in Schließrichtung
angetrieben werden kann. In diesem Fall wird der motorische Antrieb
des Zugriemens in Gang gesetzt, wenn die Torfolie nach unten bewegt
werden soll.
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Eine
andere Möglichkeit
ist das Anordnen einer nach unten ziehenden Zugfeder an der Torfolie, also
vorzugsweise deren Unterkante, die dann mit dem oberen Ende der
Zugfeder – beispielsweise
ein Expander – verbunden
ist, während
das untere Ende im unteren Bereich der Toröffnung, beispielsweise an den
seitlichen Führungen,
befestigt ist. Eine solche Zugfeder zieht natürlich immer an der Torfolie,
die jedoch bei stillstehendem Motor der Wickelrolle nicht abgerollt
werden kann.
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Sobald
der Motor sich an der Wickelrolle in Abwickelrichtung in Bewegung
setzt oder auch nur eine Blockierung der Wickelrolle in Abwickelrichtung gelöst wird,
wird die Torfolie von der Zugfeder nach unten gezogen. Den gleichen
Zweck erfüllt
eine oberhalb der Unterkante der Torfolie angeordnete Druckfeder,
die mit ihrem unteren Ende das untere Ende der Torfolie nach unten
drückt,
und sich mit ihrem oberen Ende an einem ortsfesten Punkt des Tores abstützt.
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Meist
ist der Zugriemen dabei über
eine Umlenkung, die am unteren Ende der Toröffnung angeordnet sind, nach
oben umgelenkt und führt
zurück nach
oben, um den an der Wickelrolle ohnehin vorhandenen Antriebsmotor
auch für
das Antreiben eines solchen Zugriemens benutzen zu können.
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Besonders
vorteilhaft ist es nun, das Andruckelement, welches das Aufbauschen
der gewickelten Torfolie verhindert, mit einem solchen Zugelement
zu kombinieren, beispielsweise indem ein endloser, über untere
Umlenkrollen und den oberen, auf der Wickelrolle befindlichen Wickel,
umlaufender Riemen an jedem Rand verläuft und der mit der Unterkante
der Torfolie verbunden ist.
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Der
Antrieb dieses als Zugriemen dienenden Andruckelementes kann auf
einfache Art und Weise dadurch realisiert werden, dass eine ausreichende Haftreibung
zwischen dem Außenumfang
der gewickelten Torfolie und diesem umlaufenden Riemen vorhanden
ist, so dass bei drehendem Antrieb der Wickelrolle gleichzeitig
auch der Riemen in Schließrichtung
mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wird und damit auch die
Unterkante des Torfolie mit der gleichen Geschwindigkeit nach unten
gezogen wird und gleichzeitig durch den auf dem Wickel anliegenden
Riemen das Aufbauschen der Torfolie ohnehin verhindert wird.
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Dabei
kann ein Antriebsmotor den Zugriemen einerseits und die Wickelrolle
andererseits auch wahlweise in Öffnungsrichtung
bzw. Schließrichtung antreiben.
Dann besitzt das jeweilige Element in der jeweils anderen Richtung
einen Freilauf.
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Sofern
ein Zusatzantrieb an der Torfolie unterhalb der Wickelrolle lediglich
mittels Reibrollen angreift, sollten diese vorzugsweise über eine
Steuerung verfügen,
die die Drehgeschwindigkeit zu Beginn der Schließbewegung, etwa in den ersten
0,5 Sekunden, kontinuierlich so steigert, dass kein Schlupf zwischen
den Reibrollen und der Torfolie auftritt.
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Weitere
Möglichkeiten
des Zusatzantriebes sind entweder eine Gewindespindel, die vertikal,
vorzugsweise neben dem Rand der Torfolie verläuft und motorisch angetrieben
werden kann und mit einem Koppelelement, welches vom Rand der Torfolie,
beispielsweise der Randverdickung vorsteht und beispielsweise gabelförmig gestaltet
werden kann, in Eingriff gebracht werden kann.
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Für das Öffnen der
Torfolie können
die beiden Elemente außer
Eingriff gebracht werden.
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Um
beim Absenken der Torfolie die Reibung in den vertikalen Führungen
weiter zu minimieren, vor allem, wenn Winddruck an der Torfolie
anliegt, ist es auch möglich,
die vertikalen Führungen
zur Tormitte hin beweglich zu gestalten, so dass sie bei sich schließendem Tor
etwas zur Mitte hin verlagert sind und Spannung aus der Torfolie
nehmen und erst bei vollständig
geschlossenem Tor von der Mitte weg in ihre am weitesten von der
Mitte beabstandete Lage gespannt werden.
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Eine
andere Möglichkeit
besteht darin, die vertikalen C-förmigen Führungen mit gegeneinander federnd
vorgespannten freien Schenkeln auszustatten, die bei zu starker
Zugbelastung auf der Folie zur Tormitte hin auseinander federn und
den Rand der Folie freigeben.
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c) Ausführungsbeispiele
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Ausführungsformen
gemäß der Erfindung sind
im Folgenden beispielhaft näher
beschrieben. Es zeigen:
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1a:
Die bekannte Grundsituation eines Folientores,
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1b bis
d: die erfindungsgemäße Lösung einer
seitlichen Führung,
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2: Lösungen
zur Crashsicherheit auf der Seite der Torfolie,
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3: Lösungen
zur Crashsicherheit auf der Seite der Führung,
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4: Möglichkeiten
eines Zusatzantriebes,
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5: eine andere Möglichkeit eines Zusatzantriebes,
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6: eine weitere Möglichkeit eines Zusatzantriebes,
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7: eine weitere Möglichkeit eines Zusatzantriebes,
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8: eine Alternativlösungen zu 1b,
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9: einen weiteren Zusatzantrieb,
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10: eine teilweise Umschlingungslösung
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11: eine vollständige Umschlingungslösung und
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12:
eine Torbeschwerung.
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1a zeigt
die Grundsituation eines Folientores 1 in der Frontansicht
im geschlossenen Zustand:
Die herabgelassene Torfolie 2 befindet
sich vor der zu verschließenden
Toröffnung
und ist mit ihrer Oberkante an einer horizontal quer am oberen Ende
der Toröffnung 3 angeordneten
Wickelrolle 4 befestigt.
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Zum Öffnen des
Tores wird die Wickelrolle 4 von einem Antriebsmotor 7 in
Aufwickelrichtung drehend angetrieben, wodurch die Torfolie 2 auf
die Wickelrolle 4 aufgewickelt wird und die Toröffnung 3 freigibt.
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Die
seitlichen Ränder 2a,
b der Torfolie 2 sind jeweils in vertikalen Führungen 6a,
b geführt
und die Unterkante 2c der Torfolie 2 ist häufig beschwert,
um beim Abwickeln der Torfolie 2 zu Beginn ein ausreichendes
Zuggewicht nach unten zu haben, beispielsweise durch eine in die
Unterkante 2c eingenähte
Tasche 13, in der sich ein schweres Schüttgut 14, wie etwa
Sand, befindet.
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Ferner
können
in Abständen
vertikal übereinander
und horizontal verlaufend in der Torfolie 2 Versteifungslatten
oder Stabilisierungsrohre 22 vorhanden sein, um ein Durchbiegen
der Torfolie 2 bei Winddruck zu minimieren.
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Die 1b bis 1d zeigen
in vergrößerter Darstellung
die Führung
eines seitlichen Randes 2a in der Führung 6a, wie sie
in der Praxis jedoch an beiden Rändern 2a,
b vorhanden ist.
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Dabei
besteht das Problem, dass einerseits beim vertikalen Bewegen der
Torfolie 2 diese möglichst
wenig Reibungskräften
in vertikaler Richtung an den Führungen
ausgesetzt sein soll, andererseits jedoch bei Zugbelastung auf der
Torfolie 2 in Querrichtung 50, also von den seitlichen
Führungen 6a,
b zur Mitte 30 des Tores hin, wie sie bei Winddruck auf die
Fläche
des Tores auftreten, der seitliche Rand z. B. 2a in der
Führung 6a gehalten
werden soll, um das Tor nicht zu beschädigen.
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Zu
diesen Zweck ist bei den erfindungsgemäßen 1b und
folgende auf dem Rand 2a der Folie 2 eine Randverdickung 5 aufgebracht,
hier in Form eines auf eine Seite der Torfolie 2 aufgeschweißten Randstreifens 5', der über die
gesamte vertikale Höhe
der Torfolie 2 durchgeht.
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Diese
Randverdickung 5 weist eine in Querrichtung 50 weisende
Schulterfläche 5a auf,
mit der sich die Randverdickung 5 und damit die Torfolie 2
formschlüssig an
einem dagegen gerichteten Stützelement
abstützen
kann.
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In 1b ist
hier als Stützelement
eine Scheibenrolle 34 zu erkennen, deren Drehachse 34' lotrecht zur
Hauptebene 40 der Torfolie 2 steht, und die mit
ihrer Umfangsfläche
an der Schulterfläche 5a der
Randverdickung 5, also des Randstreifens 5', anliegt.
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Die
Breite der Schulterfläche 5a sollte
dabei ein Mehrfaches der Dicke der Torfolie 2 betragen, mindestens
2 mm oder 3 mm, besser 4 mm.
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1b zeigt
auch, dass der Randstreifen 5' sich mit geringerer Dicke von
der Schulterfläche 5a noch
in Richtung Tormitte 30 hin erstreckt und zwar über den
gesamten Bereich der Scheibenrolle 34, um die von der Stirnfläche der
Scheibenrolle 34 möglicherweise
auf die Torfolie 2 ausgeübte Reibung und den damit verbundenen
Verschleiß nicht
an der Torfolie 2 selbst, sondern an diesem Teil des Randstreifens 5' auftreten zu
lassen.
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In
der Lotrechten 39 zur Hauptebene 40 ist der Rand 2a der
Torfolie 2 geführt
durch beidseits jeweils anliegende Walzenrollen 35a, b,
die mit ihren Drehachsen 36a, b parallel zur Hauptebene 40 angeordnet
sind und mit ihrer Umfangsfläche
an jeweils einer der beiden Seitenflächen der Randverdickung 5, also
des Randstreifens 5',
anliegen und diese zwischen sich führen.
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Dabei
ist die auf der gegenüberliegenden Seite
der Scheibenrolle 34 angeordnete Walzenrolle 35b so
positioniert, dass sie teilweise in den Bereich der Scheibenrolle 34 hineinragt,
andererseits jedoch auch in den Bereich der anderen gegenüberliegenden
Walzenrolle 35a hineinragt, so dass in Querrichtung 50 betrachtet
diese drei Rollen 35a, b und 34 jeweils geringfügig überlappen,
was die optimale Führung
für den
Rand 2a der Torfolie 2 ergibt.
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Diese
drei Rollen sind jeweils in einem in vertikaler Richtung verlaufenden
Führungsprofil 37 befestigt,
welches etwa C-förmig
gestaltet ist und zur Tormitte 30 hin einen offenen Schlitz
zum Hindurchführen
der Torfolie 2 aufweist, wobei die Scheibenrolle 34 in
einem Zusatzprofil 37a, welches mit dem Führungsprofil 37 verschweißt oder
verschraubt sein kann, fixiert ist.
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Die
Anordnung der 1b mit den drei zusammenwirkenden
Rollen 34, 35a, b ist – wie die 1c zeigt – vielfach übereinander
vorhanden, wobei es von der gewünschten
Führungsqualität abhängt, wie
groß die
Abstände
in vertikaler Richtung zwischen diesen Rollen gewählt werden.
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Die
beste Führung
ergibt sich natürlich,
wenn die Rollen mit so geringem Abstand wie möglich übereinander positioniert werden,
was dann die Anzahl der benötigten
Rollen und damit die Kosten dieser Führung in die Höhe treibt.
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Sofern
eine geringere Führungsqualität ausreichend
ist, können
die Abstände
zwischen den jeweiligen Rollen in vertikaler Richtung vergrößert werden,
vor allem bei den Scheibenrollen 34, und dazwischen alternativ
Stützleisten 20 verwendet
werden (1d), die allerdings in Querrichtung 50 geringfügig gegenüber dem
Umfang der Scheibenrollen 34 zurückversetzt sind, so dass die
Schulterfläche 5a primär an den
Scheibenrollen 34 anliegt.
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Ebenso
kann auch die Anzahl der Walzenrollen 35a, b durch entweder
Vergrößerung des
vertikalen Abstandes oder/und Anordnen von (hier nicht dargestellten)
Gleitleisten dazwischen verringert werden.
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Das
Führungsprofil 37 ist
an dem umgebenden Gebäude,
also der Toröffnung 3,
meist durch Verschrauben befestigt.
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Dabei
besteht das weitere Problem, dass trotz der Abstützung der Randverdickung 5 an
den Scheibenrollen 34 bei einem zu starken Zug an der Torfolie 2 zur
Tormitte 30 hin das Tor nicht beschädigt werden darf, sondern eine
sogenannte Crashsicherheit aufweisen muss, beispielsweise für den Fall, dass
ein Fahrzeug gegen die geschlossene Torfolie fährt oder der Winddruck auf
die Torfolie zu stark wird.
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Für eine solche
Crashsicherheit gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:
Entweder
bewegt sich die Torfolie 2 mit ihrem Rand 2a,
b aus den Führungen 6a,
b heraus in Richtung Tormitte 30, oder die vertikalen Führungen 6a,
b lösen
sich von ihrem Untergrund.
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Eine
konkrete Lösung
der zweiten Kategorie ist in 1b dargestellt:
Dabei
dient die Verschraubung 38, die wahlweise an einem der
Schenkel des Führungsprofils 37 zur
Verschraubung gegenüber
dem Gebäude
vorhanden ist, als Sollbruchstelle, indem sie so dimensioniert ist, dass
diese Verschraubungen bei zu starkem Zug abreißen.
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Anstelle
einer Verschraubung kann hier als Sollbruchstelle jedoch auch jede
andere gewünschte Befestigungsart,
beispielsweise Verkleben, Befestigen mit Klettverschluss oder Ähnliches
benutzt werden.
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Ein
solches über
eine Sollbruchstelle lösbares
Führungsprofil 37 kann
auch nur am unteren Teil des Folientores 1, beispielsweise
dem unteren etwa 1 Meter, vorgesehen werden.
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Lösungen zur
ersten Kategorie zeigen die 2 und 3. Die Lösungen der 2 bestehen
im Ablösen
der Randverdickung 5:
Gemäß 2a ist
die Randverdickung 5, also der Randstreifen 5', lösbar auf
der Torfolie 2 aufgebracht und zwar gemäß 2a mittels
Klettverschluss 42 durchgehend flächig aufgebracht und gemäß 2b mit
Hilfe von Druckknöpfen
einer definierten Anzahl und Haltekraft.
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Bei 2c dagegen
geht die Torfolie 2 nicht unter dem Randstreifen 5' durch, sondern
ist seitlich an diesem befestigt, wobei diese Verbindung, die beispielsweise
wiederum mittels Druckknöpfen 41 realisiert
sein kann, ebenfalls eine lösbare
Verbindung ist.
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Diese
lösbaren
Verbindungen sind dabei so – hinsichtlich
ihrer Haltekraft – dimensioniert – dass bei zu
starkem Zug an der Folie 2 in Richtung Tormitte 30 sich
diese Verbindung löst
und die Torfolie 2 seitlich von den Führungen 6a, b wegbewegen
kann.
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Die 3 zeigen Lösungen, bei denen die Abstützung an
der Schulterfläche 5a der
Randverdickung 5 nachgibt:
In 3a ist
die Scheibenrolle 34 – abgesehen
davon, dass sie eine in der Mitte ihrer Mantelfläche umlaufende Erhebung zur
axialen Anlage an der Verdickung 5 aufweist – schräg zur Hauptebene 40 verschiebbar,
indem sie an einem Zusatzprofil 37b verschraubt ist, welches
gegenüber
dem Führungsprofil 37 in
einer schrägen
Führung
verschoben werden kann und mittels eines elastischen Elementes,
in diesem Fall eines rohrförmige
Gummiprofils 43, in die vorgeschobene, also am Randstreifen 5' anliegenden
Position vorgespannt wird.
-
Wenn
also der Zug in Querrichtung 50 zur Mitte 30 des
Tores 7 zu groß wird,
wird die Scheibenrolle 34 schräg in ihren Führungskanal
hineingeschoben, bis sie außer
Eingriff mit der Schulterfläche 50a der
Randverdickung 5 gerät.
-
Zusätzlich ist
in 3a dargestellt, dass ein Randstreifen 5' auf beiden
Seiten der Folie 2 aufgebracht ist und damit eine Schulterfläche 5a auf
beiden Seiten vorhanden ist, jedoch hier nur auf einer Seite genutzt
wird.
-
Die
Verbindung der beiden Randstreifen 5' gegenüber der Folie 2 wird
weiter durch einen außerhalb
der Randstreifen 5' in
die Folie 2 eingearbeiteten Keder 5'' unterstützt, an
dem sich die Randstreifen 5' zusätzlich in
Querrichtung abstützen
können.
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Wegen
der beweglichen Scheibenrolle 34 befinden sich die beiden
Walzenrollen 35a, b auch genau einander gegenüberliegend
und nicht zueinander versetzt.
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Demgegenüber zeigt 3b eine
Lösung, bei
der die Scheibenrolle 34 und die auf der gleichen Seite
der Torfolie befindliche Walzenrolle 35b fest, also nicht
verschiebbar, am Führungsprofil 37 befestigt
sind, dagegen die gegenüberliegende
Walzenrolle 35a in der Lotrechten 39 zur Hauptebene 40 der Torfolie 2 abheben
kann und in dieser Richtung wiederum von einem Gummiprofil 3 in
Anlagerichtung vorgespannt wird.
-
Zusätzlich ist
hier die Schulterfläche 50a nicht
im rechten Winkel zur Hauptebene 40 angeordnet, sondern
schräg
stehend und ebenso die dagegen gerichtete Kontaktfläche der
Scheibenrolle 34 so dass bei verstärktem Zug zur Mitte 30 hin
der Randstreifen 5' leichter über die
Scheibenrolle 34 gleiten kann.
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3c zeigt
eine Lösung,
bei der – wie
bei 3a – die
Scheibenrolle 34 beweglich am Profil 37 angeordnet
ist, und zwar indem das Zusatzprofil 37a, welches die Scheibenrolle 34 trägt, am Führungsprofil 37 nicht
fest, sondern mittels eines Gelenkes 44 befestigt ist,
dessen Schwenkachse parallel zur Hauptebene 40 der Torfolie 2 verläuft.
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In
diesem Fall ist die Scheibenrolle 34 mittels einer Feder 45 zwischen
Führungsprofil 37 und
Zusatzprofil 37a in die Anlagerichtung an die Schulterfläche 5a vorgespannt.
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Sobald
der Zug zur Tormitte 30 diese Vorspannkraft der Feder 45 überwindet,
weicht die Scheibenrolle 34 aus und die Randverdickung 5 – die hier
von einem umgebördelten
Randbereich der Torfolie 2 eingefasst wird, die fast bis
zu Walzenrolle 35a, b reicht – kann sich an der Scheibenrolle 34 vorbei
in Richtung Tormitte bewegen.
-
Ein
weiteres Problem bei solchen Schnelllauftoren besteht darin, dass
die Schließbewegung nicht
schnell genug vor sich geht, da zu Beginn des Abwickelvorganges – sofern
diese nur mittels Schwerkraft unterstützt wird – zu wenig Gewicht in Form
von Torfolie 2 vertikal nach unten zieht.
-
Aus
diesem Grund kann ein Zusatzantrieb zusätzlich oder anstelle des Antriebes
der Wickelrolle 4 in die Schließrichtung vorgesehen sein,
wie beispielsweise anhand der 4 und 5 dargestellt.
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Die 4a und 4b zeigen,
wie die Randverdickung 5 dazu benutzt werden kann, um darin
eine zahnstangenähnliche
Profilierung unterzubringen, in die ein motorisch angetriebenes
Antriebsritzel 25 angreifen kann, welches natürlich möglichst knapp
unterhalb der Wickelrolle 4 positioniert sein sollte.
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Ebenso
können
statt Vertiefungen zwischen den einzelnen Zähnen in der Randverdickung 5 und/oder
der Folie 2 regelmäßig beabstandete
Löcher 27 angeordnet
sein, in die die Zähne 26 des
Antriebsritzels 25 eingreifen.
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Auf
diese Art und Weise wird von einem Punkt knapp unterhalb der Wickelrolle 4 beim
Abwickeln die Torfolie 2 nach unten gezogen.
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Die
Rollen gemäß 1b können dabei
in einem Bereich neben der Profilierung, bei Löchern 27 auch direkt
auf den Löchern,
laufen.
-
5 zeigt dagegen eine Lösung, bei der das untere Ende,
also die Unterkante 2c der Torfolie 2, beim Schließvorgang
nach unten gezogen wird, indem an der Unterkante 2c – vorzugsweise
nahe der äußeren Ränder 2a,
b – ein
Zugband 8 an der Torfolie 2 befestigt ist, welches – wie in 5b und 5c dargestellt – über untere
Umlenkrollen 23a, b am unteren Ende der Toröffnung nach
oben umgelenkt und dort aufgewickelt wird.
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Dies
kann wahlweise direkt auf der Wickelwelle 4, beispielsweise
auf einem gegenüber
dem Wickelumfang für
die Torfolie 2 veränderten
Durchmesser 4',
geschehen oder auf einer separaten Wickelrolle 4'.
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Sofern
die Wickelrolle 4 für
die Torfolie 2 ebenfalls angetrieben wird, muss bei unterschiedlichen
Durchmessern ein Ausgleich entweder durch ein entsprechend längenelastisches
Zugband 8 oder durch einen Freilauf z. B. in der Wickelrolle 4 erzielt werden.
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Da
sich die Zugbänder 8 nur
am seitlichen Rand 2a, b befinden, wird der mittlere Bereich
des Bodens der Durchfahrtöffnung
hiervon nicht beeinträchtigt.
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5c zeigt
ferner in die Torfolie 2 eingenähte, quer verlaufende Taschen 13,
in die zur Beschwerung an der Unterkante Schüttgut 14 eingefüllt werden
kann oder zur Stabilisierung gegen Winddruck Stabilisierungsrohre 22 eingesetzt
werden können.
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Weitere
Möglichkeiten
eines Zusatzantriebes zeigen die 6 und 7.
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In 6 besteht der Zusatzantrieb in einer vertikal
neben der Torfolie 2 verlaufenden Gewindespindel 29,
die mit einem Kopplungselement 32 kämmt, welches an der Unterkante 2c der
Torfolie 2 angeordnet ist und beispielsweise eine über etwa eine
halbe Umdrehung verlaufende Spindelmutter sein kann.
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Die
Gewindespindel 29 läuft
dabei vorzugsweise seitlich versetzt zur Hauptebene 40 der
Torfolie 2 und wiederum nahe an den vertikalen Rändern 2a, b
und damit den vertikalen Führungen 6a,
b, um die Toröffnung 3 nicht
zu beeinträchtigen.
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Die 7 zeigt eine Lösung, bei der die Torfolie 2 im
mittleren Bereich, also insbesondere auf der Tormitte 30,
durch eine zusätzliche
mittlere Führung 6' stabilisiert
ist.
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Dies
kann ein an der Torfolie 2 befestigter, aus der Hauptebene 40 vorstehender
Keder 5'' sein, der insbesondere
auf der Innenseite des Tores angeordnet ist und dort in einer vertikalen
Führung 6', die aus zwei
aufklappbaren Hälften 6a', 6b' besteht, geführt ist.
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Sofern
diese Hälften 6a', 6b' federnd gegeneinander
vorgespannt sind, kann bei zu starkem Zug in der Lotrechten 39 von
dieser vertikalen Führung 6' weg der Keder 5'' herausgezogen werden.
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Dabei
kann gemäß 7a die
vertikale mittlere Führung 6' keine in der
vertikale feststehende Führung
sein, da sie die Toröffnung 3 im
geöffneten Zustand
freigeben muss.
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Vorzugsweise
handelt es sich dabei um eine wenigstens um ein mittleres Gelenk
nach oben, in die Horizontale, zusammenklappbares Gestänge, welches
von einem Antriebsmotor 7 in die Schließstellung des Tores bewegbar
ist, und bei dem zumindest der unterste Punkt mit der Unterkante 2c fest
verbunden bleibt, während über den
Rest der Höhe
die vertikale Führung 6a', 6b' erst geschlossen
wird, nachdem die vertikale Führung 6' ihre vertikal
ausgeklappte Endstellung erreicht hat.
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Eine
weitere Variante eines Zusatzantriebes zeigt 9:
Gemäß 9b liegt
eine von einem Motor 7 angetriebene Reibrolle 46 auf
der Fläche
des Randstreifens 5' an,
der von einer gegenüberliegenden,
unter Umständen
nicht angetriebenen, Reibrolle 46' abgestützt wird.
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Die
Reibrollen sind oberhalb der Führungsprofile 7 – in denen
sich die übrigen
Rollen befinden – angeordnet,
-
Dem
gegenüber
wird bei der Lösung
gemäß 9a die
angetriebene Reibrolle 46 von einem endlosen Antriebsriemen 7 angetrieben,
der auf der Reibrolle 46 oder der Wickelrolle 4 andererseits,
jeweils in einer dafür
geeigneten Umfangsnut läuft
und damit von der Wickelrolle 4 aus angetrieben wird, so dass
kein zusätzlicher
Motor benötigt
wird.
-
Auch
dies vermeidet jedoch bereits ein Aufbauschen der Wicklung auf der
Wickelrolle 4, da die Torfolie 2 mit der passenden
Geschwindigkeit von der Wickelrolle 4 nach unten abgezogen
wird.
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Das
Problem des Aufbauschens der Wicklung tritt immer dann auf, wenn
bei vollständig
hochgezogener Torfolie 2 der Schließvorgang beginnt und die Wickelrolle 4 schnell
in Schließrichtung
angetrieben wird, jedoch die Unterkante 2c der Torfolie 2 nicht
schnell genug nach unten in den Führungen 6a, b absinkt
oder hineingezogen wird.
-
Um
das Aufbauschen zu verhindern, wird gemäß 10 eine
Umschlingung des Wickels aus Torfolie in vor allem deren Randbereichen
vorgeschlagen, was mittels eines flexiblen Andruckelementes, gemäß 10 einer Kette 48 mit Gleitrollen 49 an den
einzelnen Kettengliedern, erfolgt.
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Diese
Kette 48 – von
der je eine nahe an jedem Rand und insbesondere nahe jeder vertikalen Führung 6a,
b vorhanden ist, wird mit dem einen Ende, z. B. am oberen Ende des
Führungsprofiles 37 der
vertikalen Führung 6a,
b befestigt, um die Außenseite
des Wickels aus Torfolie 2 gelegt und hängt mit ihrem freien Ende,
welches vom Gewicht 16 beschwert ist, neben dem Führungsprofil 37 nach
unten.
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Über die
an den Kettengliedern vorhandenen und über diese seitlich vorstehenden
Gleitrollen 49 liegt die Kette auf der Außenumfangsfläche des
Wickels an.
-
Sofern
die Wickelrolle 4 in Abwickelrichtung angetrieben wird,
findet eine Relativbewegung zwischen dem Außenumfang des Wickels und der
Kette 48 statt.
-
Trotz
des kleiner werdenden Durchmessers des Wickels liegt die Kette 48 – straff
gezogen durch das Gewicht 1 – jedoch immer am Außenumfang
des Wickels an.
-
Dadurch
wird ein Aufbauschen des Wickels verhindert.
-
10b zeigt den Zustand bei vollständig geschlossenem
Tor und abgewickelter Torfolie 2.
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Die 11 zeigen eine Lösung, bei der das den Wickel
umschlingende Andruckelement gleichzeitig die Funktion eines Zugriemens 8' besitzt, wie anhand
der 2 erläutert:
Dies heißt, dass
im oberen Bereich der Zugriemen 8' wie die Kette 48 in 10 auf dem Außenumfang des Wickels aus Torfolie 2 auf
der Wickelrolle 4 anliegt und diese wenigstens in deren
oberen Umfangsbereich zusammenhält,
jedoch der Zugriemen 8' endlos
umlaufend ist und um Umlenkrollen 23a, b am unteren Ende
der Toröffnung
umläuft,
und mit der Unterkante 2c der Torfolie 2 verbunden
ist.
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Beim
Antrieb der Wickelrolle 4 in Schließrichtung wird somit zusätzlich über den
Zugriemen 8' die Unterkante 2c nach
unten gezogen, so dass zusammen mit der Umschlingung des Wickels
ein zuverlässiges,
schnelles Abwickeln der Torfolie 2 nach unten gewährleistet
ist.
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Dabei
zeigt 11b auch, wie ein Trum des Zugriemens 8' geschützt im Inneren
des Führungsprofiles 37 verlaufen
kann, nämlich
etwas versetzt zur Hauptebene 40 und auf der von der Scheibenrolle 34 gegenüberliegenden
Seite neben der dortigen Walzenrolle 35a.
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12 zeigt
eine Möglichkeit,
wie ein Foliengewicht 17 nicht an der Unterkante 2c der
Torfolie 2 angeordnet sein kann, sondern außerhalb
der Torfolie 2, beispielsweise mit der Torfolie 2 über ein
Befestigungsprofil 18 verbunden, welches U-förmig um
das Führungsprofil 37 herum
greift.
-
Dies
hat den Vorteil, dass bei sich absenkender Torfolie 2 eine
darunter stehende Person nicht von einer harten, schweren Unterkante 2c getroffen wird,
aber dennoch genug Gewicht vorhanden ist, um bei Beginn des Abwickelvorganges
die Unterkante 2c schnell nach unten zu bewegen.
-
Die 8a und 8b zeigen
Lösungen
alternativ zur 1b, jedoch ohne separate Scheibenrolle:
Die
formschlüssige
Abstützung
an der Schulterfläche 5a der
Randverdickung 5 erfolgt über einen radial vorstehenden
Bund 21 an der Walzenrolle 35a, die sich auf der
Seite der Randverdickung 5 befindet.
-
Dabei
ist in 8a die Schulterfläche 5a nicht
lotrecht zur Hauptebene 40, sondern leicht schräg stehend
dazu angeordnet, und dementsprechend auch die Anlagefläche des
Bundes 21.
-
8b zeigt
eine Lösung
bei der in Querrichtung 31 zwei oder bei Bedarf auch mehr
solcher mit einem Bund 21 ausgestatteten Walzenrollen 35a nebeneinander
vorhanden sind und dann natürlich auch
die Randverdickung 5 jeweils eine solche Anzahl zugeordneter
Schulterflächen 5a aufweisen muss.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Folientor
- 2
- Torfolie
- 2a,
b
- Rand
- 2c
- Unterkante
- 3
- Toröffnung
- 4,
4'
- Wickelrolle
- 5
- Randverdickung
- 5'
- Randstreifen
- 5''
- Keder
- 5a
- Schulterfläche
- 5b,
c
- Außenflächen
- 6a
- vertikale
Führung
- 6'
- mittlere
Führung
- 7
- Antriebsmotor
- 8
- Zugband
- 8'
- Zugriemen
- 9
- Antriebsrichtung
- 10
- Schließrichtung
- 11
- Öffnungsrichtung
- 12
- Freilauf
- 13
- Tasche
- 14
- Schüttgut
- 15a,
b
- Führungskette
- 16
- Gewicht
- 16a,
b
- Kugeln
- 17
- Foliengewicht
- 17a,
b
- Befestigungsprofil
- 18
-
- 19
-
- 20
- Gleitschienen
- 21
- Bund
- 22
- Stabilisierungs-Rohr
- 23a,
b
- Umlenkrollen
- 24a,
b
- Anpressrollen
- 25
- Antriebsritzel
- 26
- Zähne
- 27
- Loch
- 28a,
b
- Schenkel
- 29
- Gewindespindel
- 30
- Tormitte
- 31
- Querrichtung
- 32
- Kopplungselement
- 33
- Torebene
- 34
- Scheibenrolle
- 34'
- Drehachse
- 35a,
b
- Walzenrolle
- 36a,
b
- Drehachse
- 37
- Führungsprofil
- 37a,
b
- Zusatzprofil
- 38
- Verschraubung
- 39
- Lotrechte
- 40
- Hauptebene
- 41
- Druckknopf
- 42
- Klettverschluss
- 43
- Gummiprofil
- 44
- Gelenk
- 45
- Feder
- 46,
46'
- Reibrolle
- 47
- Antriebsriemen
- 48
- Kette
- 49
- Gleitrollen