DE102009058201A9 - Beleuchtungssystem für mit bewegbaren Flügeln versehene Flügelanlagen und damit ausgestattete Flügelanlagen - Google Patents
Beleuchtungssystem für mit bewegbaren Flügeln versehene Flügelanlagen und damit ausgestattete Flügelanlagen Download PDFInfo
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft Beleuchtungssysteme für mit bewegbaren Flügeln versehene Flügelanlage bzw. Komponenten von ihnen, wie Türantrieben, Schaltern und dergleichen, sowie damit ausgestattete Flügelanlagen.
- Die optische Gestaltung von Flügelanlagen, wie beispielsweise Türanlagen, bzw. Komponenten von ihnen, wie automatischer Türantriebe sowie anderer sichtbarer Beschlagkomponenten wie Türgriffe und dergleichen, beschränkt sich in der Regel auf deren äußere Formgestaltung. Bekannt ist die Verwendung von Anzeigeelementen wie LEDs und dergleichen beispielsweise zur Wartungs- oder Betriebszustandsanzeige. Ebenfalls bekannt ist die Beleuchtung insbesondere von zumindest teilweise mattierten Glastüren oder -paneelen. Diese Herangehensweise ermöglicht eine farblich und stilistisch auf das jeweilige Gebäudeumfeld abgestimmte Gestaltung und damit eine optisch harmonische Integration dieser Elemente in unterschiedlichste Gebäudeumfelder.
- D. h. es gibt Leuchtkonzepte für Flügelanlagen, diese dienen jedoch ausschließlich der Ausleuchtung bestimmter Bereiche der Flügelanlage. Eine gezielte Beleuchtung bestimmter Komponenten von Flügelanlagen erfolgt nicht. Ferner ist eine optisch individuelle oder ansprechende Visualisierung der Betriebszustände der Flügelanlage mit den z. Z. gebräuchlichen Status-LED's nicht möglich.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, den Nachteilen des Standes der Technik zu begegnen und die Beleuchtung von Flügelanlagen zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der Ansprüche 1 und 5 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist eingerichtet, in Flügelanlagen eingesetzt zu werden, oder bildet eine solche. Eine derartige Flügelanlage weist zumindest einen bewegbaren Flügel auf. Die Vorrichtung umfasst eine Beleuchtungseinrichtung, die ihrerseits eingerichtet ist, gezielt vorbestimmte Komponenten der Flügelanlage gemäß vorbestimmter Vorgaben unterschiedlich anzuleuchten und/oder zu hinterleuchten. Gezielt bedeutet dabei, dass die Flügelanlage nicht irgendwie beispielsweise mittels einer zentralen Lampe beleuchtet wird, sondern dass bestimmte Komponenten, beispielsweise die Rahmen der Flügel, in einer vorbestimmten Art und Weise, beispielsweise blinkend, beleuchtet zu werden. Dies erlaubt beispielsweise die Erzeugung bestimmter Lichtstimmungen, Hinweise auf Fluchtwege usw. Die Hinterleuchtung erleichtert insbesondere im Dunklen das Erkennen von Umrissen der betreffenden Komponenten. Beispielsweise können Türschlösser oder -rosetten hinterleuchtet sein, um dem Benutzer die Position eines Schlüssellochs anzuzeigen. Die Hinterleuchtung von Türgriffen erleichtert das Auffinden ebenjener Türgriffe.
- Die Vorgaben umfassen vorzugsweise zumindest einen vorbestimmten Betriebszustand der Flügelanlage. Weist die Vorrichtung beispielsweise einen Türantrieb auf, kann dieser gemäß den Fußgängerampelfarben rot, grün und gelb signalisieren, ob er eine Fehlfunktion hat oder der Türdurchgang versperrt bzw. freigegeben ist. Im Dunkeln kann vorgesehen sein, dass mit dem Öffnen des Flügels der sich damit vergrößernde Durchgang gemäß seiner aktuellen Durchgangsbreite entsprechend breit ausgestrahlt wird.
- Eine derartige Vorrichtung kann als Flügelbetätiger ausgebildet sein, der eingerichtet ist, einen angeschlossenen Flügel in zumindest eine Richtung zu bewegen. Flügelbetätiger bedeutet, eingerichtet zu sein, einen angeschlossenen Flügel in zumindest eine Richtung zu bewegen. Im Fall einer Türanlage handelt es sich also beispielsweise um einen Türantrieb oder einen Türschließer. Insbesondere ein Antrieb erleichtert die elektrische Verschaltung der Beleuchtungseinrichtung, insbesondere wenn er an einen Gebäudebus angeschlossen ist, da die Leitungen dann in der Regel bereits verlegt sind.
- Die Beleuchtungseinrichtung ist vorzugsweise in die Vorrichtung integriert oder an dieser aufsetzbar bzw. nachrüstbar ausgebildet. Die Integration hat den Vorteil, die Beleuchtungseinrichtung und die Vorrichtung bereits bei Herstellung beispielsweise hinsichtlich der Anordnung zueinander und der Verschaltung miteinander abstimmen zu können. Dies kann mittels jeglicher lösbarer und unlösbarer Verbindungen realisiert sein. Die Aufsetzbarkeit fördert die Nachrüstbarkeit derartiger Anlagen mit Beleuchtungseinrichtungen.
- Eine erfindungsgemäße Flügelanlage weist zumindest einen bewegbaren Flügel und zumindest eine der vorgenannten Vorrichtungen auf. Dadurch sind enorm vielfältige und unterschiedliche Beleuchtungsszenarien hinsichtlich der Flügelanlage ermöglicht.
- Die vorgenannten Vorgaben umfassen vorzugsweise Betriebs- und/oder Wartungszustände der Flügelanlage und/oder von Komponenten von ihr.
- Dies ermöglicht, einen Benutzer beispielsweise zu warnen, indem die Flügelanlage rot blinkend beleuchtet ist. Muss ein vorhandener Flügelantrieb gewartet werden, kann er gelb hinterleuchtet werden. Die Hinterleuchtung stellt dabei einen unaufdringlichen Hinweis auf die Wartung dar. Für den normalen Benutzer wirkt die gelbe Hinterleuchtung wie eine gewollte Beleuchtung des Antriebs.
- Zumindest die Beleuchtungseinrichtung einer Komponente ist vorzugsweise eingerichtet, einen Durchgang der Flügelanlage bzw. dessen Bodenbereich in Abhängigkeit vom Öffnungszustand des zumindest einen Flügels zu beleuchten. D. h. mit öffnendem Flügel verbreitert sich der beleuchtete Durchgangsbereich in dem Maße, in dem der betreffende Flügel den Durchgang freigibt.
- Bei der erfindungsgemäßen Flügelanlage ist der zumindest eine bewegbare Flügel vorzugsweise als Türflügel ausgebildet. D. h. die Flügelanlage ist eine Türanlage.
- Weitere Merkmale und Vorkomponenten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen. Es zeigen:
-
1 eine Flügelanlage gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, -
2 eine Abwandlung der Flügelanlage von1 -
3 eine Abdeckhaube gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, -
4 Abwandlungen der Abdeckhaube von3 , jeweils im Querschnitt, -
5 eine Montageplatte gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, -
6 eine Montageplatte gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung und -
7 eine Flügelanlage gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. -
1 zeigt eine als zweiflügelige Schiebetüranlage ausgebildete Flügelanlage1 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Sie umfasst zwei beispielhaft als Schiebetürflügel ausgebildete Flügel4 , die in üblicher Weise an einer nicht dargestellten Aufhängung entlang eines Verfahrwegs geführt aufgehängt sind. Sie sind dabei unterhalb und entlang eines Türsturzes2 geführt. An einer den Flügeln4 zugewandten Unterseite des Sturzes2 ist ein als Lichtleiste ausgebildetes Leuchtteil3 angebracht und erstreckt sich vorzugsweise über die maximale Durchgangsbreite der Schiebetüranlage1 . Vorzugsweise ist die Lichtleiste3 mit einem Dämmerungsschalter und einem Endlagenschalter gekoppelt, die vorzugsweise mit der Lichtleiste3 in Reihe geschaltet sind. Die Schalter sind aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt. Der Endlagenschalter ist vorzugsweise als Öffner ausgebildet und so angeordnet, dass er betätigt wird, sofern sich die Flügel4 in Schließposition befinden. Der Dämmerungsschalter dient zur Aktivierung der Lichtleiste3 , sobald die Umgebung eine gewisse Helligkeit unterschreitet. Aufgrund des Endlagenschalters wird die Lichtleiste3 nur aktiviert, sofern einer der Flügel4 (teil-)geöffnet ist. Wird nun einer der Flügel4 geöffnet, wird durch diese Beleuchtungsart die Bewegung des jeweiligen Flügels4 abgebildet, indem sich die Beleuchtung des Durchgangs analog zur Bewegung dieses Fahrflügels4 ausbreitet. Von einer Hauptschließkante der Flügelanlage1 ausgehend erstrahlt ein immer breiter werdendes Licht. In gleichem Maße wird vorzugsweise auch die Schließbewegung der Tür abgebildet. - Jeder Flügel
4 weist an der dem Sturz2 zugewandten Seite vorzugsweise zwei Dichtungen5 auf, die am Sturz2 anliegen. Sie sind vorzugsweise lichtundurchlässig ausgebildet. Dadurch verhindern sie, dass Licht von der Lichtleiste3 im Bereich der Dichtungen5 nach außen gelangen kann. Aufgrund dieser Dichtungen5 ist keine aufwändige Ansteuerlogik für die Lichtleiste3 erforderlich; diese kann vollständig aktiviert sein. - Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass sich aus Sicht eines Benutzers die Beleuchtung eines Hintergrunds der Flügelanlage
1 oder einer hier nicht dargestellten Abdeckung (beispielsweise einer Türantriebsverkleidung) analog zur Bewegung des jeweiligen Fahrflügels4 ausbreitet. Von einer Hauptschließkante der Flügelanlage1 ausgehend erstrahlt ein immer breiter werdendes Licht. - Im Bereich eines hier nicht dargestellten Bodens gibt es vorzugsweise ebenfalls als Lichtleisten ausgebildete Leuchtteile
3 , die sich vorzugsweise entlang einer Begehungsrichtung, also vorzugsweise senkrecht zu den Flügelebenen erstreckend angeordnet sind und, in Begehungsrichtung gesehen, vorzugsweise vor und hinter der Flügelanlage1 ausgebildet sind. Sie signalisieren so dem Benutzer den Weg durch die Flügelanlage1 hindurch. Sie können derart angesteuert sein, dass sie bei geschlossener Tür rot leuchten und während des Öffnens des jeweiligen Flügels4 ihre Farbe beispielsweise über gelb in grün ändern. So kann dem Benutzer angezeigt werden, wenn die Tür sicher passiert werden kann. Der Abstand der einander gegenüberstehenden Lichtleisten1 entspricht dabei im Wesentlichen der maximalen Durchgangsbreite der Tür oder ist etwas geringer. - Alternativ werden die im Boden verankerten Leuchtteile
3 genutzt, um einen Fluchtweg zu markieren. Zu diesem Zweck können die Leuchtteile3 Leuchtelemente mit in Fluchtrichtung weisenden Pfeilen aufweisen und/oder ein in Fluchtrichtung laufendes Lauflicht erzeugen, vorzugsweise grün blinkend. - Alternativ kann vorgesehen sein, dass zumindest die im Boden verankerten Leuchtteile
3 rot leuchten, wenn ein jeweiliger der Flügel4 geschlossen wird und/oder ist. Wird der Flügel4 geöffnet und/oder ist er geöffnet, leuchten diese Leuchtteile3 grün. - Alternativ kann vorgesehen sein, dass die oberen Lichtleisten
3 mittels einer Lichtblende derart verdeckt sind, dass sich die Beleuchtung des Durchgangs analog zur Bewegung dieses Fahrflügels4 ausbreitet. D. h. die Lichtblende wird mit dem Flügel bewegt. Eine derartige Lichtblende könnte beispielsweise faltenbalgartig ausgebildet sein und würde sich dann entlang des Bewegungswegs des zugehörigen Flügels4 erstrecken. Im Schließzustand dieses Flügels4 würde die Lichtblende die zugehörige Lichtleiste3 bzw. deren zugehörigen Teil optisch abdecken, sodass kein Licht nach außen dringen kann. Beim Öffnen werden der Balg in Bewegungsrichtung des zugehörigen Flügels4 zusammen gezogen und damit immer mehr Licht von der Lichtleiste3 durchgelassen. In dem Fall können die Dichtungen5 entfallen. Diese Lösung hat den Vorteil, dass sie beispielsweise bei Schwenkflügelanlagen eingesetzt werden kann. Bei derartigen Anlagen kann deren jeweiliger Flügel4 zum Lichtabdunkeln nicht eingesetzt werden, da bei dessen Verschwenken die Lichtleiste3 über die gesamte Breite leuchten würde, obwohl der freigegebene Durchgang schmaler ist. - Eine wiederum andere Alternative ist bzw. sind bewegbare bzw. schwenkbare Spiegel. Diese sind so angeordnet, dass der Durchgangsbereich nach und nach beleuchtet wird, der Rest jedoch nicht.
- Es kann zudem ein Näherungssensor vorgesehen sein, mittels dessen eine Ansteuerlogik ermittelt, aus welcher Richtung sich ein Benutzer der Tür nähert. Dann kann die Steuerlogik die Leuchtteile
3 im Bodenbereich so ansteuern, dass bei erkanntem Vorhandensein eines Benutzers eine Art in Begehungsrichtung des Benutzers „bewegendes” Lauflicht erzeugt wird. -
2 zeigt eine Abwandlung der Flügelanlage1 von1 . Wie zu erkennen, ist hier beispielhaft ein als Lichtleiste ausgebildetes Leuchtteil3 im Durchgangsbereich unterhalb der Flügel4 angeordnet. D. h. hier wird nur der Durchgangsbereich beleuchtet. Da die Flügel4 im Fall einer Schiebeflügelanlage in der Regel nahe dem Boden6 enden oder in einer versenkten Bodenschiene geführt sind, können an den dem Boden6 zugewandten Rändern der Flügel4 optische Abdeckungen vorgesehen sein. - Zudem fehlen die Dichtungen
5 . Die Lichtleisten3 umfassen im gezeigten Beispiel in Reihe entlang der Flügelebene angeordnete Leuchtelemente bzw. -mittel3a , von denen in2 nur die zwei äußeren linken bezeichnet sind. Beim Öffnen eines der Flügel4 werden die Leuchtmittel3a aktiviert, die sich in unmittelbarer Nähe des aktuell freigegebenen Durchgangs befinden, der von den hier zwei Flügeln4 aktuell freigegeben ist. D. h. beim Öffnen werden nach und nach nach außen hin Leuchtmittel3a zugeschaltet bzw. aktiviert. Beim Schließen hingegen werden nach und nach nach innen hin Leuchtmittel3a abgeschaltet bzw. deaktiviert. Die Leuchtmittel3a werden also so angesteuert, dass nur die in unmittelbarer Nähe des aktuell freigegebenen Durchgangs der Flügelanlage liegenden Leuchtmittel3a aktiviert sind, also leuchten. - Zudem kann/können das/die Leuchtmittel
3a des/der Leuchtteils/e3 Elemente aus licht leitenden oder optisch (halb-)durchlässigen, diffusen Materialien bestehen, sodass das Licht der Leuchtmittel3a verteilt wird und deren Anzahl reduziert werden kann. -
3 zeigt eine Abdeckhaube10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Abdeckhaube10 ist exemplarisch als stirnseitig offenes, U-förmiges Profil ausgebildet. Sie dient der Abdeckung von Aufhänge- und/oder Antriebsteilen der nicht weiter dargestellten Flügelanlage1 . An jeder Stirnseite der Abdeckhaube10 ist exemplarisch eine nicht dargestellte Endkappe angeordnet, die die Abdeckhaube10 an der jeweiligen Stirnseite abdeckt. Vorzugsweise an den freien Enden somit vorhandener freier Schenkel11 der Abdeckhaube10 ist vorzugsweise jeweils ein Leuchtteil3 wiederum beispielhaft in Form einer Lichtleiste angeordnet. Dies ermöglicht bei aufgesetzter Abdeckhaube10 , diese hier oben und unten indirekt zu beleuchten. Dabei ist beispielsweise wiederum eine Dämmerungsschaltung denkbar, die zumindest eine Lichtleiste3 aktiviert, sobald eine gewisse Umgebungshelligkeit unterschritten ist. Vorzugsweise sind die Lichtleisten3 in der Lage, verschiedene Farben auszusenden. - Vorzugsweise wird nur eine, nämlich die dem/n nicht dargestellten Flügel/n
4 zugewandte Lichtleiste3 aktiviert. Exemplarisch wird die andere Lichtleiste3 genutzt, um bestimmte Betriebs- und/oder Wartungszustände anzuzeigen. - Ist alles in Ordnung, können die Lichtleisten
3 die Abdeckhaube10 beispielhaft mit warmgelbem Licht hinterleuchten. Beim Öffnen eines Flügels4 kann die ihm zugewandte Lichtleiste3 ihr Licht derart verändern, dass es allmählich zu grün wird, bis der Flügel4 vollständig geöffnet ist. - Ist eine Wartung fällig, kann das Licht vorzugsweise der/dem Flügel/n
4 abgewandten Lichtleiste3 in gelb oder orange umschlagen und unabhängig von der Helligkeit der Umgebung dauerhaft leuchten. Liegt ein Funktionsfehler vor, kann das Licht vorzugsweise dieser einen Lichtleiste3 in rot umschlagen. Ist die Tür überhaupt nicht betretbar, können beide Lichtleisten3 dauerhaft rot blinken. - Die Lichtleisten
3 können in die Abdeckhaube10 integriert oder, wie hier angedeutet, an der Abdeckhaube10 angebracht, beispielsweise aufgeklebt sein. - Die vorgenannten Endkappen können aus licht leitendem oder verteilendem Material gebildet sein und ebenfalls über Leuchtteile
3 oder Leuchtmittel verfügen. Dadurch ist es möglich, auch die stirnseitigen Ränder der so gebildeten Abdeckung indirekt zu beleuchten. - Abdeckhaube
10 und Endkappen können auch einstückig ausgebildet sein, sodass sie ein klassisches, „wannenartiges” Abdeckteil bilden. -
4 zeigt Abwandlungen der Abdeckhaube10 jeweils im Querschnitt. Wie in4a gezeigt, sind die Lichtleisten3 an einander zugewandten Innenflächen der Schenkel11 der Abdeckhaube10 angeordnet. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Abdeckhaube10 zumindest im Bereich der Leuchtteile3 aus licht leitendem oder verteilendem, diffus wirkendem Material gebildet ist. - Die Leuchtteile
3 schließen im gezeigten Beispiel mit den Schenkeln11 an deren freien Enden bündig ab. Sie können selbstverständlich nach rechts und nach links in4a versetzt angeordnet sein. - Gemäß
4b sind die Leuchtteile3 derart in die Abdeckhaube10 integriert, dass sie optisch Teile eines jeweiligen Schenkels11 sind. Vorzugsweise sind an dem hier U-förmigen Innenraum der Abdeckhaube abgewandten Flächen der Leuchtteile3 in Richtung dieses Innenraums reflektierende Abschnitt3b hier als Reflexionsflächen ausgebildet. Dies führt dazu, dass kein von den Leuchtteilen3 emittiertes Licht durch die angrenzenden Abschnitte der Abdeckhaube10 direkt nach außen abgestrahlt wird. Vielmehr werden der Innenraum der Abdeckhaube10 und damit die darin aufgenommenen, nicht abgebildeten Komponenten angestrahlt. Damit entsteht eine indirekte Beleuchtung dieser Komponenten. -
5 zeigt eine Montageplatte20 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Die Montageplatte20 ist eingerichtet, hier unter Nutzung von Befestigungsöffnungen21 an einem Tragkörper wie einem Sturz2 , einem Flügel4 , einem Türrahmen oder dergleichen ortsfest angebracht zu werden. Ferner weist die Montageplatte20 einen Befestigungsabschnitt22 auf, mittels dessen Komponenten der Flügelanlage wie Türschließer, Türantrieb(e), Antriebsmechanismen, Komponenten von Schließfolgeregelungen und dergleichen an der Montageplatte20 befestigbar sind. - Vorzugsweise an zwei einander abgewandten Außenflächen der Montageplatte
20 sind Lichtleisten3 angeordnet, von denen hier nur eine sichtbar ist. Die Außenflächen sind vorzugsweise die dem/n Flügel/n4 zugewandte und abgewandte Außenfläche der Montageplatte20 . - Die Montageplatte
20 ist so ausgebildet, dass eine aufgesetzte, nicht dargestellte Abdeckhaube10 zum ebenfalls nicht dargestellten Tragkörper, an dem die Montageplatte20 angebracht ist, im Bereich der Montageplatte20 einen Abstand aufweist. Zwischen Abdeckhaube10 und Tragkörper entsteht damit ein Durchgang für das Licht der jeweils in unmittelbarer Nähe angeordneten Lichtleiste3 . Damit ergibt sich eine ähnliche Beleuchtung wie bei der in1 gezeigten Ausführung. - Diese Lösung hat einen entscheidenden Vorteil. Die Verkabelung der Lichtleisten
3 ist relativ einfach. Deren nicht dargestellten Anschlussleitungen können einfach aus dem Bereich der Montageplatte20 herausgeführt und mit einer externen Spannungsversorgung gekoppelt werden. Insbesondere bei einer Sturzmontage der Montageplatte20 ist die Verkabelung besonders einfach. -
6 zeigt eine Montageplatte20 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Wie zu erkennen, sind hier in den stirnseitigen Bereichen der Montageplatte20 jeweilige Leuchtteile3 vorzugsweise in eine Halteschiene23 eingesetzt. D. h. hier findet eine indirekte Beleuchtung der Stirnseiten der nicht abgebildeten Abdeckhaube10 statt. -
7 zeigt Flügel4 einer Flügelanlage1 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Wie zu erkennen, sind im Sturz2 als Leuchtteile3 vier schablonenartige Projektionsmasken angeordnet. Dahinter befinden sich nicht sichtbare Leuchtquellen wie Hochleistungs-LEDs oder dergleichen. Werden diese eingeschaltet, tritt das ausgesendete Licht durch die jeweilige Maske3 hindurch. Dabei wird das hindurch tretende Licht so verändert, dass auf der Scheibe des zugehörigen Flügels4 ein jeweiliges Symbol4a projiziert wird. - Im gezeigten Beispiel handelt es sich um eine Art Schleusentür, die Benutzer in eine jeweilige Durchgangsrichtung nur durch den Durchgangsbereich eines der Flügel
4 hindurch lässt. Die Symbole4a signalisieren dies. Wird die Funktionalität geändert, können die Masken ausgetauscht bzw. die Ansteuerung derer Leuchtquellen angepasst werden. - Im Ergebnis ist es durch die Erfindung möglich, eine vorzugsweise dezente Hervorhebung von Vorrichtungen mithilfe einer indirekten Be- und/oder Hinterleuchtung zu erreichen. Damit ist es ferner möglich, Flügelanlageen
1 individualisierbar zu machen, deren Gestaltungsflexibilität zu erhöhen und/oder die jeweilige Anordnung1 oder Komponenten davon optisch hervorzuheben und damit zu betonen. Dazu werden also Be- und/oder auch Hinterleuchtungstechniken verwendet, die in eine zugehörige Vorrichtung, wie einem Türantrieb oder einer Abdeckhaube10 , integriert oder aber auch aufgesetzt sein können. - Die einfachste Ausführung stellen die vorbeschriebenen Lichtleisten
3 dar, die zu einer Sichtseite hin abgedeckt sind und ausschließlich einen Hintergrund einer zugehörigen Vorrichtung (beispielsweise eine Wand) dezent beleuchten. - Vorzugsweise ist die vorgenannte Abdeckhaube
10 aus Acrylglas gebildet, bildet somit eine Art „Milchglas”-Abdeckhaube, die durch umschaltbare LED's als Leuchtmittel hinterleuchtet werden kann. Damit leuchtet/n der/ie unter der Abdeckhaube angeordneten Komponenten gleichmäßig und dezent. Das Licht strahlt zusätzlich auf das unmittelbare Umfeld der Abdeckhaube ab. Damit kann/können die betreffende/n Komponente/n zusätzlich abgebildet werden. Somit wird die jeweilige Komponente von einer zarten, harmonisch leuchtenden „Aura” umgeben, was eine angenehm anmutende Beleuchtung ermöglicht. Die Milchglas-Abdeckung kann, muss aber nicht permanent eingeschaltet sein. - Die Erfindung basiert somit auf einer optisch besonders ansprechenden Beleuchtung mithilfe des Einsatzes von vorzugsweise dezenter, indirekter und/oder direkter Beleuchtung von Flügelanlagen-Komponenten und insbesondere auch im direkten Umfeld einer derartigen Flügelanlage befindlichen Oberflächen (beispielsweise Wand oder Tür-/Fenstersturz
2 , Türblätter4 oder Zargen, alle Arten von Rahmen oder Profilen usw.). - Die Beleuchtung ist wahlweise in Farbe und/oder Helligkeit einstellbar. Ebenso ist eine dezente Visualisierung von Betriebszustand und Wartungsbedarf möglich. Eine optische Hervorhebung der Türbewegung durch diese Beleuchtung ist insbesondere bei automatischen Schiebetüren möglich. Jedoch sind auch alle anderen Flügelanlagen mit einer derartigen Beleuchtung versehbar.
- Die vorbeschriebene, durch zusätzliche, optische Effekte hervorgehobene Visualisierung der Fahrbewegung erhöht den Begehkomfort der Anlage sowie die Sicherheit im Umgang mit ihr. Insbesondere für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen oder eingeschränkter oder nicht vorhandener akustischer Wahrnehmungsfähigkeit wird erkennbar, wenn die Tür den vorbestimmten Durchgang komplett freigibt bzw. freigegeben hat.
- Zusätzlich ermöglicht die Ausstattung derartiger Vorrichtungen mit solch einer Beleuchtung eine emotionale Wirkung. Insbesondere für Architekten, in Hotels, besonders individuell gestalteten Gebäuden oder dergleichen kann dies von Bedeutung sein.
- Die Erfindung ist nicht auf die vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt.
- Alternativ oder zusätzlich zu den vorgenannten Ausführungen können Komponenten der Flügelanlage
1 mit fluoreszierenden bzw. so genannten „elektrischen” Farbstoffen beispielsweise in Form einer jeweils aufgebrachten Lackierung oder Folie versehen sein. „Elektrische” Farbstoffe leuchten bei Anlegen einer elektrischen Spannung oder eines elektrischen Feldes, und sind sonst dunkel. - Die beschriebenen Lichtleisten
3 können licht leitendes oder verteilendes Material aufweisen. Dadurch ist es möglich, die Anzahl der Leuchtmittel3a pro Lichtleiste3 zu reduzieren. - Die bei der ersten Ausführungsform beschriebenen bodenseitigen Lichtleisten
3 können auch im Deckenbereich angeordnet sein, wobei sie den Boden beispielsweise spotartig anleuchten. - Die Projektionsflächen für Symbole
4a und dergleichen müssen nicht mittels Flügel-Glasflächen gebildet sein. Beispielsweise kann auch der Boden6 als Projektionsfläche genutzt werden. - Ferner können die Flügel
4 umfangsseitig mit Leuchtelementen3a versehen sein, sodass im Dunkeln der Umriss des jeweiligen Flügels4 sichtbar wird. - Die vorbeschriebenen Lichtleisten
3 der verschiedenen Ausführungen können gegeneinander ausgetauscht oder miteinander kombiniert sein. - Anstelle mehrerer, in einer bestimmten geometrischen Form (beispielsweise in einer Linie) angeordneten Leuchtelemente
3a kann jeweils ein größeres Leuchtelement3a wie eine Leuchtstofflampe, eine diffuse Lampe oder dergleichen eingesetzt sein. - Das beschriebene Beleuchtungsprinzip kann auf Vorrichtungen wie beispielsweise leuchtende (Milchglas-)Türdrücker, Türschließer oder andere Komponenten oder Vorrichtungen übertragen werden. Hierbei ist zu beachten, dass im Gegensatz zu einem immer mit einer Energieversorgung ausgestatteten Flügel-Antriebssystem häufig eine zusätzliche Energieversorgung erforderlich sein kann. Im Regelfall handelt es sich bei diesen Komponenten um rein mechanische Vorrichtungen, die ohne Energieversorgung betrieben werden. Ausnahmen sind beispielsweise elektromagnetische Feststellanlagen, Motorschlösser usw.
- Bezugszeichenliste
-
- 1
- Flügelanlage
- 2
- Tragkörper
- 3
- Leuchtteil
- 3a
- Leuchtelement
- 3b
- Reflexionsabschnitt
- 4
- Flügel
- 4a
- Symbol
- 5
- Dichtung
- 6
- Boden
- 10
- Abdeckhaube
- 11
- Schenkel
- 20
- Montageplatte
- 21
- Befestigungsöffnung
- 22
- Befestigungsabschnitt
- 23
- Halteschiene
Claims (8)
- Vorrichtung (
2 ,4 ,10 ,20 ), • eingerichtet, in Flügelanlagen (1 ), mit zumindest einem bewegbaren Flügel (4 ), eingesetzt zu werden, oder diese bildend, und • umfassend zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (3 ), eingerichtet, gezielt vorbestimmte Komponenten (1 ,2 ,4 ,10 ) der Flügelanlage (1 ) gemäß vorbestimmter Vorgaben unterschiedlich anzuleuchten und/oder zu hinterleuchten. - Vorrichtung (
2 ,4 ,10 ,20 ) gemäß Anspruch 1, wobei die Vorgaben zumindest einen vorbestimmten Betriebszustand der Flügelanlage (1 ) umfassen. - Vorrichtung (
2 ,4 ,10 ,20 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, • ausgebildet als Flügelbetätiger und • eingerichtet, einen angeschlossenen des zumindest einen Flügels (4 ) in zumindest eine Richtung zu bewegen. - Vorrichtung (
2 ,4 ,10 ,20 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beleuchtungseinrichtung (3 ) in die Vorrichtung (2 ,4 ,10 ,20 ) integriert oder an dieser aufsetzbar bzw. nachrüstbar ausgebildet ist. - Flügelanlage, aufweisend • zumindest einen bewegbaren Flügel (
4 ) und • zumindest eine Vorrichtung (2 ,4 ,10 ,20 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche. - Flügelanlage gemäß Anspruch 5, wobei die Vorgaben Betriebs- und/oder Wartungszustände der Flügelanlage und/oder von Komponenten (
2 ,4 ,10 ) der Flügelanlage (1 ) umfassen. - Flügelanlage gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei zumindest die Beleuchtungseinrichtung (
3 ) einer Vorrichtung (2 ,4 ,10 ) eingerichtet ist, einen Durchgang bzw. einen Bodenbereich der Flügelanlage (1 ) in Abhängigkeit vom Öffnungszustand des zumindest einen Flügels (4 ) zu beleuchten. - Flügelanlage gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei der zumindest eine bewegbare Flügel (
4 ) als Türflügel ausgebildet ist.
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