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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rotor gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, ein Verfahren zur Herstellung eines Rotors gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 10, eine Elektromaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 14 und eine Hybridantriebseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
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Stand der Technik
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Elektromaschinen als Elektromotoren oder Generatoren werden für die verschiedensten technischen Anwendungen eingesetzt, um elektrische Energie in mechanische Energie umzuwandeln und umgekehrt. In Elektro- oder Hybridfahrzeugen werden beispielsweise Elektromaschinen eingesetzt, um das Elektro- oder Hybridfahrzeug mittels der Elektromaschine anzutreiben oder im Rekuperationsbetrieb die kinetische Energie des Hybrid- oder Elektrofahrzeugs in elektrische Energie umzuwandelnd und damit Batterien des Hybrid- oder Elektrofahrzeugs aufzuladen. Elektromaschinen weisen einen Stator und einen Rotor auf. Bei Rotoren von permanentmagneterregten Synchronmaschinen können die Permanentmagnete sowohl an der Oberfläche des Rotors oder einer Welle des Rotors oder auch in den Rotor eingebaut, beispielsweise in Taschen eines Lamellenpaketes angeordnet, sein. Das Lamellenpaket besteht aus einer Vielzahl von axial bezüglich einer Rotationsachse des Rotors übereinander angeordneten Lamellen. Hierzu weisen die Lamellen entsprechende Aussparungen auf, sodass sich an den übereinander angeordneten Lamellen d. h. dem Lamellenpaket, die Taschen zur Anordnung der Permanentmagnete ausbilden. Bei der Herstellung des Rotors werden nach dem Verbinden der Lamellen zu dem Lamellenpaket in den Taschen des Lamellenpakets die Permanentmagnete eingesetzt und anschließend darin befestigt bzw. fixiert. Die Fixierung erfolgt dabei entweder stoffschlüssig mit einem Verbindungsstoff, insbesondere einem Klebstoff, oder durch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Lamellenpaket und dem Permanentmagneten, beispielsweise mittels eines Klemmsitzes.
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Bei einer Fixierung der Permanentmagnete an dem Lamellenpaket mittels des Verbindungsstoffes ist die Geometrie der Tasche als auch des Permanentmagneten dahingehend ausgebildet, dass sich nach der Anordnung des Permanentmagneten in der Tasche zwischen dem Lamellenpaket und dem Permanentmagneten ein Spalt ausbildet. In diesem Spalt wird nach dem Einbringen des Permanentmagneten in die Tasche der Klebstoff eingebracht.
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Die
DE 44 26 241 C2 zeigt eine Elektromaschine mit einem Rotor, an welchem eine Mehrzahl von Magneten über eine elastomere Klebesubstanz befestigt ist, die vorzugsweise außer an den dem Rotorgehäuse zugewandten Seiten der Magnete auch an weiteren Seiten derselben, beispielsweise an den in Radialrichtung verlaufenden Seiten zur Verbindung mit einem jeweils benachbarten, ebenfalls am Rotor befestigten Element, beiträgt, wobei die Klebesubstanz durch Einbringen in Kammern am jeweiligen Magneten als eine denselben gegen betriebsbedingte Kräfte abstützende Umhüllung wirksam ist, wobei die Kammern durch die Verwendung von Abstandshaltern zwischen den Magneten und dem jeweils zugeordneten Element gebildet und mit Einleitvorrichtungen für die Klebesubstanz verbunden sind, durch welche die letztgenannte in vorbestimmbarer, zeitlicher Abstimmung in den einzelnen Kammern einbringbar ist.
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Offenbarung der Erfindung
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Vorteile der Erfindung
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Erfindungsgemäßer Rotor für eine Elektromaschine, umfassend übereinander zu einem Lamellenpaket angeordnete Lamellen, in dem Lamellenpaket ausgebildete Taschen zu Aufnahme von Permanentmagneten und in den Taschen angeordnete Permanentmagnete, die stoffschlüssig mit einem Verbindungsstoff an dem Lamellenpaket befestigt sind, wobei das Lamellenpaket mit wenigstens einer Ausnehmung zum Einbringen des Verbindungsstoffes versehen ist.
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In vorteilhafter Weise kann damit durch die wenigstens eine Ausnehmung der Verbindungsstoff in einen Spalt oder Zwischenraum zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket eingebracht werden. Die wenigstens eine Ausnehmung dient somit als Strömungskanal zum Leiten des Verbindungsstoffes, insbesondere einem Klebstoff.
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In einer weiteren Ausgestaltung weist das Lamellenpaket an den Taschen je wenigstens eine Ausnehmung auf, so dass sich zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket je wenigstens ein Strömungskanal für den Verbindungsstoff in der wenigstens einen Ausnehmung ausbildet. Der Verbindungsstoff kann damit durch den wenigstens einen Strömungskanal geleitet werden, sodass dadurch der Verbindungsstoff gleichmäßig in den gesamten Spalt zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket verteilt werden kann.
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Zweckmäßig ist der wenigstens eine Strömungskanal im Wesentlichen in axialer Richtung ausgerichtet. Der wenigstens eine Strömungskanal ist im Wesentlichen, das heißt mit einer Abweichung von weniger als 20°, 30° oder 10° zu einer Rotationsachse des Rotors ausgerichtet. Dies bedeutet, dass zwischen dem Anfang und dem Ende in axialer Richtung des Rotors eine Gerade durch den Anfang und das Ende des Strömungskanals mit einer Abweichung von weniger als 30°, 20° oder 10° parallel zu der Rotationsachse des Rotors ausgerichtet ist. Vorzugsweise ist der wenigstens eine Strömungskanal geradlinig ausgebildet. Durch den wenigstens einen Strömungskanal kann somit der Verbindungsstoff in Richtung der Rotationsachse des Rotors durch das Lamellenpaket geleitet werden, um den Verbindungsstoff auch in axialer Richtung gleichmäßig in dem Spalt zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket verteilen zu können.
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In einer weiteren Ausführungsform ist der wenigstens eine Strömungskanal in axialer Richtung vollständig durchlaufend ausgebildet.
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In einer ergänzenden Ausgestaltung ist der wenigstens eine Strömungskanal im Wesentlichen im Querschnitt u-, v- oder halbkreisförmig.
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In einer weiteren Ausgestaltung ist die wenigstens eine Ausnehmung zum Einbringen des Verbindungsstoffes an dem Lamellenpaket ausgebildet, in dem an den Lamellen entsprechend ausgebildete Aussparungen ausgebildet sind. Die Lamellen des Lamellenpakets werden vor dem Zusammenfügen oder bereits bei der Herstellung mit entsprechenden Aussparungen versehen und nach dem Zusammenfügen der Lamellen zu dem Lamellenpaket bildet sich somit die wenigstens eine Ausnehmung zum Einbringen des Verbindungsstoffes an dem Lamellenpaket aus.
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In einer ergänzenden Variante umfasst die wenigstens eine Ausnehmung wenigstens einen Steigkanal und wenigstens einen Speicherkanal für den Verbindungsstoff und der wenigstens eine Steigkanal mündet in die wenigstens eine Tasche und den wenigstens einen Speicherkanal, sodass die wenigstens eine Tasche fluidleitend mit dem wenigstens einen Speicherkanal verbunden ist. Der wenigstens eine Speicherkanal weist vorzugsweise ein größeres Volumen auf als der wenigstens eine Steigkanal. Der wenigstens eine Speicherkanal ist in einem entsprechenden, vorzugsweise radialen, Abstand zu den Taschen angeordnet, sodass der wenigstens eine Speicherkanal außerhalb der elektromagnetischen und festigkeitstechnischen Einflusszone der Permanentmagneten ausgebildet ist. Aufgrund des wenigstens einen Speicherkanals mit dem großen Volumen kommt es somit im Wesentlichen zu keiner negativen elektromagnetischen Beeinflussung des Rotors sowie auch nicht zu Verlusten an der Festigkeit der Lamellenstruktur des Lamellenpaketes im Bereich der Permanentmagnete. Bei einer Anordnung eines großen Speicherkanals in der unmittelbaren Nähe der Permanentmagnete würde sich die Festigkeit des Lamellenpaketes verringern und außerdem die Leistung der Elektromaschine reduziert werden. Der erforderliche Verbindungsstoff, das heißt die erforderliche Menge oder das erforderliche Volumen des Verbindungsstoffes, kann aufgrund des ausreichend großen Volumens in einem einmaligen Arbeitsgang in den wenigstens einen Speicherkanal eingebracht werden. Von dem wenigstens einen Speicherkanal wird anschließend der Verbindungsstoff durch den wenigstens einen Steigkanal in den Spalt zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket geleitet.
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In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist der wenigstens eine Steigkanal im Wesentlichen radial in dem Rotor ausgerichtet und/oder der wenigstens eine Speicherkanal ist im Wesentlichen axial in dem Rotor ausgerichtet.
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In einer ergänzenden Variante mündet der wenigstens eine Steigkanal in die wenigstens eine Ausnehmung und vorzugsweise ist der wenigstens eine Steigkanal fluidleitend mit dem wenigstens einen Speicherkanal verbunden. Dadurch kann der Verbindungsstoff von dem wenigstens einen Speicherkanal durch den wenigstens einen Steigkanal zu der wenigstens einen Ausnehmung an den Taschen geleitet werden.
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In einer ergänzenden Ausführungsform ist der Verbindungsstoff ein Kleb- oder Lötstoff.
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In einer zusätzlichen Variante sind die Lamellen axial übereinander angeordnet und/oder die Permanentmagnete sind stoffschlüssig mit dem Verbindungsstoff an den Lamellen befestigt, indem zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket der Verbindungsstoff angeordnet ist.
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Erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Rotors, insbesondere für eine Elektromaschine mit den Schritten: zur Verfügung stellen von Lamellen, Verbinden der Lamellen zu einem Lamellenpaket, zur Verfügung stellen von Permanentmagneten, Einbringen der Permanentmagnete in Taschen des Lamellenpaketes, stoffschlüssiges Verbinden der Permanentmagnete in den Taschen mit dem Lamellenpaket, indem in einen Spalt zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket ein Verbindungsstoff eingebracht wird, wobei der Verbindungsstoff durch wenigstens eine Ausnehmung in dem Lamellenpaket in den Spalt eingebracht wird.
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Vorzugsweise wird der Verbindungsstoff durch je einen Strömungskanal an den Taschen, vorzugsweise im Wesentlichen in axialer Richtung, eingebracht.
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In einer zusätzlichen Ausgestaltung wird der Verbindungsstoff zuerst in wenigstens einen Speicherkanal, vorzugsweise im Wesentlichen in axialer Richtung, eingebracht und anschließend aus dem wenigstens einen Speicherkanal durch wenigstens einen Steigkanal, vorzugsweise im Wesentlichen in radialer Richtung, in den Spalt geleitet wird. Der wenigstens eine Speicherkanal weist ein ausreichend großes Volumen zur Aufnahme des Verbindungsstoffes auf, sodass der Verbindungsstoff in nur einem Arbeitsgang in den wenigstens einen Speicherkanal eingebracht werden kann und anschließend durch den wenigstens einen Steigkanal in den Spalt geleitet wird. Das Einbringen des Verbindungsstoffes in den wenigstens einen Speicherkanal kann somit während einer sehr kurzen Zeitdauer ausgeführt werden und anschließend wird während eines längeren Zeitraums der Verbindungsstoff durch den wenigstens einen Steigkanal in den Spalt an dem Permanentmagneten geleitet. Bei der Herstellung des Rotors ist somit für das Einbringen des Verbindungsstoffes in den Spalt nur ein kurzer Arbeitsschritt, nämlich das Einbringen des Verbindungsstoffes in den wenigstens einen Speicherkanal, erforderlich.
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In einer ergänzenden Ausführungsform wird der Verbindungsstoff, insbesondere Klebstoff, mit Kapillarkräften durch den wenigstens einen Steigkanal geleitet. Aufgrund der Viskosität des Verbindungsstoffes, insbesondere des Klebstoffes, und dem Kapillarverhalten des Verbindungsstoffes strömt der Verbindungsstoff selbsttätig durch den wenigstens einen Steigkanal. Dadurch sind keine weiteren Arbeitsschritte mehr erforderlich und nach dem Einbringen des Verbindungsstoffes in den wenigstens einen Speicherkanal wird der Verbindungsstoff selbsttätig in den Spalt zwischen dem Permanentmagneten und dem Lamellenpaket geleitet.
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In einer ergänzenden Variante ist der Verbindungsstoff an dem gesamten Verbindungsbereich zwischen den Permanentmagneten und dem Lamellenpaket angeordnet oder eingebracht.
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Zweckmäßig sind die Lamellen außenseitig mit einer Isolierung versehen.
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Erfindungsgemäße Elektromaschine, umfassend einen Stator, vorzugsweise mit Elektromagneten, einen Rotor mit Permanentmagneten, von dem um eine Rotationsachse eine Rotationsbewegung ausführbar ist, wobei der Rotor als ein in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebener Rotor ausgebildet ist und/oder der Rotor mit einem in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Verfahren hergestellt ist.
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Eine erfindungsgemäße Hybridantriebseinrichtung mit einem Verbrennungsmotor und einer Elektromaschine umfasst eine in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebene Elektromaschine und/oder die Elektromaschine umfasst einen in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Rotor.
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In einer zusätzlichen Variante ist die Elektromaschine ein Elektromotor oder ein Generator.
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Zweckmäßig ist die Elektromaschine eine, insbesondere permanentmagneterregte, Synchronmaschine.
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In einer weiteren Ausgestaltung umfasst die Elektromaschine eine elektronische Steuerschaltung zur Bestromung der Spulen am Stator.
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Zweckmäßig weist der Rotor Mittel zur Start-Positionierung des Rotors auf.
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In einer weiteren Variante ist der Rotor mittels einer Lagerung, insbesondere eine Gleitlagerung oder eine Wälzlagerung, gelagert.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
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1 einen Querschnitt eines Lamellenpaktes in einem ersten Ausführungsbeispiel,
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2 eine Detailansicht des Lamellenpaktes gemäß 1,
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3 eine Detailansicht des Lamellenpaktes in einem zweiten Ausführungsbeispiel,
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4 eine Detailansicht des Lamellenpaktes in einem dritten Ausführungsbeispiel,
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5 einen Längsschnitt des Lamellenpaktes in dem ersten Ausführungsbeispiel,
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6 einen Querschnitt des Lamellenpaktes in einem vierten Ausführungsbeispiel,
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7 eine Detailansicht des Lamellenpaktes in dem vierten Ausführungsbeispiel,
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8 einen Längsschnitt einer Elektromaschine und
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9 eine stark vereinfachte Darstellung einer Hybridantriebseinrichtung.
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Ausführungsformen der Erfindung
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In den 1 bis 7 ist ein Rotor 4 für eine Elektromaschine 1 (8) abgebildet. Die Elektromaschine 1 kann als Elektromotor 2 oder als Generator 3 beispielsweise in einer Hybridantriebseinrichtung 24 (9) mit einem Verbrennungsmotor 25 und der Elektromaschine 1 eingesetzt werden. Vorzugsweise weist dabei die Hybridantriebseinrichtung 24 auch eine Batterie 18 auf, mittels der die Elektromaschine 1 mit elektrischer Energie versorgt werden kann oder bei einer Rekuperation die Elektromaschine 1 als Generator 3 mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt zum Aufladen der Batterie 18.
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Die Elektromaschine 1 gemäß 8 weist eine Welle 16 aus Stahl auf. An der Welle 16 ist ein Hohlwellenabschnitt 17 ausgebildet und an dem Hohlwellenabschnitt 17 ist ein Lamellenpaket 6 angeordnet. Das Lamellenpaket 6 besteht aus axial bezüglich einer Rotationsachse 19 des Rotors 4 übereinander angeordneten Lamellen 5. Die Lamellen 5 weisen außenseitig eine nicht dargestellte Isolierung auf und sind mittels eines Klebstoffs stoffschlüssig miteinander verbunden. Die einzelnen Lamellen 5 weisen dabei entsprechende Aussparungen auf, sodass sich nach dem Übereinanderordnen und Verbinden der Lamellen 5 zu dem Lamellenpaket 6 axiale Taschen 7 ausbilden. In den Taschen 7 sind die Permanentmagnete 9 angeordnet. Dabei bildet sich zwischen dem Lamellenpaket 6 und den Permanentmagneten 9 aufgrund der Geometrie der Taschen 7 und den Permanentmagneten 9 ein Spalt 10. In dem Spalt 10 ist ein Verbindungsstoff 11, nämlich Klebstoff, angeordnet, um die Permanentmagnete 9 stoffschlüssig mittels Kleben an dem Lamellenpaket 6 zu befestigen. Ferner umfasst die Elektromaschine 1 neben dem Rotor 4 einen Stator 20 mit Elektromagneten 21. Dabei sind die Elektromagnete 21 an einem Gehäuse 23 der Elektromaschine 1 befestigt. Das Gehäuse 23 ist mittels einer Wälzlagerung 22 an der Welle 16 aus Metall, insbesondere Stahl oder Aluminium, befestigt. Die in den 1 bis 7 dargestellten Ausnehmungen 12, Strömungskanäle 13 sowie Steigkanäle 14 und Speicherkanäle 15 sind in 8 an dem Rotor 4 nicht dargestellt.
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In 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des Rotors 4 für die Elektromaschine 1 gemäß 8 dargestellt. Das Lamellenpaket 6 des Rotors 4 ist mit axial ausgerichteten Speicherkanälen 15 als Ausnehmungen 12 und radial ausgerichteten Steigkanälen 14 versehen. Zwei Taschen 7 des Lamellenpaketes 6 sind dabei jeweils durch eine Trennwand 8 voneinander abgetrennt. Dabei mündet in jede Tasche 7 jeweils ein Steigkanal 14 und jeder Steigkanal 14 mündet jeweils in einen Speicherkanal 15. Der Speicherkanal 15 ist in einem ausreichend großen radialen Abstand zu den Taschen 7 ausgebildet, sodass das große Volumen des Speicherkanals 15 keine negativen Auswirkungen auf die Festigkeit des Lamellenpaketes 6 im Bereich der Taschen 7 aufweist und ferner durch das große Volumen des Speicherkanals 15 im Wesentlichen keine negative elektromagnetische Beeinflussung und eine damit verbundene Leistungsminderung der Elektromaschine 1 eintritt. Der Steigkanal 14 weist dabei einen sehr geringen Durchmesser auf, sodass der in den Speicherkanal 15 eingebrachte Klebstoff mittels Kapillarkräften von dem Speicherkanal 15 durch den Speicherkanal 14 in den Spalt 10 zwischen den Permanentmagneten 9 und dem Lamellenpaket 6 strömen kann. Ferner beeinflusst der Steigkanal 14 aufgrund seines geringen Durchmessers auch nicht die Festigkeit des Lamellenpakets 6 im Bereich der Taschen 7 und ferner bedingt dies auch keine oder im Wesentlichen keine negative elektromagnetische Beeinflussung des Rotors 4. Bei der Herstellung des Rotors 4 kann somit zunächst der gesamte Klebstoff zum stoffschlüssigen Fixieren eines Permanentmagneten 9 in einer Tasche 7 in den Speicherkanal 15 eingebracht werden. Dies kann in einem sehr kurzen Arbeitsschritt erfolgen und ist auch sehr einfach möglich, weil die beiden Enden oder ein Ende des Speicherkanals 15 außenseitig an dem Lamellenpaket 6 angeordnet ist, sodass hier der Klebstoff einfach eingebracht werden kann in den Speicherkanal 15. Anschließend strömt der Klebstoff selbsttätig mittels Kapillarkräften durch den Steigkanal 14 zu der Tasche 7. In der Tasche 7 ist der Permanentmagnet 9 (nicht in 2 dargestellt) vorhanden, sodass sich in den Spalt 10 zwischen den Permanentmagneten 9 und der Tasche 7 der Klebstoff gleichmäßig verteilt. Vorzugsweise ist dabei der Spalt 10 in seiner Geometrie bzw. in seinem Durchmesser dahingehend ausgebildet, dass auch im Spalt 10 eine gleichmäßig Verteilung des Klebstoffes mittels Kapillarkräften erfolgen kann.
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Die einzelnen Lamellen 5 werden vor der Verbindung zu dem Lamellenpaket 6 mit entsprechenden Aussparungen versehen oder bereits mit diesen Aussparungen hergestellt, sodass nach dem Verbinden der Lamellen 5 zu dem Lamellenpaket 6 an dem Lamellenpaket 6 die Speicherkanäle 15 und der Steigkanal 14 als Ausnehmungen 12 und die Taschen 7 vorhanden sind. Dies gilt in analoger Weise auch bei der Ausbildung des Strömungskanals 13 an dem Lamellenpaket 6.
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In 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des Rotors 4 abgebildet. Im Nachfolgenden werden im Wesentlichen nur die Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 1 und 2 beschrieben. Die Taschen 7 des zweiten Ausführungsbeispiels weisen ein größeres Volumen als die Taschen 7 in dem ersten Ausführungsbeispiel auf und die einzelnen Taschen 7 sind dabei nicht mittels einer Trennwand 18 voneinander abgetrennt.
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In 4 ist ein drittes Ausführungsbeispiel des Rotors 4 abgebildet. Im Nachfolgenden werden im Wesentlichen nur die Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 1 und 2 beschrieben. In einen Speicherkanal 15 münden jeweils zwei Steigkanäle 14 für jeweils eine Tasche 7. Der Klebstoff als Verbindungsstoff 11 strömt damit aus einem Speicherkanal 15 in zwei Steigkanäle 14 und in jedem Steigkanal 14 jeweils in eine Tasche 7.
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In 5 ist ein Längsschnitt des Rotors 4 in dem ersten Ausführungsbeispiel vereinfacht dargestellt. Die axial ausgerichteten Speicherkanäle 15 weisen an einem axialen Ende des Lamellenpaketes 6 eine Öffnung 26 auf, sodass in diese Öffnung 26 der Verbindungsstoff 11 einfach eingebracht werden kann, ohne dass der Verbindungsstoff 11 die Oberfläche des Rotors 4 an Stellen kontaminiert, an denen der Verbindungsstoff 11 nicht aufzubringen ist, beispielsweise an dem außenseitigen Ende des Lamellenpaketes 6 oder den Permanentmagneten 9. Aus dem Speicherkanal 15 strömt mittels Kapillarkräften der Klebstoff durch die Steigkanäle 14 in den Spalt 10 zwischen den Permanentmagneten 9 und dem Lamellenpaket 6. Die Dicke des Spaltes 10 ist dabei dahingehend ausgerichtet, dass auch in dem Spalt 10 die Verteilung des Klebstoffs mittels Kapillarkräften erfolgt. Abweichend von der in 5 dargestellten Ausführung kann auch aus dem Speicherkanal 15 nur ein Steigkanal 14 in jeweils eine Tasche 7 münden (nicht dargestellt).
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Die Herstellung der Aussparungen an den Lamellen 5 vor dem Zusammenfügen zu dem Lamellenpaket 6 für den Strömungskanal 13, den Steigkanal 14 und/oder den Speicherkanal 15 erfolgt dabei beispielsweise mittels Ausstanzen dieser Aussparungen aus den Lamellen 5.
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In 6 und 7 ist ein viertes Ausführungsbeispiel des Rotors 5 für die Elektromaschine 1 dargestellt. Das Lamellenpaket 6 ist an den Taschen 7 mit jeweils einer Ausnehmung 12 versehen, sodass sich in jeder Tasche 7 zwischen den Permanentmagneten 9 und dem Lamellenpaket 6 ein Strömungskanal 13 ausbildet innerhalb der Ausnehmung 12. Die Geometrie der Ausnehmung 12 ist dabei im Querschnitt im Wesentlichen halbkreisförmig ausgebildet und der Strömungskanal 13 ist axial ausgerichtet, sodass der Verbindungsstoff 11 axial durch den Strömungskanal 13 geleitet werden kann. Aus dem Strömungskanal 13 strömt nach dem Durchströmen durch den Strömungskanal 13 der Klebstoff in den Spalt 10 zwischen dem Permanentmagneten 9 und dem Lamellenpaket 6. In 6 ist der Permanentmagnet 9 in der Tasche 7 nicht abgebildet. Zum Einbringen des Klebstoffs braucht somit nur an einem außenseitigen Ende des Strömungskanals 13 mittels einer Vorrichtung zum Einbringen des Verbindungsstoffes 11, beispielsweise ein Dosierrohr mit einem kleinen Durchmesser, in den Strömungskanal 13 eingebracht werden und strömt anschließend durch den Strömungskanal 13, vorzugsweise mittels Kapillarkräften, zu dem Spalt 10 und wird dort, vorzugsweise ebenfalls mittels Kapillarkräften, gleichmäßig in dem Spalt 10 verteilt.
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In dem in 6 und 7 dargestellten vierten Ausführungsbeispiel des Rotors 4 können in analoger Weise zu dem ersten, zweiten und dritten Ausführungsbeispiel auch Speicherkanäle 15 und Steigkanäle 14 in dem Lamellenpaket 6 ausgebildet sein. Dabei münden die Steigkanäle 14 in den Strömungskanal 13. Die Anordnung der Speicherkanäle 15 und der Steigkanäle 14, auch in dem vierten Ausführungsbeispiel, in dem Lamellenpaket 6 sind in den 6 und 7 nicht dargestellt.
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Insgesamt betrachtet sind mit dem erfindungsgemäßen Rotor 4 und der erfindungsgemäßen Elektromaschine 1 wesentliche Vorteile verbunden. Bei der Herstellung des Rotors 4 mit in den Lamellenpaketen 6 eingebauten oder integrierten Permanentmagneten 9 in Taschen 7 des Lamellenpaketes 6 kann bei einem Befestigen der Permanentmagnete 9 stoffschlüssig mittels des Verbindungsstoffs 11 diese Verbindung oder Befestigung verbessert werden, indem bei einer Herstellung die Taktzeiten verringert werden können, weil der gesamte Verbindungsstoff 11 sehr kurzzeitig in einem Arbeitsgang in die Speicherkanäle 15 eingebracht werden kann und sich anschließend selbsttätig in dem Spalt 10 gleichmäßig verteilt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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