-
Die Erfindung betrifft eine permanenterregte Synchronmaschine mit einem Stator, der ein in Nuten positioniertes Wicklungssystem aufweist und einen Rotor mit vergrabenen Permanentmagneten.
-
Die Erfindung betrifft ebenfalls Verfahren zur Herstellung permanenterregter Synchronmaschinen und deren Rotoren.
-
Bei permanenterregten Synchronmaschine werden die Pole durch Permanentmagnete gebildet. Um Permanentmagnete an Rotoren permanenterregter dynamoelektrischer Maschinen zu befestigen, sind unterschiedliche Verfahren bekannt. Dabei befinden sich beispielsweise Permanentmagnete an der Oberfläche eines Rotors, in dem sie direkt an die Oberfläche geschraubt, auf einen Träger geklebt oder die Träger am Läufer angeschraubt sind.
-
Des Weiteren ist bekannt, Permanentmagnete in axial verlaufende Taschen eines Rotors einzuschieben und somit einen Pol auszubilden. Bei diesen so genannten vergrabenen Magneten befinden sich die Permanentmagnete somit direkt im Blechpaket des Rotors. Es ist aber u.a. aus mechanischen Festigkeitsgründen ein bestimmter Abstand benachbarter Pole einzuhalten, d.h. es ist eine bestimmte Polteilung mit einer vorgegebenen Polbedeckung vorzusehen. Eine Schrägung eines Pols über die axiale Länge des Rotors betrachtet, lässt sich bei großen, insbesondere hochpoligen Maschinen nur sehr umständlich und aufwändig realisieren.
-
Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine permanenterregte Synchronmaschine mit einem Rotor bereitzustellen, die bei vereinfachter Herstellung Pendelmomente und Rastmomente der permanenterregten Synchronmaschine reduziert. Dies soll insbesondere bei hochpoligen Synchronmaschinen erreicht werden.
-
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch eine permanenterregte Synchronmaschine mit
- – einem Stator, der ein in Nuten positioniertes Wicklungssystem aufweist,
- – einem Rotor mit Permanentmagneten, der mit einem durch das Wicklungssystem des Stators im Betrieb der permanenterregten Synchronmaschine erzeugten Magnetfeld über einen Luftspalt zwischen Stator und Rotor derart elektromagnetisch wechselwirkt, dass sich eine Rotation des Rotors um eine Rotationsachse in einer Rotationsrichtung einstellt,
- – im oder am Rotor axial verlaufenden Taschen, wobei eine Tasche zumindest zwei Magnetpolpaare mit unterschiedlich ausgerichteter Magnetisierungsrichtung aufweist.
-
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt auch durch Verfahren zur Herstellung eines Rotors einer permanenterregten Synchronmaschine mit einem Stator, der ein in Nuten positioniertes Wicklungssystem aufweist, einem Rotor mit Permanentmagneten, der mit einem durch das Wicklungssystem des Stators im Betrieb der permanenterregten Synchronmaschine erzeugten Magnetfeld über einen Luftspalt zwischen Stator und Rotor derart elektromagnetisch wechselwirkt, dass sich eine Rotation des Rotors um eine Rotationsachse in einer Rotationsrichtung einstellt, im oder am Rotor axial verlaufenden Taschen, wobei eine Tasche zumindest zwei Magnetpolpaare mit unterschiedlich ausgerichteter Magnetisierungsrichtung aufweist durch folgende Schritte:
- – Stanzpaketieren von Blechen und Bildung eines Rotors, derart, dass durch Schichten der Bleche im Rotor axial verlaufende Taschen ausgebildet werden,
- – axiales Einschieben von Magnetpolpaaren unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung, wobei in Rotationsrichtung betrachtet die Permanentmagnete einer Tasche mit unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung durch Abstandshalter getrennt werden.
-
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt auch durch ein weiteres Verfahren zur Herstellung des oben genannten Rotors einer permanenterregten Synchronmaschine durch folgende Schritte:
- – Herstellen eines vorzugsweise ungeblechten, ein- oder mehrteiligen rotationssymmetrischen Trägers, als Basis für einen Rotor, auf welchem Träger durch Laschen an der Oberfläche axial verlaufende Taschen gebildet werden,
- – Ausbildung von Polen unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung, durch axiales Einschieben von Permanentmagneten und Abstandshaltern, vorzugsweise als vorgefertigte Polpaare in die axial verlaufenden Taschen, wobei in Rotationsrichtung betrachtet die somit gebildeten Pole einer Tasche durch Abstandshalter getrennt sind.
-
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch ein weiteres Verfahren zur Herstellung des oben genannten Rotors durch folgende Schritte:
- – Herstellen eines vorzugsweise ungeblechten, ein- oder mehrteiligen rotationssymmetrischen Trägers, als Basis für einen Rotor,
- – Befestigung von Laschen auf der Oberfläche des Trägers,
- – axiales Einschieben von Polpaaren unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung, wobei in Rotationsrichtung (R) betrachtet die Permanentmagnete einer Tasche mit unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung durch Abstandshalter getrennt werden.
-
Erfindungsgemäß wird nunmehr pro axial im oder am Rotor verlaufender Tasche ein, vorzugsweise zwei oder mehr Magnetpolpaare unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung eingesetzt. Jeder Permanentmagnet weist ein Magnetpolpaar (Nordpol-Südpol) auf. Demzufolge befinden sich in einer Tasche ein, zwei oder mehr für den Betrieb der dynamoelektrischen Maschine elektromagnetisch wirksamen Pole. Dabei sind die Permanentmagnete eines Pols mit ihren Magnetpolpaaren so angeordnet, dass der Nordpol dem Luftspalt zugewandt ist. Der oder die Permanentmagnete des anderen Pols in derselben Tasche sind mit ihrem Südpol dem Luftspalt zugewandt. Zwischen den beiden Polen ist kein Blechsteg vorhanden.
-
Die einem Luftspalt zugewandten Nord- und Südpole der Permanentmagnete bilden zwei unterschiedliche Pole und befinden sich in einer Tasche, also einer im Wesentlichen axial verlaufenden Ausnehmung im oder am Rotor.
-
In einer axial verlaufenden Ausnehmung befinden sich somit allgemein dargestellt ein, insbesondere zwei oder mehr Pole, wobei die einzelnen Pole jeweils durch einen oder mehrere Permanentmagnete gebildet werden. Die Permanentmagnete eines jeden Pols weisen Permanentmagnete gleicher Magnetisierungsrichtung auf. Die Ausnehmung oder Tasche am Rotor wird dabei durch Laschen gebildet an der Oberfläche des Rotors gebildet.
-
Die Ausnehmungen oder axial verlaufenden Taschen im Rotor sind in Umfangsrichtung oder Rotationsrichtung betrachtet, jeweils komplett von einem Blech bzw. Material des Rotors 5 umgeben sind.
-
Zur zusätzlichen Fixierung zweier Pole in einer Tasche, deren Magnetisierungsrichtung sich um 180° unterscheidet und die jeweils durch einen oder mehrere Permanentmagnete gebildet sind, ist in Rotationsrichtung des Rotors betrachtet, zwischen diesen Permanentmagneten ein Abstandshalter eingesetzt.
-
Bei mehreren Polen in einer Tasche ist in Rotationsrichtung des Rotors betrachtet zwischen benachbarten Polen jeweils ein Abstandshalter eingesetzt. Benachbarte Pole insbesondere in einer Tasche unterscheiden sich in ihrer Magnetisierungsrichtung um 180°.
-
Diese Abstandshalter sind seitlich an den Permanentmagneten befestigt, vorzugsweise geklebt, so dass nunmehr ein komplettes Paket gebildet werden kann. Dieses Paket enthält zumindest zwei unterschiedliche Pole wobei die benachbarten Pole einer Tasche unterschiedliche, insbesondere um 180 Grad versetzte Magnetisierungsrichtungen aufweisen. Eine Tasche weist also zumindest zwei komplette Pole auf, wobei die Permanentmagnete innerhalb der Tasche so ausgerichtet sind, dass die oder der Permanentmagnet(e) des einen Pols mit dem Nordpol zum Luftspalt ausgerichtet sind, während die oder der Permanentmagnet(e) des anderen Pols mit dem Südpol zum Luftspalt ausgerichtet sind.
-
Bei mehreren Polen in einer Tasche wechseln sich in Rotationsrichtung des Rotors, also in Umfangsrichtung betrachtet die Magnetisierungsrichtungen. Auf einen Nordpol folgt ein Südpol, folgt ein Nordpol usw.
-
In Rotationsrichtung betrachtet befindet sich zwischen den Polen einer Tasche ein Abstandshalter.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist der Abstandshalter ganz oder teilweise permanentmagnetisch ausgeführt und kann damit den u.a. zwischen der Tasche und dem Luftspalt einsetzenden Streufluss zwischen den Permanentmagneten benachbarter Pole entgegenwirken. Der Abstandshalter ist dabei ein schwach magnetisierter Selten-Erden-Magnet oder ein Hartferritmagnet. Damit reduziert sich der Streufluss der permanenterregten Synchronmaschine und die Maschinenausnutzung wird erhöht.
-
Des Weiteren reduziert sich der Montageaufwand der permanenterregten Synchronmaschine, da nunmehr für die gleiche Polzahl des Rotors abhängig von der Anzahl der Pole eines Magnetpakets nur noch ca. die Hälfte oder ein Drittel oder Viertel derartiger Magnetpakete wie im Stand der Technik axial in die Taschen eingeschoben werden muss bzw. auf der Oberfläche des Trägers angeordnet werden muss.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform wird vorteilhafterweise eine axiale Positionierung der Permanentmagnete eines Pols mit Hilfe der Abstandhalter in der Tasche derart vorgenommen, dass sich über die axiale Länge des Rotors betrachtet eine Schrägung oder Staffelung dieses Pols einstellt. Damit reduzieren sich bei vergleichsweise einfacher Herstellung eines erfindungsgemäßen Rotors und damit der permanenterregten Synchronmaschine die Pendel- und Rastmomente im Betrieb dieser dynamoelektrischen permanenterregten Synchronmaschine.
-
Auch bei nur einem Pol pro Tasche kann somit erfindungsgemäß durch Anordnung von Permanentmagneten dieses Pols mit den oben beschriebenen Abstandshaltern eine Schrägung bzw. Staffelung des Pols über seine axiale Länge in herkömmlich verlaufenden Ausnehmungen im oder am Rotor geschaffen werden.
-
Allen Ausführungsformen ist gemein, dass das Blechpaket des Rotors bzw. der Träger des Rotors gegenüber herkömmlichen Ausführungen nicht verändert werden muss. Dies wird durch konstruktive Gestaltung des Aufbaus des oder der Pole einer Tasche durch Permanentmagnete und Abstandshalter in Rotationsrichtung und in axialer Länge des Rotors erreicht.
-
Der erfindungsgemäße Gedanke kann sowohl für Innenläufer- als auch für Außenläufermaschinen angewandt werden.
-
Die Erfindung wird insbesondere bei großen dynamoelektrischen Maschinen wie beispielsweise Windkraftgeneratoren größer 3 MW, als auch Rohrmühlen angewandt.
-
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand prinzipiell dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert; darin zeigen:
-
1 einen Längsschnitt einer prinzipiell dargestellten permanenterregten Synchronmaschine,
-
2 einen Querschnitt eines Rotors,
-
3 bis 5 einen Ausschnitt eines Rotors,
-
6 und 7 Anordnungen von Permanentmagneten innerhalb einer Tasche im axialen Verlauf,
-
8 einen Ausschnitt eines Rotorquerschnitts,
-
9 Teilquerschnitt eines Rotors mit Tragkonstruktion,
-
10 perspektivische Darstellung eines Rotors,
-
11 perspektivische Darstellung eines Teils Außenläuferrotors.
-
1 zeigt in einem Längsschnitt einer prinzipiell dargestellten permanenterregten Synchronmaschine 1, die als Innenläufermaschine ausgeführt ist, ein Gehäuse 15, in dem ein Stator 2 mit einem in Nuten 3 angeordneten Wicklungssystem 4 dargestellt ist, wobei das Wicklungssystem 4 an den Stirnseiten des Stators 2 Wickelköpfe ausbildet.
-
Durch einen Luftspalt 7 vom Stator 2 getrennt, befindet sich ein aus axial geschichteten Blechen aufgebauter Rotor 5, in dem sich in axial verlaufenden Taschen 8 dieses Blechpakets Permanentmagnete 6 befinden. Durch im Betrieb der permanenterregten Synchronmaschine 1 erzeugten Magnetfeld des Wicklungssystems 4 des Stators 2 wird nunmehr durch elektromagnetische Wechselwirkung mit dem Rotor 5 über den Luftspalt 7 hinweg eine Rotation des Rotors 5 um eine Rotationsachse A in einer Rotationsrichtung R herbeigeführt.
-
Dabei wird bei Betrieb der permanenterregten Synchronmaschine 1 als Motor an einer Welle 16 ein Drehmoment erzeugt, während bei Betrieb der permanenterregten Synchronmaschine 1 als Generator über die Welle 16 auf den Rotor 5 ein Drehmoment übertragen wird.
-
Der Rotor 5 bzw. ein Träger 24 für die Pole 9 zur kann alternativ dazu auch einteilig massiv ausgeführt sein. Er muss also nicht zwangsläufig geblecht ausgeführt sein, da bei großen Maschinen aufgrund der vergleichsweise geringen Drehzahl die Wirbelstromverluste in einem derartigen Rotor 5 oder Träger 24 zu vernachlässigen sind.
-
Der Träger 24 ist aus einem Material z.B. gegossen oder gedreht. Bei axial sehr langen Rotoren, können die Träger 24 neben einer Segmentierung in Umfangsrichtung gemäß 10 auch axial aus mehreren Axialsegmenten bestehen. Diese sind dabei zumindest in ihrem radial äußeren Bereich jeweils massiv ausgeführt.
-
Der Träger 24 kann somit alternativ dazu aus Gewichts- oder Trägheitsgründen auch aus einem Hohlzylinder – segmentiert oder unsegmentiert – bestehen, der über geeignete Anbindungen, z.B. einen Tragstern 28 gemäß 9 an die Welle 16 als Abtriebs- oder Antriebswelle einer Arbeitsmaschine oder einer Windturbine direkt oder über ein Getriebe verbunden ist.
-
2 zeigt einen prinzipiellen Querschnitt des Rotors 5 mit seinen Taschen 8, die in Umfangsrichtung betrachtet, jeweils komplett von einem Blech bzw. Material des Rotors 5 umgeben sind. Das bezeichnete Segment 19 beinhaltet nun erfindungsgemäß ein, zwei oder mehrere nebeneinander angeordnete Pole 9 in einer Tasche 8. 3 zeigt insbesondere zwei Pole in einer Tasche 8. Dabei befindet sich ein Permanentmagnet 6 mit einem dem Luftspalt 7 zugewandten Südpol auf der einen Seite der näher betrachteten Tasche 8. Ein Permanentmagnet 6 mit entgegen gesetzter Magnetisierungsrichtung befindet sich auf der anderen Seite der Tasche 8. Die beiden Permanentmagnete 6 sind vorteilhafterweise identisch ausgebildet und werden nur um 180° verdreht eingebaut.
-
Die Permanentmagnete 6 sind vorzugsweise quaderförmig ausgeführt, können jedoch, wie in 9 angedeutet, auch schalenförmig ausgeführt sein. Die Wölbungen an der radial inneren und radial äußeren Seite des Permanentmagneten 6 sind dabei gleich oder unterschiedlich ausgeführt. Dabei ist der Radius der Wölbung an der radial inneren Seite größer als der an der radial äußeren Seite. Diese Ausführung reduziert – vor allem wenn die Permanentmagnete 6 an der Oberfläche des Rotors 5 angeordnet – sind die Rastmomente.
-
Um nunmehr zwei Magnetpole 9 in dieser Tasche 8 zu erhalten und magnetische Kurzschlüsse vor allem im näheren Umfeld dieser Tasche 8 zu vermeiden, ist zwischen den Seiten der Permanentmagnete 6 ein Abstandshalter 10 vorgesehen. Dieser Abstandshalter 10 kann aus Kunststoff oder einem anderen amagnetischen Material aufgebaut sein, d.h. das Segment 19 umfasst somit zwei Pole zwei Polteilungen, also 2·τp. Zusätz
-
lich zu diesem Abstandshalter 10, kann wie in 8 dargestellt zumindest ein Streusteg zwischen der Tasche 8 und dem Luftspalt 7 vorgesehen sein, der den Streufluss 13 zusätzlich verhindert.
-
Gemäß dem Aufbau nach 3 stellt sich neben dem magnetischen Nutzfluss über den Luftspalt 7 zum Stator 2 auch ein Streufluss 13 zwischen den beiden Permanentmagnete 6 vom Nordpol 11 zum Südpol 12 ein, den es zu unterbinden gilt. Dieser Streufluss 13 wird erfindungsgemäß nunmehr dadurch unterbunden, indem der Abstandshalter 10 selbst ein eigenes Magnetfeld, sozusagen ein Gegenfeld 21 aufweist und/oder aber indem, wie dies 8 zu entnehmen ist, im Bereich des Abstandshalters 10 zwischen Abstandshalter 10 und dem Luftspalt 7 ein Streusteg 18 vorgesehen ist.
-
Das Gegenfeld 21 des Abstandshalters 10 steht dabei im Wesentlichen senkrecht zur Magnetisierungsrichtung der Permanentmagnete 6.
-
Da der Abstandshalter 10 in dieser Ausführungsform ein eigenes Magnetfeld aufweist, ist er somit als Permanentmagnet ausgebildet dessen Magnetisierungsrichtung 21 tangential zur Rotationsachse A und entgegengesetzt zum Streufluss 13 ausgerichtet ist. Das Gegenfeld des Abstandshalters 10 wirkt ebenso radial zwischen Tasche 8 und der Welle 16. Auch dort kann selbstverständlich alternativ oder ergänzend auch ein Streusteg den Streufluss unterbinden.
-
4 zeigt in vereinfachter Darstellung wie der Abstandshalter 10 mit einem eigenen Feld, also einer eigenen Flussrichtung, den Streufluss 13, der von dem Nordpol 11 zum Südpol 12 sich erstreckt, kompensiert oder zumindest reduziert.
-
5 zeigt in einer weiteren Ausführungsform eine weitere Form der Tasche 8. Dabei ist auf jeder Seite eines Knicks 17 der Tasche 8 jeweils der Permanentmagnet 6 anzuordnen. Die Magnetisierungsrichtung der beiden Pole 9 innerhalb der Tasche 8 – vom Abstandshalter gemäß den vorigen Ausführungen getrennt – schließt in dieser besonderen Ausgestaltung einen vorgegebenen Winkel ein, der durch den Winkel des Knicks 17 und damit auch vom Durchmesser des Rotors 5 und der Polzahl des Rotors 5 vorgegeben ist.
-
Der Knick 17 kann in einer anderen Ausführungsform des Rotors 5 selbstverständlich auch nach Innen weisen, so dass die Pollücke zwischen beiden Polen 9 vom Luftspalt 7 abgewandt ist. Es sind dort ebenfalls die Streuflüsse – wie oben beschrieben – zu unterbinden.
-
Jeder Pol 9 einer Tasche 8 sollte grundsätzlich aus wirtschaftlichen Erwägungen sowohl in Rotationsrichtung R als auch in axialer Richtung betrachtet, aus mehreren gleichartigen Permanentmagneten 6 gebildet werden.
-
Ausnahmen werden in den folgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
-
Um die wirtschaftlichen Vorteile von quaderförmigen Permanentmagneten ausnutzen zu können dürfen die Permanentmagnete 6 eines Pols 9 nach 5 in ihrer Breite B dabei maximal die Ausdehnung X erhalten. Der verbleibende Zwischenraum einer derartigen Tasche 8 wird vorteilhafterweise durch einen Abstandshalter 10 ausgefüllt, der sich diesem Knick 17 in einfacher Art und Weise anpassen kann. Dabei sind besonders Werkstoffe geeignet, die während der Montage flexibel sind, aber nach einem chemischen oder physikalischen Prozess, wie z.B. Erwärmung, aushärten und die Fixierung der Permanentmagnete 6 in der Tasche 8 herbeiführen.
-
6 zeigt beispielhaft einen axialen Verlauf der Permanentmagnete 6 innerhalb einer Tasche 8, wobei in diesem speziellen Fall sich die Breite der Permanentmagnete 6 eines Pols 9 dieser Tasche 8 im axialen Verlauf betrachtet, ändert und so eine Pfeilform dieses Pols 9 bildet. Die Permanentmagnete 6, die den anderen entgegengesetzt gerichteten Magnetpol 9 bilden, sind dabei in ihrer Breite im axialen Verlauf betrachtet konstant. Dies bedeutet selbstverständlich, dass sich demnach auch die jeweiligen Abstandshalter 10 diesen Platzverhältnissen anpassen müssen. Durch diese Anordnung reduzieren sich die Rast- und Pendelmomente der dynamoelektrischen Maschine 1 ohne den Aufbau einer Ausnehmung oder Tasche ändern zu müssen.
-
Um bei gleichbleibender Breite der Permanentmagnete 6 ebenfalls eine Reduzierung der Rast- und Pendelmomente zu erreichen, kann gemäß 7 der eine Pol 9 mit seinen Permanentmagneten 6 derart ausgeführt sein, dass sich über die axiale Länge betrachtet, ein Versatz also eine Staffelung lediglich einiger Permanentmagnete 6 in Rotationsrichtung herbeigeführt wird. Der Versatz erfordert jedoch, dass die Abstandshalter 10 sich dementsprechenden der Tasche 8 anpassen, um eine Fixierung der Permanentmagnete 6 in der Tasche 8 zu erhalten.
-
Auch eine Schrägung der Permanentmagnete 6 über den axialen Verlauf des Rotors 5 ist so möglich.
-
Insbesondere in den 3 bis 8 befinden sich in den Taschen 8 jeweils zwei Pole 9.
-
11 zeigt eine teilperspektivische Ansicht eines Rotors 5 einer Außenläufermaschine, wobei sich die Pole 9 in Vertiefungen eines Hohlzylinders befinden, wobei die Permanentmagnete 6 und deren Abstandshalter 10 durch eine Lasche 22 abgedeckt sind. Vorzugsweise ist die Lasche 22 auch hier aus amagnetischem Material. In dieser Ausführungsform deckt die Lasche 22 aus darstellerischen Gründen nur einen Pol 9 ab. Dadurch, dass sich die Position des Permanentmagneten 6 in Rotationsrichtung R über den axialen Verlauf betrachtet verändert, können Rastmomente dieser permanenterregten Außenläufersynchronmaschine reduziert werden. Die Vertiefung verläuft somit achsparallel, die Position der Permanentmagnete 6 wird bei der Herstellung derart festgelegt, dass sich eine Schrägung/Staffelung der Permanentmagnete 6 über die axiale Länge des Rotors 5 ergibt. Diese Anordnung ist besonders für einen Windkraftgenerator geeignet.
-
Erfindungsgemäß befinden sich die Permanentmagnete 6 als vergrabene Magnete im Rotor 5 oder an der Oberfläche des Rotors 5. An der Oberfläche des Rotors 5 sind die Permanentmagnete 6 auf der zylindrischen Oberfläche des Rotors 5 angeordnet oder auf bearbeiteten Flächen, wie z.B. Vertiefungen 29 oder planen Flächen. An der Oberfläche des Rotors 5 sind die Permanentmagnete 6 dann durch Laschen 22 befestigt.
-
Der Rotor 5 kann dabei geblecht ausgeführt sein, ebenso kann der Rotor 5 einteilig oder einstückig ausgeführt sein, als komplette Vollwelle oder als hohlzylindrischer Träger 24. Der Rotor 5, kann ebenso durch miteinander verbundene Segmente in Umfangsrichtung und/oder axialer Richtung, bezogen auf die dynamoelektrische Maschine aufgebaut sein. Jedes Segment 19 weist dabei in Umfangsrichtung betrachtet eine oder mehrere Taschen 8 auf. Ein Rotor 5 als komplette Vollwelle oder als hohlzylindrischer Träger 24 bietet sich besonders bei Permanentmagneten 6 an, die an der Oberfläche des Rotors 5 anzuordnen sind.
-
Unter jeder Lasche 22 oder in der Tasche 8 des Rotors 5 befindet sich zumindest ein Pol 9 mit einem Abstandshalter 10.
-
Bei großen dynamoelektrischen Maschinen, wie sie z.B. in Windkraftanlagen eingesetzt werden, sind aufgrund der hohen Anzahl der Pole 9 und der vergleichsweise geringen Drehzahl die Verluste gering, so dass die Rotoren 5 nicht zwangsläufig geblecht ausgeführt werden müssen. Es ist lediglich sicherzustellen, dass sich der magnetische Kreis im Rotor 5 möglichst verlustfrei schließen kann. Dies wird auch durch weichmagnetisches Material eines hohlzylindrischen Trägers 24 gewährleistet.