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Die
Erfindung betrifft eine Massagevorrichtung zur Stimulation eines
Körperteils, insbesondere zur Stimulation der menschlichen
Klitoris.
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Aus
der
DE 33 16 100 A1 ist
ein Massageverfahren bekannt, bei dem eine oder mehrere elektrische
oder mechanische Schwingungen über einen oder mehrere Applikatoren
auf den Körper übertragen werden. Im Falle der Übertragung
mechanischer Schwingungen werden meist Vibratoren angewandt, welche
im wesentlichen aus Schwingspulen mit darin angeordneten Magnetkernen
bestehen. Die unter der Wirkung eines elektrischen Wechselfeldes,
welches an die Schwingspule angelegt wird, bewegten Magnetkerne übertragen
ihre Bewegung an einen nach außen ragenden Stab, der wiederum
mit entsprechenden Applikatorplatten, -bürsten oder dergleichen ausgerüstet
oder verbunden ist. Bei der Applikation elektrischer Schwingungen
sind die Verhältnisse ähnlich. Hier werden Schwingungen
geeigneter Frequenz mittels spezieller Generatoren erzeugt und diese über
Elektroden, welche auf die Hautoberfläche aufgesetzt werden,
in den Körper eingeleitet.
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Aus
der
WO 2004/021963
A1 ist eine Vibrationsvorrichtung für die erotische
Stimulation eines Körpers bekannt. Die Vibrationsvorrichtung
weist zwei sich gegenseitig beeinflussende Elektromotoren auf, wobei
jeder Motor mit einer Unwucht an dem jeweiligen Wellenschaft ausgerüstet
ist. Beide Motoren sind hintereinander im Inneren einer Schraubenfeder angeordnet.
Die Motoren drehen sich mit geringfügig unterschiedlichen
Drehzahlen, um eine sich kontinuierlich ändernde Vibration
zu erzeugen, die zu einem klopfenden oder pochenden Reiz führt.
Durch die geringfügig unterschiedliche Drehzahl driften
die Motoren in die Synchronisation und aus der Synchronisation heraus.
Die Vibrationen der Motoren können sich zur Erzeugung einer
höheren Vibrationsamplitude addieren oder sich gegenseitig
reduzieren bzw. auslöschen.
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In
der
US 6,056,705 wird
eine zangenartige Vorrichtung zur Stimulation der Klitoris beschrieben. Die
Vorrichtung weist ein erstes Teil mit einem ersten Greifabschnitt
und einem ersten Klemmabschnitt und ein zweites Teil mit einem zweiten
Greifabschnitt und einem zweiten Klemmabschnitt auf, wobei beide
Teile schwenkbar miteinander verbunden sind, so daß ein
Spann- oder Klemmabschnitt zwischen ihnen zur Aufnahme einer Klitoris
gebildet wird. Eine Feststelleinrichtung mit einer Feder sichert
die ersten und die zweiten Teile in einer Klemm- oder Spannposition und
eine Vibrationseinrichtung bewirkt die Vibration der Vorrichtung.
Die Vibrationseinrichtung ist in einer Ausnehmung angeordnet, die
im Schnittpunkt des ersten und zweiten Teils liegt.
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Das
Massageergebnis der bekannten Massagevorrichtungen ist zumeist wenig
zufriedenstellend.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Massagevorrichtung der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, die trotz eines
einfachen Aufbaus ein sehr gutes Massageergebnis gewährleistet.
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Die
vorgenannte Aufgabe wird bei einer Massagevorrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß wenigstens zwei
miteinander verbundene gegenüberliegende Massageschenkel
zur Übertragung von Schwingungen auf das Körperteil vorgesehen
sind, wobei jeder Massageschenkel wenigstens einen Schwingungserzeuger
zur Erzeugung von Schwingungen oder Vibrationen des Massageschenkels
aufweist, wobei zwischen den Innenseiten der Massageschenkel wenigstens
ein Stimulationsbereich für das Körperteil gebildet
wird und wobei die erzeugten Schwingungen im Stimulationsbereich
von den Massageschenkeln auf das Körperteil übertragbar
sind. Durch die Wirkung der Schwingungserzeuger werden die Massageschenkel
in eine rotierende oder in eine geradlinige Bewegung versetzt. Dies
hat zur Folge, daß sich die Massageschenkel periodisch aufeinander
zu bewegen und wieder voneinander weg bewegen, was als ”Schwingung” im
Sinne der Erfindung bezeichnet wird. Bei der schwingenden Bewegung
werden von den Massageschenkeln während der Stimulation
des Körperteils je nach Auslenkung der Schenkel unterschiedlich
große Kräfte auf das Körperteil übertragen,
was zu besonderen Reizzuständen des Körperteils
führt.
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Die
erfindungsgemäße Massagevorrichtung gewährleistet
durch den in jedem Massageschenkel vorgesehenen Schwingungserzeuger
ein sehr gutes Massageergebnis, wobei beide Massageschenkel bei
der Stimulation gegen das Körperteil anliegen können
und das Körperteil zwischen den Massageschenkeln angeordnet
ist. Im übrigen weist die erfindungsgemäße
Massagevorrichtung einen einfachen konstruktiven Aufbau auf, der
eine kostengünstige Fertigung ermöglicht.
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Die
Massageschenkel weisen vorzugsweise die gleiche Form und Größe
auf. Die Massageschenkel können eine langgestreckte stabartige
Form in der Art eines Hebels bei einer Zange aufweisen. Im übrigen
können die Massageschenkel an jeweils einem Ende mit einem
Griffteil oder dergleichen verbunden sein, wobei das Griffteil schwingfähig
sein kann und es bei der Stimulation zu einer gegenseitigen Beeinflussung
der Schwingungserzeuger durch über das Griffteil übertragene
Schwingungen kommen kann. Zwischen den anderen freien Enden der Massageschenkel
wird dann der Stimulationsbereich gebildet. Grundsätzlich
ist es auch möglich, daß als Massageschenkel Vorsprünge
oder Fortsätze an einem Massagekörper vorgesehen
sind, wobei zwischen den Vorsprüngen oder Fortsätzen
eine Vertiefung für das Körperteil und der Stimulationsbereich gebildet
wird. Wesentlich ist, daß die Massageschenkel derart ausgebildet
sind und aus einem Material derart bestehen, daß die Massageschenkel
durch Wirkung der Schwingungserzeuger aus einem Ruhezustand in einen
Schwingzustand überführbar sind.
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Im übrigen
läßt es die Erfindung bedarfsweise auch zu, daß die
Massageschenkel in Körperöffnungen eingeführt
werden können, wobei die Vibration der Massageschenkel
auf das umliegende Gewebe übertragen wird und dort zu einer
weiteren Stimulation führen kann.
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Vorzugsweise
weist jeder Massageschenkel wenigstens einen Vibrations- oder Unwuchtmotor
als Schwingungserzeuger auf. Grundsätzlich können auch
mehrere Vibrationsmotoren hintereinander in einem Massageschenkel
vorgesehen sein. Zur Erzeugung mechanischer Schwingungen kann auf
der Welle des Vibrationsmotors eine unwuchtige Masse befestigt sein.
Bei eingeschaltetem Motor wird die unwuchtige Masse in Rotation
versetzt, so daß der Massageschenkel in eine rotierende
Bewegung versetzt wird und sich periodisch dem Stimulationsbereich
nähert und wieder vom Stimulationsbereich entfernt. Alternativ
kann auch ein piezoelektrischer Antrieb zur Erzeugung von mechanischen
Schwingungen vorgesehen sein. Bei einer anderen Ausführungsform
der Erfindung kann vorgesehen sein, einen einzigen Motor der Erfindung
kann vorgesehen sein, einen einzigen Motor in einem Griffteil der
Massagevorrichtung anzuordnen, der über ein Getriebe oder
dergleichen mit zwei rotierenden Schwingungserzeugern in den Massageschenkeln
gekoppelt ist. Die Schwingungserzeuger mit den Unwuchtgewichten
sind in den Massageschenkeln eingebaut bzw. verbaut, so daß jeder
Massageschenkel in Vibrationen versetzt werden kann. Darüber
hinaus ist es auch möglich, daß in den Massageschenkeln
jeweils ein Motor mit mehreren, vorzugsweise nebeneinander angeordneten
Schwingungserzeugern vorgesehen ist.
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Beim
Stimulieren des Körperteils kommen die Massageschenkel
vorzugsweise seitlich gegen das Körperteil zur Anlage.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Massagevorrichtung
zur Stimulation der Klitoris sollte die Stimulation allerdings nicht
direkt auf der Klitoris erfolgen, sondern rundherum.
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Vorzugsweise
liegen die Massageschenkel bei der Stimulation stets gegen das Körperteil
an, wobei die Massageschenkel gegenläufig periodisch aufeinander
zu und voneinander weg bewegt werden. Auf das Körperteil
werden dann von den Massageschenkeln gegenläufige Schwingungen
bzw. Impulse übertragen. Die Schwingungserregung erfolgt
also gleichzeitig an beiden Seiten des Körperteils.
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Für
ein körperliches Wohlbefinden bei der Stimulation kann
vorgesehen sein, daß die von den Massageschenkeln erzeugten
und auf das Körperteil übertragenen Schwingungen
insbesondere im Zentrum des Stimulationsbereiches als pochender
Stimulationsreiz wahrnehmbar sind. Eine Möglichkeit der
Erzeugung von pochenden oder klopfenden Stimulationsreizen ist in
der
WO 2004/021963
A1 beschrieben. Hier können die Unwuchtmassen
der Vibrationsmotoren unterschiedlich schwer und/oder an unterschiedlicher
Stelle angeordnet sein, was zu leicht unterschiedlichen Drehzahlen
der Schwingungsmotoren führt.
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Es
wird vermutet, daß es durch additive Überlagerung
(Superposition) der von den Massageschenkeln erzeugten Schwingungen
zu einer Schwebung kommt, wobei sich die Schwingungen in ihrer Frequenz
nur wenig voneinander unterscheiden. Die Schwebung entsteht durch Überlagerung
von Schwingungen mit ähnlichen Frequenzen, wobei Frequenzunterschiede
zwischen den von den Massageschenkeln erzeugten Schwingungen möglichst klein
sein sollten. Durch die körperliche Verbindung zwischen
den Massageschenkeln, beispielsweise über ein Griffteil,
an dem die Massageschenkel befestigt sind, können sich
die Vibrationsmotoren zusätzlich gegenseitig beeinflussen.
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Vorzugsweise
ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß gleich
ausgebildete Vibrationsmotoren eingesetzt und zunächst
eine gleiche Soll-Drehzahl für beide Vibrationsmotoren
eingestellt wird. Eine Verstimmung des schwingenden Systems kann
dann zum einen durch Fertigungstoleranzen von ansonsten gleich ausgebildeten
Vibrationsmotoren ausgelöst werden. Zum anderen kann eine
Frequenzabweichung durch eine unterschiedliche Anordnung der Vibrationsmotoren
in den Massageschenkeln und/oder durch eine unterschiedliche Formgebung und/oder
ein unterschiedliches Gewicht der Massageschenkel erzwungen werden.
Auch kann vorgesehen sein, Vibrationsmotoren zumindest periodisch mit
unterschiedlichen Drehzahlen zu betreiben. Die Anzahl der pochenden
Reize sollte im wenigen Hertz-Bereich liegen, wobei, vorzugsweise,
die Anzahl von pochenden Reizen pro Sekunde im Bereich von kleiner
1 bis 5 liegen kann. Der pochende Reiz ist somit deutlich von dem
Vibrationsreiz zu unterscheiden, der zusätzlich zu dem
pochenden Reiz auftritt und von den beiden Massageschenkeln auf
beiden Seiten des Körperteils erzeugt wird.
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Zur
Steuerung der Drehzahl der Schwingungserzeuger kann eine Steuereinrichtung
vorgesehen sein, wobei es sich bei der Steuereinrichtung im einfachsten
Fall um ein Potentiometer handeln kann. Mit einem Potentiometer
kann eine Soll-Drehzahl in einfacher Weise für beide Vibrationsmotoren vorgegeben
werden. Beim Betrieb der beiden Vibrationsmotoren kommt es dann
aufgrund der Verbindung der Massageschenkel miteinander zur Ausbildung
eines Widerstandes, der periodisch zu geringfügig unterschiedlichen
Drehzahlen der Motoren führt. Die Soll-Drehzahl der Vibrationsmotoren
sollte vorzugsweise wenigstens 500 U/min betragen.
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Darüber
hinaus können beide Schwingungserzeuger auch unabhängig
voneinander steuerbar sein, so daß in einfacher Weise durch
Veränderung der von den Schwingungserzeugern erzeugten Schwingungen
der Massageschenkel Einfluß auf die im Körperteil
erzeugten Stimulationsreize genommen werden kann. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, daß sich die Soll-Drehzahl von jedem
Vibrationsmotor unabhängig von den Soll-Drehzahlen der
anderen Vibrationsmotoren vorgeben läßt.
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Vorzugsweise
sind zwei identisch ausgebildete Vibrationsmotoren als Schwingungserzeuger vorgesehen.
Grundsätzlich ist es aber auch möglich, daß sich
die Schwingungserzeuger in bezug auf die Unwuchtmasse und deren
Anordnung auf der Welle des Unwuchtmotors unterscheiden, so wie
dies in der
WO
2004/021963 A1 beschrieben ist.
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Um
in einfacher Weise gleiche oder ähnliche Schwingungen der
Massageschenkel erzeugen zu können, können die
Schwingungserzeuger gleichbeabstandet von den freien Enden der Massageschenkel
angeordnet sein. Die Schwingungserzeuger sind dann gegenüberliegend
in den Massageschenkeln angeordnet, vorzugsweise im Bereich des
vorderen Drittels der Massageschenkel. Der Stimulationsbereich kann
insbesondere zwischen den vorderen Enden der Massageschenkel gebildet
werden, wobei jeder Massageschenkel wenigstens eine innenliegende
Kontaktfläche zur seitlichen Anlage gegen das Körperteil
bei der Stimulation aufweisen kann. Dies schließt jedoch
nicht aus, daß weitere Kontaktflächen beabstandet
von den vorderen Enden der Massageschenkel vorgesehen sind, zwischen
denen dann wenigstens ein weiterer Stimulationsbereich gebildet wird.
Vorzugsweise kann die Kontaktfläche konvex gebogen sein,
um das Anliegen der Massageschenkel im Stimulationsbereich gegen
das Körperteil zu verbessern und eine gute Schwingungsübertragung sicherzustellen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann in diesem Zusammenhang
vorgesehen sein, daß der Massageschenkel einen birnenförmigen
Querschnitt aufweist, wobei die Querschnittsbreite in Richtung zum
Stimulationsbereich abnimmt.
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Um
das Körperteil in einfacher Weise umfassen bzw. umgreifen
zu können, können die Massageschenkel als Hebelarme
einer Zange zum Umgreifen des Körperteils ausgebildet sein.
Jeder Massageschenkel ist dann vorzugsweise mit einem Ende fest an
dem Griffteil verbunden. Ein Stimulationsbereich ist dann im Bereich
zwischen den freien Enden der Massageschenkel vorgesehen.
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Um
eine Schwingungsbewegung des Massageschenkels erzeugen zu können,
kann dieser vollständig aus einem elastischen Material
bestehen. Der Massageschenkel kann jedoch auch einen hinteren Halteabschnitt
zur Befestigung mit dem Griffteil und einen elastischen vorderen
Stimulationsabschnitt aufweisen, wobei der Stimulationsabschnitt eine
höhere Elastizität aufweist als der Halteabschnitt.
Der Schwingungserzeuger ist bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform
vorzugsweise im elastischen vorderen Stimulationsabschnitt des Massageschenkels
angeordnet. Der Massageschenkel kann aus Silikon oder einem silikonähnlichen
Material bestehen. Alternativ kann vorgesehen sein, daß der
Massageschenkel aus wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen
Schenkelabschnitten besteht, wobei wenigstens ein Schenkelabschnitt
federbelastet ist und wobei sich der Massageschenkel durch die Wirkung
des Schwingungserzeugers in eine schwingende Bewegung bringen läßt.
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In
einem Griffteil kann ein Batteriefach vorgesehen sein. Im übrigen
kann das Griffteil eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Vibrationsmotoren
aufnehmen.
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Die
Massageschenkel sind vorzugsweise derart elastisch ausgebildet und/oder
weisen eine derartige Formgebung auf, daß die Breite des
Stimulationsbereiches zwischen den Massageschenkeln durch Ausüben
einer Druckkraft von außen auf die Massageschenkel bedarfsweise
verringerbar ist. Dadurch kann der für die Stimulation
des Körperteils jeweils gewünschte Anpreßdruck
der Massageschenkel gegen das Körperteil in einfacher Weise
manuell aufgebracht werden. Der minimale lichte Abstand zwischen
den Massageschenkeln, der vorzugsweise im Bereich zwischen den vorderen
Enden der Massageschenkel liegt, kann in diesem Zusammenhang im unbelasteten
Zustand der Massageschenkel zwischen 3 mm bis 15 mm betragen. Die
vorgenannten Werte beziehen sich auf eine Verwendung der Massagevorrichtung
zur Stimulation der Klitoris. Es versteht sich, daß in
Abhängigkeit von dem zu stimulierenden Körperteil
entsprechend andere Abmessungen vorgesehen sein können.
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Zusätzlich
zur Erzeugung und Übertragung von mechanischen Schwingungen
können Mittel zur Erzeugung und Übertragung von
Reizströmen über die Massageschenkel auf das Körperteil
vorgesehen sein, um ein Wohlempfinden bei der Stimulation zu gewährleisten.
Hier kann der Massageschenkel wenigstens eine innenliegende und
sich gegebenenfalls bis auf die Stirnseite erstreckende metallische
Kontaktplatte an seinem freien Ende aufweisen, über die die Übertragung
von Reizströmen auf das Körperteil erfolgt. Über
die gleiche Kontaktplatte werden dann auch mechanische Schwingungen übertragen.
Zur Steuerung der Reizstromerzeugung und -übertragung kann
eine Steuereinrichtung vorgesehen sein, wobei, vorzugsweise, die
Steuerung der Reizstromerzeugung und -übertragung in Abhängigkeit
von der Schwingungserzeugung und -übertragung durch die Massageschenkel
erfolgen kann. Im Ergebnis läßt es die erfindungsgemäße
Massagevorrichtung zu, mechanische und elektrische Wellen gleichzeitig
und in Abhängigkeit voneinander einzusetzen, um zu einem besonders
zufriedenstellenden Stimulationsergebnis zu kommen.
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Die
vorgenannten Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung sowie
die nachfolgend beschriebenen Aspekte und Merkmale der vorliegenden
Erfindung können unabhängig voneinander, aber auch
in einer beliebigen Kombination verwirklicht werden, ohne daß dies
im einzelnen beschrieben ist. Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften
und Aspekte der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand der
Zeichnung. Es zeigen:
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1 eine
Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung,
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2 einen
Schnitt entlang der Linie A-A aus 1,
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3 eine
zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung in einer Längsschnittansicht,
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4 eine
Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung und
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5 eine
vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung in einer Längsschnittansicht.
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In 1 ist
eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung 1 zur Stimulation der Klitoris dargestellt.
Die Massagevorrichtung 1 weist zwei gegenüberliegende
Massageschenkel 2, 3 zur Übertragung
von Schwingungen auf die Klitoris auf, wobei jeder Massageschenkel 2, 3 einen
in 1 nicht dargestellten Vibrationsmotor 4 als
Schwingungserzeuger aufweist. Durch die Vibrationsmotoren 4 ist
es möglich, die Massageschenkel 2, 3 aus
einem Ruhezustand in eine schwingenden Zustand zu überführen,
wobei zwischen den Innenseiten 5, 6 der Massageschenkel 2, 3 ein
vorderer Stimulationsbereich 7 gebildet wird und wobei
die erzeugten Schwingungen im Stimulationsbereich 7 von
den Massageschenkeln 2, 3 auf die nicht dargestellte
Klitoris übertragbar sind. Die Schwingungen der Massageschenkel 2, 3 werden
dabei über die Innenseiten 5, 6 und gegebenenfalls
die Stirnseiten 8, 9 der Massageschenkel 2, 3 an
die Klitoris übertragen. Im Schwingzustand nähern
sich die Massageschenkel 2, 3 periodisch dem Stimulationsbereich 7 an,
was schematisch mit Pfeilen X1 dargestellt
ist. Die freien Enden der Massageschenkel 2, 3 können
dabei eine Rotationsbewegung oder eine geradlinige Bewegung ausführen.
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Die
Massageschenkel 2, 3 sind über ein Griffteil 11 miteinander
verbunden. Das Griffteil 11 und die Massageschenkel 2, 3 bilden
ein schwingfähiges System. Bei Betrieb der in den Massageschenkeln 2, 3 vorgesehenen
Vibrationsmotoren 4 mit einer gleichen Soll-Drehzahl, die über
ein Potentiometer 10 einstellbar ist, wird eine gegenläufige
Bewegung der Massageschenkel 2, 3 erzwungen, wobei
sich die Massageschenkel 2, 3 periodisch aufeinander
zu und voneinander weg bewegen. Durch die Kopplung der Massageschenkel 2, 3 über
das Griffteil 11 und/oder über die Klitoris kommt
es beim Betrieb der Vibrationsmotoren 4 trotz der vorgegebenen
gleichen Soll-Drehzahl periodisch zu Drehzahlunterschieden zwischen
den Vibrationsmotoren 4, die im Stimulationsbereich 7,
insbesondere in der Mitte des Stimulationsbereiches 7,
als pochende oder klopfende Reize wahrnehmbar sind. Es wird vermutet,
daß es bei synchronem Betrieb der Vibrationsmotoren 4 zur
Ausbildung einer konstruktiven Interferenz von einander überlagernden
Vibrationswellen insbesondere im mittleren Bereich der Klitoris
kommt. Durch die auftretenden Drehzahlschwankungen wird der synchrone
Betriebszustand wieder verlassen, was zu kleineren Schwingungsamplituden
im Stimulationsbereich 7 führt. Die unterschiedlich
großen Amplituden werden als ”Pochen” oder ”Klopfen” wahrgenommen.
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Das
Griffteil 11 kann ein in 3 dargestelltes
Batteriefach 12 zur Aufnahme von zwei Batterien 13 aufweisen.
Die Massageschenkel 2, 3 sind an dem Griffteil 11 befestigt
und bestehen aus einem elastischen Material, beispielsweise aus
Silikon. Gleichwohl muß die Steifigkeit der Massageschenkel 2, 3 ausreichend
hoch sein, um die von den Vibrationsmotoren 4 erzeugten
Schwingungen an die Klitoris übertragen zu können.
Die Massageschenkel 2, 3 bilden dabei die Hebelarme
einer Zange zum Umgreifen der Klitoris, wobei die Hebelarme 2, 3 mit
innenliegenden Kontaktflächen 14, 15 im
Bereich der spitz zulaufenden Enden der Massageschenkel 2, 3 gegen
die Klitoris anliegen.
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Die
in 1 dargestellte Massagevorrichtung 1 kann
eine Gesamtlänge l1 von 150 bis
200 mm, vorzugsweise von ca. 175 mm, aufweisen. Das Griffteil weist
eine Länge l2 von vorzugsweise
40 bis 80 mm, insbesondere von ca. 60 mm auf. Die Breite l3 des Potentiometers kann ca. 10 mm betragen.
Die Länge l4 der Massageschenkel 2, 3 kann
mit Bezug auf den äußeren Rand des Griffteils
ca. 80 bis 120 mm, vorzugsweise ca. 100 mm, betragen. Die Breite b1 der Massageschenkel kann im Bereich des
maximal lichten Abstandes a1 zwischen den
Massageschenkeln 2, 3 zwischen 10 bis 14 mm, vorzugsweise ca.
12 mm, betragen. Der maximale lichte Abstand a1 zwischen
den Massageschenkeln 2, 3 beträgt zwischen
20 bis 30 mm, vorzugsweise ca. 26 mm. Der minimale lichte Abstand
a2 zwischen den Massageschenkeln kann bei
der in 1 dargestellten Ausführungsform zwischen
6 bis 10 mm, vorzugsweise ca. 8 mm betragen.
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In 2 ist
ein Schnitt entlang der Linie A-A aus 1 dargestellt.
Jeder Vibrationsmotor 4 weist eine Unwuchtmasse 16, 17 auf.
Die Unwuchtmassen 16, 17 werden beim Betrieb der
Unwuchtmotoren 4 gegenläufig bewegt in Richtung
der Pfeile X2. Dadurch kommt es zu einer
gegenläufigen Bewegung der Massageschenkel 2, 3 und
zur Übertragung von gegenläufigen Schwingungen
auf die zwischen den Massageschenkeln 2, 3 angeordnete
Klitoris.
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Wie
sich weiter aus 2 ergibt, weist der Massageschenkel 2, 3 einen
birnenförmigen Querschnitt auf, wobei die Querschnittsbreite
b2 in Richtung zum Stimulationsbereich 7 abnimmt.
Durch die konvexe Kontur an den Innenseiten 5, 6 der
Massageschenkel 2, 3 weisen die Kontaktflächen 14, 15 eine
entsprechend geringe Größe auf, was eine gute Übertragung
der Schwingungen von den Massageschenkeln 2, 3 auf
die Klitoris gewährleistet.
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In 3 ist
eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Massagevorrichtung 1 in einer Querschnittsansicht dargestellt,
die im wesentlichen der in 1 dargestellten
Ausführungsform entspricht. Gleiche Bauteile sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen worden.
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Wie
sich aus 3 ergibt, sind die Vibrationsmotoren 4 im
Bereich des vorderen Drittels der Massageschenkel 2, 3 angeordnet.
Die Vibrationsmotoren 4 sind gleichbeabstandet von den
vorderen Enden der Massageschenkel 2, 3 angeordnet
und in die Massageschenkel 2, 3 vollständig
mittig eingebettet. Die Vibrationsmotoren 4 weisen eine
Breite b3 zwischen 4 bis 8 mm, vorzugsweise
von ca. 6 mm, auf. Der Abstand a3 zwischen
den äußeren Mantelflächen der Vibrationsmotoren 4 beträgt
zwischen 40 bis 46 mm, vorzugsweise ca. 44 mm. Im übrigen
entsprechen die Abmessungen der in 3 dargestellten
Massagevorrichtung 1 den Abmessungen der Massagevorrichtung 1 aus 1.
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Der
Massageschenkel 2, 3 weist einen hinteren Halteabschnitt 18, 19 und
einen elastischen vorderen Stimulationsabschnitt 20, 21 auf,
wobei der Stimulationsabschnitt 20, 21 den Vibrationsmotor 4 aufweist.
Der hintere Halteabschnitt 18, 19 kann starr ausgebildet
sein. Der Stimulationsabschnitt 20, 21 führt
bei Betrieb des Vibrationsmotors 4 eine rotierende Bewegung
aus, wobei die Massageschenkel 2, 3 periodisch
in Richtung X1 auf die Klitoris zu und von der
Klitoris weg bewegt werden. Der Stimulationsabschnitt 20, 21 kann
aus Silikon bestehen. Die Länge l5 vom
stirnseitigen Außenrand der Massagevorrichtung 1 bis
zum Stimulationsabschnitt 20, 21 kann zwischen
100 mm bis 130 mm, vorzugsweise ca. 115 mm, betragen. Die Länge
l6 beträgt zwischen 150 bis 160
mm, vorzugsweise ca. 153 mm. Die Länge l7 des Stimulationsabschnitts 20, 21 kann
zwischen 50 bis 70 mm, vorzugsweise ca. 60 mm, betragen.
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In
den 4 und 5 sind weitere Ausführungsformen
von Massagevorrichtungen 1 dargestellt, deren Aufbau im
wesentlichen dem Aufbau der in den 1 und 3 dargestellten
Massagevorrichtungen 1 entspricht.
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Bei
den in den 4 und 5 dargestellten Ausführungsformen
ist das Griffteil 11 zweiteilig ausgebildet und weist zwei
miteinander verbundene Griffhälften 11a, 11b auf.
Die Griffhälften 11a, 11b sind mit den
Halteabschnitten 18, 19 der Massageschenkel 2, 3 fest
verbunden. An den Halteabschnitten 18, 19 sind
Stimulationsbereiche 20, 21 vorgesehen, zwischen
denen zusätzlich zu einem vorderen Stimulationsbereich 7 ein
zweiter hinterer Stimulationsbereich 22 gebildet wird.
Dies erfolgt durch eine entsprechende Formgebung der Massageschenkel 2, 3,
wobei der lichte Abstand a4 zwischen den
Massageschenkeln 2, 3 im Bereich des vorderen
Endes zwischen 12 bis 16 mm, vorzugsweise ca. 14 mm, betragen kann.
Der lichte Abstand a5 zwischen den Stimulationsabschnitten 20, 21 im
zweiten Stimulationsbereich 22 kann zwischen 20 bis 30
mm, vorzugsweise ca. 25 mm, betragen.
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Jeder
Massageschenkel 2, 3 zeigt auf der Innenseite 5, 6 einen
bogenförmigen Abschnitt 23, der sich von einem
gemeinsamen Anfangspunkt A, an dem die beiden Massageschenkel 2, 3 auf
den Innenseiten 5, 6 spitz zusammenlaufen, bis
zu einem Punkt 13 erstreckt, an dem der Massageschenkel 2, 3 eine
Verdickung aufweist. In Richtung zu dem freien Ende des Massageschenkels 2, 3 schließt
sich an den bogenförmigen Abschnitt 23 ein kürzerer
bogenförmiger Abschnitt 24 an. Der kürzere
bogenförmige Abschnitt 24 mündet in einer
Verdickung 25 am freien Ende des Massageschenkels 2, 3,
wobei zwischen den Verdickungen 25 der gegenüberliegenden
Massageschenkel 2, 3 der Stimulationsbereich 7 gebildet wird.
Die Außenflächen 26, 27 der
Stimulationsabschnitte 20, 21 sind gegenüber
einer vertikalen Achse Y, die die Außenflächen 28, 29 der
Halteabschnitte 18, 19 in etwa in der Mitte der
Halteabschnitte 18, 19 tangiert, um einen Winkel α von
ca. 1° bis 5°, vorzugsweise ca. 3°, nach
innen abgewinkelt. Der Abstand a6 zwischen
den vertikalen Achsen Y beträgt vorzugsweise ca. 40 bis
60 mm, insbesondere ca. 50 mm.
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Die
Gesamtlänge l8 der in 4 dargestellten
Massagevorrichtung 1 kann zwischen 150 bis 170 mm, vorzugsweise
ca. 165 mm, betragen. Die Länge l9 der
Massageschenkel 2, 3 kann zwischen 90 bis 110
mm, vorzugsweise ca. 100 mm, betragen.
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In 5 ist
schließlich eine Querschnittsansicht einer Massagevorrichtung 1 dargestellt,
deren Aufbau im wesentlichen dem Aufbau der in 4 dargestellten
Massagevorrichtung 1 entspricht. Gleiche Bauteile sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen worden. Wie sich aus der Querschnittsansicht
ergibt, sind in den Stimulationsabschnitten 20, 21 Vibrationsmotoren 4 vorgesehen,
die beim Betrieb zu einer Rotationsbewegung der Stimulationsabschnitte 20, 21 führen.
Die Länge l10 der Massagevorrichtung 1 von
der oberen Stirnkante bis zum Ende der Halteabschnitte 18, 19 beträgt
vorzugsweise zwischen 110 bis 140 mm, insbesondere ca. 125 mm. Die
Länge l11 von der oberen Stirnkante
der Massagevorrichtung 1 bis zu den Vibrationsmotoren 4 in
den Stimulationsabschnitten 20, 21 beträgt
vorzugsweise ca. 130 bis 150 mm, insbesondere ca. 140 mm. Die Breite
b4 der Vibrationsmotoren 4 beträgt
vorzugsweise zwischen 3 bis 5 mm, insbesondere ca. 3,7 mm.
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Wie
sich aus 5 ergibt, sind an den freien Enden
der Massageschenkel 2, 3 im Bereich der Verdickungen 25 metallische
Kontaktkappen 30 vorgesehen, die zur Übertragung
von Reizströmen über die Massageschenkel 2, 3 auf
die Klitoris vorgesehen sind. Die Kontaktplatten 30 erstrecken
sich über die Innenseiten der Verdickungen 25 bis
hin zu den stirnseitigen Kanten der Halteschenkel 2, 3.
Es versteht sich, daß nicht dargestellte Mittel zur Erzeugung
von Reizströmen und zur Übertragung der Reizströme über
die Massageschenkel 2, 3 an die Kontaktplatten 30 vorgesehen
sind. Ebenfalls kann eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Reizstromerzeugung
vorgesehen sein.
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Bei
der in 1 dargestellten Massagevorrichtung 1 können
im Bereich der Schnittlinie A-A auf der Innenseite der Massageschenkel
Kerben oder keilförmige Ausnehmungen vorgesehen sein, die dazu
führen, daß die Enden der Massageschenkel 2, 3 im
Bereich benachbart zu den Stirnseiten 8, 9 bei Inkontakttreten
mit einem Körper bzw. beim Ausüben eines Anpreßdrucks
gegen die Stirnseiten 8, 9 nach innen einknicken
bzw. nach innen umgebogen werden, wobei die Massageschenkel 2, 3 bei
Erhöhung des Anpreßdrucks nach außen
gedrückt werden und es zu einer Ausbauchung der Massageschenkel 2, 3 kommt.
Die Ausnehmungen an den freien Enden der Massageschenkel 2, 3 sind
in 1 schematisch dargestellt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 3316100
A1 [0002]
- - WO 2004/021963 A1 [0003, 0014, 0019]
- - US 6056705 [0004]