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Die Erfindung betrifft einen Gleitschalungsfertiger mit einem Fahrwerk, das einen in der Höhe verstellbaren Maschinenrahmen trägt, an dem eine Fördereinrichtung zum Zuführen eines fließfähigen Materials vorgesehen ist, wobei der Maschinenrahmen eine Montageeinheit zur Befestigung einer Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material aufweist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen Gleitschalungsfertiger mit einer Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material.
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Gleitschalungsfertiger sind zur kontinuierlichen Herstellung von Bauteilen aus einem fließfähigem Material bekannt. Mit den bekannten Gleichschalungsfertigern können beispielsweise Straßendecken, Leitwände oder Wasserrinnen aus Beton hergestellt werden. Die bekannten Gleitschalungsfertiger verfügen über eine Vorrichtung, in der das fließfähige Material in die gewünschte Form gebracht wird. Eine derartige Vorrichtung zum Formen des fließfähigen Materials wird auch als Betonmulde bezeichnet. Zur Herstellung von Bauteilen mit unterschiedlichem Querschnitt müssen die Betonmulden ausgewechselt werden. Daher verfügen die bekannten Gleitschalungsfertiger über eine Montageeinheit, an der Betonmulden unterschiedlicher Ausbildung befestigt werden können.
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Die
DE-A-196 44 397 beschreibt einen Gleitschalungsfertiger mit einer auswechselbaren Betonmulde. An dem Maschinenrahmen des Gleitschalungsfertigers ist eine höhenverstellbare und quer zur Arbeitsrichtung verfahrbare Montageeinheit vorgesehen, an der eine entsprechende Montageeinheit befestigt werden kann, die an der Betonmulde vorgesehen ist. Die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers weist paarweise angeordnete und gegensinnig verdrehbare Halteklauen auf, während die Montageeinheit der Betonmulde parallel zueinander angeordnete Haltestangen aufweist. Zur Aufnahme der Betonmulde wird die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers über die Montageeinheit der Betonmulde positioniert. Daraufhin wird die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers abgesenkt. Dann werden die Halteklauen mittels Kolben-/Zylinderanordnungen verschwenkt, so dass sie die Haltestangen umgreifen.
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Zum einen erweist sich als nachteilig, dass die verschwenkbaren Halteklauen nicht nur das gesamte Gewicht der Betonmulde aufnehmen müssen, sondern auch alle Reaktionskräfte, die sich aus der Anwendung ergeben. Daher müssen die Kolben-/Zylinderanordnungen dauerhaft mit Druck beaufschlagt sein. Ansonsten könnten sich die Halteklauen unter den Belastungen aus der Verriegelungsstellung in die Öffnungsstellung verschwenken. Zum anderen ist nachteilig, dass die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers exakt über der Montageeinheit der Betonmulde positioniert werden muss, um mit den Halteklauen die Haltestangen umgreifen zu können. Dabei ist auch nachteilig, dass nach exakter Ausrichtung der Betonmulde die letzte Zustellbewegung vor dem Verriegeln von oben nach unten erfolgt. Bei einer Fehlbedienung kann daher ein großer Teil des Maschinengewichts auf der Betonmulde bzw. der Wechselvorrichtung ruhen, was zu Beschädigungen derselben führen kann.
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In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Wechselvorrichtung während des Betriebs des Gleitschalungsfertigers nicht nur die Gewichtskraft der Betonmulde aufnehmen muss, sondern auch in entgegengesetzter Richtung belastet wird. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Betonmulde zur Veränderung der Höhe des herzustellenden Bauteils während des Vorschubs des Gleitschalungsfertigers abgesenkt wird. Dann muss die Wechselvorrichtung die von dem Beton auf die Mulde wirkenden Kräfte aufnehmen. Dafür ist aber die Wechselvorrichtung mit den verschwenkbaren Halteklauen nicht optimal ausgelegt, weil alle Kräfte, unabhängig ihres Ursprungs und ihrer Richtung, allein von den gelenkig verbundenen Halteklauen aufgenommen werden müssen.
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Aus der
EP-A-2 048 284 ist ein Gleitschalungsfertiger mit einer Wechselvorrichtung bekannt, bei dem zwei übereinander angeordnete Stangen der Betonmulde in zwei übereinander angeordnete klauenförmige Befestigungselemente eingehängt werden, die fest mit dem Maschinenrahmen des Gleitschalungsfertigers verbunden sind. Zur Verriegelung der Haltestangen in den Befestigungselementen dient eine verschwenkbare Halteklaue, die in der Verriegelungsstellung eine der beiden Haltestangen übergreift. Auch bei dieser Wechselvorrichtung erweist sich als nachteilig, dass die größten entgegen der Gewichtskraft wirkenden Kräfte von der verschwenkbaren Halteklaue aufgenommen werden müssen. Darüber hinaus erfordert das Auswechseln der Betonmulde wieder eine exakte Ausrichtung von Befestigungselementen und Haltestangen. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass die Befestigungselemente an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von unten an die Haltestangen der Montageeinheit der Betonmulde herangefahren werden müssen. Dies setzt vor dem Verriegeln eine Zustellbewegung unterhalb der Haltestangen seitlich gegen die Betonmulde voraus, was zur Folge haben kann, dass die Betonmulde, die immer höher und länger als breit ist, zum Umstürzen gebracht werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Gleitschalungsfertiger zu schaffen, an dem eine Vorrichtung zum Formen eines fließfähigen Materials einfach und sicher befestigt werden kann. Darüber hinaus ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material für einen Gleitschalungsfertiger zu schaffen, die einfach und sicher an dem Gleitschalungsfertiger befestigt werden kann.
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Die Lösung dieser Aufgaben erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 14. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche.
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Der erfindungsgemäße Gleitschalungsfertiger zeichnet sich dadurch aus, dass die Montageeinheit zur Befestigung der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material mindestens zwei klauenförmige Befestigungselemente umfasst, die unbeweglich derart an der Montageeinheit angeordnet sind, dass sie in die gleiche Richtung geöffnet sind. Den mindestens zwei unbeweglichen, klauenförmigen Befestigungselementen der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers sind mindestens zwei Halteelemente zugeordnet, die an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen des fließfähigen Materials angeordnet sind. Die mindestens zwei klauenförmigen Befestigungselemente bzw. Halteelemente können in einer gemeinsamen horizontalen Ebene angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, dass die klauenförmigen Befestigungselemente in der Höhe versetzt zueinander angeordnet sind. Beispielsweise können die vorderen Befestigungselemente höher als die hinteren Befestigungselemente angeordnet sein, ohne dass das Heranfahren der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von hinten an die Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material beinträchtigt wird.
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Die klauenförmigen Befestigungselemente des Gleitschalungsfertigers, die in die gleiche Richtung geöffnet sind, nehmen die Halteelemente der Vorrichtung zum Formen des fließfähigen Materials auf. Die horizontale Anordnung der Befestigungselemente und Halteelemente macht es möglich, die Vorrichtung zum Formen des fließfähigen Materials dann aufzunehmen, wenn die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von hinten an die Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen herangefahren wird. Daher ist es nicht erforderlich, die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers exakt oberhalb der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen zu positionieren. Auch kann die Betonmulde, die immer höher und länger als breit ist, nicht umgeworfen werden, wenn die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von hinten an die Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen herangefahren wird. Bei einer Fehlbedienung wird die Betonmulde lediglich nach vorne geschoben, ohne jedoch umstürzen zu können.
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Darüber hinaus ist von Vorteil, dass die unbeweglichen Befestigungselemente des Gleitschalungsfertigers sowohl die Gewichtskraft der Vorrichtung zum Formen als auch eine dazu in entgegengesetzter Richtung wirkende Kraft, aber auch andere sich aus der Anwendung ergebende Reaktionskräfte aufnehmen können, ohne dass es erforderlich wäre, hydraulische oder pneumatische Zylinderanordnungen mit Druck zu beaufschlagen. Die Vorrichtung zum Formen hängt damit sicher an dem Maschinenrahmen des Gleitschalungsfertigers. Folglich ist eine weitere Verriegelung grundsätzlich nicht erforderlich. Wenn jedoch eine Verriegelung vorgesehen sein sollte, erfolgt die Verrieglung unabhängig von der Kraftübertragung. Diese Differentialbauweise ist insofern vorteilhaft, als die für die Kraftübertragung und die Verriegelung erforderlichen Komponenten unabhängig voneinander für die jeweils wirkenden Kräfte ausgelegt werden können. Dabei ist entscheidend, dass große Kräfte nur für die Kraftübertragung, bei der aber eine Verrieglung nicht beteiligt ist, auftreten können. Eine mögliche Verriegelung hingegen braucht jedoch, wenn überhaupt, nur geringe Kräfte aufzunehmen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die klauenförmigen Befestigungselemente derart an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers angeordnet, dass sie in Arbeitsrichtung des Gleitschalungsfertigers geöffnet sind. Da beim Vorschub des Gleitschalungsfertigers von der Vorrichtung zum Formen eine Kraft aufgebracht wird, die entgegen der Vorschubrichtung wirkt, werden die Halteelemente der Vorrichtung zum Formen an den klauenförmigen Befestigungselementen des Gleitschalungsfertigers gehalten. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, die klauenförmigen Befestigungselemente derart anzuordnen, dass sie entgegen der Arbeitsrichtung geöffnet sind. Dann ist es aber zwingend erforderlich, die Halteelemente in den Befestigungselementen zu verriegeln.
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Die klauenförmigen Befestigungselemente weisen vorzugsweise einen im Wesentlichen hohlzylindrischen Aufnahmebereich zur Aufnahme von Halteelementen der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material auf, die als im Wesenlichen zylindrische Körper ausgebildet sind, wobei die klauenförmigen Befestigungselemente derart an der Montageeinheit angeordnet sind, dass die durch den hohlzylindrischen Aufnahmebereich verlaufende Achse sich quer zur Arbeitsrichtung des Gleitschalungsfertigers erstreckt.
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Die klauenförmigen Befestigungselemente sind vorzugsweise an der Unterseite der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers angeordnet. Dadurch ist es möglich, die Vorrichtung zum Formen an der Unterseite der Montageeinheit aufzuhängen.
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Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass zwei in Arbeitsrichtung vordere und zwei in Arbeitsrichtung hintere klauenförmige Befestigungselemente vorgesehen sind, wobei vorzugsweise das erste vordere Befestigungselement und das erste hintere Befestigungselement in Arbeitsrichtung auf einer Längsachse hintereinander angeordnet sind und das zweite vordere Befestigungselement und das zweite hintere Befestigungselement ebenfalls in Arbeitsrichtung auf einer Längsachse angeordnet sind. Mit dieser Anordnung der Befestigungselemente können sicher Längs- und Querkräfte aufgenommen werden. Auch ist es möglich, die Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen leicht mit der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers aufzunehmen. Es ist aber auch möglich, dass die vorderen und hinteren Halteelemente jeweils versetzt zueinander angeordnet sind.
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Eine alternative Ausführungsform sieht nicht zwei in Arbeitsrichtung vordere und zwei in Arbeitsrichtung hintere Befestigungselemente, sondern ein in Arbeitsrichtung hinteres und zwei in Arbeitsrichtung vordere klauenförmige Befestigungselemente vor, wobei das hintere Befestigungselement mittig und die beiden vorderen Befestigungselemente auf beiden Seiten des hinteren Befestigungselements angeordnet sind. Es ist aber auch möglich, das vordere Befestigungselement mittig und die hinteren Befestigungselemente seitlich anzuordnen.
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Die klauenförmigen Befestigungselemente, die in die gleiche Richtung geöffnet sind, können in der Art eines Hakens derart ausgebildet sein, dass die Halteelemente in horizontaler Richtung gegen Herausrutschen gesichert sind. Vorzugsweise weisen die klauenförmigen Befestigungselemente muldenförmige Vertiefungen zur Aufnahme der Halteelemente auf. Derartige muldenförmige Vertiefungen können grundsätzlich an allen oder nur einzelnen klauenförmigen Befestigungselementen vorgesehen sein.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind muldenförmige Befestigungselemente nur entweder an einem vorderen oder einem hinteren klauenförmigen Befestigungselement vorgesehen. Damit kann mit dem vorderen bzw. hinteren Befestigungselement eine Art Festlager und mit dem hinteren bzw. vorderen Befestigungselement eine Art Loslager geschaffen werden. Dies hat den Vorteil, dass Fertigungstoleranzen ausgeglichen werden.
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Eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform sieht eine Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln der Halteelemente der Vorrichtung zum Formen in den Befestigungselementen des Gleitschalungsfertigers vor. Diese Verriegelungsvorrichtung nimmt aber weder die Gewichtskraft der Vorrichtung zum Formen noch eine dazu in entgegengesetzter Richtung wirkende Kraft oder weitere bei der Anwendung in unterschiedlichen Richtungen auftretende Reaktionskräfte auf. Da die klauenförmigen Befestigungselemente vorzugsweise in Arbeitsrichtung geöffnet sind, braucht die Verriegelungsvorrichtung die Halteelemente nur daran zu hindern, aus den Befestigungselementen herauszurutschen, wenn die Vorrichtung zum Formen angehoben wird. Dies kann aber nur dann der Fall sein, wenn die Maschine extrem stark nach vorne geneigt wird, so dass die Halteelemente aus den muldenförmigen Vertiefungen der klauenförmigen Befestigungselemente herausrutschen könnten. Beim Vorschub des Gleitschalungsfertigers hingegen werden die Halteelemente in die klauenförmigen Befestigungselemente gedrückt, so dass die Verrieglungsvorrichtung lastfrei ist.
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Die Verriegelungsvorrichtung, die im Wesentlichen nur Kräfte in horizontaler Richtung aufzunehmen hat, kann unterschiedlich ausgebildet sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Verriegelungsvorrichtung mindestens ein Verriegelungselement auf, dass zwischen einer ersten Position, in der die klauenförmigen Befestigungselemente auf die Halteelemente aufgeschoben werden können und einer zweiten Position bewegt werden kann, in der die Halteelemente in den klauenförmigen Befestigungselementen gesichert sind. Das mindestens eine Verriegelungselement des Gleitschalungsfertigers wirkt mit mindestens einem Anschlagelement zusammen, das an der Vorrichtung zum Formen vorgesehen ist. Das Anschlagelement der Vorrichtung zum Formen weist eine Anschlagfläche auf, die vorzugsweise in die Richtung gerichtet ist, in der die Befestigungselemente des Gleitschalungsfertigers geöffnet sind. Die Anschlagfläche des Anschlagelements kann in einer vertikalen Ebene liegen oder gegenüber der horizontalen Ebene schräg gestellt sein. Eine Schrägstellung der Anschlagsfläche hat den Vorteil, dass das Verriegelungselement der Verriegelungsvorrichtung in einer gegenüber der Horizontalen schräg verlaufenden Richtung verfahren werden kann, um auf die Anschlagfläche zu und von der Anschlagfläche weg bewegt werden zu können. Dadurch ist es möglich, die Mittel zum Bewegen des Verriegelungselements derart anzuordnen, dass sie den Bewegungsspielraum der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers möglichst wenig einschränken.
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Die Verriegelungsvorrichtung weist vorzugsweise mindestens eine Kolben-/Zylinderanordnung auf, an deren Kolben das Verriegelungselement befestigt ist.
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Bei einer bevorzugen Ausführungsform weist das Verriegelungselement des Gleitschalungsfertigers einen kegelstumpfförmigen Abschnitt auf, während die Anlagefläche des Anschlagselements der Vorrichtung zum Formen eine konische Ausnehmung aufweist, in der sich das Verriegelungselement des Gleitschalungsfertigers beim Aufnehmen der Vorrichtung zum Formen zentrieren kann.
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Die Halteelemente an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen sind derart angeordnet, dass sie in die zugeordneten Befestigungselemente der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers eingreifen können. Vorzugsweise sind die Halteelemente zylindrische Körper, die von den klauenförmigen Befestigungselementen umgriffen werden können. Die zylindrischen Körper sind vorteilhafterweise derart angeordnet, dass deren Achsen im Wesentlichen parallel zueinander und quer zur Arbeitsrichtung der Betonmulde verlaufen. Damit sind die zylindrischen Körper quer zu der Richtung ausgerichtet, in der die größten Kräfte wirken. Die Verbindung zwischen den klauenförmigen Befestigungselementen und den Halteelementen ist eine rein formschlüssige Verbindung. Ein Kraftschluss ist nicht erforderlich.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei vordere und zwei hintere oder ein hinteres und zwei vordere Halteelemente vorgesehen. Die Halteelemente können unterschiedlich ausgebildet sein, soweit sie von den klauenförmigen Befestigungselementen umfasst werden können. Vorzugsweise sind die Halteelemente zylindrische Körper, insbesondere Bolzen, die platzsparend an der Montageeinheit angeordnet werden können. Die Halteelemente können aber auch Haltestangen sein.
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Um die Vorrichtung zum Formen besonders einfach aufnehmen zu können, sieht eine besonders bevorzugte Ausführungsform eine Führungseinrichtung mit mindestens einer Führungsbahn vor, die in Richtung eines Halteelements verläuft. Vorzugsweise erstreckt sich die mindestens eine Führungsbahn in Arbeitsrichtung des Gleitschalungsfertigers. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht für sämtliche Halteelemente Führungsbahnen vor. Die Führungsbahnen werden vorzugsweise von Leitblechen begrenzt, die an einer oder beiden Seiten der Führungsbahnen angeordnet sein können. Die Leitbleche der Führungseinrichtung können auch zur Befestigung der Halteelemente dienen.
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Im Folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
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1A Ein Ausführungsbeispiel eines Gleitschalungsfertigers in der Seitenansicht ohne Fördereinrichtung,
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1B den Gleitschalungsfertiger von 1A in der Draufsicht mit der vorgesehenen Fördereinrichtung,
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2 die Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material für den Gleitschalungsfertiger von den 1A und 1B,
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3 die Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von den 1A und 1B,
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4 eine Teilansicht der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers von den 1A und 1B und der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von 2 vor der Montage der Vorrichtung zum Formen an dem Gleitschalungsfertiger,
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5 eine Teilansicht der beiden Montageeinheiten von 4 nach der Montage der Vorrichtung zum Formen an dem Gleitschalungsfertiger,
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6 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Montageeinheiten von Gleitschalungsfertiger und Vorrichtung zum Formen vor der Montage der Vorrichtung zum Formen an dem Gleitschalungsfertiger in einer Teilansicht und
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7 eine Teilansicht der beiden Montageeinheiten von 6 nach der Montage der Vorrichtung zum Formen an dem Gleitschalungsfertiger.
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Die
1A und
1B zeigen einen Gleitschalungsfertiger, der in der Europäischen Patentanmeldung
EP 1 103 659 A2 im Einzelnen beschrieben ist. Da der Gleitschalungsfertiger als solcher zum Stand der Technik gehört, werden hier nur die für die Erfindung wesentlichen Komponenten der Baumaschine beschrieben.
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Der Gleitschalungsfertiger 1 weist einen Maschinenrahmen 2 auf, der von einem Fahrwerk 3 getragen wird. Das Fahrwerk 3 weist zwei vordere und zwei hintere Kettenlaufwerke 4A, 4B auf, die an vorderen und hinteren Hubsäulen 5A, 5B befestigt sind, so dass der Maschinenrahmen 2 gegenüber dem Boden in der Höhe verstellbar ist. Die Arbeitsrichtung des Gleitschalungsfertigers ist mit einem Pfeil gekennzeichnet.
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Der Fahrstand 6 des Gleitschalungsfertigers ist in Fahrt- oder Arbeitsrichtung A vor der hinteren Hubsäule 5B und die Antriebseinheit 7 für die Hydraulikaggregate in Arbeitsrichtung A hinter der hinteren Hubsäule 5B angeordnet. Unterhalb des Fahrstands 6 befindet sich am Maschinenrahmen 2 eine in der Höhe und quer zur Arbeitsrichtung A verstellbare Montageeinheit 8, an der eine entsprechende Montageeinheit 9 einer auswechselbaren Vorrichtung 10 zum Formen von fließfähigem Material, insbesondere Beton, befestigt wird, die nachfolgend als Betonmulde bezeichnet wird. Die in den 1A und 1B nur andeutungsweise dargestellten Montageeinheiten 8, 9 des Gleitschalungsfertigers 1 und der Betonmulde 10 werden unter Bezugnahme auf die 2 bis 7 noch im Einzelnen beschrieben.
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2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Betonmulde 10, die über eine Schütte 11 verfügt, die oberhalb einer Form 12 angeordnet ist, die von seitlichen Platten 12A, 12B begrenzt ist. Die Schütte 11 dient der Zufuhr von Beton mit der in 1B dargestellten Förderreinrichtung 23 des Gleitschalungsfertigers 1. In Arbeitsrichtung A hinter der Schütte 11 befindet sich oberhalb der Form 12 die Montageeinheit 9 der Betonmulde 10, die mit der Schütte 11 und der Form 12 über Streben 13 fest verbunden ist.
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3 zeigt die Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1, an der die zugehörige Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 montiert wird. Die Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers ist an Vierkantprofilen 15A, 15B quer zur Arbeitsrichtung A mit nicht dargestellten Kolben-/Zylinderanordnungen verfahrbar. Die Montageeinheit 8 weist eine Montageplatte 8A auf, die mit vertikalen Kolben-/Zylinderanordnungen 14A, 14B relativ zum Maschinenrahmen 2 höhenverstellbar befestigt ist. An der Unterseite der Montageplatte 8A sind in einer gemeinsamen horizontalen Ebene zwei in Arbeitsrichtung vordere, klauenförmige Befestigungselemente 16A, 16B und ein in Arbeitsrichtung A hinteres, klauenförmiges Befestigungselement 16C befestigt, deren Öffnungen 39 in Arbeitsrichtung A weisen. Das hintere Befestigungselement 16C liegt auf einer Achse, die mittig zwischen den vorderen Befestigungselementen 16A, 16B verläuft. Eine Verstellung der Montageplatte quer zur Arbeitsrichtung und in der Höhe ist aber nicht zwingend erforderlich, da der Maschinenrahmen selbst verfahren werden kann.
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Die klauenförmigen Befestigungselemente 16A, 16B, 16C weisen jeweils einen oberen und unteren Abschnitt 40A, 40B sowie einen hinteren Abschnitt 40C auf, die einen im Wesentlichen hohlzylindrischen Aufnahmebereich 41 zur Aufnahme von Halteelementen der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material begrenzen, die als im Wesentlichen zylindrische Körper ausgebildet sind. Dabei sind die klauenförmigen Befestigungselemente derart an der Montageeinheit 8 angeordnet sind, dass die durch den hohlzylindrischen Aufnahmebereich 41 verlaufende Achse 42 sich quer zur Arbeitsrichtung A des Gleitschalungsfertigers erstreckt.
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Den Befestigungselementen 16A, 16B, 16C der Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 sind Halteelemente 17A, 17B, 17C zugeordnet, die an der Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 in der gleichen geometrischen Anordnung vorgesehen sind. Die Halteelemente 17A, 17B, 17C sind zylindrische Körper, insbesondere Bolzen, die an der Oberseite einer Montageplatte 9A der Montageeinheit 9 in einer gemeinsamen Ebene befestigt sind. Die Längsachse 43 der als zylindrische Körper ausgebildeten Halteelemente 17A, 17B, 17C verläuft quer zur Arbeitsrichtung A der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material. Das in Arbeitsrichtung hintere Halteelement 17C der Montageplatte 9A ist mittig angeordnet, während die beiden vorderen Halteelemente 17A und 17B zu beiden Seiten des hinteren Halteelements angeordnet sind.
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Darüber hinaus weist die Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 eine Führungseinrichtung 18 für die Befestigungselemente 16A, 16B, 16C des Gleitschalungsfertigers 1 auf. Die Führungseinrichtung 18 umfasst zwei seitliche in Arbeitsrichtung auf die vorderen Halteelemente 17A, 17B zulaufende vordere Führungsbahnen 18A, 18B und eine auf das hintere Haltelement 17C zulaufende hintere Führungsbahn 18C auf. Die vorderen Führungsbahnen 18A, 18B werden jeweils von zwei inneren Leitblechen 19, 20 und zwei äußeren Leitblechen 21, 22 begrenzt, deren Abstand zueinander zu den Halteelementen 17 hin abnimmt. Die inneren Leitbleche 19, 20 erstrecken sich nach hinten zu dem hinteren Halteelement 18C, um dann auseinander zu laufen, so dass sie die hintere Führungsbahn 18C von beiden Seiten begrenzen.
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Zur Montage der Betonmulde 10 wird die Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 derart verfahren, dass sich die klauenförmigen Befestigungselemente 16A, 16B, 16C in etwa auf der gleichen Höhe und in Arbeitsrichtung hinter den zugehörigen Halteelementen 17A, 17B, 17C der Betonmulde befinden. Anschließend wird die Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers in Arbeitsrichtung verfahren, so dass die klauenförmigen Befestigungselemente 16 die Halteelemente 17 umgreifen. Eine genaue Positionierung ist nicht erforderlich, da die Leitbleche 19, 20, 21, 22 der Führungseinrichtung 18 die Befestigungselemente 16 beim Vorschub der Montageeinheit 8 entsprechend ausrichten.
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Die vorderen Befestigungselemente 16A, 16B weisen an ihrem unteren Schenkel jeweils eine muldenförmige Vertiefung 39A auf, deren Abmessung etwa dem Durchmesser eines Halteelements entspricht. Dadurch wird eine Art Haken geschaffen, in denen die Halteelemente sicher eingehängt sind. Folglich bilden die vorderen Befestigungselemente 16A, 16B eine Art Festlager. Das hintere Befestigungselement 16C hingegen weist eine muldenförmige Vertiefung nicht auf. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen dem hinteren Befestigungselement 16C und den nebeneinander liegenden vorderen Befestigungselementen 16A geringfügig größer als der Abstand zwischen dem hinteren Halteelement 17C und den vorderen Halteelementen 17A, 17B, so dass das hintere Halteelement 17C nicht an der Innenseite des hinteren Befestigungselements 16C anschlägt, wenn die vorderen Halteelemente 17A, 17B in den muldenförmigen Vertiefungen 39 der vorderen Befestigungselemente hängen. Dadurch wird mit dem hinteren Halteelement eine Art Loslager geschaffen, so dass die Fertigungstoleranzen ausgeglichen werden.
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Die aus den beiden Montageeinheiten 8, 9 bestehende Wechselvorrichtung nimmt nicht nur die Gewichtskraft der Betonmulde 10 auf, sondern kann auch eine dazu in entgegengesetzter Richtung wirkende Kraft oder weitere bei der Anwendung in unterschiedlichen Richtungen auftretende Reaktionskräfte aufnehmen. Während des Vorschubs des Gleitschalungsfertigers in Arbeitsrichtung werden die zylindrischen Halteelemente 17 in die klauenförmigen Befestigungselemente 16 gedrückt, die in Arbeitsrichtung geöffnet sind. Dadurch kann sich die Betonmulde während des normalen Betriebs des Gleitschalungsfertigers selbst dann nicht lösen, wenn eine weitere Verriegelung der Halteelemente in den Befestigungselementen nicht vorgesehen ist. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist aber eine Verriegelungsvorrichtung 24 an der Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 vorgesehen, mit der die Halteelemente in den Öffnungen der Befestigungselemente gesichert werden. Die Verrieglungsvorrichtung braucht aber nur dann Kräfte aufzunehmen, wenn der Gleitschalungsfertiger extrem stark nach vorne geneigt wird, was nicht der Normalfall ist. Selbst dann sind die von der Verriegelungsvorrichtung aufzunehmenden Kräfte gering.
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Die Verriegelungsvorrichtung 24 weist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nur ein Verriegelungselement 25 auf, das zwischen einer ersten Position, in der die Halteelemente in den Befestigungselementen frei sind, und einer zweiten Position bewegbar ist, in der die Halteelemente in den Befestigungselementen dadurch verriegelt sind, dass die Montageplatte 8A der Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 gegenüber der Montageplatte 9A der Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 nicht entgegen Arbeitsrichtung bewegt werden kann.
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Das Verriegelungselement 25 befindet sich an dem freien Ende eines Kolben 26 einer Kolben-/Zylinderanordnung 27, die an der Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers derart befestigt ist, dass die Achse der Kolbenstange 26 schräg zu der Horizontalen verläuft. Neben dem Verriegelungselement 25 weist die Verriegelungsvorrichtung 24 ein Anschlagelement 28 auf, das an der Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 vorgesehen ist. Das Anschlagelement 28 weist eine gegenüber der Horizontalen schräg verlaufende Anschlagfläche 28A auf, an der das Verriegelungselement 25 in der verriegelten Position anschlägt, so dass die beiden Montageplatten 8A, 9A nicht gegeneinander verschoben werden können und die Halteelemente 17 in den Befestigungselementen 16 gesichert sind.
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4 zeigt die Verriegelungsvorrichtung 24, wenn der Kolben 26 mit dem Verriegelungselement 25 eingefahren ist. Dann kann die Montageplatte 8A des Gleitschalungsfertigers 1 auf die Montageplatte 9A der Betonmulde 10 von hinten aufgeschoben werden.
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5 zeigt die Kolben-/Zylinderanordnung 27, wenn der Kolben 26 mit dem Verriegelungselement 25 ausgefahren ist. Das Verriegelungselement 25 schlägt dann gegen die in Arbeitsrichtung weisende Anschlagfläche 28A des Anschlagselements 28 an, das im Zentrum der Montageplatte 9A zwischen den Halteelementen 17 angeordnet ist. Das Verriegelungselement 25 weist einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 25A auf, der in eine entsprechende kegelförmige Ausnehmung 28B der Anschlagfläche 28A des Anschlagselements 28 greift. Die Leitbleche der Führungseinrichtung bilden seitliche Anschläge, die größere Kräfte quer zur Arbeitsrichtung aufnehmen können, so dass die Verriegelungsvorrichtung 24 auch hier lastfrei bleibt.
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Die 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Wechselvorrichtung für die Betonmulde. Das Ausführungsbeispiel von den 6 und 7 unterscheidet sich von dem unter Bezugnahme auf die 2 bis 5 beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, dass anstelle von zwei vorderen seitlichen Befestigungs- und Halteelementen und einem mittigen hinteren Befestigungs- und Halteelement jeweils zwei vordere und zwei hintere Befestigungs- und Halteelementen an den Montageplatten der beiden Montageeinheiten von Gleitschalungsfertiger und Betonmulde vorgesehen sind. Darüber hinaus verfügt die Verriegelungseinrichtung nicht über nur ein, sondern zwei Verriegelungselemente, die mit zwei Anschlagselementen zusammenwirken. Die einander entsprechenden Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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An der Unterseite der Montageplatte 8A der Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 sind zwei in Arbeitsrichtung vordere klauenförmige Befestigungselemente 16A, 16B und zwei hintere klauenförmige Befestigungselemente 16D, 16E in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, die in Arbeitsrichtung geöffnet sind. Die ersten bzw. zweiten Befestigungselemente 16A, 16D bzw. 16B, 16E liegen jeweils auf einer Längsachse hintereinander. In der gleichen geometrischen Anordnung befinden sich an der Oberseite der Montageplatte 9A der Montageeinheit 9 der Betonmulde 10 vier Halteelemente 17A, 17B, 17D 17E, die in die Öffnungen 39 der klauenförmigen Befestigungselemente greifen, wenn die Betonmulde 10 aufgenommen wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Führungseinrichtung 18 vier Führungsbahnen 18A, 18B, 18D und 18E, die auf die Halteelemente in Arbeitsrichtung zulaufen. Die vorderen Führungsbahnen 18A, 18B werden jeweils von inneren Leitblechen 31, 32 und äußeren Leitblechen 33, 34 begrenzt, wobei die inneren Leitbleche 31, 32 in Arbeitsrichtung auseinander laufen. An den vorderen inneren und äußeren Leitblechen 31, 32 bzw. 33, 34 sind die vorderen Halteelemente 17A, 17B befestigt. Die hinteren Halteelemente 17D, 17E sind an hinteren inneren und äußeren Leitblechen 35, 36 bzw. 37, 38 der Führungseinrichtung 18 befestigt, wobei die inneren Leitbleche in Arbeitsrichtung nach außen verlaufen.
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Bei dem Ausführungsbeispiel von den 6 und 7 weist die Verriegelungsvorrichtung 24 zum Verriegeln der Halteelemente in den Befestigungselementen zwei zwischen den vorderen und hinteren Befestigungs- und Haltelementen angeordnete Verriegelungselemente 25 auf, die wieder in einer schräg zur Horizontalen verlaufenden Richtung auf zugehörige Anschlagelemente 28 verfahren werden können. Beide Verriegelungselemente befinden sich an den Enden von Kolben 26 der Kolben-/Zylinderanordnungen 27. Die Anschlagelemente 28 sind bei diesem Ausführungsbeispiel Platten, die an den vorderen schräg verlaufenden Enden der hinteren Leitbleche 35, 36 bzw. 37, 38 der Führungseinrichtung 18 befestigt sind. In den Anschlagflächen der Anschlagelemente können wieder kegelförmige Ausnehmungen vorgesehen sein, in denen sich die kegelstumpfförmigen Abschnitte der Verriegelungselemente zentrieren.
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6 zeigt die Position, in die die Montageeinheit 8 des Gleitschalungsfertigers 1 gebracht wird, um die Betonmulde 10 aufzunehmen, während 7 die Position zeigt, in der die klauenförmigen Befestigungselemente 16 die Halteelemente 17 umgreifen. Um die Betonmulde 10 an dem Gleitschalungsfertiger zu sichern, werden die Kolben 26 der beiden Kolben-/Zylinderanordnungen 27 der Verriegelungsvorrichtung 24 ausgefahren, so dass die Verriegelungselemente 25 an den Anschlagflächen 28A der jeweiligen Anschlagelemente 28 anschlagen. Dabei müssen die Kolben-/Zylinderanordnungen 27 aber wieder nur die Kräfte aufnehmen, die in Arbeitsrichtung wirken, nicht aber die Gewichtskraft der Betonmulde und die entgegen der Arbeitsrichtung wirkenden Kräfte. Kräfte in Arbeitsrichtung treten aber während des normalen Betriebs des Gleitschalungsfertigers nicht auf. Wenn sie in bestimmten Situationen dennoch auftreten sollten, sind diese Kräfte im Vergleich zu den anderen Kräften aber nur gering, so dass die Verriegelungsvorrichtung selbst dann nur verhältnismäßig gering belastet wird.
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Die 1 bis 7 zeigen Ausführungsbeispiele, bei denen die klauenförmigen Befestigungselemente an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers und die Halteelemente, die als zylindrische Körper ausgebildet sind, an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material angeordnet sind. Für den Fachmann ist selbstverständlich, dass die als zylindrische Körper ausgebildeten Halteelemente auch an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers und die klauenförmigen Befestigungselemente an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material angeordnet sein können, was der kinematischen Umkehr der Anordnung der Montageeinheiten entspricht. Hierfür sind lediglich die Montageplatte der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers mit den klauenförmigen Befestigungselementen gegen die Montageplatte der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material mit den zylindrischen Körpern auszutauschen. Dabei verlaufen die Achsen der zylindrischen Körper der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers wieder quer zur Arbeitsrichtung. Die klauenförmigen Befestigungselemente der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material sind entgegen der Arbeitsrichtung geöffnet. Diese Anordnung entspricht der unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 beschriebenen Ausführungsform mit der Ausnahme, dass die Montageinheiten um 180° um eine horizontale Achse, beispielsweise die Achse 43 (4), gedreht sind. Bei dieser alternativen Ausführungsform ist von Vorteil, wenn die Kolben-/Zylinderanordnungen der Verriegelungsvorrichtung nicht an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material, sondern an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers vorgesehen sind, wobei die zugehörigen Anschlagelemente nicht an der Montageeinheit des Gleitschalungsfertigers, sondern an der Montageeinheit der Vorrichtung zum Formen von fließfähigem Material vorgesehen sind, so dass die zur Betätigung der Kolben-/Zylinderanordnung erforderliche Hydraulik nicht Bestandteil der auswechselbaren Betonmulde ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 19644397 A [0003]
- EP 2048284 A [0006]
- EP 1103659 A2 [0035]