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DE102009048450A1 - Hochduktile und hochfeste Magnesiumlegierungen - Google Patents

Hochduktile und hochfeste Magnesiumlegierungen Download PDF

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DE102009048450A1
DE102009048450A1 DE102009048450A DE102009048450A DE102009048450A1 DE 102009048450 A1 DE102009048450 A1 DE 102009048450A1 DE 102009048450 A DE102009048450 A DE 102009048450A DE 102009048450 A DE102009048450 A DE 102009048450A DE 102009048450 A1 DE102009048450 A1 DE 102009048450A1
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magnesium
zinc
cerium
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alloy
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English (en)
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Aihua A. Troy Luo
Raja K. Shelby Township Mishra
Anil K. Rochester Hills Sachdev
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GM Global Technology Operations LLC
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GM Global Technology Operations LLC
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    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
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Abstract

Eine Magnesiumlegierung, die bis zu etwa sechs Gewichtsprozent Zink und bis zu etwa ein Gewichtsprozent Cer umfasst, kann warm bearbeitet werden, um ein Legierungszwischen- oder -endwerkstück herzustellen, welches eine verbesserte Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur aufweist. Die Beimengung von Zink und einer kleinen Menge Cer kann die Magnesiumlegierung beeinflussen, indem sie Festigkeit und Duktilität erhöht und das Verfestigungsverhalten verbessert.

Description

  • Diese Anmeldung ist eine teilweise Fortsetzung der US-Patentanmeldung Nr. 11/935 439, eingereicht am 6. November 2007, mit dem Titel „Forming Magnesium Alloys With Improved Ductility”.
  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft allgemein verarbeitete Magnesiumlegierungszusammensetzungen, die eine verbesserte Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur aufweisen. Im Spezielleren wird mit Zink und Cer legiertes Magnesium einer Hochtemperaturverformung unterzogen, um die Formbarkeit und Beständigkeit der Legierung bei Raumtemperatur zu verbessern.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Magnesium ist das leichteste Strukturmetall. In technischen Anwendungen wird es mit einem oder mehreren Elementen wie z. B. Aluminium, Mangan, Seltenerdmetallen, Lithium, Zink und Silber legiert. Magnesium macht üblicherweise fünfundachtzig Gewichtsprozent oder mehr dieser Legierungen aus.
  • Die Kosten für Magnesium haben sich in der jüngsten Vergangenheit drastisch verringert und Magnesium und seine Legierungen wurden zu attraktiven Strukturmaterialien für einen weiten Anwendungsbereich, zum Teil wegen der wünschenswerten physikalischen Eigenschaften wie leichtes Gewicht, eine hohe spezifische Festigkeit und Steifigkeit, maschi nelle Bearbeitbarkeit und die Möglichkeit der einfachen Wiederverwertung. Allerdings war die Verwendung von Magnesium in geschmiedeten Produkten wie Blechen und Strangpresserzeugnissen wegen der schlechten Bearbeitbarkeit von Magnesiumgussteilen und der geringeren Formbarkeit und Duktilität von Magnesium in der primären Herstellungsstufe begrenzt. Bei Raumtemperatur ist reines Magnesium allgemein durch eine begrenzte Duktilität infolge seiner hexagonalen dicht gepackten Kristallstruktur und der daraus folgenden begrenzten Anzahl von aktiven Gleitsystemen gekennzeichnet. Diese natürliche Einschränkung spricht oft gegen die weit verbreitete Verwendung von Magnesium in geschmiedeten Produkten, die aus Blechen und Strangpresserzeugnissen hergestellt werden, da es schwierig und kostspielig ist, das schlecht bearbeitbare Metall zu brauchbaren fertigen Formen zu verarbeiten.
  • Es hat sich gezeigt, dass die Duktilität von Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierungs-Srangpresserzeugnissen höher ist als die von Magnesium und anderen bekannten Magnesiumlegierungen. Allerdings sind die Fließgrenze und die Zugfestigkeit der Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung nach wie vor gering. Die Beimengung von Aluminium zu der Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung verbessert ihre Festigkeit, verringert aber deutlich ihre Duktilität.
  • Es besteht daher allgemeiner Bedarf, Magnesiumlegierungen in einer primären Herstellungsstufe bereitzustellen, die eine verbesserte Duktilität und Festigkeit für die Herstellung von geschmiedeten Magnesiummetallprodukten aufweisen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es wurde festgestellt, dass eine Legierung aus Cer, Zink und Magnesium gegossen und dann in einer gewählten Richtung oder Achse des Gusstei les warm bearbeitet werden kann, um ein primäres oder fertiges Material zu bilden, welches eine gute Kombination von Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur zeigt. Magnesium mit handelsüblicher Reinheit mit seinen normalen begleitenden Verunreinigungen kann der Grundbestandteil sein. Cer wird der Magnesiumschmelze in einer geeigneten Menge von bis zu etwa ein Gewichtsprozent beigemengt. Und Zink wird in einer gewählten Menge von bis zu sechs Gewichtsprozent beigemengt. Magnesium kann in der Legierung in einer Menge von etwa fünfundachtzig Gewichtsprozent bis etwa achtundneunzig Gewichtsprozent vorhanden sein.
  • Die geschmolzene Zusammensetzung kann in eine Form gegossen werden, in der die Hauptbestandteile in dem Magnesium gelöst oder allgemein gleichmäßig durch eine Magnesiummatrixphase verteilt werden. In vielen Ausführungsformen der Erfindung kann die Gussteilform ein massiver Zylinder oder ein Rohr mit einer geraden Längsachse sein. Der gegossene Gegenstand wird dann auf eine geeignete Temperatur zur warmen Bearbeitung erhitzt und stranggepresst, z. B. mit einer Strangpressrate, um eine deutliche Reduktion in der Querschnittsfläche des Zylinders oder Rohres zu produzieren. Nach einer geeigneten warmen Bearbeitung der Gussteilzusammensetzung stellt sich heraus, dass das Material eine gute Kombination von Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur aufweist. Die Kombination von Duktilität und Festigkeit ist vorteilhaft im Vergleich zu handelsüblichem Magnesium, zu Magnesium-Cer-Legierungen der oben angegebenen Grundanwendung und zu üblichen im Handel erhältlichen Magnesiumlegierungen wie z. B. AZ31.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung wurde eine Schmelze, die, auf das Gewicht bezogen, 2 Prozent Zink und 0,2 Prozent Cer und als Rest Magnesium enthält („ZE20”), zu einem runden, zylindrischen Knüppel zum In-Line-Strangpressen gegossen. Das Magnesium war ein Magnesium mit handelsüblicher Reinheit mit kleinen Mengen an Begleitelementen aus der Herstellung des Rohblockmaterials. Der Knüppel wurde zwei Stunden lang auf 425°C vorerhitzt und mit einem Strangpressverhältnis von etwa 42:1 entlang einer geraden Achse durch ein kreisförmiges Werkzeug gedrückt, um ein Rohr mit einem Außendurchmesser von 25 mm und einer Dicke von 1,75 mm zu produzieren. Die Querschnittsfläche des Knüppels wurde beim Warmformen des Rohres um das etwa 42-fache reduziert. Es wurden gleiche stranggepresste Rohre hergestellt, die aus Magnesium, 4 Gewichtsprozent Zink und 0,2 Gewichtsprozent Cer („ZE40”); und Magnesium, 6 Gewichtsprozent Zink und 0,2 Gewichtsprozent Cer („ZE60”) bestanden. Zum Vergleich der sich ergebenden Eigenschaften wurden ein Knüppel aus einer Legierung, die aus 3 Gewichtsprozent Aluminium, 1 Gewichtsprozent Zink und der Rest aus Magnesium („AZ31”) bestand; und ein Knüppel aus einer Legierung, die aus Magnesium (handelsüblich) und 0,2 Gewichtsprozent Cer („Mg-0,2 Gew.-%Ce”) bestand, auf dieselbe Weise gegossen und stranggepresst.
  • Es zeigt sich, dass die Beimengung von Zink in Mengen bis zu etwa sechs Gewichtsprozent und Cer in Mengen bis zu etwa ein Gewichtsprozent die Duktilität und Bearbeitbarkeit von Magnesiumlegierungen bei Raumtemperatur anschließend an eine geeignete Warmverformungsverarbeitung verbessert. In einer speziellen Ausführungsform wird die Warmverformung durch Strangpressen bei Knüppeltemperaturen von etwa 300°C bis etwa 475°C mit Strangpressverhältnissen im Bereich von etwa 10:1 bis etwa 60:1 bei geeigneten Strangpressgeschwindigkeiten bewerkstelligt. Während der Warmverformung können die Knüppel mit Schmiermittel auf Graphitbasis oder Bornitrid entsprechend geschmiert werden, wenngleich dies nicht notwendig sein mag.
  • Es sollte einzusehen sein, dass die detaillierte Beschreibung und spezielle Beispiele, während sie beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung bereitstellen, nur Illustrationszwecken dienen sollen und den Schutzumfang der Erfindung nicht einschränken sollen.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Die Offenlegung wird nun beispielhaft und nicht einschränkend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es folgt eine Kurzbeschreibung der Zeichnungen.
  • 1 ist ein Balkendiagramm von Zugeigenschaften – Fließgrenze (MPa), Reißfestigkeit (MPa) und Bruchdehnung (%) – für stranggepresste Probekörper aus den folgenden Legierungen: AZ31, Magnesium-0,2 Gew.-% Cer, Magnesium-2 Gew.-% Zink-0,5 Gew.-% Cer (ZE20), Magnesium-4 Gew.-% Zink-0,2 Gew.-% Cer (ZE40), und Magnesium-6 Gew.-% Zink-0,5 Gew.-% Cer (ZE60).
  • 2 ist ein Graph der Festigkeit – Fließgrenze (MPa), Reißfestigkeit (MPa) und Bruchdehnung (%) – der Magnesium-2 Gew.-% Zink-0,5 Gew.-% Cer-Legierung bei verschiedenen Strangpressgeschwindigkeiten (Fuß/min).
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
  • Die Beschreibung der folgenden Ausführungsform/en ist lediglich beispielhaft und soll die beanspruchte Erfindung, ihre Anwendung oder ihre Verwendungen in keiner Weise einschränken.
  • Magnesiumlegierungen, die hauptsächlich Magnesium mit kleinen Beimengungen von Zink und Cer umfassen, können mithilfe eines Warmverformungsverfahrens in einen geschmiedeten Gegenstand umgeformt werden, der eine verbesserte Festigkeit und Duktilität bei Raumtemperatur aufweist. Raumtemperatur bedeutet hier eine typische Innenraumtemperatur wie z. B. etwa fünfzehn bis etwa dreißig Grad Celsius. Der geschmiedete Gegenstand kann in einer Endproduktform vorhanden sein. Allerdings macht die Duktilität des geschmiedeten Gegenstandes bei Raumtemperatur ihn für eine weitere Verformungsverarbeitung in eine gewünschte andere Form geeignet. Die höhere Festigkeit und Duktilität in den gebildeten Magnesiumprodukten kann von Nutzen sein, um das Leistungsvermögen in Kraftfahrzeuganwendungen zu beeinflussen. Die unerwartete Duktilität der warm verformten Magnesiumkarosserie ist auf ihren Zink- und Cergehalt und auf die Warmverformungsverarbeitung zurückzuführen, die zu einer Änderung in der Gleitverteilung und einer rekristallisierten Struktur beiträgt, welche die fundamentale Dislokationsaktivität begünstigt.
  • Zink und Cer sind bevorzugte Elemente für die Beimengung zu Magnesium für eine verbesserte Duktilität und Festigkeit der Magnesium-Zink-Cer-Kombination. Eine Ausführungsform der Erfindung wird mithilfe von Zink und Cer als Zusatzstoffe in Magnesium veranschaulicht, um die Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur von bestimmten beispielhaften Magnesium-Zink-Cer-Legierungen merklich zu verbessern.
  • In den folgenden Ausführungsformen wurde Magnesium mit handelsüblicher „Reinheit” verwendet. Die Magnesiumrohblöcke umfassten typischerweise als maximale Mengen, bezogen auf das Gewicht, 0,3% Mangan, 0,01% Silizium, 0,01% Kupfer, 0,002% Nickel, 0,002% Eisen und 0,02% Andere. Diese „Verunreinigungen” sind in den Zusammensetzungen dieser Erfindung wahrscheinlich vorhanden.
  • In einer Ausführungsform kann eine Magnesiumlegierung, die eine kleine Menge, bis zu etwa sechs Gewichtsprozent Zink, und bis zu etwa ein Gewichtsprozent Cer umfasst, einem Warmverformungsverfahren unterzogen werden, um einen geschmiedeten Metallgegenstand herzustellen, der eine verbesserte Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur im Vergleich zu jenen von Magnesium und herkömmlichen Magnesiumlegierungen aufweist. Die Löslichkeit von Zink in Magnesium beträgt ca. 6,2% bei 340°C. Die Löslichkeit von Cer in Magnesium beträgt ca. 0,1% bei 500°C. Jegliches überschüssiges Zink und Cer bildet letztendlich intermetallische Verbindungen mit Magnesium- und Sauerstoffpartikeln im Inneren der Legierung.
  • Eine Warmverformungstechnik, die geeignet ist, um die Duktilität in einer Magnesium-Zink-Cer-Legierung zu verbessern, kann ein herkömmliches In-Line-Warmstrangpressverfahren sein. In einer Ausführungsform kann eine Magnesiumlegierung, die bis zu etwa sechs Gewichtsprozent Zink und bis zu etwa ein Gewichtsprozent Cer umfasst, als ein Knüppel gegossen werden. Der anfängliche Gussknüppel besitzt geeigneterweise einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser von z. B. 50 Millimeter bis typischerweise etwa 300 Millimeter, wenngleich auch größere Knüppel stranggepresst werden. Der Gussknüppel wird auf eine Verformungstemperatur im Bereich von etwa 300°C bis etwa 475°C vorerhitzt. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, um sicherzustellen, dass der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel während des Strangpressens mithilfe eines beliebigen bekannten Metallschmiermittels wie z. B. Grafit oder Bornitrid ausreichend geschmiert wird. Der Magnesiumlegierungsknüppel kann direkt durch ein herkömmliches kreisförmiges oder konisches Strangpress werkzeug, welches ein Strangpressverhältnis im Bereich von 10:1 bis 60:1 besitzt, bei einer Geschwindigkeit im Bereich von 10 mm pro Sekunde bis 1000 mm pro Sekunde Extrudat stranggepresst werden. Je nach erwarteter Verwendung des stranggepressten Gegenstandes und/oder der speziellen Ausgestaltung des letztendlichen Endprodukts kann die Magnesium-Zink-Cer-Legierung warm in eine beliebige Anzahl von Größen und Formen, die dem Fachmann bekannt sind, stranggepresst werden, wie z. B., jedoch nicht beschränkt auf massive oder hohle Stäbe, I-Träger oder andere erreichbare stranggepresste Formen. Die verbesserte Duktilität dieser Formen kann dann genutzt werden, indem die Formen (z. B. durch Biegen oder Hochdruck-Umformen) bei Raumtemperatur weiter bearbeitet werden.
  • In einer Ausführungsform wurden drei verschiedene Magnesiumlegierungen, die Zink und Cer enthielten, als Knüppel gegossen. Die ZE20-Legierung umfasste 2 Prozent Zink und 0,2 Gewichtsprozent Cer. Die ZE40-Magnesiumlegierung umfasste 4 Gewichtsprozent Zink und 0,2 Gewichtsprozent Cer. Die ZE60-Magnesiumlegierung umfasste 6 Gewichtsprozent Zink und 0,2 Gewichtsprozent Cer. Die anfänglichen Gussknüppel wiesen jeweils einen Durchmesser von 75 Millimeter und eine Länge von 230 Millimeter auf. Die Gussknüppel wurden auf 425°C vorerhitzt. Rohre mit einem Durchmesser von 25 Millimeter und einer Wanddicke von 1,75 Millimeter wurden für mechanische Tests mithilfe einer 500-Tonnen-Presse bei 400°C bei verschiedenen Strangpressgeschwindigkeiten im Bereich von 3 bis 25 Fuß/min stranggepresst. Das Strangpressverhältnis betrug etwa 42. Die Ergebnisse der Tests sind in den 1 und 2 gezeigt und sind unten stehend beschrieben.
  • Um die mechanischen Eigenschaften bei Raumtemperatur der stranggepressten Rohre zu untersuchen, wurden Proben der stranggepressten Rohre getestet, um die Fließgrenze, Reißfestigkeit und die prozentuelle Bruchdehnung zu bewerten. Als Erstes wurden Zugtestproben mit einer Messlänge von 25 mm und einem Messdurchmesser von 6,25 mm mit einem Instron Universal Testgerät bei einer durchschnittlichen Dehnungsgeschwindigkeit von 1 × 10–3 s–1 getestet. Drei Testproben wurden von verschiedenen Stellen entlang des stabilen Abschnitts der stranggepressten Rohre entnommen und die durchschnittlichen Werte wurden aufgezeichnet.
  • 1 zeigt die Zugeigenschaften von drei Mg-Zn-Ce-Legierungen im Vergleich mit der handelsüblichen Strangpresslegierung AZ31 und mit einer Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung. Wie in 1 gezeigt, offenbarten die Zugtests bei Raumtemperatur an der AZ31-Probe eine Fließgrenze von 166,4 MPa, eine Reißfestigkeit von 266,7 MPa und einen Dehnungswert von 16,9%. Entsprechende Tests, die an der Mg-0,2 Gew.-%Ce-Probe durchgeführt wurden, offenbarten eine Fließgrenze von 68,6 MPa, eine Reißfestigkeit von 170 MPa und einen Dehnungswert von 31%. Entsprechende Tests, die an der ZE20-Probe durchgeführt wurden, offenbarten eine Fließgrenze von 134,5 MPa, eine Reißfestigkeit von 225,1 MPa und einen Dehnungswert von 27,4%. Entsprechende Tests, die an der ZE40-Probe durchgeführt wurden, offenbarten eine Fließgrenze von 134,7 MPa, eine Reißfestigkeit von 246,6 MPa und einen Dehnungswert von 15,4%. Entsprechende Tests, die an der ZE60-Probe durchgeführt wurden, offenbarten eine Fließgrenze von 136,3 MPa, eine Reißfestigkeit von 288,5 MPa und einen Dehnungswert von 15,5%.
  • Wie in 1 gezeigt, weist die ZE20-Legierung eine deutlich höhere Festigkeit im Vergleich zu der Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung auf. Zum Beispiel wies die ZE20-Legierung eine Fließgrenze von 135 MPa im Vergleich zu 69 MPa der Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung auf. Und die ZE20-Legierung wies eine Reißfestigkeit von 225 MPa im Vergleich zu 170 MPa für die Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung auf. Die ZE20-Legierung weist eine etwas reduzierte Bruchdehnung (27,4%) im Vergleich zu der binären Mg-0,2 Gew.-%Ce-Legierung (31%) auf. Die ZE20-Legierung zeigt eine deutlich höhere Duktilität als die AZ31-Legierung und weist eine Bruchdehnung von 27,4% im Vergleich zu 16,9% für die handelsübliche AZ31-Legierung auf, was einen Anstieg in der Dehnung von 62% bedeutet. Dies wurde mit einer kleinen Verminderung der Zugfestigkeit von 16% der ZE20-Legierung im Vergleich zu der AZ31-Legierung erreicht. Wie in 1 ebenfalls gezeigt, führte die Erhöhung des Zn-Gehalts von 2% auf 6% zu einer Erhöhung der Reißfestigkeit der Mg-Zn-Ce-Legierung, die Dehnung war jedoch beträchtlich reduziert.
  • 2 zeigt die Zugeigenschaften von ZE20, der Mg-2 Gew.-%Zn-0,2 Gew.-%Ce-Legierung bei verschiedenen Strangpressgeschwindigkeiten. Die besten Eigenschaften sind bei Strangpressgeschwindigkeiten von 15–20 Fuß/min und im Spezielleren bei 18–20 Fuß/min vorhanden. Während sich die Festigkeit (sowohl die Fließgrenze als auch die Reißfestigkeit) der Legierung mit der Strangpressgeschwindigkeit nicht wesentlich ändert, verbessert sich die Dehnung bei hohen Strangpressgeschwindigkeiten von 18–20 Fuß/min. Eine weitere Erhöhung der Strangpressgeschwindigkeit hatte eine schlechte Oberflächenqualität der Strangpressung und eine verminderte Duktilität zur Folge. Es wird darauf hingewiesen, dass die maximale Strangpressgeschwindigkeit von 20 Fuß/min für die ZE20-Legierung um etwa 25% höher ist als die maximale Strangpressgeschwindigkeit von 15 Fuß/min für die AZ31-Legierung, was eine höhere Produktivität für die neue ZE20-Legierung anzeigt.
  • Um die Mikrostruktureigenschaften der stranggepressten Rohre zu untersuchen, wurden polierte Proben, die parallel und normal zu der Strang pressachse geschnitten waren, vorbereitet, indem zuerst 0,50 m des vorderen Endes des stranggepressten Rohres abgekratzt wurden, um sicherzustellen, dass das untersuchte Material einen Abschnitt des Rohres repräsentiert, der durch ein stabiles Strangpressen gebildet wurde. Als Nächstes wurden metallographische Proben des benötigten Typs unter Verwendung von Standardverfahren hergestellt und poliert. Die Proben wurden dann in einer Lösung geätzt, die 20 ml Eisessig, 50 ml Pikrinsäure, 10 ml Methanol und 10 ml deionisiertes Wasser enthielt.
  • Polierte Proben, die parallel und normal zu der Strangpressachse geschnitten waren, wurden aus beiden stranggepressten Stäben hergestellt und mit einem an einem LecoTM-Bildanalysator angeschlossenen optischen NikonTM-Mikroskop untersucht, um die Mikrostruktur sowohl in der Längs- als auch der Querrichtung zu überprüfen. Die Proben wurden auch einer Elektronenstrahlmikroanalyse (EPMA) unter Verwendung eines Cameca-SX100-Elektronenstrahl-Mikroanalysators unterzogen, um die metallurgischen Phasen in der Mikrostruktur zu erkennen. Die optischen Mikroaufnahmen zeigten keine Anisotropie der Kornmorphologie entlang irgendeiner Richtung und zeigen eine vollständig rekristallisierte, beinahe gleichachsige Kornstruktur mit einer durchschnittlichen Korngröße von ca. 30 μm für die AZ91-Probe und 45 μm für die ZE20-, ZE40- und ZE60-Proben.
  • Zink in der festen Magnesiumlösung ist ein Hauptstärkungselement in den Magnesium-Zink-Cer-Legierungen. Die höheren Zinkkonzentrationen in der festen Magnesiumlösung der ZE40- und ZE60- im Vergleich zu der ZE20-Legierung sorgten für eine höhere Zugfestigkeit in den Legierungen. Etwas Cer ist als eine feste Lösung in dem Magnesium vorhanden und etwas Cer ist als feine, eigene Phase vorhanden. Cer wird so betrachtet, dass es zu der Duktilität und Festigkeit der Legierung in beiden Formen beiträgt.
  • Die hohe Duktilität, die sich aus der Beimengung von kleinen Mengen Cer ergibt (wie in der oben angeführten Hauptanmeldung beobachtet und erklärt), ist nur geringfügig reduziert auf Grund der Tatsache, dass das Zink im Wesentlichen vollständig in der festen Lösung aus Magnesiummatrix vorhanden ist und keine eigene Zn-Ce-Phase in den Mg-Zn-Ce-Legierungen bei den Vergrößerungen der Untersuchung nachgewiesen wurde.
  • Die praktische Umsetzung der Erfindung ist nicht auf die spezifischen illustrativen Ausführungsformen beschränkt, die verwendet wurden, um ihre Praxis zu veranschaulichen.

Claims (10)

  1. Verfahren zum Verarbeiten einer Magnesium-Zink-Cer-Legierung zur Verbesserung ihrer Duktilität und Festigkeit bei Raumtemperatur, wobei das Verfahren umfasst, dass: ein Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel vorgesehen wird, der, auf das Gewicht bezogen, bis zu etwa sechs Gewichtsprozent Zink, ein Gewichtsprozent Cer und mindestens etwa fünfundachtzig Prozent Magnesium umfasst, wobei der Knüppel mit einer vorbestimmten geradlinigen Achse für eine heiße Verformung geformt ist; und der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel entlang der vorbestimmten Achse bei einer Temperatur von mindestens 300°C verformt wird, um ein Werkstück zu bilden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, welches ferner umfasst, dass das verformte Magnesiumlegierungswerkstück einem weiteren Verformungsschritt bei Raumtemperatur unterzogen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel etwa zwei Gewichtsprozent Zink umfasst, oder wobei der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel etwa vier Gewichtsprozent Zink umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel etwa 0,2 Gewichtsprozent Cer umfasst.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel im Wesentlichen, bezogen auf das Gewicht, aus etwa 2 Prozent Zink, 0,2 Prozent Cer und der Rest aus Magnesium besteht, oder wobei der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel im Wesentlichen, bezogen auf das Gewicht, aus etwa 4 Prozent Zink, 0,2 Prozent Cer und der Rest aus Magnesium besteht.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Verformen des Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppels umfasst, dass: der Magnesium-Zink-Cer-Legierungsknüppel auf eine Verformungstemperatur im Bereich von etwa 300°C bis etwa 500°C erhitzt wird; der Knüppel durch ein Strangpresswerkzeug mit einer Geschwindigkeit im Bereich von etwa 10 mm/Sekunde bis 1000 mm/Sekunde Extrudat stranggepresst wird, um ein stranggepresstes Werkstück zu bilden, wobei das Strangpressverhältnis im Bereich von 10:1 bis 60:1 liegt, und dann das stranggepresste Werkstück einer weiteren Verformung bei Raumtemperatur unterzogen wird.
  7. Stranggepresster Gegenstand aus einer Legierung auf Magnesiumbasis, welcher, auf das Gewicht bezogen, eine Menge von bis zu etwa sechs Prozent Zink, bis zu etwa ein Prozent Cer und mindestens fünfundachtzig Prozent Magnesium umfasst.
  8. Stranggepresster Gegenstand nach Anspruch 7, wobei die Legierung auf Magnesiumbasis, bezogen auf das Gewicht, etwa zwei Prozent Zink umfasst, oder wobei die Legierung auf Magnesiumbasis, bezogen auf das Gewicht, etwa vier Prozent Zink umfasst.
  9. Stranggepresster Gegenstand nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Legierung auf Magnesiumbasis, bezogen auf das Gewicht, etwa 0,2 Prozent Cer umfasst.
  10. Stranggepresster Gegenstand nach Anspruch 7, wobei die Legierung auf Magnesiumbasis im Wesentlichen, bezogen auf das Gewicht, aus etwa 2 Prozent Zink, 0,2 Prozent Cer und der Rest aus Magnesium besteht, oder wobei die Legierung auf Magnesiumbasis im Wesentlichen, bezogen auf das Gewicht, aus etwa 4 Prozent Zink, 0,2 Prozent Cer und der Rest aus Magnesium besteht.
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