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DE102009047183A1 - Farbstoffmischung zum Färben von Leder - Google Patents

Farbstoffmischung zum Färben von Leder Download PDF

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DE102009047183A1
DE102009047183A1 DE102009047183A DE102009047183A DE102009047183A1 DE 102009047183 A1 DE102009047183 A1 DE 102009047183A1 DE 102009047183 A DE102009047183 A DE 102009047183A DE 102009047183 A DE102009047183 A DE 102009047183A DE 102009047183 A1 DE102009047183 A1 DE 102009047183A1
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DE
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dye
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dyes
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Withdrawn
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DE102009047183A
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Inventor
Andrea Dr. Zamponi
Helena Kondardi
Harald Kiesow
Laszlo Dr. Somgoyi
Till Dr. Vogel
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0033Blends of pigments; Mixtured crystals; Solid solutions
    • C09B67/0046Mixtures of two or more azo dyes
    • C09B67/0055Mixtures of two or more disazo dyes
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/32Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins
    • D06P3/3286Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins using reactive dyes

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft Farbstoffmischungen für die Lederfärbung, die a) als Komponente a) einen ersten anionischen Farbstoff, ausgewählt unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II oder III, b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist und der ausgewählt ist unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III oder IV, und gegebenenfalls c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene Farbe aufweist und der ausgewählt ist unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III oder IV, enthalten: $F1, $F2, $F3, $F4 In den Formeln I, II, III und IV haben die Variablen n, p, q, r, s, R, R, R, R, X, Y, B, Ar, Ar', Dk und D die in den Ansprüchen und der Beschreibung angegebenen Bedeutungen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Farbstoffmischungen, umfassend
    • a) als Komponente a) einen ersten anionischen Farbstoff,
    • b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist, und gegebenenfalls
    • c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene Farbe aufweist.
  • Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen sind in besonderer Weise zum Färben von Leder geeignet. Dementsprechend betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Färben von Leder mit einer wässrigen Färbeflotte, die wenigstens zwei anionische Farbstoffe enthält, welche jeweils voneinander unterschiedlichen Farben aufweisen.
  • Die Färbung von gegerbtem Leder erfolgt derzeit überwiegend mit Säurefarbstoffen, Direktfarbstoffen, Schwefelfarbstoffen oder basischen Farbstoffen. Die Erzielung hoher Farbintensitäten und hoher Farbbeständigkeiten, insbesondere hoher Nass- und Schweißechtheiten, ist mit diesen Farbstoffen schwierig und kann für mittlere bis hohe Farbtiefen nicht befriedigend gelöst werden.
  • Um die Nass- und Schweißechtheiten zu verbessern, wird das Leder häufig mit kationischen Komplexierungsmitteln behandelt, um den Farbstoff auf dem Leder zu komplexieren und so seine Löslichkeit bei Kontakt mit Wasser zu vermindern. Die erzielbaren Nass- und Schweißechtheiten und Reibechtheiten sind jedoch für intensive Farbnuancen nicht ausreichend. Ferner neigen daraus gefertigte Lederartikel beim Gebrauch zu Abfärbungen. Das Erzielen hoher Echtheiten bei mittleren bis hohen Farbtiefen erfordert zudem eine sehr sorgfältige Farbstoffauswahl und die Abstimmung des eingesetzten Farbstoffs mit den eingesetzten Lederhilfsmitteln, weiterhin spezielle Fettungsmittel und eine Nachgerbstoffauswahl. Zudem ist es in der Regel zur Erzielung der gewünschten Echtheiten erforderlich, Farbstoff und Fettungsmittel und in einigen Fällen auch den Nachgerbstoff in getrennter Flotte zu applizieren, was naturgemäß eine Verlängerung der Gesamtprozessdauer und einen verstärkten Anfall von Abwasser zur Folge hat.
  • Bei der Herstellung brauner Leder ergibt sich zudem das Problem, dass die zur Verfügung stehenden Farbstoffe, die zur Herstellung intensiver Färbungen geeignet sind, häufig nicht die gewünschte Farbnuance aufweisen und daher mit anderen Farbstoffen kombiniert werden müssen. Hierbei ergibt sich jedoch das Problem, dass aufgrund des unterschiedlichen färberischen Verhaltens der Farbstoffe, vor allem aber wegen der stark voneinander abweichenden Farbstoffaffinität von Fleisch- und Narbenseite des Leders eine egale Färbung mit Farbstoffmischungen in der Regel nicht erreicht wird und häufig fleckige Färbungen erhalten werden (siehe auch K. Eitel, in Bayer Farbe Revue, Sonderheft 19, S. 31 (1981)).
  • Die EP-A 61670 schlägt zur Lösung dieser Problematik eine Farbstoffmischung verschiedener 1:2-Chrom- oder Kobalt-Komplexfarbstoffe der Azo-, Azo-Azomethin- oder Azo-Methinreihe vor, die bezüglich Standard-Chromleder eine definierte und vergleichbare Eindringtiefe haben und keine oder nur eine geringe Neigung zur Aggregation in elektrolythaltiger, wässriger Lösung zeigen. Durch diese strengen Auswahlkriterien werden naturgemäß die zur Verfügung stehenden Farbstoffe und Farbstoffkombinationen und damit auch die erreichbaren Farbnuancen stark eingeschränkt. Zudem weisen die dort erhaltenen gefärbten Leder nur mäßige Nass- und Schweißechtheiten auf.
  • Aus der EP 2311478 sind ähnliche Farbstoffmischungen zur Färbung von Leder bekannt. Auch hier sind die erzielbaren Farbnuancen durch die Farbstoffauswahl stark eingeschränkt. Bei höherer Farbtiefe werden auch hier keine guten Echtheiten, insbesondere keine guten Nass- und Schweißechtheiten erzielt.
  • Aus der EP 558450 ist ein Verfahren zum Färben von Leder mit Farbstoffmischungen bekannt, bei dem man bestimmte Farbstoffe mit einem vergleichsweise hohen Molekulargewicht im Bereich von 790 bis 1100 Dalton einsetzt. Auch dieses Verfahren ist auf einige wenige, verfügbare Farbstoffe beschränkt, so dass die Möglichkeiten der Nuancierung gering sind. Zudem ist das Erreichen gleichmäßiger Färbungen bei hoher Farbtiefe schwierig und die erreichten Nass- und Schweißechtheiten sind nicht zufriedenstellend.
  • Aus der EP 577556 wiederum ist ein Verfahren zum Färben von Leder mit Farbstoffmischungen bekannt, bei dem man eine Mischung mindestens zwei metallfreier Farbstoffe verwendet, die unter Azofarbstoffen mit einer zentralen Triazineinheit und Triphendioxazinfarbstoffen ausgewählt sind. Auch hier lassen sich aufgrund der stark eingeschränkten Farbstoffauswahl nicht alle gewünschten Nuancierungen herstellen. Die erreichten Nass- und Schweißechtheiten sind ebenfalls nicht zufrieden stellend.
  • Aus der WO 2005/040490 und der WO 2005/121439 sind Verfahren zum Färben von Leder bekannt, bei denen Farbstoffe oder Farbstoffgemische bei schwach alkalischen pH-Werten eingesetzt werden, wobei die Farbstoffe Vinylsulfon-Gruppen oder funktionelle Gruppen, die in Vinylsulfon-Gruppen überführt werden können, aufweisen. Die Probleme, die bei Einsatz von Farbstoffgemischen in der Lederfärbung auftreten können, werden dort nicht angesprochen. Farbstoffmischungen, die zu braunen Ledern führen, werden ebenfalls nicht beschrieben.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Färben von Leder bereitzustellen, das die Herstellung von Ledern mit einer roten oder braunen Farbe beliebiger Nuancierung bis hin zu Olivetönen ermöglicht. Insbesondere soll das Leder auch bei hoher Farbtiefe eine gleichmäßige Färbung aufweisen. Zudem sollte das erhaltene Leder hohe Nass- und Schweißechtheiten aufweisen.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, dass sich bestimmte anionische Azofarbstoffe der im Folgenden definierten Formeln I, II und III untereinander oder mit Farbstoffen der Formel IV, kombinieren lassen und die Herstellung Leder roten oder Braunen Farbe beliebiger Nuancierung bis hin zu Olivetönen mit einer gleichmäßigen Färbung und mit hoher Farbtiefe ermöglichen. Zudem weisen die erhaltenen Leder sehr gute Nass- und Schweißechtheiten auf.
  • Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung Farbstoffmischungen, die
    • a) als Komponente a) einen ersten anionischen Farbstoff,
    • b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist, und gegebenenfalls
    • c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene Farbe aufweist, enthalten, wobei der Farbstoff der Komponente a) ausgewählt ist unter;
    • i) Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
      Figure 00030001
      worin wenigstens einer der Reste A oder Dk eine SO3H-Gruppe aufweist und worin n für 0 oder 1, insbesondere 0 steht, A für einen Rest der Formel:
      Figure 00040001
      steht, worin # die Bindung zur Azogruppe bedeutet, X für Wasserstoff oder SO3H steht, Y für Wasserstoff, Halogen, C1-C4-Alkyl, CN oder eine Gruppe SO3H bedeutet; B für eine Gruppe CH=CH2 oder eine Gruppe CH2-CH2-Q steht, worin Q eine unter alkalischen Bedingungen abspaltbare Gruppe bedeutet; Dk für Phenyl oder Naphthyl steht, das 1, 2 oder 3 Substituenten Ra aufweist, wobei Ra ausgewählt ist unter SO3H, COOH, CN, CONH2, OH, NH2, NO2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl, Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, C1-C4-Dialkylaminocarbonyl, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkylcarbonyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonyl, Hydroxy-C1-C4-alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Aminocarbonyl, ein Rest der Formel SO2NR11R12, worin R11 und R12 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO oder C1-C4-Alkylaminocarbonyl stehen, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino, Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino, Phenylamino, Phenylaminocarbonyl, Phenoxy, Phenylsulfonyl, Phenylsulfonylamino, Phenylaminosulfonyl, Phenylcarbonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, wobei die 11 letztgenannten Reste am Phenylring unsubstituiert sind oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl, NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann, und 5- oder 6-gliedrigem Heterocyclyl, das unsubstituiert ist oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter: OH, Halogen, C1-C4-Alkyl oder Phenyl aufweisen kann, wobei Phenyl seinerseits unsubstituiert ist oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH, C1-C4- Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl, NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann, oder für einen Rest der Formel A steht; Ar für einen zweiwertigen, von Benzol oder Naphthalin abgeleiteten, aromatischen Rest steht, der gegebenenfalls 1, 2, 3 oder 4 Substituenten Rb trägt, wobei Rb eine der für Ra angegebenen Bedeutungen aufweist; R1 ausgewählt ist unter NH2 und OH, und R2 ausgewählt ist unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann
    • ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
      Figure 00050001
      worin m für 0 oder 1 steht, k 0, 1 oder 2 bedeutet, p und q für 0 oder 1 stehen mit der Maßgabe dass n + q für 0 oder 1 steht, Ar' eine der für Ar in Formel I angegebenen Bedeutungen aufweist, R2x eine der für R2 in Formel I angegebenen Bedeutungen aufweist, und worin Dk, Ar, A und R1 eine der für Formel I angegebenen Bedeutungen aufweisen und worin wenigstens einer der Reste A oder Dk eine SO3H-Gruppe aufweist und/oder k ≠ 0 ist;
    • iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen oder deren Metallkomplexen,
      Figure 00060001
      worin A, R1 und R2 eine der für Formel 1 angegebenen Bedeutungen aufweisen und worin wenigstens einer der Reste A oder T eine SO3H-Gruppe aufweist, und T für einen bivalenten Rest der Formel:
      Figure 00060002
      steht, worin * die zuvor genannten Bedeutungen hat; R3 und R3a unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, COOH, OH oder SO3H stehen; D für eine chemische Bindung, C1-C4-Alkan-1,1-diyl, Ethen-1,2-diyl, Sauerstoff, NH, C(O), S(O)2, C(O)NH, NH(C(O)NH oder eine Gruppe S(O)2NH steht; wobei der Farbstoff der Komponente b) ausgewählt ist unter; i. Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen, ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen, iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen, und
    • iv. Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
      Figure 00060003
      worin A eine der für Formel 1 angegebenen Bedeutungen aufweist, Kk einen von einer Kupplungskomponente abgeleiteten Rest steht, X eine der für R1 angegebenen Bedeutungen hat, Y für Wasserstoff steht oder eine der für R2 angegebenen Bedeutungen hat, T* eine der für T angegebenen Bedeutungen hat, r und s für 0 oder 1 stehen, wobei r + s 1 oder 2 ist; und wobei der Farbstoff der Komponente c) ausgewählt ist unter; ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen, iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen, und iv. Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen.
  • Hier und im Folgenden bedeuten C1-C4-Alkyl (sowie die Alkylteile in C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, Di-C1-C4-alkylaminosulfonyl, Di-C1-C4-alkylaminocarbonyl und C1-C4-Alkylcarbonylamino) für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwassertoffrest wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl und dergleichen.
  • C1-C4-Hydroxyalkyl sowie die C1-C4-Hydroxyalkylteile in C1-C4-Hydroxyalkylamino stehen für C1-C4-Alkyl, das eine OH-Gruppe trägt wie 2-Hydroxyethyl. Dementsprechend steht C1-C4-Hydroxyalkylamino für C1-C4-Alkylamino, das im Alkylrest eine OH-Gruppe trägt wie 2-Hydroxyethylamino.
  • C1-C4-Carboxyalkyl steht für C1-C4-Alkyl, das eine Carboxylgruppe (COOH-Gruppe) trägt wie Carboxymethyl (CH2COOH) und 2-Carboxyethyl (CH2CH2COOH). Dementsprechend steht C1-C4-Carboxyalkylamino für C1-C4-Alkylamino, das im Alkylteil eine Carboxylgruppe (COOH-Gruppe) trägt wie Carboxymethylamino (NH-CH2COOH) und 2-Carboxyethylamino (NH-CH2CH2COOH).
  • (HO3S-C1-C4-alkyl)amino steht für C1-C4-Alkylamino, worin die Alkylgruppe einen Sulfonylrest trägt wie Sulfonylmethylamino (NH-CH2SO3H) und 2-Carboxyethylamino (NH-CH2CH2SO3H).
  • 5- oder 6-gliedriges Heterocyclyl weist in der Regel 1, 2 oder 3 Heteroatome, ausgewählt unter Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel, insbesondere 1 oder 2 Stickstoffatome und gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom als Ringglieder auf und kann gesättigt, ungesättigt oder aromatisch sein. Beispiele für gesättigtes Heterocyclyl sind Morpholinyl, Piperidinyl, Piperazinyl und Pyrrolidinyl. Beispiele für aromatisches Heterocyclyl sind Pyridinyl, Pyrazolyl, Oxazolyl, Thiazolyl etc.
  • Die Farbstoffe der Formeln I bis IV können sowohl in freier Form, in Form ihrer Salze und–sofern zwei durch eine Diazogruppe -N=N- verbundene Reste jeweils einen in ortho-Position zur Diazogruppe angeordneten Rest OH, COOH oder NH2 aufweisen – als Metallkomplexe eingesetzt werden.
  • Die Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV weisen erfindungsgemäß wenigstens einen Rest der Formel A auf. Der Rest A weist eine über eine Sulfonylgruppe gebundene Vinylgruppe oder eine Gruppe der Formel CH2-CH2-Q auf (Gruppe B), wobei der Rest Q in der Gruppe CH2-CH2-Q für eine unter alkalischen Bedingungen abspaltbare Gruppe steht, so dass unter den alkalischen Färbebingungen die Vinylsulfongruppe gebildet werden kann. Unter einer unter alkalischen Bedingungen abspaltbaren Gruppe Q versteht man dementsprechend Reste, die unter alkalischen Bedingungen, d. h. bei pH-Werten von 7,5 oder darüber unter Eliminierung unter Ausbildung einer Vinylsulfongruppe abgespalten werden. Beispiele für derartige Gruppen sind Halogen, z. B. Chlor, Brom oder Iod, weiterhin -O-SO3H, -S-SO3H, Dialkylamino, quartäres Ammoniumreste wie Tri-C1-C4-alkylammonium, Benzyldi-C1-C4-alkylammonium oder N-gebundenes Pyridinium, sowie Reste der Formeln R3BS(O)2-, R4BS(O)2-O-, R5BC(O)-O-. Hierin stehen R3B, R4B und R5B unabhängig voneinander für C1-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl (z. B. für unsubstituierte oder für 1-, 2- oder 3-fach durch C1-C4-Alkyl, Halogen, Nitro, CN, C1-C4-Halogenalkyl, C1-C4-Alkoxy oder SO3H substituiertes Phenyl), wobei R5B auch Wasserstoff bedeuten kann. Bevorzugt steht Q für eine Gruppe -O-(CO)CH3 und insbesondere für -O-SO3H. Insbesondere bedeutet B eine Gruppe CH2-CH2-O-SO3H oder eine Gruppe CH2-CH2-O-C(O)CH3.
  • Vorzugsweise ist die Gruppe SO2B in meta- oder para-Position, bezogen auf die Bindung #, an den Phenylring gebunden.
  • Vorzugsweise steht X im Rest der Formel A für eine Gruppe SO3H.
  • Vorzugsweise steht Y in Formel A für Wasserstoff oder eine Gruppe SO3H, insbesondere für Wasserstoff.
  • Bevorzugt sind insbesondere Azofarbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III oder IV und ihre Salze, worin die Gruppe der Formel A ausgewählt ist unter den Resten der Formeln A1 bis A18:
    Figure 00090001
    Figure 00100001
  • Hierunter sind insbesondere solche Farbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III und IV bevorzugt, worin die Gruppe A ausgewählt ist unter den Resten A1, A8, A13 und A15.
  • In den Farbstoffen der Formeln I und II sind die Reste Dk in der Regel von gegebenenfalls substituiertem Anilin oder gegebenenfalls substituiertem α- oder β-Naphthylamin Dk-NH2 abgeleitet, das im Folgenden auch als Diazoniumkomponenten bezeichnet wird und worin Dk die zuvor genannte Bedeutung hat und insbesondere für Phenyl steht, das durch 1, 2 oder 3 der zuvor genannten Reste Ra substituiert ist.
  • Bevorzuge Reste Ra sind OH, Chlor, CH3, OCH3, NO2, COOH, SO3H, SO2CH3, SO2NHCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, C(O)CH3, C(O)NH2 und Phenylsulfonyl, worin der Phenylring unsubstituiert sein kann oder 1 oder 2 unter OH, Chlor, CH3, OCH3, NO2, COOH, SO3H, SO2CH3, SO2NHCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, C(O)CH3 und C(O)NH2 ausgewählte Reste aufweisen kann.
  • Vorzugsweise steht Dk in den Formeln I und II für einen Rest, der von einem gegebenenfalls substituiertes Anilin, einem gegebenenfalls substituierten α-Naphthylamin oder einem gegebenenfalls substituiertes β-Naphthylamin abgeleitet ist, oder für eine Gruppe A. Insbesondere bevorzugt ist Dk von einem durch 1, 2 oder 3 Reste Ra substituierten Anilin abgeleitet, d. h. Dk steht für Phenyl, das durch 1, 2 oder 3 Reste Ra, insbesondere durch 1, 2 oder 3 der als bevorzugt genannten Reste Ra substituiert ist, oder Dk steht für einen Rest A, insbesondere einen der als bevorzugt genannten Reste A1 bis A18.
  • Beispiele für geeignete Monoamine Dk-NH2 sind die im folgenden angegebenen Verbindungen DK1 bis DK39:
    Figure 00110001
    Figure 00120001
  • Die Reste Q in den Formeln DK21 bis DK25 bedeuten Wasserstoff C1-C4-Alkyl, Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl, C1-C4-Alkoxy oder Phenylcarbonyl.
  • Geeignete Diazokomponenten Dk-NH2 sind weiterhin die im folgenden angegebenen Naphthylamine DK40 bis 59: 4-Amino-3-hydroxynahpthalin-1-sulfonsäure (DK40), 4-Amino-3-hydroxy-6-nitronaphthalin-1-sulfonsäure (DK41), 6-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (Gammasäure, DK42), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Chikago-S-Säure, DK43), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (H-Säure DK44), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (K-Säure, DK45), 8-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (Clevesäure 7, DK46), 6-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (D-Säure, DK47), 4-Aminonaphthalin-2,7-sulfonsäure (DK48), 5-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (DK49), 7-Amino-4,8-dihydroxynaphthalin-2- sulfonsäure (DK50), 2-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (DK51), 3-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK52), 3-Amino-1,5-disulfonsäure (DK53), 7-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK54), 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK55), 5-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK56), 7-Aminonaphthalin-1,3,5-trisulfonsäure (DK57), 4-Amino-3-hydroxy-7-[(4-methylphenyl)sulfonylamino]naphthalin-1-sulfonsäure (DK58) und 7-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (I-Säure, DK59).
  • Beispiele für geeignete Monoamine Dk-NH2 sind weiterhin die im folgenden angegebenen Verbindungen DK60 bis DK116:
    Figure 00130001
    Figure 00140001
    Figure 00150001
  • Bei den Resten Ar in den Formeln I und II handelt es sich in um zweiwertige, von Benzol oder Naphthalin abgeleitete Reste, die 1, 2, 3 oder 4 Substituenten Rb aufweisen können, wobei Rb die für Ra angegebenen Bedeutungen aufweisen kann. Insbesondere ist Rb ausgewählt unter OH, NH2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist Rb ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH. Vorzugsweise ist Ar ein 1,3-Phenylenrest, der einen oder 2 Substituenten Rb, insbesondere einen oder 2 der als bevorzugt angegebenen Reste Rb aufweist.
  • Vorzugsweise steht n in Formel I für 0.
  • R1 steht in Formel I vorzugsweise für OH.
  • R2 steht in Formel I vorzugsweise für OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino oder Hydroxy-C1-C4-alkylamino. Insbesondere ist R2 ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell unter OH und NH2.
  • Unter den Farbstoffen der Formel I sind insbesondere solche der Formel I' und speziell solche der Formel Ia bevorzugt. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
  • Figure 00160001
  • In Formeln I' und Ia haben A, R1 und Dk die zuvor genannten Bedeutungen, insbesondere die als bevorzugt genannten Bedeutungen. R2a weist eine der für R2 angegebenen Bedeutungen auf und steht vorzugsweise für OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino oder C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino. Insbesondere ist R2a ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell unter OH und NH2. R2A ist vorzugsweise in der meta-Position zu R1 bzw. zur OH-Gruppe angeordnet.
  • Beispiele für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel I sind solche der allgemeinen Formel Ia, worin Dk, A und R2a die in der folgenden Tabelle I genannten Bedeutungen haben sowie die Metallkomplexe. Tabelle I:
    Figure 00160002
    Figure 00170001
    Figure 00180001
    • Dk2: 2-Hydroxy-3-(hydroxysulfonyl)-5-nitrophenyl
    • Dk5: 2-Hydroxy-3,5-dinitrophenyl
    • Dk8: 2-Hydroxy-5-(hydroxysulfonyl)-3-nitrophenyl
    • Dk8: 2-Hydroxy-3,5-bis(hydroxysulfonyl)phenyl
  • Bei den Resten Ar' in den Formel II handelt es sich in um zweiwertige, von Benzol oder Naphthalin abgeleitete Reste, die 1, 2, 3 oder 4 Substituenten Rb' aufweisen können, wobei Rb' die für Rb angegebenen Bedeutungen aufweisen kann. insbesondere ist Rb' ausgewählt unter OH, NH2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist Rb ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH. Vorzugsweise ist Ar ein 1,3-Phenylenrest, der einen oder 2 Substituenten Rb', insbesondere einen oder 2 der als bevorzugt angegebenen Reste Rb' aufweist.
  • In der Formel II steht vorzugsweise p = 0. Insbesondere bevorzugt sind Farbstoffe der allgemeinen Formel II sowie deren Salze und Metallkomplexe, worin sowohl p = 0 als auch q = 0 sind.
  • Unter den Farbstoffen der Formel II sind insbesondere solche der Formel II' und speziell solche der Formel IIa bevorzugt. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
    Figure 00180002
    worin Dk, A, R2x, k und m die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen, wobei Dk und A vorzugsweise die als bevorzugt angegebenen Bedeutungen aufweisen.
  • In den Formeln II, II' und IIa steht die Variable m vorzugsweise für 1.
  • In den Formeln II, II' und IIa steht die Variable k vorzugsweise für 1.
  • R2x ist in den Formeln II, II' und IIa vorzugsweise ausgewählt unter NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den drei zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist R2x ausgewählt unter NH2, NHCH3, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NH-CH2CH2OH und NH-CH2SO3H.
  • Beispiele für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel II sind solche der allgemeinen Formel IIa, worin Dk, A und R2x die in der folgenden Tabelle II genannten Bedeutungen haben, die Gruppe SO3H in der 3-Position und die Gruppe R2x in der 6-Position des Naphthalinrings angeordnet sind, sowie die Metallkomplexe. Tabelle II:
    Figure 00190001
    Figure 00200001
  • Unter den Farbstoffen der Formel III, ihren Salzen und ihren Metallkomplexen sind solche bevorzugt, worin R1 für eine OH-Gruppe steht. In Formel III können die Reste R1 gleich oder verschieden sein und sind insbesondere gleich.
  • In Formel III haben die Reste A vorzugsweise eine der für A als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere stehen die Reste A für einen Rest der Formeln A1 bis A18 und sind speziell ausgewählt unter den Resten A1, A8, A13 und A15. In Formel III können die Reste A gleich oder verschieden sein und sind insbesondere gleich.
  • R2 steht in Formel III vorzugsweise für OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino oder Hydroxy-C1-C4-alkylamino. Insbesondere ist R2 ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell unter OH und NH2. In Formel III können die Reste R2 gleich oder verschieden sein und sind insbesondere gleich.
  • In dem Rest T in Formel IV sind die Reste R3 und R3a unabhängig voneinander vorzugsweise ausgewählt unter Wasserstoff, COOH, SO3H und OH. Vorzugsweise sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe D angeordnet. In dem Rest T in Formel III ist der bivalente Rest D vorzugsweise ausgewählt unter einer Bindung CH2, NH, SO2, Ethen-1,2-diyl, S(O)2NH und C(O)NH. Dementsprechend sind die Reste T in Formel III vorzugsweise ausgewählt unter den im folgenden genannten Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7:
    Figure 00210001
  • In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 haben R3 und R3a vorzugsweise die zuvor genannten Bedeutungen. Insbesondere stehen in Formel T-1 R3 und R3a jeweils für Wasserstoff, OH oder COOH. In Formel T-2 steht R3 vorzugsweise für Wasserstoff und R3a steht vorzugsweise für eine Sulfonylgruppe. In der Formel T-3 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. In der Formel T-4 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. In der Formel T-5 stehen R3 und R3a vorzugsweise für SO3H. In der Formel T-6 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. Vorzugsweise stehen R3 und R3a in der Formel T-7 unabhängig voneinander für OH, SO3H oder COOH, wobei einer der Reste R3a oder R3 auch für Wasserstoff stehen kann. In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4 und T-6 sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe D angeordnet.
  • Beispiele für bevorzugte Reste T-1 sind die folgenden Reste T-1.1, T-1.2, T-1.3 und T-I.4:
    Figure 00220001
  • Beispiele für bevorzugte Reste T-2, T-3 und T-4 sind die Reste T-2.1, T-2.2, T-3.1 und T-4.1:
    Figure 00220002
  • Beispiele für bevorzugte Reste T-5 und T-6 sind die Reste T-5.1 und T-6.1:
    Figure 00220003
  • Beispiele für bevorzugte Reste T-7 sind die im folgenden genannten Reste T-7.1, T-7.2, T-7.3, T-7.4 und T-7.5.
  • Figure 00230001
  • Unter den Farbstoffen der Formel III sind insbesondere solche der Formel IIIa bevorzugt. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
  • Figure 00230002
  • In Formel IIIa haben T und A die zuvor genannten Bedeutungen, insbesondere die als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere steht T für einen der Reste T-1, T-2, T-3, T-4, T-5 oder T-6, worin die Verknüpfungspunkte # vorzugsweise in para-Position zur Gruppe D angeordnet sind und worin R3a und R3 vorzugsweise eine der als bevorzugt angegebenen Bedeutungen aufweisen.
  • Beispiele für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel III sind solche der allgemeinen Formel IIIa, worin A und T die in der folgenden Tabelle III genannten Bedeutungen haben, sowie die Metallkomplexe. Tabelle III:
    Farbstoff Rest A Rest T Metallkomplex
    III.1 A1 T-1.4
    III.2 A13 T-1.4
    III.3 A4 T-1.4
    III.4 A7 T-1.4
    III.5 A13 T-1.1
    III.6 A13 T-1.1 Cu
    III.7 A1 T-1.1
    III.8 A1 T-1.1 Cu
    III.9 A1 T-3.1
    III.10 A13 T-3.1
    III.11 A4 T-3.1
    III.12 A7 T-3.1
    III.13 A1 T-4.1
    III.14 A13 T-4.1
    III.15 A4 T-4.1
    III.16 A7 T-4.1
    III.17 A1 T-5.1
    III.18 A13 T-5.1
    III.19 A4 T-5.1
    III.20 A7 T-5.1
    III.21 A1 T-6.1
    III.22 A1 T-1.3
    III.23 A13 T-1.3
    III.24 A4 T-2.2
    III.25 A7 T-7.5
    III.26 A1 T-1.2
    III.27 A1 T-1.2 Cu
  • In Formel IV weist der Rest A vorzugsweise eine der für A als bevorzugt angegebenen Bedeutungen auf. Insbesondere steht der Rest A für einen Rest der Formeln A1 bis A18 und ist speziell ausgewählt unter den Resten A1, A8, A13 und A15.
  • X steht in Formel IV vorzugsweise für OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist X ausgewählt unter OH, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino, Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, speziell unter OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl, NH-CH2-SO3H und NH-CH2CH2OH. Besonders bevorzugt steht X für OH oder NH2.
  • Y steht in Formel IV vorzugsweise für Wasserstoff, OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist Y ausgewählt unter Wasserstoff, OH, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino, Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter Wasserstoff, OH, NH2, OCHS, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl, NH-CH2-SO3H und NH-CH2CH2OH. Besonders bevorzugt steht Y für OH oder NH2.
  • Insbesondere steht einer der beiden Reste X oder Y für OH und der verbleibende Rest X oder Y steht für Wasserstoff oder für einen der folgenden Substituenten: NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 3 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann. Insbesondere ist der verbleibende Rest X oder Y ausgewählt unter Wasserstoff, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino, Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, speziell unter Wasserstoff, NH2, NHCH3, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl, NH-CH2-SO3H und NH-CH2CH2OH. Besonders bevorzugt steht der verbleibende Rest X oder Y für NH2.
  • Als Reste Kk kommen grundsätzlich alle einwertigen aromatischen Reste in Betracht, die sich von einem gegebenenfalls substituierten Benzol, Naphthalin, Pyrazol, Diphenylamin, Diphenylmethan, Pyridin, Pyrimidin oder Diphenylether ableiten, die noch eine freie Positionen aufweisen, auf die eine Diazoniumverbindung gekuppelt werden kann. Die den Resten Kk zugrundeliegenden Verbindungen werden in der Fachwelt auch als Kupplungskomponente bezeichnet. Gegebenenfalls susbstituiert bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die von Benzol, Naphthalin, Pyrazol, Diphenylamin, Diphenylmethan, Pyridin, Pyrimidin oder Diphenylether abgeleiteten Reste 1, 2, 3 oder 4 Substituenten aufweisen können, die unter SO3H, COOH, CN, CONH2, OH, NH2, NO2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl, Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4- Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, C1-C4-Dialkylaminocarbonyl, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkylcarbonyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonyl, Hydroxy-C1-C4-alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Aminocarbonyl, ein Rest der Formel SO2NR11R12, worin R11 und R12 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO oder C1-C4-Alkylaminocarbonyl stehen, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino, Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino, Phenyl, Phenylamino, Phenylaminocarbonyl, Phenoxy, Phenylsulfonyl, Phenylsulfonylamino, Phenylaminosulfonyl, Phenylcarbonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, wobei die 12 letztgenannten Reste am Phenylring unsubstituiert sind oder 1, 2 oder 3 Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl, NH2, NO2, SO3H und Halogen aufweisen kann, wobei einer der Substituenten an Phenyl auch für eine Gruppe SO2-B stehen kann, worin B die zuvor genannten Bedeutungen aufweist und insbesondere für eine Gruppe CH=CH2, CH2CH2OSO3H oder CH2CH2OSO3H steht.
  • Geeignet Kupplungskomponenten sind Reste, die sich beispielsweise von Benzol abgeleitete Verbindungen der allgemeinen Formel Kk-A, von Naphthalin abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-B, von Chinolin abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-C, von Pyrazol abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-D, von Diphenylmethan abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-E, von Diphenylamin abgeleiteten Verbindungen der Formel Kk-F, von Pyridin abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-G und von Pyridon abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-H ableiten, d. h. ein aromatisches Wasserstoffatom in diesen Verbindungen Kk-A–Kk-H ist durch eine Bindung zu der an Kk gebundenen Diazogruppe ersetzt:
    Figure 00260001
    Figure 00270001
  • In der Formel Kk-A stehen R11 für NH2, OH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino, Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino oder Phenylamino, R12 für Wasserstoff, NH2, OH, C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino und R13 für Wasserstoff, CN, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, CONH2, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylsulfonyloxy, SO2-Phenyl, SO3H, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, 1-Hydroxyethyl, COOH, Cl, Br, F, SO2NR56R57, NO2, oder NH2, wobei R56 und R57 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, stehen.
  • In Formel Kk-B stehen R14 und R15 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder weisen eine der als R11 genannten Bedeutungen auf, wobei R15 auch für SO3H stehen kann. R16 steht für Wasserstoff, OH, SO3H, C1-C4-Alkylsulfonylamino, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino, Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Phenylsulfonylamino, das am Phenylring einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy oder Halogen aufweisen kann. R17 steht für Wasserstoff, OH oder eine Gruppe SO3H.
  • In Formel Kk-C stehen R18 bis R20 unabhängig voneinander für Wasserstoff, OH oder C1-C4-Alkyl.
  • In Formel Kk-D steht R21 für Wasserstoff, Phenyl oder Naphthyl, wobei die 2 letztgenannten Gruppen 1, 2 oder 3 Substituenten aufweisen können, die ausgewählt sind unter Wasserstoff, OH, Halogen, C1-C4-Alkyl, SO3H, NO2 und der zuvor definierten Gruppe B-SO2-. In einer Ausführungsform der Erfindung steht R21 für eine der zuvor definierten Gruppen A und insbesondere für eine der Gruppen A1 bis A18. R22 bedeutet Wasserstoff, COOH, COO-C1-C4-Alkyl oder C1-C4-Alkyl.
  • In Formel Kk-E bedeuten R23 und R25 unabhängig voneinander Wasserstoff, COOH, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl. R24 und R26 stehen unabhängig voneinander Wasserstoff, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl,
  • In Formel Kk-F bedeuten R27 und R29 unabhängig voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl. R28 und R30 stehen unabhängig voneinander Wasserstoff, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl,
  • In Formel Kk-G bedeuten R48, R49, R50 und R51 unabhängig voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, NH2, CN, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl.
  • In Formel Kk-H bedeuten R52, R53, R54 und R55 unabhängig voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, NH2, CN, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl.
  • Beispiele für Kupplungskomponenten der Formel Kk-A sind die vorgenannten Anilinverbindungen DK3, DK4, DK6, DK7, DK11, DK13, DK14, DK15, DK18, DK21 bis DK27, DK29, DK30, DK33, DK36, DK38, DK39, DK60 bis DK83, weiterhin Salicylsäure (Kk1), 3-Aminophenol (Kk2), Resorcin (Kk3), 3-Phenylaminophenol (Kk4), 1,3-Diaminobenzol (Kk5), 3-Acetylamino-anilin (Kk6), 2-Nitro-anilin (Kk7), 3-(Diethylamino)phenol (Kk8), 3-(Morpholin-1-yl)phenol (Kk9), 3-(Diethylamino)-anilin (Kk10), N-Acetyl-3-(diethylamino)anilin (Kk11), N-(3-Hydroxyphenyl)glycin (Kk12), 3-(2-Hydroxyethyl)aminophenol (Kk13), 2,4-Diaminotoluol (Kk14), 2,4-Diaminobenzolsulfonsäure (Kk15), 2,4-Diamino-1-nitrobenzol (Kk16), N-(3-Amino-6-methylphenyl)glycin (Kk17), 2,4-Diamino-5-methylbenzolsulfonsäure (Kk18), 2,4-Diamino-1-hydroxybenzol (Kk54), 2,4-Diamino-1-methoxybenzol (Kk55), 2,4-Diamino-1-chlorobenzol (Kk56), 1,2,4-triaminobenzol (Kk57), 3-(Dimethylamino)-anilin (Kk58), 3-(Dimethylamino)-1-nitrobenzol (Kk59), 2-(N,N-diethylamino)-4-acetylamino-1-methoxybenzol (Kk60), 2-(N,N-diethylamino)-4-amino-1-methoxybenzol (Kk61), 2,4-Diamino-1-benzolsulfonamid (Kk62), 2-amino-4-acetylamino-1-methoxybenzol (Kk63), 2-Amino-4-acetylamino-1-chlorobenzol (Kk64) und 3-Methoxyanilin (Kk65).
  • Beispiele für Kupplungskomponenten der Formel Kk-B sind 2-Naphthol (Kk19), 2-Phenylaminonaphthalin (Kk20), 4-Methyl-1-naphthol (Kk21), 8-Methoxycarbonylamino-2-naphthol (Kk22), 8-Acetylamino-2-naphthol (Kk23), 8-Methylaminosulfonyl-2-naphthol (Kk24), 8-Dimethylaminosulfonylamino-2-naphthol (Kk25), 6-[(4-Methylphenyl)sulfonyl]amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (Kk26), 8-Phenylaminonaphthalin-1-sulfonsäure (Kk27), 6-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (DK42), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (DK43), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK44), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7- disulfonsäure (DK45), 8-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (DK46), 6-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK47), 4-Aminonaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK48), 5-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (DK49), 7-Amino-4,8-dihydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (DK50), 2-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (DK51), 3-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK52), 3-Amino-1,5-disulfonsäure (DK53), 7-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK54), 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK55), 5-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK56), 7-Aminonaphthalin-1,3,5-trisulfonsäure (DK57), 7-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (DK59), 4-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk28), 3-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk29), 4-(Phenylcarbonyl)amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk30), 4,6-Dihydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (Kk31), 4,5-Dihydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk32), 4-(Phenylcarbonyl)amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Kk33), 4-Hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Kk34), 4,5-Dihydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Kk35), 7-Hydroxynaphthalin-1,3-disulfonsäure (Kk36), 8-Hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Kk37), 4,6-Dihydroxy-7-hydroxycarbonylnaphthalin-2-sulfonsäure (Kk38) und 4-Acetylamino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk39).
  • Beispiele für Kupplungskomponenten Kk-C sind 2,4-Dihydroxychinolin (Kk40) und 8-Hydroxychinolin (Kk41).
  • Beispiele für Kupplungskomponenten Kk-D sind 3-Methyl-5-hydroxypyrazol (Kk42), 1-Phenyl-3-methyl-5-hydroxypyrazol (Kk43), 1-[4-(2-Hydroxysulfonyloxyethyl)-2-hydroxysulfonylphenyl]-3-methyl-5-hydroxypyrazol (Kk44), 1-[4-(2-Hydroxysulfonyloxyethyl)-2-hydroxysulfonylphenyl]-5-hydroxypyrazol-3-carbonsäure (Kk45), 1-[4-Hydroxysulfonylphenyl]-5-hydroxypyrazol-3-carbonsäure (Kk46) und 1-[6-Hydroxysulfonylnaphthalin-2-yl]-5-hydrox-3-methylypyrazol (Kk47), 1-[4-Hydroxysulfonylphenyl]-3-methyl-5-hydroxypyrazol (Kk48).
  • Ein Beispiel für Kupplungskomponenten Kk-E ist 4,4'-Dihydroxydiphenylmethan-3,3'-dicarbonsäure (Kk49).
  • Ein Beispiel für eine Kupplungskomponente Kk-F ist 4,4'-Dihydroxydiphenylamin (Kk50).
  • Ein Beispiel für eine Kupplungskomponente Kk-G ist 2,6-Diamino-pyridin (Kk51).
  • Beispiele für Kupplungskomponenten Kk-H sind 1-Methyl-2-pyridon (Kk52) und 3-Cyano-4-methyl-6-hydroxy-1-ethylpyridon (Kk53).
  • Geeignete Reste Kk sind insbesondere einwertige von einem gegebenenfalls substituierten Benzol, Naphthalin oder Pyrazol abgeleitete Reste, z. B. die von den Kupplungskomponenten Kk-A, Kk-B und Kk-D abgeleiteten einwertige Reste wie die von den Anilinverbindungen DK3, DK4, DK6, DK7, DK11, DK13, DK14, DK15, DK18, DK21 bis DK27, DK29, DK30, DK33, DK36, DK38, DK39, DK42 bis DK83, Kk1 bis Kk18 und Kk54 bis Kk65 abgeleiteten Reste, die von Naphthalinverbindungen Kk27 bis Kk39 und DK42 bis DK59 abgeleiteten Reste sowie die von den Pyrazolverbindungen Kk42 bis Kk48 abgeleiteten Reste.
  • Bei den Resten T* in Formel IV handelt es sich um zweiwertige aromatische Reste der Formel T, wie sie im Zusammenhang mit der Formel III definiert worden sind. In dem Rest T* in Formel IV sind die Reste R3 und R3a unabhängig voneinander vorzugsweise ausgewählt unter Wasserstoff, COOH, SO3H und OH. Vorzugsweise sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe D angeordnet. In dem Rest T in Formel IV ist der bivalente Rest D vorzugsweise ausgewählt unter einer chemischen Bindung, CH2, NH, SO2, Ethen-1,2-diyl, S(O)2NH und C(O)NH. Dementsprechend sind die Reste T* in Formel IV vorzugsweise ausgewählt unter den zuvor genannten Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und Rest T-7.
  • In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 haben R3 und R3a vorzugsweise die zuvor genannten Bedeutungen. Insbesondere stehen in Formel T-1 R3 und R3a jeweils für Wasserstoff, OH oder COOH. In Formel T2 steht R3 vorzugsweise für Wasserstoff und R3a steht vorzugsweise für eine Sulfonylgruppe. In der Formel T-3 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. In der Formel T-4 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. In der Formel T-5 stehen R3 und R3a vorzugsweise für SO3H. In der Formel T-6 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff. In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5 und T-6 sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe D angeordnet.
  • Beispiele für bevorzugte Reste T-1 sind die zuvor genannten Reste T-1.1, T-1.2, T-1.3 und T-1.4. Beispiele für bevorzugte Reste T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 sind die zuvor genannten Reste T-2.1, T-2.2, T-3.1, T-4.1, T-5.1, T-6.1, T-7.1, T-7.2, T-7.3, T-7.4 und T-7.5.
  • Unter den Farbstoffen der Formel IV sind insbesondere solche bevorzugt, worin r und s jeweils für 1 stehen Farbstoffe der Formel IVa). Insbesondere sich solche der Formel IVa bevorzugt, worin die beiden Sulfonylgruppen in der 2 bzw. der 7-Position des Naphthalinrings angeordnet sind. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
  • Figure 00310001
  • In Formel IVa haben A, Kk, X, Y und T* die zuvor genannten Bedeutungen, insbesondere die als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere steht T* für einen der Reste T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 oder T-7 worin die Verknüpfungspunkte # vorzugsweise in para-Position zur Gruppe D angeordnet sind und worin R3a und R3 vorzugsweise eine der als bevorzugt angegebenen Bedeutungen aufweisen. Insbesondere steht einer der beiden Reste X oder Y für OH und der verbleibende Rest X oder Y steht für Wasserstoff oder für einen der folgenden Substituenten: NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 3 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann; Insbesondere ist der verbleibende Rest X oder Y ausgewählt unter Wasserstoff, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino, Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, speziell unter Wasserstoff, NH2, NHCH3, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl, NH-CH2-SO3H und NH-CH2CH2OH. Besonders bevorzugt steht der verbleibende Rest X oder Y für NH2.
  • Beispiele für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel IV sind solche der allgemeinen Formel IVa', worin X, Y, A und T* die in der folgenden Tabelle IV genannten Bedeutungen haben, sowie die Metallkomplexe. Tabelle IV:
    Figure 00310002
    Figure 00320001
  • Erfindungsgemäß enthalten die Farbstoffmischungen wenigstens zwei voneinander verschiedene Farbstoffe, wobei jeder der Farbstoffe eine Gruppe der Formel A aufweist und wobei jeder der Farbstoffe in Form der freien Säure, in Form eines Salzes, in Form eines Metallkomplexes oder in Form eines Salzes eines solchen Metallkomplexxes enthalten sein kann.
  • Erfindungsgemäß sind die in den Mischungen enthaltenen Farbstoffe der Formeln I, II, III oder IV und deren Metallkomplexe anionisch, d. h. sie weisen wenigstens eine, z. B. 1 bis 10, insbesondere 2 bis 6 anionische oder saure funktionelle Gruppen je Farbstoffmolekül auf. Diese Gruppen verleihen den Farbstoffen unter schwach sauren, neutralen oder alkalischen Bedingungen Wasserlöslichkeit. Insbesondere handelt es sich um anionische bzw. saure funktionelle Gruppen, die im wässrigen Medium bei pH-Werten oberhalb 4, unter Bildung anionischer Gruppen dissoziieren. Beispiele für derartige Gruppen sind Hydroxysulfonylgruppen (-SO3H), Carboxylgruppen (COOH) und Hydroxysulfonyloxygruppen (-O-SO3H) sowie die Anionen dieser Gruppen, wobei vorzugsweise wenigstens eine und insbesondere wenigstens zwei dieser Gruppen Hydroxysulfonylgruppen sind. Dementsprechend können die Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV als einbasische oder mehrbasische, vorzugsweise wenigstens 2 basische, z. B. 2 bis 10 oder 2 bis 6 basische Säuren oder Salze vorliegen. Sofern die sauren Gruppen im Farbstoff als anionische Gruppen vorliegen, d. h. der Farbstoff ein Salz ist, versteht es sich von selber, dass der Farbstoff auch die zur Neutralisation erforderlichen Gegenionen umfasst. Geeignete Gegenionen sind insbesondere Alkalimetallionen, speziell Natrium-, Kalium- und Lithium-Ionen sowie Ammoniumionen, z. B. NH4+ und Ammoniumionen, die sich von Mono- Di oder Trialkylaminen oder Mono-, Di- oder Tri(hydroxyalkyl)aminen wie Mono-, Di- oder Triethanolamin ableiten.
  • In den erfindungsgemäßen Mischungen können anstelle oder zusammen mit den Farbstoffen der Formeln I, II, III bzw. IV auch die Metallkomplexe, vorzugsweise Übergangsmetallkomplexe der vorgenannten Farbstoffe, insbesondere Komplexe der Übergangsmetalle der Gruppen VI bis X des Periodensystems und hierunter insbesondere des Cu, Cr, Fe, Ni, Co, Mn, Zn und Cd und deren Salze sowie die Salze dieser Metallkomplexe verwendet werden. Das Molverhältnis von Übergangsmetall zu Farbstoffmolekül in diesen Metallkomplexen liegt üblicherweise im Bereich von 2:1 bis 1:2. In der Regel erfolgt in diesen Farbstoffen die Komplexierung der Metallionen nicht über die vorgenannten anionischen Gruppen sondern über deprotonierte Hydroxylgruppen, über Aminogruppen, Iminogruppen, Stickstoffatome, die in ein aromatischen π-Elektronensystem eingebunden sind, oder über Azogruppen.
  • Die in den erfindungsgemäßen Mischungen enthaltenen Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV sind aus den eingangs zitierten WO 2005/040490 und der WO 2005/121439 bekannt oder können in Analogie zu bekannten Herstellungsverfahren für strukturell ähnliche Farbstoffe, wie sie in dem hier zitierten Stand der Technik sowie in EP 602 562 , EP-A 597 411 , EP-A 592 105 oder DE 43 196 74 , sowie in einschlägigen Monographien beschrieben werden (siehe z. B.: Grundlagen der Synthese von Zwischenprodukten und Farbstoffen. N. N. Woroshzow, Akademie-Verlag, Berlin, 1966 (493–524), Chemie der Azofarbstoffe, H. Zollinger, Birkhäuser-Verlag Berlin 1958, Künstliche organische Farbstoffe und ihre Zwischenprodukte, H. R. Schweizer, Springer-Verlag, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1964 (416–495), H. Baumann, H. R. Hensel, Fortschritte der chemischen Forschung Bd. 7, 1967, 643–761 und darin zitierte Literatur), hergestellt werden.
  • Zur Herstellung der Farbstoffe F wird man in der Regel eine Aminoverbindung der Formel A-NH2
    Figure 00340001
    zunächst diazotieren und dann auf ein entsprechendes Farbstoffvorprodukt kuppeln. Das bei der Reaktion der Aminoverbindung A-NH2 bzw. ihres Diazoniumsalzes mit dem Farbstoff-Vorprodukt erhaltene Reaktionsprodukt kann bereits der Farbstoff sein oder seinerseits ein Vorprodukt für den Farbstoff darstellen, das in Analogie zu bekannten Verfahren zum Farbstoff F weiterverarbeitet wird. Verfahren hierzu sind aus dem hier zitierten Stand der Technik bekannt oder können in analoger Weise zur Herstellung der Farbstoffe der Formeln I, II, III oder IV angewendet werden.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Azofarbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III oder IV und ihrer Metallkomplexe umfasst in der Regel eine mehrstufige Diazotierung/Kupplungs-Sequenz, wobei die jeweilige Farbstoffe durch sukzessives Diazotieren/Kuppeln aufgebaut werden, d. h. die Verknüpfung der einzelnen Bausteine Diazogruppen erfolgt sukzessive, oder durch eine konvergente Synthese, d. h. Molekülgruppen des Farbstoffs, die bereits Azogruppen aufweisen, werden generiert und anschließend über eine weitere Diazotierung/Kupplung mit einem weiteren Molekülteil des Farbstoffs, das ebenfalls bereits eine oder mehrere Azogruppen aufweist, verknüpft.
  • Farbstoffe der Formel 1 können beispielsweise durch sukzessive Kupplung einer Verbindung A-NH2, wie zuvor definiert, und einer Verbindung Dk-NH2 oder Dk-N=N-Ar-NH2 auf eine durch R1 und R2 substituierte Benzolverbindung hergestellt werden.
  • Verbindungen der Formel II werden z. B. durch sukzessives Kuppeln einer Verbindung einer Verbindung A-NH2, wie zuvor definiert, oder einer Verbindung A-N=N-Ar'-NH2, und einer Verbindung Dk-NH2 oder Dk-N=N-Ar-NH2 auf eine durch R1, (SO3H)k und (R2x)m substituierte Naphthalinverbindung hergestellt.
  • Farbstoffe der Formel III können beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass man ein Diamin der Formel T-(NH2)2, worin T die zuvor genannten Bedeutungen aufweist, tetrazotiert (also in das Tetrazoniumsalz überführt), das tetrazotierte Produkt auf eine durch R1 und R2 substituierte Benzolverbindung kuppelt und auf das Kupplungsprodukt das Diazoniumsalz der Verbindung A-NH2 kuppelt. Alternativ kann man zunächst die Verbindung A-NH2 diazotieren und einmal auf eine durch R1 und R2 substituierte Ben zolverbindung kuppelt, und das Umsetzungsprodukt mit dem Tetrazoniumsalz des Diamins der Formel T-(NH2)2 in einer Stöchiometrie von 2:1 umsetzt.
  • Farbstoffe der Formel IV werden beispielsweise dadurch hergestellt, dass man zunächst eine Verbindung A-NH2 diazotiert, auf eine geeignete, durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppelt, und das Kupplungsprodukt mit der mit dem Diazoniumsalz +N2-T*-N=N-Kk umsetzt. Letzteres wird in der Regel durch Umsetzung der Tetrazoniumverbindung von T-(NH2)2 mit der dem Rest Kk zugrundeliegenden Kupplungskomponente KkH in situ hergestellt. Alternativ kann man die Verbindung T-(NH2)2 zunächst in das Tetrazoniumsalz überführen, anschließend mit einem Äquivalent der Kupplungskomponente KkH kuppeln, das dabei erhaltene Kupplungsprodukt, welches noch eine Diazoniumgruppe aufweist, auf die durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppeln und anschließend auf das dabei erhaltene Kupplungsprodukt das Diazoniumsalz der Verbindung A-NH2 kuppeln. Farbstoffe der Formel IV werden insbesondere auch dadurch hergestellt, dass man zunächst die Tetrazoniumverbindung von T-(NH2)2 herstellt und auf eine geeignete, durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppelt, wobei man ein Kupplungsprodukt K1 erhält, worin noch eine Diazoniumgruppe der Tetrazoniumverbindung unreagiert vorliegt. Das Kupplungsprodukt wird dann mit der mit dem Diazoniumsalz +N2-A umgesetzt, wobei man ein Kupplungsprodukt K2 erhält, worin die eine Diazoniumgruppe der Tetrazoniumverbindung nach wie vor vorliegt. K2 wird dann in einem letzten Reaktionsschritt auf die dem Rest Kk zugrundeliegenden Kupplungskomponente KkH gekuppelt, wobei man den Farbstoff der Formel IV erhält.
  • Derartige Verfahren sind aus dem Stand der Technik für anionische Azofarbstoffe bekannt und können analog auf die Herstellung der Farbstoffe I, II, III und IV übertragen werden.
  • Die Diazotierung und die Kupplung der dabei erhaltenen Diazonium- bzw. der Tetrazoniumverbindung erfolgt üblicherweise in einem wässrigen Reaktionsmedium unter pH Kontrolle in an sich bekannter Weise.
  • Sofern die umgesetzten Molekülbauteile bereits eine Gruppe A aufweisen, die einen Rest B der Formel CH2CH2-Q trägt, dann wird der pH-Wert der Reaktionsmischung vorzugsweise einen Wert von pH 8 nicht übersteigen, da anderenfalls eine Abspaltung der Gruppe Q unter Ausbildung einer Vinylgruppe erfolgt.
  • Bei Kupplungen von Diazonium- oder Tetrazonium-Salzen auf eine Naphthalin-Verbindung, die sowohl eine OH-Gruppe als auch eine Aminogruppe trägt und wenigs tens zwei mögliche Kupplungsstellen aufweist, ist zu berücksichtigen, dass bei pH-Werten von höchstens 3 die erste Kupplung regioselektiv in ortho-Position zur Aminogruppe erfolgt, wohingegen bei pH-Werten von pH ≥ 6 eine regioselektive Kupplung in der ortho-Position der OH-Gruppe erfolgt.
  • Die für die Diazotierung/Kupplung erforderlichen Reaktionstemperaturen liegen in der Regel im Bereich von 0°C bis 50°C und insbesondere im Bereich von 0 bis 30°C. Die erforderlichen Reaktionszeiten liegen üblicherweise im Bereich von 5 min bis 2 h und insbesondere im Bereich von 20 min. bis 1 h.
  • Die Umsetzungen erfolgen üblicherweise stöchiometrisch, d. h. die Reaktionspartner werden in der gewünschten Stöchiometrie miteinander umgesetzt. Die einzelnen Reaktanden können jedoch sowohl im Überschuss als auch im Unterschuss, bezogen auf die gewünschte Stöchiometrie eingesetzt werden. Die Abweichung von der gewünschten Stöchiometrie wird in der Regel nicht mehr als 20 mol-% und insbesondere nicht mehr als 10 mol-% betragen. Mit anderen Worten, bei der Umsetzung einer Diazoniumkomponente mit einem Kupplungspartner wird das Molverhältnis der beiden Komponenten im Bereich von 1:1,2 bis 1,2:1 und insbesondere im Bereich von 1,1:1 bis 1:1,1 liegen. Bei der Umsetzung einer Tetrazoniumverbindung mit 2 Moläquivalenten eines Kupplungspartners wird man diesen dementsprechend in einer Menge von 1,6 bis 2,4 mol und insbesondere in einer Menge von 1,8 bis 2,2 mol pro mol Tetrazoniumverbindung einsetzen.
  • Im Anschluss an die Diazotierungs/Kupplungssequenz kann man zur Herstellung der Übergangsmetallkomplexe das gewünschte Übergangsmetallsalz in Form eines geeigneten, vorzugsweise wasserlöslichen Salzes in der stöchiometrisch gewünschten Menge geben und gegebenenfalls auf die zur Komplexierung erforderliche Temperatur, z. B. auf Temperaturen im Bereich von 40 bis 100°C erwärmen.
  • Die Gewinnung des Farbstoffs aus der wässrigen Reaktionsmischung erfolgt in an sich üblicher Weise, beispielsweise durch Eindampfen, insbesondere durch Sprühtrocknung der wässrigen Reaktionsmischung, durch Aussalzen des Farbstoffs und Trocknen des Pressguts. Zur Herstellung einer Flüssigmarke bzw. einer Flüssigformulierung der Farbstoffs kann der Farbstoffpresskuchen, bzw. das beim Eindampfen oder Sprühtrocknen erhaltene Farbstoffpulver aufgelöst werden. Es ist auch möglich, direkt aus der Reaktionslösung eine Flüssigformulierung des Farbstoffs herzustellen. Gegebenenfalls ist es dann für eine ausreichend hohe Farbstoffkonzentration und für die Stabiliät der Flüssigeinstellung erforderlich, eine Dia- und/oder Ultrafiltrationsproezß durch zuführen, um die bei der Herstellung anfallenden anorganischen Salze abzureichern und die Lösung aufzukonzentrieren.
  • Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel I, insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff der allgemeinen Formel I, insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia. In dieser Ausführungsform ist der Farbstoff der Komponente a) vom Farbstoff der Komponente b) verschieden, und unterscheidet sich insbesondere im Rest Dk, z. B. durch den aromatischen Ring, welcher Dk zugrunde liegt, und/oder durch die Art oder Anordnung etwaiger Substituenten am aromatischen Ring. Daneben kann die Farbstoffmischung der ersten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der ersten Ausführungsform einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Beispiele für die erste Ausführungsform sind die folgenden Mischungen 1 bis 4:
    Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c)
    1 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia
    2 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa
    3 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa
    4 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    wobei in den Mischungen 1 bis 4 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III und IV (bzw. Ia, IIa, IIIa und IVa) auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die Mischungen 2, 3 und 4 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel I, insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz oder ein Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist. Daneben kann die Farbstoffmischung der zweiten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der ersten Ausführungsform einen weiteren Farbstoff der allgemeinen Formel I, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia enthalten.
  • Beispiele für die zweite Ausführungsform sind die folgenden Mischungen 5 bis 11:
    Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c)
    5 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa
    6 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa
    7 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    8 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa
    9 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    10 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    11 Farbstoff der Formel I, insbesondere der Formel Ia Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    wobei in den Mischungen 6 bis 11 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III und IV (bzw. Ia, IIa, IIIa und IVa) auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die Mischungen 6, 7, 9 und 11 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel II, insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von II bzw. IIa als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff der allgemeinen Formel II, insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von II bzw. IIa. In dieser Ausführungsform ist der Farbstoff der Komponente a) vom Farbstoff der Komponente b) verschieden, und unterscheidet sich insbesondere im Rest Dk, z. B. durch den aromatischen Ring, welcher Dk zugrunde liegt, und/oder durch die Art oder Anordnung etwaiger Substituenten am aromatischen Ring. Daneben kann die Farbstoffmischung der dritten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der dritten Ausführungsform einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Beispiele für die dritte Ausführungsform sind die folgenden Mischungen 12 bis 14:
    Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c)
    12 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa
    13 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa
    14 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    wobei in den Mischungen 12 bis 14 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln II, III und IV (bzw. IIa, IIIa und IVa) auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die Mischungen 13 und 14 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, 111 und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel II, insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von II bzw. IIa als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist. Daneben kann die Farbstoffmischung der vierten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der vierten Ausführungsform einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Beispiele für die vierte Ausführungsform sind die folgenden Mischungen 15 bis 18:
    Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c)
    15 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa
    16 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    17 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    18 Farbstoff der Formel II, insbesondere der Formel IIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    wobei in den Mischungen 15 bis 18 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln II, III und IV (bzw. IIa, IIIa und IVa) auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die Mischungen 16 und 17 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Gemäß einer fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel III, insbesondere der allgemeinen Formel IIIa, oder ein Salz oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von III bzw. IIIa als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist. Hierbei ist der Farbstoff der Formel III in Komponente a) vom Farbstoff der Formel III in Komponente B verscheiden und kann sich beispielsweise im Rest R1, R2 oder in der Gruppe T unterscheiden. Daneben kann die Farbstoffmischung der fünften bevorzugten Ausführungsform noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der fünften Ausführungsform ei nen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • Beispiele für die fünfte Ausführungsform sind die folgenden Mischungen 19 bis 22:
    Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c)
    19 Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IIIa
    20 Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IVa
    21 Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    22 Farbstoff der Formel III, insbesondere der Formel IIIa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa Farbstoff der Formel IV, insbesondere der Formel IVa
    wobei in den Mischungen 19 bis 22 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln III und IV (bzw. IIIa und IVa) auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die Mischungen 21 und 22 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
  • In den erfindungsgemäßen Mischungen richtet sich das Mengenverhältnis und die Art des jeweiligen Farbstoffs der Formeln I, II, III und IV jeweils nach dem gewünschten Farbton, wobei der Fachmann über die Farben der reinen Farbstoffe den zu erzielenden Farbton in leichter Weise abschätzen kann. In der Regel liegt das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu der Gesamtmenge an Farbstoffen der Komponente b), gerechnet jeweils als freie Säure, im Bereich von 2:98 bis 98:2, insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich von 10:90 bis 90:10. Sofern die Farbstoffmischung eine Komponente c) enthält, liegt das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu dem Farbstoff der Komponente b), gerechnet jeweils als freie Säure, in der Regel im Bereich von 2:98 bis 98:2, insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich von 10:90 bis 90:10. Das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu dem Farbstoff der Komponente c), gerechnet jeweils als freie Säure, liegt dann in der Regel im Bereich von 2:98 bis 98:2, insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich von 10:90 bis 90:10. Insbesondere machen die Farbstoffe der Komponenten a), b) und gegebenenfalls c) wenigstens 90 Gew.-% aller Farbstoffbestandteile der Mischung aus oder sind alleinige Farbstoffbestandteile der erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen. Sofern die Farbstoffmischungen weitere Farbstoffe enthalten, handelt es sich bei den weiteren Farbstoffen vorzugsweise ausschließlich um solche der allgemeinen Formeln I, II, III oder IV, insbesondere um solche der Formeln Ia, IIa, IIIa oder IVa, oder um deren Salze, deren Metallkomplexe oder um die Salze dieser Metallkomplexe.
  • Die erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen sind in besonderer Weise zur Färbung von Leder geeignet. Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung von Farbstoffmischungen, wie hier beschrieben oder in den Patentansprüchen dargelegt, zum Färben von Leder, insbesondere zum Färben unter alkalischen Bedingungen, d. h. bei pH-Werten von wenigstens 7,5, häufig bei pH-Werten im Bereich von 7,5 bis 12, insbesondere 8 bis 11 und besonders bevorzugt, 8,5 bis 10,5.
  • Die Erfindung betrifft daher auch ein Verfahren zum Färben von Leder, umfassend die Behandlung des Leders mit einer wässrigen Färbeflotte, die einen pH-Wert von wenigstens 7,5, häufig pH-Werte im Bereich von 7,5 bis 12, insbesondere 8 bis 11 und besonders bevorzugt 8,5 bis 10,5 aufweist und eine erfindungsgemäße Farbstoffmischung, wie hier beschrieben, enthält. Durch den alkalischen pH-Wert wird eine Fixierung der in der Mischung enthaltenen Farbstoffe auf dem Leder erreicht, da unter diesen Bedingungen die Gruppe A mit den Aminogruppen des Leders unter Ausbildung einer kovalenten Bindung reagiert.
  • Um den für die Fixierung alkalischen pH-Wert zu erhalten, können beliebige Alkalien und Puffersysteme eingesetzt werden. Beispielhaft zu nennen sind Alkalimetallcarbonate und -hydrogencarbonate wie Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat, weiterhin Alkalimetallhydroxide wie Natronlauge, Natriummetasilikat, Pyrophosphate wie Natrium- oder Kaliumpyrophosphat, Trikaliumphosphat, Trinatriumphosphat, Borax/Natronlauge-Puffer und Phosphat-Puffer.
  • Die zur Fixierung der Farbstoffe erforderlichen Temperaturen betragen vorteilhafterweise nicht mehr als 60°C, insbesondere nicht mehr als 50°C, und besonders bevorzugt nicht mehr als 40°C, so dass ein schonendes Färben des Leders möglich ist. In der Regel wird man die Färbung bei Temperaturen von wenigstens 10°C, vorzugswei se wenigstens 20°C, insbesondere wenigstens 30°C durchführen um eine hinreichende Reaktionsgeschwindigkeit zu erzielen und somit den Färbevorgang zu beschleunigen. Grundsätzlich sind jedoch auch niedrigere Temperaturen möglich. Für organisch gegerbte Leder ist der bevorzugte Temperaturbereich 15 bis 50°C und besonders 30 bis 40°C. Für mit Metalloxiden gegerbte Leder ist ein Temperaturbereich von 15 bis 60°C und besonders 30 bis 50°C bevorzugt.
  • Für eine ausreichende Fixierung sind in der Regel abhängig vom pH-Wert und der Temperatur Behandlungsdauern von 0,5 h bis 4 h erforderlich. Die erforderlichen Behandlungsdauern kann der Fachmann anhand einfacher Routineexperimente für den jeweils eingesetzten Farbstoff ermitteln. insbesondere bei stark alkalischen pH-Werten im Bereich von 9,5 bis 11, insbesondere bei 9,5 bis 10,5 beträgt die Färbedauer vorzugsweise nicht mehr als 2 h, z. B. 0,5 bis 2 h.
  • Bei der Färbung können auch Salze, beispielsweise Glaubersalz zugesetzt werden.
  • Üblicherweise wird die Farbstoffmischung je nach gewünschter Farbtiefe in einer Menge von wenigstens 0,05 Gew.-%, häufig wenigstens 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des eingesetzten Leders bzw. Halbfertigprodukts, eingesetzt, wobei die hier angegebenen Menge auf die Farbstoffe einschließlich Synthesesalze und gegebenenfalls vorhandenes Stellmittel beziehen. Bezogen auf die farbigen, chemisch-organischen Bestandteile, wird man Farbstoffmischung üblicherweise in einer Menge von wenigstens 0,01 Gew.-%, häufig wenigstens 0,05 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des eingesetzten Leders bzw. Halbfertigprodukts, einsetzen. In der Regel wird man die Farbstoffe, gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze und gegebenenfalls vorhandenes Stellmittel, in einer Menge bis 20 Gew.-%, bzw. in einer Menge von bis zu 15 Gew.-%, gerechnet als farbige organisch-chemische Bestandteile und bezogen auf das Falzgewicht einsetzen, wobei auch größere Farbstoffmengen eingesetzt werden können. Zur Erreichung heller Töne wird man die Farbstoffmischung typischerweise in Mengen von 0,05 bis 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des Leders bzw. Halbfertigprodukts und gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze einsetzen. Zur Erreichung mittlerer Töne wird man den Farbstoffmischung typischerweise in Mengen von 0,8 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 bis 8 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des Leders bzw. Halbfertigprodukts und gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze einsetzen. Zur Erreichung tiefer (intensiver) Töne wird man die Farbstoffmischung typischerweise in Mengen von 6 bis 20 Gew.-%, insbesondere 8 bis 16 Gew.-%, bezogen auf das Falz gewicht des Leders bzw. Halbfertigprodukts und gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze einsetzen.
  • Die wässrige Flotte kann übliche anionische Färbehilfsmittel, nichtionische oberflächenaktive Substanzen sowie für die Nachgerbung üblicherweise eingesetzte Wetend-Chemikalien, beispielsweise Gerbstoffe, z. B. polymere Nachgerbstoffe, synthetische Nachgerbstoffe, pflanzliche Gerbstoffe (Vegetabilgerbstoffe) sowie Fettungsmittel (Fettlicker) und Hydrophobiermittel enthalten. Wegen weiterer Details hierzu wird auf die WO 2005/040490 und die WO 2005/121439 verwiesen.
  • Als Nachgerbstoffe kommen für das erfindungsgemäße Verfahren alle handelsüblichen Systeme in Frage, z. B. Vegetabilgerbstoffe, Mineralgerbstoffe, Füllstoffe, synthetische Gerbstoffe (Synthane), Harzgerbstoffe, Polymergerbstoffe, Aldehyde, Dispergiermittel wie in US 5, 186 846 beschrieben und dergleichen:
    Als Gerbstoffe können außerdem alle handelsüblichen Gerbstoffe wie beispielsweise Chromgerbstoffe, mineralische Gerbstoffe, Synthane, Polymergerbstoffe und vegetabile Gerbstoffe eingesetzt werden, wie sie z. B. in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Band A 15 Seite 259 bis 282 und insbesondere Seite 268 ff, 5. Auflage, (1990), Verlag Chemie Weinheim, beschreiben werden. Handelsübliche Gerbstoffe können auch Mischungen der verschiedenen Gerbstoffklassen sein.
  • Als Fettungsmittel können alle in der Lederherstellung üblichen Fettungsmittel eingesetzt werden, insbesondere alle handelsüblichen Fettungsmittel. Fettungsmittel enthalten naturgemäß mindestens eine hydrophobe Substanz, die auf einem Kohlenwasserstoff basiert, beispielsweise auf einem natürlichen oder synthetischen Wachs, einem nativem oder synthetischen Öl oder auf einem nativen oder synthetischen Fett. Als Kohlenwasserstoffbasis für Fettungsmittel kommen auch Polyisobuten-basierte Substanzen in Betracht.
  • Als Hydrophobiermittel können im erfindungsgemäßen Verfahren alle für die Lederherstellung bekannten Hydrophobiermittel eingesetzt werden, insbesondere handelsübliche Systeme, wie sie in M. Hollstein: Bibliothek des Leders, Band 4–Entfetten, Fetten, Hydrophobieren von Leder, 1983 beschrieben werden.
  • Neben anderen Fettungsmittelbestandteilen sind siliconbasierte Hydrophobiermittel und Hydrophobiermittel auf der Basis von Copolymeren von alpha-Olefinen mit Dicarbonsäureanhydriden umfangreich beschrieben worden, z. B. in EP-A 213480 , WO 95/22627 , WO 98/04748 , EP-A 1087021 und WO 01/68584 . Weitere Beispiele für Hydrophobiermittel findet man in WO 93/17130 und EP-A 372746 .
  • Art und Menge von eingesetzten, Gerbmitteln, Fettungsmitteln und Hydrophobiermitteln hängen von der Art des herzustellenden Lederartikels, der Art der Gerbung (Mineralgerbung oder metallfreie Gerbung), dem gewünschtem haptischem Profil und gefordertem physikalischem Verhalten in an sich bekannter Weise ab.
  • Dementsprechend setzt man zur Herstellung des Leders Gerbstoffe in den folgenden Mengen ein:
    Polymergerbstoff (als Lösung eingestellt) in Mengen bis zu 20 Gew.-%, häufig 3–8 Gew.-% und/oder
    Synthane (als Pulver gerechnet) in Mengen bis zu 30 Gew.-%, häufig 4–12 Gew.-%, und/oder
    Harzgerbstoff (als Pulver gerechnet) bis zu 15 Gew.-%, häufig 3–6 Gew.-% und/oder bis zu 30 Gew.-% vegetabilem Gerbstoff, häufig 4–12 Gew.-%
    wobei die Gesamtmenge an Gerbstoff üblicherweise bis 40 Gew.-%, z. B. 4 bis 40 Gew.-% und häufig 10 bis 40 Gew.-% beträgt, wobei alle Angaben auf das Feuchtgewicht des Leders bezogen sind.
  • Fettungs und Hydrophobiermittel werden üblicherweise in den folgenden Mengen eingesetzt: bis zu 20 Gew.-% Fettungsmittel, häufig 6–12 Gew.-% und bis zu 20 Gew.-% Hydrophobiermittel, häufig 4–8 Gew.-%, jeweils auf das Feuchtgewicht des Leders bezogen.
  • Die Färbung kann sowohl einstufig als auch in 2 Stufen durchgeführt werden. Bei einer zweistufigen Färbung wird man zunächst in einer ersten Stufe das Leder mit der farbstoffhaltigen Flotte bei pH-Werten unterhalb 7,5, z. B. pH 3 bis 7,4 und vorzugsweise bei pH-Werten im Bereich von 4 bis 7,4 behandeln. Dieser Schritt dient zur gleichmäßigen Verteilung des Farbstoffs im Lederquerschnitt. Anschließend wird man in der zweiten Stufe bei pH-Werten von wenigstens 8, z. B. 8 bis 11, insbesondere 8,5 bis 10,5 und speziell 8,5 bis 10 den Farbstoff in der oben beschriebenen Weise fixieren. Es ist auch möglich die Färbung in einem Einstufenverfahren durchzuführen ohne eine Verteilungsstufe der Fixierstufe vorzuschalten.
  • Gegebenenfalls wird man im Anschluss an die Färbung einen Waschprozess durchführen, um nicht chemischen gebundenen Farbstoff sowie im Farbstoff enthaltene Verunreinigungen, beispielsweise Farbstoffe, die keine Gruppe A enthalten, zu entfernen. Dieser Waschprozess ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da in vielen Fällen bereits eine quantitative oder nahezu quantitative Fixierung des Farbstoffs vorliegt. Sofern man einen Waschprozess nachschaltet, wird man nach dem Färben das Leder 1 oder mehrere Male, z. B. 1 bis 6 mal und insbesondere 1 bis 4 mal mit Wasser waschen. Die Menge an Wasser wird in der Regel nicht mehr als 300 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des Halbfertigprodukts, z. B. 100 bis 300 Gew.-% betragen. Die Waschdauer des einzelnen Waschschritts wird üblicherweise 5 bis 60 min. und insbesondere 10 bis 30 min. betragen.
  • Im Waschprozeß können auch nichtionische, anionische, kationische oder auch zwitterionische Hilfsmittel eingesetzt werden. Bevorzugt sind handelsübliche ionische Hilfsmittel z. B auf Basis von Polyvinylformamiden, Polyvinylpyrolidonen, Vinylpyrolidon/Vinylimidazol-Copolymeren oder auf Kondensaten von Dicarbonsäure oder Dicarbonsäureanhydride mit Aminen oder von Naphthalinsulfonsäure mit Formaldehyd basieren können. Derartige Hilfsmitte werden beispielsweise in EP 0459 168 , EP 0 520 182 , US 5,342,916 und US 5,186 846 beschrieben.
  • Der Einsatz von Hilfsmitteln ist dann besonders sinnvoll, wenn im Farbstoffgemisch farbige Nebenprodukte enthalten sind oder wenn während der Fixierung farbige Nebenprodukte entstanden sind. Die Hilfsmittel stellen sicher, daß nicht mehr als dreimal, möglicherweise nur zweimal oder im Idealfall nur einmal gewaschen werden muß, um alle farbigen Nebenkomponenten quantitativ oder nahezu quantitav zu entfernen.
  • Die Lederfärbung inklusive Nachgerbung, Fettung und Nachbehandlung erfolgt im übrigen in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Färben im Walkfass oder in der Haspel. Derartige Verfahren sind ausführlich im Stand der Technik beschrieben, z. B. in: "Bibliothek des Leders", Band 3 (Gerbmittel, Gerbung und Nachgerbung) [1985], Band 4 (Entfetten, Fetten und Hydrophobieren bei der Lederherstellung) [1987] & Band 5 (Das Färben von Leder) [1987] Umschau Verlag; "Leather Technicians Handbook", 1983, von J. H. Sharphouse, publiziert von Leather Producers Association; und "Fundamentals of Leather Manufacturing", 1993, von E. Heidenmann, publiziert von Eduard Roether KG.
  • Die Färbung wird üblicherweise nach der Vorgerbung, d. h. vor, während oder nach der Nachgerbung durchgeführt. Die Färbung kann sowohl im gleichen Bad wie die Nachgerbung als auch in einem separaten Bad erfolgen. Vorzugsweise erfolgt die Färbung vor der Nachgerbung. Vorzugsweise erfolgt nach der Färbung und vor der Nachgerbung und Fettung einer oder mehrere der oben beschriebenen Waschschritte.
  • Dem Färbe- und Nachgerbvorgang schließt sich in der Regel ein Fettungsvorgang an, um die gewünschten haptischen Eigenschaften des Leders einzustellen. Nachgerbung und Fettung können jedoch auch in einem Prozessschritt durchgeführt werden. Der Verfahrensschritt Fettung kann an beliebiger Stelle des Wetendprozesses durchgeführt werden, bevorzugt ist die Durchführung am Ende des Wetendprozesses.
  • In der Regel wird man sowohl die Fettung als auch die Nachgerbung am Ende des Prozesses durch Absäuern fixieren, d. h. nach Färbung und gegebenenfalls Nachgerbung und Fettung folgt ein abschliessendes Absäuern. Üblicherweise wird man zum Absäuern den pH Wert des wässrigen Behandlungsbads durch Zugabe einer Säure, insbesondere Ameisensäure, auf einen Wert unterhalb 3,7 einstellen.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können grundsätzlich alle Ledertypen, d. h. nicht nachgegerbte Halbfertigprodukte wie Metalloxid-gegerbtes Leder (wet-blue bei Chromoxid-Gerbung und wet-White bei Aluminiumoxid-Gerbung) und organisch, z. B. Aldehyd-gegerbtes Leder (wet-white) bwz. pflanzlich gegerbtes Leder, sowie nachgegerbte Halbfertigprodukte wie Borke oder Crustleder gefärbt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht insbesondere die Herstellung von gefärbten Ledern für beliebige Lederartikel, beispielsweise aus den Bereichen Schuh, Bekleidung, Automobil, Handschuh und Möbel. Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt auch die Herstellung von Taschenleder und von Reptilienleder für Accessoirs. Die Einstellung der für den jeweiligen Lederartikel geforderten haptischen, mechanischen und physikalischen Eigenschaften erfolgt in an sich bekannter Weise durch eine für den jeweiligen Artikel geeignete Auswahl von Hilfsmitteln, Fettungsmitteln, Hydrophobiermitteln und Nachgerbstoffen.
  • Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefärbte Leder zeichnet sich auch bei sehr hoher Farbtiefe bzw. intensiven Färbungen durch ein exzellentes Echtheitsniveau und hohe Egalität aus. Besonders herausragend sind Reibechtheiten und insbesondere Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten, was bei konventionell gefärbten Ledern nicht oder nur in sehr viel geringerem Ausmaß erreicht werden kann. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefärbten Leder zeigen in Migrationsechtheitstests selbst bei hoher Feuchtigkeit und hohen Temperaturen, d. h. oberhalb 50°C, z. B. 60 bis 100°C keine oder nahezu keine Anschmutzung des Kontaktmaterials.
  • Qualitative und quantitative Bestimmung über UV/VIS Spektroskopie und HPLC zeigen, dass mit den erfindungsgemäßen Farbstoffen der Formel Fixiergrade zwischen 70 und 100% und häufig oberhalb 80% oder gar 90% erreicht werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie einzuschränken: Färbevorschriften:
    Alle Angaben in Teilen sind als Gewichtsteile zu verstehen. Alle Angaben bezüglich Gerbstoffen, Hydrophobiermitteln, Fettlickern und Hilfmsitteln beziehen sich auf handelsübliche Produkte (Handelsware). Die Angaben bezüglich Farbstoff beziehen sich auf die Gesamtmenge an farbigen, organisch-chemischen Bestandteilen, gegebenenfalls herstellungsbedingt vorhandenen Salzen (Synthesesalze) und gegebenenfalls vorhandenen Stellmitteln.
  • Die Fixierausbeute wurde qualitativ mittels HPLC- und quantitativ mittels UV-VIS-spektroskopische Untersuchung der Färbeflotte bestimmt. Hierzug werden 5 ml Proben nach der Färbung (pH < 7), nach 60 min, 120 min, 180 min Fixierung (pH > 7) und von jede Waschwasserflotte genommen und mit 1 ml Ameisensäurelösung auf pH 3–4 gestellt. Die Proben wurden mittels HPLC auf Farbstoff und seine Hydrolyseprodukte hin untersucht. Die Untersuchung erfolgte an HPLC Säulen Nucleodur C18 Gravity 3μ, CC70/2 und Hypersil 120-5 ODS, CC100/2 von der Firma Macherey-Nagel. Als Eluenten dienten Acetonitril/Puffer (1,6 g Tetrabutyammoniumhydrogensulfat, 6 g Dikaliumhydrogenphosphat-trihydrat in 1 L Wasser).
  • Die Bestimmung der Echtheiten erfolgte nach den folgenden, international anerkannten Normen:
    • Schweißechtheit: in Anlehnung an Veslic C4260
    • Waschechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 15703
    • Migrationsechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 15701, sowie durch 16 h Lagern bei 85°C in einer Feuchte von 95% unter ansonsten analogen Bedingungen zu DIN EN ISO 15701
    • Reibechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 105–X12 (Crockmeter, Reibung mit Baumwollgewebe) sowie in Anlehnung an DIN EN ISO 11640 (Veslic, Reibung mit Filz)
    • Maeser: in Anlehnung an ASTM D 2099
    • Penetrometer: in Anlehnung an DIN EN ISO 5403
    • Wasserdampfdurchlässigkeit: in Anlehnung an DIN EN ISO 14268
    • Dauerbiegefestigkeit: in Anlehnung an DIN EN ISO 5402
    • Stichausreißversuch: in Anlehnung an DIN 5331
    • Weiterreißversuch: in Anlehnung an DIN EN ISO 3377
    • Zugfestigkeit: in Anlehnung an DIN EN ISO 3376
  • Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen Fettungsmittel (F):
    • F1: wässrige Emulsion von Pflanzenölen und sulfitierten Fischölen.
    • F2: wässrige Zubereitung auf Basis des Natriumsalzes eines anionsichen Vinylpolymerisats und einem nichtionischen Tensid (ethoxylierte Ölsäure).
    • F3: wässrige Zubereitung auf Basis modifizierter Fettsäuren.
    • F4: wässrige Zubereitung auf Basis synthetischer Öle und Phosphorsäureestern ethoxylierter Fettalkohole, enthaltend, Fettalkoholsulfonate und Butyldiglykol.
    • F5: wässrige Zubereitung auf Basis bisulfitierter Fischöle (Natriumsalze) und den Hydrolysaten sulfochlorierter Paraffinöle, ethoxiliertem Isotridecanol.
    • F6: wässrige Zubereitung auf Basis der Natriumsalze sulfonierter pflanzlicher Öle und modifizierter synthetischer Öle und Polymer.
    • F7: wässrige Zubereitung auf Basis sulfatierter Fettsäureester.
    • F8: wässrige Zubereitung auf Basis von nichtionischen Tensiden, sulfitierten Ölen (Natriumsalz).
    • F9: Mischung von Tensiden auf Basis von Paraffinsulfonat, Alkylphosphat und Monoalkylsulfat in Form einer Zubereitung der Ammoniumsalze in Lösungsmittel/Wasser.
    • F10: wässrige Zubereitung eines sulfitierten, oxidierten Fischöls
    • F11: anionische Kombination sulfitierter Ester auf Basis nachwachsender Rohstoffe
  • Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen Hydrophobiermittel (H):
    • H1: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen, funktionalisierten Polysiloxanen, N-Oleoylsarkosin-Na-Salz.
    • H2: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen, modifizierten Silikonen, N-Oleoylsarkosin-Na-Salz
    • H3: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen und anionischen Tensiden.
    • H4: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisierten Polysiloxanen und einem Emulgatorsystem
    • H5: wässrige Zubereitung auf Basis von modifiziertem Silikon mit einem Salz eines Vinylpolymeren.
    • H6: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisiertem Polysiloxan mit anionischen Tensiden.
    • H7: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisiertem Polysiloxan.
    • H8: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen und den Natriumsalzen anionischer Tenside.
  • Der im folgenden bei den Nachgerbstoffen und bei den Hilfsmitteln verwendete Begriff ”Mischung” kann sowohl bedeuten, dass die Mischung durch Vermischen der Kompo nenten bei Raumtemperatur und Normaldruck als auch durch Mischen bei erhöhten Temperaturen und Drücken für einen kurzen bis längeren Zeitraum hergestellt wird.
  • Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen Nachgerbstoffe (G):
    • G1: Kondensationsprodukt aus Phenolsulfonsäure, Formaldehyd und Anilin in Form des Natriumsalzes.
    • G2: Wässrige Zubereitung des Natriumsalzes eines Kondensationsprodukt aus Phenolsulfonsäure, Formaldehyd und Anilin.
    • G3: Wässrige Zubereitung einer Mischung eines Natrium-/Ammoniumsalzes eines Kondensationsprodukts aus Phenolsulfonsäure, Formaldehyd, Melamin, Harnstoff, und Anilin mit einem amphoteren Copolymerisat auf Basis von Acrylsäure und einem basischen Monomeren.
    • G4: wässrige Zubereitung des Ammoniumsalzes eines Kondensationsprodukts von Phenol, Phenolsulfonsäure und Formaldehyd.
    • G5: Natriumsalz eines Kondensationsprodukts auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon, Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd.
    • G6: wässrige Lösung eines Natrium-/Ammoniumsalzes eines Kondensationsprodukts auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon, Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd.
    • G7: hochmolekulares Kondensationsprodukt auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon, Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd in Form des Natriumsalzes.
    • G8: Wässrige Zubereitung auf Basis einer Mischung des Natrium-/Ammoniumsalzes eines niedermolekularen Kondensationsprodukt auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon, Harnstoff und Formaldehyd mit einem niedermolekularen Kondensationsprodukt aus Diphenylsulfon mit Formaldehyd.
    • G9: Fettgerbstoff auf Basis eines modifizierten Paraffins (C16-C34-Alkyl-Sulfochlorid).
    • G10: Wässrige Zubereitung auf Basis eines Copolymers von Acrylsäure mit Acrylnitril und einem Amin.
    • G11: Mischung eines Naphthalinsulfonsäure-Melamin-Kondensats mit Hydroxymethansulfonat und Harnstoff.
    • G12: 24 gew.-%ige Lösung von Glutardialdehyd in Wasser.
    • G13: 50 gew.-%ige Lösung von Glutardialdehyd in Wasser.
    • G14: Wässrige, lösungsmittelhaltige Zubereitung auf Basis eines aldehydbasierten polymeren Gerbmittels (Kondensationsprodukt von Formaldehyd und und Glutardialdehyd).
    • G15: Wässrige Zubereitung auf Basis eines Copolymers von Acrylsäure mit Acrylnitril.
    • G16: Wässrige Zubereitung auf Basis einer niedermolekularen Polyacrylsäure (Mn < 8000, Zahlenmittel).
    • G17: Wässrige Zubereitung auf Basis einer hochmolekularen Polyacrylsäure (Mn > 40000, Zahlenmittel).
    • G18: Wässrige Zubereitung auf Basis von Polymethacrylsäure.
    • G19: Wässrige Zubereitung eines Copolymeren aus Maleinsäure und Styrol
    • G20: Chromsyntan (Mischung eines Kondensationsprodukts auf Basis eines aromatischen Oligosulfons und einer Chrom-Zubereitung)
    • G21: Tara.
    • G22: Mimosa.
    • G23: Kastanie.
    • G24: schwach maskierter Chromgerbstoff mit einem Gehalt an Cr2O3 von 24 Gew.-% und einer Basiszitat von 40%.
    • G25: flüssige Zubereitung von Tetrakis(hydroxymethyl)phosphoniumchlorid und -sulfat
    • G26: 4,4-Dimethyl-1,3-oxazolidin.
    • G27: 1-Aza-3,7-dioxybicyclo-5-ethyl[3.3.0]octan.
    • G28: Mischung eines Polykondensationsprodukts auf Basis von Harnstoff und Formaldehyd mit einem Polykondensationsprodukt auf Basis von Phenol und Formaldehyd.
    • G29; 30 gew.-%ige wässrige Formaldehydlösung.
    • G30: Mineralgerbstoffmischung auf Basis von Aluminiumhydroxid in einer Menge von 14 Gew.-% (gerechnet als Al2O3) und 3 Gew.-% Chromsalze (gerechnet als Cr2O3)
    • G31: Quebracho
    • G32: Mischung eines Harnstoff und Formaldehyd basierten Kondensationsprodukt mit Natriumsalze organischer Sulfonsäuren
    • G33: Basicher Aluminiumkomplex
    • G34: Basisches Chrom(III)-sulfat
    • G35: Wässrige Emulsion eines polymerbasierten Fettgerbstoffes
  • Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen Hilfmittel (HM):
    • HM1: Mischung von Hydroxymethansulfonat mit dem Natriumsalz eines Kondensationsprodukts aus Naphthalinsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd.
    • HM2: Mischung ethoxilierter Alkylamine (C16-C18).
    • HM3: wässrige Zubereitung eines teilhydrolysierten Poly-N-vinylformamid, schwach kationisch.
    • HM4: wässrige Zubereitung eines anionisch modifizierten Copolymerisats.
    • HM5: Hydroxymethylierter Harnstoff.
    • HM6: Mischung auf Bais aromatischer Sulfonsäuren als Natriumsalze, Phenol, Formaldehyd und Harnstoff.
    • HM7: wässrige Zubereitung eines kationischen, aminogruppenhaltigen Polykondensats.
    • HM8: EDTA = Ethylendiamintetraessigsäuredianion
    • HM9: Alkoxyliertes Alkohol mit emulgierenden Eigenschaften
    • HM10: Komplexbildendes Entkälkungsmittel aus sueren Salzen mehrwertigen aromatischen Säuren
    • HM11: Natriumsalz eines Alkansulfonates
    • HM12: Bakterienprotease
    • HM13: Fungizide
  • Die folgenden Färbebeispiele sind exemplarisch zu verstehen und es kann jede erfindungsgemäße Farbstoffmischung nach der hier angegebenen Vorschriften zur Lederfärbung verwendet werden. In den folgenden Beispielen sind alle Mengenangaben in Teilen als Gewichtsteile zu verstehen, sofern nichts anderes angegeben wird.
  • Beispiel 1:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0 mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser, 4 Teilen Chromgerbstoff G24 und 4 Teilen Harzgerbstoff G28 30 Minuten bei 35°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1 Teile Natriumformiat zugeben und nach 60 Minuten ein pH-Wert von 3,8 erreicht. Danach wurde durch Zugabe von 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat nach einer Walkzeit von 30 Minuten ein pH-Wert von 4,2 erreicht. Nach einer Zugabe von weiteren 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit von 60 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erreicht. Es wurde für weitere 12 Stunden nachchromiert, anschließend wurde die Flotte abgelassen und mit 200 Teilen Wasser bei 35°C 10 Minuten gewaschen.
  • Die so nachchromierten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 60°C für 2–3 Minuten vakuumgetrocknet, für 2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet, gestollt, auf 1,8 mm nachgefalzt und mit 220–240 mm Schleifpapier als Nubuck geschliffen.
  • Das Nubuck Crustleder wurde zweimal mit je 200 Teilen Wasser bei 40°C für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 1,5 Teilen Natriumhdyrogencarbonat wurde noch 15 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 4 Teile Farbstoff I.38 und 4 Teile Farbstoff III.5 gegeben und 40 Minuten bei pH 6,8 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 8,5 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 9,9 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert von 5,5 eingestellt, nach Zugabe von 50 Teilen 60°C heißem Wasser wurde mit 6,5 Teilen des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teilen des Hydrophobiermittels H4 sowie 0,3 Teilen des polymeren Hilfsmittels HM4 60 Minuten bei 50°C gefettet. Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 50 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure auf 3,5 ab und walkte 55 Minuten.
  • Zu einer Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,4 Teilen Ameisensäure wurde nach einer Walkzeit von 5 Minuten 4 Teile des Chromgerbstoffs G24 zu gegeben und 90 Minuten bei 30°C gewalkt. Zum Schluss wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C 15 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt und hydrophobiert Nubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
  • Es wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukschuhoberleder im Farbton rotstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    6 Teile I.32 2 Teile III.17 Gelbstichiges Mittelbraun
    8 Teile I.13 1,4 Teile I.2 0,6 Teile III.1 Rotstichiges Mittelbraun
    0,9 Teile II.6 3,9 Teile III.7 1,2 Teile IV.6 Rotstichiges Mittelbraun
  • Beispiel 2:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0 mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 0,5 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 30 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 5 Teilen Polymergerbstoff G18 wurde 50 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Nachgerbstoff G1 gegeben und 40 Minuten gewalkt. Der Nachgerbflotte wurden 2 Teile Hydrophobiermittels H3 und 0,2 Teile Hilfsmittel HM4 zugefügt und 60 Minuten gefettet. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 1 Teilen Ameisensäure auf 3,8 ab und walkte 40 Minuten. Nach Ablassen der Flotte wurde mit 200 Teilen Wasser bei 45°C 10 Minuten gewaschen.
  • Die so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 60°C für 2–3 Minuten vakuumgetrocknet, für 2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet, gestollt, auf 1,8–2,0 mm nachgefalzt und mit 220–240 mm Schleifpapier als Nubuck geschliffen.
  • Das Nubuck Crustleder wurde zweimal mit je 200 Teilen Wasser bei 40°C für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 2 Teilen Natriumhdyrogencarbonat wurde nach 15 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 4 Teile Farbstoff I.38 und 4 Teile Farbstoff II.6 und 2 Teile Farbstoff IV.21 gegeben und 40 Minuten bei pH 6,8 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 5 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert von 5,5 eingestellt, nach Zugabe von 50 Teilen 60°C heißem Wasser wurde mit 6,5 Teilen des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teilen des Hydrophobiermittels H4 sowie 0,3 Teilen des polymeren Hilfsmittels HM4 60 Minuten bei 50°C gefettet. Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 50 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure auf 3,5 ab und walkte 55 Minuten.
  • Zu einer Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,4 Teilen Ameisensäure wurde nach einer Walkzeit von 5 Minuten 4 Teile des Chromgerbstoffs G24 zu gegeben und 90 Minuten bei 30°C gewalkt. Zum Schluss wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C 15 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt und hydrophobiert Nubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
  • Es wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukschuhoberleder im Farbton Bordo erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    5 Teile II.4 2,5 Teile IV.16 2,5 Teile IV.11 bordo
    6,4 Teile II.6 1,6 Teile IV.6 bordo
  • Beispiel 3:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Schweinleder der Falzstärke 0,6 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser Wackerfass 20 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser, 4 Teilen Chromgerbstoff G24 und 2 Teilen Gerbstoff G1 20 Minuten bei 30°C und pH-Wert 3,2 nachgerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 2 Teile Fettungsmittel F1 gegeben und 40 Minuten bei 30°C gefettet. Durch Zugabe von 1 Teil Natriumformiat wurde nach 60 Minuten Walkzeit ein pH-Wert von 3,7 erreicht.
  • Zur Nachgerbflotte wurden 2 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und weitere 60 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 0,75 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit von 90 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erreicht. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und die so nachchromierten Leder wurden auf Bock gelegt, naßgespannt und zweimal mit 400 mm Schleifpapier als Velour geschliffen.
  • Das Schweinsvelourcrustleder wurde in einer aus 350 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 3 Teilen Natriumhdyrogencarbonat wurde nach 15 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,3 6 Teile Farbstoff I.46 und 14 Teile Farbstoff II.26 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,0 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 12 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 10,2 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 3 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser, 12 Teilen des Fettungmittels F1 und 3 Teilen des Fettungsmittel F2 wurde 60 Minuten ben 40°C gefettet. Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Ameisensäure auf 3,6 ab und walkte 70 Minuten. Zur Flotte wurden 2 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gewalkt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C 15 Minuten lang gewaschen.
  • Das gefärbt Velourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gemillt und gespannt.
  • Es wurden farbtiefe Velourbekleidungleder im Farbton Rot erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    11 Teile I.48 11,5 Teile II.14 2,5 Teile IV.18 Rotbraun
    14 Teile I.30 3 Teile II.9 3 Teile IV.12 Rotstichiges Dunkelbraun
    17,6 Teile I.38 2,2 Teile II.6 2,2 Teile IV.6 Rotstichiges Dunkelbraun
  • Beispiel 4:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,0–2,2 mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Aldehydgerbstoff G13 60 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Flotte wurden 2 Teile Natriumformiat gegeben, nach einer Walkzeit von 20 Minuten wurden 1,5 Teil Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weiter 15 Minuten bei 35°C neutralisiert. Danach wies die Entsäuerungsflotte einen pH-Wert von 7,3 auf. Zur Neutralisationsflotte wurden 4,2 Teile Farbstoff I.43 und 1 Teil Farbstoff I.5 und 0,8 Teile Farbstoff IV.1 gegeben. Nach einer Walkzeit von 40 Minuten wurde durch portionsweise Zugabe von insgesamt 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde in der Flotte ein pH-Wert zwischen 9,2 und 10,1 und es wurde 90 Minuten bei 35°C gewalkt. Anschließend wurde 10 Minuten gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,2 Teilen Ameisensäure wurde ein pH von 6,3 eingestellt.
  • Das derart gefärbte Leder wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser und 3 Teilen des Hydrophobiermittels H3 5 Minuten bei 45°C gewalkt. Anschließend versetzte man die Flotte mit 5 Teilen des hydrophobierenden Fettungsmittels H5.
  • Nach einer Walkzeit von 15 Minuten wurden 5 Teile des Polymergerbstoffs G18 und 0,5 Teile des Komplexbildners HM8 zugesetzt und 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Vegetabilgerbstoff G31 und 1,5 Teile des Harzgerbstoffs G28 gegeben 20 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von weiteren 5 Teilen Vegetabilgerbstoff G31, 0,5 Teilen des Komplexbildners HM8 und 1,5 Teilen des Harzgerbstoffs G28 wurden weitere 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 2 Teile Hydrophobiermittels H3, 4 Teile des Vegetabilgerbstoffs G31, 4 Teile des Vegetabilgerbstoffs G22 und 2 Teile des Harzgerbstoffs G28 gegeben und 20 Minuten gewalkt.
  • Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teile des Hydrophobiermittel H3, 1 Teil des Fettungsmittels F8 und 0,3 Teile des Hilfsmittels HM4 gegeben und 90 Minuten gefettet. Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 70 Teile Wasser gegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 3 Teilen Ameisensäure auf pH 3,8 ab und walkt 40 Minuten. Das so gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder wurde über Nacht auf Bock gelagert, anschließend ausgereckt, bei 50°C 2 Minuten vakuumiert, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden farbtiefe kompakte Schuhoberleder im Farbton Olivbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    4,8 Teile I.38 0,6 Teile III.7 0,6 Teile IV.5 Olivbraun
    1,2 Teile I.12 4,2 Teile III.8 0,6 Teile IV.13 Dunkles Olivbraun
    0,3 Teile I.2 0,1 Teile III.22 5,6 Teile IV.2 Dunkles Olivgrün
  • Beispiel 5:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindslederspaltes der Falzstärke 1,4–1,6 mm wurde in 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser, 5 Teilen Chromgerbstoff G24 und 4 Teilen Harzgerbstoff G28 30 Minuten bei 30°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1,5 Teile Natriumformiat zugeben und nach 30 Minuten ein pH-Wert von 3,7 erreicht. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und 60 Minuten gewalkt. Danach wurden 100 Teile Wasser zugegeben und 30 Minuten gewalkt. Durch Zugabe von 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde nach einer Walkzeit von 30 Minuten ein pH-Wert von 4,2 erreicht. Nach einer Zugabe von weiteren 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit von 60 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erhalten. Es wurde für weitere 12 Stunden nachchromiert. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und mit 300 Teilen Wasser bei 40°C 10 Minuten gewaschen.
  • Die so nachchromierten Leder wurden in einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 1,5 Teilen Natriumhdyrogencarbonat wurde noch 15 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 9 Teile Farbstoff III..7 und 0,4 Teile Farbstoff IV.7 und 0,6 Teile Farbstoff IV.3 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,0 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 10,0 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 15 Minuten ein pH-Wert von 6,5 eingestellt. Zur Flotten wurden 10 Teile des Hydrophobiermittels H2, 2 Teile des Hydrophobiermittels H8 und 1 Teil des Hilfsmittel HM4 gegeben und 80 Minuten bei 45°C gefettet. Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 7 Teilen Ameisensäure auf 3,7 ab und walkte 45 Minuten.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde 10 Minuten mit 300 Teilen Wasser gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 2 Teilen Chromgerbstoffs G24 und 3 Teilen Mineralgerbstoff G30 wurde 90 Minuten bei 30°C gewalkt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde zweimal mit jeweils 300 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt und hydrophobierte Spaltvelourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, Velour geschliffen, entstaubt, gemillt, gespannt und aufgebürstet.
  • Es wurden farbtiefe hydrophobierte Spaltvelourschuhoberleder im Farbton gelbstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    7,5 Teile I.38 2,5 Teile III.7 Gelbstichiges Mittelbraun
    3,6 Teile I.16 5,9 Teile I.4 2,5 Teile III.17 Gelbstichiges Mittelbraun
    2 Teile I.12 5,6 Teile I.4 2,4 Teile III.17 Gelbstichiges Hellbraun
  • Beispiel 6:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Ziegenleders der Falzstärke 0,6–0,7 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 40°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 0,3 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 40 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 5 Teilen Polymergerbstoff G18 wurde 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 10 Teile Nachgerbstoff G3 und 2 Teile Fettungsmittel F1 gegeben und 60 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 100 Teile Wasser zugefügt und weitere 30 Minuten nachgegerbt. Durch Zugabe von 0,5 Teilen Natriumbicarbonat wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 4,8 erreicht. Es wurde für weitere 12 Stunden nachgegerbt. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C 15 Minuten gewaschen.
  • Die so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 30°C spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 60°C 2 Minuten vakuumgetrocknet, als Velour geschliffen, entstaubt und gewogen.
  • Die folgenden Mengenangaben der Nachgerbprodukte beziehen sich auf das Trockengewicht des Ziegenvelourcrusts.
  • Das Ziegenvelourcrustleder wurde mit 1000 Teilen Wasser bei 40°C für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer aus 500 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Hilfsmittel HM 7 5 Minuten gewalkt. Anschließend wurden 1,5 Teile Natriumformiat zugegeben und 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von 1 weiteren Teil Natriumhdyrogencarbonat wurde nach 10 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,7 8 Teile Farbstoff II.8 und 8 Teile Farbstoff III.6 und 4 Teile Farbstoff IV.17 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,3 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 13 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 800 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 1,1 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 5,9 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in 400 Teilen Wasser, 15 Teilen fettender Gerbstoff G9, 8 Teilen Hydrophobiermittel H2, 5 Teilen Hydrophobiermittel H4 und 0,5 Teilen Hilfsmittel HM4 40 Minuten gefettet. Nach portionsweiser Zugabe von 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 20 Minuten ein pH-Wert von 4,8 eingestellt.
  • Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8, 2 Teile Fettungsmittel F3 und 0,5 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 4,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 45 Minuten ein pH-Wert von 3,3 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 500 Teilen Wasser und 3 Teilen Chromgerbstoff G24 90 Minuten bei 30 nachchromiert. Zum Schluss wurde noch zweimal mit jeweils 800 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte Ziegenvelourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 70% relative Feuchte gemillt, spannrahmengetrocknet und aufgebürstet.
  • Es wurden farbtiefe waschbare Ziegenvelourleder im Farbton Rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    13 Teile II.20 3 Teile III.16 4 Teile IV.17 Rotbraun
    8 Teile I.28 8 Teile II.6 4 Teile IV.4 Rotbraun
  • Beispiel 7
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 0,5 Teile Natriumbicarbonat und 3 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben und 60 Minuten neutralisiert. Nach Ablassen der Flotte wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 45°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1 Teil Polymergerbstoff G19 wurden 40 Minuten bei 45°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Gerbstoff G7, 4 Teile Gerbstoff G32 und 3 Teile Gerbstoff G11 gegeben und 90 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 70 Minuten ein pH-Wert von 3,7 eingestellt. Anschließend wurde mit 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat wurde 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 40°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 2,4 Teile Farbstoff II.8 und 2,4 Teile Farbstoff III.6 und 1,2 Teile Farbstoff IV.17 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,5 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,7 und 10,2 eingestellt und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen des Polymergerbstoffs G19 wurden 10 Minuten bei 45°C nachgegerbt. Zur Flotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F7 und 3 Teile Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten gefettet. Schließlich säuerte man durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure innerhalb von 50 Minuten auf pH 3,5 ab. Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 10 Minuten gespült und anschließend auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet. Es wurden Schuhoberleder im Farbton Rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    0,9 Teile I.38 3,9 Teile II.6 1,2 Teile IV.6 Rotbraun
    3,9 Teile II.20 0,9 Teile III.16 1,2 Teile IV.17 Rotbraun
  • Beispiel 8
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,4 mm wurde in einem aus 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 0,3 Teile Natriumbicarbonat und 50 Minuten neutralisiert. Nach Ablassen der Flotte wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 45°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 1 Teil Hydrophobiermittel H3 und 3 Teilen Hilfsmittel HM4 wurde 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 40 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 1 Teil Hydrophobiermittel H3 und 1 Teil Hilfsmittel HM4 wurden weitere 20 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Polymergerbstoff G18 und 3 Teile Polymergerbstoff G17 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Durch portionsweise Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat wurde 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 40°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Farbstoff I.39 und 4,5 Teile Farbstoff III.15 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,6 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,0 und 9,6 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt.
  • Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 5,8 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer neuen Flotte aus 100 Teilen Wasser, 2,5 Teilen Fettungsmittel F7 und 3,5 Teile Fettungsmittel F4 60 Minuten bei 50°C gefettet.
  • Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure innerhalb von 45 Minuten auf pH 3,4 ab. Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 5 Minuten gespült und anschließend auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 45°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton Orangebraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    2,4 Teile I.43 5,6 Teile III.16 Orangebraun
    1,2 Teile I.7 3,4 Teile I.2 1,4 Teile III.5 Gelbstichiges Hellbraun
  • Beispiel 9
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 4,2 Teile Farbstoff I.43 und 0,8 Teile Farbstoff II.7 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 80 Minuten lang bei 35°C gewalkt.
  • Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,9 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,5 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 5 Teilen des Fettungsmittels F1 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 15 Teile Gerbstoff G6 und 5 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Fettungsmittel F1, 3 Teile Fettungsmittel F3 und 2 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 50°C heißes Wasser zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 2 mal mit 200 Teilen Wasser bei 45°C gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt und leicht gespannt.
  • Es wurden Möbelleder im Farbton dunkles Rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    3 Teile I.17 3 Teile II.25 Gelbstichiges Rot
    0,8 Teile I.1 2,8 Teile II.6 0,4 Teile III.7 Gelbstichiges Rot
    1,8 Teile I.16 4,2 Teile II.1 Braunstichiges Rot
  • Beispiel 10
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise organisch gegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 4,5 Teile Farbstoff I.13 und 0,2 Teile Farbstoff IV.5 und 0,3 Teile Farbstoff IV.6 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,5 und 10,0 eingestellt und 80 Minuten lang bei 35°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,2 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 5 Teilen des Fettungsmittels F1 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 15 Teile Gerbstoff G6 und 5 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Fettungsmittel F1, 3 Teile Fettungsmittel F3 und 2 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 50°C heißes Wasser zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 2 mal mit 200 Teilen Wasser bei 45°C gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt und leicht gespannt.
  • Es wurden organisch gegerbte Möbelleder im Farbton grünstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    4,2 Teile I.48 1,2 Teile II.2 0,6 Teile IV.11 Rotstichiges Dunkelbraun
    1,6 Teile I.33 1,6 Teile III.3 0,8 Teile IV.19 Grünstichiges Dunkelbraun
  • Beispiel 11
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen. In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 30°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 2,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 55 Minuten bei 30°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 4,2 Teile Farbstoff I.5 und 1,3 Teile Farbstoff I.14 und 0,5 Teile Farbstoff IV.25 gegeben und 60 Minuten bei pH 7,2 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,2 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Polymergerbstoff G15 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 2 Teilen des Hydrophobiermittels H3 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Gerbstoff G7 und 4 Teile Harzgerbstoff G11 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4,5 Teile Fettungsmittel F5 und 0,5 Teile Fettungsmittel F8 gegeben und 40 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 40 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 20°C 10 Minuten gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten. vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton grünstichiges Gelbbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    5,4 Teile I.39 0,6 Teile IV.21 0,6 Teile IV.3 Grünstichiges Mittelbraun
    1,6 Teile I.38 1,6 Teile III.7 0,8 Teile IV.6 Grünstichiges Dunkelbraun
    4 Teile I.6 0,7 Teile I.29 0,4 Teile IV.20 Grünstichiges Gelbbraun
  • Beispiel 12
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,6–1,8 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 1 Teile Farbstoff I.4 und 7 Teile Farbstoff IV.1 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 4,5 Teilen Ameisensäure wurde übernacht ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser und 2 Teilen Fettungsmittel F1 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 4 Teilen des Gerbstoffes G5, 3 Teilen des Gerbstoffes G32 und 2 Teilen des Harzgerbstoffes G28 wurden weitere 40 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungs mittel F8 und 1 Teil Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 70 Teile 55°C heißes Wasser zugegeben und 10 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 65 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 1 mal mit 300 Teilen Wasser bei 30°C gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton Olivgrün erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    0,6 Teile I.1 0,3 Teile III.7 9,2 Teile IV.5 Dunkles Olivgrün
    4,8 Teile III.22 1,2 Teile IV.10 Trübes Grün
    4,8 Teile I.38 1,2 Teile IV.6 Dunkles Olivgrün
  • Beispiel 13:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 15 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,8 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 80 Minuten gewalkt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder 1 mal mit 300 Teilen Wasser bei 45°C 15 Minuten gewaschen.
  • Zu einer frisch eingesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser wurde 4 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 40 Minuten bei 45°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 8 Teile Nachgerbstoff G2, 5 Teile Fettungsmittel F1 und 5 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 90 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 100 Teile Wasser zugefügt und weitere 30 Minuten bei 60°C nachgegerbt. Durch Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 3,5 erreicht.
  • Die so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, als Nubuk geschliffen, entstaubt und gewogen.
  • Die folgenden Mengenangaben der Nachgerbprodukte beziehen sich auf das Trockengewicht des Rindnubukcrusts.
  • Das Rindnubukcrusts wurde mit 1000 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Hilfsmittel HM9 bei 40°C für 10 Minuten gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 300 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Hilfsmittel HM7 wurde das Leder bei 40°C 5 Minuten gewalkt.
  • Es wurden 2 Teile Natriumformiat zugegeben und 10 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde 15 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,8 8 Teile Farbstoff I.4 und 3 Teile Farbstoff I.37 und 2 Teile Farbstoff IV.7 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,3 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 12 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 90 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 800 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 2,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 4,0 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in 400 Teilen Wasser, 10 Teilen fettender Gerbstoff G9, 7 Teilen Hydrophobiermittel H2, 3 Teilen Hydrophobiermittel H4 und 0,5 Teilen Hilfsmittel HM4 bei 40°C 40 Minuten gefettet. Nach portionsweiser Zugabe von 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 20 Minuten ein pH-Wert von 4,7 eingestellt.
  • Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8, 0,8 Teile Fettungsmittel F3 und 0,2 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 45 Minuten ein pH-Wert von 3,3 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 500 Teilen Wasser und 2 Teilen Chromgerbstoff G24 und 3 Teilen Minerealgerbstoffmischung G30 90 Minuten bei 30°C nachchromiert. Zum Schluss wurde noch zweimal mit jeweils 800 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen.
  • Das gefärbte Rindnubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 70% relative Feuchte gemillt und spannrahmengetrocknet.
  • Es wurden farbtiefe waschbare Rindnubukleder im Farbton grünstichiges Hellbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    2,5 Teile I.13 8,4 Teile I.1 3,6 Teile III.7 Gelbstichiges Hellbraun
    6,5 Teile I.43 2,5 Teile III.26 1,5 Teile IV.20 Grünstichiges Mittelbraun
    7 Teile I.1 2,2 Teile I.13 0,8 Teile IV.5 Grünstichiges Gelbbraun
  • Beispiel 14:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen. In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 30°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 3 Teile Natriumbicarbonat aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, zugegeben und weitere 25 Minuten bei 30°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 3 Teile Farbstoff I.43 und 3 Teile Farbstoff II.10 und 2 Teile Farbstoff IV.13 gegeben und 60 Minuten bei pH 7,6 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Fettungsmittel F1 aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:3, 30 Minuten bei 45°C gefettet. Nach Zugabe von 2 Teilen des Nachgerbstoffes G18 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Gerbstoff G7 und 4 Teile Harzgerbstoff G11 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 4 Teile Fettungsmittel F1 gegeben und 40 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 2,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 40 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 20°C 10 Minuten gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten. vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton bordo erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    2,5 Teile I.38 2,5 Teile II.6 1,25 Teile IV.6 Bordo
    3,1 Teile II.14 0,9 Teile IV.10 Bordo
    2,5 Teile II.24 1,5 Teile IV.18 Bordo
  • Beispiel 15
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 43°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 1,25 Teile Farbstoff I.6 und 3 Teile Farbstoff II.24 und 1,25 Teile Farbstoff III.17 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,5 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Hydrophobiermittel H1 15 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 3 Teilen des Gerbstoffes G1, 3 Teilen des Gerbstoffes G32 und 2 Teilen des Harzgerbstoffes G28 wurden weitere 50 Minuten gewalkt. Es wurden 70 Teile heißes Wasser zugegeben, so dass 60°C Flottentemperatur erreicht wurde. Es wurde weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 1,5 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 40 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach ablassen der Flotte wurden in eine frisch eingesetzten Flotte aus 100 Teile Wasser und 0,6 Teile eines kationischen Hilfsmittels HM7 0,2 Teile Farbstoff I.6 und 0,5 Teile Farbstoff II.24 und 0,2 Teile Farbstoff III.17 zusammen mit 5 Teilen Natriumcarbonat bei 40°C gegeben und 15 Minuten bei pH 9,5 gewalkt.
  • Die Flotte wurde abgelassen und das Leder 3 mal mit 300 Teilen Wasser jeweils 15 Minuten bei 38°C gewaschen. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1 Teilen Ameisensäure wurde das Leder 15 Minuten lang gewalkt. Zur Flotte wurde 2 Teile Fettungsmittel F1 und 1 Teil Hydrophobiermittel H3 gegeben und weitere 15 Minuten gewalkt. Der End-pH-Wert von 3,5 des Leders wurde durch portionsweise Zugabe von 3 Teilen Ameisensäure innerhalb von 60 Minuten eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    (4,5 + 0,75) Teile II.6 (1,5 + 0,25) Teile III.7 Rostrot
    (2,5 + 0,4) Teile I.29 (4 + 0,66) Teile II.10 (0,5 + 0,1) Teile III.26 Rotbraun
    (2,4 + 0,4) Teile I.38 (2,4 + 0,4) Teile II.6 Rotbraun
    (2 + 0,33) Teile I.8 (2 + 0,33) Teile II.21 (1 + 0,17) Teile IV.13 Rotbraun
  • Beispiel 16
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,4–1,6 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 0,5 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 40 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 4 Teilen eines polymerbasierten Fettgerbstoffes G35 wurde weitere 20 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 4 Teile Polymergerbstoff G18 wurde 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff G1 und 4 teile Fettungsmittel F1 gegeben und 120 Minuten gewalkt. Nach Ablassen der Flotte wurde mit 300 Teilen Wasser bei 35°C 10 Minuten gewaschen.
  • Die so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 450°C für 3 Minuten vakuumgetrocknet, für 2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt und als Velours geschliffen. Anschließend wurde das Leder entstaubt.
  • Weitere Gewichtsangaben beziehen sich auf dem Trockengewicht des Leders.
  • Das Velours Crustleder wurde mit 800 Teilen Wasser und 0,3 teilen Hilfsmitttel HM9 bei 40°C für 40 Minuten gewaschen und anschließend in einer Flotte aus 300 Teilen Wasser und 1,3 Teilen Hilfsmittel HM7 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurde 2 Teile Natriumformiat zugegeben und 10 Minuten neutralisiert. Nach Zugabe von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,6 1,8 Teile Farbstoff II.20, 7,8 Teile Farbstoff III.3 und 2,4 Teile Farbstoff IV.19 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,4 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 15 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt. Nach 5 Minuten wurden weitere 1,8 Teile Farbstoff II.20, 7,8 Teile Farbstoff III.3 und 2,4 Teile Farb stoff IV.19 zugegeben und 90 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 3 mal mit 300 Teilen Wasser jeweils 20 Minuten lang bei 40°C gewaschen.
  • Zur pH-Regulierung wurde das Leder in einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser 20 Minuten bei 40°C gewalkt und anschließend wurde einen pH-Wert von 6,0 durch portionsweise Zugabe von 1 Teil Ameisensäure innerhalb von 60 Minuten eingestellt. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 100 Teilen 60°C heißen Wasser, 6,5 Teilen Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 3 Teilen Hydrophobiermittel H3 wurde das Leder innerhalb von 40 Minuten bei 50°C gefettet.
  • Zur Vervollständigung der Auszehrung der Fettung säuerte man durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure innerhalb von 45 Minuten auf 3,5 ab.
  • Zum Schluss wurde noch einmal mit 300 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte und gefettete spalt Veloursleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
  • Es wurde farbtiefe Veloursschuhoberleder im Farbton rotstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    (6 + 6) Teile I.38 (6 + 6) Teile III.7 Rotstichiges Mittelbraun
    (8 + 8) Teile I.28 (2 + 2) Teile I.2 (2 + 2) Teile III.8 Rotstichiges Mittelbraun
    (5,5 + 5,5) Teile I.48 (4 + 4) Teile II.10 (2,5 + 2,5) Teile III.26 Rotstichiges Hellbraun
  • Beispiel 17
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0 mm wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 80 Teilen Wasser, 4 Teilen Chromgerbstoff G34 und 1,5 Teilen Natriumformiat 60 Minuten bei 35°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat zugegeben und übernacht ein pH-Wert von 4,0 erreicht. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und 60 Minuten gewalkt. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und mit 200 Teilen Wasser bei 35°C 10 Minuten gewaschen.
  • Die so nachchromierten Leder wurden in einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 1 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 2 Teile Natriumhdyrogencarbonat wurde noch 10 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 6,5 Teile Farbstoff I.43 und 1,5 Teile Farbstoff II.8 und 2 Teile Farbstoff IV.11 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,0 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 10,0 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 20 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,3 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert von 4,8 eingestellt. Zur Flotte wurden 1,5 Teile des Hydrophobiermittels H3 gegeben und 10 Minuten gewalkt. Es wurden 1,5 Teile eines Nachgerbstoffes G15 zugegeben und weitere 20 Minuten gewalkt. Es wurden 3 Teile Nachgerbstoff G5 und 2 teile Nachgerbstoff G32 zugeführt und 30 Minuten gewalkt.
  • Zur Hydrophobierung wurden 7 Teile Hydrophobiermittel H1, 1 Teil Hydrophobiermittel H3 und 0,3 Teile Hilfsmittel HM4 zugegeben und 60 Minuten gewalkt.
  • Zur Vervollständigung der Auszehrung der Hydrophobierung wurden 100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 10 Minuten bei 50°C gewalkt. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure auf 3,6 ab und walkte 45 Minuten.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde 10 Minuten mit 200 Teilen Wasser gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen Hydrophobiermittel H6 wurde das Leder 20 Minuten bei 40°C gewalkt. Zur Flotte wurden zuerst 0,3 Teile Ameisensäure und anschließend 4 Teile Chromgerbstoff G34 zugeführt und 60 Minuten gewalkt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte und hydrophobierte Leder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt und gespannt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden farbtiefe hydrophobierte Schuhoberleder im Farbton rotstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    7 Teile I.14 3 Teile II.15 Rotstichiges Dunkelbraun
    7 Teile I.13 1,5 Teile II.6 1,5 Teile IV.6 Rotstichiges Dunkelbraun
    5,5 Teile I.14 4 Teile II.10 0,5 Teile IV.20 Rotstichiges Dunkelbraun
    4 Teile I.12 2,5 Teile I.48 3,5 Teile IV.20 Grünstichiges Dunkelbraun
  • Beispiel 18
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise organisch gegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,2–1,3 mm wurde zum Nubuk geschliffen.
  • Das Leder wurde zuerst mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 2,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und 10 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 8,5 Teile Farbstoff I.13 und 1,5 Teile Farbstoff II.6 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,4 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 9 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei 35°C gewalkt.
  • Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 70 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 5,0 eingestellt. Nach Ablas sen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 4 Teilen Fettungsmittel F1 und 4 Teilen Fettgerbstoffes G35 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 8 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt.
  • Nach Zugabe von weiteren 4 Teilen Polymergerbstoff G18 und 8 Teilen des Gerbstoffes G8 wurden weitere 60 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Fettungsmittel F1, 3 Teile Fettgerbstoff G35 und 3 teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und übernacht bei 50°C gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 75 Minuten ein pH-Wert von 3,4 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 2 mal mit jeweils 300 Teilen Wasser bei 30°C gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 5 Teilen Aluminiumgerbstoff G33 wurde das Leder 120 Minuten bei 30°C gewalkt.
  • Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und 70% Feuchtigkeit gemillt.
  • Es wurden organisch gegerbte Nubuk Schuhoberleder im Farbton dunkles Rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    8 Teile I.17 1 Teil II.4 1 Teil IV.4 Dunkelbraun
    1,5 Teile I.1 6 Teile I.20 2,5 Teile II.9 Rotstichiges Dunkelbraun
    4 Teile I.13 4 Teile II.4 1 Teil IV.20 Rotbraun
  • Beispiel 19
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 4 Teile Farbstoff I.3 und 0,5 Teile Farbstoff II.14 und 1,5 Teile Farbstoff III.14 gegeben und 25 Minuten bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 2,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,7 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 4 Teilen Polymergerbstoff G18 30 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff G5, 3 teile Gerbstoffes G32 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Nach portionsweisen Zugabe von 0,5 Teilen Ameisensäure wurden weitere 40 Minuten gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen.
  • Das Leder wurde mit 200 Teilen 50°C heißem Wasser gewaschen.
  • In einer Flotte von 100 Teile heißes Wasser 3 Teile Fettungsmittel F11, 1 Teil Fettungsmittel F4 und 2 Teile Hydrophobiermittel H3 wurde bei 50°C 40 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • Die Flotte wurde abgelassen und das Leder einmal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C 10 Minuten gewaschen.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Schuhoberleder im Farbton Orangebraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    1,5 Teile I.38 4,5 Teile III.7 Orangebraun
    1 Teile I.2 2,5 Teile II.9 2,5 Teil III.10 Gelbstichiges Rotbraun
    1 Teil I.2 4,5 Teile II.10 0,5 Teile III.26 Gelbstichiges Rot
    2 Teile I.4 0,5 Teile II.10 3,5 Teile III.26 Orange
  • Beispiel 20:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,0–1,1 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen Aldehydgerbstoff G13 10 Minuten bei 35°C gegerbt. Zur Flotte wurde 3 Teilen Chromgerbstoff G24 gegeben und 30 Minuten weiter nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1 Teile Natriumformiat zugeben und nach 60 Minuten ein pH-Wert von 3,8 erreicht. Danach wurde durch Zugabe von 0,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat nach einer Walkzeit von 10 Minuten ein pH-Wert von 4,5 erreicht. Nach einer Zugabe von weiteren 0,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit von 80 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erreicht. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und mit 300 Teilen Wasser bei 45°C 15 Minuten gewaschen.
  • Das Leder wurde in einer aus 150 Teilen Wasser und 1 Teil Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 45°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 0,8 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 30 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 4 Teilen Polymergerbstoff G18 wurde 30 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff G5 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 30 Minuten gewalkt. Der Nachgerbflotte wurden 10 Teile Fettungsmittel F1 zugefügt und 60 Minuten gefettet. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 1,5 Teilen Ameisensäure auf 3,5 ab und walkte 45 Minuten.
  • Die so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, konditioniert, gestollt, bei 45°C für 2 Minuten vakuumgetrocknet, mit 220–240 mm Schleifpapier als Nubuck geschliffen und gewogen. Weitere Gewichtsangaben basieren auf diesem Trockengewicht.
  • Das Nubuck Crustleder wurde einmal mit 800 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Hilfsmittel HM9 bei 40°C für 40 Minuten gewaschen und anschließend in einer aus 300 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 10 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 20 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 4,5 Teile Farbstoff I.44 und 4,5 Teile Farbstoff I.36 und 1 Teile Farbstoff IV.19 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,4 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 10 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 9,9 eingestellt und 90 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 800 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert von 3,9 eingestellt. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 500 Teilen Wasser und 2 Teil Hilfsmittel HM7 wurde das Leder bei 40°C 5 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 6,75 Teile Farbstoff I.36 und 6,75 Teile Farbstoff I.44 und 1,5 Teile Farbstoff IV.19 und 15 Teile Natriumcarbonat zugeführt und 15 Minuten gewalkt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder 3 mal mit jeweils 800 Teilen Wasser bei 40°C je 10 Minuten gewaschen.
  • Der pH-Wert wurde in einer Flotte aus 500 Teilen Wasser durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure innerhalb von 60 Minuten bei 40°C auf 3,9 eingestellt. Die Flotte wurde abgelassen. Nach Zugabe von 500 Teilen 60°C heißem Wasser wurde mit 12 Teilen des Fettungsmittels F1, 3 Teilen des Fettungsmittels F3 und 5 Teilen des Hydrophobiermittels H4 40 Minuten bei 50°C gefettet. Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure auf 3,5 ab und walkte 40 Minuten.
  • Das gefärbte und hydrophobierte Nubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 70% rel. Feuchtigkeit gemillt und gespannt.
  • Es wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukmöbelleder im Farbton Grünstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    (9 + 13,5) Teile I.38 (0,6 + 0,9) Teile IV.6 (0,4 + 0,6) Teile IV.5 Grünstichiges Mittelbraun
    (1,5 + 2,25) Teile I.4 (7 + 10,5) Teile III.18 (1,5 + 2,25) Teile IV.25 Grünstichiges Mittelbraun
    (8 + 12) Teile I.48 (1 + 1,5) Teile IV.5 (1 + 1,5) Teile IV.20 Grünstichiges Mittelbraun
  • Beispiel 21
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2 mm wurde mit 300 Teilen Wasser und 0,1 Teile Hilfsmittel HM9 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 60 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 43°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 2 Teile Farbstoff I.37 und 2 Teile Farbstoff I.43 und 2 Teile Farbstoff III.14 aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:7, gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 7 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 80 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 3,9 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 3 Teilen Fett gerbstoff G35 und 3 Teilen Fettungsmittel F1 bei 45°C 10 Minuten gefettet. Zur Flotte wurden 4 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 20 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff G5 und 2 Teile Gerbstoff G32 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 7 Teile Fettungsmittel F1, 1 Teile Fettungsmittel F3 und 3 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt und leicht gespannt.
  • Es wurden Autopolsterleder im Farbton gelbstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    3,5 Teile I.4 1 Teil I.16 1,5 Teile III.5 Gelbstichiges Mittelbraun
    1,5 Teile I.3 1 Teil I.48 3,5 Teile III.26 Orangebraun
    2,9 Teile I.1 1,9 Teile I.13 1,2 Teile III.7 Gelbstichiges Mittelbraun
    2 Teile I.4 1 Teil I.48 3 Teile II.10 Gelbstichiges Rotbraun
  • Beispiel 22
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,0–1,1 mm wurde mit 300 Teilen Wasser und 0,1 Teile Hilfsmittel HM9 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 43°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 7 Teile Farbstoff I.43 und 2 Teile Farbstoff II.15 und 1 Teil Farbstoff IV.20 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 9 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder 20 Minuten gespült.
  • Anschließend folgte 2 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1 Teil Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,6 eingestellt. Nach Ab lassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 4 Teilen Hydrophobiermittel H2 und 1 Teil Fettungsmittel F8 bei 45°C 20 Minuten gefettet. Zur Flotte wurden 14 Teile Gerbstoff G6 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8, 4 Teile des Hydrophobiermittels H4, 2 Teile des Hydrophobiermittels H2 und 0,5 Teile Hilfsmittel HM 4 gegeben und 60 Minuten hydrophobiert. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete und hydrophobierte Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure wurde bei 30°C 10 Minuten gewalkt und durch Zugabe von 5 Teilen eines Chromgerbstoffes G24 übernacht nachchromiert.
  • Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt und leicht gespannt.
  • Es wurden wasserabweisende Polstermöbelleder im Farbton rotstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    0,6 Teile I.1 8 Teile I.13 0,6 Teile III.7 Rotstichiges Mittelbraun
    6,5 Teile I.48 1,5 Teile II.2 2 Teile IV.21 Rotstichiges Dunkelbraun
    6 Teile I.13 3 Teile II.6 1 Teil IV.6 Rotstichiges Dunkelbraun
  • Beispiel 23:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten bei 40°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 40°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 2 Teile Farbstoff I.14 und 3 Teile Farbstoff II.3 und 1 Teile Farbstoff II.14 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 10/20 bzw. 30 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 6 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 120 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 3,4 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 3 Teilen Aldehydgerbstoff G13 bei 35°C 10 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Chromgerbstoff G34 und 3 Teile Nachgerbstoff G1 zugeführt und 30 Minuten nachgegerbt. Nach der Nachgerbung wurde durch Zugabe von 2 Teilen eines Fettungsmittels F1 60 Minuten gefettet. Zur Flotte wurde 1 Teil Natriumformiat gegeben und 20 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Flotte wurde 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und 30 Minuten gewalkt. Durch weitere 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder mit 300 Teilen Wasser bei 45°C 10 Minuten gewaschen.
  • In einer frisch eingesetzte Flotte aus 10 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat wurde 10 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 2 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 15 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 6 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Gerbstoff G1 und 3 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben und 40 Minuten nachgegerbt. Der pH-Wert der Flotte wurde innerhalb von 40 Minuten durch Zugabe von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat auf 5,6 eingestellt.
  • Zur Nachgerbflotte wurden 7,5 Teile Fettungsmittel F1, 1,5 Teile Fettungsmittel F3 und 3 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 10 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 40 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet, nass gespannt und bei Raumtemperatur hängegetrocknet, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt, noch mal gestollt und leicht gespannt.
  • Es wurden Möbelleder im Farbton braunstichiges Rot erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    4,2 Teile II.6 1,8 Teile IV.6 Bordo
    2,25 Teile II.22 2,25 Teile III.15 1,5 Teile IV.19 Rotbraun
    5 Teile I.40 0,5 Teile II.18 0,5 Teile IV.16 Rotstichiges Dunkelbraun
  • Beispiel 24
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Schafsleders der Falzstärke 0,6–0,7 mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 5 Minuten bei 40°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurde weitere 2,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 15 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,7 10,5 Teile Farbstoff I.38 und 2,25 Teile Farbstoff III.7 und 2,25 Teile Farbstoff IV.6 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,3 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 10 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
  • In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,9 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten bei 38°C ein pH-Wert von 5,9 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde in 150 Teilen Wasser, 8 Teilen Gerbstoff G3 und 2 teilen Harzgerbstoff G28 zugeführt und bei 45°C 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 8 Teile Hydrophobiermittel H2, 3 Teilen Hydrophobiermittel H4, 0,8 Teilen Hilfsmittel HM4 und 3 Teile Fettungsmittel F8 zugegeben und 60 Minuten gefettet. Nach portionsweiser Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte, gefettete und hydrophobierte Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C 15 Minuten gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser, 5 Teilen eines Chromgerbstoffes G24 und 3 Teilen Gerbstoff G30 wurde bei 30°C 90 Minuten nachchromiert.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder zweimal mit jeweils 300 Teilen Wasser bei 30°C 15 Minuten gewaschen.
  • Das gefärbte Schafsleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 70% relative Feuchte gemillt, spannrahmengetrocknet und aufgebürstet.
  • Es wurden farbtiefe waschbare Schafsleder im Farbton Olivbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    10 Teile I.48 2,5 Teile IV.10 2,5 Teile IV.11 Olivgrün
    11 Teile I.4 3 Teile I.8 1 Teil IV.23 Olivbraun
    9 Teile I.48 1,5 Teile III.26 4,5 Teile IV.20 Olivgrün
    12 Teile I.14 1,5 Teile II.14 1,5 Teile IV.23 Dunkelbraun
  • Beispiel 25
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,0 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 80 Teilen Wasser und Hilfsmittel HM7 bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Flotte wurden 1,5 Teilen Natriumformiat gegeben und 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 43°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 5 Teile Farbstoff I.28 und 2,5 Teile Farbstoff II.18 und 2,5 Teile Farbstoff IV.23 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,4 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser, 1,2 Teilen Hydrophobiermittel H3 und Fettungsmittel F8 15 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile Polymergerbstoff G18, 4 Teile Nachgerbstoff G5, 3 Teile Gerbstoff G32 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 1 Teil Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten gefettet. Es wurden 70 Teile heißes Wasser zugegeben, so dass 55°C Flottentemperatur erreicht wurde. Es wurde weitere 10 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das Leder mit 300 Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten gewaschen.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden Sattelleder im Farbton rotstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    2,5 Teile II.7 7,5 Teile III.8 Rotstichiges Mittelbraun
    4 Teile I.38 4 Teile II.6 2 Teile IV.6 Rotbraun
    5 Teile I.37 2 Teile II.10 3 Teile IV.20 Rotstichiges Dunkelbraun
    4 Teile I.48 3,5 Teile II.10 2,5 Teile III.26 Rotbraun
  • Beispiel 26:
  • Ein Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche Weise vegetabil gegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,8–3,0 mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen. In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und 15 Minuten bei 35°C neutralisiert.
  • Zur Neutralisationsflotte wurden 5,5 Teile Farbstoff I.17 und 1,3 Teile Farbstoff II.14 und 1,7 Teile Teile Farbstoff IV.20 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 11 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,5 und 10,0 eingestellt und 80 Minuten lang bei 35°C gewalkt. Die Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 40 Minuten bei 40°C gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser und 2,5 Teile Fettungsmittel F10, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 1,5 Teile des Hydrophobiermittels H8 wurde 40 Minuten bei 45°C gefettet. Zur Flotte wurde 0,8 teile Ameisensäure gegeben und dadurch ein pH-Wert von 3,3 in 20 Minuten erreicht. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 70 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 45 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
  • Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte und gefettete Leder mit kaltem Wasser 5 Minuten gespült. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 2 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet, angefeuchtet, gestollt und noch mal bei 45°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
  • Es wurden vegetabil gegerbte Taschen/Gürtelleder im Farbton rotstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
  • In analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
    Farbstoff A Farbstoff B Farbstoff C Farbton
    3,4 Teile II.20 3,4 Teile III.17 1,7 Teile IV.10 Rotbraun
    2,5 Teile I.1 6 Teile I.13 Gelbstichiges Dunkelbraun
    3,4 Teile I.30 3,4 Teile II.2 1,7 Teile IV.25 Bordo
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 61670 A [0006]
    • - EP 2311478 [0007]
    • - EP 558450 [0008]
    • - EP 577556 [0009]
    • - WO 2005/040490 [0010, 0091, 0124]
    • - WO 2005/121439 [0010, 0091, 0124]
    • - EP 602562 [0091]
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    • - EP 372746 A [0128]
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    • - EP 0520182 [0134]
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  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
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    • - Chemie der Azofarbstoffe, H. Zollinger, Birkhäuser-Verlag Berlin 1958 [0091]
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    • - H. Baumann, H. R. Hensel, Fortschritte der chemischen Forschung Bd. 7, 1967, 643–761 [0091]
    • - Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Band A 15 Seite 259 bis 282 und insbesondere Seite 268 ff, 5. Auflage, (1990), Verlag Chemie Weinheim [0125]
    • - M. Hollstein: Bibliothek des Leders, Band 4–Entfetten, Fetten, Hydrophobieren von Leder, 1983 [0127]
    • - ”Bibliothek des Leders”, Band 3 (Gerbmittel, Gerbung und Nachgerbung) [1985], Band 4 (Entfetten, Fetten und Hydrophobieren bei der Lederherstellung) [1987] & Band 5 (Das Färben von Leder) [1987] Umschau Verlag [0136]
    • - ”Leather Technicians Handbook”, 1983, von J. H. Sharphouse, publiziert von Leather Producers Association [0136]
    • - ”Fundamentals of Leather Manufacturing”, 1993, von E. Heidenmann, publiziert von Eduard Roether KG [0136]
    • - DIN EN ISO 15703 [0146]
    • - DIN EN ISO 15701 [0146]
    • - DIN EN ISO 15701 [0146]
    • - DIN EN ISO 105–X12 [0146]
    • - DIN EN ISO 11640 [0146]
    • - ASTM D 2099 [0146]
    • - DIN EN ISO 5403 [0146]
    • - DIN EN ISO 14268 [0146]
    • - DIN EN ISO 5402 [0146]
    • - DIN 5331 [0146]
    • - DIN EN ISO 3377 [0146]
    • - DIN EN ISO 3376 [0146]

Claims (27)

  1. Farbstoffmischung, umfassend a) als Komponente a) einen ersten anionischen Farbstoff, b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist, und gegebenenfalls c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene Farbe aufweist, wobei der Farbstoff der Komponente a) ausgewählt ist unter; i) Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
    Figure 00860001
    worin wenigstens einer der Reste A oder Dk1 eine SO3H-Gruppe aufweist und worin n für 0 oder 1 steht, A für einen Rest der Formel:
    Figure 00860002
    steht, worin # die Bindung zur Azogruppe bedeutet, X für Wasserstoff oder SO3H steht, Y für Wasserstoff, Halogen, C1-C4-Alkyl, CN oder eine Gruppe SO3H bedeutet; B für eine Gruppe CH=CH2 oder eine Gruppe CH2-CH2-Q steht, worin Q eine unter alkalischen Bedingungen abspaltbare Gruppe bedeutet; Dk für Phenyl oder Naphthyl steht, das 1, 2 oder 3 Substituenten Ra aufweist, wobei Ra ausgewählt ist unter SO3H, COOH, CN, CONH2, OH, NH2, NO2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl, Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, C1-C4-Dialkylaminocarbonyl, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkylcarbonyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonyl, Hydroxy-C1-C4-alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Aminocarbonyl, ein Rest der Formel SO2NR11R12, worin R11 und R12 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO oder C1-C4-Alkylaminocarbonyl stehen, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino, Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino, Phenylamino, Phenylaminocarbonyl, Phenoxy, Phenylsulfonyl, Phenylsulfonylamino, Phenylaminosulfonyl, Phenylcarbonylamino, Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, wobei die 11 letztgenannten Reste am Phenylring unsubstituiert sind oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl, NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann, und 5- oder 6-gliedrigem Heterocyclyl, das unsubstituiert ist oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter: OH, Halogen, C1-C4-Alkyl oder Phenyl aufweisen kann, wobei Phenyl seinerseits unsubstituiert ist oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl, NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann, oder für einen Rest der Formel A steht; Ar für einen zweiwertigen, von Benzol oder Naphthalin abgeleiteten, aromatischen Rest steht, der gegebenenfalls 1, 2, 3 oder 4 Substituenten Rb trägt, wobei Rb eine der für Ra angegebenen Bedeutungen aufweist; R1 ausgewählt ist unter NH2 und OH, und R2 ausgewählt ist unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann; ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
    Figure 00880001
    worin m für 0 oder 1 steht, k 0, 1 oder 2 bedeutet, p und q für 0 oder 1 stehen mit der Maßgabe dass n + q für 0 oder 1 steht, Ar' eine der für Ar in Formel I angegebenen Bedeutungen aufweist, R2x eine der für R2 in Formel I angegebenen Bedeutungen aufweist, und worin Dk, Ar, A und R1 eine der für Formel I angegebenen Bedeutungen aufweisen und worin wenigstens einer der Reste A oder Dk eine SO3H-Gruppe aufweist und/oder k ≠ 0 ist; iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen oder deren Metallkomplexen,
    Figure 00890001
    worin A, R1 und R2 eine der für Formel I angegebenen Bedeutungen aufweisen und worin wenigstens einer der Reste A oder T eine SO3H-Gruppe aufweist, und T für einen bivalenten Rest der Formel:
    Figure 00890002
    steht, worin * die zuvor genannten Bedeutungen hat; R3 und R3a unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, COOH, OH oder SO3H stehen; D für eine chemische Bindung, C1-C4-Alkan-1,1-diyl, Ethen-1,2-diyl, Sauerstoff, NH, C(O), S(O)2, C(O)NH, NH(C(O)NH oder eine Gruppe S(O)2NH steht; wobei der Farbstoff der Komponente b) ausgewählt ist unter; I Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen, ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen, iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen, und iv. Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
    Figure 00890003
    worin A eine der für Formel I angegebenen Bedeutungen aufweist, Kk einen von einer Kupplungskomponente abgeleiteten Rest steht; X eine der für R1 angegebenen Bedeutungen hat, Y für Wasserstoff steht oder eine der für R2 angegebenen Bedeutungen hat, T* eine der für T angegebenen Bedeutungen hat, r und s für 0 oder 1 stehen, wobei r + s 1 oder 2 ist, und wobei der Farbstoff der Komponente c) ausgewählt ist unter; ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen, iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen, und iv. Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen.
  2. Farbstoffmischung nach Anspruch 1, wobei X in den Resten der Formel A für Wasserstoff oder eine Gruppe SO3H steht und Y Wasserstoff bedeutet.
  3. Farbstoffmischung nach Anspruch 1 oder 2, worin B in den Resten der Formel A für CH=CH2, eine Gruppe CH2-CH2-O-SO3H oder eine Gruppe CH2-CH2-O-C(O)CH3 steht.
  4. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der Rest A in den Farbstoffen der Formeln 1 bis IV ausgewählt ist unter den nachfolgenden Resten A1 bis A18:
    Figure 00900001
    Figure 00910001
  5. Farbstoffmischung nach Anspruch 4, wobei der Rest A in den Farbstoffen der Formeln I, II, III oder IV für einen Rest der Formeln A1, A8, A13 oder A15 steht.
  6. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Farbstoff in Komponente a) ein Farbstoff der Formel I oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon ist.
  7. Farbstoffmischung nach Anspruch 6, wobei die Komponente b) einen Farbstoff der Formel I oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon umfasst, wobei sich der Farbstoff I der Komponente a) von dem Farbstoff I der Komponente b) im Rest Dk unterscheidet.
  8. Farbstoffmischung nach Anspruch 6, wobei die Komponente b) einen Farbstoff der Formeln II, III oder IV oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon umfasst.
  9. Farbstoffmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Farbstoff in Komponente a) ein Farbstoff der Formel II oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon ist.
  10. Farbstoffmischung nach Anspruch 9, wobei die Komponente b) einen Farbstoff der Formeln III oder IV, oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon umfasst.
  11. Farbstoffmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Farbstoff in Komponente a) ein Farbstoff der Formel III oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon ist.
  12. Farbstoffmischung nach Anspruch 11, wobei die Komponente b) einen Farbstoff der Formel IV, oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon umfasst.
  13. Farbstoffmischung nach Anspruch 9, wobei die Komponente b) einen Farbstoff der Formel II oder ein Salz oder einen Metallkomplex davon umfasst, wobei sich der Farbstoff II der Komponente a) von dem Farbstoff II der Komponente b) im Rest Dk unterscheidet.
  14. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche enthaltend neben den Farbstoffen der Komponenten a) und b) als Komponente c) einen weiteren Farbstoff der den Farbstoffen der Formeln II, III und IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen ausgewählt ist.
  15. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ausgewählt ist unter den in der folgenden Tabelle angegebenen Mischungen 1 bis 22: Nr. Komponente a) Komponente b) Komponente c) 1 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel 1 2 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel II 3 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel III 4 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel IV 5 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel II 6 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel III 7 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel IV 8 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel III 9 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel IV 10 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel IV 11 Farbstoff der Formel I Farbstoff der Formel IV Farbstoff der Formel IV 12 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel II 13 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel III 14 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel IV 15 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel III 16 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel IV 17 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel IV Farbstoff der Formel IV 18 Farbstoff der Formel II Farbstoff der Formel IV 19 Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel III 20 Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel IV 21 Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel IV Farbstoff der Formel IV 22 Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel III Farbstoff der Formel IV
    wobei in den Mischungen 1 bis 22 die Farbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III und IV auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können.
  16. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbstoffe der Formel I, deren Salze und deren Metallkomplexe ausgewählt sind unter Farbstoffen der allgemeinen Formel Ia, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
    Figure 00940001
    worin Dk und A die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen, R2a für OH oder NH2 steht, das in der ortho- oder para-Position zu der Gruppe N=N-A gebunden ist.
  17. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbstoffe der Formel II, deren Salze und deren Metallkomplexe ausgewählt sind unter Farbstoffen der allgemeinen Formel IIa, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
    Figure 00940002
    worin Dk, A, R2x, k und m die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen.
  18. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbstoffe der Formel III, deren Salze und deren Metallkomplexe ausgewählt sind un ter Farbstoffen der allgemeinen Formel IIIa, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
    Figure 00950001
    worin A und T die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen.
  19. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbstoffe der Formel IV, deren Salze und deren Metallkomplexe ausgewählt sind unter Farbstoffen der allgemeinen Formel IVa, deren Salzen und deren Metallkomplexen:
    Figure 00950002
    worin A, Kk, X, Y und T* die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen.
  20. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu der Gesamtmenge an Farbstoffen der Komponente b), gerechnet jeweils als freie Säure, im Bereich von 5:95 bis 95:5 liegt.
  21. Farbstoffmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Farbstoff der Komponente c), wobei das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu dem Farbstoff der Komponente b), gerechnet jeweils als freie Säure, im Bereich von 5:95 bis 95:5 liegt und wobei das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente a) zu dem Farbstoff der Komponente c), gerechnet jeweils als freie Säure, im Bereich von 5:95 bis 95:5 liegt.
  22. Verfahren zum Färben von Leder, umfassend die Behandlung des Leders mit einer wässrigen Färbeflotte, die einen pH-Wert im Bereich von 7,5 bis 11 aufweist und eine Farbstoffmischung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20 enthält.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei man das Leder zunächst mit der wässrigen Färbeflotte bei einem pH-Wert im Bereich von 3 bis 6,5 behandelt und anschließend in der Flotte einen pH-Wert von im Bereich 7,5 bis 11 einstellt.
  24. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die Färbung als einstufiges Verfahren durchgeführt wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 22, wobei man zuerst eine Nachgerbung und anschließend die Behandlung mit der Färbeflotte durchführt.
  26. Verfahren nach Anspruch 22, wobei man zuerst die Behandlung mit der Färbeflotte und anschließend eine Nachgerbung durchführt.
  27. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die Behandlung mit der Färbeflotte bei Temperaturen im Bereich von 10 bis 60°C erfolgt.
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