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Die
vorliegende Erfindung betrifft Farbstoffmischungen, umfassend
- a) als Komponente a) einen ersten anionischen
Farbstoff,
- b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der
eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist,
und gegebenenfalls
- c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der
eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene
Farbe aufweist.
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Die
erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen sind in
besonderer Weise zum Färben von Leder geeignet. Dementsprechend
betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Färben von
Leder mit einer wässrigen Färbeflotte, die wenigstens
zwei anionische Farbstoffe enthält, welche jeweils voneinander
unterschiedlichen Farben aufweisen.
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Die
Färbung von gegerbtem Leder erfolgt derzeit überwiegend
mit Säurefarbstoffen, Direktfarbstoffen, Schwefelfarbstoffen
oder basischen Farbstoffen. Die Erzielung hoher Farbintensitäten
und hoher Farbbeständigkeiten, insbesondere hoher Nass-
und Schweißechtheiten, ist mit diesen Farbstoffen schwierig
und kann für mittlere bis hohe Farbtiefen nicht befriedigend
gelöst werden.
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Um
die Nass- und Schweißechtheiten zu verbessern, wird das
Leder häufig mit kationischen Komplexierungsmitteln behandelt,
um den Farbstoff auf dem Leder zu komplexieren und so seine Löslichkeit
bei Kontakt mit Wasser zu vermindern. Die erzielbaren Nass- und
Schweißechtheiten und Reibechtheiten sind jedoch für
intensive Farbnuancen nicht ausreichend. Ferner neigen daraus gefertigte
Lederartikel beim Gebrauch zu Abfärbungen. Das Erzielen
hoher Echtheiten bei mittleren bis hohen Farbtiefen erfordert zudem
eine sehr sorgfältige Farbstoffauswahl und die Abstimmung
des eingesetzten Farbstoffs mit den eingesetzten Lederhilfsmitteln,
weiterhin spezielle Fettungsmittel und eine Nachgerbstoffauswahl.
Zudem ist es in der Regel zur Erzielung der gewünschten
Echtheiten erforderlich, Farbstoff und Fettungsmittel und in einigen
Fällen auch den Nachgerbstoff in getrennter Flotte zu applizieren,
was naturgemäß eine Verlängerung der
Gesamtprozessdauer und einen verstärkten Anfall von Abwasser
zur Folge hat.
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Bei
der Herstellung brauner Leder ergibt sich zudem das Problem, dass
die zur Verfügung stehenden Farbstoffe, die zur Herstellung
intensiver Färbungen geeignet sind, häufig nicht
die gewünschte Farbnuance aufweisen und daher mit anderen
Farbstoffen kombiniert werden müssen. Hierbei ergibt sich
jedoch das Problem, dass aufgrund des unterschiedlichen färberischen
Verhaltens der Farbstoffe, vor allem aber wegen der stark voneinander
abweichenden Farbstoffaffinität von Fleisch- und Narbenseite
des Leders eine egale Färbung mit Farbstoffmischungen in
der Regel nicht erreicht wird und häufig fleckige Färbungen
erhalten werden (siehe auch K. Eitel, in Bayer Farbe Revue,
Sonderheft 19, S. 31 (1981)).
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Die
EP-A 61670 schlägt
zur Lösung dieser Problematik eine Farbstoffmischung verschiedener 1:2-Chrom-
oder Kobalt-Komplexfarbstoffe der Azo-, Azo-Azomethin- oder Azo-Methinreihe
vor, die bezüglich Standard-Chromleder eine definierte
und vergleichbare Eindringtiefe haben und keine oder nur eine geringe Neigung
zur Aggregation in elektrolythaltiger, wässriger Lösung
zeigen. Durch diese strengen Auswahlkriterien werden naturgemäß die
zur Verfügung stehenden Farbstoffe und Farbstoffkombinationen
und damit auch die erreichbaren Farbnuancen stark eingeschränkt.
Zudem weisen die dort erhaltenen gefärbten Leder nur mäßige
Nass- und Schweißechtheiten auf.
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Aus
der
EP 2311478 sind ähnliche
Farbstoffmischungen zur Färbung von Leder bekannt. Auch
hier sind die erzielbaren Farbnuancen durch die Farbstoffauswahl
stark eingeschränkt. Bei höherer Farbtiefe werden
auch hier keine guten Echtheiten, insbesondere keine guten Nass-
und Schweißechtheiten erzielt.
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Aus
der
EP 558450 ist ein
Verfahren zum Färben von Leder mit Farbstoffmischungen
bekannt, bei dem man bestimmte Farbstoffe mit einem vergleichsweise
hohen Molekulargewicht im Bereich von 790 bis 1100 Dalton einsetzt.
Auch dieses Verfahren ist auf einige wenige, verfügbare
Farbstoffe beschränkt, so dass die Möglichkeiten
der Nuancierung gering sind. Zudem ist das Erreichen gleichmäßiger
Färbungen bei hoher Farbtiefe schwierig und die erreichten
Nass- und Schweißechtheiten sind nicht zufriedenstellend.
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Aus
der
EP 577556 wiederum
ist ein Verfahren zum Färben von Leder mit Farbstoffmischungen
bekannt, bei dem man eine Mischung mindestens zwei metallfreier
Farbstoffe verwendet, die unter Azofarbstoffen mit einer zentralen
Triazineinheit und Triphendioxazinfarbstoffen ausgewählt
sind. Auch hier lassen sich aufgrund der stark eingeschränkten
Farbstoffauswahl nicht alle gewünschten Nuancierungen herstellen.
Die erreichten Nass- und Schweißechtheiten sind ebenfalls
nicht zufrieden stellend.
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Aus
der
WO 2005/040490 und
der
WO 2005/121439 sind
Verfahren zum Färben von Leder bekannt, bei denen Farbstoffe
oder Farbstoffgemische bei schwach alkalischen pH-Werten eingesetzt
werden, wobei die Farbstoffe Vinylsulfon-Gruppen oder funktionelle
Gruppen, die in Vinylsulfon-Gruppen überführt
werden können, aufweisen. Die Probleme, die bei Einsatz
von Farbstoffgemischen in der Lederfärbung auftreten können,
werden dort nicht angesprochen. Farbstoffmischungen, die zu braunen
Ledern führen, werden ebenfalls nicht beschrieben.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Färben von Leder bereitzustellen, das die Herstellung
von Ledern mit einer roten oder braunen Farbe beliebiger Nuancierung
bis hin zu Olivetönen ermöglicht. Insbesondere
soll das Leder auch bei hoher Farbtiefe eine gleichmäßige
Färbung aufweisen. Zudem sollte das erhaltene Leder hohe
Nass- und Schweißechtheiten aufweisen.
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Es
wurde überraschenderweise gefunden, dass sich bestimmte
anionische Azofarbstoffe der im Folgenden definierten Formeln I,
II und III untereinander oder mit Farbstoffen der Formel IV, kombinieren
lassen und die Herstellung Leder roten oder Braunen Farbe beliebiger
Nuancierung bis hin zu Olivetönen mit einer gleichmäßigen
Färbung und mit hoher Farbtiefe ermöglichen. Zudem
weisen die erhaltenen Leder sehr gute Nass- und Schweißechtheiten
auf.
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Dementsprechend
betrifft die vorliegende Erfindung Farbstoffmischungen, die
- a) als Komponente a) einen ersten anionischen
Farbstoff,
- b) als Komponente b) einen zweiten anionischen Farbstoff, der
eine von dem Farbstoff der Komponente a) verschiedene Farbe aufweist,
und gegebenenfalls
- c) als Komponente c) einen dritten anionischen Farbstoff, der
eine von den Farbstoffen der Komponenten a) und b) verschiedene
Farbe aufweist, enthalten,
wobei der Farbstoff der Komponente
a) ausgewählt ist unter;
- i) Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen: worin wenigstens einer der
Reste A oder Dk eine SO3H-Gruppe aufweist
und worin
n für 0 oder 1, insbesondere 0 steht,
A
für einen Rest der Formel: steht, worin
# die Bindung
zur Azogruppe bedeutet,
X für Wasserstoff oder SO3H steht,
Y für Wasserstoff,
Halogen, C1-C4-Alkyl,
CN oder eine Gruppe SO3H bedeutet;
B
für eine Gruppe CH=CH2 oder eine
Gruppe CH2-CH2-Q
steht, worin Q eine unter alkalischen Bedingungen abspaltbare Gruppe
bedeutet;
Dk für Phenyl oder Naphthyl steht, das 1,
2 oder 3 Substituenten Ra aufweist, wobei
Ra ausgewählt ist unter SO3H, COOH, CN, CONH2,
OH, NH2, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl,
Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Dialkylamino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyl,
C1-C4-Dialkylaminocarbonyl,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
N-(C1-C4-Alkylcarbonyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino,
C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonyl,
Hydroxy-C1-C4-alkylsulfonyl,
C1-C4-Alkylaminosulfonyl,
C1-C4-Alkylsulfonylamino,
Aminocarbonyl, ein Rest der Formel SO2NR11R12, worin R11 und R12 unabhängig
voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO
oder C1-C4-Alkylaminocarbonyl stehen,
C1-C4-Alkylaminosulfonylamino,
Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino,
Phenylamino, Phenylaminocarbonyl, Phenoxy, Phenylsulfonyl, Phenylsulfonylamino,
Phenylaminosulfonyl, Phenylcarbonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, wobei die 11 letztgenannten Reste am Phenylring unsubstituiert
sind oder einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter
C1-C4-Alkyl, OH,
COOH, C1-C4-Alkoxy,
C1-C4-Alkylcarbonyloxy,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonyl,
NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann, und 5- oder
6-gliedrigem Heterocyclyl, das unsubstituiert ist oder einen oder zwei
Substituenten, ausgewählt unter: OH, Halogen, C1-C4-Alkyl oder Phenyl
aufweisen kann, wobei Phenyl seinerseits unsubstituiert ist oder
einen oder zwei Substituenten, ausgewählt unter C1-C4-Alkyl, OH, COOH,
C1-C4- Alkoxy, C1-C4-Alkylcarbonyloxy,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonyl,
NH2, NO2, SO3H oder Halogen aufweisen kann,
oder
für einen Rest der Formel A steht;
Ar für
einen zweiwertigen, von Benzol oder Naphthalin abgeleiteten, aromatischen
Rest steht, der gegebenenfalls 1, 2, 3 oder 4 Substituenten Rb trägt, wobei Rb eine
der für Ra angegebenen Bedeutungen
aufweist;
R1 ausgewählt ist
unter NH2 und OH, und
R2 ausgewählt
ist unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino,
C1-C4-Dialkylamino,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino
Phenylaminocarbonyloxy, Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und
Phenylsulfonylamino, wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten
Resten unsubstituiert ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2,
Halogen, C1-C4-Alkoxy,
C1-C4-Alkyl, und
SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann
- ii. Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen, worin m für 0 oder
1 steht, k 0, 1 oder 2 bedeutet,
p und q für 0 oder
1 stehen mit der Maßgabe dass n + q für 0 oder
1 steht,
Ar' eine der für Ar in Formel I angegebenen
Bedeutungen aufweist,
R2x eine der
für R2 in Formel I angegebenen
Bedeutungen aufweist, und worin
Dk, Ar, A und R1 eine
der für Formel I angegebenen Bedeutungen aufweisen und
worin wenigstens einer der Reste A oder Dk eine SO3H-Gruppe
aufweist und/oder k ≠ 0 ist;
- iii. Farbstoffen der Formel III, deren Salzen oder deren Metallkomplexen, worin
A, R1 und R2 eine
der für Formel 1 angegebenen Bedeutungen aufweisen und
worin wenigstens einer der Reste A oder T eine SO3H-Gruppe
aufweist, und T für einen bivalenten Rest der Formel: steht, worin * die zuvor
genannten Bedeutungen hat;
R3 und R3a unabhängig voneinander für
Wasserstoff, Halogen, COOH, OH oder SO3H
stehen;
D für eine chemische Bindung, C1-C4-Alkan-1,1-diyl, Ethen-1,2-diyl, Sauerstoff,
NH, C(O), S(O)2, C(O)NH, NH(C(O)NH oder
eine Gruppe S(O)2NH steht;
wobei der
Farbstoff der Komponente b) ausgewählt ist unter;
i.
Farbstoffen der Formel I, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
ii.
Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
iii.
Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
und
- iv. Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen, worin
A eine der für Formel 1 angegebenen Bedeutungen aufweist,
Kk
einen von einer Kupplungskomponente abgeleiteten Rest steht,
X
eine der für R1 angegebenen Bedeutungen
hat, Y für Wasserstoff steht oder eine der für
R2 angegebenen Bedeutungen hat,
T*
eine der für T angegebenen Bedeutungen hat,
r und
s für 0 oder 1 stehen, wobei r + s 1 oder 2 ist;
und
wobei der Farbstoff der Komponente c) ausgewählt ist unter;
ii.
Farbstoffen der Formel II, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
iii.
Farbstoffen der Formel III, deren Salzen und deren Metallkomplexen,
und
iv.
Farbstoffen der Formel IV, deren Salzen und deren Metallkomplexen.
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Hier
und im Folgenden bedeuten C1-C4-Alkyl
(sowie die Alkylteile in C1-C4-Alkoxy,
C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino,
(HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylaminocarbonyl, Di-C1-C4-alkylaminosulfonyl, Di-C1-C4-alkylaminocarbonyl und C1-C4-Alkylcarbonylamino) für einen
linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwassertoffrest wie
Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl und dergleichen.
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C1-C4-Hydroxyalkyl
sowie die C1-C4-Hydroxyalkylteile
in C1-C4-Hydroxyalkylamino
stehen für C1-C4-Alkyl,
das eine OH-Gruppe trägt wie 2-Hydroxyethyl. Dementsprechend
steht C1-C4-Hydroxyalkylamino
für C1-C4-Alkylamino,
das im Alkylrest eine OH-Gruppe trägt wie 2-Hydroxyethylamino.
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C1-C4-Carboxyalkyl
steht für C1-C4-Alkyl,
das eine Carboxylgruppe (COOH-Gruppe) trägt wie Carboxymethyl
(CH2COOH) und 2-Carboxyethyl (CH2CH2COOH). Dementsprechend
steht C1-C4-Carboxyalkylamino
für C1-C4-Alkylamino,
das im Alkylteil eine Carboxylgruppe (COOH-Gruppe) trägt
wie Carboxymethylamino (NH-CH2COOH) und
2-Carboxyethylamino (NH-CH2CH2COOH).
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(HO3S-C1-C4-alkyl)amino
steht für C1-C4-Alkylamino,
worin die Alkylgruppe einen Sulfonylrest trägt wie Sulfonylmethylamino
(NH-CH2SO3H) und
2-Carboxyethylamino (NH-CH2CH2SO3H).
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5-
oder 6-gliedriges Heterocyclyl weist in der Regel 1, 2 oder 3 Heteroatome,
ausgewählt unter Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel, insbesondere
1 oder 2 Stickstoffatome und gegebenenfalls ein Sauerstoff- oder Schwefelatom
als Ringglieder auf und kann gesättigt, ungesättigt
oder aromatisch sein. Beispiele für gesättigtes
Heterocyclyl sind Morpholinyl, Piperidinyl, Piperazinyl und Pyrrolidinyl.
Beispiele für aromatisches Heterocyclyl sind Pyridinyl,
Pyrazolyl, Oxazolyl, Thiazolyl etc.
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Die
Farbstoffe der Formeln I bis IV können sowohl in freier
Form, in Form ihrer Salze und–sofern zwei durch eine Diazogruppe
-N=N- verbundene Reste jeweils einen in ortho-Position zur Diazogruppe
angeordneten Rest OH, COOH oder NH2 aufweisen – als
Metallkomplexe eingesetzt werden.
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Die
Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV weisen erfindungsgemäß wenigstens
einen Rest der Formel A auf. Der Rest A weist eine über
eine Sulfonylgruppe gebundene Vinylgruppe oder eine Gruppe der Formel CH2-CH2-Q auf (Gruppe
B), wobei der Rest Q in der Gruppe CH2-CH2-Q für eine unter alkalischen Bedingungen
abspaltbare Gruppe steht, so dass unter den alkalischen Färbebingungen
die Vinylsulfongruppe gebildet werden kann. Unter einer unter alkalischen
Bedingungen abspaltbaren Gruppe Q versteht man dementsprechend Reste,
die unter alkalischen Bedingungen, d. h. bei pH-Werten von 7,5 oder
darüber unter Eliminierung unter Ausbildung einer Vinylsulfongruppe
abgespalten werden. Beispiele für derartige Gruppen sind
Halogen, z. B. Chlor, Brom oder Iod, weiterhin -O-SO3H,
-S-SO3H, Dialkylamino, quartäres
Ammoniumreste wie Tri-C1-C4-alkylammonium,
Benzyldi-C1-C4-alkylammonium
oder N-gebundenes Pyridinium, sowie Reste der Formeln R3BS(O)2-, R4BS(O)2-O-, R5BC(O)-O-.
Hierin stehen R3B, R4B und
R5B unabhängig voneinander für C1-C4-Alkyl, C1-C4-Halogenalkyl
oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl (z. B. für unsubstituierte
oder für 1-, 2- oder 3-fach durch C1-C4-Alkyl, Halogen, Nitro, CN, C1-C4-Halogenalkyl, C1-C4-Alkoxy oder SO3H
substituiertes Phenyl), wobei R5B auch Wasserstoff
bedeuten kann. Bevorzugt steht Q für eine Gruppe -O-(CO)CH3 und insbesondere für -O-SO3H. Insbesondere bedeutet B eine Gruppe CH2-CH2-O-SO3H oder eine Gruppe CH2-CH2-O-C(O)CH3.
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Vorzugsweise
ist die Gruppe SO2B in meta- oder para-Position,
bezogen auf die Bindung #, an den Phenylring gebunden.
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Vorzugsweise
steht X im Rest der Formel A für eine Gruppe SO3H.
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Vorzugsweise
steht Y in Formel A für Wasserstoff oder eine Gruppe SO3H, insbesondere für Wasserstoff.
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Bevorzugt
sind insbesondere Azofarbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III
oder IV und ihre Salze, worin die Gruppe der Formel A ausgewählt
ist unter den Resten der Formeln A1 bis A18:
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Hierunter
sind insbesondere solche Farbstoffe der allgemeinen Formeln I, II,
III und IV bevorzugt, worin die Gruppe A ausgewählt ist
unter den Resten A1, A8, A13 und A15.
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In
den Farbstoffen der Formeln I und II sind die Reste Dk in der Regel
von gegebenenfalls substituiertem Anilin oder gegebenenfalls substituiertem α-
oder β-Naphthylamin Dk-NH2 abgeleitet,
das im Folgenden auch als Diazoniumkomponenten bezeichnet wird und
worin Dk die zuvor genannte Bedeutung hat und insbesondere für
Phenyl steht, das durch 1, 2 oder 3 der zuvor genannten Reste Ra substituiert ist.
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Bevorzuge
Reste Ra sind OH, Chlor, CH3,
OCH3, NO2, COOH,
SO3H, SO2CH3, SO2NHCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, C(O)CH3, C(O)NH2 und Phenylsulfonyl, worin der Phenylring
unsubstituiert sein kann oder 1 oder 2 unter OH, Chlor, CH3, OCH3, NO2, COOH, SO3H, SO2CH3, SO2NHCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, C(O)CH3 und C(O)NH2 ausgewählte Reste aufweisen kann.
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Vorzugsweise
steht Dk in den Formeln I und II für einen Rest, der von
einem gegebenenfalls substituiertes Anilin, einem gegebenenfalls
substituierten α-Naphthylamin oder einem gegebenenfalls
substituiertes β-Naphthylamin abgeleitet ist, oder für
eine Gruppe A. Insbesondere bevorzugt ist Dk von einem durch 1,
2 oder 3 Reste Ra substituierten Anilin
abgeleitet, d. h. Dk steht für Phenyl, das durch 1, 2 oder
3 Reste Ra, insbesondere durch 1, 2 oder
3 der als bevorzugt genannten Reste Ra substituiert
ist, oder Dk steht für einen Rest A, insbesondere einen
der als bevorzugt genannten Reste A1 bis A18.
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Beispiele
für geeignete Monoamine Dk-NH
2 sind
die im folgenden angegebenen Verbindungen DK1 bis DK39:
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Die
Reste Q in den Formeln DK21 bis DK25 bedeuten Wasserstoff C1-C4-Alkyl, Carboxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl,
C1-C4-Alkoxy oder
Phenylcarbonyl.
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Geeignete
Diazokomponenten Dk-NH2 sind weiterhin die
im folgenden angegebenen Naphthylamine DK40 bis 59: 4-Amino-3-hydroxynahpthalin-1-sulfonsäure
(DK40), 4-Amino-3-hydroxy-6-nitronaphthalin-1-sulfonsäure
(DK41), 6-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (Gammasäure,
DK42), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Chikago-S-Säure,
DK43), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (H-Säure
DK44), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (K-Säure,
DK45), 8-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (Clevesäure
7, DK46), 6-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (D-Säure,
DK47), 4-Aminonaphthalin-2,7-sulfonsäure (DK48), 5-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure
(DK49), 7-Amino-4,8-dihydroxynaphthalin-2- sulfonsäure (DK50),
2-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (DK51), 3-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(DK52), 3-Amino-1,5-disulfonsäure (DK53), 7-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure
(DK54), 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK55), 5-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure
(DK56), 7-Aminonaphthalin-1,3,5-trisulfonsäure (DK57),
4-Amino-3-hydroxy-7-[(4-methylphenyl)sulfonylamino]naphthalin-1-sulfonsäure
(DK58) und 7-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (I-Säure,
DK59).
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Beispiele
für geeignete Monoamine Dk-NH
2 sind
weiterhin die im folgenden angegebenen Verbindungen DK60 bis DK116:
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Bei
den Resten Ar in den Formeln I und II handelt es sich in um zweiwertige,
von Benzol oder Naphthalin abgeleitete Reste, die 1, 2, 3 oder 4
Substituenten Rb aufweisen können,
wobei Rb die für Ra angegebenen
Bedeutungen aufweisen kann. Insbesondere ist Rb ausgewählt
unter OH, NH2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist Rb ausgewählt
unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter
OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH. Vorzugsweise
ist Ar ein 1,3-Phenylenrest, der einen oder 2 Substituenten Rb, insbesondere einen oder 2 der als bevorzugt
angegebenen Reste Rb aufweist.
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Vorzugsweise
steht n in Formel I für 0.
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R1 steht in Formel I vorzugsweise für
OH.
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R2 steht in Formel I vorzugsweise für
OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino oder Hydroxy-C1-C4-alkylamino.
Insbesondere ist R2 ausgewählt
unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH,
NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell
unter OH und NH2.
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Unter
den Farbstoffen der Formel I sind insbesondere solche der Formel
I' und speziell solche der Formel Ia bevorzugt. Gleichermaßen
bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
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In
Formeln I' und Ia haben A, R1 und Dk die
zuvor genannten Bedeutungen, insbesondere die als bevorzugt genannten
Bedeutungen. R2a weist eine der für
R2 angegebenen Bedeutungen auf und steht
vorzugsweise für OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino
oder C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino.
Insbesondere ist R2a ausgewählt
unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter
OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell
unter OH und NH2. R2A ist vorzugsweise in
der meta-Position zu R1 bzw. zur OH-Gruppe
angeordnet.
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Beispiele
für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel I sind solche
der allgemeinen Formel Ia, worin Dk, A und R
2a die
in der folgenden Tabelle I genannten Bedeutungen haben sowie die
Metallkomplexe. Tabelle
I:
- Dk2:
2-Hydroxy-3-(hydroxysulfonyl)-5-nitrophenyl
- Dk5: 2-Hydroxy-3,5-dinitrophenyl
- Dk8: 2-Hydroxy-5-(hydroxysulfonyl)-3-nitrophenyl
- Dk8: 2-Hydroxy-3,5-bis(hydroxysulfonyl)phenyl
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Bei
den Resten Ar' in den Formel II handelt es sich in um zweiwertige,
von Benzol oder Naphthalin abgeleitete Reste, die 1, 2, 3 oder 4
Substituenten Rb' aufweisen können,
wobei Rb' die für Rb angegebenen Bedeutungen
aufweisen kann. insbesondere ist Rb' ausgewählt
unter OH, NH2, Halogen, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist Rb ausgewählt
unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter
OH, NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH. Vorzugsweise
ist Ar ein 1,3-Phenylenrest, der einen oder 2 Substituenten Rb', insbesondere einen oder 2 der als bevorzugt
angegebenen Reste Rb' aufweist.
-
In
der Formel II steht vorzugsweise p = 0. Insbesondere bevorzugt sind
Farbstoffe der allgemeinen Formel II sowie deren Salze und Metallkomplexe,
worin sowohl p = 0 als auch q = 0 sind.
-
Unter
den Farbstoffen der Formel II sind insbesondere solche der Formel
II' und speziell solche der Formel IIa bevorzugt. Gleichermaßen
bevorzugt sind ihre Salze und Metallkomplexe.
worin
Dk, A, R
2x, k und m die zuvor genannten
Bedeutungen aufweisen, wobei Dk und A vorzugsweise die als bevorzugt
angegebenen Bedeutungen aufweisen.
-
In
den Formeln II, II' und IIa steht die Variable m vorzugsweise für
1.
-
In
den Formeln II, II' und IIa steht die Variable k vorzugsweise für
1.
-
R2x ist in den Formeln II, II' und IIa vorzugsweise
ausgewählt unter NH2, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino,
(HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den drei zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist R2x ausgewählt
unter NH2, NHCH3,
NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NH-CH2CH2OH und NH-CH2SO3H.
-
Beispiele
für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel II sind
solche der allgemeinen Formel IIa, worin Dk, A und R
2x die
in der folgenden Tabelle II genannten Bedeutungen haben, die Gruppe
SO
3H in der 3-Position und die Gruppe R
2x in der 6-Position des Naphthalinrings
angeordnet sind, sowie die Metallkomplexe. Tabelle
II:
-
Unter
den Farbstoffen der Formel III, ihren Salzen und ihren Metallkomplexen
sind solche bevorzugt, worin R1 für
eine OH-Gruppe steht. In Formel III können die Reste R1 gleich oder verschieden sein und sind insbesondere
gleich.
-
In
Formel III haben die Reste A vorzugsweise eine der für
A als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere stehen die
Reste A für einen Rest der Formeln A1 bis A18 und sind
speziell ausgewählt unter den Resten A1, A8, A13 und A15.
In Formel III können die Reste A gleich oder verschieden
sein und sind insbesondere gleich.
-
R2 steht in Formel III vorzugsweise für
OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino oder Hydroxy-C1-C4-alkylamino.
Insbesondere ist R2 ausgewählt
unter OH, NH2, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino, insbesondere unter OH,
NH2, OCH3, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3 und NH-CH2CH2OH und speziell
unter OH und NH2. In Formel III können
die Reste R2 gleich oder verschieden sein
und sind insbesondere gleich.
-
In
dem Rest T in Formel IV sind die Reste R
3 und
R
3a unabhängig voneinander vorzugsweise
ausgewählt unter Wasserstoff, COOH, SO
3H
und OH. Vorzugsweise sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur
Gruppe D angeordnet. In dem Rest T in Formel III ist der bivalente
Rest D vorzugsweise ausgewählt unter einer Bindung CH
2, NH, SO
2, Ethen-1,2-diyl,
S(O)
2NH und C(O)NH. Dementsprechend sind
die Reste T in Formel III vorzugsweise ausgewählt unter
den im folgenden genannten Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und
T-7:
-
In
den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 haben R3 und
R3a vorzugsweise die zuvor genannten Bedeutungen.
Insbesondere stehen in Formel T-1 R3 und
R3a jeweils für Wasserstoff, OH
oder COOH. In Formel T-2 steht R3 vorzugsweise
für Wasserstoff und R3a steht vorzugsweise
für eine Sulfonylgruppe. In der Formel T-3 stehen R3 und R3a vorzugsweise
für Wasserstoff. In der Formel T-4 stehen R3 und
R3a vorzugsweise für Wasserstoff.
In der Formel T-5 stehen R3 und R3a vorzugsweise für SO3H.
In der Formel T-6 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff.
Vorzugsweise stehen R3 und R3a in
der Formel T-7 unabhängig voneinander für OH,
SO3H oder COOH, wobei einer der Reste R3a oder R3 auch für
Wasserstoff stehen kann. In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4 und T-6
sind die Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe
D angeordnet.
-
Beispiele
für bevorzugte Reste T-1 sind die folgenden Reste T-1.1,
T-1.2, T-1.3 und T-I.4:
-
Beispiele
für bevorzugte Reste T-2, T-3 und T-4 sind die Reste T-2.1,
T-2.2, T-3.1 und T-4.1:
-
Beispiele
für bevorzugte Reste T-5 und T-6 sind die Reste T-5.1 und
T-6.1:
-
Beispiele
für bevorzugte Reste T-7 sind die im folgenden genannten
Reste T-7.1, T-7.2, T-7.3, T-7.4 und T-7.5.
-
-
Unter
den Farbstoffen der Formel III sind insbesondere solche der Formel
IIIa bevorzugt. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze
und Metallkomplexe.
-
-
In
Formel IIIa haben T und A die zuvor genannten Bedeutungen, insbesondere
die als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere steht T
für einen der Reste T-1, T-2, T-3, T-4, T-5 oder T-6, worin
die Verknüpfungspunkte # vorzugsweise in para-Position
zur Gruppe D angeordnet sind und worin R3a und
R3 vorzugsweise eine der als bevorzugt angegebenen
Bedeutungen aufweisen.
-
Beispiele
für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel III sind
solche der allgemeinen Formel IIIa, worin A und T die in der folgenden
Tabelle III genannten Bedeutungen haben, sowie die Metallkomplexe. Tabelle III:
| Farbstoff | Rest
A | Rest
T | Metallkomplex |
| III.1 | A1 | T-1.4 | |
| III.2 | A13 | T-1.4 | |
| III.3 | A4 | T-1.4 | |
| III.4 | A7 | T-1.4 | |
| III.5 | A13 | T-1.1 | |
| III.6 | A13 | T-1.1 | Cu |
| III.7 | A1 | T-1.1 | |
| III.8 | A1 | T-1.1 | Cu |
| III.9 | A1 | T-3.1 | |
| III.10 | A13 | T-3.1 | |
| III.11 | A4 | T-3.1 | |
| III.12 | A7 | T-3.1 | |
| III.13 | A1 | T-4.1 | |
| III.14 | A13 | T-4.1 | |
| III.15 | A4 | T-4.1 | |
| III.16 | A7 | T-4.1 | |
| III.17 | A1 | T-5.1 | |
| III.18 | A13 | T-5.1 | |
| III.19 | A4 | T-5.1 | |
| III.20 | A7 | T-5.1 | |
| III.21 | A1 | T-6.1 | |
| III.22 | A1 | T-1.3 | |
| III.23 | A13 | T-1.3 | |
| III.24 | A4 | T-2.2 | |
| III.25 | A7 | T-7.5 | |
| III.26 | A1 | T-1.2 | |
| III.27 | A1 | T-1.2 | Cu |
-
In
Formel IV weist der Rest A vorzugsweise eine der für A
als bevorzugt angegebenen Bedeutungen auf. Insbesondere steht der
Rest A für einen Rest der Formeln A1 bis A18 und ist speziell
ausgewählt unter den Resten A1, A8, A13 und A15.
-
X
steht in Formel IV vorzugsweise für OH, NH2,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino,
(HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist X ausgewählt unter OH, NH2,
C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Dialkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino,
Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino,
speziell unter OH, NH2, OCH3,
NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl,
NH-CH2-SO3H und
NH-CH2CH2OH. Besonders
bevorzugt steht X für OH oder NH2.
-
Y
steht in Formel IV vorzugsweise für Wasserstoff, OH, NH2, C1-C4-Alkoxy,
C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino,
(HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino, C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy, C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylsulfonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 4 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist Y ausgewählt unter Wasserstoff, OH, NH2, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Dialkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino,
(HO3S-C1-C4-Alkyl)amino, Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino,
insbesondere unter Wasserstoff, OH, NH2,
OCHS, NHCH3, N(CH3)2, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl,
NH-CH2-SO3H und
NH-CH2CH2OH. Besonders
bevorzugt steht Y für OH oder NH2.
-
Insbesondere
steht einer der beiden Reste X oder Y für OH und der verbleibende
Rest X oder Y steht für Wasserstoff oder für einen
der folgenden Substituenten: NH2, C1-C4-Alkylamino,
C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino,
C1-C4-Alkylcarbonylamino,
N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino,
C1-C4-Alkylsulfonylamino,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 3 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann.
Insbesondere ist der verbleibende Rest X oder Y ausgewählt
unter Wasserstoff, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino,
Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino,
speziell unter Wasserstoff, NH2, NHCH3, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl,
NH-CH2-SO3H und NH-CH2CH2OH. Besonders
bevorzugt steht der verbleibende Rest X oder Y für NH2.
-
Als
Reste Kk kommen grundsätzlich alle einwertigen aromatischen
Reste in Betracht, die sich von einem gegebenenfalls substituierten
Benzol, Naphthalin, Pyrazol, Diphenylamin, Diphenylmethan, Pyridin,
Pyrimidin oder Diphenylether ableiten, die noch eine freie Positionen
aufweisen, auf die eine Diazoniumverbindung gekuppelt werden kann.
Die den Resten Kk zugrundeliegenden Verbindungen werden in der Fachwelt
auch als Kupplungskomponente bezeichnet. Gegebenenfalls susbstituiert
bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die von Benzol, Naphthalin,
Pyrazol, Diphenylamin, Diphenylmethan, Pyridin, Pyrimidin oder Diphenylether
abgeleiteten Reste 1, 2, 3 oder 4 Substituenten aufweisen können,
die unter SO3H, COOH, CN, CONH2, OH,
NH2, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl,
Carboxy-C1-C4-alkyl,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4- Alkylamino,
C1-C4-Dialkylamino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyl,
C1-C4-Dialkylaminocarbonyl,
C1-C4-Alkylcarbonylamino, N-(C1-C4-Alkylcarbonyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino,
C1-C4-Alkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Dialkylaminocarbonyloxy,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino, C1-C4-Hydroxy-C1-C4-alkylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino,
C1-C4-Alkylsulfonyl,
Hydroxy-C1-C4-alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonyl,
C1-C4-Alkylsulfonylamino,
Aminocarbonyl, ein Rest der Formel SO2NR11R12, worin R11 und R12 unabhängig
voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO
oder C1-C4-Alkylaminocarbonyl
stehen, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino,
Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino,
Phenyl, Phenylamino, Phenylaminocarbonyl, Phenoxy, Phenylsulfonyl,
Phenylsulfonylamino, Phenylaminosulfonyl, Phenylcarbonylamino, Phenylaminocarbonyloxy,
Phenylaminocarbonylamino, wobei die 12 letztgenannten Reste am Phenylring
unsubstituiert sind oder 1, 2 oder 3 Substituenten, ausgewählt
unter C1-C4-Alkyl,
OH, COOH, C1-C4-Alkoxy,
C1-C4-Alkylcarbonyloxy,
C1-C4-Alkylcarbonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonyl,
NH2, NO2, SO3H und Halogen aufweisen kann, wobei einer
der Substituenten an Phenyl auch für eine Gruppe SO2-B stehen kann, worin B die zuvor genannten
Bedeutungen aufweist und insbesondere für eine Gruppe CH=CH2, CH2CH2OSO3H oder CH2CH2OSO3H steht.
-
Geeignet
Kupplungskomponenten sind Reste, die sich beispielsweise von Benzol
abgeleitete Verbindungen der allgemeinen Formel Kk-A, von Naphthalin
abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-B, von Chinolin abgeleitete
Verbindungen der Formel Kk-C, von Pyrazol abgeleitete Verbindungen
der Formel Kk-D, von Diphenylmethan abgeleitete Verbindungen der
Formel Kk-E, von Diphenylamin abgeleiteten Verbindungen der Formel
Kk-F, von Pyridin abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-G und von
Pyridon abgeleitete Verbindungen der Formel Kk-H ableiten, d. h.
ein aromatisches Wasserstoffatom in diesen Verbindungen Kk-A–Kk-H
ist durch eine Bindung zu der an Kk gebundenen Diazogruppe ersetzt:
-
In
der Formel Kk-A stehen R11 für
NH2, OH, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino, Hydroxy-C1-C4-alkylamino, Carboxy-C1-C4-alkylamino, C1-C4-Alkylcarbonylamino oder Phenylamino, R12 für Wasserstoff, NH2,
OH, C1-C4-Alkoxy,
Hydroxy-C1-C4-alkylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino,
C1-C4-Alkylamino, Di-C1-C4-alkylamino und
R13 für Wasserstoff, CN, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, CONH2, C1-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Alkylsulfonyloxy,
SO2-Phenyl, SO3H,
C1-C4-Alkylcarbonyl,
C1-C4-Alkoxycarbonyl,
1-Hydroxyethyl, COOH, Cl, Br, F, SO2NR56R57, NO2, oder NH2, wobei
R56 und R57 unabhängig
voneinander für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Formyl, C1-C4-Alkylcarbonyl, C1-C4-Alkyloxycarbonyl, NH2-CO,
C1-C4-Alkylaminocarbonyl,
stehen.
-
In
Formel Kk-B stehen R14 und R15 unabhängig
voneinander für Wasserstoff oder weisen eine der als R11 genannten Bedeutungen auf, wobei R15 auch für SO3H
stehen kann. R16 steht für Wasserstoff,
OH, SO3H, C1-C4-Alkylsulfonylamino, C1-C4-Alkylaminosulfonyl, C1-C4-Alkylaminosulfonylamino, Di-C1-C4-alkylaminosulfonylamino, C1-C4-Alkoxycarbonylamino, Phenylsulfonylamino,
das am Phenylring einen oder zwei Substituenten, ausgewählt
unter C1-C4-Alkyl,
C1-C4-Alkoxy oder
Halogen aufweisen kann. R17 steht für
Wasserstoff, OH oder eine Gruppe SO3H.
-
In
Formel Kk-C stehen R18 bis R20 unabhängig
voneinander für Wasserstoff, OH oder C1-C4-Alkyl.
-
In
Formel Kk-D steht R21 für Wasserstoff,
Phenyl oder Naphthyl, wobei die 2 letztgenannten Gruppen 1, 2 oder
3 Substituenten aufweisen können, die ausgewählt
sind unter Wasserstoff, OH, Halogen, C1-C4-Alkyl, SO3H, NO2 und der zuvor definierten Gruppe B-SO2-. In einer Ausführungsform der
Erfindung steht R21 für eine der
zuvor definierten Gruppen A und insbesondere für eine der
Gruppen A1 bis A18. R22 bedeutet Wasserstoff, COOH,
COO-C1-C4-Alkyl
oder C1-C4-Alkyl.
-
In
Formel Kk-E bedeuten R23 und R25 unabhängig
voneinander Wasserstoff, COOH, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl. R24 und
R26 stehen unabhängig voneinander
Wasserstoff, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl,
-
In
Formel Kk-F bedeuten R27 und R29 unabhängig
voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, Hydroxy oder
C1-C4-Alkyl. R28 und R30 stehen
unabhängig voneinander Wasserstoff, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl,
-
In
Formel Kk-G bedeuten R48, R49,
R50 und R51 unabhängig
voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, NH2, CN, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl.
-
In
Formel Kk-H bedeuten R52, R53,
R54 und R55 unabhängig
voneinander Wasserstoff, SO3H, COOH, NH2, CN, Hydroxy oder C1-C4-Alkyl.
-
Beispiele
für Kupplungskomponenten der Formel Kk-A sind die vorgenannten
Anilinverbindungen DK3, DK4, DK6, DK7, DK11, DK13, DK14, DK15, DK18,
DK21 bis DK27, DK29, DK30, DK33, DK36, DK38, DK39, DK60 bis DK83,
weiterhin Salicylsäure (Kk1), 3-Aminophenol (Kk2), Resorcin
(Kk3), 3-Phenylaminophenol (Kk4), 1,3-Diaminobenzol (Kk5), 3-Acetylamino-anilin
(Kk6), 2-Nitro-anilin (Kk7), 3-(Diethylamino)phenol (Kk8), 3-(Morpholin-1-yl)phenol
(Kk9), 3-(Diethylamino)-anilin (Kk10), N-Acetyl-3-(diethylamino)anilin (Kk11),
N-(3-Hydroxyphenyl)glycin (Kk12), 3-(2-Hydroxyethyl)aminophenol
(Kk13), 2,4-Diaminotoluol (Kk14), 2,4-Diaminobenzolsulfonsäure
(Kk15), 2,4-Diamino-1-nitrobenzol (Kk16), N-(3-Amino-6-methylphenyl)glycin (Kk17),
2,4-Diamino-5-methylbenzolsulfonsäure (Kk18), 2,4-Diamino-1-hydroxybenzol
(Kk54), 2,4-Diamino-1-methoxybenzol (Kk55), 2,4-Diamino-1-chlorobenzol
(Kk56), 1,2,4-triaminobenzol (Kk57), 3-(Dimethylamino)-anilin (Kk58),
3-(Dimethylamino)-1-nitrobenzol (Kk59), 2-(N,N-diethylamino)-4-acetylamino-1-methoxybenzol
(Kk60), 2-(N,N-diethylamino)-4-amino-1-methoxybenzol (Kk61), 2,4-Diamino-1-benzolsulfonamid (Kk62),
2-amino-4-acetylamino-1-methoxybenzol (Kk63), 2-Amino-4-acetylamino-1-chlorobenzol
(Kk64) und 3-Methoxyanilin (Kk65).
-
Beispiele
für Kupplungskomponenten der Formel Kk-B sind 2-Naphthol
(Kk19), 2-Phenylaminonaphthalin (Kk20), 4-Methyl-1-naphthol (Kk21),
8-Methoxycarbonylamino-2-naphthol (Kk22), 8-Acetylamino-2-naphthol
(Kk23), 8-Methylaminosulfonyl-2-naphthol (Kk24), 8-Dimethylaminosulfonylamino-2-naphthol (Kk25),
6-[(4-Methylphenyl)sulfonyl]amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure
(Kk26), 8-Phenylaminonaphthalin-1-sulfonsäure (Kk27), 6-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure
(DK42), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (DK43),
4-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK44), 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7- disulfonsäure
(DK45), 8-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure (DK46), 6-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK47),
4-Aminonaphthalin-2,7-disulfonsäure (DK48), 5-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure
(DK49), 7-Amino-4,8-dihydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (DK50),
2-Amino-5-hydroxynaphthalin-1,7-disulfonsäure (DK51), 3-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(DK52), 3-Amino-1,5-disulfonsäure (DK53), 7-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure
(DK54), 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK55), 5-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure (DK56),
7-Aminonaphthalin-1,3,5-trisulfonsäure (DK57), 7-Amino-4-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure
(DK59), 4-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure (Kk28), 3-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(Kk29), 4-(Phenylcarbonyl)amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(Kk30), 4,6-Dihydroxynaphthalin-2-sulfonsäure (Kk31), 4,5-Dihydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(Kk32), 4-(Phenylcarbonyl)amino-5-hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure
(Kk33), 4-Hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure (Kk34), 4,5-Dihydroxynaphthalin-1-sulfonsäure
(Kk35), 7-Hydroxynaphthalin-1,3-disulfonsäure (Kk36), 8-Hydroxynaphthalin-1-sulfonsäure
(Kk37), 4,6-Dihydroxy-7-hydroxycarbonylnaphthalin-2-sulfonsäure
(Kk38) und 4-Acetylamino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
(Kk39).
-
Beispiele
für Kupplungskomponenten Kk-C sind 2,4-Dihydroxychinolin
(Kk40) und 8-Hydroxychinolin (Kk41).
-
Beispiele
für Kupplungskomponenten Kk-D sind 3-Methyl-5-hydroxypyrazol
(Kk42), 1-Phenyl-3-methyl-5-hydroxypyrazol (Kk43), 1-[4-(2-Hydroxysulfonyloxyethyl)-2-hydroxysulfonylphenyl]-3-methyl-5-hydroxypyrazol
(Kk44), 1-[4-(2-Hydroxysulfonyloxyethyl)-2-hydroxysulfonylphenyl]-5-hydroxypyrazol-3-carbonsäure (Kk45),
1-[4-Hydroxysulfonylphenyl]-5-hydroxypyrazol-3-carbonsäure
(Kk46) und 1-[6-Hydroxysulfonylnaphthalin-2-yl]-5-hydrox-3-methylypyrazol
(Kk47), 1-[4-Hydroxysulfonylphenyl]-3-methyl-5-hydroxypyrazol (Kk48).
-
Ein
Beispiel für Kupplungskomponenten Kk-E ist 4,4'-Dihydroxydiphenylmethan-3,3'-dicarbonsäure (Kk49).
-
Ein
Beispiel für eine Kupplungskomponente Kk-F ist 4,4'-Dihydroxydiphenylamin
(Kk50).
-
Ein
Beispiel für eine Kupplungskomponente Kk-G ist 2,6-Diamino-pyridin
(Kk51).
-
Beispiele
für Kupplungskomponenten Kk-H sind 1-Methyl-2-pyridon (Kk52)
und 3-Cyano-4-methyl-6-hydroxy-1-ethylpyridon (Kk53).
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Geeignete
Reste Kk sind insbesondere einwertige von einem gegebenenfalls substituierten
Benzol, Naphthalin oder Pyrazol abgeleitete Reste, z. B. die von
den Kupplungskomponenten Kk-A, Kk-B und Kk-D abgeleiteten einwertige
Reste wie die von den Anilinverbindungen DK3, DK4, DK6, DK7, DK11,
DK13, DK14, DK15, DK18, DK21 bis DK27, DK29, DK30, DK33, DK36, DK38,
DK39, DK42 bis DK83, Kk1 bis Kk18 und Kk54 bis Kk65 abgeleiteten
Reste, die von Naphthalinverbindungen Kk27 bis Kk39 und DK42 bis
DK59 abgeleiteten Reste sowie die von den Pyrazolverbindungen Kk42
bis Kk48 abgeleiteten Reste.
-
Bei
den Resten T* in Formel IV handelt es sich um zweiwertige aromatische
Reste der Formel T, wie sie im Zusammenhang mit der Formel III definiert
worden sind. In dem Rest T* in Formel IV sind die Reste R3 und R3a unabhängig
voneinander vorzugsweise ausgewählt unter Wasserstoff,
COOH, SO3H und OH. Vorzugsweise sind die
Verknüpfungspunkte # in para-Position zur Gruppe D angeordnet.
In dem Rest T in Formel IV ist der bivalente Rest D vorzugsweise
ausgewählt unter einer chemischen Bindung, CH2,
NH, SO2, Ethen-1,2-diyl, S(O)2NH
und C(O)NH. Dementsprechend sind die Reste T* in Formel IV vorzugsweise
ausgewählt unter den zuvor genannten Resten T-1, T-2, T-3,
T-4, T-5, T-6 und Rest T-7.
-
In
den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 haben R3 und
R3a vorzugsweise die zuvor genannten Bedeutungen.
Insbesondere stehen in Formel T-1 R3 und
R3a jeweils für Wasserstoff, OH
oder COOH. In Formel T2 steht R3 vorzugsweise
für Wasserstoff und R3a steht vorzugsweise
für eine Sulfonylgruppe. In der Formel T-3 stehen R3 und R3a vorzugsweise
für Wasserstoff. In der Formel T-4 stehen R3 und
R3a vorzugsweise für Wasserstoff.
In der Formel T-5 stehen R3 und R3a vorzugsweise für SO3H.
In der Formel T-6 stehen R3 und R3a vorzugsweise für Wasserstoff.
In den Resten T-1, T-2, T-3, T-4, T-5 und T-6 sind die Verknüpfungspunkte #
in para-Position zur Gruppe D angeordnet.
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Beispiele
für bevorzugte Reste T-1 sind die zuvor genannten Reste
T-1.1, T-1.2, T-1.3 und T-1.4. Beispiele für bevorzugte
Reste T-2, T-3, T-4, T-5, T-6 und T-7 sind die zuvor genannten Reste
T-2.1, T-2.2, T-3.1, T-4.1, T-5.1, T-6.1, T-7.1, T-7.2, T-7.3, T-7.4
und T-7.5.
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Unter
den Farbstoffen der Formel IV sind insbesondere solche bevorzugt,
worin r und s jeweils für 1 stehen Farbstoffe der Formel
IVa). Insbesondere sich solche der Formel IVa bevorzugt, worin die
beiden Sulfonylgruppen in der 2 bzw. der 7-Position des Naphthalinrings
angeordnet sind. Gleichermaßen bevorzugt sind ihre Salze
und Metallkomplexe.
-
-
In
Formel IVa haben A, Kk, X, Y und T* die zuvor genannten Bedeutungen,
insbesondere die als bevorzugt angegebenen Bedeutungen. Insbesondere
steht T* für einen der Reste T-1, T-2, T-3, T-4, T-5, T-6
oder T-7 worin die Verknüpfungspunkte # vorzugsweise in
para-Position zur Gruppe D angeordnet sind und worin R3a und
R3 vorzugsweise eine der als bevorzugt angegebenen
Bedeutungen aufweisen. Insbesondere steht einer der beiden Reste
X oder Y für OH und der verbleibende Rest X oder Y steht
für Wasserstoff oder für einen der folgenden Substituenten:
NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-alkyl)amino, C1-C4-Alkylcarbonylamino,
N-(C1-C4-Alkyl)-N-(C1-C4-alkylcarbonyl)amino,
C1-C4-Alkylaminocarbonylamino, C1-C4-Dialkylaminocarbonylamino,
C1-C4-Alkoxycarbonylamino,
Carboxy-C1-C4-alkylamino,
C1-C4-Alkylsulfonylamino,
Phenylaminocarbonylamino, Phenylcarbonylamino und Phenylsulfonylamino,
wobei der Phenylring in den 3 zuletzt genannten Resten unsubstituiert
ist oder 1, 2 oder 3 unter OH, NO2, Halogen,
C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkyl, und SO3H ausgewählte Reste aufweisen kann;
Insbesondere ist der verbleibende Rest X oder Y ausgewählt
unter Wasserstoff, NH2, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Dialkylamino, C1-C4-Hydroxyalkylamino, (HO3S-C1-C4-Alkyl)amino,
Phenylcarbonylamino und C1-C4-Alkylcarbonylamino,
speziell unter Wasserstoff, NH2, NHCH3, NHC(O)CH3, NHC(O)CH2CH3, NHC(O)-Phenyl,
NH-CH2-SO3H und
NH-CH2CH2OH. Besonders bevorzugt
steht der verbleibende Rest X oder Y für NH2.
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Beispiele
für besonders bevorzugte Farbstoffe der Formel IV sind
solche der allgemeinen Formel IVa', worin X, Y, A und T* die in
der folgenden Tabelle IV genannten Bedeutungen haben, sowie die
Metallkomplexe. Tabelle
IV:
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Erfindungsgemäß enthalten
die Farbstoffmischungen wenigstens zwei voneinander verschiedene Farbstoffe,
wobei jeder der Farbstoffe eine Gruppe der Formel A aufweist und
wobei jeder der Farbstoffe in Form der freien Säure, in
Form eines Salzes, in Form eines Metallkomplexes oder in Form eines
Salzes eines solchen Metallkomplexxes enthalten sein kann.
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Erfindungsgemäß sind
die in den Mischungen enthaltenen Farbstoffe der Formeln I, II,
III oder IV und deren Metallkomplexe anionisch, d. h. sie weisen
wenigstens eine, z. B. 1 bis 10, insbesondere 2 bis 6 anionische
oder saure funktionelle Gruppen je Farbstoffmolekül auf.
Diese Gruppen verleihen den Farbstoffen unter schwach sauren, neutralen
oder alkalischen Bedingungen Wasserlöslichkeit. Insbesondere
handelt es sich um anionische bzw. saure funktionelle Gruppen, die
im wässrigen Medium bei pH-Werten oberhalb 4, unter Bildung
anionischer Gruppen dissoziieren. Beispiele für derartige
Gruppen sind Hydroxysulfonylgruppen (-SO3H),
Carboxylgruppen (COOH) und Hydroxysulfonyloxygruppen (-O-SO3H) sowie die Anionen dieser Gruppen, wobei
vorzugsweise wenigstens eine und insbesondere wenigstens zwei dieser
Gruppen Hydroxysulfonylgruppen sind. Dementsprechend können
die Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV als einbasische oder mehrbasische,
vorzugsweise wenigstens 2 basische, z. B. 2 bis 10 oder 2 bis 6
basische Säuren oder Salze vorliegen. Sofern die sauren
Gruppen im Farbstoff als anionische Gruppen vorliegen, d. h. der
Farbstoff ein Salz ist, versteht es sich von selber, dass der Farbstoff
auch die zur Neutralisation erforderlichen Gegenionen umfasst. Geeignete
Gegenionen sind insbesondere Alkalimetallionen, speziell Natrium-,
Kalium- und Lithium-Ionen sowie Ammoniumionen, z. B. NH4+
und Ammoniumionen, die sich von Mono- Di oder Trialkylaminen oder
Mono-, Di- oder Tri(hydroxyalkyl)aminen wie Mono-, Di- oder Triethanolamin
ableiten.
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In
den erfindungsgemäßen Mischungen können
anstelle oder zusammen mit den Farbstoffen der Formeln I, II, III
bzw. IV auch die Metallkomplexe, vorzugsweise Übergangsmetallkomplexe
der vorgenannten Farbstoffe, insbesondere Komplexe der Übergangsmetalle
der Gruppen VI bis X des Periodensystems und hierunter insbesondere
des Cu, Cr, Fe, Ni, Co, Mn, Zn und Cd und deren Salze sowie die
Salze dieser Metallkomplexe verwendet werden. Das Molverhältnis
von Übergangsmetall zu Farbstoffmolekül in diesen
Metallkomplexen liegt üblicherweise im Bereich von 2:1
bis 1:2. In der Regel erfolgt in diesen Farbstoffen die Komplexierung
der Metallionen nicht über die vorgenannten anionischen
Gruppen sondern über deprotonierte Hydroxylgruppen, über
Aminogruppen, Iminogruppen, Stickstoffatome, die in ein aromatischen π-Elektronensystem
eingebunden sind, oder über Azogruppen.
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Die
in den erfindungsgemäßen Mischungen enthaltenen
Farbstoffe der Formeln I, II, III und IV sind aus den eingangs zitierten
WO 2005/040490 und der
WO 2005/121439 bekannt
oder können in Analogie zu bekannten Herstellungsverfahren
für strukturell ähnliche Farbstoffe, wie sie in
dem hier zitierten Stand der Technik sowie in
EP 602 562 ,
EP-A 597 411 ,
EP-A 592 105 oder
DE 43 196 74 , sowie in einschlägigen
Monographien beschrieben werden (siehe z. B.: Grundlagen der Synthese
von Zwischenprodukten und Farbstoffen.
N. N. Woroshzow,
Akademie-Verlag, Berlin, 1966 (493–524),
Chemie
der Azofarbstoffe, H. Zollinger, Birkhäuser-Verlag Berlin
1958, Künstliche organische Farbstoffe und ihre
Zwischenprodukte,
H. R. Schweizer, Springer-Verlag, Berlin-Göttingen-Heidelberg
1964 (416–495),
H. Baumann, H. R. Hensel,
Fortschritte der chemischen Forschung Bd. 7, 1967, 643–761 und
darin zitierte Literatur), hergestellt werden.
-
Zur
Herstellung der Farbstoffe F wird man in der Regel eine Aminoverbindung
der Formel A-NH
2 zunächst diazotieren
und dann auf ein entsprechendes Farbstoffvorprodukt kuppeln. Das
bei der Reaktion der Aminoverbindung A-NH
2 bzw.
ihres Diazoniumsalzes mit dem Farbstoff-Vorprodukt erhaltene Reaktionsprodukt
kann bereits der Farbstoff sein oder seinerseits ein Vorprodukt
für den Farbstoff darstellen, das in Analogie zu bekannten
Verfahren zum Farbstoff F weiterverarbeitet wird. Verfahren hierzu
sind aus dem hier zitierten Stand der Technik bekannt oder können
in analoger Weise zur Herstellung der Farbstoffe der Formeln I,
II, III oder IV angewendet werden.
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Die
Herstellung der erfindungsgemäß zur Anwendung
kommenden Azofarbstoffe der allgemeinen Formeln I, II, III oder
IV und ihrer Metallkomplexe umfasst in der Regel eine mehrstufige
Diazotierung/Kupplungs-Sequenz, wobei die jeweilige Farbstoffe durch
sukzessives Diazotieren/Kuppeln aufgebaut werden, d. h. die Verknüpfung
der einzelnen Bausteine Diazogruppen erfolgt sukzessive, oder durch
eine konvergente Synthese, d. h. Molekülgruppen des Farbstoffs,
die bereits Azogruppen aufweisen, werden generiert und anschließend über
eine weitere Diazotierung/Kupplung mit einem weiteren Molekülteil
des Farbstoffs, das ebenfalls bereits eine oder mehrere Azogruppen
aufweist, verknüpft.
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Farbstoffe
der Formel 1 können beispielsweise durch sukzessive Kupplung
einer Verbindung A-NH2, wie zuvor definiert,
und einer Verbindung Dk-NH2 oder Dk-N=N-Ar-NH2 auf eine durch R1 und
R2 substituierte Benzolverbindung hergestellt
werden.
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Verbindungen
der Formel II werden z. B. durch sukzessives Kuppeln einer Verbindung
einer Verbindung A-NH2, wie zuvor definiert,
oder einer Verbindung A-N=N-Ar'-NH2, und
einer Verbindung Dk-NH2 oder Dk-N=N-Ar-NH2 auf eine durch R1,
(SO3H)k und (R2x)m substituierte
Naphthalinverbindung hergestellt.
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Farbstoffe
der Formel III können beispielsweise dadurch hergestellt
werden, dass man ein Diamin der Formel T-(NH2)2, worin T die zuvor genannten Bedeutungen
aufweist, tetrazotiert (also in das Tetrazoniumsalz überführt),
das tetrazotierte Produkt auf eine durch R1 und
R2 substituierte Benzolverbindung kuppelt
und auf das Kupplungsprodukt das Diazoniumsalz der Verbindung A-NH2 kuppelt. Alternativ kann man zunächst
die Verbindung A-NH2 diazotieren und einmal
auf eine durch R1 und R2 substituierte
Ben zolverbindung kuppelt, und das Umsetzungsprodukt mit dem Tetrazoniumsalz
des Diamins der Formel T-(NH2)2 in
einer Stöchiometrie von 2:1 umsetzt.
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Farbstoffe
der Formel IV werden beispielsweise dadurch hergestellt, dass man
zunächst eine Verbindung A-NH2 diazotiert,
auf eine geeignete, durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppelt,
und das Kupplungsprodukt mit der mit dem Diazoniumsalz +N2-T*-N=N-Kk umsetzt. Letzteres wird in der
Regel durch Umsetzung der Tetrazoniumverbindung von T-(NH2)2 mit der dem Rest
Kk zugrundeliegenden Kupplungskomponente KkH in situ hergestellt.
Alternativ kann man die Verbindung T-(NH2)2 zunächst in das Tetrazoniumsalz überführen,
anschließend mit einem Äquivalent der Kupplungskomponente
KkH kuppeln, das dabei erhaltene Kupplungsprodukt, welches noch
eine Diazoniumgruppe aufweist, auf die durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppeln
und anschließend auf das dabei erhaltene Kupplungsprodukt
das Diazoniumsalz der Verbindung A-NH2 kuppeln.
Farbstoffe der Formel IV werden insbesondere auch dadurch hergestellt,
dass man zunächst die Tetrazoniumverbindung von T-(NH2)2 herstellt und
auf eine geeignete, durch X, Y, (SO3H)p und (SO3H)p substituierte Naphthalinverbindung kuppelt,
wobei man ein Kupplungsprodukt K1 erhält, worin noch eine
Diazoniumgruppe der Tetrazoniumverbindung unreagiert vorliegt. Das
Kupplungsprodukt wird dann mit der mit dem Diazoniumsalz +N2-A umgesetzt, wobei man ein Kupplungsprodukt
K2 erhält, worin die eine Diazoniumgruppe der Tetrazoniumverbindung
nach wie vor vorliegt. K2 wird dann in einem letzten Reaktionsschritt
auf die dem Rest Kk zugrundeliegenden Kupplungskomponente KkH gekuppelt,
wobei man den Farbstoff der Formel IV erhält.
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Derartige
Verfahren sind aus dem Stand der Technik für anionische
Azofarbstoffe bekannt und können analog auf die Herstellung
der Farbstoffe I, II, III und IV übertragen werden.
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Die
Diazotierung und die Kupplung der dabei erhaltenen Diazonium- bzw.
der Tetrazoniumverbindung erfolgt üblicherweise in einem
wässrigen Reaktionsmedium unter pH Kontrolle in an sich
bekannter Weise.
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Sofern
die umgesetzten Molekülbauteile bereits eine Gruppe A aufweisen,
die einen Rest B der Formel CH2CH2-Q trägt, dann wird der pH-Wert
der Reaktionsmischung vorzugsweise einen Wert von pH 8 nicht übersteigen,
da anderenfalls eine Abspaltung der Gruppe Q unter Ausbildung einer
Vinylgruppe erfolgt.
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Bei
Kupplungen von Diazonium- oder Tetrazonium-Salzen auf eine Naphthalin-Verbindung,
die sowohl eine OH-Gruppe als auch eine Aminogruppe trägt
und wenigs tens zwei mögliche Kupplungsstellen aufweist, ist
zu berücksichtigen, dass bei pH-Werten von höchstens
3 die erste Kupplung regioselektiv in ortho-Position zur Aminogruppe
erfolgt, wohingegen bei pH-Werten von pH ≥ 6 eine regioselektive
Kupplung in der ortho-Position der OH-Gruppe erfolgt.
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Die
für die Diazotierung/Kupplung erforderlichen Reaktionstemperaturen
liegen in der Regel im Bereich von 0°C bis 50°C
und insbesondere im Bereich von 0 bis 30°C. Die erforderlichen
Reaktionszeiten liegen üblicherweise im Bereich von 5 min
bis 2 h und insbesondere im Bereich von 20 min. bis 1 h.
-
Die
Umsetzungen erfolgen üblicherweise stöchiometrisch,
d. h. die Reaktionspartner werden in der gewünschten Stöchiometrie
miteinander umgesetzt. Die einzelnen Reaktanden können
jedoch sowohl im Überschuss als auch im Unterschuss, bezogen
auf die gewünschte Stöchiometrie eingesetzt werden.
Die Abweichung von der gewünschten Stöchiometrie
wird in der Regel nicht mehr als 20 mol-% und insbesondere nicht
mehr als 10 mol-% betragen. Mit anderen Worten, bei der Umsetzung
einer Diazoniumkomponente mit einem Kupplungspartner wird das Molverhältnis
der beiden Komponenten im Bereich von 1:1,2 bis 1,2:1 und insbesondere
im Bereich von 1,1:1 bis 1:1,1 liegen. Bei der Umsetzung einer Tetrazoniumverbindung
mit 2 Moläquivalenten eines Kupplungspartners wird man
diesen dementsprechend in einer Menge von 1,6 bis 2,4 mol und insbesondere
in einer Menge von 1,8 bis 2,2 mol pro mol Tetrazoniumverbindung
einsetzen.
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Im
Anschluss an die Diazotierungs/Kupplungssequenz kann man zur Herstellung
der Übergangsmetallkomplexe das gewünschte Übergangsmetallsalz
in Form eines geeigneten, vorzugsweise wasserlöslichen Salzes
in der stöchiometrisch gewünschten Menge geben
und gegebenenfalls auf die zur Komplexierung erforderliche Temperatur,
z. B. auf Temperaturen im Bereich von 40 bis 100°C erwärmen.
-
Die
Gewinnung des Farbstoffs aus der wässrigen Reaktionsmischung
erfolgt in an sich üblicher Weise, beispielsweise durch
Eindampfen, insbesondere durch Sprühtrocknung der wässrigen
Reaktionsmischung, durch Aussalzen des Farbstoffs und Trocknen des
Pressguts. Zur Herstellung einer Flüssigmarke bzw. einer Flüssigformulierung
der Farbstoffs kann der Farbstoffpresskuchen, bzw. das beim Eindampfen
oder Sprühtrocknen erhaltene Farbstoffpulver aufgelöst
werden. Es ist auch möglich, direkt aus der Reaktionslösung
eine Flüssigformulierung des Farbstoffs herzustellen. Gegebenenfalls
ist es dann für eine ausreichend hohe Farbstoffkonzentration
und für die Stabiliät der Flüssigeinstellung
erforderlich, eine Dia- und/oder Ultrafiltrationsproezß durch zuführen,
um die bei der Herstellung anfallenden anorganischen Salze abzureichern und
die Lösung aufzukonzentrieren.
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Gemäß einer
ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält
die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel I,
insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz oder Metallkomplex davon
oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia als Komponente
a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff der allgemeinen
Formel I, insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz
oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von
I bzw. Ia. In dieser Ausführungsform ist der Farbstoff
der Komponente a) vom Farbstoff der Komponente b) verschieden, und
unterscheidet sich insbesondere im Rest Dk, z. B. durch den aromatischen
Ring, welcher Dk zugrunde liegt, und/oder durch die Art oder Anordnung
etwaiger Substituenten am aromatischen Ring. Daneben kann die Farbstoffmischung
der ersten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder
zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen
und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
sind. Außerdem kann die Farbstoffmischung der ersten Ausführungsform
einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der
allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen
und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
ist.
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Beispiele
für die erste Ausführungsform sind die folgenden
Mischungen 1 bis 4:
| Nr. | Komponente
a) | Komponente
b) | Komponente
c) |
| 1 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | |
| 2 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa |
| 3 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa |
| 4 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
wobei in den Mischungen 1 bis 4 die Farbstoffe
der allgemeinen Formeln I, II, III und IV (bzw. Ia, IIa, IIIa und IVa)
auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder
in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können
und wobei die Mischungen 2, 3 und 4 auch einen weiteren Farbstoff
enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und
den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
ist.
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Gemäß einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält
die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel I,
insbesondere der allgemeinen Formel Ia, oder ein Salz oder ein Metallkomplex
davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw. Ia als Komponente
a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff, der unter den
Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa,
deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe
sowie Mischungen davon ausgewählt ist. Daneben kann die
Farbstoffmischung der zweiten bevorzugten Ausführungsform
noch einen oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa,
deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe
sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem
kann die Farbstoffmischung der ersten Ausführungsform einen
weiteren Farbstoff der allgemeinen Formel I, oder ein Salz oder
Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von I bzw.
Ia enthalten.
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Beispiele
für die zweite Ausführungsform sind die folgenden
Mischungen 5 bis 11:
| Nr. | Komponente
a) | Komponente
b) | Komponente
c) |
| 5 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | |
| 6 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa |
| 7 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
| 8 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | |
| 9 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff der Formel
IV, insbesondere der Formel IVa |
| 10 | Farbstoff
der Formel I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa | |
| 11 | Farbstoff der Formel
I, insbesondere der Formel Ia | Farbstoff der Formel
IV, insbesondere der Formel IVa | Farbstoff der Formel
IV, insbesondere der Formel IVa |
wobei in den Mischungen 6 bis 11 die Farbstoffe
der allgemeinen Formeln I, II, III und IV (bzw. Ia, IIa, IIIa und IVa)
auch in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder
in Form der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können
und wobei die Mischungen 6, 7, 9 und 11 auch einen weiteren Farbstoff
enthalten können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen
und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
ist.
-
Gemäß einer
dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält
die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel II,
insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz oder Metallkomplex
davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von II bzw. IIa als Komponente
a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff der allgemeinen
Formel II, insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz
oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von
II bzw. IIa. In dieser Ausführungsform ist der Farbstoff
der Komponente a) vom Farbstoff der Komponente b) verschieden, und
unterscheidet sich insbesondere im Rest Dk, z. B. durch den aromatischen
Ring, welcher Dk zugrunde liegt, und/oder durch die Art oder Anordnung
etwaiger Substituenten am aromatischen Ring. Daneben kann die Farbstoffmischung
der dritten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder
zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den
Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIIa und IVa,
deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe
sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem
kann die Farbstoffmischung der dritten Ausführungsform
einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der
allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und
Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen
davon ausgewählt ist.
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Beispiele
für die dritte Ausführungsform sind die folgenden
Mischungen 12 bis 14:
| Nr. | Komponente
a) | Komponente
b) | Komponente
c) |
| 12 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | |
| 13 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa |
| 14 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
wobei in den Mischungen 12 bis 14 die Farbstoffe
der allgemeinen Formeln II, III und IV (bzw. IIa, IIIa und IVa) auch
in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form
der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und
wobei die Mischungen 13 und 14 auch einen weiteren Farbstoff enthalten
können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln
I, II, 111 und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen
und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
ist.
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Gemäß einer
vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält
die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen Formel II,
insbesondere der allgemeinen Formel IIa, oder ein Salz oder Metallkomplex
davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von II bzw. IIa als Komponente
a) und als Komponente b) einen weiteren Farbstoff, der unter den
Farbstoffen der allgemeinen Formeln III und IV, insbesondere unter
den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIIa und IVa, deren Salzen
und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen
davon ausgewählt ist. Daneben kann die Farbstoffmischung
der vierten bevorzugten Ausführungsform noch einen oder
zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter den
Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIa und IVa,
deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe
sowie Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem
kann die Farbstoffmischung der vierten Ausführungsform
einen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der
allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und
Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen
davon ausgewählt ist.
-
Beispiele
für die vierte Ausführungsform sind die folgenden
Mischungen 15 bis 18:
| Nr. | Komponente
a) | Komponente
b) | Komponente
c) |
| 15 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | |
| 16 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
| 17 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
| 18 | Farbstoff
der Formel II, insbesondere der Formel IIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa | |
wobei in den Mischungen 15 bis 18 die Farbstoffe
der allgemeinen Formeln II, III und IV (bzw. IIa, IIIa und IVa) auch
in Form ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form
der Salze der Metallkomplexe enthalten sein können und
wobei die Mischungen 16 und 17 auch einen weiteren Farbstoff enthalten
können, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln
I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen
Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen
und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt
ist.
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Gemäß einer
fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
enthält die Farbstoffmischung einen Farbstoff der allgemeinen
Formel III, insbesondere der allgemeinen Formel IIIa, oder ein Salz
oder Metallkomplex davon oder ein Salz eines Metallkomplexes von
III bzw. IIIa als Komponente a) und als Komponente b) einen weiteren
Farbstoff, der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln III
und IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln
IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der
Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist. Hierbei
ist der Farbstoff der Formel III in Komponente a) vom Farbstoff
der Formel III in Komponente B verscheiden und kann sich beispielsweise
im Rest R1, R2 oder in
der Gruppe T unterscheiden. Daneben kann die Farbstoffmischung der
fünften bevorzugten Ausführungsform noch einen
oder zwei weitere Farbstoffe als Komponente c) enthalten, die unter
den Farbstoffen der allgemeinen Formeln II, III und IV, insbesondere
unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln IIa, IIa und IVa, deren
Salzen und Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie
Mischungen davon ausgewählt sind. Außerdem kann
die Farbstoffmischung der fünften Ausführungsform
ei nen weiteren Farbstoff enthalten, der unter den Farbstoffen der
allgemeinen Formeln I, II, III und IV, insbesondere unter den Farbstoffen
der allgemeinen Formeln Ia, IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und
Metallkomplexen und den Salzen der Metallkomplexe sowie Mischungen
davon ausgewählt ist.
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Beispiele
für die fünfte Ausführungsform sind die
folgenden Mischungen 19 bis 22:
| Nr. | Komponente
a) | Komponente
b) | Komponente
c) |
| 19 | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IIIa | |
| 20 | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IVa | |
| 21 | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
| 22 | Farbstoff
der Formel III, insbesondere der Formel IIIa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa | Farbstoff
der Formel IV, insbesondere der Formel IVa |
wobei in den Mischungen 19 bis 22 die Farbstoffe
der allgemeinen Formeln III und IV (bzw. IIIa und IVa) auch in Form
ihrer Salze, in Form ihrer Metallkomplexe und/oder in Form der Salze
der Metallkomplexe enthalten sein können und wobei die
Mischungen 21 und 22 auch einen weiteren Farbstoff enthalten können,
der unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln I, II, III und
IV, insbesondere unter den Farbstoffen der allgemeinen Formeln Ia,
IIa, IIIa und IVa, deren Salzen und Metallkomplexen und den Salzen
der Metallkomplexe sowie Mischungen davon ausgewählt ist.
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In
den erfindungsgemäßen Mischungen richtet sich
das Mengenverhältnis und die Art des jeweiligen Farbstoffs
der Formeln I, II, III und IV jeweils nach dem gewünschten
Farbton, wobei der Fachmann über die Farben der reinen
Farbstoffe den zu erzielenden Farbton in leichter Weise abschätzen
kann. In der Regel liegt das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs
der Komponente a) zu der Gesamtmenge an Farbstoffen der Komponente
b), gerechnet jeweils als freie Säure, im Bereich von 2:98
bis 98:2, insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich
von 10:90 bis 90:10. Sofern die Farbstoffmischung eine Komponente
c) enthält, liegt das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs
der Komponente a) zu dem Farbstoff der Komponente b), gerechnet jeweils
als freie Säure, in der Regel im Bereich von 2:98 bis 98:2,
insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich von 10:90
bis 90:10. Das Gewichtsverhältnis des Farbstoffs der Komponente
a) zu dem Farbstoff der Komponente c), gerechnet jeweils als freie
Säure, liegt dann in der Regel im Bereich von 2:98 bis
98:2, insbesondere im Bereich von 5:95 bis 95:5 oder im Bereich
von 10:90 bis 90:10. Insbesondere machen die Farbstoffe der Komponenten
a), b) und gegebenenfalls c) wenigstens 90 Gew.-% aller Farbstoffbestandteile der
Mischung aus oder sind alleinige Farbstoffbestandteile der erfindungsgemäßen
Farbstoffmischungen. Sofern die Farbstoffmischungen weitere Farbstoffe
enthalten, handelt es sich bei den weiteren Farbstoffen vorzugsweise
ausschließlich um solche der allgemeinen Formeln I, II,
III oder IV, insbesondere um solche der Formeln Ia, IIa, IIIa oder
IVa, oder um deren Salze, deren Metallkomplexe oder um die Salze
dieser Metallkomplexe.
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Die
erfindungsgemäßen Farbstoffmischungen sind in
besonderer Weise zur Färbung von Leder geeignet. Dementsprechend
betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung von Farbstoffmischungen,
wie hier beschrieben oder in den Patentansprüchen dargelegt,
zum Färben von Leder, insbesondere zum Färben unter
alkalischen Bedingungen, d. h. bei pH-Werten von wenigstens 7,5,
häufig bei pH-Werten im Bereich von 7,5 bis 12, insbesondere
8 bis 11 und besonders bevorzugt, 8,5 bis 10,5.
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Die
Erfindung betrifft daher auch ein Verfahren zum Färben
von Leder, umfassend die Behandlung des Leders mit einer wässrigen
Färbeflotte, die einen pH-Wert von wenigstens 7,5, häufig
pH-Werte im Bereich von 7,5 bis 12, insbesondere 8 bis 11 und besonders
bevorzugt 8,5 bis 10,5 aufweist und eine erfindungsgemäße Farbstoffmischung,
wie hier beschrieben, enthält. Durch den alkalischen pH-Wert
wird eine Fixierung der in der Mischung enthaltenen Farbstoffe auf
dem Leder erreicht, da unter diesen Bedingungen die Gruppe A mit
den Aminogruppen des Leders unter Ausbildung einer kovalenten Bindung
reagiert.
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Um
den für die Fixierung alkalischen pH-Wert zu erhalten,
können beliebige Alkalien und Puffersysteme eingesetzt
werden. Beispielhaft zu nennen sind Alkalimetallcarbonate und -hydrogencarbonate
wie Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat,
weiterhin Alkalimetallhydroxide wie Natronlauge, Natriummetasilikat,
Pyrophosphate wie Natrium- oder Kaliumpyrophosphat, Trikaliumphosphat,
Trinatriumphosphat, Borax/Natronlauge-Puffer und Phosphat-Puffer.
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Die
zur Fixierung der Farbstoffe erforderlichen Temperaturen betragen
vorteilhafterweise nicht mehr als 60°C, insbesondere nicht
mehr als 50°C, und besonders bevorzugt nicht mehr als 40°C,
so dass ein schonendes Färben des Leders möglich
ist. In der Regel wird man die Färbung bei Temperaturen
von wenigstens 10°C, vorzugswei se wenigstens 20°C,
insbesondere wenigstens 30°C durchführen um eine
hinreichende Reaktionsgeschwindigkeit zu erzielen und somit den
Färbevorgang zu beschleunigen. Grundsätzlich sind
jedoch auch niedrigere Temperaturen möglich. Für
organisch gegerbte Leder ist der bevorzugte Temperaturbereich 15
bis 50°C und besonders 30 bis 40°C. Für
mit Metalloxiden gegerbte Leder ist ein Temperaturbereich von 15
bis 60°C und besonders 30 bis 50°C bevorzugt.
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Für
eine ausreichende Fixierung sind in der Regel abhängig
vom pH-Wert und der Temperatur Behandlungsdauern von 0,5 h bis 4
h erforderlich. Die erforderlichen Behandlungsdauern kann der Fachmann anhand
einfacher Routineexperimente für den jeweils eingesetzten
Farbstoff ermitteln. insbesondere bei stark alkalischen pH-Werten
im Bereich von 9,5 bis 11, insbesondere bei 9,5 bis 10,5 beträgt
die Färbedauer vorzugsweise nicht mehr als 2 h, z. B. 0,5
bis 2 h.
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Bei
der Färbung können auch Salze, beispielsweise
Glaubersalz zugesetzt werden.
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Üblicherweise
wird die Farbstoffmischung je nach gewünschter Farbtiefe
in einer Menge von wenigstens 0,05 Gew.-%, häufig wenigstens
0,1 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des eingesetzten Leders
bzw. Halbfertigprodukts, eingesetzt, wobei die hier angegebenen
Menge auf die Farbstoffe einschließlich Synthesesalze und
gegebenenfalls vorhandenes Stellmittel beziehen. Bezogen auf die
farbigen, chemisch-organischen Bestandteile, wird man Farbstoffmischung üblicherweise
in einer Menge von wenigstens 0,01 Gew.-%, häufig wenigstens
0,05 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des eingesetzten Leders
bzw. Halbfertigprodukts, einsetzen. In der Regel wird man die Farbstoffe,
gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen +
Synthesesalze und gegebenenfalls vorhandenes Stellmittel, in einer
Menge bis 20 Gew.-%, bzw. in einer Menge von bis zu 15 Gew.-%, gerechnet
als farbige organisch-chemische Bestandteile und bezogen auf das
Falzgewicht einsetzen, wobei auch größere Farbstoffmengen
eingesetzt werden können. Zur Erreichung heller Töne
wird man die Farbstoffmischung typischerweise in Mengen von 0,05
bis 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht
des Leders bzw. Halbfertigprodukts und gerechnet als Mischung aus
organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze einsetzen. Zur
Erreichung mittlerer Töne wird man den Farbstoffmischung
typischerweise in Mengen von 0,8 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1 bis 8
Gew.-%, bezogen auf das Falzgewicht des Leders bzw. Halbfertigprodukts
und gerechnet als Mischung aus organisch-chemischen Bestandteilen
+ Synthesesalze einsetzen. Zur Erreichung tiefer (intensiver) Töne
wird man die Farbstoffmischung typischerweise in Mengen von 6 bis
20 Gew.-%, insbesondere 8 bis 16 Gew.-%, bezogen auf das Falz gewicht
des Leders bzw. Halbfertigprodukts und gerechnet als Mischung aus
organisch-chemischen Bestandteilen + Synthesesalze einsetzen.
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Die
wässrige Flotte kann übliche anionische Färbehilfsmittel,
nichtionische oberflächenaktive Substanzen sowie für
die Nachgerbung üblicherweise eingesetzte Wetend-Chemikalien,
beispielsweise Gerbstoffe, z. B. polymere Nachgerbstoffe, synthetische
Nachgerbstoffe, pflanzliche Gerbstoffe (Vegetabilgerbstoffe) sowie
Fettungsmittel (Fettlicker) und Hydrophobiermittel enthalten. Wegen
weiterer Details hierzu wird auf die
WO 2005/040490 und die
WO 2005/121439 verwiesen.
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Als
Nachgerbstoffe kommen für das erfindungsgemäße
Verfahren alle handelsüblichen Systeme in Frage, z. B.
Vegetabilgerbstoffe, Mineralgerbstoffe, Füllstoffe, synthetische
Gerbstoffe (Synthane), Harzgerbstoffe, Polymergerbstoffe, Aldehyde,
Dispergiermittel wie in
US 5,
186 846 beschrieben und dergleichen:
Als Gerbstoffe
können außerdem alle handelsüblichen
Gerbstoffe wie beispielsweise Chromgerbstoffe, mineralische Gerbstoffe,
Synthane, Polymergerbstoffe und vegetabile Gerbstoffe eingesetzt
werden, wie sie z. B. in
Ullmann's Encyclopedia of Industrial
Chemistry, Band A 15 Seite 259 bis 282 und insbesondere Seite 268 ff,
5. Auflage, (1990), Verlag Chemie Weinheim, beschreiben
werden. Handelsübliche Gerbstoffe können auch Mischungen
der verschiedenen Gerbstoffklassen sein.
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Als
Fettungsmittel können alle in der Lederherstellung üblichen
Fettungsmittel eingesetzt werden, insbesondere alle handelsüblichen
Fettungsmittel. Fettungsmittel enthalten naturgemäß mindestens
eine hydrophobe Substanz, die auf einem Kohlenwasserstoff basiert,
beispielsweise auf einem natürlichen oder synthetischen
Wachs, einem nativem oder synthetischen Öl oder auf einem
nativen oder synthetischen Fett. Als Kohlenwasserstoffbasis für
Fettungsmittel kommen auch Polyisobuten-basierte Substanzen in Betracht.
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Als
Hydrophobiermittel können im erfindungsgemäßen
Verfahren alle für die Lederherstellung bekannten Hydrophobiermittel
eingesetzt werden, insbesondere handelsübliche Systeme,
wie sie in M. Hollstein: Bibliothek des Leders, Band 4–Entfetten,
Fetten, Hydrophobieren von Leder, 1983 beschrieben werden.
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Neben
anderen Fettungsmittelbestandteilen sind siliconbasierte Hydrophobiermittel
und Hydrophobiermittel auf der Basis von Copolymeren von alpha-Olefinen
mit Dicarbonsäureanhydriden umfangreich beschrieben worden,
z. B. in
EP-A 213480 ,
WO 95/22627 ,
WO 98/04748 ,
EP-A 1087021 und
WO 01/68584 . Weitere Beispiele
für Hydrophobiermittel findet man in
WO 93/17130 und
EP-A 372746 .
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Art
und Menge von eingesetzten, Gerbmitteln, Fettungsmitteln und Hydrophobiermitteln
hängen von der Art des herzustellenden Lederartikels, der
Art der Gerbung (Mineralgerbung oder metallfreie Gerbung), dem gewünschtem
haptischem Profil und gefordertem physikalischem Verhalten in an
sich bekannter Weise ab.
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Dementsprechend
setzt man zur Herstellung des Leders Gerbstoffe in den folgenden
Mengen ein:
Polymergerbstoff (als Lösung eingestellt)
in Mengen bis zu 20 Gew.-%, häufig 3–8 Gew.-%
und/oder
Synthane (als Pulver gerechnet) in Mengen bis zu 30
Gew.-%, häufig 4–12 Gew.-%, und/oder
Harzgerbstoff
(als Pulver gerechnet) bis zu 15 Gew.-%, häufig 3–6
Gew.-% und/oder bis zu 30 Gew.-% vegetabilem Gerbstoff, häufig
4–12 Gew.-%
wobei die Gesamtmenge an Gerbstoff üblicherweise
bis 40 Gew.-%, z. B. 4 bis 40 Gew.-% und häufig 10 bis 40
Gew.-% beträgt, wobei alle Angaben auf das Feuchtgewicht
des Leders bezogen sind.
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Fettungs
und Hydrophobiermittel werden üblicherweise in den folgenden
Mengen eingesetzt: bis zu 20 Gew.-% Fettungsmittel, häufig
6–12 Gew.-% und bis zu 20 Gew.-% Hydrophobiermittel, häufig
4–8 Gew.-%, jeweils auf das Feuchtgewicht des Leders bezogen.
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Die
Färbung kann sowohl einstufig als auch in 2 Stufen durchgeführt
werden. Bei einer zweistufigen Färbung wird man zunächst
in einer ersten Stufe das Leder mit der farbstoffhaltigen Flotte
bei pH-Werten unterhalb 7,5, z. B. pH 3 bis 7,4 und vorzugsweise
bei pH-Werten im Bereich von 4 bis 7,4 behandeln. Dieser Schritt
dient zur gleichmäßigen Verteilung des Farbstoffs
im Lederquerschnitt. Anschließend wird man in der zweiten
Stufe bei pH-Werten von wenigstens 8, z. B. 8 bis 11, insbesondere
8,5 bis 10,5 und speziell 8,5 bis 10 den Farbstoff in der oben beschriebenen
Weise fixieren. Es ist auch möglich die Färbung
in einem Einstufenverfahren durchzuführen ohne eine Verteilungsstufe
der Fixierstufe vorzuschalten.
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Gegebenenfalls
wird man im Anschluss an die Färbung einen Waschprozess
durchführen, um nicht chemischen gebundenen Farbstoff sowie
im Farbstoff enthaltene Verunreinigungen, beispielsweise Farbstoffe,
die keine Gruppe A enthalten, zu entfernen. Dieser Waschprozess
ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da in vielen Fällen
bereits eine quantitative oder nahezu quantitative Fixierung des
Farbstoffs vorliegt. Sofern man einen Waschprozess nachschaltet,
wird man nach dem Färben das Leder 1 oder mehrere Male,
z. B. 1 bis 6 mal und insbesondere 1 bis 4 mal mit Wasser waschen.
Die Menge an Wasser wird in der Regel nicht mehr als 300 Gew.-%,
bezogen auf das Falzgewicht des Halbfertigprodukts, z. B. 100 bis
300 Gew.-% betragen. Die Waschdauer des einzelnen Waschschritts
wird üblicherweise 5 bis 60 min. und insbesondere 10 bis 30
min. betragen.
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Im
Waschprozeß können auch nichtionische, anionische,
kationische oder auch zwitterionische Hilfsmittel eingesetzt werden.
Bevorzugt sind handelsübliche ionische Hilfsmittel z. B
auf Basis von Polyvinylformamiden, Polyvinylpyrolidonen, Vinylpyrolidon/Vinylimidazol-Copolymeren
oder auf Kondensaten von Dicarbonsäure oder Dicarbonsäureanhydride
mit Aminen oder von Naphthalinsulfonsäure mit Formaldehyd
basieren können. Derartige Hilfsmitte werden beispielsweise
in
EP 0459 168 ,
EP 0 520 182 ,
US 5,342,916 und
US 5,186 846 beschrieben.
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Der
Einsatz von Hilfsmitteln ist dann besonders sinnvoll, wenn im Farbstoffgemisch
farbige Nebenprodukte enthalten sind oder wenn während
der Fixierung farbige Nebenprodukte entstanden sind. Die Hilfsmittel stellen
sicher, daß nicht mehr als dreimal, möglicherweise
nur zweimal oder im Idealfall nur einmal gewaschen werden muß,
um alle farbigen Nebenkomponenten quantitativ oder nahezu quantitav
zu entfernen.
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Die
Lederfärbung inklusive Nachgerbung, Fettung und Nachbehandlung
erfolgt im übrigen in an sich bekannter Weise, beispielsweise
durch Färben im Walkfass oder in der Haspel. Derartige
Verfahren sind ausführlich im Stand der Technik beschrieben,
z. B. in:
"Bibliothek des Leders", Band
3 (Gerbmittel, Gerbung und Nachgerbung) [1985], Band 4 (Entfetten,
Fetten und Hydrophobieren bei der Lederherstellung) [1987] & Band 5 (Das Färben
von Leder) [1987] Umschau Verlag;
"Leather
Technicians Handbook", 1983, von J. H. Sharphouse, publiziert
von Leather Producers Association; und
"Fundamentals
of Leather Manufacturing", 1993, von E. Heidenmann, publiziert
von Eduard Roether KG.
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Die
Färbung wird üblicherweise nach der Vorgerbung,
d. h. vor, während oder nach der Nachgerbung durchgeführt.
Die Färbung kann sowohl im gleichen Bad wie die Nachgerbung
als auch in einem separaten Bad erfolgen. Vorzugsweise erfolgt die
Färbung vor der Nachgerbung. Vorzugsweise erfolgt nach
der Färbung und vor der Nachgerbung und Fettung einer oder
mehrere der oben beschriebenen Waschschritte.
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Dem
Färbe- und Nachgerbvorgang schließt sich in der
Regel ein Fettungsvorgang an, um die gewünschten haptischen
Eigenschaften des Leders einzustellen. Nachgerbung und Fettung können
jedoch auch in einem Prozessschritt durchgeführt werden.
Der Verfahrensschritt Fettung kann an beliebiger Stelle des Wetendprozesses
durchgeführt werden, bevorzugt ist die Durchführung
am Ende des Wetendprozesses.
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In
der Regel wird man sowohl die Fettung als auch die Nachgerbung am
Ende des Prozesses durch Absäuern fixieren, d. h. nach
Färbung und gegebenenfalls Nachgerbung und Fettung folgt
ein abschliessendes Absäuern. Üblicherweise wird
man zum Absäuern den pH Wert des wässrigen Behandlungsbads
durch Zugabe einer Säure, insbesondere Ameisensäure,
auf einen Wert unterhalb 3,7 einstellen.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren können
grundsätzlich alle Ledertypen, d. h. nicht nachgegerbte
Halbfertigprodukte wie Metalloxid-gegerbtes Leder (wet-blue bei
Chromoxid-Gerbung und wet-White bei Aluminiumoxid-Gerbung) und organisch,
z. B. Aldehyd-gegerbtes Leder (wet-white) bwz. pflanzlich gegerbtes Leder,
sowie nachgegerbte Halbfertigprodukte wie Borke oder Crustleder
gefärbt werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht
insbesondere die Herstellung von gefärbten Ledern für beliebige
Lederartikel, beispielsweise aus den Bereichen Schuh, Bekleidung,
Automobil, Handschuh und Möbel. Das erfindungsgemäße
Verfahren erlaubt auch die Herstellung von Taschenleder und von
Reptilienleder für Accessoirs. Die Einstellung der für
den jeweiligen Lederartikel geforderten haptischen, mechanischen
und physikalischen Eigenschaften erfolgt in an sich bekannter Weise
durch eine für den jeweiligen Artikel geeignete Auswahl
von Hilfsmitteln, Fettungsmitteln, Hydrophobiermitteln und Nachgerbstoffen.
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Das
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefärbte
Leder zeichnet sich auch bei sehr hoher Farbtiefe bzw. intensiven
Färbungen durch ein exzellentes Echtheitsniveau und hohe
Egalität aus. Besonders herausragend sind Reibechtheiten
und insbesondere Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten,
was bei konventionell gefärbten Ledern nicht oder nur in
sehr viel geringerem Ausmaß erreicht werden kann. Die nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren gefärbten
Leder zeigen in Migrationsechtheitstests selbst bei hoher Feuchtigkeit
und hohen Temperaturen, d. h. oberhalb 50°C, z. B. 60 bis
100°C keine oder nahezu keine Anschmutzung des Kontaktmaterials.
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Qualitative
und quantitative Bestimmung über UV/VIS Spektroskopie und
HPLC zeigen, dass mit den erfindungsgemäßen Farbstoffen
der Formel Fixiergrade zwischen 70 und 100% und häufig
oberhalb 80% oder gar 90% erreicht werden.
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Die
folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern,
ohne sie einzuschränken: Färbevorschriften:
Alle
Angaben in Teilen sind als Gewichtsteile zu verstehen. Alle Angaben
bezüglich Gerbstoffen, Hydrophobiermitteln, Fettlickern
und Hilfmsitteln beziehen sich auf handelsübliche Produkte
(Handelsware). Die Angaben bezüglich Farbstoff beziehen
sich auf die Gesamtmenge an farbigen, organisch-chemischen Bestandteilen,
gegebenenfalls herstellungsbedingt vorhandenen Salzen (Synthesesalze)
und gegebenenfalls vorhandenen Stellmitteln.
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Die
Fixierausbeute wurde qualitativ mittels HPLC- und quantitativ mittels
UV-VIS-spektroskopische Untersuchung der Färbeflotte bestimmt.
Hierzug werden 5 ml Proben nach der Färbung (pH < 7), nach 60 min, 120
min, 180 min Fixierung (pH > 7)
und von jede Waschwasserflotte genommen und mit 1 ml Ameisensäurelösung
auf pH 3–4 gestellt. Die Proben wurden mittels HPLC auf
Farbstoff und seine Hydrolyseprodukte hin untersucht. Die Untersuchung
erfolgte an HPLC Säulen Nucleodur C18 Gravity 3μ,
CC70/2 und Hypersil 120-5 ODS, CC100/2 von der Firma Macherey-Nagel.
Als Eluenten dienten Acetonitril/Puffer (1,6 g Tetrabutyammoniumhydrogensulfat,
6 g Dikaliumhydrogenphosphat-trihydrat in 1 L Wasser).
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Die
Bestimmung der Echtheiten erfolgte nach den folgenden, international
anerkannten Normen:
- Schweißechtheit: in Anlehnung
an Veslic C4260
- Waschechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 15703
- Migrationsechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 15701,
sowie durch 16 h Lagern bei 85°C in einer Feuchte von 95%
unter ansonsten analogen Bedingungen zu DIN EN ISO 15701
- Reibechtheit: in Anlehnung an DIN EN ISO 105–X12 (Crockmeter,
Reibung mit Baumwollgewebe) sowie in Anlehnung an DIN EN
ISO 11640 (Veslic, Reibung mit Filz)
- Maeser: in Anlehnung an ASTM D 2099
- Penetrometer: in Anlehnung an DIN EN ISO 5403
- Wasserdampfdurchlässigkeit: in Anlehnung an DIN
EN ISO 14268
- Dauerbiegefestigkeit: in Anlehnung an DIN EN ISO 5402
- Stichausreißversuch: in Anlehnung an DIN 5331
- Weiterreißversuch: in Anlehnung an DIN EN ISO
3377
- Zugfestigkeit: in Anlehnung an DIN EN ISO 3376
-
Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen
Fettungsmittel (F):
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- F1: wässrige Emulsion von Pflanzenölen
und sulfitierten Fischölen.
- F2: wässrige Zubereitung auf Basis des Natriumsalzes
eines anionsichen Vinylpolymerisats und einem nichtionischen Tensid
(ethoxylierte Ölsäure).
- F3: wässrige Zubereitung auf Basis modifizierter Fettsäuren.
- F4: wässrige Zubereitung auf Basis synthetischer Öle
und Phosphorsäureestern ethoxylierter Fettalkohole, enthaltend,
Fettalkoholsulfonate und Butyldiglykol.
- F5: wässrige Zubereitung auf Basis bisulfitierter Fischöle
(Natriumsalze) und den Hydrolysaten sulfochlorierter Paraffinöle,
ethoxiliertem Isotridecanol.
- F6: wässrige Zubereitung auf Basis der Natriumsalze
sulfonierter pflanzlicher Öle und modifizierter synthetischer Öle
und Polymer.
- F7: wässrige Zubereitung auf Basis sulfatierter Fettsäureester.
- F8: wässrige Zubereitung auf Basis von nichtionischen
Tensiden, sulfitierten Ölen (Natriumsalz).
- F9: Mischung von Tensiden auf Basis von Paraffinsulfonat, Alkylphosphat
und Monoalkylsulfat in Form einer Zubereitung der Ammoniumsalze
in Lösungsmittel/Wasser.
- F10: wässrige Zubereitung eines sulfitierten, oxidierten
Fischöls
- F11: anionische Kombination sulfitierter Ester auf Basis nachwachsender
Rohstoffe
-
Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen
Hydrophobiermittel (H):
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- H1: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen,
funktionalisierten Polysiloxanen, N-Oleoylsarkosin-Na-Salz.
- H2: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen,
modifizierten Silikonen, N-Oleoylsarkosin-Na-Salz
- H3: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen und
anionischen Tensiden.
- H4: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisierten
Polysiloxanen und einem Emulgatorsystem
- H5: wässrige Zubereitung auf Basis von modifiziertem
Silikon mit einem Salz eines Vinylpolymeren.
- H6: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisiertem
Polysiloxan mit anionischen Tensiden.
- H7: wässrige Zubereitung auf Basis von funktionalisiertem
Polysiloxan.
- H8: wässrige Zubereitung auf Basis von Paraffinen und
den Natriumsalzen anionischer Tenside.
-
Der
im folgenden bei den Nachgerbstoffen und bei den Hilfsmitteln verwendete
Begriff ”Mischung” kann sowohl bedeuten, dass
die Mischung durch Vermischen der Kompo nenten bei Raumtemperatur
und Normaldruck als auch durch Mischen bei erhöhten Temperaturen
und Drücken für einen kurzen bis längeren
Zeitraum hergestellt wird.
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Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen
Nachgerbstoffe (G):
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- G1: Kondensationsprodukt aus Phenolsulfonsäure,
Formaldehyd und Anilin in Form des Natriumsalzes.
- G2: Wässrige Zubereitung des Natriumsalzes eines Kondensationsprodukt
aus Phenolsulfonsäure, Formaldehyd und Anilin.
- G3: Wässrige Zubereitung einer Mischung eines Natrium-/Ammoniumsalzes
eines Kondensationsprodukts aus Phenolsulfonsäure, Formaldehyd,
Melamin, Harnstoff, und Anilin mit einem amphoteren Copolymerisat auf
Basis von Acrylsäure und einem basischen Monomeren.
- G4: wässrige Zubereitung des Ammoniumsalzes eines Kondensationsprodukts
von Phenol, Phenolsulfonsäure und Formaldehyd.
- G5: Natriumsalz eines Kondensationsprodukts auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon,
Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd.
- G6: wässrige Lösung eines Natrium-/Ammoniumsalzes
eines Kondensationsprodukts auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon,
Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd.
- G7: hochmolekulares Kondensationsprodukt auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon,
Phenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd in Form des
Natriumsalzes.
- G8: Wässrige Zubereitung auf Basis einer Mischung des
Natrium-/Ammoniumsalzes eines niedermolekularen Kondensationsprodukt
auf Basis von Dihydroxydiphenylsulfon, Harnstoff und Formaldehyd
mit einem niedermolekularen Kondensationsprodukt aus Diphenylsulfon
mit Formaldehyd.
- G9: Fettgerbstoff auf Basis eines modifizierten Paraffins (C16-C34-Alkyl-Sulfochlorid).
- G10: Wässrige Zubereitung auf Basis eines Copolymers
von Acrylsäure mit Acrylnitril und einem Amin.
- G11: Mischung eines Naphthalinsulfonsäure-Melamin-Kondensats
mit Hydroxymethansulfonat und Harnstoff.
- G12: 24 gew.-%ige Lösung von Glutardialdehyd in Wasser.
- G13: 50 gew.-%ige Lösung von Glutardialdehyd in Wasser.
- G14: Wässrige, lösungsmittelhaltige Zubereitung
auf Basis eines aldehydbasierten polymeren Gerbmittels (Kondensationsprodukt
von Formaldehyd und und Glutardialdehyd).
- G15: Wässrige Zubereitung auf Basis eines Copolymers
von Acrylsäure mit Acrylnitril.
- G16: Wässrige Zubereitung auf Basis einer niedermolekularen
Polyacrylsäure (Mn < 8000,
Zahlenmittel).
- G17: Wässrige Zubereitung auf Basis einer hochmolekularen
Polyacrylsäure (Mn > 40000,
Zahlenmittel).
- G18: Wässrige Zubereitung auf Basis von Polymethacrylsäure.
- G19: Wässrige Zubereitung eines Copolymeren aus Maleinsäure
und Styrol
- G20: Chromsyntan (Mischung eines Kondensationsprodukts auf Basis
eines aromatischen Oligosulfons und einer Chrom-Zubereitung)
- G21: Tara.
- G22: Mimosa.
- G23: Kastanie.
- G24: schwach maskierter Chromgerbstoff mit einem Gehalt an Cr2O3 von 24 Gew.-%
und einer Basiszitat von 40%.
- G25: flüssige Zubereitung von Tetrakis(hydroxymethyl)phosphoniumchlorid
und -sulfat
- G26: 4,4-Dimethyl-1,3-oxazolidin.
- G27: 1-Aza-3,7-dioxybicyclo-5-ethyl[3.3.0]octan.
- G28: Mischung eines Polykondensationsprodukts auf Basis von
Harnstoff und Formaldehyd mit einem Polykondensationsprodukt auf
Basis von Phenol und Formaldehyd.
- G29; 30 gew.-%ige wässrige Formaldehydlösung.
- G30: Mineralgerbstoffmischung auf Basis von Aluminiumhydroxid
in einer Menge von 14 Gew.-% (gerechnet als Al2O3) und 3 Gew.-% Chromsalze (gerechnet als
Cr2O3)
- G31: Quebracho
- G32: Mischung eines Harnstoff und Formaldehyd basierten Kondensationsprodukt
mit Natriumsalze organischer Sulfonsäuren
- G33: Basicher Aluminiumkomplex
- G34: Basisches Chrom(III)-sulfat
- G35: Wässrige Emulsion eines polymerbasierten Fettgerbstoffes
-
Hauptinhaltsstoffe der handelsüblichen
Hilfmittel (HM):
-
- HM1: Mischung von Hydroxymethansulfonat mit dem Natriumsalz
eines Kondensationsprodukts aus Naphthalinsulfonsäure,
Harnstoff und Formaldehyd.
- HM2: Mischung ethoxilierter Alkylamine (C16-C18).
- HM3: wässrige Zubereitung eines teilhydrolysierten
Poly-N-vinylformamid, schwach kationisch.
- HM4: wässrige Zubereitung eines anionisch modifizierten
Copolymerisats.
- HM5: Hydroxymethylierter Harnstoff.
- HM6: Mischung auf Bais aromatischer Sulfonsäuren als
Natriumsalze, Phenol, Formaldehyd und Harnstoff.
- HM7: wässrige Zubereitung eines kationischen, aminogruppenhaltigen
Polykondensats.
- HM8: EDTA = Ethylendiamintetraessigsäuredianion
- HM9: Alkoxyliertes Alkohol mit emulgierenden Eigenschaften
- HM10: Komplexbildendes Entkälkungsmittel aus sueren
Salzen mehrwertigen aromatischen Säuren
- HM11: Natriumsalz eines Alkansulfonates
- HM12: Bakterienprotease
- HM13: Fungizide
-
Die
folgenden Färbebeispiele sind exemplarisch zu verstehen
und es kann jede erfindungsgemäße Farbstoffmischung
nach der hier angegebenen Vorschriften zur Lederfärbung
verwendet werden. In den folgenden Beispielen sind alle Mengenangaben
in Teilen als Gewichtsteile zu verstehen, sofern nichts anderes angegeben
wird.
-
Beispiel 1:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0
mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser, 4 Teilen
Chromgerbstoff G24 und 4 Teilen Harzgerbstoff G28 30 Minuten bei
35°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1 Teile Natriumformiat
zugeben und nach 60 Minuten ein pH-Wert von 3,8 erreicht. Danach
wurde durch Zugabe von 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat nach einer
Walkzeit von 30 Minuten ein pH-Wert von 4,2 erreicht. Nach einer Zugabe
von weiteren 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit
von 60 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erreicht. Es wurde
für weitere 12 Stunden nachchromiert, anschließend
wurde die Flotte abgelassen und mit 200 Teilen Wasser bei 35°C
10 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachchromierten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
60°C für 2–3 Minuten vakuumgetrocknet,
für 2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet,
gestollt, auf 1,8 mm nachgefalzt und mit 220–240 mm Schleifpapier
als Nubuck geschliffen.
-
Das
Nubuck Crustleder wurde zweimal mit je 200 Teilen Wasser bei 40°C
für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer
aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 5 Minuten neutralisiert,
nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere
10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 1,5 Teilen Natriumhdyrogencarbonat
wurde noch 15 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden
bei pH 7,5 4 Teile Farbstoff I.38 und 4 Teile Farbstoff III.5 gegeben
und 40 Minuten bei pH 6,8 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 8,5 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,4 und 9,9 eingestellt und 80 Minuten lang bei
40°C gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit
Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C
gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert
von 5,5 eingestellt, nach Zugabe von 50 Teilen 60°C heißem
Wasser wurde mit 6,5 Teilen des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teilen
des Hydrophobiermittels H4 sowie 0,3 Teilen des polymeren Hilfsmittels
HM4 60 Minuten bei 50°C gefettet. Zur Vervollständigung
der Auszehrung der Fettung wurden 50 Teile 60°C heißes
Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend
säuerte man durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure
auf 3,5 ab und walkte 55 Minuten.
-
Zu
einer Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,4 Teilen Ameisensäure
wurde nach einer Walkzeit von 5 Minuten 4 Teile des Chromgerbstoffs
G24 zu gegeben und 90 Minuten bei 30°C gewalkt. Zum Schluss
wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C
15 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt und hydrophobiert
Nubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur
spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
-
Es
wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukschuhoberleder im Farbton rotstichiges
Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen
Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 6
Teile I.32 | 2
Teile III.17 | | Gelbstichiges
Mittelbraun |
| 8
Teile I.13 | 1,4
Teile I.2 | 0,6
Teile III.1 | Rotstichiges
Mittelbraun |
| 0,9
Teile II.6 | 3,9
Teile III.7 | 1,2
Teile IV.6 | Rotstichiges
Mittelbraun |
-
Beispiel 2:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0
mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen
Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert.
Zur Neutralisationsflotte wurden 0,5 Teile Natriumhydrogencarbonat
gegeben und weitere 30 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 5 Teilen
Polymergerbstoff G18 wurde 50 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte
wurden 5 Teile Nachgerbstoff G1 gegeben und 40 Minuten gewalkt.
Der Nachgerbflotte wurden 2 Teile Hydrophobiermittels H3 und 0,2
Teile Hilfsmittel HM4 zugefügt und 60 Minuten gefettet.
Anschließend säuerte man durch portionsweise Zugabe
von 1 Teilen Ameisensäure auf 3,8 ab und walkte 40 Minuten.
Nach Ablassen der Flotte wurde mit 200 Teilen Wasser bei 45°C
10 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
60°C für 2–3 Minuten vakuumgetrocknet,
für 2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet,
gestollt, auf 1,8–2,0 mm nachgefalzt und mit 220–240
mm Schleifpapier als Nubuck geschliffen.
-
Das
Nubuck Crustleder wurde zweimal mit je 200 Teilen Wasser bei 40°C
für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer
Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 5 Minuten
neutralisiert, nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat
wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 2 Teilen
Natriumhdyrogencarbonat wurde nach 15 Minuten neutralisiert. Zur
Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 4 Teile Farbstoff I.38 und
4 Teile Farbstoff II.6 und 2 Teile Farbstoff IV.21 gegeben und 40
Minuten bei pH 6,8 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe
von insgesamt 5 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser
im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen
9,4 und 10,1 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt.
Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült
und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert
von 5,5 eingestellt, nach Zugabe von 50 Teilen 60°C heißem
Wasser wurde mit 6,5 Teilen des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teilen
des Hydrophobiermittels H4 sowie 0,3 Teilen des polymeren Hilfsmittels
HM4 60 Minuten bei 50°C gefettet. Zur Vervollständigung
der Auszehrung der Fettung wurden 50 Teile 60°C heißes
Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend
säuerte man durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure
auf 3,5 ab und walkte 55 Minuten.
-
Zu
einer Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,4 Teilen Ameisensäure
wurde nach einer Walkzeit von 5 Minuten 4 Teile des Chromgerbstoffs
G24 zu gegeben und 90 Minuten bei 30°C gewalkt. Zum Schluss
wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser bei 30°C
15 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt und hydrophobiert
Nubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur
spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
-
Es
wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukschuhoberleder im Farbton Bordo
erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 5
Teile II.4 | 2,5
Teile IV.16 | 2,5
Teile IV.11 | bordo |
| 6,4
Teile II.6 | 1,6
Teile IV.6 | | bordo |
-
Beispiel 3:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Schweinleder der Falzstärke 0,6 mm
wurde in einem mit 300 Teilen Wasser Wackerfass 20 Minuten bei 35°C
gewaschen und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser,
4 Teilen Chromgerbstoff G24 und 2 Teilen Gerbstoff G1 20 Minuten
bei 30°C und pH-Wert 3,2 nachgerbt. Zur Nachgerbflotte
wurde 2 Teile Fettungsmittel F1 gegeben und 40 Minuten bei 30°C
gefettet. Durch Zugabe von 1 Teil Natriumformiat wurde nach 60 Minuten
Walkzeit ein pH-Wert von 3,7 erreicht.
-
Zur
Nachgerbflotte wurden 2 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und weitere
60 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 0,75 Teilen Natriumhydrogencarbonat
und einer Walkzeit von 90 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von
4,3 erreicht. Anschließend wurde die Flotte abgelassen
und die so nachchromierten Leder wurden auf Bock gelegt, naßgespannt
und zweimal mit 400 mm Schleifpapier als Velour geschliffen.
-
Das
Schweinsvelourcrustleder wurde in einer aus 350 Teilen Wasser und
2 Teilen Natriumformiat 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von
2 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt, nach
Zugabe von weiteren 3 Teilen Natriumhdyrogencarbonat wurde nach
15 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH
7,3 6 Teile Farbstoff I.46 und 14 Teile Farbstoff II.26 gegeben
und 40 Minuten bei pH 7,0 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 12 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser
im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen
9,3 und 10,2 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt.
Anschließende wurde 3 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C
gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser, 12 Teilen
des Fettungmittels F1 und 3 Teilen des Fettungsmittel F2 wurde 60
Minuten ben 40°C gefettet. Zur Vervollständigung
der Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C heißes
Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend
säuerte man durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Ameisensäure
auf 3,6 ab und walkte 70 Minuten. Zur Flotte wurden 2 Teile des
Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten gewalkt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde noch zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser
bei 30°C 15 Minuten lang gewaschen.
-
Das
gefärbt Velourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt,
gemillt und gespannt.
-
Es
wurden farbtiefe Velourbekleidungleder im Farbton Rot erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 11
Teile I.48 | 11,5
Teile II.14 | 2,5
Teile IV.18 | Rotbraun |
| 14
Teile I.30 | 3
Teile II.9 | 3
Teile IV.12 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 17,6
Teile I.38 | 2,2
Teile II.6 | 2,2
Teile IV.6 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
-
Beispiel 4:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,0–2,2
mm wurde in einem mit 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen
Aldehydgerbstoff G13 60 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Flotte
wurden 2 Teile Natriumformiat gegeben, nach einer Walkzeit von 20
Minuten wurden 1,5 Teil Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten
wurden weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weiter
15 Minuten bei 35°C neutralisiert. Danach wies die Entsäuerungsflotte einen
pH-Wert von 7,3 auf. Zur Neutralisationsflotte wurden 4,2 Teile
Farbstoff I.43 und 1 Teil Farbstoff I.5 und 0,8 Teile Farbstoff
IV.1 gegeben. Nach einer Walkzeit von 40 Minuten wurde durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit
Wasser im Verhältnis 1:10, wurde in der Flotte ein pH-Wert
zwischen 9,2 und 10,1 und es wurde 90 Minuten bei 35°C
gewalkt. Anschließend wurde 10 Minuten gespült
und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen. In
einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,2 Teilen
Ameisensäure wurde ein pH von 6,3 eingestellt.
-
Das
derart gefärbte Leder wurde in einer frisch angesetzten
Flotte aus 80 Teilen Wasser und 3 Teilen des Hydrophobiermittels
H3 5 Minuten bei 45°C gewalkt. Anschließend versetzte
man die Flotte mit 5 Teilen des hydrophobierenden Fettungsmittels
H5.
-
Nach
einer Walkzeit von 15 Minuten wurden 5 Teile des Polymergerbstoffs
G18 und 0,5 Teile des Komplexbildners HM8 zugesetzt und 40 Minuten
nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Vegetabilgerbstoff
G31 und 1,5 Teile des Harzgerbstoffs G28 gegeben 20 Minuten gewalkt.
Nach Zugabe von weiteren 5 Teilen Vegetabilgerbstoff G31, 0,5 Teilen
des Komplexbildners HM8 und 1,5 Teilen des Harzgerbstoffs G28 wurden
weitere 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 2 Teile
Hydrophobiermittels H3, 4 Teile des Vegetabilgerbstoffs G31, 4 Teile
des Vegetabilgerbstoffs G22 und 2 Teile des Harzgerbstoffs G28 gegeben und
20 Minuten gewalkt.
-
Zur
Nachgerbflotte wurden 3 Teile des Hydrophobiermittels H1, 1,5 Teile
des Hydrophobiermittel H3, 1 Teil des Fettungsmittels F8 und 0,3
Teile des Hilfsmittels HM4 gegeben und 90 Minuten gefettet. Zur
Vervollständigung der Auszehrung der Fettung wurden 70
Teile Wasser gegeben und weitere 10 Minuten gewalkt. Anschließend
säuerte man durch portionsweise Zugabe von 3 Teilen Ameisensäure
auf pH 3,8 ab und walkt 40 Minuten. Das so gefärbte, nachgegerbte
und gefettete Leder wurde über Nacht auf Bock gelagert,
anschließend ausgereckt, bei 50°C 2 Minuten vakuumiert,
bei Raumtemperatur hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und
bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden farbtiefe kompakte Schuhoberleder im Farbton Olivbraun erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 4,8
Teile I.38 | 0,6
Teile III.7 | 0,6
Teile IV.5 | Olivbraun |
| 1,2
Teile I.12 | 4,2
Teile III.8 | 0,6
Teile IV.13 | Dunkles
Olivbraun |
| 0,3
Teile I.2 | 0,1
Teile III.22 | 5,6
Teile IV.2 | Dunkles
Olivgrün |
-
Beispiel 5:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindslederspaltes der Falzstärke 1,4–1,6
mm wurde in 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser, 5 Teilen
Chromgerbstoff G24 und 4 Teilen Harzgerbstoff G28 30 Minuten bei
30°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1,5 Teile Natriumformiat
zugeben und nach 30 Minuten ein pH-Wert von 3,7 erreicht. Zur Flotte
wurden 5 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und 60 Minuten gewalkt.
Danach wurden 100 Teile Wasser zugegeben und 30 Minuten gewalkt.
Durch Zugabe von 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde nach einer
Walkzeit von 30 Minuten ein pH-Wert von 4,2 erreicht. Nach einer
Zugabe von weiteren 0,3 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer
Walkzeit von 60 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erhalten.
Es wurde für weitere 12 Stunden nachchromiert. Anschließend
wurde die Flotte abgelassen und mit 300 Teilen Wasser bei 40°C
10 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachchromierten Leder wurden in einer aus 100 Teilen Wasser und
1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 5 Minuten neutralisiert,
nach Zugabe von 1,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere
10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 1,5 Teilen Natriumhdyrogencarbonat
wurde noch 15 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte
wurden bei pH 7,5 9 Teile Farbstoff III..7 und 0,4 Teile Farbstoff
IV.7 und 0,6 Teile Farbstoff IV.3 gegeben und 40 Minuten bei pH
7,0 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 8
Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 10,0 eingestellt
und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende
wurde 10 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen
Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 15 Minuten ein pH-Wert
von 6,5 eingestellt. Zur Flotten wurden 10 Teile des Hydrophobiermittels
H2, 2 Teile des Hydrophobiermittels H8 und 1 Teil des Hilfsmittel
HM4 gegeben und 80 Minuten bei 45°C gefettet. Zur Vervollständigung
der Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 60°C heißes
Wasser zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Anschließend säuerte
man durch portionsweise Zugabe von 7 Teilen Ameisensäure
auf 3,7 ab und walkte 45 Minuten.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde 10 Minuten mit 300 Teilen Wasser gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 2 Teilen
Chromgerbstoffs G24 und 3 Teilen Mineralgerbstoff G30 wurde 90 Minuten
bei 30°C gewalkt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde zweimal mit jeweils 300 Teilen Wasser
bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbt
und hydrophobierte Spaltvelourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, Velour geschliffen,
entstaubt, gemillt, gespannt und aufgebürstet.
-
Es
wurden farbtiefe hydrophobierte Spaltvelourschuhoberleder im Farbton
gelbstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren
farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 7,5
Teile I.38 | 2,5
Teile III.7 | | Gelbstichiges
Mittelbraun |
| 3,6
Teile I.16 | 5,9
Teile I.4 | 2,5
Teile III.17 | Gelbstichiges
Mittelbraun |
| 2
Teile I.12 | 5,6
Teile I.4 | 2,4
Teile III.17 | Gelbstichiges
Hellbraun |
-
Beispiel 6:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Ziegenleders der Falzstärke 0,6–0,7
mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen
Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 40°C neutralisiert.
Zur Neutralisationsflotte wurden 0,3 Teile Natriumhydrogencarbonat
gegeben und weitere 40 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 5 Teilen
Polymergerbstoff G18 wurde 40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte
wurden 10 Teile Nachgerbstoff G3 und 2 Teile Fettungsmittel F1 gegeben
und 60 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 100 Teile Wasser
zugefügt und weitere 30 Minuten nachgegerbt. Durch Zugabe
von 0,5 Teilen Natriumbicarbonat wurde innerhalb von 60 Minuten
ein pH-Wert von 4,8 erreicht. Es wurde für weitere 12 Stunden
nachgegerbt. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und
2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C 15 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
30°C spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei
60°C 2 Minuten vakuumgetrocknet, als Velour geschliffen,
entstaubt und gewogen.
-
Die
folgenden Mengenangaben der Nachgerbprodukte beziehen sich auf das
Trockengewicht des Ziegenvelourcrusts.
-
Das
Ziegenvelourcrustleder wurde mit 1000 Teilen Wasser bei 40°C
für 10 Minuten gewaschen und anschließend in einer
aus 500 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Hilfsmittel HM 7 5 Minuten
gewalkt. Anschließend wurden 1,5 Teile Natriumformiat zugegeben
und 5 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat
wurde 10 Minuten gewalkt, nach Zugabe von 1 weiteren Teil Natriumhdyrogencarbonat
wurde nach 10 Minuten neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden
bei pH 7,7 8 Teile Farbstoff II.8 und 8 Teile Farbstoff III.6 und
4 Teile Farbstoff IV.17 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,3 gefärbt.
Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 13 Teilen Natriumcarbonat,
aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur
Fixierung der pH-Wert zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 80 Minuten
lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10
Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 800 Teilen Wasser
bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 1,1 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert
von 5,9 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in 400 Teilen Wasser, 15 Teilen fettender
Gerbstoff G9, 8 Teilen Hydrophobiermittel H2, 5 Teilen Hydrophobiermittel
H4 und 0,5 Teilen Hilfsmittel HM4 40 Minuten gefettet. Nach portionsweiser
Zugabe von 0,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von
20 Minuten ein pH-Wert von 4,8 eingestellt.
-
Zur
vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C
heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt.
Zur Flotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8, 2 Teile Fettungsmittel
F3 und 0,5 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben und 60 Minuten gefettet.
Durch portionsweise Zugabe von 4,5 Teilen Ameisensäure wurde
innerhalb von 45 Minuten ein pH-Wert von 3,3 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
500 Teilen Wasser und 3 Teilen Chromgerbstoff G24 90 Minuten bei
30 nachchromiert. Zum Schluss wurde noch zweimal mit jeweils 800
Teilen Wasser bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte
Ziegenvelourleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur
spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, bei 70% relative
Feuchte gemillt, spannrahmengetrocknet und aufgebürstet.
-
Es
wurden farbtiefe waschbare Ziegenvelourleder im Farbton Rotbraun
erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 13
Teile II.20 | 3
Teile III.16 | 4
Teile IV.17 | Rotbraun |
| 8
Teile I.28 | 8
Teile II.6 | 4
Teile IV.4 | Rotbraun |
-
Beispiel 7
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm
wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen
Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte
wurden 0,5 Teile Natriumbicarbonat und 3 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben
und 60 Minuten neutralisiert. Nach Ablassen der Flotte wurde in
200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 45°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1 Teil
Polymergerbstoff G19 wurden 40 Minuten bei 45°C nachgegerbt.
Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Gerbstoff G7, 4 Teile Gerbstoff
G32 und 3 Teile Gerbstoff G11 gegeben und 90 Minuten gewalkt. Durch
portionsweise Zugabe von 1,5 Teilen Ameisensäure wurde
innerhalb von 70 Minuten ein pH-Wert von 3,7 eingestellt. Anschließend
wurde mit 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen
Natriumformiat wurde 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere
2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 40°C
neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 2,4 Teile Farbstoff II.8 und 2,4 Teile
Farbstoff III.6 und 1,2 Teile Farbstoff IV.17 gegeben und 40 Minuten
bei pH 7,5 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,7 und 10,2 eingestellt
und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend
folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus
100 Teilen Wasser und 2 Teilen des Polymergerbstoffs G19 wurden
10 Minuten bei 45°C nachgegerbt. Zur Flotte wurden 3 Teile
Fettungsmittel F7 und 3 Teile Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten
gefettet. Schließlich säuerte man durch portionsweise Zugabe
von 4 Teilen Ameisensäure innerhalb von 50 Minuten auf
pH 3,5 ab. Nach Ablassen der Flotte wurde das gefärbte,
nachgegerbte und gefettete Leder 10 Minuten gespült und
anschließend auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C
3 Minuten vakuumgetrocknet, hängegetrocknet, konditioniert,
gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet. Es wurden
Schuhoberleder im Farbton Rotbraun erhalten, die sich besonders
durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 0,9
Teile I.38 | 3,9
Teile II.6 | 1,2
Teile IV.6 | Rotbraun |
| 3,9
Teile II.20 | 0,9
Teile III.16 | 1,2
Teile IV.17 | Rotbraun |
-
Beispiel 8
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,4 mm
wurde in einem aus 200 Teilen Wasser und 0,2 Teilen Ameisensäure
bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C gewaschen. In einer
aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 0,3 Teile Natriumbicarbonat
und 50 Minuten neutralisiert. Nach Ablassen der Flotte wurde in
200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 45°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 1 Teil Hydrophobiermittel
H3 und 3 Teilen Hilfsmittel HM4 wurde 20 Minuten bei 45°C
gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und
40 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 1 Teil Hydrophobiermittel
H3 und 1 Teil Hilfsmittel HM4 wurden weitere 20 Minuten gewalkt.
Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Polymergerbstoff G18 und 3 Teile
Polymergerbstoff G17 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt. Durch portionsweise
Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50
Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen
Natriumformiat wurde 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere
1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei
40°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 1,5 Teile Farbstoff I.39 und 4,5 Teile
Farbstoff III.15 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,6 gefärbt.
Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,0 und 9,6 eingestellt und 80 Minuten lang bei
40°C gewalkt.
-
Anschließend
folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 2 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert
von 5,8 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer neuen Flotte aus 100 Teilen Wasser,
2,5 Teilen Fettungsmittel F7 und 3,5 Teile Fettungsmittel F4 60
Minuten bei 50°C gefettet.
-
Anschließend
säuerte man durch portionsweise Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure
innerhalb von 45 Minuten auf pH 3,4 ab. Nach Ablassen der Flotte
wurde das gefärbte, nachgegerbte und gefettete Leder 5
Minuten gespült und anschließend auf Bock gelegt,
ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, hängegetrocknet,
konditioniert, gestollt und bei 45°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton Orangebraun erhalten, die sich
besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 2,4
Teile I.43 | 5,6
Teile III.16 | | Orangebraun |
| 1,2
Teile I.7 | 3,4
Teile I.2 | 1,4
Teile III.5 | Gelbstichiges
Hellbraun |
-
Beispiel 9
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen.
In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 4,2 Teile Farbstoff I.43 und 0,8 Teile
Farbstoff II.7 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt.
Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 80 Minuten lang bei
35°C gewalkt.
-
Anschließend
folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus
150 Teilen Wasser und 1,9 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb
von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,5 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 20 Minuten bei 45°C
gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben
und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 5 Teilen des Fettungsmittels
F1 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden
15 Teile Gerbstoff G6 und 5 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben
und 60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Fettungsmittel
F1, 3 Teile Fettungsmittel F3 und 2 Teile des Hydrophobiermittels
H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung
der Fettung wurden 100 Teile 50°C heißes Wasser zugegeben
und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert
von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder 2 mal mit 200 Teilen Wasser bei 45°C gewaschen.
Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer
Feuchte gemillt und leicht gespannt.
-
Es
wurden Möbelleder im Farbton dunkles Rotbraun erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 3
Teile I.17 | 3
Teile II.25 | | Gelbstichiges
Rot |
| 0,8
Teile I.1 | 2,8
Teile II.6 | 0,4
Teile III.7 | Gelbstichiges
Rot |
| 1,8
Teile I.16 | 4,2
Teile II.1 | | Braunstichiges
Rot |
-
Beispiel 10
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise organisch gegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen.
In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 4,5 Teile Farbstoff I.13 und 0,2 Teile
Farbstoff IV.5 und 0,3 Teile Farbstoff IV.6 gegeben und 40 Minuten
bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,5 und 10,0 eingestellt
und 80 Minuten lang bei 35°C gewalkt. Anschließend
folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus
150 Teilen Wasser und 1,8 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb
von 55 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,2 eingestellt. Nach Ablassen
der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen
Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat 20 Minuten bei 45°C
gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben
und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 5 Teilen des Fettungsmittels
F1 wurden weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 15
Teile Gerbstoff G6 und 5 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben und
60 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Fettungsmittel
F1, 3 Teile Fettungsmittel F3 und 2 Teile des Hydrophobiermittels
H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur vollständigen Auszehrung
der Fettung wurden 100 Teile 50°C heißes Wasser
zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von
4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein
pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder 2 mal mit 200 Teilen Wasser bei 45°C
gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt,
ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer
Feuchte gemillt und leicht gespannt.
-
Es
wurden organisch gegerbte Möbelleder im Farbton grünstichiges
Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen
Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 4,2
Teile I.48 | 1,2
Teile II.2 | 0,6
Teile IV.11 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 1,6
Teile I.33 | 1,6
Teile III.3 | 0,8
Teile IV.19 | Grünstichiges
Dunkelbraun |
-
Beispiel 11
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm
wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen.
In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 30°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden
2,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 55 Minuten bei
30°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte wurden 4,2
Teile Farbstoff I.5 und 1,3 Teile Farbstoff I.14 und 0,5 Teile Farbstoff
IV.25 gegeben und 60 Minuten bei pH 7,2 gefärbt. Durch
portionsweise Zugabe von 6 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt und 120 Minuten lang bei
40°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 20
minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C.
In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5
Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50 Minuten ein
Flotten-pH-Wert von 4,2 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
100 Teilen Wasser und 2 Teilen Polymergerbstoff G15 30 Minuten nachgegerbt.
Nach Zugabe von 2 Teilen des Hydrophobiermittels H3 wurden weitere
30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 5 Teile Gerbstoff
G7 und 4 Teile Harzgerbstoff G11 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt.
Zur Nachgerbflotte wurden 4,5 Teile Fettungsmittel F5 und 0,5 Teile
Fettungsmittel F8 gegeben und 40 Minuten gefettet. Durch portionsweise
Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 40
Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 20°C 10 Minuten
gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt,
ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C
2 Minuten. vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton grünstichiges Gelbbraun
erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 5,4
Teile I.39 | 0,6
Teile IV.21 | 0,6
Teile IV.3 | Grünstichiges
Mittelbraun |
| 1,6
Teile I.38 | 1,6
Teile III.7 | 0,8
Teile IV.6 | Grünstichiges
Dunkelbraun |
| 4
Teile I.6 | 0,7
Teile I.29 | 0,4
Teile IV.20 | Grünstichiges
Gelbbraun |
-
Beispiel 12
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,6–1,8
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 1 Teile Farbstoff I.4 und 7 Teile Farbstoff
IV.1 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von 8 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde
abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült.
Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 4,5 Teilen Ameisensäure
wurde übernacht ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt. Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
80 Teilen Wasser und 2 Teilen Fettungsmittel F1 20 Minuten bei 45°C
gewalkt. Zur Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben
und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 4 Teilen des Gerbstoffes
G5, 3 Teilen des Gerbstoffes G32 und 2 Teilen des Harzgerbstoffes
G28 wurden weitere 40 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden
3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungs mittel F8 und 1 Teil
Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten gefettet. Zur vollständigen
Auszehrung der Fettung wurden 70 Teile 55°C heißes
Wasser zugegeben und 10 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe
von 4,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 65 Minuten
ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder 1 mal mit 300 Teilen Wasser bei 30°C gewaschen.
Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C
2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton Olivgrün erhalten, die
sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe
Egalität der Färbung und die exzellenten Wasch-,
Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 0,6
Teile I.1 | 0,3
Teile III.7 | 9,2
Teile IV.5 | Dunkles
Olivgrün |
| 4,8
Teile III.22 | 1,2
Teile IV.10 | | Trübes
Grün |
| 4,8
Teile I.38 | 1,2
Teile IV.6 | | Dunkles
Olivgrün |
-
Beispiel 13:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2
mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 15 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen
Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert.
Zur Neutralisationsflotte wurden 1,8 Teile Natriumhydrogencarbonat
gegeben und weitere 80 Minuten gewalkt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das Leder 1 mal mit 300 Teilen Wasser
bei 45°C 15 Minuten gewaschen.
-
Zu
einer frisch eingesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser wurde 4 Teile
Polymergerbstoff G18 gegeben und 40 Minuten bei 45°C nachgegerbt.
Zur Nachgerbflotte wurden 8 Teile Nachgerbstoff G2, 5 Teile Fettungsmittel
F1 und 5 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 90 Minuten gewalkt.
Zur Nachgerbflotte wurden 100 Teile Wasser zugefügt und
weitere 30 Minuten bei 60°C nachgegerbt. Durch Zugabe von
2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein
pH-Wert von 3,5 erreicht.
-
Die
so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, als
Nubuk geschliffen, entstaubt und gewogen.
-
Die
folgenden Mengenangaben der Nachgerbprodukte beziehen sich auf das
Trockengewicht des Rindnubukcrusts.
-
Das
Rindnubukcrusts wurde mit 1000 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Hilfsmittel
HM9 bei 40°C für 10 Minuten gewaschen. In einer
frisch eingesetzten Flotte aus 300 Teilen Wasser und 1,5 Teilen
Hilfsmittel HM7 wurde das Leder bei 40°C 5 Minuten gewalkt.
-
Es
wurden 2 Teile Natriumformiat zugegeben und 10 Minuten neutralisiert,
nach Zugabe von 3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde 15 Minuten
gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,8 8 Teile Farbstoff
I.4 und 3 Teile Farbstoff I.37 und 2 Teile Farbstoff IV.7 gegeben
und 30 Minuten bei pH 7,3 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 12 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit
Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert
zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 90 Minuten lang bei 40°C
gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült
und 2 mal mit 800 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 2,5 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten ein pH-Wert
von 4,0 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in 400 Teilen Wasser, 10 Teilen fettender
Gerbstoff G9, 7 Teilen Hydrophobiermittel H2, 3 Teilen Hydrophobiermittel
H4 und 0,5 Teilen Hilfsmittel HM4 bei 40°C 40 Minuten gefettet.
Nach portionsweiser Zugabe von 0,8 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 20 Minuten ein pH-Wert von 4,7 eingestellt.
-
Zur
vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 200 Teile 60°C
heißes Wasser zugegeben und weitere 10 Minuten gewalkt.
Zur Flotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8, 0,8 Teile Fettungsmittel
F3 und 0,2 Teile Hilfsmittel HM4 gegeben und 60 Minuten gefettet.
Durch portionsweise Zugabe von 5 Teilen Ameisensäure wurde
innerhalb von 45 Minuten ein pH-Wert von 3,3 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
500 Teilen Wasser und 2 Teilen Chromgerbstoff G24 und 3 Teilen Minerealgerbstoffmischung
G30 90 Minuten bei 30°C nachchromiert. Zum Schluss wurde
noch zweimal mit jeweils 800 Teilen Wasser bei 30°C 10
Minuten lang gewaschen.
-
Das
gefärbte Rindnubukleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt,
bei 70% relative Feuchte gemillt und spannrahmengetrocknet.
-
Es
wurden farbtiefe waschbare Rindnubukleder im Farbton grünstichiges
Hellbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 2,5
Teile I.13 | 8,4
Teile I.1 | 3,6
Teile III.7 | Gelbstichiges
Hellbraun |
| 6,5
Teile I.43 | 2,5
Teile III.26 | 1,5
Teile IV.20 | Grünstichiges
Mittelbraun |
| 7
Teile I.1 | 2,2
Teile I.13 | 0,8
Teile IV.5 | Grünstichiges
Gelbbraun |
-
Beispiel 14:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8 mm
wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen.
In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 30°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden
3 Teile Natriumbicarbonat aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, zugegeben und weitere 25 Minuten bei 30°C neutralisiert.
Zur Neutralisationsflotte wurden 3 Teile Farbstoff I.43 und 3 Teile
Farbstoff II.10 und 2 Teile Farbstoff IV.13 gegeben und 60 Minuten
bei pH 7,6 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt
und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend
folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus
200 Teilen Wasser und 4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb
von 50 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus
100 Teilen Wasser und 2 Teilen Fettungsmittel F1 aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:3, 30 Minuten bei 45°C
gefettet. Nach Zugabe von 2 Teilen des Nachgerbstoffes G18 wurden
weitere 30 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Gerbstoff
G7 und 4 Teile Harzgerbstoff G11 gegeben und 60 Minuten nachgegerbt.
Zur Nachgerbflotte wurde 4 Teile Fettungsmittel F1 gegeben und 40
Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von 2,5 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 40 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 20°C 10 Minuten
gewaschen. Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt,
ausgereckt, bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und bei 50°C
2 Minuten. vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton bordo erhalten, die sich besonders
durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 2,5
Teile I.38 | 2,5
Teile II.6 | 1,25
Teile IV.6 | Bordo |
| 3,1
Teile II.14 | 0,9
Teile IV.10 | | Bordo |
| 2,5
Teile II.24 | 1,5
Teile IV.18 | | Bordo |
-
Beispiel 15
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 43°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 1,25 Teile Farbstoff I.6 und 3 Teile
Farbstoff II.24 und 1,25 Teile Farbstoff III.17 gegeben und 30 Minuten
bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde
abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült.
Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,5 eingestellt.
Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte
aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Hydrophobiermittel H1 15 Minuten
bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile Polymergerbstoff
G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt. Nach Zugabe von 3 Teilen
des Gerbstoffes G1, 3 Teilen des Gerbstoffes G32 und 2 Teilen des
Harzgerbstoffes G28 wurden weitere 50 Minuten gewalkt. Es wurden
70 Teile heißes Wasser zugegeben, so dass 60°C
Flottentemperatur erreicht wurde. Es wurde weitere 10 Minuten gewalkt.
Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel
F8 und 1,5 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 40 Minuten gefettet.
Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde
innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
ablassen der Flotte wurden in eine frisch eingesetzten Flotte aus
100 Teile Wasser und 0,6 Teile eines kationischen Hilfsmittels HM7
0,2 Teile Farbstoff I.6 und 0,5 Teile Farbstoff II.24 und 0,2 Teile
Farbstoff III.17 zusammen mit 5 Teilen Natriumcarbonat bei 40°C
gegeben und 15 Minuten bei pH 9,5 gewalkt.
-
Die
Flotte wurde abgelassen und das Leder 3 mal mit 300 Teilen Wasser
jeweils 15 Minuten bei 38°C gewaschen. In einer frisch
angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1 Teilen Ameisensäure
wurde das Leder 15 Minuten lang gewalkt. Zur Flotte wurde 2 Teile
Fettungsmittel F1 und 1 Teil Hydrophobiermittel H3 gegeben und weitere
15 Minuten gewalkt. Der End-pH-Wert von 3,5 des Leders wurde durch
portionsweise Zugabe von 3 Teilen Ameisensäure innerhalb
von 60 Minuten eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3
Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton rotbraun erhalten, die sich besonders
durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| (4,5
+ 0,75) Teile II.6 | (1,5
+ 0,25) Teile III.7 | | Rostrot |
| (2,5
+ 0,4) Teile I.29 | (4
+ 0,66) Teile II.10 | (0,5
+ 0,1) Teile III.26 | Rotbraun |
| (2,4
+ 0,4) Teile I.38 | (2,4
+ 0,4) Teile II.6 | | Rotbraun |
| (2
+ 0,33) Teile I.8 | (2
+ 0,33) Teile II.21 | (1
+ 0,17) Teile IV.13 | Rotbraun |
-
Beispiel 16
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,4–1,6
mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser gefüllten Wackerfass
10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend
in einer aus 100 Teilen Wasser und 2 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte 10 Minuten bei 35°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte
wurden 0,5 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 40
Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 4 Teilen eines polymerbasierten
Fettgerbstoffes G35 wurde weitere 20 Minuten gewalkt. Nach Zugabe
von 4 Teile Polymergerbstoff G18 wurde 40 Minuten nachgegerbt. Zur
Nachgerbflotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff G1 und 4 teile Fettungsmittel
F1 gegeben und 120 Minuten gewalkt. Nach Ablassen der Flotte wurde
mit 300 Teilen Wasser bei 35°C 10 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
450°C für 3 Minuten vakuumgetrocknet, für
2–3 Stunden bei Raumtemperatur leicht spannrahmengetrocknet,
konditioniert, gestollt und als Velours geschliffen. Anschließend
wurde das Leder entstaubt.
-
Weitere
Gewichtsangaben beziehen sich auf dem Trockengewicht des Leders.
-
Das
Velours Crustleder wurde mit 800 Teilen Wasser und 0,3 teilen Hilfsmitttel
HM9 bei 40°C für 40 Minuten gewaschen und anschließend
in einer Flotte aus 300 Teilen Wasser und 1,3 Teilen Hilfsmittel
HM7 10 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurde 2 Teile Natriumformiat
zugegeben und 10 Minuten neutralisiert. Nach Zugabe von 2 Teilen
Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden bei pH 7,6 1,8 Teile Farbstoff II.20, 7,8 Teile Farbstoff
III.3 und 2,4 Teile Farbstoff IV.19 gegeben und 40 Minuten bei pH
7,4 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 15
Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,4 und 10,1 eingestellt.
Nach 5 Minuten wurden weitere 1,8 Teile Farbstoff II.20, 7,8 Teile
Farbstoff III.3 und 2,4 Teile Farb stoff IV.19 zugegeben und 90 Minuten
lang bei 40°C gewalkt. Anschließende wurde 10
Minuten mit Wasser gespült und 3 mal mit 300 Teilen Wasser
jeweils 20 Minuten lang bei 40°C gewaschen.
-
Zur
pH-Regulierung wurde das Leder in einer frisch angesetzten Flotte
aus 150 Teilen Wasser 20 Minuten bei 40°C gewalkt und anschließend
wurde einen pH-Wert von 6,0 durch portionsweise Zugabe von 1 Teil Ameisensäure
innerhalb von 60 Minuten eingestellt. In einer frisch eingesetzten
Flotte aus 100 Teilen 60°C heißen Wasser, 6,5
Teilen Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 3 Teilen
Hydrophobiermittel H3 wurde das Leder innerhalb von 40 Minuten bei
50°C gefettet.
-
Zur
Vervollständigung der Auszehrung der Fettung säuerte
man durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure
innerhalb von 45 Minuten auf 3,5 ab.
-
Zum
Schluss wurde noch einmal mit 300 Teilen Wasser bei 30°C
10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte und gefettete spalt
Veloursleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur
spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt, gespannt und aufgebürstet.
-
Es
wurde farbtiefe Veloursschuhoberleder im Farbton rotstichiges Mittelbraun
erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| (6
+ 6) Teile I.38 | (6
+ 6) Teile III.7 | | Rotstichiges
Mittelbraun |
| (8
+ 8) Teile I.28 | (2
+ 2) Teile I.2 | (2
+ 2) Teile III.8 | Rotstichiges
Mittelbraun |
| (5,5
+ 5,5) Teile I.48 | (4
+ 4) Teile II.10 | (2,5
+ 2,5) Teile III.26 | Rotstichiges
Hellbraun |
-
Beispiel 17
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0
mm wurde in 200 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 80 Teilen Wasser, 4 Teilen
Chromgerbstoff G34 und 1,5 Teilen Natriumformiat 60 Minuten bei
35°C nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat
zugegeben und übernacht ein pH-Wert von 4,0 erreicht. Zur
Flotte wurden 5 Teile Polymergerbstoff G16 gegeben und 60 Minuten
gewalkt. Anschließend wurde die Flotte abgelassen und mit
200 Teilen Wasser bei 35°C 10 Minuten gewaschen.
-
Die
so nachchromierten Leder wurden in einer aus 80 Teilen Wasser und
1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte 10 Minuten neutralisiert,
nach Zugabe von 1 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 10
Minuten gewalkt, nach Zugabe von weiteren 2 Teile Natriumhdyrogencarbonat
wurde noch 10 Minuten lang neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte
wurden bei pH 7,5 6,5 Teile Farbstoff I.43 und 1,5 Teile Farbstoff
II.8 und 2 Teile Farbstoff IV.11 gegeben und 40 Minuten bei pH 7,0
gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von insgesamt 8 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 10,0 eingestellt
und 80 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließende
wurde 20 Minuten mit Wasser gespült und 2 mal mit 300 Teilen
Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 1,3 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert
von 4,8 eingestellt. Zur Flotte wurden 1,5 Teile des Hydrophobiermittels
H3 gegeben und 10 Minuten gewalkt. Es wurden 1,5 Teile eines Nachgerbstoffes
G15 zugegeben und weitere 20 Minuten gewalkt. Es wurden 3 Teile
Nachgerbstoff G5 und 2 teile Nachgerbstoff G32 zugeführt
und 30 Minuten gewalkt.
-
Zur
Hydrophobierung wurden 7 Teile Hydrophobiermittel H1, 1 Teil Hydrophobiermittel
H3 und 0,3 Teile Hilfsmittel HM4 zugegeben und 60 Minuten gewalkt.
-
Zur
Vervollständigung der Auszehrung der Hydrophobierung wurden
100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 10
Minuten bei 50°C gewalkt. Anschließend säuerte man
durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure auf
3,6 ab und walkte 45 Minuten.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde 10 Minuten mit 200 Teilen Wasser gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser und 0,8 Teilen
Hydrophobiermittel H6 wurde das Leder 20 Minuten bei 40°C
gewalkt. Zur Flotte wurden zuerst 0,3 Teile Ameisensäure
und anschließend 4 Teile Chromgerbstoff G34 zugeführt
und 60 Minuten gewalkt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde zweimal mit jeweils 200 Teilen Wasser
bei 30°C 10 Minuten lang gewaschen. Das gefärbte
und hydrophobierte Leder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt, bei
45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet,
konditioniert, gestollt und gespannt und bei 50°C 2 Minuten
vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden farbtiefe hydrophobierte Schuhoberleder im Farbton rotstichiges
Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen
Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 7
Teile I.14 | 3
Teile II.15 | | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 7
Teile I.13 | 1,5
Teile II.6 | 1,5
Teile IV.6 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 5,5
Teile I.14 | 4
Teile II.10 | 0,5
Teile IV.20 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 4
Teile I.12 | 2,5
Teile I.48 | 3,5
Teile IV.20 | Grünstichiges
Dunkelbraun |
-
Beispiel 18
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise organisch gegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,2–1,3
mm wurde zum Nubuk geschliffen.
-
Das
Leder wurde zuerst mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C
gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat
bestehenden Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur
Neutralisationsflotte wurden 2,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben
und 10 Minuten bei 35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 8,5 Teile Farbstoff I.13 und 1,5 Teile
Farbstoff II.6 gegeben und 30 Minuten bei pH 7,4 gefärbt.
Durch portionsweise Zugabe von 9 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 90 Minuten lang bei
35°C gewalkt.
-
Die
Flotte wurde abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült.
Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 70 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 5,0 eingestellt.
Nach Ablas sen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte
aus 100 Teilen Wasser, 4 Teilen Fettungsmittel F1 und 4 Teilen Fettgerbstoffes
G35 20 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 8 Teile
Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten nachgegerbt.
-
Nach
Zugabe von weiteren 4 Teilen Polymergerbstoff G18 und 8 Teilen des
Gerbstoffes G8 wurden weitere 60 Minuten gewalkt. Zur Nachgerbflotte
wurden 4 Teile Fettungsmittel F1, 3 Teile Fettgerbstoff G35 und 3
teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 60 Minuten gefettet. Zur
vollständigen Auszehrung der Fettung wurden 100 Teile 60°C
heißes Wasser zugegeben und übernacht bei 50°C
gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 75 Minuten ein pH-Wert von 3,4 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder 2 mal mit jeweils 300 Teilen Wasser bei 30°C
gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser
und 5 Teilen Aluminiumgerbstoff G33 wurde das Leder 120 Minuten
bei 30°C gewalkt.
-
Anschließend
wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt und 70% Feuchtigkeit
gemillt.
-
Es
wurden organisch gegerbte Nubuk Schuhoberleder im Farbton dunkles
Rotbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt,
die hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 8
Teile I.17 | 1
Teil II.4 | 1
Teil IV.4 | Dunkelbraun |
| 1,5
Teile I.1 | 6
Teile I.20 | 2,5
Teile II.9 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 4
Teile I.13 | 4
Teile II.4 | 1
Teil IV.20 | Rotbraun |
-
Beispiel 19
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,8–2,0
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
In einer aus 80 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 4 Teile Farbstoff I.3 und 0,5 Teile
Farbstoff II.14 und 1,5 Teile Farbstoff III.14 gegeben und 25 Minuten
bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde
abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült.
Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 2,5 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,7 eingestellt.
Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte
aus 100 Teilen Wasser und 4 Teilen Polymergerbstoff G18 30 Minuten
bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile Nachgerbstoff
G5, 3 teile Gerbstoffes G32 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben
und 60 Minuten nachgegerbt. Nach portionsweisen Zugabe von 0,5 Teilen
Ameisensäure wurden weitere 40 Minuten gewalkt. Die Flotte
wurde abgelassen.
-
Das
Leder wurde mit 200 Teilen 50°C heißem Wasser
gewaschen.
-
In
einer Flotte von 100 Teile heißes Wasser 3 Teile Fettungsmittel
F11, 1 Teil Fettungsmittel F4 und 2 Teile Hydrophobiermittel H3
wurde bei 50°C 40 Minuten gewalkt. Durch portionsweise
Zugabe von 2 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 50
Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
Die
Flotte wurde abgelassen und das Leder einmal mit 300 Teilen Wasser
bei 40°C 10 Minuten gewaschen.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3
Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Schuhoberleder im Farbton Orangebraun erhalten, die sich
besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 1,5
Teile I.38 | 4,5
Teile III.7 | | Orangebraun |
| 1
Teile I.2 | 2,5
Teile II.9 | 2,5
Teil III.10 | Gelbstichiges
Rotbraun |
| 1
Teil I.2 | 4,5
Teile II.10 | 0,5
Teile III.26 | Gelbstichiges
Rot |
| 2
Teile I.4 | 0,5
Teile II.10 | 3,5
Teile III.26 | Orange |
-
Beispiel 20:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,0–1,1
mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser und 0,3 Teilen Ameisensäure
gefüllten Wackerfass 10 Minuten bei 35°C gewaschen
und anschließend in einer aus 150 Teilen Wasser und 2 Teilen
Aldehydgerbstoff G13 10 Minuten bei 35°C gegerbt. Zur Flotte
wurde 3 Teilen Chromgerbstoff G24 gegeben und 30 Minuten weiter
nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurde 1 Teile Natriumformiat zugeben
und nach 60 Minuten ein pH-Wert von 3,8 erreicht. Danach wurde durch
Zugabe von 0,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat nach einer Walkzeit
von 10 Minuten ein pH-Wert von 4,5 erreicht. Nach einer Zugabe von
weiteren 0,5 Teilen Natriumhydrogencarbonat und einer Walkzeit von
80 Minuten wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,3 erreicht. Anschließend wurde
die Flotte abgelassen und mit 300 Teilen Wasser bei 45°C
15 Minuten gewaschen.
-
Das
Leder wurde in einer aus 150 Teilen Wasser und 1 Teil Natriumformiat
bestehenden Flotte 10 Minuten bei 45°C neutralisiert. Zur
Neutralisationsflotte wurden 0,8 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben
und weitere 30 Minuten gewalkt. Nach Zugabe von 4 Teilen Polymergerbstoff
G18 wurde 30 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile
Nachgerbstoff G5 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 30 Minuten gewalkt.
Der Nachgerbflotte wurden 10 Teile Fettungsmittel F1 zugefügt
und 60 Minuten gefettet. Anschließend säuerte
man durch portionsweise Zugabe von 1,5 Teilen Ameisensäure
auf 3,5 ab und walkte 45 Minuten.
-
Die
so nachgegeberten Leder wurden auf Bock gelegt, ausgereckt, konditioniert,
gestollt, bei 45°C für 2 Minuten vakuumgetrocknet,
mit 220–240 mm Schleifpapier als Nubuck geschliffen und
gewogen. Weitere Gewichtsangaben basieren auf diesem Trockengewicht.
-
Das
Nubuck Crustleder wurde einmal mit 800 Teilen Wasser und 0,3 Teilen
Hilfsmittel HM9 bei 40°C für 40 Minuten gewaschen
und anschließend in einer aus 300 Teilen Wasser und 1,5
Teilen Natriumformiat 10 Minuten neutralisiert, nach Zugabe von
3 Teilen Natriumhydrogencarbonat wurde weitere 20 Minuten gewalkt. Zur
Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,5 4,5 Teile Farbstoff I.44
und 4,5 Teile Farbstoff I.36 und 1 Teile Farbstoff IV.19 gegeben
und 30 Minuten bei pH 7,4 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 10 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit
Wasser im Verhältnis 1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert
zwischen 9,4 und 9,9 eingestellt und 90 Minuten lang bei 40°C
gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült
und 2 mal mit 800 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 200 Teilen Wasser und 4 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 30 Minuten ein pH-Wert
von 3,9 eingestellt. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 500
Teilen Wasser und 2 Teil Hilfsmittel HM7 wurde das Leder bei 40°C
5 Minuten gewalkt. Zur Flotte wurden 6,75 Teile Farbstoff I.36 und
6,75 Teile Farbstoff I.44 und 1,5 Teile Farbstoff IV.19 und 15 Teile
Natriumcarbonat zugeführt und 15 Minuten gewalkt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das Leder 3 mal mit jeweils 800 Teilen
Wasser bei 40°C je 10 Minuten gewaschen.
-
Der
pH-Wert wurde in einer Flotte aus 500 Teilen Wasser durch portionsweise
Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure innerhalb von 60 Minuten
bei 40°C auf 3,9 eingestellt. Die Flotte wurde abgelassen.
Nach Zugabe von 500 Teilen 60°C heißem Wasser
wurde mit 12 Teilen des Fettungsmittels F1, 3 Teilen des Fettungsmittels
F3 und 5 Teilen des Hydrophobiermittels H4 40 Minuten bei 50°C
gefettet. Anschließend säuerte man durch portionsweise
Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure auf 3,5 ab und walkte
40 Minuten.
-
Das
gefärbte und hydrophobierte Nubukleder wurde auf Bock gelegt,
ausgereckt, bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert,
gestollt, bei 70% rel. Feuchtigkeit gemillt und gespannt.
-
Es
wurden farbtiefe hydrophobierte Nubukmöbelleder im Farbton
Grünstichiges Mittelbraun erhalten, die sich besonders
durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität
der Färbung und die exzellenten Wasch-, Schweiß-
und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| (9
+ 13,5) Teile I.38 | (0,6
+ 0,9) Teile IV.6 | (0,4
+ 0,6) Teile IV.5 | Grünstichiges
Mittelbraun |
| (1,5
+ 2,25) Teile I.4 | (7
+ 10,5) Teile III.18 | (1,5
+ 2,25) Teile IV.25 | Grünstichiges
Mittelbraun |
| (8
+ 12) Teile I.48 | (1
+ 1,5) Teile IV.5 | (1
+ 1,5) Teile IV.20 | Grünstichiges
Mittelbraun |
-
Beispiel 21
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1–1,2
mm wurde mit 300 Teilen Wasser und 0,1 Teile Hilfsmittel HM9 10
Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 60 Teilen Wasser
und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten
bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5
Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere
1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei
43°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 2 Teile Farbstoff I.37 und 2 Teile
Farbstoff I.43 und 2 Teile Farbstoff III.14 aufsuspendiert mit Wasser
im Verhältnis 1:7, gegeben und 40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt.
Durch portionsweise Zugabe von 7 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert
mit Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der
pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt und 80 Minuten lang bei
43°C gewalkt. Anschließend folgte 3 mal eine 20
minütige Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C.
In einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,5
Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein
Flotten-pH-Wert von 3,9 eingestellt. Nach Ablassen der Flotte wurde
in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen Wasser, 3 Teilen
Fett gerbstoff G35 und 3 Teilen Fettungsmittel F1 bei 45°C
10 Minuten gefettet. Zur Flotte wurden 4 Teile Polymergerbstoff
G18 gegeben und 20 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden
4 Teile Nachgerbstoff G5 und 2 Teile Gerbstoff G32 gegeben und 30
Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 7 Teile Fettungsmittel
F1, 1 Teile Fettungsmittel F3 und 3 Teile des Hydrophobiermittels
H4 gegeben und 60 Minuten gefettet. Durch portionsweise Zugabe von
4 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 60 Minuten ein
pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
Anschließend wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei 45°C 3 Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur
hängegetrocknet, konditioniert, gestollt, mit 70% relativer
Feuchte gemillt und leicht gespannt.
-
Es
wurden Autopolsterleder im Farbton gelbstichiges Mittelbraun erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 3,5
Teile I.4 | 1
Teil I.16 | 1,5
Teile III.5 | Gelbstichiges
Mittelbraun |
| 1,5
Teile I.3 | 1
Teil I.48 | 3,5
Teile III.26 | Orangebraun |
| 2,9
Teile I.1 | 1,9
Teile I.13 | 1,2
Teile III.7 | Gelbstichiges
Mittelbraun |
| 2
Teile I.4 | 1
Teil I.48 | 3
Teile II.10 | Gelbstichiges
Rotbraun |
-
Beispiel 22
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,0–1,1
mm wurde mit 300 Teilen Wasser und 0,1 Teile Hilfsmittel HM9 10
Minuten bei 40°C gewaschen. In einer aus 100 Teilen Wasser
und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden Flotte wurde 10 Minuten
bei 43°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden 1,5
Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere
2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 43°C
neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 7 Teile Farbstoff I.43 und 2 Teile
Farbstoff II.15 und 1 Teil Farbstoff IV.20 gegeben und 30 Minuten
bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 9 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Nach Ablassen der
Flotte wurde das Leder 20 Minuten gespült.
-
Anschließend
folgte 2 mal eine 20 minütige Waschoperation in 300 Teilen
Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten Flotte aus
150 Teilen Wasser und 1 Teil Ameisensäure wurde innerhalb
von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,6 eingestellt. Nach Ab lassen
der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte aus 100 Teilen
Wasser, 4 Teilen Hydrophobiermittel H2 und 1 Teil Fettungsmittel
F8 bei 45°C 20 Minuten gefettet. Zur Flotte wurden 14 Teile
Gerbstoff G6 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 60 Minuten
nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 2 Teile Fettungsmittel F8,
4 Teile des Hydrophobiermittels H4, 2 Teile des Hydrophobiermittels
H2 und 0,5 Teile Hilfsmittel HM 4 gegeben und 60 Minuten hydrophobiert.
Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure wurde
innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete und hydrophobierte Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C
gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser
und 0,3 Teilen Ameisensäure wurde bei 30°C 10
Minuten gewalkt und durch Zugabe von 5 Teilen eines Chromgerbstoffes
G24 übernacht nachchromiert.
-
Anschließend
wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3
Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
konditioniert, gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt und leicht
gespannt.
-
Es
wurden wasserabweisende Polstermöbelleder im Farbton rotstichiges
Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren farbtiefen
Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 0,6
Teile I.1 | 8
Teile I.13 | 0,6
Teile III.7 | Rotstichiges
Mittelbraun |
| 6,5
Teile I.48 | 1,5
Teile II.2 | 2
Teile IV.21 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 6
Teile I.13 | 3
Teile II.6 | 1
Teil IV.6 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
-
Beispiel 23:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 1,1 mm
wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 30°C gewaschen.
In einer aus 100 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 10 Minuten bei 40°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurden
1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden weitere
2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten bei 40°C
neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 2 Teile Farbstoff I.14 und 3 Teile
Farbstoff II.3 und 1 Teile Farbstoff II.14 gegeben und 40 Minuten
bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 6 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 120 Minuten lang bei 40°C gewalkt. Anschließend
folgte 3 mal eine 10/20 bzw. 30 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 6 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 120 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 3,4 eingestellt.
Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte
aus 100 Teilen Wasser und 3 Teilen Aldehydgerbstoff G13 bei 35°C
10 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 4 Teile Chromgerbstoff
G34 und 3 Teile Nachgerbstoff G1 zugeführt und 30 Minuten
nachgegerbt. Nach der Nachgerbung wurde durch Zugabe von 2 Teilen
eines Fettungsmittels F1 60 Minuten gefettet. Zur Flotte wurde 1
Teil Natriumformiat gegeben und 20 Minuten bei 35°C gewalkt.
Zur Flotte wurde 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und 30
Minuten gewalkt. Durch weitere 0,4 Teile Natriumhydrogencarbonat
wurde ein Flotten-pH-Wert von 4,0 eingestellt. Nach Ablassen der
Flotte wurde das Leder mit 300 Teilen Wasser bei 45°C 10
Minuten gewaschen.
-
In
einer frisch eingesetzte Flotte aus 10 Teilen Wasser und 2 Teilen
Natriumformiat wurde 10 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte
wurden 2 Teile Hydrophobiermittel H3 gegeben und 15 Minuten gewalkt.
Zur Flotte wurden 6 Teile Polymergerbstoff G18 gegeben und 30 Minuten
nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Gerbstoff G1 und
3 Teile Vegetabilgerbstoff G22 gegeben und 40 Minuten nachgegerbt.
Der pH-Wert der Flotte wurde innerhalb von 40 Minuten durch Zugabe
von 2 Teilen Natriumhydrogencarbonat auf 5,6 eingestellt.
-
Zur
Nachgerbflotte wurden 7,5 Teile Fettungsmittel F1, 1,5 Teile Fettungsmittel
F3 und 3 Teile des Hydrophobiermittels H4 gegeben und 60 Minuten
gefettet. Zur vollständigen Auszehrung der Fettung wurden
100 Teile 60°C heißes Wasser zugegeben und 10
Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von 4 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 40 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Anschließend
wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 50°C 2
Minuten vakuumgetrocknet, nass gespannt und bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
gestollt, mit 70% relativer Feuchte gemillt, noch mal gestollt und
leicht gespannt.
-
Es
wurden Möbelleder im Farbton braunstichiges Rot erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 4,2
Teile II.6 | 1,8
Teile IV.6 | | Bordo |
| 2,25
Teile II.22 | 2,25
Teile III.15 | 1,5
Teile IV.19 | Rotbraun |
| 5 Teile I.40 | 0,5 Teile II.18 | 0,5 Teile IV.16 | Rotstichiges Dunkelbraun |
-
Beispiel 24
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Schafsleders der Falzstärke 0,6–0,7
mm wurde in einem mit 300 Teilen Wasser gefüllten Wackerfass
10 Minuten bei 35°C gewaschen und anschließend
in einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte 5 Minuten bei 40°C neutralisiert. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 10
Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte wurde weitere 2,3 Teilen
Natriumhydrogencarbonat gegeben und weitere 15 Minuten neutralisiert.
Zur Neutralisationsflotte wurden bei pH 7,7 10,5 Teile Farbstoff I.38
und 2,25 Teile Farbstoff III.7 und 2,25 Teile Farbstoff IV.6 gegeben
und 40 Minuten bei pH 7,3 gefärbt. Durch portionsweise
Zugabe von insgesamt 10 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit
Wasser im Verhältnis 1:10, wurde zur Fixierung der pH-Wert
zwischen 9,6 und 10,3 eingestellt und 80 Minuten lang bei 40°C
gewalkt. Anschließende wurde 10 Minuten mit Wasser gespült
und 2 mal mit 300 Teilen Wasser bei 40°C gewaschen.
-
In
einer frisch angesetzten Flotte aus 150 Teilen Wasser und 0,9 Teilen
Ameisensäure wurde innerhalb von 55 Minuten bei 38°C
ein pH-Wert von 5,9 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde in 150 Teilen Wasser, 8 Teilen Gerbstoff
G3 und 2 teilen Harzgerbstoff G28 zugeführt und bei 45°C
40 Minuten nachgegerbt. Zur Nachgerbflotte wurden 8 Teile Hydrophobiermittel H2,
3 Teilen Hydrophobiermittel H4, 0,8 Teilen Hilfsmittel HM4 und 3
Teile Fettungsmittel F8 zugegeben und 60 Minuten gefettet. Nach
portionsweiser Zugabe von 6 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb
von 55 Minuten ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte, gefettete
und hydrophobierte Leder mit 300 Teilen Wasser bei 40°C
15 Minuten gewaschen. In einer frisch eingesetzten Flotte aus 150
Teilen Wasser, 5 Teilen eines Chromgerbstoffes G24 und 3 Teilen
Gerbstoff G30 wurde bei 30°C 90 Minuten nachchromiert.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das Leder zweimal mit jeweils 300 Teilen
Wasser bei 30°C 15 Minuten gewaschen.
-
Das
gefärbte Schafsleder wurde auf Bock gelegt, ausgereckt,
bei Raumtemperatur spannrahmengetrocknet, konditioniert, gestollt,
bei 70% relative Feuchte gemillt, spannrahmengetrocknet und aufgebürstet.
-
Es
wurden farbtiefe waschbare Schafsleder im Farbton Olivbraun erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 10
Teile I.48 | 2,5
Teile IV.10 | 2,5
Teile IV.11 | Olivgrün |
| 11
Teile I.4 | 3
Teile I.8 | 1
Teil IV.23 | Olivbraun |
| 9
Teile I.48 | 1,5
Teile III.26 | 4,5
Teile IV.20 | Olivgrün |
| 12
Teile I.14 | 1,5
Teile II.14 | 1,5
Teile IV.23 | Dunkelbraun |
-
Beispiel 25
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise chromgegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,0 mm
wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 40°C gewaschen.
In einer aus 80 Teilen Wasser und Hilfsmittel HM7 bestehenden Flotte
wurde 5 Minuten bei 43°C gewalkt. Zur Flotte wurden 1,5
Teilen Natriumformiat gegeben und 5 Minuten gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben, nach 10 Minuten wurden
weitere 2 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und weitere 15 Minuten
bei 43°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 5 Teile Farbstoff I.28 und 2,5 Teile
Farbstoff II.18 und 2,5 Teile Farbstoff IV.23 gegeben und 30 Minuten
bei pH 7,7 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe von 8 Teilen
Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,3 und 9,8 eingestellt
und 90 Minuten lang bei 43°C gewalkt. Die Flotte wurde
abgelassen und das Leder mit Wasser 20 Minuten gespült.
Anschließend folgte 3 mal eine 20 minütige Waschoperation
in 300 Teilen Wasser bei 38°C. In einer frisch angesetzten
Flotte aus 150 Teilen Wasser und 1,8 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 60 Minuten ein Flotten-pH-Wert von 4,4 eingestellt.
Nach Ablassen der Flotte wurde in einer frisch angesetzten Flotte
aus 80 Teilen Wasser, 1,2 Teilen Hydrophobiermittel H3 und Fettungsmittel
F8 15 Minuten bei 45°C gewalkt. Zur Flotte wurden 4 Teile
Polymergerbstoff G18, 4 Teile Nachgerbstoff G5, 3 Teile Gerbstoff
G32 und 2 Teile Harzgerbstoff G28 gegeben und 40 Minuten nachgegerbt.
Zur Nachgerbflotte wurden 3 Teile Fettungsmittel F1, 0,5 Teile Fettungsmittel
F8 und 1 Teil Fettungsmittel F4 gegeben und 40 Minuten gefettet.
Es wurden 70 Teile heißes Wasser zugegeben, so dass 55°C
Flottentemperatur erreicht wurde. Es wurde weitere 10 Minuten gewalkt.
Durch portionsweise Zugabe von 4,5 Teilen Ameisensäure
wurde innerhalb von 60 Minuten ein pH-Wert von 3,6 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das Leder mit 300 Teilen Wasser bei 30°C
10 Minuten gewaschen.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte, nachgegerbte und
gefettete Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 3
Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
konditioniert, gestollt und bei 50°C 2 Minuten vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden Sattelleder im Farbton rotstichiges Dunkelbraun erhalten,
die sich besonders durch ihren farbtiefen Lederquerschnitt, die
hohe Egalität der Färbung und die exzellenten
Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 2,5
Teile II.7 | 7,5
Teile III.8 | | Rotstichiges
Mittelbraun |
| 4
Teile I.38 | 4
Teile II.6 | 2
Teile IV.6 | Rotbraun |
| 5
Teile I.37 | 2
Teile II.10 | 3
Teile IV.20 | Rotstichiges
Dunkelbraun |
| 4
Teile I.48 | 3,5
Teile II.10 | 2,5
Teile III.26 | Rotbraun |
-
Beispiel 26:
-
Ein
Lederstück von 100 Gewichtsteilen eines auf übliche
Weise vegetabil gegerbten Rindsleders der Falzstärke 2,8–3,0
mm wurde mit 300 Teilen Wasser 10 Minuten bei 35°C gewaschen.
In einer aus 150 Teilen Wasser und 1,5 Teilen Natriumformiat bestehenden
Flotte wurde 5 Minuten bei 35°C gewalkt. Zur Neutralisationsflotte
wurden 1,5 Teile Natriumbicarbonat zugegeben und 15 Minuten bei
35°C neutralisiert.
-
Zur
Neutralisationsflotte wurden 5,5 Teile Farbstoff I.17 und 1,3 Teile
Farbstoff II.14 und 1,7 Teile Teile Farbstoff IV.20 gegeben und
40 Minuten bei pH 7,9 gefärbt. Durch portionsweise Zugabe
von 11 Teilen Natriumcarbonat, aufsuspendiert mit Wasser im Verhältnis
1:15, wurde zur Fixierung der pH-Wert zwischen 9,5 und 10,0 eingestellt
und 80 Minuten lang bei 35°C gewalkt. Die Flotte wurde
abgelassen und das Leder mit Wasser 40 Minuten bei 40°C
gespült. Anschließend folgte 3 mal eine 15 minütige
Waschoperation in 300 Teilen Wasser bei 40°C. In einer
frisch angesetzten Flotte aus 80 Teilen Wasser und 2,5 Teile Fettungsmittel
F10, 0,5 Teile Fettungsmittel F8 und 1,5 Teile des Hydrophobiermittels
H8 wurde 40 Minuten bei 45°C gefettet. Zur Flotte wurde
0,8 teile Ameisensäure gegeben und dadurch ein pH-Wert
von 3,3 in 20 Minuten erreicht. Zur vollständigen Auszehrung
der Fettung wurden 70 Teile 60°C heißes Wasser
zugegeben und 20 Minuten gewalkt. Durch portionsweise Zugabe von
1,5 Teilen Ameisensäure wurde innerhalb von 45 Minuten
ein pH-Wert von 3,5 eingestellt.
-
Nach
Ablassen der Flotte wurde das gefärbte und gefettete Leder
mit kaltem Wasser 5 Minuten gespült. Anschließend
wurde das Leder auf Bock gelegt, ausgereckt, bei 45°C 2
Minuten vakuumgetrocknet, bei Raumtemperatur hängegetrocknet,
angefeuchtet, gestollt und noch mal bei 45°C 2 Minuten
vakuumgetrocknet.
-
Es
wurden vegetabil gegerbte Taschen/Gürtelleder im Farbton
rotstichiges Dunkelbraun erhalten, die sich besonders durch ihren
farbtiefen Lederquerschnitt, die hohe Egalität der Färbung
und die exzellenten Wasch-, Schweiß- und Migrationsechtheiten
auszeichneten.
-
In
analoger Weise wurden die folgenden Farbstoffmischungen eingesetzt:
| Farbstoff
A | Farbstoff
B | Farbstoff
C | Farbton |
| 3,4
Teile II.20 | 3,4
Teile III.17 | 1,7
Teile IV.10 | Rotbraun |
| 2,5
Teile I.1 | 6
Teile I.13 | | Gelbstichiges
Dunkelbraun |
| 3,4
Teile I.30 | 3,4
Teile II.2 | 1,7
Teile IV.25 | Bordo |
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
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-
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- - DIN EN ISO 15701 [0146]
- - DIN EN ISO 15701 [0146]
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- - DIN EN ISO 11640 [0146]
- - ASTM D 2099 [0146]
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- - DIN EN ISO 5402 [0146]
- - DIN 5331 [0146]
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