[go: up one dir, main page]

DE102009046093A1 - Piezoelektrischer Aktor - Google Patents

Piezoelektrischer Aktor Download PDF

Info

Publication number
DE102009046093A1
DE102009046093A1 DE102009046093A DE102009046093A DE102009046093A1 DE 102009046093 A1 DE102009046093 A1 DE 102009046093A1 DE 102009046093 A DE102009046093 A DE 102009046093A DE 102009046093 A DE102009046093 A DE 102009046093A DE 102009046093 A1 DE102009046093 A1 DE 102009046093A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
actuator
actuator body
transition piece
encapsulation
piezoelectric actuator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009046093A
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Boehm
Carsten Raupach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE102009046093A priority Critical patent/DE102009046093A1/de
Publication of DE102009046093A1 publication Critical patent/DE102009046093A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N30/00Piezoelectric or electrostrictive devices
    • H10N30/80Constructional details
    • H10N30/88Mounts; Supports; Enclosures; Casings
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M51/00Fuel-injection apparatus characterised by being operated electrically
    • F02M51/06Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle
    • F02M51/0603Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle using piezoelectric or magnetostrictive operating means

Landscapes

  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Ein piezoelektrischer Aktor (2) für ein Brennstoffeinspritzventil (1) umfasst einen Aktorkörper (9) mit einer Vielzahl von keramischen Schichten (25) und einer Vielzahl von zwischen den keramischen Schichten (25) angeordneten Elektrodenschichten (26) sowie zumindest ein an den Aktorkörper (9) angefügtes Übergangsstück (20). Hierbei ist eine Umspritzung (35) vorgesehen, die abschnittsweise das Übergangsstück (20) und abschnittsweise den Aktorkörper (9) umgibt. Hierbei lässt die Umspritzung (35) einen aktiven Bereich (39) des Aktorkörpers (9) frei. Hierdurch ist eine zuverlässige Positionierung und insbesondere Zentrierung des Aktorkörpers (9) bezüglich einer Längsachse (10) des piezoelektrischen Aktors (2) möglich. Hierdurch kann insbesondere ein Kurzschluss zwischen Außenelektrodenanbindungen (31, 32) und einer metallischen Dichthülse (24) verhindert werden.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Aktor für ein Brennstoffeinspritzventil und ein Brennstoffeinspritzventil mit einem piezoelektrischen Aktor. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Injektoren für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen oder von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen.
  • Aus der DE 103 327 A1 ist ein Injektor für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, insbesondere von direkteinspritzenden Dieselmotoren, bekannt. Der bekannte Injektor umfasst einen in einem Injektorkörper angeordneten Piezoaktor, der über Federmittel einerseits mit dem Injektor und andererseits mit einem hülsenartigen Übersetzerkolben in Anlage gehalten wird. Hierbei wird durch den über den Übersetzerkolben auf den Piezoaktor wirkenden Druck der Piezoaktor an seiner Oberseite gegen den Injektorkörper abgedichtet. Ein elektrischer Anschluss kann durch eine abgewinkelte Bohrung aus dem Injektorkörper herausgeführt werden.
  • Bei einem piezoelektrischen Aktor besteht das Problem, dass gegebenenfalls eine Kapselung mittels einer metallischen Hülse oder dergleichen erforderlich ist, wobei über die metallische Hülse ein Kurzschluss erzeugt werden kann. Beispielsweise kann eine Außenelektrode mit der metallischen Hülse in Kontakt gelangen, so dass ein Kurzschluss auftritt. Deshalb muss der Aktor zuverlässig angeordnet, insbesondere zentriert sein. Beispielsweise kann der Aktorkörper im Bereich eines Übergangsstücks an seinem Endabschnitt umfänglich gehalten werden. Dies verlängert jedoch den Aktorkörper durch ein entsprechend langes keramisches Endstück beziehungsweise verringert bei vorgegebener Aktorlänge die Anzahl der wirksamen keramischen Schichten des aktiven Bereichs und somit des Dehnungsvermögens des Aktorkörpers.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Der erfindungsgemäße piezoelektrische Aktor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den Merkmalen des Anspruchs 11 haben demgegenüber den Vorteil, dass eine zuverlässige Ausrichtung des Aktorkörpers gewährleistet ist und zugleich die Länge eines aktiven Bereichs des Aktorkörpers relativ groß ist. Speziell kann sich der aktive Bereich des Aktorkörpers fast über die gesamte Länge des Aktorkörpers erstrecken.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des im Anspruch 1 angegebenen piezoelektrischen Aktors und des im Anspruch 11 angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
  • In vorteilhafter Weise ist zumindest eine Außenelektrodenanbindung vorgesehen, wobei die Umspritzung den Aktorkörper bis zu der Außenelektrodenanbindung oder beabstandet von der Außenelektrodenanbindung abschnittsweise umgibt. Insbesondere kann die Umspritzung den Aktorkörper bis zu der Außenelektrodenanbindung oder etwas beabstandet von der Außenelektrodenanbindung abschnittsweise umgeben. Hierdurch kann sich die Umspritzung zumindest im Wesentlichen bis zu der Außenelektrodenanbindung erstrecken. Im Bereich der Außenelektrodenanbindung ist somit ein Dehnungsvermögen des Aktorkörpers unbeeinflusst. Vorzugsweise erstreckt sich die Außenelektrodenanbindung entlang einer Längsachse des Aktorkörpers gerade über den aktiven Bereich. Durch die Umspritzung kann somit eine Anordnung des Aktorkörpers in Bezug auf das Übergangsstück gewährleistet werden. Speziell kann eine Zentrierung des Aktorkörpers in Bezug auf das Übergangsstück beziehungsweise in Bezug auf eine Längsachse des piezoelektrischen Aktors mit dem Aktorkörper gewährleistet werden. Der Aktorkörper kann hierbei in die Umspritzung gestellt und fixiert werden. Dadurch ist ein Wandern des Aktorkörpers in Bezug auf das Übergangsstück während des Betriebs, bei dem eine Vielzahl von Betätigungen des Aktorkörpers zum Dehnen und Zusammenziehen des Aktorkörpers entlang der Längsachse erfolgt, verhindert.
  • Vorteilhaft ist es, dass der Aktorkörper an einer Stirnseite des Aktorkörpers, an die das Übergangsstück angefügt ist, eine Fase aufweist, und dass die Umspritzung zum abschnittsweisen Umgeben des Aktorkörpers den Aktorkörper zumindest an der Fase und/oder zumindest im Wesentlichen nur an der Fase umgibt. Hierdurch kann ein aktiver Bereich des Aktorkörpers in seiner Länge weiter optimiert werden. Durch die Fase wird die Anordnung, insbesondere symmetrische Anordnung, des Aktorkörpers bezüglich des Übergangsstücks auf Grund des ausgebildeten Formschlusses gewährleistet.
  • Vorteilhaft ist es auch, dass sich der aktive Bereich des Aktorkörpers weitgehend bis zu einer Stirnseite des Aktorkörpers, an die das Übergangsstück angefügt ist, erstreckt. Hierbei ist es speziell von Vorteil, dass die Elektrodenschicht des aktiven Bereichs, die am nächsten an der Stirnseite des Aktorkörpers, an die das Übergangsstück angefügt ist, angeordnet ist, durch eine keramische Trennschicht von der Stirnseite des Aktorkörpers getrennt ist. Hierbei können eine Dicke der keramischen Trennschicht und eine durchschnittliche Dicke der einzelnen keramischen Schichten des aktiven Bereichs in vorteilhafter Weise von der gleichen Größenordnung sein. Speziell unterscheiden sich die Dicken der Trennschicht und der einzelnen keramischen Schichten somit um weniger als den Faktor 10. Hierbei ist außerdem neben der vorteilhaften Zentrierung und langen Ausgestaltung des aktiven Bereichs eine elektrische Isolierung der Elektrodenschichten gegenüber einem beispielsweise metallischen Übergangsstück gewährleistet.
  • In vorteilhafter Weise ist das Übergangsstück, das an den Aktorkörper angefügt ist, als Aktorfuß ausgestaltet. Ferner ist es vorteilhaft, dass eine Dichthülse vorgesehen ist, die den Aktorkörper gegenüber der Umgebung abdichtet, dass die Dichthülse durch Verbinden mit dem Übergangsstück zumindest näherungsweise an der Längsachse ausgerichtet ist und dass der Aktorkörper durch die Umspritzung bezüglich der Längsachse zumindest im Wesentlichen zentriert und umfänglich beabstandet zu der Dichthülse ausgerichtet ist. Um eine gute Medienbeständigkeit und eine zuverlässige Abdichtung zu gewährleisten, ist die Dichthülse vorzugsweise als metallische Dichthülse ausgestaltet. Somit kann ein vorgegebener Abstand des Aktorkörper und der gegebenenfalls an der Außenseite des Aktorkörpers vorgesehenen Elektrodenanbindungen zur Hülse sichergestellt werden. Kurzschlüsse zwischen den Außenelektrodenanbindungen und der Dichthülse sind somit in allen Betriebszuständen verhindert. Gleichzeitig kann der Ausschuss an der Montagelinie in der Hochspannungsprüfung, in der stark unsymmetrische Aktorkörper detektiert werden können, verringert werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 ein Brennstoffeinspritzventil mit einem piezoelektrischen Aktor in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • 1 zeigt ein Brennstoffeinspritzventil 1 mit einem piezoelektrischen Aktor 2 in einer auszugsweisen, schematischen Schnittdarstellung entsprechend einem Ausführungsbeispiel. Das Brennstoffeinspritzventil 1 kann insbesondere als Injektor für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen oder gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen dienen. Ein bevorzugter Einsatz des Brennstoffeinspritzventils 1 besteht für eine Brennstoffeinspritzanlage mit einem Common-Rail, das beispielsweise Dieselbrennstoff unter hohem Druck zu mehreren Brennstoffeinspritzventilen 1 führt. Der erfindungsgemäße piezoelektrische Aktor 2 eignet sich besonders für solche Brennstoffeinspritzventile 1. Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil 1 und der erfindungsgemäße Aktor 2 eignen sich jedoch auch für andere Anwendungsfälle.
  • Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist ein Ventilgehäuse 3 und einen mit dem Ventilgehäuse 3 verbundenen Düsenkörper 4 auf. Der piezoelektrische Aktor 2 ist in einem innerhalb des Ventilgehäuses 3 ausgebildeten Aktorraums 5 angeordnet. Ferner ist innerhalb des Düsenkörpers 4 ein Brennstoffraum 6 ausgebildet, der im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils 1 mit unter hohem Druck stehenden Brennstoff gefüllt ist.
  • Der piezoelektrische Aktor 2 weist elektrische Zuleitungen 7, 8 auf, über die ein Aktorkörper 9 des piezoelektrischen Aktors 2 geladen und entladen werden kann. Beim Laden dehnt sich der Aktorkörper 9 entlang einer Längsachse 10 aus und zieht sich beim Entladen wieder zusammen. Hierdurch ist eine Betätigung einer Ventilnadel 11 möglich, wie es durch den Doppelpfeil 12 veranschaulicht ist. Der piezoelektrische Aktor 2 steht hierbei in geeigneter Wirkverbindung mit der Ventilnadel 11, die direkt oder indirekt, beispielsweise mittels eines hydraulischen Kopplers, besteht. Die Ventilnadel 11 weist einen Ventilschließkörper 13 auf, der mit einer an dem Düsenkörper 4 ausgestalteten Ventilsitzfläche 14 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Entsprechend der Bewegung der Ventilnadel 11 wird ein Abspritzen von Brennstoff aus dem Brennstoffraum 6 über eine in dem Düsenkörper 4 vorgesehene Düsenöffnung 15 ermöglicht.
  • Der piezoelektrische Aktor 2 weist Übergangsstücke 20, 21 auf. Hierbei ist das Übergangsstück 20 als Aktorfuß 20 ausgebildet, während das Übergangsstück 21 als Aktorkopf 21 ausgebildet ist. Der Aktorkörper 9 ist zwischen den Übergangsstücken 20, 21 angeordnet. Hierbei weist der Aktorkörper eine Stirnfläche 22, an die der Aktorfuß 20 angefügt ist, und eine Stirnfläche 23 auf, an die der Aktorkopf 21 angefügt ist.
  • Ferner weist der piezoelektrische Aktor 2 eine Dichthülse 24 auf, die einerseits über eine Schweißnaht mit dem Aktorfuß 20 und andererseits über eine weitere Schweißnaht mit dem Aktorkopf 21 verbunden ist. Die Dichthülse 24 ist vorzugsweise als metallische Dichthülse 24 ausgestaltet. Hierdurch ist der Aktorkörper 9 gegenüber dem Aktorraum 5 abgedichtet. Die Dichthülse 24 ist hierbei medienbeständig, insbesondere beständig gegenüber Brennstoff, Öl, Wasser oder anderen Medien, die den piezoelektrischen Aktor 2 umgeben.
  • Der Aktorkörper 9 des piezoelektrischen Aktors 2 weist eine Vielzahl von keramischen Schichten 25 und eine Vielzahl von zwischen den keramischen Schichten 25 angeordneten Elektrodenschichten 26, 27, 28 auf. Hierbei sind zur Vereinfachung der Darstellung nur die Elektrodenschichten 26, 27, 28 gekennzeichnet. Die Elektrodenschicht 27 ist von allen Elektrodenschichten am nächsten an der Stirnfläche (Stirnseite) 22 und somit an dem Übergangsstück 20 angeordnet. Die Elektrodenschicht 28 ist hingegen am nächsten an der Stirnfläche (Stirnseite) 23 und somit dem Übergangsstück 21 angeordnet. Zwischen den Elektrodenschichten 27, 28 befindet sich somit ein aktiver Bereich 29 des Aktorkörpers 9. In dem aktiven Bereich 29 kommt es beim Laden und Entladen des Aktorkörpers 9 zu einem Hub auf Grund des piezoelektrischen Effekts in den keramischen Schichten 25, die aus piezokeramischen Material gebildet sind.
  • An einer Außenseite 30 des Aktorkörpers 9 sind in diesem Ausführungsbeispiel Außenelektrodenanbindungen 31, 32 angebracht. Hierbei ist die Außenelektrodenanbindung 31 mit einem Teil der Elektrodenschichten verbunden, während die Außenelektrodenanbindung 32 mit den anderen Elektrodenschichten verbunden ist. Hierbei sind die Elektrodenschichten abwechselnd mit den Außenelektrodenanbindungen 31, 32 verbunden. Die elektrischen Zuleitungen 7, 8 sind auf geeignete Weise durch den Aktorfuß 20 und zu den Außenelektrodenanbindungen 31, 32 geführt und mit den Außenelektrodenanbindungen 31, 32 elektrisch kontaktiert.
  • Bei der Herstellung und im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils 1 besteht das Problem, dass es über die metallische Dichthülse 24 zu einem Kurzschluss kommen kann. Beispielsweise können die Außenelektrodenanbindungen 31, 32 über die metallische Dichthülse 24 miteinander kurzgeschlossen werden. Außerdem kann zumindest eine der Außenelektrodenanbindungen 31, 32 über die Dichthülse 24 mit den Übergangsstücken 20, 21 kurzgeschlossen werden. Speziell bei sehr langen Aktorkörpern 9, die entlang der Längsachse 10 ausgedehnt sind, können sich bereits relativ kleine Schrägstellungen des Aktorkörpers 9 in einer solchen Fehlfunktion auswirken. Beispielsweise kann der Aktorkörper 9 gegenüber der Längsachse 10 verkippt zwischen den Übergangsstücken 20, 21 angeordnet sein. Möglich ist es auch, dass der Aktorkörper 9 im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils 1 zwar weitgehend koaxial zu der Längsachse 10 ausgerichtet ist, aber in radialer Richtung auf die Dichthülse 24 zuwandert. Solche Fehlstellungen sind auch während der Montage denkbar, so dass beispielsweise bei einer Hochspannungsprüfung ein Ausschuss erkannt wird. Diese und ähnliche Probleme, die bei einer ungenügenden Positionierung des Aktorkörpers 9 zwischen den Übergangsstücken 20, 21 auftreten, sind möglichst zu vermeiden, um den Ausschuss zu verringern und eine Fehlfunktion während des Betriebs zu verhindern. Speziell ist eine Ausrichtung des Aktorkörpers 9 bezüglich der Längsachse 10 erforderlich.
  • Der piezoelektrische Aktor 2 des Brennstoffeinspritzventils 1 des Ausführungsbeispiels weist zur Lösung dieser Problematik im Bereich des Übergangsstück 20 eine Umspritzung 35 auf. Zusätzlich oder alternativ kann eine entsprechende Umspritzung auch im Bereich des Übergangsstücks 21 vorgesehen sein. Vorzugsweise ist allerdings zumindest eine Umspritzung 35 an dem als Aktorfuß ausgestalteten Übergangsstück 20 vorgesehen. Die Umspritzung 35 umgibt hierbei zum einen abschnittsweise das Übergangsstück 20. Die Umspritzung 35 umschließt das Übergangsstück 20 hierbei in dem Abschnitt 36 umfänglich. Der Abschnitt 36, in dem die Umspritzung 35 das Übergangsstück 20 umgibt, kann sich allerdings auch zumindest im Wesentlichen über die gesamte, entlang der Längsachse 10 betrachtete Länge des Übergangsstücks 20 erstrecken. Ferner umgibt die Umspritzung 35 den Aktorkörper 9 abschnittsweise. Hierdurch ist der Aktorkörper 9 von der Umspritzung 35 in einem Abschnitt 37 umfänglich umgeben. Der Abschnitt 37 reicht hierbei maximal bis zu dem aktiven Bereich 29. Hierdurch ist der aktive Bereich 29 des Aktorkörpers 9 von der Umspritzung 35 freigelassen.
  • Zwischen der Elektrodenschicht 27 und der Stirnseite 22 befindet sich eine keramische Trennschicht 39. Eine entsprechende Trennschicht 40 befindet sich zwischen der Elektrodenschicht 28 und der Stirnseite 23 des Aktorkörpers 9. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Trennschicht 39 abschnittsweise von der Umspritzung 35 umgeben, so dass zwischen dem aktiven Bereich 29 und dem Abschnitt 37 ein gewisser Abstand verbleibt. Ferner ist die Umspritzung 35 etwas beabstandet zu den Außenelektrodenanbindungen 31, 32 ausgestaltet.
  • Die Trennschicht 39 weist eine Fase 41 auf. Hierbei ist die Fase 41 im Bereich der Stirnseite 22 an der Trennschicht 39 des Aktorkörpers 9 ausgestaltet. Die Umspritzung 35 umgibt den Aktorkörper 9 zumindest im Bereich der Fase 41. In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Abschnitt 37 etwas weiter als die Fase 41 ausgestaltet ist.
  • Eine Dicke 42 der Trennschicht 39 ist relativ klein vorgegeben. Speziell können die Dicke 42 der keramischen Trennschicht 39 und eine durchschnittliche Dicke 43 der keramischen Schichten 25 des Aktorkörpers 9 von der gleichen Größenordnung sein.
  • In Bezug auf die Gesamtlänge des Aktorkörpers 9 entlang der Längsachse 10 ergibt sich somit ein relativ großer aktiver Bereich 29, der sich fast über die gesamte Länge des Aktorkörpers 9 erstreckt. Die Trennschichten 39, 40 ermöglichen hierbei eine elektrische Isolierung gegenüber den Übergangsstücken 20, 21.
  • Durch die Umspritzung 35 ist der Aktorkörper 9 bezüglich der Längsachse 10 des piezoelektrischen Aktors 2 ausgerichtet. Auf Grund der Verbindung der Dichthülse 24 mit den Übergangsstücken 20, 21 ist auch die Dichthülse 24 zuverlässig bezüglich der Längsachse 10 ausgerichtet. Hierdurch kann ein gewünschter Abstand zwischen dem Aktorkörper 9 und der Dichthülse 24 vorgegeben werden, der auch im Betrieb eingehalten ist.
  • Zwischen der Fase 41 des Aktorkörpers 9 und der auch an die Fase 41 gespritzten Umspritzung 35 ist eine formschlüssige Verbindung und somit Zentrierung des Aktorkörpers 9 gewährleistet. Dies verhindert ein Wandern des Aktorkörpers 9 in radialer Richtung. Ferner ist in diesem Ausführungsbeispiel die Dichthülse 24 an der Umspritzung 35 entlang geführt, so dass der gewünschte Abstand zwischen dem Aktorkörper 9 beziehungsweise den Außenelektrodenanbindungen 31, 32 und der Dichthülse 24 über die Lebensdauer des Brennstoffeinspritzventils 1 zuverlässig eingehalten ist.
  • Eine zusätzlich oder alternativ im Bereich des Übergangsstücks 21 vorgesehene Umspritzung kann entsprechend der Umspritzung 35 ausgestaltet sein. Hierbei kann eine entsprechende Ausgestaltung des Aktorkörpers 9 an der Stirnseite 23 vorgegeben sein, insbesondere eine Fase 44.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 103327 A1 [0002]

Claims (11)

  1. Piezoelektrischer Aktor (2), insbesondere Aktor für Brennstoffeinspritzventile, mit einem Aktorkörper (9), der eine Vielzahl von keramischen Schichten (25) und eine Vielzahl von zwischen den keramischen Schichten (25) angeordneten Elektrodenschichten (26) aufweist, und zumindest einem an den Aktorkörper (9) angefügten Übergangsstück (20), dadurch gekennzeichnet, dass eine Umspritzung (35) vorgesehen ist, die zumindest abschnittsweise das Übergangsstück (20) und abschnittsweise den Aktorkörper (9) umgibt, und dass die Umspritzung (35) einen aktiven Bereich (29) des Aktorkörpers (9) freilässt.
  2. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Außenelektrodenanbindung (31, 32) vorgesehen ist, und dass die Umspritzung (35) den Aktorkörper (9) bis zu der Außenelektrodenanbindung (31, 32) oder beabstandet von der Außenelektrodenanbindung (31, 32) abschnittsweise umgibt.
  3. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktorkörper (9) an einer Stirnseite (22) des Aktorkörpers (9), an die das Übergangsstück (20) angefügt ist, eine Fase (41) aufweist, und dass die Umspritzung (35) zum abschnittsweisen Umgeben des Aktorkörpers (9) den Aktorkörper (9) zumindest an der Fase (41) und/oder zumindest im Wesentlichen nur an der Fase (41) umgibt.
  4. Piezoelektrischer Aktor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der aktive Bereich (29) des Aktorkörpers (9) weitgehend bis zu einer Stirnseite (22) des Aktorkörpers (9), an die das Übergangsstück (20) angefügt ist, erstreckt.
  5. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenschicht (27) des aktiven Bereichs (29), die am nächsten an der Stirnseite (22) des Aktorkörpers (9), an die das Übergangsstück (20) angefügt ist, angeordnet ist, durch eine keramische Trennschicht (39) von der Stirnseite (22) des Aktorskörpers (9) getrennt ist.
  6. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (42) der keramischen Trennschicht (39) und eine durchschnittliche Dicke (43) der einzelnen keramischen Schichten (25) des aktiven Bereichs (29) von der gleichen Größenordnung sind.
  7. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Trennschicht (39) an der Stirnseite (22) eine Fase (41) aufweist.
  8. Piezoelektrischer Aktor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergangsstück (20), das an den Aktorkörper (9) angefügt ist, als Aktorfuß (20) ausgestaltet ist.
  9. Piezoelektrischer Aktor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichthülse (24) vorgesehen ist, die den Aktorkörper (9) gegenüber der Umgebung abdichtet, dass die Dichthülse (24) durch Verbinden mit dem Übergangsstück (20) zumindest näherungsweise an einer Längsachse (10) ausgerichtet ist und dass der Aktorkörper (9) durch die Umspritzung (35) bezüglich der Längsachse (10) zumindest im Wesentlichen zentriert und umfänglich beabstandet zu der Dichthülse (24) ausgerichtet ist.
  10. Piezoelektrischer Aktor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichthülse (24) als metallische Dichthülse (24) ausgestaltet ist.
  11. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere Injektor, für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen, mit einem piezoelektrischen Aktor (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem von dem Aktor (2) betätigbaren Ventilschließkörper (13), der mit einer Ventilsitzfläche (14) zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
DE102009046093A 2009-10-28 2009-10-28 Piezoelektrischer Aktor Withdrawn DE102009046093A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102009046093A DE102009046093A1 (de) 2009-10-28 2009-10-28 Piezoelektrischer Aktor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102009046093A DE102009046093A1 (de) 2009-10-28 2009-10-28 Piezoelektrischer Aktor

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102009046093A1 true DE102009046093A1 (de) 2011-05-05

Family

ID=43828542

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102009046093A Withdrawn DE102009046093A1 (de) 2009-10-28 2009-10-28 Piezoelektrischer Aktor

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102009046093A1 (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10336327A1 (de) 2003-08-07 2005-03-03 Robert Bosch Gmbh Injektor für Kraftstoff-Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, insbesondere von direkteinspritzenden Dieselmotoren

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10336327A1 (de) 2003-08-07 2005-03-03 Robert Bosch Gmbh Injektor für Kraftstoff-Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, insbesondere von direkteinspritzenden Dieselmotoren

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1906464B1 (de) Piezoaktor mit einer Ummantelung, zur Anordnung in einem Piezoinjektor
WO2009059864A1 (de) Piezoelektrisches aktormodul
WO2007141133A2 (de) Piezoelektrischer aktor
DE102009046093A1 (de) Piezoelektrischer Aktor
EP2079115A2 (de) Piezoelektrisches Aktormodul und Brennstoffeinspritzventil
EP2417346A1 (de) Piezoelektrischer aktor und brennstoffeinspritzventil
WO2007118726A1 (de) Aktormodul
WO2004094811A1 (de) Brennstoffeinspritzventil
EP1820960B1 (de) Brennstoffeinspritzventil
WO2006018399A1 (de) Stellantrieb für einen kraftstoffinjektor einer brennkraftmaschine sowie verwendung hierfür
EP3036431B1 (de) Piezoaktor für einen kraftstoffinjektor und kraftstoffinjektor
DE10257895A1 (de) Brennstoffeinspritzventil
DE102010061946A1 (de) Piezoelektrisches Aktormodul und Brennstoffeinspritzventil
DE102005035671B4 (de) Kraftstoffinjektor für eine Brennkraftmaschine
DE102008001524A1 (de) Piezoelektrisches Aktormodul
EP1878907B1 (de) Brennstoffeinspritzventil
EP1768198B1 (de) Piezoelektrischer Aktor
DE102008044164A1 (de) Aktormodul
EP2649295B1 (de) Piezoelektrisches aktormodul und brennstoffeinspritzventil
DE102007058960A1 (de) Piezoelektrisches Aktormodul
DE102005005552A1 (de) Brennstoffeinspritzventil
DE102009046314A1 (de) Piezoelektrischer Aktor
DE102020213354A1 (de) Brennstoffeinspritzventil
DE102009046309A1 (de) Piezoelektrischer Aktor
DE102006062562A1 (de) Brennstoffeinspritzventil

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee