-
Hintergrund der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein die diagnostische Bildgebung
und mehr im einzelnen eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Akquirieren von
Bilddaten in mehr als einem Energiebereich unter Verwendung einer
Multi-Energiebildgebungsquelle.
-
Bei
Computertomografie (CT)-Bildgebungssystemen emittiert typischerweise
eine Röntgenstrahlquelle
einen fächerförmigen oder
kegelförmigen
Strahl auf ein Subjekt oder ein Objekt wie etwa einem Patienten
oder ein Gebäckstück. Im Nachfolgenden
umfassen die Ausdrücke „Subjekt” und „Objekt” alles
was der Bildgebung fähig
ist. Der Strahl trifft, nachdem er durch das Subjekt geschwächt worden
ist auf ein Array von Strahlungsdetektoren. Die Intensität der an
dem Detektorarray empfangen Strahlung des Strahls ist typischerweise
von der Schwächung
des Röntgenstrahls
durch das Subjekt abhängig.
Jedes Detektorelement des Detektorarrays erzeugt ein eigenes elektrisches
Signal, das für den
an jedem Detektorelement empfangenen geschwächten Strahl kennzeichnend
ist. Diese elektrischen Signale werden zur Weiterverrechnung einem Datenverarbeitungssystem
zugeführt,
das schließlich ein
Bild erzeugt.
-
Üblicherweise
werden die Röntgenstrahlquelle
und das Detektorarray innerhalb einer Bildgebungsebene und rings
um das Subjekt über
die Gantry gedreht. Zu Röntgenstrahlquellen
gehören
typischerweise Röntgenröhren, die
den Röntgenstrahl an
einem Brennfleck emittieren. Röntgen strahldetektoren
weisen typischerweise einen Kollimator zur Kollimierung von an dem
Detektor empfangenen Röntgenstrahlen,
einen Szintillator zur Umwandlung von Röntgenstrahlen in Lichtenergie
nahe des Kollimators und Fotodioden zum Empfangen der Lichtenergie
von dem jeweils benachbarten Szintillator auf um daraus elektrische
Signale zu erzeugen.
-
Typischerweise
wandelt jeder Szintillator eines Szintillatorarrays Röntgenstrahlen
in Lichtenergie um. Jeder Szintillator entlädt die Lichtenergie zur einer
ihm benachbarten Fotodiode. Jede Fotodiode spricht auf die Lichtenergie
an und erzeugt ein entsprechendes elektrisches Signal. Die Ausgangsgrößen der
Fotodioden werden dann dem Datenverarbeitungssystem zur Bildrekonstruktion
zugeführt.
-
Ein
CT-Bildgebungssystem kann ein energieempfindliches (ES) Multi-Energie
(ME) und/oder Dualenergie (DE) CT-Bildgebungssystem enthalten, das
jeweils als ESCT, MECT und/oder DECT Bildgebungssystem bezeichnet
werden kann, um Daten zur Materialzerlegung oder einer effektiven
Z-Estimation zu akquirieren. Derartige Systeme können einen Szintillator oder
anstelle des Szintillators ein Direktumwandlungsdetektormaterial
verwenden. Das ESCT, MECT und/oder DECT Bildgebungssystem ist beispielsweise
so konfiguriert, dass es auf verschiedene Röntgenspektra anspricht. So
kann zum Beispiel ein übliches
CT-System der dritten Generation Projektionen sequenziell bei verschiedenen
Spitzen-Kilovoltspannung (kVp) Betriebspegeln der Röntgenröhre akquirieren,
was die Energiespitzenwerte und das Energiespektrum der die emittierten Röntgenstrahlen
beinhaltenden auftreffenden Photonen verändert. Energieempfindliche
Detektoren können
in der Weise eingesetzt werden, dass jedes Röntgenstrahlphoton, das den
jeweiligen Detektor erreicht, mit seiner Photonenenergie aufgezeichnet wird.
-
Zu
Techniken zum Erhalten energieempfindlicher Messwerte gehören: (1)
Einscannen mit zwei verschiedenen Energiespektren und (2) Detektieren der
Photonenenergie entsprechend der Energieablage in dem Detektor.
ESCT/MECT/DECT liefert eine Energiediskrimination und eine Materialcharakterisierung.
Bei fehlender Objektstreuung leitet das System zum Beispiel das
Verhalten bei verschiedener Energie auf der Grundlage des Signals
von zwei entsprechenden Bereichen der Photonenenergie aus von dem
Spektrum ab: Den Nieder-Energie und den Hoch-Energieanteilen des
einfallenden Röntgenspektrums.
In einem für
medizinische CT relevanten gegebenen Energiebereich dominieren zwei
physikalische Prozesse die Röntgenschwächung: (1)
Die Comptonstreuung und (2) der fotoelektrische Effekt. Die von
zwei Energiebereichen detektierten Signale liefern genügend Information
um die Energieabhängigkeit
des der Bildgebung unterworfenen Materials aufzulösen. Außerdem liefern
detektierte Signale von zwei Energiebereichen ausreichend Information,
um die jeweilige Zusammensetzung eines aus zwei hypothetischen Materialien
zusammengesetzten Objektes oder die effektive Atomzahlverteilung
in dem gescannten Objekt zu bestimmen.
-
Ein
hauptsächliches
Ziel des energieempfindlichen Scannens liegt darin, diagnostische
CT-Bilder zu erhalten, die die Information (Kontrastunterscheidung,
Materialspezifizität,
etc.) in dem Bild durch Verwendung von zwei Scanns bei unterschiedlichen
chromatischen Energiezuständen
zu verbessern. Es wurden schon eine Anzahl technischer Vorgangsweisen
vorgeschlagen, um ein energieempfindliches Scannen durchzuführen, einschließlich des Akquirierens
zweier Scanns, und zwar entweder (1) Back-to-Back zeitlich aufeinanderfolgend,
wobei die Scanns zwei Umläufe
der Gantry um das Subjekt erfordern oder (2) ineinander verschachtelt
als Funktion des Drehwinkels, was einen Um lauf rings um das Objekt
erfordert, bei dem die Röhre
beispielsweise auf dem Potential von 80 kVp und 140 kVp arbeitet. Hochfrequenzgeneratoren
ermöglichen
es, das kVp-Potential der Hochfrequenzprojektionsquelle für elektromagnetische
Energie bei wechselnden Ansichten umzuschalten. Als Ergebnis können Daten für zwei energieempfindliche
Scanns auf eine zeitlich ineinander verschachtelte Weise erhalten
werden, im Gegensatz zu zwei getrennten Scanns, die mehrere Sekunden
voneinander beabstandet sind, wie dies bei der früheren CT-Technologie
erforderlich war.
-
Die
Aufnahme von getrennten Scanns, die mehrere Sekunden voneinander
beabstandet sind, kann zu einer Fehlaufzeichnung zwischen Datensätzen führen, die
durch eine Bewegung des Patienten (sowohl externe Patientenbewegung
als auch interne Organbewegung) und unterschiedliche Kegelwinkel hervorgerufen
wird. Generell kann eine gebräuchliche
zweipassduale kVp-Technik nicht zuverlässig angewandt werden, wo kleine
Details bei Körpermerkmalen
aufgelöst
werden müssen,
die in Bewegung sind.
-
Eine
andere Technik zur Akquirierung von Projektionsdaten zur Materialzerlegung
beinhaltet die Verwendung von energieempfindlichen Detektoren, wie
etwa eines CZT oder eines anderen Direktumwandlungsmaterials, das
elektronisch gepixelte Strukturen oder an ihm angeordnete Anoden
aufweist. Diese Technologie hat aber typischerweise eine niedrige
Sättigungsflussrate,
die nicht ausreichend sein kann, außerdem kann die mit der gegenwärtigen Technologie
erzielte maximale Photonenzählrate
zwei oder drei Größenordnungen
unter dem liegen, was für
medizinische Mehrzweckröhren-CT-Anwendungen
erforderlich ist.
-
Es
besteht deshalb der Wunsch, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
schnellen Umschalten zwischen Ener gieniveaus und zum Akquirieren von
Bildgebungsdaten in mehr als einem Energiebereich zu schaffen.
-
Kurze Beschreibung der Erfindung
-
Ausführungsformen
der Erfindung beziehen sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Akquirieren von Bildgebungsdaten in mehr als einem Energiebereich,
die den im Vorstehenden geschilderten Nachteilen abhelfen.
-
Es
werden ein Dual-Energie-CT-System und ein entsprechendes Verfahren
geoffenbart. Ausführungsformen
der Erfindung unterstützen
die Akquisition sowohl von anatomischen Details als auch einer Gewebecharakterisierungsinformation
für die
medizinische CT und für
in Gepäck
enthaltene Komponenten. Energiediskrimatorische Information oder
Daten können
dazu verwendet werden, die Wirkungen der Strahlaufhärtung und
dergleichen zu verringern. Das System unterstützt die Akquisition von diskriminatorischen
Gewebedaten und liefert deshalb eine diagnostische Information,
die auf eine Krankheit oder andere pathologische Zustände hinweist.
Dieser Detektor kann auch dazu verwendet werden, Materialien zu detektieren,
zu vermessen und zu charakterisieren, die in das Subjekt injiziert
werden können,
wie etwa von Kontrastmitteln und anderen spezialisierten Materialien,
und zwar durch die Verwendung einer optimalen Energiegewichtung,
um den Kontrast von Jod und Kalzium (und anderen hochatomischen
oder sonstigen Materialien) zu fördern.
Zu Kontrastmitteln können
z. B. Jod gehören,
das zur besseren Visualisierung in den Blutstrom injiziert werden
kann. Beim Gepäckscannen
gestattet die nach energieempfindlichen CT-Prinzipien erzeugte effektive Atomzahl
die Verringerung von Bildartefakten, wie etwa Stahlaufhärtung, wie
sie auch eine zusätzliche
diskriminatorische Information zur Verringerung von Fehlalarmen liefert.
-
Gemäß einem
Aspekt der Erfindung weist das CT-System eine drehbare Gantry mit einer Öffnung zur
Aufnahme eines zu scannenden Objektes und eine mit der Gantry gekuppelte
Röntgenstrahlquelle
auf, die zur Projektion von Röntgenstrahlen durch
die Öffnung
eingerichtet ist. Die Röntgenstrahlquelle
beinhaltet ein Target, eine erste Kathode, die zur Emission eines
ersten Elektronenstrahls zu dem Target eingerichtet ist, eine mit
der ersten Kathode gekoppelte Gitterelektrode, eine zweite Kathode,
die zur Emission eines zweiten Elektronenstrahls zu dem Target eingerichtet
ist und eine zweite Gitterelektrode, die mit der zweiten Kathode
gekoppelt ist. Das System beinhaltet einen Generator, der dazu eingerichtet
ist, die erste Kathode auf einen ersten kVp-Wert aufzuladen und
die zweite Kathode auf einen zweiten kVp-Wert aufzuladen und einen
Detektor, der an der Gantry befestigt und derart angeordnet ist,
dass er Röntgenstrahlen,
die durch die Öffnung durchgehen,
empfängt.
Das System beinhaltet außerdem
eine Steuereinrichtung, die dazu eingerichtet ist, eine erste Gitterspannung
an die erste Gitterelektrode anzulegen, um die Emission des ersten
Elektronenstrahls zu dem Target zu blockieren, die Gitterspannung
an die zweite Gitterelektrode anzulegen, um die Emission des zweiten
Elektronenstrahls zu dem Target zu blockieren und um dual-energiebildgebende
Daten von dem Detektor zu akquirieren.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Akquirieren
von energieempfindlichen bildgebenden CT-Daten das Anlegen eines
ersten Spannungspotentials zwischen einer ersten Kathode und einem
Röntgenstrahlentarget
und das Anlegen eines zweiten Spannungspotentials zwischen einer
zweiten Kathode und dem Röntgenstrahlentarget,
während
das erste Spannungspotential zwischen der ersten Kathode und dem
Röntgenstrahlentarget anliegt,
wobei das zweite Spannungspotential von dem ersten Spannungspotential
verschieden ist. Das Verfahren beinhaltet außerdem das Unterbrechen der
Emission von Elektronen von der ersten Kathode zu dem Röntgenstrahlentarget,
das Erhalten eines ersten Satzes von Bildgebungsdaten aus Röntgenstrahlen,
die durch das zweite Spannungspotential erzeugt wurden und das Rekonstruieren
eines Bildes aus akquirierten Bildgebungsdaten, wobei die akquirierten
Bildgebungsdaten den ersten Satz Bildgebungsdaten umfassen.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Computer lesbares Speichermedium geschaffen,
auf dem ein Computerprogramm gespeichert ist, das Anweisungen enthält, die
bei ihrer Ausführung
durch einen Computer den Computer veranlassen, ein erstes kVp-Potential
zwischen einer ersten Kathode und einem Target und ein zweites kVp-Potential
zwischen einer zweiten Kathode und dem Target anzulegen. Der Computer
wird außerdem
zum abwechselnden Anlegen einer Gittersteuerspannung an die erste
Kathode und an die zweite Kathode veranlasst, um abwechselnd Elektronen
daran zu hindern, jeweils das erste oder das zweite kVp-Potential
zu überwinden
und der Computer wird weiterhin veranlasst, ein Bild aus Röntgenstrahlen
zu rekonstruieren, die jeweils bei der ersten und der zweiten kVp
erzeugt worden sind.
-
Ein
genaues Verständnis
dieser und anderer Vorteile und Merkmale ergibt sich aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung,
die im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen gegeben wird.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 ist
eine bildliche Darstellung eines CT-Bildgebungssystems.
-
2 ist
ein schematisches Blockdiagramm des in 1 veranschaulichten
Systems.
-
3 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Detektorarrays
eines CT-Systems.
-
4 ist
eine perspektivische Ansicht eines Detektors.
-
5 ist
eine Veranschaulichung von zwei Kathodenröntgenstrahlröhren gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
6 ist
eine Draufsicht auf ein Röntgenstrahlröhrentarget
gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
7 ist
eine Draufsicht auf ein Röntgenstrahlröhrentarget
gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
Die 8 und 9 veranschaulichen
die Betriebsweise der in 5 dargestellten Ausführungsform.
-
10 ist
eine bildliche Darstellung eines CT-Systems zum Einsatz bei einem
nichtinvasiven Gepäckinspektionssystem
gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsform
-
Zu
Diagnosegeräten
gehören
Röntgensysteme,
Magnetresonanz(MR)-Systeme, Ultraschallsysteme, Computertomographie(CT)-Systeme,
Positronenemissionstomographie(PET)- Systeme, Ultraschall, Nuklearmedizin
und andere Arten von bildgebenden Systemen. Der Einsatz von Röntgenstrahlquellen
umfasst Bildgebung, medizinische Anwendungen, Sicherheitsanwendungen
und industrielle Inspektionsanwendungen. Für den Fachmann versteht sich
jedoch, dass eine bestimmte Implementierung zur Verwendung mit Einschicht-
oder Mehrschichtkonfigurationen verwendbar ist. Außerdem ist eine
Implementierung für
die Detektion und die Umwandlung von Röntgenstrahlen brauchbar. Dem Fachmann
ist außerdem
bekannt, dass eine Implementierung für die Detektion und Umwandlung
anderer hochfrequenter elektromagnetischer Energie einsetzbar ist.
Eine Implementierung ist mit einem CT-Scanner der „dritten
Generation” und/oder
anderen CT-Systemen brauchbar.
-
Das
Betriebsumfeld der vorliegenden Erfindung wird im Zusammenhang mit
einem 64-Schichten-Computertomographie(CT)-System beschrieben. Es
versteht sich für
den Fachmann aber, dass die vorliegende Erfindung auch zum Einsatz
bei anderen Mehrschichtkonfigurationen in gleicher Weise einsetzbar
ist. Außerdem
wird die vorliegende Erfindung im Hinblick auf die Detektion und
die Umwandlung von Röntgenstrahlen
beschrieben. Für
den Fachmann ergibt sich aber, dass die vorliegende Erfindung in
gleicher Weise auch für
die Detektion und Umwandlung anderer hochfrequenter elektromagnetischer
Energie einsetzbar ist. Die vorliegende Erfindung wird im Zusammenhang
mit einem CT-Scanner der „dritten
Generation” beschrieben,
ist aber in gleicher Weise auch für andere CT-Systeme einsetzbar.
-
Bezugnehmend
auf 1 ist dort ein Computertomographie(CT)-Bildgebungssystem 10 dargestellt,
das eine Gantry 12 aufweist, die für einen CT-Scanner der „dritten
Generation” repräsentativ ist.
Die Gantry 12 trägt
eine Röntgenstrahlquelle 14, die
ein Röntgenstrahlbündel 16 zu einer
Detektoranordnung oder einem Kollimator 18 auf der gegenüberliegenden
Seite der Gantry 12 projiziert. Bei Ausführungsformen
der Erfindung beinhaltet die Röntgenstrahlquelle 14 entweder
ein stationäres
Target oder ein umlaufendes Target. Bezugnehmend nun auf 2 ist
die Detektoranordnung 18 aus einer Mehrzahl von Detektoren 20 und
Datenakquisitionssystemen (DAS) 32 gebildet. Die mehreren
Detektoren 20 erfassen die projizierten Röntgenstrahlen,
die durch einen medizinischen Patienten 22 durchgehen und
die DAS 32 konvertieren diese Daten in digitale Signale
für die
nachfolgende Verarbeitung. Jeder Detektor 20 erzeugt ein
elektrisches Analogsignal, das die Intensität einer auftreffenden Röntgenstrahlung demgemäß des beim
Durchgang durch den Patienten 22 geschwächten Röntgenstrahls wiedergibt. Während eines
Scanns zur Akquirierung von Röntgenstrahlprojektionsdaten
laufen die Gantry und die darauf montierten Komponenten um ein Drehzentrum 24 um.
-
Die
Umlaufbewegung der Gantry 12 und der Betrieb der Röntgenstrahlquelle 14 sind
durch einen Steuermechanismus 26 des CT-Systems 10 gesteuert.
Der Steuermechanismus 26 beinhaltet eine Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 und
einen Generator 29, der der Röntgenstrahlquelle 14 Energie-
und Taktsignale zuliefert und außerdem eine Gantrymotorsteuereinrichtung 30,
die die Drehzahl und Position der Gantry 12 steuert. Eine
Bildrekonstruktionseinrichtung 34 empfängt gesammelte und digitalisierte
Röntgenstrahldaten
von den DAS 32 und führt eine
Hochgeschwindigkeitsrekonstruktion aus. Das rekonstruierte Bild
wird als Eingangsgröße in einen Computer 36 eingegeben,
der das Bild in einer Massenspeichereinrichtung 38 abspeichert.
-
Der
Computer 36 empfängt
außerdem
Befehle und Scannparameter von einem Bediener über eine Konsole 40,
die irgendeine Bedienerschnittstelle aufweist, wie etwa eine Tastatur,
eine Maus, einen stimmgesteuerten Controller oder irgendein anderes geeignetes
Eingabegerät.
Ein zugeordneter Bildschirm 42 erlaubt es dem Bediener,
das rekonstruierte Bild und andere Daten von dem Computer 36 zu betrachten.
Die von dem Bediener zugeführten
Befehle und Parameter werden von dem Computer 36 dazu verwendet,
den DAS 32, der Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 und
der Gantrymotorsteuereinrichtung 30 Steuersignale und Informationen
zu übermitteln.
Außerdem
betätigt
der Computer 36 eine Tischmotor-Steuereinrichtung 44, die einen
motorbetriebenen Tisch zur Positionierung des Patienten 22 und
der Gantry 12 ansteuert. Speziell bewegt der Tisch 46 Patienten 22 ganz
oder teilweise durch eine Gantryöffnung 48 der 1.
-
Das
System 10 kann entweder in einem monopolaren oder in einem
bipolaren Modus betrieben werden. Beim monopolaren Betrieb ist entweder
die Anode geerdet, und an die Kathode ist ein negatives Potential
angelegt oder die Kathode ist geerdet und ein positives Potential
ist an die Anode angelegt. Umgekehrt ist im bipolaren Betrieb ein
angelegtes Potential zwischen der Anode und der Kathode aufgeteilt.
In jedem Fall, monopolar oder bipolar, ist ein Potential zwischen
der Anode und der Kathode angelegt, und von der Kathode emittierte
Elektroden werden durch das Potential zu der Anode hin beschleunigt.
Wenn beispielsweise eine Differenzspannung von –140 kV zwischen der Kathode
und der Anode aufrechterhalten ist und die Röhre von biopolarer Konstruktion
ist, kann die Kathode zum Beispiel auf –70 kV gehalten sein und die
Anode kann auf +70 kV gehalten sein. Im Gegensatz dazu, bei einer
monopolaren Konstruktion, bei der in ähnlicher Weise eine –140 kV-Spannungsdifferenz
zwischen der Kathode und der Anode liegt, ist die Kathode demgemäß auf diesem
höheren
Potential von –140
kV gehalten, während
die Anode geerdet und damit bei etwa 0 kV gehalten ist. Dementsprechend
arbeitet die Anode mit einer netto 140 kV Spannungsdifferenz zu
der Kathode in der Röhre.
-
Wie
in 3 dargestellt, weist die Detektoranordnung 18 Schienen 17 auf,
zwischen denen Kollimationsblätter
oder -platten 19 angeordnet sind. Die Platten 19 sind
so angeordnet, dass sie Röntgenstrahlen 16 kollimieren,
bevor diese Strahlen beispielsweise auf den Detektor 20 der 4 auftreffen, der
auf der Detektoranordnung 18 angeordnet ist. Bei einer
Ausführungsform
weist die Detektoranordnung 18 57 Detektoren 20 auf,
von denen jeder Detektor 20 eine Arraygröße von 64 × 16 Pixelelementen 50 aufweist.
Im Ergebnis verfügt
die Detektoranordnung 18 über 64 Zeilen und 916 Spalten
(16 × 57
Detektoren), was es ermöglicht,
dass bei jeder Umdrehung der Gantry 12 64 gleichzeitige
Datenschichten gesammelt werden.
-
Bezugnehmend
auf 4 beinhaltet der Detektor 20 ein DAS 32,
wobei jeder Detektor 20 über eine Anzahl Detektorelemente 50 verfügt, die
in einer Packung 51 angeordnet sind. Die Detektoren 20 weisen
jeweils Stifte 52 auf, die in der Packung 51 den Detektorelementen 50 zugeordnet
angeordnet sind. Die Packung 51 ist auf einem von hinten
beleuchteten Diodenarray 53 mit einer Anzahl Dioden 59 angeordnet.
Das von hinten beleuchtete Diodenarray 53 ist seinerseits
auf einem Mehrschichtsubstrat 54 angeordnet. Auf dem Mehrschichtsubstrat 54 sind
Abstandsteile 55 vorgesehen. Die Detektorelemente 50 sind
mit dem von hinten beleuchteten Diodenarray 53 optisch
gekoppelt, während
das von hinten beleuchtete Diodenarray 53 seinerseits mit
dem Mehrschichtsubstrat 54 elektrisch gekoppelt ist. An
der Seite 57 des Mehrschichtsubstrats 54 und der
DAS 32 sind flexible Schaltkreise 56 befestigt.
Die Detektoren 20 sind in der Detektoranordnung 18 mittels
der Stifte 52 positioniert.
-
Beim
Betrieb einer Ausführungsform
erzeugen auf die Detektorelemente 50 auftreffende Röntgenstrahlen
Photonen, die die Packung 51 durchqueren und dabei ein
Analogsignal erzeugen, das auf einer Diode in der von hinten beleuchteten
Diodenanordnung 53 erfasst wird. Das so erzeugte Analogsignal
wird durch das Mehrschichtsubstrat 54 und durch die flexiblen
Schaltkreise 56 den DAS 32 zugeleitet, wo das
Analogsignal in ein Digitalsignal umgewandelt wird.
-
5 veranschaulicht
eine Ausführungsform
des in den 1 und 2 dargestellten
Systems 10. Das System 10 weist, wie erwähnt, eine Röntgenstrahlquelle 14,
eine Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28,
einen Generator 29 und einen Computer 36 auf.
Die Röntgenstrahlenquelle 14 enthält ein Target 100 (das
von einem Standpunkt am Rand des Targets aus gesehen veranschaulicht
ist) und eine erste und zweite Kathode 102, 104 auf.
Die erste Kathode 102, eine erste Wendel 106 und
ein Paar mA-Gitterelektroden 108. Die zweite Kathode 104 weist
in ähnlicher
Weise eine zweite Wendel 110 und ein Paar mA-Gitterelektroden 112 auf.
Die Kathode 102 ist so angeordnet, dass sie einen ersten
Elektronenstrahl 114 von der ersten Wendel 106 zu
einem Brennfleck emittiert, während
die Kathode 104 so angeordnet ist, dass sie einen zweiten
Elektronenstrahl 116 bei dieser Ausführungsform zu dem Brennfleck 119 emittiert.
Bei der dargestellten Ausführungsform fallen
der Brennfleck 118 und der Brennfleck 119 zusammen
und beaufschlagen das Target in im Wesentlichen der gleichen Position
bezüglich
einer (nicht dargestellten) Drehachse des Targets 100.
Die erste und die zweite Wendel 106, 110 können die gleiche
Größe haben
oder sie können
auch unterschiedlich bemessen sein, um jeweils einen Brennfleck
gleicher oder unterschiedlicher Größe zu erzeugen. Jede Kathode 102, 104 ist
dazu eingerichtet, dass an ihr eine Gitterspannung angelegt werden kann.
Die mA-Gitterelektroden 108 der ersten Kathode 102 sind
mit der Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 über eine
Leitung 120 gekoppelt, während die mA-Gitterelektroden 112 der
zweiten Kathode 104 mit der Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 über eine Leitung 122 gekoppelt
sind. Die an die mA-Gitterelektroden 108, 112 angelegten
Gitterspannungen, können
zwischen einigen hundert Volt und einigen tausend Volt liegen.
-
Die 6 und 7 veranschaulichen
grafisch Draufsichten auf das Target 100 und die erste und
zweite Wendel 106, 110 gemäß Ausführungsformen der Erfindung. 6 zeigt
die erste und die zweite Wendel 106 bzw. 110,
angeordnet in (nicht dargestellten) Kathoden, wie etwa den Kathoden 102, 104 der 5,
derart, dass der erste und der zweite Elektronenstrahl 114 bzw. 116 auf
das Target 100 auf miteinander zusammenfallenden Brennflecken 118, 119 auftreffen,
wie dies in 5 dargestellt ist. 7 veranschaulicht
eine andere Ausführungsform,
bei der die (nicht dargestellten) Kathoden und die jeweilige erste
und zweite Wendel 106 bzw. 110 derart voneinander
getrennt sind, dass die Brennflecken 118, 119 auf
dem Target dicht im Wesentlichen an dem gleichen Ort bezüglich einer
(nicht dargestellten) Drehachse des Targets 100 auftreffen,
sondern stattdessen um einen Abstand 107 in einer X-Richtung
gegeneinander versetzt sind. Außerdem
zeigt 7 eine optionale Brennfleckposition 111,
die so beschaffen ist, dass von ihr aus emittierte Röntgenstrahlen
bezüglich
der zweiten Wendel 110 in einer Z-Richtung versetzt sind.
Wie gestrichelt dargestellt, kann die erste Wendel 106 anstelle
eines Versatzes lediglich in einer X-Richtung auch in eine Position 109 versetzt
sein, derart, dass der Brennfleck 111 durch einen Elektronenstrahl 113 beaufschlagt
ist, der von der ersten Wendel 106 emittiert wird, wenn diese
in der Position 109 positioniert ist. Gemäß dem, was
in den 6 und 7 dargestellt ist, beinhalten
Ausführungsformen
der Erfindung das Emittieren von Röntgenstrahlen von dem gleichen
Brennfleckort, wie dies in 6 dargestellt
ist oder von in X- und/oder Z-Richtung versetzten Orten, wie dies die 7 zeigt.
-
Die 8 und 9 veranschaulichen
graphisch das Anlegen einer Gitterspannung abwechselnd zwischen
den Gitterelektroden 108 und den Gitterelektroden 112.
Wie in 8 dargestellt, veranlasst die Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28,
dass ein erstes Spannungspotential zwischen der ersten Kathode 102 und
dem Target 100 über
den Generator 29 angelegt wird. Die Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 bewirkt
gleichzeitig, dass ein zweites Spannungspotential zwischen der zweiten
Kathode 104 und dem Target 100 über den
Generator 29 angelegt wird. Bei einer Ausführungsform
hat die erste Spannung 80 kVp und die zweite Spannung 140 kVp.
Die Röntgenstrahlsteuereinrichtung 128 legt
eine Gitterspannung an die Gitterelektroden 108 an. Die
erste Wendel 106 emittiert Elektronen 117 bei
an die Gitterelektroden 108 angelegter Gitterspannung,
aber die Gitterspannung leitet von der ersten Wendel 106 emittierte
Elektronen 117 zu der Kathode 102 zurück. Demgemäß blockiert
oder unterbricht die Gitterspannung die Emission von Elektronen 117 zu
dem Target 100. Da an die Gitterelektroden 112 der
zweiten Kathode 104 keine Gitterspannung angelegt ist,
werden Elektronen 116 aus der zweiten Wendel 110 emittiert und über das
zweite Spannungspotential zu dem Target 100 und, spezieller
zu dem Brennfleck 118 hin beschleunigt, wo Röntgenstrahlen 16 mit
einer zweiten Energie daraus erzeugt werden.
-
In
einem nächsten
Schritt des Betriebsablaufs, wie er in 9 veranschaulicht
ist, veranlasst die Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28,
dass an die Gitterelektroden 112 der zweiten Kathode 104 eine Gitterspannung
angelegt wird, während
von den Gitterelektroden 108 der ersten Kathode 102 deren
Beaufschlagung mit der Gitterspannung weggenommen wird. Demgemäß bewirken
die Gitterelektroden 112, an denen eine Gitterspannung
anliegt, dass von der zweiten Wendel 110 emittierte Elektronen 119 zu
der Kathode 104 zurückemittiert
werden, so dass die Emissionen von Elektronen 119 zu dem
Target 100 blockiert oder unterbrochen wird. Da an die
Gitterelektroden 108 der ersten Kathode 102 keine
Gitterspannung angelegt ist, werden Elektronen 114 von der
ersten Wendel 106 emittiert und über das erste Spannungspotential
zu dem Target 100 und, mehr speziell, zu dem Brennfleck 119 hin
beschleunigt, wo aus ihnen Röntgenstrahlen 16 mit
einer ersten Energie erzeugt werden.
-
Die
Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 legt schnell
und abwechselnd Gitterspannungen an die Gitterelektroden 108, 112 jeweils über die
Leitungen 120 bzw. 122 an, wie dies in den 8 und 9 dargestellt
ist, während
sie gleichzeitig schnell und abwechselnd Bildgebungsdaten in dem
Detektor 123 von den mit erster bzw. zweiter Energie erzeugten Röntgenstrahlen
akquiriert. Da das erste und das zweite Spannungspotential zwischen
der jeweiligen Kathode 102, 104 und dem Target 100 dauernd
angelegt sind, bewirkt der Wechsel der an die Gitterelektroden 108, 122 angelegten
Gitterspannungen, dass Elektronen 114 bzw. 116 in
entsprechend schnell wechselnder Weise emittiert werden, so dass von
den Brennflecken 119, 118 Röntgenstrahlen 16 emittiert
werden, die zunächst
bei der ersten Spannung und sodann bei der zweiten Spannung erzeugt werden.
Demgemäß kann die
Röntgenstrahlquelle 14 Röntgenstrahlen
auf zwei Spannungspegeln erzeugen, womit sie das System 10 in
die Lage versetzt, Dual-Energiebildgebungsdaten von Röntgenstrahlen
zu akquirieren, die rasch zwischen hoher und niedriger kVp abwechseln.
Die Bildrekonstruktionseinrichtung 34 der 2 kann
demgemäß dann die
Bildgebungsdaten als Pro jektionsdaten akquirieren und ein Bild unter
Verwendung der Dual-Energiedaten rekonstruieren, die bei der hohen
und der niedrigen kVp akquiriert wurden.
-
Die
Röntgenstrahlsteuereinrichtung 28 kann während des
Betriebs gleichzeitig von beiden Sätzen Gitterelektroden 108, 112 die
jeweils angelegte Gitterspannung wegnehmen. Demgemäß können, wenn
keine Gitterspannungen anliegen, Elektronenstrahlen 114, 116 gleichzeitig
von der jeweiligen ersten bzw. zweiten Wendel 106, 110 emittieren,
und die an den Brennflecken 118, 119 erzeugten
Röntgenstrahlen 16 haben
ein Röntgenspektrum,
das gleichzeitig auf dem ersten und dem zweiten Energieniveau erzeugt
worden ist.
-
Für den Fachmann
versteht sich, dass die Gitterspannungen an der jeweiligen Kathode 102 bzw. 104 beispielsweise
in Synchronismus mit der Umlaufbewegung der Gantry 12 der 1 und 2 oder
in Synchronismus mit dem Herzschlag eines Patienten (bei einer aufgetasteten
Akquisition) angelegt werden können.
Wie dargestellt, können
die Brennflecken 118, 119 auf dem Target 100 an
jeweils dem gleichen Ort bezüglich
einer Drehachse des Targets 100 oder an davon in X-Richtung
und/oder davon in sowohl in der X- als auch in der Z-Richtung versetzen
Orten angeordnet sein. Auf diese Weise können Röntgenstrahlen 16 mit
unterschiedlichen Energieniveaus schnell erzeugt werden. Da die Strahlen 114, 116 unabhängig voneinander
gesteuert sind, können
sie gleichzeitig oder zu verschiedenen Zeitpunkten ein- und ausgeschaltet
werden. Da außerdem
jede Kathode 102, 104 eigene Gitterelektroden 108 bzw. 112 und
Heizwendelschaltungen aufweist, können der Strom oder die mA,
die von der ersten und der zweiten Wendel 106 bzw. 110 emittiert werden,
in ähnlicher
Weise unabhängig
voneinander angesteuert werden. Zusätzlich können, was nicht dargestellt
ist, als Zusatz zu den Gitterelektroden 108, 112 bei
jeder Kathode 102, 104 Fokussierungselektroden
vorhanden sein, so dass die Strahlen 114, 116 bei
ihrer Emission zu dem Target 100 hin gleichzeitig gittergesteuert
und fokussiert werden. Bei dieser Anwendung können die Brennflecken 118, 119 statisch
positioniert oder dynamisch positioniert sein, etwa bei einer Wobble-Anwendung.
-
Bezugnehmend
nun auf 10 weist das Paket/Gepäckinspektionssystem 510 eine
drehbare Gantry 512 mit einer in ihr ausgebildeten Öffnung 514 auf,
durch welche Pakete oder Gepäckstücke durchgehen
können.
Die drehbare Gantry 512 enthält eine elektromagnetische
Hochfrequenzenergiequelle 516 und eine Detektoranordnung 518 mit
Szintillatorarrays, welche aus Szintillatorzellen, ähnlich jenen,
die in den 4 und 5 dargestellt
sind, bestehen. Außerdem
ist ein Fördersystem 520 vorgesehen,
das einen von einem Gestellt 524 abgestützten Fördergurt 522 aufweist,
um zu scannende Pakete oder Gepäckstücke 526 automatisch
und kontinuierlich durch die Öffnung 514 zu
fördern.
Während
die Objekte 526 von dem Fördergurt 522 durch
die Öffnung 514 gefördert werden,
werden Bildgebungsdaten akquiriert, worauf der Fördergurt 522 die Objekte 526 auf
kontrollierte und kontinuierliche Weise von der Öffnung 514 wegtransportiert.
Im Ergebnis können
Postinspektoren, Gepäckarbeiter
und anderes Sicherheitspersonal den Inhalt von Paketen 526 nichtinvasiv
auf Sprengstoffe, Messer, Waffen, Schmuggelgut, usw. inspizieren.
-
Eine
Implementierung des Systems 10 und/oder 512 umfasst
beispielsweise mehrere Komponenten, wie eine oder mehrere elektronische
Komponenten, Hardwarekomponenten und/oder Computersoftwarekomponenten.
Bei einer Implementierung des Systems 10 und/oder 510 kann
eine Anzahl derartiger Komponenten miteinander kombiniert oder voneinander abgeteilt
sein. Eine beispielhafte Komponente einer Implementierung des Systems 10 und/oder 510 verwendet
und/oder enthält,
wie für
den Fachmann ohne weiteres verständlich,
einen Satz und/oder Serien von Computeranweisungen, die mit jeder
beliebigen Zahl von Programmiersprachen aufgeschrieben oder implementiert
sind. Bei einem Beispiel weist eine Implementierung des Systems 10 und/oder 510 irgendeine
(z. B. horizontale, schräge oder
vertikale) Ausrichtung auf, wobei die hier enthaltene Beschreibung
und Figuren eine beispielhafte Orientierung einer Implementierung
des Systems 10 und/oder 510 zu Zwecken der Erläuterung
illustrieren.
-
Bei
einem Beispiel verwendet eine Implementierung des Systems 10 und/oder
des Systems 510 ein oder mehrere computerlesbare Signalträgermedien.
Ein computerlesbares Signalträgermedium speichert
beispielsweise Software, Firmware und/oder Assembliersprache, um
eine oder mehrere Teile einer oder mehrerer Implementierungen auszuführen. Ein
Beispiel eines computerlesbaren Signalträgermediums für eine Implementierung
des Systems 10 und/oder des Systems 510 weist
das speicherbare Datenspeichermedium der Bildrekonstruktionseinrichtung 34 oder
der Massenspeichervorrichtung 38 des Computers 36 auf.
Ein computerlesbares Signalträgermedium
für eine
Implementierung des Systems 10 und/oder des Systems 510 weist
bei einem Beispiel ein oder mehrere magnetische, elektrische, optische,
biologische und/oder Atomdatenspeichermedien auf. So verfügt zum Beispiel
eine Implementierung des computerlesbaren Signalträgermediums über Disketten,
Magnetbänder,
CD-ROMS, DVD-ROMS, Festplattenlaufwerke und/oder elektronische Speicher.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
weist die Implementierung des computerlesbaren Signalträgermediums
ein moduliertes Trägersignal
auf, das über
ein Netzwerk übertragen
wird, welches beispielsweise ein oder mehrere Telefonnetzwerke, ein
Nahbereichsnetwerk („LAN”) oder
ein Weitverkehrsnetzwerk („WAN”), das
Internet und/oder ein drahtloses Netzwerk aufweist oder mit einer
Implementierung des Systems 10 und/oder des Systems 510 gekoppelt
ist.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet ein CT-System eine drehbare Gantry mit
einer Öffnung
zur Aufnahme eines zu scannenden Objektes und eine Röntgenstrahlenquelle,
die mit der Gantry kuppelt und dazu eingerichtet ist, Röntgenstrahlen
durch die Öffnung
zu projizieren. Die Röntgenstrahlenquelle
umfasst ein Target, eine erste Kathode, die dazu eingerichtet ist,
einen ersten Elektronenstrahl zu dem Target zu emittieren, eine mit
der ersten Kathode gekoppelte erste Gitterelektrode, eine zweite
Kathode, die dazu eingerichtet ist, einen zweiten Elektronenstrahl
zu dem Target zu emittieren und eine mit der zweiten Kathode gekoppelte
zweite Gitterelektrode. Das System verfügt über einen Generator, der dazu
eingerichtet ist, an die erste Kathode eine erste kVp-Spannung anzulegen
und an die zweite Kathode eine zweite kVp-Spannung anzulegen und
einen Detektor, der mit der Gantry verbunden und so positioniert
ist, dass er durch die Öffnung
verlaufende Röntgenstrahlen empfängt. Das
System beinhaltet eine Steuereinrichtung, die dazu ausgelegt ist,
eine Gitterspannung an die erste Gitterelektrode anzulegen, um die
Emission des ersten Elektronenstrahls zu dem Target hin zu blockieren,
eine Gitterspannung an die zweite Gitterelektrode anzulegen, um
die Emission des zweiten Elektronenstrahls zu dem Target hin zu
blockieren und Dual-Energiebildgebungsdaten von dem Detektor zu
akquirieren.
-
Gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Akquirieren energieempfindlicher
CT-Bildgebungsdaten das Anlegen eines ersten Spannungspotentials
zwischen einer ersten Kathode und einem Röntgenstrahlentarget und das
Anlegen eines zweiten Spannungspotentials zwischen einer zweiten
Kathode und dem Röntgenstrahlentarget,
während
das erste Spannungspotential zwischen der ersten Kathode und dem
Röntgenstrahlentarget
angelegt ist, wobei das zweite Spannungspotential von dem ersten
Spannungspotential verschieden ist. Das Verfahren beinhaltet außerdem das
Unterbrechen der Emission von Elektronen aus der ersten Kathode
zu dem Röntgenstrahlentarget
hin, das Erhalten eines ersten Satzes Bildgebungsdaten von den durch
das zweite Spannungspotential erzeugten Röntgenstrahlen und das Rekonstruieren
eines Bildes aus akquirierten Bildgebungsdaten, wobei die akquirierten
Bildgebungsdaten den ersten Satz der Bildgebungsdaten enthalten.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist ein computerlesbares Speichermedium ein auf
ihm gespeichertes Computerprogramm auf, das Instruktionen enthält, welche
bei der Ausführung
durch einen Computer den Computer veranlassen, ein erstes kVp-Potential
zwischen einer ersten Kathode und einem Target und ein zweites kVp-Potential
zwischen einer zweiten Kathode und dem Target anzulegen. Der Computer
wird außerdem
veranlasst, das Anlegen einer Gitterspannung an die erste Kathode
und an die zweite Kathode miteinander abzuwechseln, um so abwechselnd
Elektronen daran zu hindern, das erste bzw. das zweite kVp-Potential zu
durchlaufen, wobei der Computer veranlasst wird, aus den bei dem
ersten und dem zweiten kVp-Potential erzeugten Röntgenstrahlen ein Bild zu rekonstruieren.
-
Ein
technischer Beitrag von dem beschriebenen Verfahren und der beschriebenen
Vorrichtung liegt darin, dass diese eine computerimplementierte Vorrichtung
und ein entsprechendes Verfahren zum Akquirieren von Bildgebungsdaten
in mehr als einem Energiebereich unter Verwendung einer Multi-Energiebildgebungsquelle
schaffen.
-
Wenngleich
die Erfindung im Einzelnen lediglich in Verbindung mit einer beschränkten Anzahl von
Ausführungsformen
erläutert
wurde, so versteht sich doch, dass die Erfindung nicht auf diese
geoffenbarten Ausführungsformen
beschränkt
ist. Die Erfindung kann vielmehr so abgewandelt werden, so dass sie
jede beliebige Anzahl von Varianten, Änderungen, Austauschmerkmalen
oder äquivalenten
Anordnungen beinhaltet, die im Vorstehenden nicht beschrieben sind,
die aber von dem Gedanken und dem Schutzbereich der Erfindung umfasst
sind. Außerdem
umfasst die Erfindung, obgleich im Vorstehenden Einzel-Energie-
und Dual-Energie-Techniken
erläutert
wurden, auch Lösungen
mit mehr als zwei Energien. Weiterhin versteht sich, dass, wenngleich
verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben wurden, gewisse Aspekte der Erfindung
lediglich einige der beschriebenen Ausführungsformen beinhalten können. Demgemäß ist die
Erfindung durch die vorstehende Beschreibung nicht beschränkt; ihre
Beschränkung
findet sie lediglich durch den Schutzbereich der beigefügten Patentansprüche.
-
Ein
CT-System beinhaltet eine drehbare Gantry 12 mit einer Öffnung 48 zur
Aufnahme eines zu scannenden Objektes 22 und eine mit der
Gantry 12 gekuppelte Röntgenstrahlquelle 14,
die dazu eingerichtet ist, Röntgenstrahlen 16 durch
die Öffnung 48 zu
projizieren. Die Röntgenstrahlquelle 14 verfügt über ein
Target 100, eine erste Kathode 102, die dazu eingerichtet
ist, einen ersten Elektronenstrahl 114 zu dem Target 100 zu
emittieren, eine erste Gitterelektrode 108, die mit der
ersten Kathode 102 gekoppelt ist, eine zweite Kathode 104,
die dazu eingerichtet ist, einen zweiten Elektronenstrahl 116 zu
dem Target 100 zu emittieren und eine zweite Gitterelektrode 112,
die mit der zweiten Kathode 104 gekoppelt ist. Das System 10 beinhaltet
einen Generator 29, der dazu eingerichtet ist, an die erste
Ka thode 102 eine erste kVp-Spannung und an die zweite Kathode 104 eine
zweite kVp-Spannung anzulegen und einen Detektor 123, der
an der Gantry 12 angebracht und so positioniert ist, dass
er durch die Öffnung 48 durchgehende
Röntgenstrahlen 16 empfängt. Das
System 10 beinhaltet außerdem eine Steuereinrichtung 28,
die dazu eingerichtet ist, eine Gitterspannung an die erste Gitterelektrode 108 anzulegen,
um die Emission des ersten Elektronenstrahls 114 zu dem
Target zu blockieren, die Gitterspannung an die zweite Gitterelektrode 112 anzulegen,
um die Emission des zweiten Elektronenstrahls 116 zu dem
Target 100 zu blockieren und um Dual-Energiebildgebungsdaten
von dem Detektor 123 zu akquirieren.
-
- 10
- Computertomographie(CT)-Bildgebungssystem
- 12
- Gantry
- 14
- Röntgenstrahlquelle
- 16
- Röntgenstrahl
- 17
- Schienen
- 18
- Detektoranordnung
oder Kollimator
- 19
- Kollimatorblätter oder
-platten
- 20
- Mehrere
Detektoren
- 22
- Medizinischer
Patient
- 24
- Drehzentrum
- 26
- Steuermechanismus
- 28
- Röntgenstrahlensteuereinrichtung
- 29
- Röntgenstrahlensteuereinrichtung 28 und Generator
- 30
- Gantrymotorsteuereinrichtung
- 32
- Datenakquisitionssystem
(DAS)
- 34
- Bildrekonstruktionseinrichtung
- 36
- Computer
- 38
- Massenspeichereinrichtung
- 40
- Bediener
mittels Konsole
- 42
- Zugeordneter
Bildschirm
- 44
- Tischmotorsteuereinrichtung
- 46
- Motorbetriebener
Tisch
- 48
- Gantryöffnung
- 50
- Pixelelemente
- 51
- Pack
- 52
- Stifte
- 53
- Von
hinten beleuchtetes Diodenarray
- 59
- Mehrere
Dioden
- 54
- Mehrschichtsubstrat
- 55
- Abstandsteile
- 56
- Flexible
Schaltkreise
- 100
- Target
- 102
- Erste
Kathode
- 104
- Zweite
Kathode
- 106
- Erste
Wendel
- 107
- Abstand
- 108
- Paar
Milliampere-Steuerelektroden
- 109
- Position
- 110
- Zweite
Wendel
- 111
- Brennfleckposition
- 112
- Paar
Milliampere-Gitterelektroden
- 113
- Elektronenstrahl
- 114
- Elektronenstrahl
- 116
- Zweiter
Elektronenstrahl
- 117
- Elektronen
- 118
- Brennfleck
- 119
- Brennfleck
- 120
- Leitung
- 122
- Leitung
- 123
- Detektor
- 510
- Paket/Gepdckinspektionssystem
- 512
- Drehbare
Gantry
- 514
- Öffnung
- 516
- Elektromagnetische
Hochfrequenzenergiequelle
- 518
- Detektoranordnung
- 520
- Fördersystem
- 522
- Fördergurt
- 524
- Gestell
- 526
- Pakete
oder Gepäckstücke