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DE102009033905A1 - Farbwerks- und Feuchtwerksanalyse - Google Patents

Farbwerks- und Feuchtwerksanalyse Download PDF

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DE102009033905A1
DE102009033905A1 DE102009033905A DE102009033905A DE102009033905A1 DE 102009033905 A1 DE102009033905 A1 DE 102009033905A1 DE 102009033905 A DE102009033905 A DE 102009033905A DE 102009033905 A DE102009033905 A DE 102009033905A DE 102009033905 A1 DE102009033905 A1 DE 102009033905A1
Authority
DE
Germany
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color
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dependent
inking
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102009033905A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dr. Elter
Nikolaus Pfeiffer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heidelberger Druckmaschinen AG
Original Assignee
Heidelberger Druckmaschinen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heidelberger Druckmaschinen AG filed Critical Heidelberger Druckmaschinen AG
Priority to DE102009033905A priority Critical patent/DE102009033905A1/de
Publication of DE102009033905A1 publication Critical patent/DE102009033905A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F33/00Indicating, counting, warning, control or safety devices
    • B41F33/0036Devices for scanning or checking the printed matter for quality control
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B41F33/0036Devices for scanning or checking the printed matter for quality control
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Farbwerken (16, 17) oder/und Feuchtwerken (18, 19) in Druckmaschinen (1), wobei das Farbwerk (16, 17) mehrere Zonen aufweist. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass für die Farbzonen im Farbwerk (16, 17) flächendeckungsabhängige und/oder ortsabhängige Bezugswerte mittels eines Rechners (5) ermittelt werden, dass für jede Farbzone Abweichungen von erfassten Farbmesswerten zu den Bezugswerten berechnet werden, dass die berechneten Abweichungen mit im Rechner (5) abgespeicherten Daten verglichen werden, welche mit Ursachen von Färbungsproblemen korrespondieren, und dass der Rechner (5) durch Vergleichen mit den Daten Ursachen für Färbungsprobleme in Farbwerk (16, 17) und/oder Feuchtwerk (18, 19) ermittelt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Farbwerken und/oder Feuchtwerken in Druckmaschinen, wobei das Farbwerk mehrere Zonen aufweist.
  • Offsetdruckmaschinen verfügen über mehrere Druckwerke, wobei jedes Druckwerk ein Farbwerk und ein Feuchtwerk aufweist. Zumindest die Farbwerke sind meist über die gesamte Druckbreite gesehen in mehrere Zonen aufgeteilt, so dass der Farbauftrag zonenweise dosiert werden kann und so Färbungsprobleme präzise ausgeregelt werden können. Diese zonalen Farbwerke werden insbesondere in Bogenoffsetdruckmaschinen eingesetzt. Um eine optimale Farbdosierung zu erreichen, muss jedoch nicht nur das Farbwerk zonenweise richtig eingestellt sein, sondern es muss auch die Feuchtmitteldosierung korrekt vorgenommen werden. Diese beiden Einstellvorgänge können zudem mit weiteren Einstellvorgängen in der Druckmaschine überlagert sein. Für den Bediener einer Druckmaschine ist es daher nicht so einfach, die Ursachen einer möglichen Fehleinstellung zu erkennen, wenn das Druckbild nicht das gewünschte Resultat liefert.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung von Farbwerken oder/und Feuchtwerken in Druckmaschinen zu schaffen, wobei das Farbwerk mehrere Zonen aufweist, so dass das Bedienpersonal die Ursachen von Färbungsproblemen leicht feststellen kann und ihm gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen werden können.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und den Zeichnungen zu entnehmen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl bei Bogenoffsetdruckmaschinen als auch bei Rollenoffsetdruckmaschinen eingesetzt werden, welche über Farbwerke mit mehreren Farbzonen verfügen. Das Verfahren läuft dabei im Zusammenspiel mit einem Steuerungsrechner der Druckmaschine, einem Farbmessgerät und einer Verstelleinrichtung im Farbwerk und Feuchtwerk ab. Zunächst werden im Steuerungsrechner für die Farbzonen im Farbwerk flächendeckungsabhängige Bezugswerte ermittelt. Grundsätzlich werden die Bezugswerte auf Basis der aktuellen zonalen Flächendeckungswerte und entsprechender Farbzonenwerte ermittelt, d. h. sie sind orts- und flächendeckungsabhängig. Auf den in der Druckmaschine produzierten Bedruckstoffen oder außerhalb der Druckmaschine werden Farbmesswerte erfasst, welche zweckmäßigerweise für jede Farbzone vorliegen. Der Steuerungsrechner ermittelt dann zwischen den Bezugswerten und den erfassten Farbmesswerten etwaige Abweichungen, welche ausgeregelt werden müssen. Die so berechneten Abweichungen vergleicht der Steuerungsrechner dann mit hinterlegten Daten, welche mit Ursachen von Färbungsproblemen korrespondieren. Diese Daten können zum Beispiel in Form von Kurven abgespeichert sein. Durch das Vergleichen der berechneten Abweichungen mit den Daten werden die Ursachen für die Färbungsprobleme ermittelt, so dass die richtigen Verstelllungen in Farbwerk und/oder Feuchtwerk vorgenommen werden können. Die Verstellungen kann der Rechner auch automatisch in der Druckmaschine vornehmen.
  • Bei einer Hinterlegung der abgespeicherten Daten in Form von Kurven bilden die dazu berechneten Abweichungen ebenfalls eine Kurve. Anhand des Erscheinungsbilds dieser Kurve kann dann zum Beispiel auf das Färbungsproblem geschlossen werden. Wenn sich eine waagrechte Ausgleichsgerade ergibt, so ist alles in Ordnung. Stellt sich jedoch eine gekippte Ausgleichsgerade ein, so wird einseitig mehr oder weniger Farbe auf das Papier gebracht, und es muss zum Beispiel die Feuchtwerkswalze auf einer Seite geöffnet oder gequetscht werden. Wenn der Vergleich der Kurven eine Badewannenform ergibt, so muss die Feuchtwalzenschwenkung korrigiert werden. Auf diese Art und Weise können die Ursachen von Färbungsproblemen anschaulich dargestellt und einer entsprechenden Korrektur zugeführt werden.
  • In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Daten, welche mit den Ursachen der Färbungsprobleme korrespondieren, in einer Datenbank abgelegt sind, mit welcher der Rechner verbunden ist. In der Datenbank sind die entsprechenden Ursachen, zum Beispiel in Verbindung mit Kurven, hinterlegt, welche der Steuerungsrechner mit ermittelten Abweichungen vergleichen kann, um so die Ursachen der Abweichungen zu berücksichtigen. Die Datenbank enthält somit die Gesetzmäßigkeiten, welche aufgrund in der Vergangenheit aufgetretener Färbungsprobleme in Verbindung mit entsprechenden Abweichungswerten ermittelt worden sind. Auf diese Datenbank können dann mehrere Druckmaschinenrechner zugreifen. Außerdem kann die Datenbank jederzeit mit neuen Erkenntnissen über Zusammenhänge zwischen Ursachen und Abweichungen angereichert werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die für die Färbungsprobleme ermittelten Ursachen auf einer Anzeigevorrichtung angezeigt werden. Bei dieser Ausführungsform wird dem Bedienpersonal zunächst die Ursache für das Färbungsproblem auf einem Bildschirm angezeigt, so dass das Bedienpersonal selbst über entsprechende Abhilfemaßnahmen entscheiden kann. Wenn die Ursachen nicht eindeutig sind, so werden dem Bedienpersonal mehrere Ursachen angezeigt. In einer bevorzugten Ausführungsform werden außerdem entsprechende Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen, welche das Bedienpersonal durch seine Eingabe bestätigen und auswählen kann. Auf diese Art und Weise wird dem Bedienpersonal das Ermitteln von Ursachen für die Färbungsprobleme abgenommen und es werden die möglichen Ursachen eingegrenzt, so dass die Suche nach den Ursachen für die Färbungsprobleme vereinfacht wird. Zudem können Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen werden, so dass das Bedienpersonal nur noch zwischen den vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen auszuwählen braucht.
  • Vorteilhafterweise ist außerdem vorgesehen, dass die Bezugswerte dadurch ermittelt werden, dass eine Clusterung der Eröffnungswerte der jeweiligen Farbzonen in Flächendeckungsbereiche mit einer Mittelung durchgeführt wird. Im Allgemeinen liegt für jede Farbzone ein unterschiedlicher Flächendeckungswert vor. Um eine statistische Aussage treffen zu können, werden Farbzonen mit ähnlichen Flächendeckungen zu sogenannten Clustern zusammengefasst. Die Bereiche für die Clusterung können beliebig sein, bevorzugt sind die Bereiche aber gleichabständig oder sensitivitätsabhängig. Bei Gleichabständigkeit wird zum Beispiel der Flächendeckungs-bereich von 0 bis 100 Prozent in 10 Teile unterteilt. Dabei werden alle Flächendeckungen von 0 bis 10 Prozent zum Beispiel einem 5 Prozent-Cluster, die von 11 bis 20 Prozent einem 15 Prozent-Cluster etc. zugeordnet. Im Extremfall kann aber auch ein Cluster den gesamten Wertebereich von 0 bis 100 Prozent Flächendeckung umfassen, dann gibt es nur einen Teil. Bei einer sensitivitätsabhängigen Clusterung werden bei niedrigen Flächendeckungen deutlich ausgeprägte Abhängigkeiten im Vergleich zu hohen Flächendeckungen berücksichtigt. Dazu werden die Cluster bei niedrigen Flächendeckungen enger, bei hohen Flächendeckungen weiter gefasst. So können die Werte von 0 bis 1 Prozent dem Ein-Prozent-Cluster zugeordnet werden, die Werte von 2 bis 4 Prozent dem 3 Prozent-Cluster, die Werte von 4 bis 6 Prozent dem 5 Prozent-Cluster, die Werte von 6 bis 10 Prozent dem 8 Prozent-Cluster, die Werte von 10 bis 14 Prozent dem 12 Prozent-Cluster und die Werte von 15 bis 21 Prozent dem 18 Prozent-Cluster, bis am anderen Ende der Skala die Werte von 80 bis 100 Prozent dem 90 Prozent-Cluster zugeordnet werden. Es ist zu erkennen, dass die Cluster bei niedrigen Flächendeckungen enger gefasst sind als bei hohen Flächendeckungen.
  • Zudem kann es auch sinnvoll sein, die Clusterung an Stützstellen vorhandener Kennlinien anzugleichen. Liegen zum Beispiel die Farbvoreinstellkennlinien für 0, 1, 5, 10, 30, 70, 100 Prozent Flächendeckungswerte vor, so können die Cluster so gewählt werden, dass diese mit den Stützstellen zusammenfallen, d. h. dass folgende Clustereinteilung vorliegt: 0 bis 0,5 Prozent wird dem 0 Prozent-Cluster zugeordnet, 0,5 bis 2 Prozent dem 1 Prozent-Cluster, 2 bis 7 Prozent dem 5 Prozent-Cluster, 7 bis 20 Prozent dem 10 Prozent-Cluster, 20 bis 50 Prozent dem 30 Prozent-Cluster, 50 bis 80 Prozent dem 70 Prozent-Cluster und 80 bis 100 Prozent dem 100 Prozent-Cluster. Um die Genauigkeit der Berechnung zu erhöhen, kann auch statt dem nominalen Clusterwert ein echter Mittelwert aller Mitglieder des Clusters verwendet werden. Dies bewirkt, dass die Cluster weiter gefasst werden können, ohne dass es zu größeren Ungenauigkeiten wegen der Flächendeckungszuordnung kommt. Zudem können innerhalb eines Clusters die Werte zusätzlich analysiert werden. Es kann ein Ausreißertest vorgenommen werden, d. h. die Werte werden auf Ausreißer getestet, so dass Messfehler herausgefiltert werden können. Zudem können auf die Werte eines Clusters Standardabweichungen wie Mittelwertbildung angewendet werden. Liegen bei der Standardabweichung genügend Werte innerhalb eines Clusters vor und ist die Standardabweichung innerhalb eines Clusters zu hoch, so deutet dies auf Druckprobleme hin.
  • Bei der Mittelwertbildung kann eine Residuenanalyse durchgeführt werden. Unter Residuen sind dabei die Abweichungen zu verstehen, welche sich aus der Differenz zwischen geschätztem Wert und empirischem Wert ergeben. Auch dies kann wieder clusterweise geschehen. Liegen genügend Werte innerhalb eines Clusters vor, so kann die Abweichung der einzelnen Messwerte vom Mittelwert untersucht werden. Dies ist im Wesentlichen die Standardabweichung der Messwerte innerhalb eines Clusters. Ist diese Standardabweichung sehr hoch, so folgt eine detailliertere Analyse. Wenn die Abweichung statistisch streut und keine Abhängigkeit der Abweichungen von der Lage auf dem Bogen vorliegt, so deutet das auf folgende Probleme hin. Wenn die Flächendeckungsbereiche keine Auffälligkeiten zeigen, ist der Druckprozess instabil und es wird zu viel Feuchtmittel aufgenommen. Treten die Streuungen dagegen aufgrund von Flächendeckungssprüngen auf, ist davon auszugehen, dass die seitliche Verreibung im Farbwerk nicht korrekt eingestellt ist.
  • Die Residuen lassen sich gut über eine Funktion beschreiben, zum Beispiel als eine Gerade in Abhängigkeit der Farbzone. Des Weiteren ist es möglich, eine Residuenanalyse in Bezug auf den Bedruckstoff durchzuführen. Auch hier werden analoge Verfahren wie innerhalb eines Clusters angewendet. Zudem können die Residuen entweder zu einer virtuellen Kennlinie oder zu dem Mittelwert der einzelnen Cluster zusammengefasst werden. Wie bei der Analyse innerhalb eines Clusters werden auch hier drei Fälle unterschieden. Es liegen statistische Streuungen vor, wobei große Werte auf einen instabilen Druckprozess hindeuten. Es liegen Streuungen aufgrund von Flächendeckungssprüngen innerhalb der Druckform vor, was dazu führt, dass zwar keine Fehleinstellung in der Maschine vorliegt, aber ein Lernen von Kennlinien nur sehr schwer möglich ist. Falls die Residuen eine Funktion der Farbzonen darstellen, liegen entsprechende Fehleinstellungen vor. Handelt es sich zum Beispiel um eine schräge Gerade, so ist die Feuchte auf einer Seite zu hoch. Handelt es sich bei der Funktion stattdessen um eine Parabel, so ist die Feuchte auf beiden Seiten zu hoch oder zu niedrig.
  • Selbstverständlich lassen sich die genannten Verfahren zur Ermittlung der Bezugswerte und der daraus folgenden Analyse auch miteinander kombinieren. So lässt sich insbesondere die Clusterung der Öffnungswerte der jeweiligen Farbzonen und die Ermittlung der Bezugswerte auf Basis einer virtuellen Farbvoreinstellkennlinie miteinander verbinden. Unter einer virtuellen Kennlinie ist eine Kennlinie zu verstehen, bei der eine Filterung oder Mittelwertbildung vorgenommen worden ist. Um das System robuster zu gestalten, ist es außerdem möglich, dass die Filterung bzw. Mittelwertbildung über mehrere Druckjobs oder Regelschritte hinweg erfolgt. Über den zeitlichen Verlauf über mehrere Druckjobs hinweg können sujetbezogene Problemstellungen von Farb/-Feuchtwerksproblemen getrennt werden. So kann z. B. über eine Sprungstellenbehandlung die seitliche Verreibung im Farbwerk herausgerechnet werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abweichungen zu den ermittelten Bezugswerten für jede Farbzone als prozentuale Öffnungsfehler der jeweiligen Farbzone berechnet werden. In diesem Fall werden die Abweichungen zu den ermittelten flächendeckungsabhängigen Bezugswerten für jede Farbzone nicht nur als absolute Werte, sondern auch in Relation zu den Öffnungen der jeweiligen Farbzone gesetzt. Es ist somit zu erkennen, wo besonders hohe prozentuale Abweichungen auftreten.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Figuren näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Druckmaschine mit einem erfindungsgemäß programmierten Steuerungsrechner,
  • 2 eine korrekt eingestellte Kennlinie,
  • 2a ein Druckergebnis, bei dem kein Zusammenhang mit einer Fehlerursache zu erkennen ist,
  • 2b es liegt ein Fehler zur Original-Kennlinie vor,
  • 2c es liegt ein Fehler zu einer virtuellen Kennlinie vor,
  • 2d es liegt kein Zusammenhang vor.
  • 3 die Kennlinie ist prozentual falsch,
  • 3a es besteht ein eindeutiger Zusammenhang bei Fehler über die Flächendeckung,
  • 3b es liegt ein Fehler zur Original-Kennlinie vor,
  • 3c es liegt ein Fehler zur virtuellen Kennlinie vor,
  • 3d es besteht ein eindeutiger Zusammenhang des Fehlers über die Flächendeckung,
  • 4 Kennlinie und Feuchtedosierung sind falsch eingestellt,
  • 4a es liegt ein eindeutiger Zusammenhang der Fehler in Bezug auf die Flächendeckung vor,
  • 4b es liegt ein Fehler zur Original-Kennlinie vor,
  • 4c es liegt ein Fehler zur virtuellen Kennlinie vor,
  • 4d es besteht ein eindeutiger Zusammenhang der Fehler zur Flächendeckung.
  • 5 zeigt die Einstellwerte von 8 Farbzonen einer Druckmaschine in Bezug auf die Flächendeckung in Prozent und in Dioden auf einer Einstellskala,
  • 5a zeigt eine Clusterung mit einem 1 Prozent- und einem 5 Prozent-Cluster und die daraus resultierende Standardabweichung,
  • 6 zeigt eine zweite Einstellung von 8 Farbzonen in einer Druckmaschine mit der Einstellung der Flächendeckung in Prozent bzw. der zugehörigen Diodenwerte einer Einstellskala,
  • 6a zeigt wiederum ein Beispiel für eine Clusterung in Form eines 1 Prozent- und eines 5 Prozent-Clusters und die daraus resultierende Standardabweichung der Residuen innerhalb eines Clusters,
  • 6b zeigt die Abweichung der Residuen, innerhalb der Cluster in 8 Zonen einer Druckmaschine,
  • 7 zeigt eine weitere Einstellung von 8 Farbzonen einer Druckmaschine mit Flächendeckungswerten in Prozent und den dazugehörigen Diodeneinstellungen einer Einstellungsskala,
  • 7a zeigt die Vornahme einer Clusterung in 1 Prozent- und 5-Prozent-Cluster und die daraus resultierende Standardabweichung der Residuen innerhalb eines Clusters und
  • 7b die Residuen aufgetragen über die 8 Farbzonen einer Druckmaschine.
  • In 1 ist eine Bogenoffsetdruckmaschine 1 abgebildet, welche beispielhaft über zwei Druckwerke 3, 4 verfügt. Jedes der beiden Druckwerke 3, 4 weist ein Farbwerk 16, 17 und ein Feuchtwerk 18, 19 auf. In den Farbwerken 16, 17 wird die Druckfarbe für den Druck über die gesamte Druckwerksbreite vergleichmäßigt mittels zahlreicher Verreiberwalzen. Des Weiteren wird mittels der Feuchtwerke 18, 19 Feuchtmittel zugeführt, um die richtige Farbkonsistenz auf der Druckplatte der Plattenzylinder 11, 12 aufbringen zu können. Die Farbkästen der beiden Farbwerke 16, 17 sind dabei jeweils als zonale Farbkästen ausgeführt, wobei die Anzahl der Farbzonen in den Farbkästen vom Format der Maschine abhängig ist. Eine Bogenoffsetdruckmaschine 1 im Format 70 cm × 102 cm verfügt üblicherweise über 64 Farbzonen. Von den Plattenzylindern 11, 12 wird die Druckfarbe über Gummituchzylinder 13, 26 im Druckspalt zwischen Gummituchzylindern 13, 26 und Druckzylindern 10, 28 auf den Bedruckstoff 9 übertragen. Die Druckbogen 9 werden den Druckwerken 3, 4 über einen Saugbändertisch 24 zugeführt, welcher den Anleger 2 mit dem ersten Druckwerk 3 verbindet. Im Anleger 2 werden die Bogen 9 einem Anlegerstapel 8 entnommen. Zwischen den beiden Druckwerken 3, 4 werden die Bogen 9 mittels Transportzylindern 14 transportiert. Nach dem Verlassen des letzten Druckwerks 4 werden die Bogen 9 im Ausleger 6 auf einem Auslegerstapel 7 abgelegt. Ausgangs des letzten Druckwerks 4 befindet sich ein Inline-Farbmessgerät 21, welches ebenso wie ein externes Farbmessgerät 20 über eine Kommunikationsverbindung 22 mit einem Steuerungsrechner 5 der Druckmaschine 1 verbunden ist. Der Steuerungsrechner 5 steuert die Antriebsmotoren und elektrischen Stellaggregate der Druckmaschine 1 und ist zur Anzeige des Maschinenzustands und zur Bedienung der Maschine mit einem Bildschirm 15 verbunden. Des Weiteren steht der Steuerungsrechner 5 mit einer Datenbank 23 in Verbindung.
  • Im Steuerungsrechner 5 werden gemäß der vorliegenden Erfindung für die Farbzonen in den Farbwerken 16, 17 anhand der Voreinstellung flächendeckungsabhängige Bezugswerte ermittelt. Mittels der Farbmessgeräte 21, 20 werden auf den Druckbogen 9 Farbmesswerte ermittelt und dem Steuerungsrechner 5 zugeführt. Der Steuerungsrechner 5 berechnet dann die Abweichungen zwischen den erfassten Farbmesswerten und den flächendeckungsabhängigen Bezugswerten. Die so berechneten Abweichungen werden im Steuerungsrechner 5 mit in der Datenbank 23 hinterlegten Daten verglichen, welche mit Ursachen von Färbungsproblemen korrespondieren. Der Steuerungsrechner 5 ermittelt dann durch Vergleich mit den Daten der Datenbank 23 die Färbungsprobleme und führt ggf. Verstellungen an den Farbwerken 16, 17 und/oder Feuchtwerken 18, 19 durch.
  • In 2 ist ein erstes Beispiel für eine Analyse anhand einer Druckmaschine 1 mit 8 Farbzonen in den Farbwerken 16, 17 dargestellt. Die Flächendeckungen FIDe sind in Prozent angegeben, zudem sind die Werte der Farbzoneneinstellung der Farbvoreinstellkennlinie in Dioden VE-Dio angegeben. Die Farbvoreinstellkennlinie ist korrekt eingestellt. In einer ersten Nachführung werden die Farbzoneneinstellungen im senkrecht schraffierten Bereich verändert. In 2a ist die ursprüngliche Farbvoreinstellkennlinie VE-DIO im Vergleich zu der nach der ersten Nachführung eingestellten neuen Kennlinie DIO neu angezeigt. Die Geraden sind in dem Bereich der Flächenbedeckung FIDe für 20 bis 50 Prozent angegeben. In 2a ist kein Fehler über die Flächendeckung zu erkennen. In 2b ist der sich aus 2a ergebende Fehler nach der ersten Nachführung in Prozent im Vergleich zur Originalkennlinie KL vor der ersten Nachführung aufgetragen. Hieraus ist abzulesen, dass es einen Anstieg der Farbdichten in den Farbzonen 1 bis 8 gibt. In 2c ist zudem der Fehler nach der ersten Nachführung in Bezug auf eine virtuelle Kennlinie abgebildet, auch hier ist ein Anstieg der Farbdichten von der Farbzone 1 zur Farbzone 8 zu erkennen. In 2d ist der Fehler bezüglich der Originalkennlinie KL in Prozent übe den Flächendeckungswerten in Prozent eingezeichnet, hieraus ist kein Zusammenhang zu erkennen. Aus den vier 2a bis 2d kann der Steuerungsrechner 5 schlussfolgern, dass die Kennlinie zwar in Ordnung ist, aber ein Feuchte- bzw. Farbkastenproblem vorliegt. Aufgrund der geneigten Geraden in 2b kann der Steuerungsrechner 5 weiterhin daraus schließen, das das Farbwerk auf der rechten Seite unterfärbt ist, so das mehr Farbe geliefert werden muss, um dies zu kompensieren. Als Abhilfe kann der Steuerungsrechner auf der rechten Seite die Feuchte reduzieren und auf der linken Seite weiter öffnen.
  • Ein weiteres Beispiel geht aus 3 hervor, hier ist die Farbvoreinstellkennlinie prozentual falsch eingestellt. In 3 sind ebenfalls die Flächendeckungen FIDe in Prozent und die entsprechenden Diodenwerte VE-Dio aufgetragen, wobei der senkrecht schraffierte Bereich wiederum die erste Nachführung darstellt. In 3a sind die ursprüngliche Kennlinie VE-Dio und die neue Kennlinie DIO neu aufgezeichnet, wobei eindeutig ein Fehler in Bezug auf die Flächendeckung festzustellen ist. In 3b ist der Fehler im Vergleich zu der original Kennlinie KL vor der ersten Nachführung aufgetragen, wobei hier jedoch kein eindeutiger Zusammenhang erkennbar ist. 3c zeigt keinen Fehler zu einer virtuellen Kennlinie an. Gemäß 3d wiederum besteht ein eindeutiger Fehler in Bezug auf die Flächendeckung. Aus den Kurven 3a bis 3d folgert der Steuerungsrechner, dass die Kennlinie falsch eingestellt ist, aber ansonsten Feuchtwerk 18, 19 und Farbwerk 16, 17 korrekt eingestellt sind. In diesem Fall muss folglich die Kennlinie neu gelernt werden.
  • Im dritten Beispiel in 4 ist sowohl die Kennlinie falsch als auch die Feuchtmitteldosierung falsch eingestellt. Nach der wiederum senkrecht schraffiert eingezeichneten ersten Nachführung ergibt sich gemäß der 4a und 4d eindeutig ein Fehler in Bezug auf die Flächendeckung. Aus 4b ist kein eindeutiger Fehler in Bezug auf die Originalkennlinie KL zu erkennen. Dafür ergibt die Fehleranalyse zur virtuellen Kennlinie KL in 4c wiederum einen eindeutigen Zusammenhang. Aus diesen vier Kurven lässt sich schlussfolgern, dass die Kennlinie falsch eingestellt ist und außerdem ein Problem im Feuchtwerk 18, 19 und im Farbwerk 16, 17 vorliegt. In diesem Fall muss der Steuerungsrechner 5 die Kennlinie neu lernen und es muss die Unterfärbung auf der rechten Seite behoben werden. Dazu muss auf der rechten Seite die Feuchtmitteldosierung reduziert werden oder auf der linken Seite die Feuchtmitteldosierung vergrößert werden.
  • Bei der Ermittlung der flächendeckungsabhängigen Bezugswerte im Steuerungsrechner 5 werden bevorzugt die Flächendeckungswerte FIDe über mehrere Farbzonen 1 bis 8 hinweg geclustert. Auch hier wird beispielhaft eine Druckmaschine 1 mit 8 Farbzonen in den Farbwerken 16, 17 gezeigt. In 5 ist die Ausgangssituation eines ersten Beispiels abgebildet, wobei die Flächendeckungswerte einmal in Prozent und einmal in Diodeneinstellungen angegeben sind. Gemäß 5a erfolgt eine Clusterung in zwei Cluster, ein 1 Prozent-Cluster und ein 5 Prozent-Cluster. 5a zeigt dazu die Standardabweichung der geclusterten Flächenbedeckungen FD als weiße Balken und die Standardabweichung der ermittelten Messwerte als schwarze Balken.
  • Eine zweite Ausgangssituation geht aus 6 hervor. Auch hier werden die Flächendeckungswerte zu 1- und 5 Prozent-Clustern zusammengefasst, wobei zunächst die Abweichungen, Residuen, gemäß 6b durch die ermittelten Bezugswerte in geclusterter Form und die Messwerte in geclusterter Form ermittelt werden. 6a zeigt dann die Standardabweichung der Flächendeckungswerte und der Residuen in Prozent, also die Abweichungen zwischen den Messwerten und den ermittelten Bezugswerten.
  • 6b zeigt, dass die Standardabweichung innerhalb eines Clusters sehr groß ist. Die Grafik in 6b zeigt außerdem, dass die Werte in den Farbzonen 4 und 5 an den Flächendeckungssprüngen die Ursache dafür sind.
  • Eine dritte Ausgangssituation geht aus 7 hervor. Hier sind ebenfalls die Flächendeckungen in Prozent und in Dioden aufgetragen. In 7b sind wiederum die Residuen, d. h. die Abweichungen der geclusterten Bezugswerte, zu den Messwerten aufgezeichnet. Es zeigt sich, dass die Standardabweichung innerhalb eines Clusters sehr groß ist. Die Analyse ergibt weiterhin, dass die Residuen von der Farbzoneneinstellung abhängen, denn es liegt ein deutlicher Abfall zu höheren Farbzonenwerten vor. In diesem Fall hat die Druckmaschine 1 bei hohen Farbzonen mehr Feuchtmittel als bei niedrigen Farbzonen, und das Feuchtwerk 18, 19 muss entsprechend justiert werden. 7a zeigt wiederum die Standardabweichung der Residuen innerhalb eines Clusters, wobei zu erkennen ist, dass die Standardabweichung der Residuen der Messwerte im 5 Prozent-Cluster wesentlich geringer ist als im 1 Prozent-Cluster.
  • 1
    Druckmaschine
    2
    Anleger
    3, 4
    Druckwerk
    5
    Steuerungsrechner
    6
    Ausleger
    7
    Auslegerstapel
    8
    Anlegerstapel
    9
    Bogen
    10, 28
    Druckzylinder
    11, 12
    Plattenzylinder
    13, 26
    Gummituchzylinder
    14
    Transportzylinder
    15
    Bildschirm
    16, 17
    Farbwerk
    18, 19
    Feuchtwerk
    20
    Farbmessgerät
    21
    Inlinefarbmessgerät
    22
    Kommunikationsverbindung
    23
    Datenbank
    24
    Anlegersaugband
    VE-Dio
    Farbzoneneinstellung Voreinstellkennlinie
    DIO
    Diodeneinstellwerte
    KL
    Kennlinie
    FIDe
    Flächendeckung in Prozent

Claims (11)

  1. Verfahren zur Steuerung von Farbwerken (16, 17) oder/und Feuchtwerken (18, 19) in Druckmaschinen (1), wobei das Farbwerk (16, 17) mehrere Zonen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass für die Farbzonen im Farbwerk (16, 17) flächendeckungsabhängige und/oder ortsabhängige Bezugswerte mittels eines Rechners (5) ermittelt werden, dass für jede Farbzone Abweichungen von erfassten Farbmesswerten zu den Bezugswerten berechnet werden, dass die berechneten Abweichungen mit im Rechner (5) abgespeicherten Daten verglichen werden, welche mit Ursachen von Färbungsproblemen korrespondieren, und dass der Rechner (5) durch Vergleichen mit den Daten Ursachen für Färbungsprobleme in Farbwerk (16, 17) und/oder Feuchtwerk (18, 19) ermittelt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten, welche mit den Ursachen der Färbungsprobleme korrespondieren, in einer Datenbank (23) abgelegt sind, mit welcher der Rechner (5) verbunden ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Färbungsprobleme ermittelten Ursachen auf einer Anzeigevorrichtung (15) angezeigt werden.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Färbungsprobleme ermittelten Ursachen durch den Rechner (5) korrigiert werden.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abgespeicherten Daten Kurven sind.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner (5) ein Lernen von Kennlinien (KL) zur Einstellung der Farbzonen nur dann durchführt, wenn keine Färbungsprobleme ermittelt wurden.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächendeckungsabhängigen und/oder ortsabhängigen Bezugswerte dadurch ermittelt werden, dass eine Clusterung der Öffnungswerte der jeweiligen Farbzonen in Flächendeckungsbereiche mit einer Mittelung durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die flächendeckungsabhängigen und/oder ortsabhängigen Bezugswerte auf Basis einer virtuellen Farbvoreinstellkennlinie ermittelt werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kombination aus der Ermittlung der Bezugswerte durch Clusterung der Farbzonenöffnungswerte in Flächendeckungsbereiche mit Mittelung und aus der Ermittlung auf Basis einer virtuellen Farbvoreinstellkennlinie durchgeführt wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abweichungen zu den ermittelten flächendeckungsabhängigen und/oder ortsabhängigen Bezugswerten für jede Farbzone als prozentuale Öffnungsfehler der jeweiligen Farbzone berechnet werden.
  11. Verfahren nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbmesswerte durch ein Farbmessgerät (20, 21) auf Bedruckstoffen erfasst werden.
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