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DE102009033058A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs mittels eines Navigationssystems - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs mittels eines Navigationssystems Download PDF

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DE102009033058A1
DE102009033058A1 DE200910033058 DE102009033058A DE102009033058A1 DE 102009033058 A1 DE102009033058 A1 DE 102009033058A1 DE 200910033058 DE200910033058 DE 200910033058 DE 102009033058 A DE102009033058 A DE 102009033058A DE 102009033058 A1 DE102009033058 A1 DE 102009033058A1
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steering
navigation system
driving
control unit
driver
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DE200910033058
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English (en)
Inventor
Carsten Dipl.-Ing. Anklam
Alexander Dipl.-Math. Bracht
Heiner Dipl.-Ing. Messner
Bernd Dipl.-Inform. Raichle
Uwe Dr. Regensburger
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Mercedes Benz Group AG
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Daimler AG
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Publication date
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Abstract

Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zur Ausgabe einer Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs bereit, wobei die Vorrichtung ein Navigationssystem zum Erstellen der Fahrempfehlung aufweist und wobei das Kraftfahrzeug mit einer Querregelungseinheit und einer elektronischen Servolenkung ausgestattet ist. Das Navigationssystem ist mit der Querregelungseinheit und der Servolenkung operativ gekoppelt und die Fahrempfehlung ist über die Querregelungseinheit als ein haptisches Lenksignal der Servolenkung ausgebbar. Ferner offenbart die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren zur Ausgabe der haptischen Fahrempfehlung.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung eines Navigationssystems an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs.
  • Herkömmlicher Weise werden die Fahrempfehlungen, die ein Navigationssystem während des Zurücklegens einer vorbestimmten Route ausgibt, mittels einer optischen Ausgabe über ein Display und mit akustischen Ansagen ausgeführt, wobei die optische Anzeige nachteilig erfordert, dass der Fahrer seinen Blick von der Straße abwenden und ihn dem Display des Navigationssystems zuwenden muss, und, während er dort die Routenempfehlung verfolgt, die aktuelle Verkehrssituation nur eingeschränkt erfassen kann.
  • Akustische Ansagen sind häufig ungenau, da sie in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit und insbesondere bei dicht aufeinander folgenden Abfahrten den Abbiegezeitpunkt durch die Länge der Ansage nur bedingt angeben können. Gerade bei schwierigen Verkehrssituationen, die sich etwa beim Anfahren eines Autobahnkreuzes mit mehreren Spuren und mehreren aufeinander folgenden Abfahrten ergeben, kann der Fahrer mit der gleichzeitigen Beobachtung des Navigationsdisplays, der Straßenbeschilderung und dem Verkehr überfordert werden, besonders dann, wenn zudem Ansprache durch Beifahrer stattfindet. Unfallträchtige Situationen oder Falschfahren kann die Folge sein.
  • Bei Untersuchungen zur Wahrnehmung von Informationen, die ein Fahrassistenzsystem ausgibt, wurde herausgefunden, dass ein Fahrer ein haptisches Signal komfortabler empfindet und intuitiv versteht. Daher wurden bereits Spurhalteassistenten entwickelt, die es den Fahrer durch ein Vibrieren des Lenkrads spüren lassen, wenn er seine Spur verlässt.
  • Aus der DE 10 2007 029 427 A1 ist ein haptisches Lenkungsrückmeldungssystem für aktive Fahrzeugsicherheit bekannt, das einem Fahrer durch ein Schütteln oder Zittern des Lenkrads anzeigt, dass eines oder mehrere aktive Steuerungssysteme in dem Fahrzeug eine aktive Steuerung bereitstellen, insbesondere um die Fahrstabilität des Fahrzeugs si cherzustellen. Ferner ist in der DE 20 2004 001 832 U1 eine Anordnung zur Erzeugung von Vibration zur Fahrerinformation in Kraftfahrzeugen offenbart, bei der im Lenkrad mehrere Piezoelemente angeordnet sind, die durch Anlegen einer Wechselspannung eine Vibration erzeugen. Dies dient insbesondere dazu, den Fahrer auf Gefahrensituationen aufmerksam zu machen, beispielsweise wenn Sensoren einen Sekundenschlaf des Fahrers erfasst haben.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es wünschenswert, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs ausgibt, die intuitiv auch in komplexen Verkehrssituationen erfaßt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Weiter ist es wünschenswert, über ein entsprechendes Verfahren zur Ausgabe einer intuitiv erfassbaren Fahrempfehlung zu verfügen. Das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 6 schafft ein solches Verfahren.
  • Weiterbildungen der vorgenannten Gegenstände sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
  • In einer erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs umfasst die Vorrichtung ein Navigationssystem zum Erstellen der Fahrempfehlung, das mit einer Querregelungseinheit des Kraftfahrzeugs und der Servolenkung operativ gekoppelt ist. Damit kann die Fahrempfehlung vorteilhaft über die Querregelungseinheit als ein haptisches Lenksignal der Servolenkung ausgegeben werden.
  • Damit kann die Fahrempfehlung des Navigationssystems dem Fahrer genau und intuitiv verständlich mitgeteilt werden, ohne dass dieser seinen Blick von der Verkehrssituation abwenden muss oder in einem Gespräch mit einem Beifahrer unterbrochen wird. Das Navigationssystem kann die Ausgabe des Lenksignals exakt zum richtigen Zeitpunkt veranlassen, so dass dem Fahrer eindeutig die richtige Abfahrt beziehungsweise Richtung angezeigt wird. Dadurch, dass er seinen Blick nicht von der Straße abwenden muss, kann der Fahrer zusätzlich zur Anzeige des Navigationssystems die Straßenbeschilderung erfassen. Durch die haptische Rückmeldung, die die Fahrempfehlung als Lenksignal ausgibt, kann der Fahrer seine vollständige visuelle und akustische Aufmerksamkeit auf die Erfassung der Umgebung richten.
  • Um die Fahrempfehlung des Navigationssystems in ein Lenksignal der Servolenkung umzuwandeln, umfasst die Querregelungseinheit in einer weiteren Ausführungsform einen Eingang, in den die Fahrempfehlung von dem Navigationssystem eingeht, sowie eine Verarbeitungseinheit, in der die Fahrempfehlung in ein Ansteuerungssignal umgewandelt wird, welches dann mittels einer Steuerungseinheit über einen Ausgang der Querregelungseinheit an die Servolenkung ausgegeben wird, die dann das Lenksignal ausführt.
  • In einer Ausführungsform kann das Navigationssystem die Ausgabe des haptischen Lenksignals direkt anfordern, wenn insbesondere bei Neuwagen die Querregelungseinheit in das Navigationssystem oder in die elektronische Servolenkung integriert ist. Alternativ kann, was insbesondere für die Nachrüstung von Fahrzeugen mit dem erfindungsgemäßen System vorteilhaft ist, ein vorhandenes querregelndes Fahrassistenzsystem eingesetzt werden, das beispielsweise als Spurhalte- beziehungsweise Spurwechselassistent bereits operativ mit der elektrischen Servolenkung gekoppelt ist. Zur operativen Kopplung mit dem Navigationssystem kann eine vorhandene Schnittstelle des Fahrassistenzsystems verwendet werden, es können jedoch auch entsprechende Schnittstellen zur Kopplung des Fahrassistenten mit dem Navigationssystem nachgerüstet werden. Die Fahrempfehlung des Navigationssystems kann dabei gemeinsam mit den von dem Fahrassistenzsystem kommenden Informationen über eine Fahrumgebung, die von einer entsprechend vorhandenen Erfassungseinheit – als Komponente des Fahrassistenzsystems etwa – aufgenommen worden sind, verarbeitet werden.
  • Das Fahrassistenzsystem, in das die Querregelungseinheit integriert sein kann, kann in einer anderen Ausführungsform auch mit einer externen Erfassungseinheit für Fahrumgebungsdaten gekoppelt sein. Alternativ kann die Erfassungseinheit auch mit dem Navigationssystem operativ gekoppelt sein.
  • Diese Erfassungseinheit kann eine Sensorvorrichtung und eine elektronische Verarbeitungseinheit umfassen. Bekannte Erfassungseinheiten sind Kameras. Die Sensorvorrichtung kann in verschiedenen Ausführungsformen die Fahrumgebung optisch, opto-akustisch und/oder akustisch erfassen, und die elektronische Verarbeitungseinheit wandelt die erfassten Fahrumgebungsinformationen in Fahrumgebungsdaten um, die dann zur Weiterverarbeitung im Navigationssystem und/oder dem Fahrassistenzsystem geeignet sind. Als Fahrumgebung können insbesondere Straßenspurmarkierungen erfasst werden.
  • Ein Verfahren, das die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet, um die haptische Fahrempfehlung des Navigationssystems an den Fahrer des Kraftfahrzeugs auszugeben, umfasst zunächst das Erstellen der Fahrempfehlung durch das Navigationssystem, die dann an die Querregelungseinheit ausgegeben wird. Die Querregelungseinheit wandelt die Fahrempfehlung in ein Ansteuerungssignal für ein Lenksignal um und steuert die elektronische Servolenkung mit diesem Ansteuerungssignal an. Das Lenksignal wird dann durch die elektronische Servolenkung erzeugt.
  • In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens, in der eine Erfassungseinheit für die Fahrumgebungsdaten umfasst ist, die operativ mit dem Fahrassistenzsystem zur Querregelung und/oder mit dem Navigationssystem gekoppelt ist, kann die Fahrempfehlung des Navigationssystems aufgrund einer erfassten Fahrumgebung modifiziert werden, so dass die elektronische Servolenkung ein Lenksignal basierend auf der modifizierten Fahrempfehlung erzeugt.
  • Das erzeugte Lenksignal kann ein unsymmetrisches Vibrieren sein, wobei die Unsymmetrie eine Richtungsweisung beinhaltet, indem eine Vibrationsamplitude je nach Fahrempfehlung nach rechts oder links größer ist. Das Lenksignal kann alternativ aber auch ein Lenkimpuls sein, der vom Fahrer leicht erfasst werden kann, der einen kurzen Augenblick dauert oder auch einige Sekunden lang, so dass dem Fahrer unzweifelhaft klar wird, dass dies ein Lenksignal und nicht eine Straßenunebenheit ist.
  • Für den Fall, dass ein Fahrer in eine falsche Spur, beziehungsweise eine falsche Abfahrt einbiegen möchte, die von der Route des Navigationssystems abweicht, kann als Lenksignal auch ein Lenkwiderstand ausgegeben werden, der der Fahrempfehlung entspricht, die Spur beziehungsweise die Richtung nicht zu wechseln. Durch diese richtungsunterstützenden haptischen Lenksignale kann ein Fahrer, der Rechts-Links-Verwechsler ist, und der durch akustische Ansagen oft irritiert wird, die Weisung durch die haptische Signalgebung eindeutig zuordnen, da die gedankliche Transformation von der akustischen Meldung zur Lenkbewegung entfällt.
  • Schließlich ist vorgesehen, dass eine Lenkentscheidung des Fahrers unabhängig von dem erzeugten Lenksignal ist, das heißt, ein Fahrer kann zwar die Fahrempfehlung des Navigationssystems im Lenkrad spüren, er kann diese jedoch jederzeit überlenken und damit von der Fahrempfehlung bewußt abweichen.
  • Diese und weitere Vorteile werden durch die nachfolgende Beschreibung und die Figuren weiter verdeutlicht. Der Bezug auf die Figuren in der Beschreibung dient dem verbesserten Verständnis des Gegenstands der Erfindung. Gegenstände oder Teile von Gegenständen, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind, können mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung.
  • Dabei zeigt:
  • 1 ein Ablaufschema für einen direkten Lenkeingriffs durch das Navigationssystem,
  • 2a ein Ablaufschema, bei dem Fahrumgebungsdaten durch eine in den Fahrassistenten integrierte Erfassungseinheit erfasst und für die Ausgabe des Lenksignals berücksichtigt werden,
  • 2b ein Ablaufschema, bei dem Fahrumgebungsdaten durch eine nicht in den Fahrassistenten integrierte Erfassungseinheit erfasst und für die Ausgabe des Lenksignals berücksichtigt werden.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung bezieht sich zunächst auf eine Vorrichtung zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs unter Verwendung eines Navigationssystems, wobei die Vorrichtungskonfiguration eine Querregelungseinheit und eine elektronische Servolenkung des Kraftfahrzeugs umfasst. In der Servolenkung, die mit der Querregelungseinheit operativ gekoppelt ist, sind dabei Elemente enthalten, die ein haptisches Lenksignal der Servolenkung veranlassen können. Solche Elemente sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt.
  • Erfindungsgemäß wird nun das Navigationssystem mit der Querregelungseinheit und der Servolenkung operativ gekoppelt, so dass, wie in 1 gezeigt, eine durch das Navigationssystem aus der Berechnung einer Route erstellten Fahrempfehlung ausgegeben wird, die direkt durch die Querregelungseinheit als Lenksignal der elektronischen Servolenkung umgesetzt wird. Unabhängig davon, ob die Querregelungseinheit in das Navigationssystem oder die elektronische Servolenkung integriert ist, umfasst die Querregelungseinheit einen Eingang für die Fahrempfehlung des Navigationssystems, so dass die Fahrempfehlung in einer Verarbeitungseinheit der Querregelungseinheit in ein Ansteuerungssignal für das Lenksignal umgewandelt werden kann. Eine Steuerungseinheit der Querregelungseinheit gibt das Ansteuerungssignal an die Servolenkung aus, die dann das Lenksignal entsprechend der Fahrempfehlung erzeugt.
  • Alternativ kann die Verarbeitung der Fahrempfehlung des Navigationssystems über ein Fahrassistenzsystem, das die Querregelungseinheit umfasst, entsprechend 2a erfolgen. Dazu können das Navigationssystem und das Fahrassistenzsystem über entsprechende Schnittstellen miteinander verbunden werden, so dass das Assistenzsystem, das die Querregelung in diesem Fall umfasst, die Fahrempfehlung des Navigationssystems koordinieren kann. Dazu ist das Fahrassistenzsystem mit einer Erfassungseinheit für die Fahrumgebung operativ gekoppelt, die mittels geeigneter Sensorvorrichtungen die Fahrumgebung erfassen kann. Die Sensorvorrichtung kann eine optische, beispielsweise eine Kamera, eine opto-akustische und/oder eine akustische (beispielsweise eine Radarvorrichtung) Sensorvorrichtung sein, deren erfasste Information mittels einer enthaltenen elektronischen Verarbeitungseinheit in entsprechende Fahrumgebungsdaten verarbeitet werden. Wie in 2a durch die strichelierte Einfassung gezeigt ist, können die Erfassungseinheit, die Verarbeitungs- und die Querregelungseinheit in einer gemeinsamen Vorrichtung, etwa dem Fahrassistenzsystem vereinigt vorliegen.
  • Die vorstehende Variante ist besonders für die Nachrüstung von Fahrzeugen interessant, die bereits über einen Fahrassistenten und über ein Navigationssystem verfügen, und die lediglich eine operative Kopplung der Komponenten erfordern, sowie die entsprechende Ausstattung mit den die haptischen Signale am Lenkrad bereitstellenden Komponenten und der verbindenden Software.
  • Alternativ kann, wie 2b zeigt, eine externe Erfassungseinheit – die letztlich auch ein Fahrassistenzsystem ist, aber nicht zwingend die Querregelung umfassen muß – eine direkte Schnittstelle an das Navigationssystem aufweisen, so dass die erfaßten Umgebungsdaten dort direkt für die Ausgabe einer Fahrempfehlung berücksichtigt werden.
  • Die Berücksichtigung von Umgebungsparametern schafft quasi eine modifizierte Fahrempfehlung des Navigationssystems.
  • Durch die Koordination der Daten des Navigationssystems, beziehungsweise der Fahrempfehlung, die aus der berechneten Route durch Ermittlung der aktuellen Fahrzeugposition mittels GPS und dem im Navigationssystem enthaltenen Kartenmaterial erstellt wird, und die von der Erfassungseinheit gelieferten Fahrumgebungsdaten kann das Fahrassistenzsystem eine präzisere und besser auf die Fahrsituation abgestimmte Ausgabe der Fahrempfehlung erstellen. Fahrumgebungsdaten, die für diesen Zweck von besonderem Interesse sind, sind insbesondere die Straßenspurmarkierungen, die dem Fahrassisten ten beispielsweise durch die unterbrochene Linie bei Abfahrten unmittelbar den richtigen Zeitpunkt erkenn lassen.
  • Durch die Kopplung mit dem Navigationssystem kann umgekehrt auch der Spurwechselassistent unterstützt werden, insbesondere bei schwierig zu erkennenden Spurmarkierungen, beispielsweise bei Mehrfachmarkierungen, im Baustellenbereich und bei Gabelungen, um Fehleingriffe durch den Spurwechselassistenten zu vermeiden. Die Kameraspurinformationen einer Erfassungseinheit kann für die Spurzuordnung des Fahrzeugs und dessen Navigation zwischen den Spuren verwendet werden. Bei einer Abweichung der durch das Navigationssystem berechneten Trajektorie von der tatsächlichen Fahrzeug-Trajektorie kann die Fahrumgebung, respektive die Spurmarkierungen, die durch die durch das Fahrassistenzsystem verfügbare Sensorik und Situationserkennung bereitgestellt wird, bei der Präzision der Navigationshinweise beziehungsweise des Lenksignals berücksichtigt werden.
  • Dazu wird eine Fahrempfehlung, die auf einer berechneten Route des Navigationssystems basiert, erstellt und an die Querregelungseinheit beziehungsweise das querregelnde Fahrassistenzsystem ausgegeben, und dort zu einem Ansteuerungssignal für die elektronische Servolenkung umgewandelt. Dabei können Fahrumgebungsdaten berücksichtigt werden, die durch eine Erfassungseinheit erfasst und dem Fahrassistenzsystem zur Verfügung gestellt wurden, so dass ein Ansteuerungssignal für die Servolenkung generiert wird, das die durch die Fahrumgebungsdaten modifizierte Fahrempfehlung als Grundlage hat. Die Ansteuerung der elektronischen Servolenkung mit dem Ansteuerungssignal erfolgt durch die Querregelungseinheit beziehungsweise das Fahrassistenzsystem, so dass die Servolenkung über eine Lenkradbewegung ein Lenksignal erzeugt, das eine Fahrempfehlung entsprechend einer Route als haptisches Lenksignal an den Fahrer ausgibt.
  • Dieses haptische Lenksignal kann, wenn der Fahrer entsprechend der berechneten Route die Spur wechseln beziehungsweise abbiegen soll, ein Vibrieren sein, das unsymmetrisch in die entsprechende Richtung einen größeren Ausschlag aufweist, oder ein stetiger leichter, in die entsprechende Richtung weisender, kurzer oder dauerhafter Lenkimpuls sein, während für den Fall, dass der Fahrer von der berechneten Route abweichen will, das heißt, die Spur irrtümlicher Weise wechseln oder abbiegen möchte, kann das Lenksignal ein Lenkwiderstand sein, der den Fahrer darauf hinweist, dass die Fahrempfehlung gemäß der berechneten Route nicht dem beabsichtigten Richtungswechsel entspricht.
  • Schließlich liegt es im Entscheidungsbereich des Fahrers, ob er der Fahrempfehlung folgen möchte, andernfalls kann das erzeugte Lenksignal durch den Fahrer überlenkt werden: Der erzeugte richtungsweisende Lenkimpuls beziehungsweise die Vibration oder der Lenkwiderstand kann durch ein entsprechendes weiter geradeaus Lenken, beziehungsweise Einlenken, überwunden werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102007029427 A1 [0005]
    • - DE 202004001832 U1 [0005]

Claims (10)

  1. Vorrichtung zur Ausgabe einer Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs, wobei die Vorrichtung ein Navigationssystem zum Erstellen der Fahrempfehlung aufweist und wobei das Kraftfahrzeug mit einer Querregelungseinheit und einer elektronischen Servolenkung ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Navigationssystem mit der Querregelungseinheit und der Servolenkung operativ gekoppelt ist und die Fahrempfehlung über die Querregelungseinheit als ein haptisches Lenksignal der Servolenkung ausgegebbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querregelungseinheit – einen Eingang für die Fahrempfehlung von dem Navigationssystem, – eine Verarbeitungseinheit zur Umwandlung der Fahrempfehlung in ein Ansteuerungssignal für das Lenksignal und – eine Steuerungseinheit mit Ausgang zur Ausgabe des Ansteuerungssignals an die Servolenkung umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fahrassistenzsystem, insbesondere ein Spurwechselassistent, die Querregelungseinheit umfasst.
  4. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Erfassungseinheit zur Erfassung von Fahrumgebungsdaten umfasst, die mit dem Fahrassistenzsystem und/oder dem Navigations system operativ gekoppelt ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinheit eine mit einer elektronischen Verarbeitungseinheit operativ verbundene optische, eine opto-akustische und/oder eine akustische Sensorvorrichtung zur Erfassung der Fahrumgebungsdaten ist.
  6. Verfahren zur Ausgabe einer haptischen Fahrempfehlung an einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs unter Verwendung der Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend die Schritte – Erstellen der Fahrempfehlung durch das Navigationssystem und Ausgeben an die Querregelungseinheit, – Umwandeln der Fahrempfehlung in ein Ansteuerungssignal für ein Lenksignal durch die Querregelungseinheit, – Ansteuern einer elektronischen Servolenkung mit dem Ansteuerungssignal durch die Querregelungseinheit, – Erzeugen des Lenksignals durch die elektronische Servolenkung, basierend auf der in das Ansteuerungssignal umgewandelten Fahrempfehlung.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Querregelungseinheit in einem Fahrassistenzsystem umfasst ist, das mit dem Navigationssystem und der Servolenkung operativ gekoppelt ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, umfassend die Schritte – Erfassen von Fahrumgebungsdaten durch zumindest eine Erfassungseinheit, die in dem Fahrassistenzsystem umfasst ist, und – Verarbeiten der erfassten Fahrumgebungsdaten und der Fahrempfehlung des Navigationssystems, wobei eine modifizierte Fahrempfehlung erstellt wird, und – Umwandeln der modifizierten Fahrempfehlung in das Ansteuerungssignal für das Lenksignal.
  9. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei das erzeugte Lenksignal – ein unsymmetrisches, eine Richtung weisendes Vibrieren, – ein eine Richtung weisender Lenkimpuls oder – ein Lenkwiderstand ist.
  10. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei eine Lenkentscheidung des Fahrers unabhängig von dem erzeugten Lenksignal ist.
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