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DE102009031293A1 - Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen - Google Patents

Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen Download PDF

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DE102009031293A1
DE102009031293A1 DE102009031293A DE102009031293A DE102009031293A1 DE 102009031293 A1 DE102009031293 A1 DE 102009031293A1 DE 102009031293 A DE102009031293 A DE 102009031293A DE 102009031293 A DE102009031293 A DE 102009031293A DE 102009031293 A1 DE102009031293 A1 DE 102009031293A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Befüllen von Fluidsystemen mit einem Fluid sowie ein System zum Befüllen und Entleeren von Fluidsystemen. Um eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, die das genaue und sichere Befüllen von Fluidsystemen mit einem Fluid ermöglicht, ohne dass eine Kontamination des Fluids eintritt, ist vorgesehen, dass mindestens ein Druckbehälter mit einer ersten volumenveränderbaren Kavität vorgesehen ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen mit einem Fluid und insbesondere zum Befüllen von Klimaanlagen. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Befüllen von Fluidsystemen und eine Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus einem Fluidsystem.
  • Vorrichtungen zum Befüllen von Fluidsystemen sind im Stand der Technik bekannt. Im einfachsten Fall wird hierzu ein entsprechender Kompressor verwendet, der das einzufüllende Fluid mit einem vorgegebenen Betriebsdruck in das Fluidsystem fördert.
  • Problematisch ist eine derartige Vorrichtung jedoch bei Anwendungen, bei denen das zu befüllende Fluid während des Befüllvorgangs nicht verunreinigt werden darf. Denn aufgrund der in üblichen Kompressoren oder konventionellen Pumpen eingesetzten Ölschmierungen kommt es zwangsläufig zu einer Auswaschung des Schmierfilms und damit zu einer Kontamination des zu befüllenden Fluids. Aus diesem Grunde sind die bekannten Vorrichtungen für derartige Anwendungen ungeeignet.
  • Ein Beispiel einer solchen Anwendung ist die Befüllung von Klimaanlagen mit Kohlendioxid als Kältemittel, wie beispielsweise von Fahrzeug-Klimaanlagen. Hierbei ist in besonderem Maße darauf zu achten, dass keine Fremdstoffe in den Kühlkreislauf gelangen, da es ansonsten zu einer Reduktion der Kühlleistung oder gar einem Ausfall der Klimaanlage kommen kann. Zudem ist die Befüllmenge einer derartigen Klimaanlage genau einzuhalten.
  • Es besteht daher die Aufgabe, eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, die das genaue und sichere Befüllen von Fluidsystemen mit einem Fluid ermöglicht, ohne dass eine Kontamination des Fluids eintritt.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung beschäftigt sich mit einer Vorrichtung, mit der verbrauchtes oder kontaminiertes Fluid aus einem Fluidsystem sicher und zuverlässig entfernt werden kann.
  • Als Fluid wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung jedes förderfähige Fluid, wie bspw. ein Gas oder eine Flüssigkeit verstanden. Insbesondere im Falle der Befüllung von Klimaanlagen kann das Fluid bevorzugt Kohlendioxid (CO2) sein. Die Erfindung ist jedoch ausdrücklich nicht hierauf beschränkt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen,
  • 2 eine schematische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels in einem ersten Betriebszustand,
  • 3 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels aus 2 in einem zweiten Betriebszustand,
  • 4 eine schematische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels und
  • 5 eine schematische Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels.
  • 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen 32 mit einem ersten Fluid. Die Vorrichtung weist einen Gasbehälter 1 auf, der das zu befüllende erste Fluid, bspw. Kohlendioxid, enthält.
  • Der Gasbehälter 1 ist über eine entsprechende Leitung mit einer Schaltvorrichtung 31 verbunden, wie bspw. einem 2/3-Wegeventil. Die Schaltvorrichtung 31 ist einerseits mit dem Fluidsystem 32, als auch mit einem Druckbehälter 22 verbunden. Das Fluidsystem 32 kann, wie durch die gestrichelten Linien angedeutet, eine beliebige Anordnung aufweisen und kann über eine entsprechende Leitung fest, aber auch, bspw. über eine Steckverbindung, trennbar mit der Vorrichtung verbunden sein.
  • Der Druckbehälter 22 weist eine fluidundurchlässige, bewegbare Membran 29 auf, wodurch das Gesamtvolumen des Druckbehälters 22 in zwei volumenveränderbare Kavitä ten aufgeteilt ist. Als Membran kommt bspw. eine gewebeverstärkte Membran in Betracht. Die erste Kavität 35 des Druckbehälters 22 ist über die Schaltvorrichtung 31 mit dem Gasbehälter 1 schaltbar verbindbar. Die zweite Kavität 36 des Druckbehälters 22 ist mit einer Förderpumpe 33 verbunden, die derart ausgebildet ist, dass ein zweites Fluid unter hohem Druck aus einem Vorratsbehälter 34 in die zweite Kavität 36 gepresst werden kann. Das zweite Fluid kann bspw. ein Öl oder ein Polymeracrylat sein.
  • Zum Befüllen des Fluidsystems 32 mit dem ersten Fluid wird zunächst die erste Kavität 35 des Druckbehälters 22 über die Schaltvorrichtung 31 mit dem Gasbehälter 1 verbunden, wonach das erste Fluid durch den Druck im Gasbehälter 1 in die erste Kavität 35 strömt. Eine Präzisionswaage 2 erlaubt das genaue Abmessen der zu befüllenden Menge. Nachdem die gewünschte Menge an Fluid in die erste Kavität 35 des Druckbehälters 22 gefüllt ist, wird die erste Kavität 35 vom Gasbehälter 1 getrennt. Hierzu wird die Schaltvorrichtung 31 in eine entsprechende Stellung gebracht. Die Förderpumpe 33 beaufschlagt nun die zweite Kavität 36 mit dem zweiten Fluid, wodurch über die Membran 29 Druck auf die erste Kavität 35 ausgeübt wird. Sobald der gewünschte Befülldruck des Fluidsystems 32 erreicht ist, wird die erste Kavität 35 mit dem Fluidsystem 32 über die Schaltvorrichtung 31 verbunden, wodurch das Fluidsystem 32 mit dem ersten Fluid befüllt wird. Nach erfolgter Befüllung wird die Schaltvorrichtung 31 geschlossen. Durch die erfindungsgemäße Anordnung und Ausgestaltung des Druckbehälters ist es somit möglich, ein entsprechendes Fluid kontaminationsfrei in das Fluidsystem 32 zu füllen. Ferner erlaubt die Waage 2 eine genaue Bemessung der Füllmenge.
  • 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Ansicht in einem ersten Betriebszustand. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Gasbehälter 1 mit Kohlendioxid (CO2) gefüllt, wobei das Kohlendioxid mindestens teilweise in flüssigem Zustand vorliegt.
  • Die Vorrichtung ist über geeignete Schlauchkupplungen mit dem Hochdruckanschluss 17 und dem Niederdruckanschluss 16 einer KFZ-Klimaanlage (nicht gezeigt) verbunden. Eine Befüllung der Klimaanlage kann wahlweise über jeden der Anschlüsse 16 und 17 erfolgen und mit den Ventilen 12 und 13, bspw. 2/2-Wege Sitzventile, gesteuert werden. Rückschlagventile 14 und 15 stellen sicher, dass kein Kohlendioxid aus einer ange schlossenen Klimaanlage in die Vorrichtung und insbesondere in den Druckbehälter 22 zurückströmt. Zusammen mit dem Ventil 4, bspw. ein 2/2-Wege Sitzventil, kann auch vorliegend die erste Kavität 35 des Druckbehälters 22 wahlweise mit dem Gasbehälter 1 und dem Fluidsystem, hier der Klimaanlage verbunden werden. Ein weiteres Rückschlagventil 21 ist vorgesehen, um einen Rückfluss von Kohlendioxid in den Gasbehälter 1 zu vermeiden.
  • Ein Wärmetauscher 27 in der Leitung zwischen Gasbehälter 1 und Druckbehälter 22 sorgt für ein Kühlen des Kohlendioxids auf eine Temperatur zwischen –15°C und –25°C, wodurch, zusammen mit dem Einströmdruck des Gases, eine Verflüssigung des Gases entsteht und somit eine Flüssigbefüllung der an die Anschlüsse 16 und 17 angeschlossenen Klimaanlage ermöglicht ist. Ferner weist der Druckbehälter 22 einen Kühlmantel 26 auf, der ebenfalls für eine Kühlung des enthaltenen Kohlendioxids sorgt. Sowohl Wärmetauscher 27 sowie Kühlmantel 26 werden durch ein (nicht gezeigtes) Kühlaggregat mit einem Kühlmedium versorgt. Um das Kohlendioxid flüssig zu halten, kann zusätzlich oder alternativ eine Kühlung und/oder Isolierung der gesamten Vorrichtung bzw. der Leitungswege vorgesehen werden.
  • Wie zu 1 erläutert, ist der Druckbehälter 22 mit einer innenliegenden, fluidundurchlässigen und beweglichen Membran 29, bspw. mit einer gewebeverstärkten Elastomermembran, in die erste Kavität 35 und die zweite Kavität 36 unterteilt. In 2 ist die zweite Kavität 36 mit einem zweiten Fluid, bspw. einem Öl oder einem Polymeracrylat gefüllt. Die erste Kavität 35 hat daher ein nur relativ kleines Volumen. Bei dem Druckbehälter 22 handelt es sich um einen sog. Druckmittelwandler.
  • Zum Befüllen der Klimaanlage wird zunächst das Ventil 4 geöffnet (Ventile 12 und 13 sind geschlossen), wodurch das in dem Gasbehälter 1 gelagerte Kohlendioxid über den vorhandene Systemdruck im Gasbehälter 1 über ein Manometer 3 in die erste Kavität 35 des Druckbehälters 22 eingeleitet wird. Während des Befüllens der ersten Kavität 35 mit Kohlendioxid aus dem Gasbehälter 1 wird entsprechend der Menge des einströmenden Kohlendioxids das in der zweiten Kavität 36 vorhandene zweite Fluid über ein mit der zweiten Kavität 36 verbundenes Ventil 9, bspw. ein 2/2-Wegeventil, in einen ventilierten Vorratsbehälter 7 abgeführt.
  • Der Vorratsbehälter 7 ist ebenso wie der Gasbehälter 1 auf einer Präzisionswaage 8 gelagert, um die in die erste Kavität 35 eingeströmte Menge Kohlendioxid genau bestimmen zu können.
  • Die gemessene Zulaufmenge des zweiten Fluids in den Vorratsbehälter 7 kann durch interne Umrechnung der Dichteverhältnisse zwischen Kohlendioxid und dem zweiten Fluid mit der Entnahmemenge aus dem Gasbehälter 1 verglichen werden, um somit die Menge an Kohlendioxid in der ersten Kavität 35 präzise bestimmen zu können. Die Einhaltung der exakten Füllmenge ist insbesondere bei KFZ-Klimaanlagen sehr wichtig; bspw. muss bei einer vorgeschriebenen Befüllmenge der Klimaanlage von 750 g eine Toleranz von ±10 g eingehalten werden. Des Weiteren kann über eine Differenz zwischen den beiden Messwerten relativ genau auf den Anteil an gasförmigem Kohlendioxid in dem Druckbehälter 22 geschlossen werden, wodurch die eingangs erwähnte Flüssigbefüllung der Klimaanlage sichergestellt werden kann.
  • Ist die vorgeschriebene Befüllmenge der angeschlossenen Klimaanlage erreicht, werden die Ventile 4 und 9 geschlossen. Die erste Kavität 35 hat sich entsprechend der Füllmenge durch die bewegliche Membran 29 ausgedehnt, was in 3 gezeigt ist. Das Volumen der zweiten Kavität 36 hat sich entsprechend proportional verringert.
  • Ein Hydraulikaggregat 5 wird aktiviert, um einen entsprechenden Befülldruck aufzubauen. Entsprechende Hydraulikaggregate sind im Stand der Technik bekannt und weisen einen frequenzregelbaren Antriebsmotor auf, wodurch eine extrem genaue Dosierbarkeit der Fördermenge und des Drucks möglich ist. Ferner kann das Hydraulikaggregat 5 vorteilhaft gegen einen statischen Druck betrieben werden.
  • Durch den Druck des Hydraulikaggregats 5 wird die zweite Kavität 36 mit Druck beaufschlagt, der über die bewegliche Membran 29 den Druck des Kohlendioxids in der ersten Kavität 35 bis auf den erforderlichen Befülldruck der Klimaanlage erhöht. Zwei Druckaufnehmer 10 und 20 überwachen die Einhaltung des geforderten Befülldrucks und regeln dementsprechend die Frequenz des Antriebsmotors und somit die Leistung des Hydraulikaggregats 5. Ein Sicherheitsventil 11 ist vorgesehen und stellt sicher, dass die maximal zulässigen Betriebsdruckwerte nicht überschritten werden.
  • Sobald der entsprechende Befülldruck erreicht ist, wird mindestens eines der Ventile 12 und 13 geöffnet, um das in der ersten Kavität 35 gepufferte Kohlendioxid mit dem vorgewählten Druck in die an den Anschlüssen 16 und 17 angeschlossene Klimaanlage des Fahrzeugs einzufüllen. Sobald die erforderliche Füllmenge an Kohlendioxid in die Klimaanlage eingefüllt ist, werden die Ventile 12 und 13 geschlossen und das Hydraulikaggregat 5 ausgeschaltet.
  • Aufgrund der bewegbar angeordneten Membran 29 wird das Volumen der ersten Kavität 35 kleiner, während das Volumen der zweiten Kavität 36 durch den vom Hydraulikaggregat 5 aufgebrachten Druck sich gleichermaßen vergrößert, bis die zweite Kavität 36 nahezu das gesamte Innenvolumen des Druckbehälters 22 einnimmt, wie bereits in 2 gezeigt.
  • Das gesamte gepufferte Kohlendioxid ist nun in die zu befüllende Klimaanlage gefüllt und der Befüllvorgang ist beendet. Sobald die Ventile 12 und 13 geschlossen sind, kann die Klimaanlage von der Vorrichtung getrennt werden. Der Vorgang kann nun wiederum entsprechend wiederholt werden.
  • Wie vorstehend dargestellt, ist zentraler Aspekt der vorliegenden Erfindung der Druckbehälter 22, der als sogenannter Druckmittelwandler ausgeführt ist und ein sauberes und kontrolliertes Befüllen einer an der Vorrichtung angeschlossenen Klimaanlage ermöglicht. Eine Kontamination durch Pumpen- oder Kompressorenöl ist vorteilhaft vermieden.
  • Naturgemäß kann der Druckbehälter 22 alternativ ausgeführt sein, bspw. zeigt 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Ansicht. Gegenüber dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispiel weist der vorliegende Druckbehälter 22' anstelle der Membran 29 einen gleitend bewegbaren Kolben 23, bspw. einem Floating-Kolben, auf. Zur Abdichtung der ersten Kavität 35 gegenüber der zweiten Kavität 36 sind Ringdichtungen 39 an dem Kolben 23 vorgesehen. Wie zuvor erläutert, ist auch vorliegend ein Kühlmantel 26 vorgesehen, um das einströmende Kohlendioxid zu verflüssigen bzw. flüssig zu halten. Die Funktionsweise entspricht im Übrigen der im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der 2 und 3 erläuterten Funktionsweise.
  • 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung und basiert auf dem in den 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel. Zusätzlich zu den eingangs erwähnten Komponenten weist die Vorrichtung eine Anordnung zum Entfernen von CO2 aus der mit den Anschlüssen 16 und 17 verbundenen – nicht gezeigten – Klimaanlage auf. Ein Entfernen von Kohlendioxid aus der Klimaanlage kann im Falle von Kontaminationen des Kältemittels CO2, wie bspw. mit Feuchtigkeit notwendig sein.
  • Die Anordnung weist hierzu ein zwischen den Anschlüssen 16 und 17 und den jeweiligen Ventilen 12 und 13 paralleles Ventil 18, bspw. ein 4/3-Wegeventil auf. Zum Entfernen des Kohlendioxids aus der Klimaanlage werden die Ventile 12 und 13 geschlossen und das Ventil 18 mit einem Vakuumpumpenaggregat 6, welches bspw. eine Membran-Vakuumpumpe aufweist, verbunden. Das in der Klimaanlage enthaltene Kohlendioxid wird nun zunächst über eine Bypassleitung 37 zu einem Injektor 25 abgeführt, welcher an eine Absauganlage 24, bspw. einer Kfz-Werkstatt, angeschlossen werden kann, wodurch das verbrauchte Kohlendioxid gezielt abgeführt und entsorgt werden kann. Hierbei öffnet der Druck des Kohlendioxids in der Klimaanlage das Rückschlagventil 38.
  • Ein Druckaufnehmer 19 überwacht den Entleerungsvorgang. Sobald der Druck im System auf ein definiertes Niveau abgefallen ist, wird das Vakuumpumpenaggregat 6 aktiviert, wodurch das Klimagerät vollständig entleert und bis zu einem gewissen Grad auch evakuiert werden kann, um Restfeuchte aus der Klimaanlage zu entfernen. Das Rückschlagventil 38 dient vorliegend ferner dazu, einen hydraulischen Kurzschluss im Vakuumpumpenaggregat 6 zu vermeiden.
  • Naturgemäß ist es nicht erforderlich, die Anordnung zum Entfernen von Kohlendioxid als integralen Bestandteil der Vorrichtung zum Befüllen auszuführen. Vielmehr kann die gezeigte Anordnung zum Entfernen von Kohlendioxid auch separat zu der Vorrichtung zum Befüllen aufgebaut sein. Besonders bevorzugt ist die vorgenannte Vorrichtung zum Befüllen und/oder die Anordnung zum Entfernen in einem Servicegerät für Kfz- Werkstätten integriert, um so eine zufriedenstellende Wartung von Kfz-Klimaanlagen zu ermöglichen.
  • Der vorgenannten Abläufe können bspw. mittels eines üblichen Computers, einer SPS oder einer sonstigen elektronischen oder hydraulischen Steuerung überwacht und gesteuert werden. Naturgemäß sollten in diesem Falle sämtliche Ventile und Komponenten entsprechend durch die Steuerung regelbar bzw. überwachbar sein, insbesondere sollten sämtliche Ventile elektronisch regelbar sein.

Claims (67)

  1. Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen (32) mit einem Fluid, wobei mindestens ein Druckbehälter (22) mit einer ersten volumenveränderbaren Kavität (35) vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die erste volumenveränderbare Kavität (35) zur Aufnahme eines ersten Fluids ausgebildet ist und eine zweite, von der ersten Kavität (35) fluidgetrennte, volumenveränderbare Kavität (36) zur Aufnahme eines zweiten Fluids in dem Druckbehälter (22) angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Druckbehälter (22) eine Temperiervorrichtung aufweist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Druckbehälter (22) einen Kühlmantel (26) aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Druckbehälter (22) ein Druckmittelwandler ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Druckbehälter (22) ein definiertes Gesamtvolumen aufweist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste (35) und die zweite Kavität (36) derart im Druckbehälter (22) angeordnet sind, dass bei einer Volumenveränderung der ersten Kavität (35) das Volumen der zweiten Kavität (36) umgekehrt proportional geändert ist und bei einer Volumenveränderung der zweiten Kavität (36) das Volumen der ersten Kavität (35) umgekehrt proportional geändert ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste (35) und die zweite Kavität (36) mit einer bewegbaren Membran (29) voneinander getrennt sind.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste (35) und die zweite Kavität (36) mit einem innerhalb des Druckbehälters (22) bewegbaren Kolben (23) voneinander getrennt sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) mit einer Fluidquelle verbindbar ist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) schaltbar mit einer Fluidquelle verbindbar ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fluidquelle zum Zuführen des ersten Fluids in die erste Kavität (35) ausgebildet ist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) mit einem 2/2-Wege Sitzventil mit der Fluidquelle schaltbar verbindbar ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität mit (35) dem Fluidsystem (32) verbindbar ist.
  15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) schaltbar mit dem Fluidsystem (32) verbindbar ist.
  16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) mit mindestens einem 2/2-Wege Sitzventil mit dem Fluidsystem (32) schaltbar verbindbar ist.
  17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Kavität (36) mit einem Vorratsbehälter (7, 34) verbindbar ist.
  18. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Kavität (36) mit einem 2/2-Wege Sitzventil mit dem Vorratsbehälter (7, 34) schaltbarverbindbar ist.
  19. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Kavität (36) schaltbar mit einer Förderpumpe (33) verbindbar ist.
  20. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Förderpumpe (33) mit dem Vorratsbehälter (7, 34) verbindbar ist.
  21. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Förderpumpe (33) ein Hydraulikaggregat (5) ist.
  22. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Förderpumpe (33) einen frequenzregelbaren Antriebsmotor aufweist.
  23. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrichtung zur Messung der Menge des ersten Fluids in der ersten Kavität (35) vorgesehen ist.
  24. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrichtung zur Messung des Drucks in der ersten Kavität (35) vorgesehen ist.
  25. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fluidquelle ein Gasbehälter (1) ist.
  26. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrichtung zur Bestimmung des Gewichts des Gasbehälters (1) vorgesehen ist.
  27. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Wägevorrichtung zur Bestimmung des Gewichts des Gasbehälters (1) vorgesehen ist.
  28. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrich tung zur Messung des Drucks in der zweiten Kavität (36) vorgesehen ist.
  29. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrichtung zur Messung des Gewichts des Vorratsbehälters (7, 34) vorgesehen ist.
  30. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Wägevorrichtung zur Bestimmung des Gewichts des Vorratsbehälters (7, 34) vorgesehen ist.
  31. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen Fluidquelle und erster Kavität (35) eine Temperierungsvorrichtung zum Verflüssigen des ersten Fluids angeordnet ist.
  32. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das erste Fluid Kohlendioxid (CO2) ist.
  33. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zweite Fluid eine Flüssigkeit ist.
  34. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zweite Fluid ein Öl ist.
  35. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zweite Fluid ein flüssiges Polymeracrylat ist.
  36. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Fluidsystem (32) eine Klimaanlage ist.
  37. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Fluidsystem (32) eine mobile Klimaanlage ist.
  38. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Fluidsystem (32) eine Fahrzeug-Klimaanlage ist.
  39. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Fluidsystem (32) eine Kfz-Klimaanlage ist.
  40. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) schaltbar mit einem Hochdruckanschluss (17) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  41. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) mit einem 2/2-Wege Sitzventil mit einem Hochdruckanschluss (17) einer Klimaanlage schaltbar verbindbar ist.
  42. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) schaltbar mit einem Niederdruckanschluss (16) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  43. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Kavität (35) mit einem 2/2-Wege Sitzventil schaltbar mit einem Niederdruckanschluss (16) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  44. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Schlauchkupplung zur Verbindung mit der Klimaanlage vorgesehen ist.
  45. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen erster Kavität (35) und Fluidquelle ein Rückschlagventil (21) derart angeordnet ist, dass ein Fluss von Fluid aus der Kavität (35) in die Fluidquelle verhindert ist.
  46. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen erster Kavität (35) und Fluidsystem (32) mindestens ein Rückschlagventil (14, 15) derart angeordnet ist, dass ein Fluss von Fluid aus dem Fluidsystem (32) in die erste Kavität (35) verhindert ist.
  47. Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen mit einem ersten Fluid, mit – einem Druckbehälter (22) mit einer ersten volumenveränderbaren Kavität (35) zur Aufnahme des ersten Fluids und einer zweiten, von der ersten Kavität fluidgetrennten, volumenveränderbaren Kavität (36) zur Aufnahme eines zweiten Fluids, – einer Fluidquelle, die zum Zuführen von Fluid mit der ersten Kavität (35) verbindbar ist, – einem Fluidsystem (32), dass zur Aufnahme von Fluid mit der ersten Kavität (35) verbindbar ist, – einem Vorratsbehälter (7, 34), der zur Aufnahme des zweiten Fluids mit der zweiten Kavität (36) verbindbar ist und – einem mit der zweiten Kavität (36) verbindbaren Förderpumpe (33), die zum Zuführen des zweiten Fluids aus dem Vorratsbehälter (7, 34) ausgebildet ist, wobei die erste (34) und zweite Kavität (35) derart im Druckbehälter (22) angeordnet sind, dass bei einer Volumenveränderung der ersten Kavität (34) das Volumen der zweiten Kavität (36) umgekehrt proportional geändert ist und bei einer Volumenveränderung der zweiten Kavität (36) das Volumen der ersten Kavität (35) umgekehrt proportional geändert ist.
  48. Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystem (32) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Messvorrichtung zum Bestimmen der Menge des in der ersten Kavität (35) vorhandenen ersten Fluids vorgesehen ist.
  49. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) mit einer Pumpe.
  50. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach Anspruch 49, wobei die Pumpe eine Vakuumpumpe, insbesondere eine Membran-Vakuumpumpe ist.
  51. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–50, wobei die Pumpe mit dem Fluidsystem (32) trennbar verbindbar ist.
  52. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–51, wobei das Fluidsystem (32) eine Klimaanlage ist.
  53. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–52, wobei das Fluidsystem (32) eine mobile Klimaanlage ist.
  54. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–53, wobei das Fluidsystem (32) eine Fahrzeug-Klimaanlage ist.
  55. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–54, wobei das Fluidsystem (32) eine Kfz-Klimaanlage ist.
  56. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–55, wobei die Pumpe mit einem 4/3-Wege Sitzventil schaltbar mit dem Fluidsystem (32) verbindbar ist.
  57. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–56, wobei die Pumpe mit einem 4/3-Wege Sitzventil schaltbar mit der Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1–48 verbindbar ist.
  58. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–57, wobei die Pumpe mit einem Hochdruckanschluss (17) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  59. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–58, wobei die Pumpe mit einem Niederdruckanschluss (16) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  60. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–59, wobei die Pumpe mit einem 4/3-Wege Sitzventil schaltbar einem Hochdruckanschluss (17) und/oder einem Niederdruckanschluss (16) einer Klimaanlage verbindbar ist.
  61. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–60 wobei zum Abführen des Fluids ein mit einer Absauganlage (24) verbindbarer Absauganschluss mit der Pumpe verbunden ist.
  62. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–61, wobei der Absauganschluss ein Injektor (25) ist.
  63. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–62, wobei der Absauganschluss ein Rückschlagventil aufweist und derart angeordnet ist, dass ein Fluss von Fluid von der Absauganlage in das Fluidsystem (32) verhindert ist.
  64. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–63, wobei eine Bypassleitung (37) parallel zur Pumpe zwischen Fluidsystem (32) und Absauganschluss angeordnet ist.
  65. Vorrichtung zum Entfernen eines Fluids aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–64, wobei die Bypassleitung (37) ein Rückschlagventil (38) aufweist, dass derart ausgebildet ist, dass ein Fluss von Fluid von dem Absauganschluss in das Fluidsystem (32) verhindert ist.
  66. System zum Befüllen und Entleeren von Fluidsystemen (32) mit einer Vorrichtung zum Befüllen von Fluidsystemen (32) mit einem Fluid nach einem der Ansprüche 1–48 und einer Vorrichtung zum Entfernen von Fluid aus Fluidsystemen (32) nach einem der Ansprüche 49–65.
  67. Verfahren zum Befüllen von Fluidsystemen (32) mit einem Druckbehälter (22) mit einer ersten volumenveränderbaren Kavität (35) zur Aufnahme eines ersten Fluids und einer zweiten, von der ersten Kavität fluidgetrennten, volumenveränderbaren Kavität (36) zur Aufnahme eines zweiten Fluids, die derart im Druckbehälter (22) angeordnet sind, dass bei einer Volumenveränderung der ersten Kavität (34) sich das Volumen der zweiten Kavität (35) umgekehrt proportional ändert und bei einer Volumenveränderung der zweiten Kavität (35) sich das Volumen der ersten Kavität (34) umgekehrt proportional ändert, wobei – die erste Kavität (34) mit einer Fluidquelle verbunden wird und mit einer defi nierten Menge des ersten Fluids gefüllt wird, – die erste Kavität (34) von der Fluidquelle getrennt wird, – die zweite Kavität (35) mit dem zweiten Fluid druckbeaufschlagt wird und – die erste Kavität (34) mit dem Fluidsystem (32) verbunden wird, so dass das Fluidsystem (32) mit dem ersten Fluid gefüllt wird.
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