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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Substratablagevorrichtung und
ein Verfahren zur stapelförmigen
Ablage von bogenförmigen
Substraten, insbesondere von Bedruckstoffen in einer Druckmaschine.
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In
der Drucktechnik ist es bekannt, bogenförmige Substrate zu bedrucken
und diese anschließend
auf einem höhenverstellbaren
Tablett als Stapel abzulegen. Hierbei werden die Substrate üblicherweise
mit einem gewissen Abstand über
das Tablett bzw. den obersten Bogen eines Stapels auf dem Tablett
gefördert
und dann freigegeben, wodurch der Bogen herunterfällt. Es
ist bekannt das Tablett mit einer Neigung zu versehen, die gegen
eine Transportrichtung des Substrats geneigt ist, um zu ermöglichen,
dass die Substrate gegen einen Anschlag rutschen, um in Transportrichtung
der Substrate eine definierte Stapelkante zu erzeugen. Ferner ist
es bekannt seitliche Anschläge
an dem Tablett vorzusehen, die eine Ausrichtung des Stapels auch
in seitlicher Richtung vorsehen sollen. Bekannt sind zum Beispiel
Systeme, die Seitenführungen
besitzen, die aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden können, um
einen dazwischen befindlichen Substratstapel zu stauchen und wieder
freizugeben, um dadurch eine definierte seitliche Stapelkante zu
erzeugen. Solche Systeme sind aber nur für kleinere Stapel geeignet,
die eine entsprechende Stauchung zulassen. Darüber hinaus sind solche Systeme
mit hohen Kosten verbunden und störanfällig.
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Auch
sind Systeme bekannt, die mit seitlichen Führungen arbeiten, entlang der
die Substrate beim Ausgeben gleiten und somit das Substrat in eine
vordefinierte Lage befördern
sollen. Systeme dieser Art haben jedoch den Nachteil, dass die Führungsgenauigkeit
durch die Notwendigkeit, die lichte Weite zwischen den Seitenführungen
stets größer als die
nominelle Formatbreite einzustellen, begrenzt ist. Ursache hierfür sind Schnitttoleranzen
des Substrates sowie von der Druckmaschine verursachte Förderabweichungen
einzelner Bögen
quer zur Transportrichtung.
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Somit
ergeben sich beim Ausgeben von Substraten in bekannten Systemen
häufig
Stapelungenauigkeiten quer zur Substrattransportrichtung. Verschiedene
Störgrößen, wie
z. B. eine Schrägausrichtung
auch Skew genannt, elektrostatische Aufladungen, Biegungen der Substrate,
die auch als Curl bezeichnet werden, sowie Reibung zwischen Substraten,
beeinflussen darüber
hinaus auch nachteilig eine genaue Stapelung, wobei leichte Bögen stärker als Bögen mit
höherem
Gewicht beeinträchtigt
werden.
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Die
Druckschrift
US 2008/0230983 offenbart eine
Vorrichtung zum Ablegen von Bögen
auf wenigstens einem Ablagetablett. Das Ziel dieser Druckschrift
ist es ein Ablagetablett vorzusehen, das eine kontrollierte Ablage
und ein kontrolliertes Stapeln von Bögen erlaubt. Hierzu ist eine
Ablagefläche
des Ablagetabletts um einen bestimmten Winkel aus der Horizontalen
gedreht.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur stapelförmigen
Ablage von bogenförmigen Substraten,
welche einen weit gefächerten
Substratbereich aufweisen können,
mit erhöhter
Stapelgenauigkeit, insbesondere quer zur Substrattransportrichtung,
auf einem Tablett abzulegen.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1, sowie ein Verfahren
gemäß Anspruch
21, gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen.
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Insbesondere
ist eine Vorrichtung zur stapelförmigen
Ablage von bogenförmigen
Substraten, vorzugsweise von Bedruckstoffen in einer Druckmaschine
vorgesehen, die ein Tablett zur Aufnahme der Substrate und eine
Hubvorrichtung zum Heben und Senken des Tabletts aufweist. Das Tablett
weist eine Tablettoberfläche
auf, die um eine erste Achse und um eine zweite Achse bezüglich einer
Horizontalen verkippt ist. Die Vorrichtung weist weiterhin einen
ersten Anschlag mit einer ersten Anlagefläche und einen zweiten Anschlag
mit einer zweiten Anlagefläche
auf, wobei die erste und die zweite Anlagefläche senkrecht zueinander stehen
und wobei auf dem Tablett abgelegte Substrate aufgrund der Verkippung
der Tablettoberfläche
an der ersten und zweiten Anlagefläche zum Liegen kommen.
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Eine
solche Vorrichtung ermöglicht
bei einfachem Aufbau eine hohe Stapelgenauigkeit, da eine Ausrichtung
an zwei senkrecht zueinander stehenden Anschlägen erfolgt. Ein Vorteil solcher
Substratstapel liegt darin, dass diese ohne weitere Zwischenschritte
weiterbearbeitet werden können.
Hierbei kann das Weiterbearbeiten des Substratstapels beispielsweise
das Binden desselben umfassen. Durch die entsprechende zweifache
Neigung des Tabletts erfolgt eine Bewegung der Substrate gegen die
Anschläge
automatisch ohne dass aufwendige mechanische Systeme eingesetzt
werden müssen.
Das Heben und Senken des Tabletts ermöglicht eine im Wesentlichen
gleichbleibende Fallhöhe
der ausgegebenen Substrate auf die Stapel. Das Heben und Senken kann
auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. So ist es z. B. möglich, vor
jedem Ausgeben eines Substratbogens das Tablett um einen bestimmten
Weg abzusenken. Weiterhin ist es möglich, jeweils nach einer vorbestimmten
Anzahl von Substratbögen
das Tablett um eine größere Wegstrecke
abzusenken.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung liegt die erste Achse parallel
zu einer Bedruckstoff-Transportachse, und die zweite Achse ist senkrecht
zur ersten Achse angeordnet und liegt in einer Ebene, die parallel
zur Tablettoberfläche
ist.
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Vorzugsweise
weist die Vorrichtung eine Gaszufuhreinrichtung mit einer Gasaustrittsöffnung auf,
die zum niedrigsten Punkt der Auflagefläche hin gerichtet ist. Hierbei
kann die Auflagefläche
einerseits durch die Tablettoberfläche selbst gebildet werden
und andererseits durch Substrate, die sich schon auf der Tablettoberfläche befinden.
Die Gaszufuhreinrichtung ist geeignet einen Gasstrom auf die Tablettebene
bzw. Substratoberfläche
zu leiten, um ein reibungsvermindertes Gleiten der bogenförmigen Substrate
an die Anschläge
zu gewährleisten.
Ferner werden die Substrate auch durch den Gasstrom mitgenommen.
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Die
Gasaustrittsöffnung
ist vorzugsweise in Höhe
einer Ablageebene für
die Substrate angeordnet. Hierdurch kann sichergestellt werden,
dass durch die Gaszufuhreinheit ein Luftpolster in entsprechender
Höhe erzeugt
wird, auf dem nachfolgende Substrate reibungsvermindert an die Anschläge gleiten
können.
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Insbesondere
kann die Gasaustrittsöffnung auf
einen Bereich zwischen der ersten und zweiten Anlagefläche gerichtet
sein. Dieser Bereich liegt beispielsweise in einer Ecke des Tabletts.
Vorzugsweise sollten der erste und/oder zweite Anschlag derart ausgestaltet
sein, dass der Gasstrom ungehindert an diesen vorbeiströmen kann.
Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der zweite
Anschlag vom ersten ausreichend beabstandet ist, um dass hindurchströmen von
Gas dazwischen zu ermöglichen.
Auch könnte
der zweite Anschlag zum Beispiel Löcher aufweisen oder durch einen
Drahtbügel
ausgebildet sein.
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Die
Gaszufuhreinheit kann eine Gasdüse aufweisen,
um eine Erhöhung
der Austrittsgeschwindigkeit des Gasstroms zu erreichen, was den
reibungsvermindernden Effekt auf die Substrate verstärken kann.
Weiterhin ist durch den Einsatz einer Gasdüse eine gewünschte Richtung des Gasstroms leichter
zu realisieren.
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Entsprechend
eines Ausführungsbeispiels, weist
die Gaszufuhreinheit ein Gebläse
auf. Jedoch können
auch andere Vorrichtungen vorgesehen sein, welche in der Lage sind,
einen Gasstrom zu erzeugen.
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In
einem Ausführungsbeispiel
ist der zweite Anschlag senkrecht zur Tablettoberflache angeordnet.
Der dadurch gebildete 90° Winkel
zwischen dem zweitem Anschlag und der Tablettoberfläche bewirkt, dass
ein auf dem Tablett befindlicher Substratstapel senkrecht zur Substrattransportrichtung
keine Verzerrung aufweist. Verzerrung bedeutet in diesem Zusammenhang
ein Winkel des Stapels in Richtung zum zweiten Anschlag, der kleiner
ist als 90°.
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In
einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Anschlag
vertikal angeordnet. Eine derartige Anordnung des zweiten Anschlags
hat den Vorteil, dass das Tablett vertikal abgesenkt werden kann,
ohne dass eine Wegstrecke, die das Substrat bis an den zweiten Anschlag
zurückzulegen
hat, durch das Absenken des Tabletts vergrößert wird.
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Für einen
einfachen Aufbau der Vorrichtung kann der zweite Anschlag direkt
am Tablett befestigt sein. Insbesondere kann der zweite Anschlag
verstellbar auf dem Tablett angeordnet sein. Hierdurch ist es möglich, den
Anschlag entlang einer Richtung quer zur Bogentransportrichtung
zu verstellen. Eine derartige Einstellung sollte vor dem Beginn
des Ausgebens der Substrate durchgeführt werden, und ist abhängig vom
Format des verwendeten Substrats. Eine Einstellung des Anschlags
kann insbesondere in der Weise erfolgen, dass der Weg, den das Substrat
quer zur Transportrichtung in Richtung des Anschlags gleiten muss,
minimiert wird. Durch eine derart minimierte Gleitstrecke, welche
die Substrate in Richtung des Anschlags gleiten müssen, kann
eine wesentliche Verbesserung der Stapelgenauigkeit quer zur Bogentransportrichtung
erreicht werden. Insbesondere bei schmalen Substraten, die bei nicht verstellbaren
Anschlägen
entsprechend größere Wegstrecken
gleiten müssten,
kann sich eine derartige Anordnung positiv auswirken.
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Die
Einstellung des Anschlags kann automatisch durch Motoren oder andere
elektrische, beziehungsweise pneumatische Aktuatoren erfolgen. Da üblicherweise
die meisten Systemsteuerungen moderner Druckmaschinen eine Information über die Formatbreite
des zu bedruckenden Substrats enthalten, kann daraus eine Weginformation
für den
Anschlag ermittelt werden, und anschließend automatisch ohne Einfluss
eines Bedieners in eine Anschlagposition umgesetzt werden.
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Um
ein effizientes Verstellen des zweiten Anschlags sicherzustellen,
kann das Tablett eine Linearführung
für diesen
aufweisen.
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Wird
der Anschlag, wie oben erwähnt,
mechanisch verstellt, so kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel
ein Stellrad vorgesehen sein, über
das die Position des zweiten Anschlags zu verstellen ist. Das Stellrad
kann hierbei auf eine Achse wirken, die wiederum über eine
Umlenkung auf den zweiten Anschlag wirkt und diesen dadurch quer
zur Substrat-Transportrichtung verstellt.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung hebt und senkt die Hubvorrichtung das Tablett parallel
zur zweiten Anlagefläche.
Dies gewährleistet, dass
die Wegstrecke, die das Substrat bis an den zweiten Anschlag zurückzulegen
hat, auch bei zunehmender Stapelhöhe gleich bleibt. Ein derartiges Heben
oder Senken hat im Fall des senkrecht zur Tablettoberfläche angeordneten
zweiten Anschlags eine von der Vertikalen abweichende Hubrichtung zur
Folge.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung kann der erste Anschlag Teil eines
Ablageorgans sein, über
das Bögen
auf dem Tablett abgelegt werden. Dies kann beispielsweise eine Rückwand einer Druckmaschine
sein, welche sich unterhalb eines Substratauswurfs befindet, und
an welchem die Substrate zum Liegen kommen.
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Insbesondere
kann der erste Anschlag derart geneigt sein, dass dieser mit einem
benachbarten Bereich der Tablettoberfläche einen rechten Winkel bildet.
Wird anschließend
das Tablett parallel zur ersten Anlagefläche gehoben oder gesenkt, so
kann in Kombination mit einem senkrecht auf dem Tablett angebrachten
zweiten Anschlag ein Substratstapel erzeugt werden, der weder in
Substrattransportrichtung, noch quer hierzu eine Verzerrung aufweist;
also in beiden Richtungen einen 90° Winkel bildet.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Tablettoberfläche einen
ersten und einen zweiten Ablagebereich aufweisen, welche um die
zweite Achse unterschiedlich zur Horizontalen verkippt sind. Hierdurch
kann vermieden werden, dass die Substrate beim Ausgeben auf das
Tablett gegen eine zu stark geneigte Tablettoberfläche transportiert
werden müssen.
Im Gegensatz hierzu ist im ersten Bereich der Tablettoberfläche eine
größere Neigung
der Tablettoberfläche
erwünscht,
da dies das Gleiten der Substrate auf dem Tablett unterstützt.
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Weiterhin
kann hierdurch ein Verschieben schon vorhandener Substrate auf dem
Tablett verhindert werden.
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Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auch durch ein Verfahren
zur stapelförmigen Ablage
von bogenförmigen
Substraten, insbesondere von Bedruckstoffen, in einer Druckmaschine
gelöst,
bei dem die bogenförmigen
Substrate zu einer Substratablage mit einem Tablett und einem ersten und
einem zweiten Anschlag gefördert
werden. Das Tablett ist um eine erste Achse parallel zu einer Substrattransportachse
und um eine zweite Achse, die senkrecht zur ersten Achse ist und
parallel zu einer Tablettebene liegt, gedreht. Das Verfahren weist
das Absenken des Tabletts und das Erzeugen eines Gasstroms unterhalb
eines jeweiligen auf das Tablett geförderten Substrats, der auf
einen Bereich zwischen dem ersten und dem zweiten Anschlag gerichtet
ist, auf. Bei diesem Verfahren werden die bogenförmigen Substrate durch die
Verkippung und den Gasstrom gegen die Anschläge transportiert, wobei ein
durch den Gasstrom erzeugtes Luftkissen die Reibung zwischen dem
bogenförmigen
Substrat und der Tablettoberfläche
bzw. einem schon auf dem Tablett befindlichen Substrat verringert.
Durch das Absenken des Tabletts wird eine gleich bleibende Fallhöhe des Substrats
auf die Tablettoberfläche,
bzw. einem dort befindlichen Substrat, aufrecht erhalten.
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Vorzugsweise
wird das Tablett parallel zur Anlagefläche des zweiten Anschlags abgesenkt.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Wegstrecke für das Substrat
bis zum zweiten Anschlag trotz Absenken des Tabletts gleich bleibt.
Bei einer Ausführungsform
erstreckt sich der zweite Anschlag senkrecht zur Tablettoberfläche, wodurch
ein 90° Winkel
des Substratstapels quer zur Substrat-Transportrichtung gewährleistet
ist.
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In
einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Anschlag
vertikal zu einer Horizontalen angeordnet.
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Der
erste Anschlag kann mit einem benachbarten Bereich der Tablettoberfläche einen
rechten Winkel bilden. Da die Tablettoberfläche zur Horizontalen geneigt
ist, bedingt dies, dass der erste Anschlag relativ zur Horizontalen
ebenfalls geneigt ist. Vorzugsweise wird das Tablett in dieser Ausgestaltung
parallel zur ersten Anlagefläche
abgesenkt, wodurch gewährleistet
wird, dass der Substratstapel zur ersten Anlagefläche hin
einen 90° Winkel
aufweist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert, in
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
schematische Seitenansicht eines Auslegerbereichs einer Druckmaschine
mit erfindungsgemäßer Substratablagevorrichtung;
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2 eine
schematische Draufsicht auf die Substratablagevorrichtung gemäß 1;
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3 eine
schematische Vorderansicht auf die Substratablagevorrichtung gemäß 1;
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4 eine
schematische, perspektivische Darstellung der Substratablagevorrichtung
gemäß 1;
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5 eine
schematische Draufsicht auf eine alternative Substratablagevorrichtung;
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6 eine
schematische, perspektivische Darstellung der alternativen Substratablagevorrichtung;
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7 eine
Vorderansicht der alternativen Substratablagevorrichtung;
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8 eine
schematische, perspektivische Darstellung der alternativen Substratablagevorrichtung;
und
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9 eine
schematische Seitenansicht einer Druckmaschine mit einer weiteren
alternativen Substratablagevorrichtung.
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In
der nachfolgenden Beschreibung verwendete Orts- bzw. Richtungsangaben
beziehen sich primär
auf die Darstellungen in den Zeichnungen, und sollten daher nicht
einschränkend
gesehen werden. Sie können
sich aber auch auf eine bevorzugte Endanordnung beziehen.
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1 zeigt
eine schematische Seitenansicht eines Auslegerbereichs einer Druckmaschine
mit einer Substratausgabeeinheit 1, einer Substratablagevorrichtung 2,
sowie einer Gaszufuhreinheit 3.
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Die
Substratausgabeeinheit 1 besitzt eine Vielzahl von Transportrollen 4,
die geeignet sind, Substrate 6 aus einem Druckbereich der
Druckmaschine entlang einer im allgemeinen mit einem Pfeil angezeigten
Substrattransportrichtung A (von rechts nach links in 1)
zu der Substratablagevorrichtung 2 zu fördern.
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Die
Substratablagevorrichtung 2 weist gemäß einer ersten Ausführungsform,
die in den 1 bis 4 dargestellt
ist, ein Tablett 10 mit einer Tablettoberfläche 8 auf.
Die Tablettoberfläche 8 weist
einen ersten Ablagebereich 12, der benachbart zur Substratausgabeeinheit 1 liegt,
und einen zweiten Ablagebereich 14, der weiter von der
Substratausgabeeinheit 1 entfernt liegt. Wie in 1 zu
erkennen ist, sind der erste und der zweite Ablagebereich 12, 14 entgegen
der Substrattransportrichtung A zur Horizontalen geneigt, wobei
der erste Ablagebereich 12 eine größere Neigung aufweist als der
zweite Ablagebereich 14. In 3 ist zu
erkennen, dass die Tablettoberfläche 8 ferner
um eine erste Achse parallel zur Substrattransportrichtung A zur
Horizontalen verkippt ist. Diese Verkippung des Tabletts 10 um
die erste Achse ist kombiniert mit der Neigung der ersten und zweiten
Ablagebereiche, welche einer Verkippung des Tabletts 10 um
eine zweite Achse, senkrecht zur ersten Achse entspricht. Hierdurch
fällt die
Tablettoberfläche
insgesamt zu einer Kante 18 hin ab, die den tiefsten Punkt
der Auflagefläche 8 bildet.
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Wie
in den 2 bis 4 zu erkennen ist, weist die
Tablettoberfläche 8 eine
längliche
Aussparung 20 mit einem Mittelsteg 22 auf, die
sich längs der
Substrat-Transportrichtung A erstrecken. Die Aussparung 20 sowie
der Mittelsteg 22 erstrecken sich von einem äußeren, von
der Substratausgabeeinheit entfernten Ende des Tabletts 10 über den zweiten
Bereich 14 in den ersten Bereich 12 der Tablettoberfläche 8.
Die Aussparung 20 erleichtert einerseits die Entnahme eines
Substratstapels und erleichtert andererseits die Förderung
des Substrats 6 über
die Tablettoberfläche 8.
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Wie
ebenfalls in 2 gut zu erkennen ist, wird
zwischen den Ablagebereichen 12 und 14 eine Kante 24 gebildet,
die sich quer zur Substrattransportrichtung über die Tablettoberfläche 8 erstreckt.
Obwohl die Kante in den Figuren als Schnittkante zweier geraden
Ablageflächen 12, 14 gezeigt
ist, können
die Ablageflächen
auch über
einen gerundeten Teil verbunden sein.
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In
Substrattransportrichtung A benachbart zu dem ersten Ablagebereich 12 des
Tabletts 10 ist ein sich im Wesentlichen vertikal erstreckender
erster Anschlag 25 vorgesehen, der Teil der Substratausgabeeinheit 1 oder
der Substratablagevorrichtung 2 sein kann. In der dargestellten
Ausführungsform
ist der Anschlag 25 eine gerade Platte, die mit der Substratausgabeeinheit 1 verbunden
ist. An dem Tablett 10 ist ferner ein zweiter Anschlag 26 vorgesehen,
der sich im rechten Winkel zum ersten Anschlag 25 und zur
Tablettoberfläche 8 erstreckt.
Der zweite Anschlag 26 ist als Drahtbügel ausgeführt und quer zur Substrattransportrichtung
A im Bereich 12 der Tablettoberfläche 8 angebracht.
Eine Verstellung kann beispielsweise über ein nicht dargestelltes
Stellrad erfolgen, das den zweiten Anschlag entlang einer nicht dargestellten
Linearführung
im Tablett 10 bewegt. Die Verstellung kann manuell oder
auch automatisch über
eine entsprechende Antriebs- und Steuereinheit erfolgen. Alternativ
kann der zweite Anschlag 26 auch stationär auf dem
Tablett 10 angebracht sein. Der zweite Anschlag 26 kann
statt als Drahtbügel auch
als Anschlagsblech ausgeführt
sein, welches beispielsweise mit Gasdurchlassöffnungen versehen ist.
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Ein
Substratstapel, gebildet aus einer Vielzahl von Substraten 6,
wird durch eine derartige Anordnung, der Tablettoberfläche 8 mit
den ersten und zweiten Anschlägen 25, 26 am
zweiten Anschlag 26 einen rechten Winkel bilden, jedoch
am ersten Anschlag 25 verzerrt sein, d. h. der Stapel weist
in dieser Richtung keinen 90° Winkel
auf. Dies kommt daher, dass der erste Anschlag 25 und der
Ablagebereich 12 der Tablettoberfläche 8 einen Winkel
bilden, der kleiner ist als 90°.
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Das
Tablett 10 ist über
eine nicht näher
dargestellte Hubeinheit auf und ab bewegbar, wobei die Bewegung
parallel zu einer Ebene des zweiten Anschlags 26 erfolgt,
wie durch den Doppelpfeil B in 3 dargestellt
ist.
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In
den 1 bis 3 ist jeweils die Gaszufuhreinrichtung 3 zu
erkennen, die als ein Gasleitungselement 30 dargestellt
ist (in 4 wurde sie zur Vereinfachung
der Darstellung weggelassen). Dieses ist seitlich benachbart zur
höher liegenden Kante
des Tabletts 10 angeordnet und ist fest an der Substratausgabeeinheit 1 angebracht.
Alternativ könnte
es aber auch an der Substratablagevorrichtung 2 angebracht
sein. Die Gaszufuhreinrichtung 3 weist eine Gasversorgung,
die nicht in den Figuren dargestellt ist, auf, welche das Gasleitungselement 30 mit
Gas beaufschlagen kann. Als Gasversorgung kann beispielsweise ein
Ventilator bzw. ein Druckluftanschluss einer externen Druckluftquelle
Verwendung finden.
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An
einem freien Ende weist das Gasleitungselement 30 eine
Gasaustrittsöffnung
in Form einer Gasdüse 34 auf,
welche in Höhe
einer Ablageebene angeordnet ist. Die Ablageebene wird hierbei,
für ein erstes
aus der Substratausgabeeinheit 1 ausgegebenes Substrat 6,
durch die Tablettoberfläche 8 gebildet.
Für alle
folgenden Substrate 6 wird die Ablageebene jeweils durch
das vorher ausgegebene Substrat 6 gebildet.
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Die
Gasdüse 34 ist
im Wesentlichen auf einen Bereich zwischen dem ersten Anschlag 25 und dem
zweiten Anschlag 26 gerichtet. Insbesondere ist die Düse auch
leicht nach unten geneigt und ein aus der Düse 34 austretender
Gasstrom überstreift
die Ablageebene in Richtung ihres tiefsten Punktes im Bereich der
Ecke 18 des Tabletts 10. Dadurch, dass der zweite
Anschlag 26 beabstandet zum ersten Anschlag 25 angeordnet
und ferner als Drahtbügel
ausgebildet ist, kann der Gasstrom am gegenüberliegenden Ende des Tabletts
im Wesentlichen ungehindert abströmen.
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Die 5 bis 8 zeigen
eine alternative Ausführungsform
einer Substratablagevorrichtung 2. In den 5 bis 8 werden
dieselben Bezugszeichen verwendet wie bei der ersten Ausführungsform gemäß den 1 bis 4.
Die Substratausgabeeinheit 1 und die Gaszufuhreinheit 3,
die auch bei dieser Ausführungsform
vorgesehen sind, können denselben
Aufbau wie oben beschrieben besitzen, sodass eine weitere Beschreibung
hiervon nicht erfolgt. Die Gaszufuhreinheit 3 wurde zur
Vereinfachung der Darstellung in den 6 und 8 weggelassen.
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Die
Substratablagevorrichtung 2 besitzt wiederum ein Tablett 10,
das wie oben ausgeführt
aufgebaut ist. Insbesondere besitzt das Tablett 10 eine
Tablettoberfläche 8 mit
jeweils zur Horizontalen geneigtem erstem und zweitem Ablagebereich 12, 14.
In 7 ist zu erkennen, dass die Tablettoberfläche 8 auch
um eine erste Achse parallel zur Substrattransportrichtung A zur
Horizontalen verkippt ist. Hierdurch fällt die Tablettoberfläche 8 wieder
insgesamt zu einer Kante 18 hin ab, die den tiefsten Punkt
der Auflagefläche 8 bildet.
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Benachbart
zum ersten Ablagebereich 12 des Tabletts 10 ist
wieder ein erster Anschlag 25 vorgesehen. Auch ist ein
zweiter Anschlag 26 am Tablett 10 vorgesehen.
Dieser erstreckt sich jedoch vertikal und nicht senkrecht zur Tablettoberflache 8 wie
bei der ersten Ausführungsform,
was insbesondere in den 5 und 7 gut zu
erkennen ist. Wie in 6 gut zu erkennen ist, befindet
sich der zweite Anschlag 26 seitlich am Tablett 10.
Jedoch kann der zweite Anschlag 26 auch in dieser Ausführung beweglich
im Ablagebereich 12 oder 14 der Tablettoberfläche 8 angebracht
sein. Insbesondere ist der zweite Anschlag 26 benachbart
zu einer tiefer liegenden Seitenkante des Tabletts 10 angeordnet.
Er ist als geschlossenes Blech dargestellt, könnte aber auch als Drahtbügel oder
als Lochblech ausgebildet sein.
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Das
Tablett 10 ist wieder über
eine nicht näher
dargestellte Hubeinheit auf und ab bewegbar, wobei die Bewegung
parallel zu einer Ebene des zweiten
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9 zeigt
eine weitere alternative Ausführungsform
einer Substratablagevorrichtung 2. In 9 werden
dieselben Bezugszeichen verwendet wie bei der ersten Ausführungsform
gemäß den 1 bis 4.
Die Substratausgabeeinheit 1 und die Gaszufuhreinheit 3,
die auch bei dieser Ausführungsform
vorgesehen sind, können
denselben Aufbau wie oben beschrieben besitzen, sodass eine weitere
Beschreibung hiervon nicht erfolgt. Die Gaszufuhreinheit 3 wurde
zur Vereinfachung der Darstellung in 9 weggelassen.
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Die
Substratablagevorrichtung 2 besitzt wiederum ein Tablett 10,
dass wie oben ausgeführt
aufgebaut ist und zu einem tiefsten Punkt hin geneigt ist. Auch
sind erste und zweite Anschläge 25, 26 vorgesehen,
wobei der zweite Anschlag 26 gemäß der ersten Ausführungsform
aufgebaut ist. Er könnte
aber auch den Aufbau gemäß der zweiten
Ausführungsform
besitzen.
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Der
wesentliche Unterschied zu den ersten beiden Ausführungsformen
liegt in der Anordnung des ersten Anschlags 25. Der erste
Anschlag 25 ist derart geneigt, dass er mit dem Ablagebereich 12 des Tabletts 10 einen
rechten Winkel bildet. Hierdurch bildet ein auf dem Tablett 10 befindlicher
Substratstapel sowohl an seiner zum ersten Anschlag 25 weisenden Kante
als auch an seiner zum zweiten Anschlag 26 weisenden Kante
einen rechten Winkel.
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Das
Tablett 10 ist wieder über
eine nicht näher
dargestellte Hubeinheit auf und ab bewegbar, wobei die Bewegung
der Neigung des ersten Anschlags 25 folgt, wie durch den
Doppelpfeil D in 9 dargestellt ist. Gleichzeitig
erfolgt die Hubbewegung parallel zu einer Ebene des zweiten Anschlags 26.
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Nachfolgend
wird nun ein Verfahren zur stapelförmigen Ablage von bogenförmigen Substraten, insbesondere
von Bedruckstoffen in einer Druckmaschine unter Bezugnahme auf die
Figuren und insbesondere auf die 1, 3 und 9 näher erläutert.
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Ein
Substrat 6 wird über
Transportrollen 4 der Substratausgabeeinheit 1 in
Substrattransportrichtung A in den Bereich der Substratablagevorrichtung 2 transportiert.
Insbesondere wird das Substrat dabei über das Tablett 10 gefördert, dass
sich in einer entsprechenden Aufnahmeposition befindet. Nach einer
Freigabe des Substrats 6 durch die Transportrollen 4 fällt das
Substrat auf das Tablett 10 herunter. Die Gaszufuhreinrichtung 3 erzeugt
eine Gasströmung
unter dem fallenden Substrat, die quer und leicht entgegen der Substrattransportrichtung
gerichtet ist. Diese erzeugt ein Luftpolster zwischen einer Ablageebene,
welche durch die Tablettoberfläche 8, bzw.
durch ein auf dem Tablett befindliches Substrat 6 gebildet
wird, und dem herunterfallenden Substrat 6.
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Durch
die zweifache Neigung des Tabletts 10 (entgegen und quer
zur Substrattransportrichtung A) gleitet das Substrat 6 leicht über die
Ablageebene in Richtung der ersten und zweiten Anschläge 25, 26 und
kommt an diesen zum liegen. Die Bewegung in Richtung des ersten
Anschlags 25 und des zweiten Anschlags 26 wird
auch durch die Richtung der Gasströmung unterstützt, wobei
das Luftpolster eine Reibung zwischen Ablageebenen und Substrat
verhindert oder zumindest vermindert. Die Gasströmung kann intermittierend oder
auch fortlaufend eingesetzt werden.
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In
dieser Weise können
die Substrate 6 nacheinander als Stapel auf dem Tablett
abgelegt werden. Nach jedem Substrat 6 oder nach einer
bestimmten Anzahl von Substraten 6 wird das Tablett 10 über die
Hubvorrichtung entlang des ersten Anschlags 25 und parallel
zu einer Anlagefläche
des zweiten Anschlags 26 abgesenkt. Abhängig von der Anordnung der
ersten und zweiten Anschläge 25, 26 erfolgt
das Absenken des Tabletts 10 in vertikaler Richtung oder
schräg.
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Das
schräge
Absenken des Tabletts 10 in Verbindung mit dem senkrecht
zur Tablettoberfläche 8 stehenden
zweiten Anschlag 26 stellt hierbei sicher, dass ein Gleitweg
des Substrats 6 von einer Position unmittelbar nach dem
Freigeben durch die Substratausgabeeinheit 1 zu den Anschlägen 25 und 26 auch nach
dem Absenken des Tabletts 10 im Wesentlichen konstant bleibt.
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Durch
das Ausgeben der Vielzahl von Substraten 6 auf das Tablett 10 entsteht
ein Substratstapel auf der Tablettoberfläche 8, welcher abhängig von der
Anordnung des zweiten Anschlags 26 zu diesem einen Winkel
bildet, der entweder 90° (erste
Ausführungsform)
oder kleiner als 90° (zweite
Ausführungsform)
ist.
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Das
Absenken des Tabletts 10 entlang des ersten Anschlags 25 erfolgt
abhängig
von der Anordnung des ersten Anschlags 25 ebenfalls vertikal
oder schräg.
Bildet der erste Anschlag 25 und das Tablett 10,
wie in 1 dargestellt, einen Winkel der kleiner als 90° ist, erfolgt
die Absenkung des Tabletts 10 in vertikaler Richtung. Wohingegen
bei einer Anordnung des ersten Anschlags 25 rechtwinklig
zum Tablett 10, wie in 9 dargestellt,
eine schräge
Absenkung des Tabletts 10, entlang des ersten Anschlags 25,
erfolgt.
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Ein
Substratstapel der auf einem Substratablagebereich 2 gemäß 9 erzeugt
wurde, weist somit keine Verzerrungen auf. Das bedeutet, dass der Substratstapel
sowohl zum ersten Anschlag 25 hin, als auch zum zweiten
Anschlag 26 hin, jeweils einen 90° Winkel bildet.
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Die
Erfindung wurde zuvor anhand bestimmter Ausführungsformen beschrieben, ohne
auf die konkret dargestellte Form beschränkt zu sein. Insbesondere ist
es möglich,
Merkmale einer Ausführungsform
mit Merkmalen einer anderen zu kombinieren, oder bestimmte Merkmale
gegeneinander auszutauschen, sofern Kompatibilität vorgesehen ist.