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Die Erfindung betrifft eine Personenanströmvorrichtung zur Anordnung innerhalb eines Kraftfahrzeuges.
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Üblicherweise weisen Personenanströmvorrichtungen ein innerhalb eines Luftkanals angeordnetes Luftregulierungselement auf. Herkömmliche Luftregulierungselemente sind häufig in Form einer Schließklappe ausgestaltet und ermöglichen die Regelung der Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms, welcher durch den Luftkanal geleitet wird, bis hin zur vollständigen Unterbrechung des Luftstroms. Der Luftstrom kann über eine mit dem Luftkanal verbundene Personendüse in den Innenraum des Kraftfahrzeugs geleitet werden, wobei durch eine Justierung der Personendüse durch einen Insassen des Kraftfahrzeuges die Austrittsrichtung des Luftstroms in den Innenraum des Kraftfahrzeugs bestimmt werden kann.
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Nachteilig bei den bekannten Personenanströmvorrichtungen zur Regelung eines Luftstroms ist es, dass die Regelung des Luftstroms und damit der durchströmenden Luftmenge unzureichend fein dosierbar ist und eine ausreichende Dichtigkeit des Luftregulierungselements bei der Unterbrechung des Luftstroms nicht immer gewährleistet werden kann. Darüber hinaus führt die Beeinflussung des Luftstroms in dem Luftkanal oftmals zu einer unerwünschten Geräuschbildung, wodurch der Fahrkomfort für die Insassen des Kraftfahrzeugs beeinträchtigt wird.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Regelung eines Luftstroms innerhalb eines Luftkanals eines Kraftfahrzeugs bereitzustellen, welche eine verbesserte Dichtigkeit aufweist und mittels welcher eine feiner abgestimmte Regelung des Luftstroms ermöglicht werden kann.
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Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die erfindungsgemäße Personenanströmvorrichtung zur Anordnung innerhalb eines Kraftfahrzeuges weist einen Luftkanal und mindestens ein in dem Luftkanal angeordnetes Luftregulierungselement auf. Das mindestens eine Luftregulierungselement weist mindestens zwei lamellenartige Funktionselemente auf, wobei die mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente zueinander verschiebbar angeordnet sind, so dass das Luftregulierungselement (12) von einer geschlossenen Position in eine geöffnete Position überführbar ist.
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Die Regelung der Luftmenge des Luftstromes, die durch das Luftregulierungselement hindurchströmt, kann bei der erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung vorteilhafterweise stufenlos bis zur vollständigen Unterbrechung des Luftstromes erfolgen. Dies wird dadurch erreicht, indem das Luftregulierungselement mindestens zwei lamellenartige Funktionselemente aufweist, die relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind, so dass die Funktionselemente bzw. das Luftregulierungselement in eine geschlossene Position und in eine geöffnete Position überführbar sind. Lamellenartig bedeutet hierbei, dass die Funktionselemente vorzugsweise eben und flächig mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Form ausgestaltet sind, und eine dem anströmenden Luftstrom zugewandte Vorderseite und eine dem anströmenden Luftstrom abgewandte Rückseite aufweisen. Dadurch, dass die Funktionselemente lamellenartig ausgestaltet sind, bilden die lamellenartigen Funktionselemente vorzugsweise ein mehrgliedriges, jalousieartig ausgebildetes Luftregulierungselement aus. Dabei sind vorzugsweise mehr als zwei lamellenartige Funktionselemente vorgesehen, welche in einer Reihe untereinander bzw. nebeneinander angeordnet sind.
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Dadurch, dass die lamellenförmigen Funktionselemente zueinander verschiebbar angeordnet sind, kann der Strömungswiderstand des Luftregulierungselements optimal entsprechend der gewünschten Durchströmmenge des Luftstroms eingestellt werden. Somit ist es möglich, die durch den Luftkanal strömende Luftmenge sehr genau zu dosieren. Der Luftstrom strömt dabei vorzugsweise das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente wie eine im Widerstand veränderbare Drossel in dem Luftkanal an. Das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente des Luftregulierungselements können bei einer Verschiebung der lamellenförmigen Funktionselemente zueinander vorzugsweise jalousieartig in die geschlossene Position auseinandergezogen und in die geöffnete Position zusammengeschoben werden, wobei die Funktionselemente dabei ebenfalls in jeder beliebigen Zwischenposition zwischen der geöffneten Position und der geschlossenen Position des Luftregulierungselements angeordnet werden können. In der geöffneten Position des Luftregulierungselements kann der Luftstrom im Wesentlichen ungehindert in dem Luftkanal entlang des Luftregulierungselements strömen, wobei in der geschlossenen Position des Luftregulierungselements der Luftkanal durch die Funktionselemente verschlossen ist, so dass der Luftstrom im Bereich des Luftregulierungselements unterbrochen bzw. gestoppt ist.
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Bei dem Auseinanderziehen und Zusammenziehen der Funktionselemente erfolgt eine Veränderung der Ausdehnung des Luftregulierungselements, so dass die Fläche des Luftregulierungselements, welche innerhalb des Luftkanals angeordnet ist, verändert wird, wodurch der auf den durchströmenden Luftstrom wirkende Luftwiderstand des Luftregulierungselements veränderbar ist. Je größer die Ausdehnung des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente ist, desto größer ist der Luftwiderstand, so dass der Luftstrom in seiner Durchströmmenge gedrosselt werden kann. Befindet sich das Luftregulierungselement in der geschlossenen Position, d. h. weist das Luftregulierungselement seine größtmögliche Ausdehnung auf, wird der Luftstrom in dem Luftkanal durch das Luftregulierungselement vorzugsweise vollständig unterbrochen, da sich die lamellenartigen Funktionselemente vorzugsweise berühren und/oder überlappen und eine Absperrung gegenüber dem Luftstrom bilden. Dadurch, dass sich die lamellenartigen Funktionselemente in der geschlossenen Position berühren und/oder überlappen, kann eine besonders hohe Dichtigkeit der erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung im abgesperrten Zustand des Luftkanals erreicht werden. Umso höher der Luftdruck ist, welcher auf das in geschlossener Position befindliche Luftregulierungselement wirkt, desto stärker werden die lamellenförmigen Funktionselemente aufeinandergepresst, so dass hierdurch zusätzlich die Dichtigkeit der erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung erhöht werden kann. Der geringste Luftwiderstand und die höchste Durchströmmenge werden erreicht, wenn das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente des Luftregulierungselements seine geringste Ausdehnung aufweist, d. h. wenn sich das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente in der geöffneten Position befinden, wobei in dieser Position die lamellenartigen Funktionselemente vorzugsweise im Wesentlichen derart zusammengeschoben sind, dass eine größtmögliche Überlappung der Oberflächen der Funktionselemente gegeben ist.
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Bevorzugt ist vorgesehen, dass die mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente formschlüssig miteinander verbunden sind. Die formschlüssige Verbindung ist dabei derart ausgestaltet ist, dass die Funktionselemente zueinander führbar sind. Die formschlüssige Verbindung kann beispielsweise in Form einer Nut-Feder-Verbindung und/oder einer schwalbenschwanzartigen Verbindung ausgestaltet sein. Dies ermöglicht eine Übertragung von Kräften von einem lamellenartigen Funktionselement auf ein benachbartes lamellenartiges Funktionselement. Insbesondere bei der Schwalbenschwanzverbindung ist es vorteilhaft, dass auch Kräfte senkrecht zur Oberfläche der Funktionselemente, d. h. der Vorderseite oder der Rückseite der Funktionselemente, übertragen werden können. Dadurch wird eine höhere Festigkeit des Luftregulierungselements gegenüber der Luftströmung erreicht, wodurch beispielsweise Verformungen des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente aufgrund der Luftströmung verringert werden können. Darüber hinaus ermöglicht die formschlüssige Verbindung eine Führung der Funktionselemente in Form eines Auseinanderziehens der Funktionselemente in die geschlossene Position und/oder in Form eines Zusammenschiebens der Funktionselemente in die geöffnete Position, wodurch ein Verkanten und/oder Verklemmen des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente durch den Luftstrom in dem Luftkanal vermieden werden kann.
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Die formschlüssige Verbindung ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung entlang der Längsachse der mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente mittig und/oder randseitig an den mindestens zwei lamellenartigen Funktionselementen ausgebildet. Es können dabei auch mehr als eine formschlüssige Verbindung an einem Funktionselement vorgesehen sein, wobei es dabei möglich ist die formschlüssige Verbindung an jedem Punkt entlang der Längsachse des Funktionselements auszubilden. Zur Ausbildung einer beispielsweise mittig an dem Luftregulierungselement bzw. den lamellenartigen Funktionselementen angeordneten, formschlüssigen Verbindung kann auf der Vorderseite der lamellenartigen Funktionselemente eine Nut ausgebildet sein und auf der Rückseite der lamellenartigen Funktionselemente eine dazu passend ausgeformte Feder, wobei die Feder eines lamellenartigen Funktionselementes in der Nut eines benachbarten lamellenartigen Funktionselementes aufgenommen werden kann. Dies ermöglicht, mehrere lamellenartige Funktionselemente mittels der formschlüssigen Verbindung zu einem jalousieartigen Luftregulierungselement zu verbinden. Durch die mittige Anordnung der Verbindung kann eine Erhöhung der Steifigkeit des Funktionselements erreicht werden. Zusätzlich kann ein Verkeilen der lamellenartigen Funktionselemente vermieden werden. Eine randseitig angeordnete formschlüssige Verbindung kann ebenfalls ähnlich einer Nut-Feder-Verbindung ausgebildet sein, wobei an jeweils beiden Rändern eines lamellenartigen Funktionselements jeweils eine Nut und eine Feder ausgebildet sein können. Die randseitige formschlüssige Verbindung kann derart ausgestaltet sein, dass die Vorder- und/oder Rückseite u-förmig, vorzugsweise um 180°, zurückgebogen sein kann. Dadurch können die Funktionselemente einander randseitig umfassen und so ein Verkeilen des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente untereinander und in dem Luftkanal verhindern.
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Bevorzugt ist vorgesehen, dass das mindestens eine Luftregulierungselement drehbar gelagert ist. Die drehbare Lagerung erfolgt vorzugweise an der Innenwand des Luftkanals. Dies ermöglicht ein Verschwenken des Luftregulierungselements in dem Luftkanal. Insbesondere in der geöffneten Position, wobei das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente vorzugsweise auf die geringste Ausdehnung zusammengeschoben sind, kann dadurch das Luftregulierungselement vorzugsweise um 90° in dem Luftkanal rotiert werden, um den Luftwiderstand in dem Luftkanal weiter zu reduzieren, wobei das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente mit ihrer quer zu ihrer Längsachse ausgebildeten Achse dabei im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Luftkanals anordbar sind. Das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente können dabei vorzugweise aus dem von dem Luftstrom durchströmten Luftkanal derart herausgeschwenkt werden, dass der Querschnitt des von dem Luftstrom durchströmten Luftkanals durch das Luftregulierungselement bzw. durch die lamellenartigen Funktionselemente nicht verringert wird, so dass eine Behinderung der Luftströmung vermieden werden kann. Dadurch kann in der geöffneten Position der Luftstrom im Wesentlichen ungehindert den Luftkanal und das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente des Luftregulierungselements passieren. Das Luftregulierungselement kann dabei in eine Ausnehmung des Luftkanals verschwenkt werden, so dass das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente oberflächenbündig mit der Innenfläche des Luftkanals abschließen.
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Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist mindestens eins er mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente bei der Überführung von der geschlossenen Position in die geöffnete Position in einer Führungsnut geführt, wobei die Führungsnut innerhalb des Luftkanals ausgebildet ist. Die Führung des Luftregulierungselements bzw. mindestens eines lamellenartigen Funktionselementes ermöglicht ein definiertes Überführen des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente von der geschlossenen Position in die geöffnete Position. Darüber hinaus stabilisiert die Führung das Luftregulierungselement bzw. die lamellenartigen Funktionselemente in einer teilweise geöffneten Position und verhindert so, dass der Luftstrom das Luftregulierungselement aus seiner Position ungewollt bewegen kann. Die Führungsnut kann in der Innenfläche des Luftkanals ausgebildet sein und/oder als ein an der Innenfläche des Luftkanals angeordnetes Profil ausgebildet sein. Die Anordnung der Führungsnut ist vorzugsweise abgestimmt auf die beim Verschwenken des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente auftretende kinematische Bewegung des Luftregulierungselements in dem Luftkanal.
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Weiter ist bevorzugt vorgesehen, dass das mindestens eine der mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente ein Führungselement aufweist, wobei das Führungselement in der Führungsnut geführt ist. Dadurch, dass das Luftregulierungselement bzw. mindestens eines der lamellenartigen Funktionselemente ein Führungselement aufweist, welches in der Führungsnut führbar ist, kann die Bewegung des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente innerhalb des Luftkanals gezielt gesteuert werden. Zusätzlich kann das Führungselement Kräfte, welche auf das Funktionselement, an welchem das Führungselement vorgesehen ist, wirken, auf die Führungsnut und somit den Luftkanal übertragen werden und somit das Luftregulierungselement in dem Luftkanal stabilisieren. Das Führungselement kann beispielsweise in Form eines Stabes bzw. Pins ausgestaltet sein, welcher in der Führungsnut führbar ist. Das Führungselement kann dabei seitlich bzw. randseitig aus dem lamellenartigen Funktionselement herausragen, so dass es von der Oberfläche des Funktionselements absteht. Das Führungselement kann ferner beispielsweise T-förmig ausgebildet sein, wobei das Führungselement mit der, mit einem entsprechend hinterschnittenen Profil ausgebildeten, Führungsnut eine entlang des Profils der Führungsnut verschiebbare formschlüssige Verbindung bilden kann.
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Weiterhin ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass mindestens eins der mindestens zwei lamellenartigen Funktionselemente mit einem Ansteuerungsmittel verbunden ist. Das Ansteuerungsmittel ermöglicht das Verändern der Ausdehnung des Luftregulierungselements, d. h. ein Zusammenschieben und/oder Auseinanderziehen der lamellenartigen Funktionselemente, und somit das Bewegen des Luftregulierungselements von einer geschlossen Position in eine geöffnete Position. Darüber hinaus ermöglicht das Ansteuerungsmittel ein Verschwenken des Luftregulierungselements bzw. der lamellenartigen Funktionselemente um die drehbar Lagerung in dem Luftkanal, indem mittels des Ansteuerungsmittels Druckkräfte und/oder Zugkräfte auf mindestens ein lamellenartiges Funktionselement übertragen werden können. Das Ansteuerungsmittel kann dabei mittig, beispielsweise rückseitig, und/oder seitlich an einem lamellenartigen Funktionselement angeordnet sein, und zumindest teilweise innerhalb und/oder außerhalb des Luftkanals angeordnet sein und durch eine oder mehrere Öffnungen in der Luftkanalwand aus dem Luftkanal herausgeführt werden.
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Ferner ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das mindestens eine der mindesten zwei lamellenartigen Funktionselemente ein Befestigungselement zur Aufnahme des Ansteuerungsmittels aufweist. Mittels des Befestigungsmittels wird beispielsweise eine Befestigung des Ansteuerungsmittels beispielsweise an einem der lamellenartigen Funktionselemente ermöglicht. Zusätzlich wird bei einem, durch das Befestigungsmittel hindurchgeleiteten Ansteuerungsmittel die Führung des Ansteuerungsmittels ermöglicht. Das Befestigungselement kann beispielsweise in Form eines festen Auges zur Befestigung oder Durchleitung eines Ansteuerungsmittels ausgestaltet sein.
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Das Ansteuerungsmittel ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in Form eines Seiles ausgestaltet. Das Seil ist vorzugsweise unelastisch ausgebildet. Das Seil ermöglicht das Übertragen von Zugkräften auf das Luftregulierungselement auf besonders einfache Art und Weise, ohne dass hierfür ein hoher Konstruktionsaufwand für das Ansteuerungsmittel notwendig ist. Das Seil kann derart mit dem Luftregulierungselement verbunden sein, dass sowohl das Bewegen von der geschlossenen Position in die geöffnete Position, als auch von der geöffneten Position in die geschlossenen Position ermöglicht wird. Dafür kann ein Mittelabschnitt des Seils mit dem Luftregulierungselement verbunden sein, wobei vorzugsweise beide Enden des Seils zu einem Bedienelement innerhalb des Kraftfahrzeugs geführt werden können, wodurch eine stufenlose Bewegung des Luftregulierungselements durch einen Insassen des Kraftfahrzeugs ermöglicht wird. Weiterhin kann das Ansteuerungsmittel zur Übertragung von Zugkräften und Druckkräften ausgestaltet sein, beispielsweise in Form einer Stange, eines Hebels, eines Zahnrads, oder eines Bowdenzugs.
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Ferner betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, umfassend mindestens eine wie vorstehend aus- und weitergebildete Personenanströmvorrichtung zur Regelung eines Luftstroms innerhalb eines Luftkanals.
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Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es zeigen:
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1 eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform mit einem Luftregulierungselement, wobei das Luftregulierungselement in einer geschlossenen Position angeordnet ist;
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2 eine weitere schematische Schnittdarstellung der in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung, wobei das Luftregulierungselement in einer geöffneten Position angeordnet ist;
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3 eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform, wobei das Luftregulierungselement in einer geschlossenen Position angeordnet ist;
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4 eine schematische Vorderansicht der in 1 gezeigten Personenanströmvorrichtung;
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5 eine schematische Teilansicht eines erfindungsgemäßen lamellenartigen Funktionselements gemäß einer ersten Ausführungsform;
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6 eine schematische Teilansicht eines erfindungsgemäßen lamellenartigen Funktionselements gemäß einer zweiten Ausführungsform;
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7 eine schematische Darstellung eines an einem lamellenartigen Funktionselements angeordneten Befestigungselements für ein Ansteuerungsmittel.
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In 1 ist eine erfindungsgemäße Personenanströmvorrichtung zur Regelung eines Luftstroms innerhalb eines Luftkanals 10 eines Kraftfahrzeugs in einer geschlossenen Position dargestellt, welches ein Luftregulierungselement 12 zur Regelung des Luftstroms aufweist. Das Luftregulierungselement 12 weist mehrere lamellenartige Funktionselemente 14 auf, wobei die jeweils aneinandergrenzenden Funktionselemente 14 sich zumindest teilweise überlappen, so dass in der geschlossenen Position des Luftregulierungselements 12 die Funktionselemente 14 zusammen eine geschlossene Fläche aufweisen, welche im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse 52 des Luftkanals 10 angeordnet ist. In der geschlossenen Position sind die sich zumindest teilweise überlappenden Funktionselemente 14 jalousieartig auseinandergezogen, so dass die Ausdehnung des Luftregulierungselements 12 am größten ist. Dadurch wird der Luftkanal 10 durch das Luftregulierungselement 12 bzw. durch die lamellenartigen Funktionselemente 14 verschlossen und der Luftstrom unterbrochen. Das Luftregulierungselement 12 ist mit einem seilartigen Ansteuerungsmittel 16 an einem Verbindungspunkt 18 an einem unteren Funktionselement 14 verbunden. Das Ansteuerungsmittel 16 wird durch eine Öffnung 20 in der Luftkanalwand 22 aus dem Luftkanal 10 herausgeführt. Der Luftkanal 10 weist eine Führungsnut 24 auf, in welche ein Führungselement, hier nicht gezeigt, des Luftregulierungselements 12 an einem Führungspunkt, welcher in diesem Beispiel mit dem Verbindungspunkt 18 übereinstimmt, eingreift. Um eine sichere Führung der Funktionselement 14 zu gewährleisten und um die Stabilität der Funktionselemente 14 in der geschlossenen Position zu erhöhen sind vorzugsweise an der in Richtung Luftkanal 10 zeigenden Luftkanalwand 22 Anschlagselemente 26 vorgesehen, welche beispielsweise in Form eines an der Luftkanalwand 22 angeordneten Stegs und/oder eine in der Luftkanalwand 22 ausgebildete Stufe ausgeformt sein können.
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2 zeigt das Luftregulierungselement 12 zur Regelung eines Luftstroms in einer geöffneten Position. Mittels des Ansteuerungsmittels 16 wurden das Luftregulierungselement 12 bzw. die lamellenartigen Funktionselemente 14 von der geschlossenen Position in 1 in die geöffnete Position zusammengeschoben und die zusammengeschobenen lamellenartigen Funktionselemente 14 wurden innerhalb des Luftkanals 10 um einen Drehpunkt 28 um circa 90° zur Luftkanalwand 22 hin verschwenkt, so dass die lamellenartigen Funktionselemente 14 in der gezeigten geöffneten Position im Wesentlichen parallel zur Längsachse 52 des Luftkanals 10 angeordnet sind. Dadurch wird der Luftwiderstand des Luftregulierungselements 12 bzw. der lamellenartigen Funktionselemente 14 auf ein Minimum reduziert, wodurch der Luftstrom nahezu ungehindert durch den Luftkanal 10 strömen kann. Das in die Führungsnut 24 am Führungspunkt eingreifende Führungselement (nicht gezeigt) kann dabei die Drehbewegung bzw. das Verschwenken der lamellenartigen Funktionselemente 14 führen, wobei der Führungspunkt innerhalb der Führungsnut 24 mit dem Führungselement mitwandert. Aufgrund des Abstandes zwischen dem Verbindungspunkt 18 des Ansteuerungsmittels 20 und dem Drehpunkt 28 des Luftregulierungselements 12 wirkt durch die Zugkraft des Ansteuerungsmittels 16 ein Moment auf das Luftregulierungselement 12, welches das Luftregulierungselement 12 in der geöffneten Position hält.
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3 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Personenanströmvorrichtung. Hierbei ist eines der Funktionselemente 14 an einem Lagerungspunkt 30 an der Luftkanalwand 22 fest gelagert. Die Luftkanalwand 22 weist eine Vertiefung 32 auf, in welcher in einer geöffneten Position die zusammengeschobenen lamellenartigen Funktionselemente 14 verstaut werden können, hier nicht gezeigt. Sollen die Funktionselemente 14 wieder in die geschlossene Position überführt werden, so können die Funktionselemente 14 über ein Ansteuerungsmittel 16 aus der Vertiefung 32 herausgezogen und auseinandergezogen werden.
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4 zeigt die in 1 gezeigte Personenanströmvorrichtung in einer Vorderansicht, wobei die Funktionselemente 14 in einer geschlossenen Position dargestellt sind. Die Funktionselemente 14 weisen jeweils eine Längsachse 34 auf, welche jeweils senkrecht zur Längsachse 52 des Luftkanals 10 ausgebildet ist.
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5 zeigt ein erfindungsgemäßes, lamellenartiges Funktionselement 14 gemäß einer ersten Ausführungsform in einer Teilansicht. Das Funktionselement 14 weist dabei eine mittig an dem Funktionselement 14 angeordnete formschlüssige Verbindung 36 auf, die in Form einer Nut-Feder-Verbindung ausgestaltet ist. Dabei weist eine Seite des Funktionselementes 14 eine Nut 38 auf, wobei eine in die Nut 38 passende Feder 40 auf der gegenüberliegenden Seite ausgebildet ist. Dadurch ist es möglich, dass die Feder 40 eines benachbarten Funktionselementes 14 in die Nut 38 eines anderen Funktionselementes 14 eingreifen kann. Dadurch kann bei einer gestaffelten Anordnung mehrerer Funktionselemente 14 ein jalousieartiges Luftregulierungselement 12 ausgebildet werden. Eine formschlüssige Verbindung 42 in Form einer Nut-Feder-Verbindung kann ebenfalls randseitig an den Funktionselementen 14 ausgebildet sein. Hierbei kann die Feder 44 eines Funktionselementes 14 in die Nut 46 eines benachbarten Funktionselementes 14 eingreifen.
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6 zeigt ein erfindungsgemäßes lamellenartiges Funktionselemente 14 gemäß einer zweiten Ausführungsform, bei welchem der Randbereich 48 des lamellenartigen Funktionselements 14 U-förmig um circa 180° gebogen ist. Dadurch kann ein benachbartes Funktionselement 14 von dem U-förmigen Randbereich 48 umschlossen werden. Dies ermöglicht ebenfalls eine Führung und Stabilisierung der lamellenartigen Funktionselemente 14. Die Funktionselemente 14 sind hierbei vorzugsweise derart umgebogen, dass die Radien unterschiedlich groß sind, so dass beispielsweise ein äußeres Funktionselement 14 alle anderen Funktionselemente 14 randseitig umfassen kann.
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7 zeigt einen Ausschnitt von einem lamellenartigen Funktionselement 14, an welchem ein Befestigungselement 50 angeordnet ist. Das Befestigungselement 50 ist dabei in Form eines festen Auges zur Aufnahme des Ansteuerungsmittels 16 ausgebildet. Das Befestigungsmittel 50 ist in der hier gezeigten Form mit seiner Längsseite senkrecht zur Längsachse 34 des Funktionselements 14 angeordnet. Das Befestigungsmittel 50 kann aber auch mit seiner Längsseite waagerecht zu der Längsachse 34 des Funktionselements 14 an dem Funktionselement 14 angeordnet sein, beispielsweise um ein Ansteuerungsmittel 16 durch das Auge des Befestigungsmittels 50 hindurchzuleiten.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Luftkanal
- 12
- Luftregulierungselement
- 14
- Funktionselement
- 16
- Ansteuerungsmittel
- 18
- Verbindungspunkt
- 20
- Öffnung
- 22
- Luftkanalwand
- 24
- Führungsnut
- 26
- Anschlagelement
- 28
- Drehpunkt
- 30
- Lagerungspunkt
- 32
- Vertiefung
- 34
- Längsachse Funktionselement
- 36
- Formschlüssige Verbindung
- 38
- Nut
- 40
- Feder
- 42
- Formschlüssige Verbindung
- 44
- Nut
- 46
- Feder
- 48
- Randbereich
- 50
- Befestigungselement
- 52
- Längsachse Luftkanal