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Hintergrund
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Ein
Halbleiterbauelement kann ein Zellenfeld mit Driftzonen eines ersten
Leitungstyps und Ladungsträgerkompensationszonen
eines zweiten, zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyps
aufweisen. Das Zellenfeld ist von einem Randbereich umgeben, der
eine höhere
Sperrspannungsfestigkeit als das Zellenfeld besitzt.
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Für das Erreichen
einer hohen Avalanchefestigkeit derartiger Halbleiterbauelemente
mit Ladungsträgerkompensationsstruktur
bedeutet die höhere
Sperrspannungsfestigkeit des Randbereichs gegenüber dem Zellenfeld, dass der
Durchbruch zuerst im Zellenfeld stattfindet und ein höherer Strom wegen
der größeren durchflossenen
Fläche
des Zellenfeldes gegenüber
der Fläche
des Randbereichs in dem Halbleiterbauelement geführt werden kann, ohne dass
das Halbleiterbauelement beschädigt wird.
Beim Durchbruch eines Schalters mit einem derartigen Halbleiterbauelement
wird dann der Laststrom über
mit Lawinenmultiplikation generierte Ladungsträgerpaare weitergeführt. Diese
Ladungsträger
fließen
mit Sättigungsdriftgeschwindigkeit
durch die sperrende Raumladungszone im aktiven Gebiet des Halbleiters
und führen
dabei zu einer Änderung des
elektrischen Feldverlaufs.
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Bei
Halbleiterbauelementen mit säulenförmigen Ladungsträgerkompensationszonen
werden die durch Avalanche bzw. Lawinenmultiplikation generierten
Ladungsträger
durch das elektri sche Querfeld der Säulen getrennt und die Löcher fließen durch
die p-Säulen
in Richtung Source, während
die Elektronen im n-Gebiet in Richtung Drain fließen. Durch
die oben erwähnte Änderung
des elektrischen Feldverlaufs entstehen im Halbleiterchip Hochfeldzonen,
die bei hinreichend hohen Stromdichten jedoch zu einer übermäßigen Trägergeneration
führen
und schließlich
einen Zusammenbruch der Sperrspannung am Halbleiterbauelement verursachen.
Dadurch können Schwingungen
generiert werden, die bis zur Zerstörung des Bauelements führen können.
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Um
die höhere
Sperrspannungsfestigkeit im Randbereich zu erreichen, kann in dem
Randbereich eine Ladungsträgerkompensationsstruktur
vorgesehen werden, bei der die Ladungsträgerkompensationszonen im Randbereich
in einem kleineren Raster als im Zellenfeld, beispielsweise in einem
halben Zellenfeldraster angeordnet sind. Damit ist, in Verbindung
mit einer geeigneten Dotierstoffkonzentration der Driftzonen und
der Ladungsträgerkompensationszonen,
eine höhere
Sperrfähigkeit
des Randes im Vergleich zum Zellenfeld gewährleistet. Die beschriebenen
Halbleiterbauelemente können
beispielsweise über
den lagenförmigen
Aufbau mehrerer epitaktisch abgeschiedener Halbleiterschichten hergestellt
werden, wobei in zumindest einige der Halbleiterschichten die Dotierung
der Driftzonen und/oder der Ladungsträgerkompensationszonen über Öffnungen
in Masken beispielsweise mittels Ionenimplantation eingebracht wird.
Allerdings treten bei einer Verringerung des Rastermaßes der
Ladungsträgerkompensationszonen
und der damit verbundenen Verringerung der Maskenöffnungen
Genauigkeitsschwankungen der Kompensationsdotierung z. B. über Schwankungen
der Abmessungen des Lackes der Implantationsmasken im Randbereich
auf, so dass das Dotierstoffniveau begrenzt ist.
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Im
Bereich des aktiven Zellenfeldes können darüber hinaus Ladungskompensationssäulen und Driftzonensäulen mit
variabler Dotierung vorgesehen werden, bei der im Sperrfall gezielt
elektrische Feldspitzen dort erzeugt werden, bei denen durch Avalanche
generierte Ladungsträger
zunächst
durch Gebiete mit geringer Feldstärke fließen, so dass die Änderung
des elektrischen Feldes nicht zu einer sofortigen Generation sekundärer Ladungsträger durch
Avalanche führt,
wodurch oben beschriebene Oszillationen und/oder der Zusammenbruch
der Sperrspannung vermieden werden. Erst bei relativ hohen Stromdichten
tragen diese Gebiete zu einer weiteren Generation von Ladungsträgern bei.
Jedoch muss durch die variable Dotierung der Säulen von dem dadurch entsprechend
welligeren elektrischen Feld auf einen Teil der Sperrfähigkeit
des Bauelements verzichtet werden. Das bedeutet, dass sowohl die
Sperrfähigkeit als
auch der Einschaltwiderstand nicht optimal bei diesen Maßnahmen
zur Erhöhung
der Avalanchefestigkeit ausgenutzt werden können.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Halbleiterbauelement und ein Verfahren
zur Herstellung eines Halbleiterbauelements anzugeben, die die genannten
Nachteile überwinden.
Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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In
einer Ausführungsform
weist ein Halbleiterbauelement einen Halbleiterkörper, der Ladungsträgerkompensationsstrukturen
besitzt, auf. Das Halbleiterbauelement hat ein Zellenfeld mit Driftzonen
des ersten Leitungstyps und Ladungsträgerkompensationszonen eines
zweiten, zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyps. Ein Randbereich
umgibt das Zellenfeld, wobei der Randbereich ein oberflächennahes
undotiertes bis schwächer
als die Driftzonen dotiertes Gebiet des ersten Leitungstyps aufweist,
unter dem zumindest eine vergrabene, sich vertikal erstreckende,
komplementär dotierte
Zone mit dem zweiten Leitungstyp angeordnet ist.
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Ausführungsformen
der Erfindung werden nun mit Bezug auf die beigefügten Figuren
beschrieben. Die einzelnen Elemente der Figuren müssen nicht
notwendigerweise maßstäblich zueinander sein.
Komponenten mit ähnlichen
Funktionen werden mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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Kurze Figurenbeschreibung
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleiterbauelement.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleiterbauelement.
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Teilbereich eines Halbleiterwafers.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 3 mit aufgebrachter
Epitaxieschicht für
eine vergrabene Feldstopzone.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Halbleiterwafer gemäß 4 nach
Aufbringen einer ersten Epitaxieschicht für eine Ladungsträgerkompensationsstruktur
und nach Einbringen von ersten Dotierstoffdepots.
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6 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 5 nach Aufbringen
einer weiteren Epitaxieschicht und Einbringen weiterer Dotierstoffdepots.
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 6 nach Aufbringen
einer weiteren Epitaxieschicht und Einbringen weiterer Dotierstoffdepots.
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 7 Aufbringen
einer undotierten bis schwachdotierten Epitaxieschicht und nach
Aufbringen einer Randabdeckung.
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 8 nach Aufbringen
einer Maskierungsschicht mit Fenstern und nach Einbringen von weiteren
Dotierstoffdepots.
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10 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 9 nach Aufbringen
einer undotierten bis schwachdotierten Epitaxieschicht und Abdeckung
eines Randbereichs der Epitaxieschicht.
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 10 nach
Aufbringen einer Maskierungsschicht für das Einbringen weiterer Dotierstoffdepots.
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12 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 11 nach
Aufbringen ei ner undotierten bis schwachdotierten Epitaxieschicht
und nach Abdecken des Randbereichs der Epitaxieschicht.
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13 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 12 nach
Aufbringen einer Maskierungsschicht mit Fenstern zum Einbringen
von Dotierstoffdepots für
Bodyzonen.
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14 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 13 nach
einem Diffusionsprozess.
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15 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 14 nach
Einbringen einer VLD-Struktur im Randbereich.
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16 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 15 nach
Fertigstellen eines Halbleiterbauelements in einer Halbleiterchipposition
des Halbleiterwafers.
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Detaillierte Beschreibung
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Teilbereich eines Halbleiterbauelements 1.
Der Teilbereich zeigt den Übergang
von einem Randbereich 7, der von einer Halbleiterchipkante 10 bis
zu einem Zellenfeld 4 reicht, das von dem Randbereich 7 umgeben
ist. Von dem Zellenfeld 4 mit Ladungsträgerkompensationsstruktur sind
lediglich zwei Ladungsträgerkompensationszonen 3 mit
dazwischen angeordneten Driftzonen 6 in einem Zellenfeldrastermaß 11 gezeigt.
Diese Ladungsträgerkompensationszonen 3 werden
mit Hilfe einer Multiepitaxietechnologie hergestellt.
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1 zeigt
einen MOS-Feldeffekttransistor mit einer lateralen Gatestruktur 29.
In einer nicht gezeigten Ausführungsform
werden andere Halbleiterbauelemente mit Ladungsträgerkompensationsstruktur
bereitgestellt, wie beispielsweise MOS-Feldeffekttransistoren mit Trenchgatestruktur,
IGBT-Strukturen (insulated
gate bipolar transistor) und/oder Leistungsdioden mit Ladungsträgerkompensationsstruktur.
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Im
Randbereich 7 werden die gleichen Ladungsträgerkompensationszonen
bei einer Multiepitaxietechnologie vorgesehen. Um jedoch sicherzustellen,
dass die Sperrspannungsfestigkeit im Randbereich 7 höher ist
als im Zellenfeld 4, kann für den Randbereich 7 ein
kleineres Rastermaß für die säulenförmigen Ladungsträgerkompensationszonen 3 vorgesehen
werden.
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Derartige
Verkleinerungen des Rastermaßes für die Ladungsträgerkompensationszonen
im Randbereich 7 haben wie oben erwähnt ihre Grenzen, die mit der
in 1 gezeigten Ausführungsform überwunden werden, so dass,
wie 1 zeigt, das Zellenfeldrastermaß 11 auch
im Randbereich 7 nahezu beibehalten werden kann. Die Ladungsträgerkompensationszonen 3 im
Randbereich 7 sind vergrabene Zonen 9 in den unteren
Epitaxieschichten 20, 21 und eventuell 22 und
sind nicht bis in die oberen Epitaxieschichten 23, 24 und 30 durchgebildet.
Vielmehr weisen die oberen Epitaxieschichten 23, 24 und 30 einen
Randbereich 7 auf, der beim Epitaxiewachstum entweder vollständig undotiert
bleibt und damit eine minimale intrinsische Ladungsträgerkonzentration
aufweist oder mindestens schwächer
dotiert ist als die zwischen den Ladungsträgerkompensationszonen 3 im
Zellenbereich angeordneten Driftzonen 6. Undotiert bzw.
minimale intrinsische Ladungsträgerkonzentration
kann in diesem Zusammenhang auch bedeuten, dass keine bewusste Dotierung
während der
epitaktischen Abscheidung erzeugt wird, sondern eine Donator- und/oder
Akzeptordotierung entsprechend des Zustands der Epitaxieanlage,
des verwendeten Prozessgases und/oder des Halbleiterwafers erzeugt
wird. Die tatsächliche
Ladungsträgerkonzentration
kann somit um bis zu einige Größenordnungen
höher sein
als die intrinsische Ladungsträgerkonzentration
des Halbleitermaterials.
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Das
Halbleiterbauelement gemäß 1 stellt
unterschiedliche Kompensationsmethoden über die Tiefe des Halbleiterkörpers 5 bereit,
um die beiden Bestandteile Rand 7 und Zellenfeld 4 des
Halbleiterbauelements 1 hinsichtlich Sperrfähigkeit,
Avalanchefestigkeit und Durchlasswiderstand zu optimieren. Ein niedrig
dotiertes bis undotiertes Gebiet 8 wird so gleichförmig wie
möglich
im oberen Teil des Randbereichs 7 bereitgestellt, damit
im Sperrfall keine weiteren elektrischen Feldspitzen im Randbereich auftreten,
welche zu Frühdurchbrüchen und
damit zu vorzeitigem Avalanchedurchbruch im Randbereich führen könnten. Weiter
beabstandet von der Halbleiteroberfläche und damit vergraben in
dem Halbleiterkörper 5 ist
die Dotierstoffverteilung unkritischer, so dass hier die im Zellenfeld 4 übliche Struktur
der Ladungsträgerkompensationszonen 3 beibehalten
werden kann.
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Der
obere Teil, d. h. jener Teil, welcher bei der Herstellung eines
Kompensationsbauelements in Aufbautechnik bzw. Multiepitaxietechnologie
beispielsweise oberhalb eines Feldstärkemaximums, das etwa bei einer
mittleren Epitaxieschicht 22 auftritt, angeordnet ist,
weist im aktiven Zellenfeld 4 und im Randbereich 7 undotierte
Epitaxieschichten bzw. teilweise dotierte Epitaxieschichten 23, 24 und 30 auf.
Im aktiven Zel lenfeld 4 kann dann die n-Dotierung für die Driftzonen 6 überwiegend
durch eine maskierte Implantation erfolgen, welche die Randbereiche 4 ausspart.
Die p-Dotierung wird im Randbereich 7 in dem oberen Teil
ebenfalls maskiert, so dass in den oberen Epitaxieschichten 23, 24 und 30 keine Ladungsträgerkompensationszonen
gebildet werden.
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Im
unteren Bereich des Randebereichs 7 ist die Welligkeit
der elektrischen Feldstärke,
die aufgrund der Multiepitaxietechnologie entsteht, unkritischer,
weshalb im Randbereich 7 in den unteren Epitaxieschichten 20 und 21 sowohl
n- als auch p-Dotierungen
eingebracht werden können.
Dabei ist es unerheblich, dass die p-Ladungsträgerkompensationszonen bzw.
die p-Wände im unteren
Teil des Randbereiches 7 vergraben und damit nicht an das
Sourcepotential angeschlossen sind, sondern vielmehr floatend im
Randbereich 7 vorhanden sind. Damit entladen sich die vergrabenen
Zonen 9 beim Einschalten des Halbleiterbauelements nur über thermisch
generierte Ladungsträger,
da im Randbereich 7 kein nennenswerter Stromfluss stattfindet
und somit die Raumladungszonen um die floatenden, vergrabenen p-Zonen 9 keine
entscheidende Rolle spielen.
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Die
Sperrfähigkeit
solcher floatender p-Ladungskompensationsgebiete 9 ist
genauso gegeben wie die der Ladungsträgerkompensationszonen 3, die
an Source angeschlossen sind. Bei dem in 1 gezeigten
Halbleiterbauelement 1 ist im Randbereich 7 in
Oberflächennähe eine
Randstruktur mit variabler lateraler Dotierstoffkonzentration 14 (VLD-Struktur) des
komplementären
zweiten Leitungstyps vorgesehen. Mit derartigen VLD-Strukturen 14 kann
eine besonders hohe Sperrfähigkeit
des Randbereichs 7 realisiert werden, besonders wenn sie
in dem niedrig dotierten bis undotierten Gebiet 8 bereitgestellt
werden.
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Die
Dotierstoffdosis der VLD-Strukturen, d. h. die integrale Dotierstoffkonzentration
in vertikaler Richtung, integriert von der Oberfläche der VLD-Struktur
bis zu dem pn-Übergang
an der Unterseite der VLD-Struktur, variiert in lateraler Richtung und
nimmt in Richtung auf den Halbleiterchiprand hin ab.
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Wenn
die VLD-Struktur lateral an hoch dotierte Gebiete wie beispielsweise
Bodyzonen angrenzt, ist die Dotierstoffdosis der VLD-Struktur an der
Grenze zu den hoch dotierten Gebieten typischerweise im Bereich
der Durchbruchsladung, die in Silizium ungefähr 1,3·1012 cm–2 bis
3·1012 cm–2 ist, oder höher. In
Richtung auf den Halbleiterchiprand hin nimmt die Dotierstoffdosis
der VLD-Struktur ab und ist am randseitigen Ende der VLD-Struktur
deutlich kleiner als die Durchbruchsladung.
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In
der gezeigten Ausführungsform
wird die laterale Abnahme der Dotierstoffdosis der VLD-Struktur
durch ein p-dotiertes Gebiet bereitgestellt, welches in Richtung
auf den Halbleiterchiprand hin vertikal stetig geringer in den Halbleiterkörper 5 hineinreicht.
In einigen Ausführungsformen
ist die Tiefe der VLD-Struktur im Wesentlichen konstant und die
laterale Abnahme der Dotierstoffdosis der VLD-Struktur wird durch
eine in lateraler Richtung abnehmende Dotierstoffkonzentration bereitgestellt, beispielsweise
wenn die Eindringtiefe im wesentlichen konstant ist.
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In
der gezeigten Ausführungsform
ist die laterale Abnahme der Dotierstoffdosis der VLD-Struktur stetig
verlaufend. In anderen Ausführungsformen kann
die laterale Abnahme der Dotierstoffdosis der VLD-Struktur stufenartig,
linear oder gemäß einer
berechneten Verteilung sein oder kann eine Kombination der vorgenannten
Optionen sein.
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Durch
das Bereitstellen der VLD-Struktur kann die Raumladungszone bis
zu der oberseitigen Oberfläche 34 des
Halbleiterkörpers 5 in
Richtung auf den Halbleiterchiprand hin bei abnehmenden Werten der
Sperrspannung durchgreifen. Dadurch können im Sperrfall Spitzen im
elektrischen Feldstärkeverlauf
vermieden und eine hohe Sperrfähigkeit des
Halbleiterbauelements erreicht werden.
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Die
VLD-Struktur kann beispielsweise hergestellt werden, indem eine
Maskierungsschicht auf der vorderseitigen Oberfläche 34 des Halbleiterkörpers 5 bereitgestellt
wird, die sich von der äußersten
Bodyzone des Zellenfeldes in Richtung auf den Halbleiterchiprand
hin erstreckt, wobei die Maskierungsschicht Öffnungen beinhaltet, die in
Richtung auf den Halbleiterchiprand hin kontinuierlich kleiner werden,
und Dotierstoffdepots über
die Maskierungsschicht mittels beispielsweise Ionenimplantation
eingebracht werden. Der Prozess des Einbringens der Dotierstoffdepots
kann eine Mehrzahl von Maskierungsprozessen und Implantationsprozessen
beinhalten. In einem weiteren Prozess werden die eingebrachten Dotierstoffdepots
zusammendiffundiert. Falls die Auflösung der Maskierungstechnik
hoch genug ist, kann zumindest ein Implantationsprozess durch die
Implantation der Bodyzonen bereitgestellt werden.
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Das
in 1 gezeigte Halbleiterbauelement 1 ist
auf einem Substrat 17 aufgebaut, das verglichen mit den
durch Epitaxie entstehenden Driftzonen 6 eine hohe Dotierung
eines n++-leitenden ersten Leitungstyps
aufweist. Die Unterseite 18 dieses Substrats 17 weist
eine Metallisierung 35 für den Anschluss einer Drain
D des Halbleiterbauelements 1 auf. Auf der Oberseite 26 des
Substrats 17 ist eine Epitaxieschicht 19 angeordnet,
deren Dotierstoffkonzentration typischerweise niedriger ist als
die Dotierstoffkonzentration der nachfolgenden Epitaxieschichten
der Driftzonen 6 und der Dotierstoffkonzentration des Substrats 17.
Die Epitaxieschicht 19 bildet somit eine laterale vergrabene
Feldstopzone 13 mit einem n–-leitenden ersten
Leitungstyp.
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In
den nachfolgenden zwei Epitaxieschichten 20 und 21 sind
sowohl im Zellenbereich 4 als auch im Randbereich 7 entsprechende
Ladungsträgerkompensationszonen
eines zweiten, zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyp
vorgesehen, die in dieser Ausführungsform
etwa das gleiche Rastermaß 11 aufweisen.
Diese vergrabenen Zonen 9 des zweiten Leitungstyps können auch
in einem geringeren Rastermaß angeordnet
werden. Da im aktiven Zellenfeld 4 mit der mittleren Epitaxieschicht 22 ein
Feldstärkemaximum
bei angeschlossenem Halbleiterbauelement auftritt, unterscheidet
sich von dort an die Kompensationsstruktur des Zellenbereichs im
Vergleich zur Struktur des Randbereichs 7.
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Für den Randbereich 7 und
das Zellenfeld 4 werden nun Epitaxieschichten 23, 24 und 30 aufgebracht,
die schwach- bis undotiert sind und im Zellenbereich 7 anschließend mit
entsprechenden Dotierstoffen zur Ausbildung von Ladungsträgerkompensationsstrukturen
dotiert werden, während
bei diesen Vorgängen,
also während
der Implantation von p- und n-Dotierstoffen im Zellenbereich 4,
der Randbereich 7 abgedeckt wird und vor einer weiteren
Dotierung geschützt
wird, so dass sich das in 1 gezeigte
un- bzw. schwachdotierte Gebiet 8 bildet.
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In
die oberste Epitaxieschicht 30 können dann die Anschlussstrukturen
wie Bodyzonen 15 mit komplementärem Leitungstyp, teilweise
auch wie hier gezeigt mit zwei Stufen der Dotierstoffkonzentration,
nämlich
p-leitend und p+-leitend, sowie die entsprechenden
n+-leitenden Sourcezonen 28 des
ersten Leitungstyps in hoher Konzentration eingebracht werden. Mit
dem Einbringen der Bodyzonen kann gleichzeitig auch die oben erwähnte VLD-Struktur 14 realisiert
werden, die zur Bodyzone hin und damit zum Zellenfeld 4 hin
eine höhere
Konzentration aufweist und die dann graduell und/oder stufenartig
im Randbereich 7 zur Halbleiterchipkante 10 hin
abnimmt.
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Durch
einen geeigneten Wechsel von strukturierten Oxidschichten oder Isolationsschichten
im Wechsel mit strukturierten elektrisch leitenden Schichten wie
Polysiliziumschichten und Metallschichten kann dann die oberseitige
Oberfläche 34 des
Halbleiterkörpers 5 mit
einer lateralen Gatestruktur 29 und einer Sourcemetallisierung 36 strukturiert werden.
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In
einigen Ausführungsformen
beinhaltet das niedrig dotierte bis undotierte Gebiet 8 mehr
oder weniger Epitaxieschichten als die in 1 gezeigten Schichten 23, 24 und 30.
Darüber
hinaus kann das Halbleiterbauelement insgesamt mehr oder weniger Schichten
beinhalten als die gezeigten Schichten 20 bis 24 und 30.
Insbesondere kann das Halbleiterbauelement ohne eine lateral vergrabene
Feldstopzone bereitgestellt werden.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch ein Halbleiterbauelement 2.
Komponenten mit gleichen Funktionen wie in 1 werden
mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert. Der
Unterschied zu dem in 1 gezeigten Halbleiterbauelement
besteht darin, dass das Halbleiterbauelement 2 nicht nur
eine vergrabene Feldstopzone 13, sondern auch eine nach
oben zur oberseitigen Oberfläche 34 des
Halbleiterkörpers 5 geführte laterale
Feldstopzone 12 im Randbereich 7 entlang der Halbleiterchipkante 10 aufweist.
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Dabei
entspricht die Dotierung dieser Feldstopzone 12 der Dotierung
der Driftzonen 6 im Zellenfeld 4, in dem eine
angepasste Maskierung für
den Randbereich 7 bei den Implantationen nach den Epitaxieschichten 23, 24 und 30 vorgesehen
wird. Die Breite dieser Feldstopzone 12 kann, wie in 2 gezeigt,
zumindest die Hälfte
des Rastermaßes
w des Zellenfeldes 4 sein, kann aber auch insbesondere unter
Berücksichtigung
der Positionierungstoleranz der Sägespur beim Vereinzeln der
Chips deutlich größer werden.
Die Herstellung einer derartigen lateralen Feldstopzone 12 kann
die laterale Reichweite des elektrischen Feldes nahe der Oberfläche in Richtung auf
den Halbleiterchiprahmen eines Halbleiterwafers begrenzen und kann
in einfacher Form realisiert werden, indem die Maske für die n-Implantation
den Randbereich 7 nur für
das un- bzw. schwachdotierte Gebiet 8 abdeckt und für den Feldstopzonenbereich frei
bleibt. Damit wird wie oben bereits erwähnt die gleiche Dotierung wie
in den Driftzonen 6 des Zellenfeldes 4 erreicht.
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Im
Bereich des aktiven Zellenfeldes 4 kann oberhalb des Generationsbereichs
der Ladungsträger
im Avalanchefall das elektrische Feld in der p-Dotierung eine geringere
Welligkeit aufweisen, weil bei Kompensationsgebieten die generierten
Löcher über das
herrschende Querfeld in die p-Gebiete gelenkt werden und dann zur
Source abgeleitet werden. Hierbei ist es fertigungstechnisch sehr
günstig,
dass die n-Dotierung im Rand über
eine Maske abgeschottet werden kann, weil diese Maske gleichzeitig
zum Abschirmen der n-Dotierung in den p-dotierten Bereichen genutzt werden kann.
Dadurch verbessert sich gleichzeitig auch das Prozessfenster und
eine weitere Verkleinerung des Rastermaßes wird möglich.
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Unterhalb
dieses Generationsbereichs von Ladungsträgern im Avalanchefall, d. h.
in der gezeigten Ausführungsform
unterhalb der Epitaxieschicht 22, kann das elektrische
Feld in den n-dotierten Bereichen im aktiven Zellenfeld 4 des
Halbleiterchips eine geringe Welligkeit aufweisen, da die generierten Elektronen
hier zur Drain D hin abfließen
und die Elektronenladung analog zur Löcherladung das elektrische
Feld beeinflusst. Eine geringe Welligkeit wird hier durch eine n-dotierte Epitaxie
erreicht, welche über
p-Gebiete im Zellenfeld und auch im Randbereich kompensiert werden
kann.
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Die
Struktur der gezeigten Ausführungsform kann
durch streifenförmige, überwiegend
nicht überlappende
n- und p-Kompensationsgebiete
im oberen aktiven Bereich des Halbleiterkörpers 5 realisiert
werden. Im unteren Bereich können
hingegen im Zellenfeld die p-Gebiete als säulenförmige Ladungsträgerkompensationszonen
ausgeführt
werden, da diese in einer dotierten Epitaxieschicht das breiteste
Prozessfenster hinsichtlich der Dotierungstoleranzen, d. h. die
größte zulässige Differenz
zwischen der Dotierstoffkonzentration in der Driftzone und der Dotierstoffkonzentration
in der Ladungsträgerkompensationszone
bei einer gegebenen minimalen Sperrfähigkeit des Halbleiterbauelements,
besitzen. Darüber
hinaus können
im unteren Bereich des Halbleiterchips die Epitaxieschichten 20 und 21 entweder
vollständig als
dotierte Epitaxieschichten oder als teildotierte Epitaxieschichten
abgeschieden werden, in die der Rest der erforderlichen n-Dosis
der Epitaxieschicht durch Implantation eingebracht wird.
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Bei
dem hier gezeigten Randabschlussbereich können auch laterale Feldplatten
auf dem Halbleiterkörper 5 und/oder
Feldringe alleine oder in Kombination mit semiisolierenden oder
elektroaktiven Schichten anstelle der VLD-Struktur 14 bereitgestellt werden,
wobei jedoch typischerweise keine so hohe Sperrfähigkeit wie mit der in 1 und 2 gezeigten
VLD-Struktur 14 erreicht werden kann. Die VLD-Struktur 14 kann
zusätzlich
mit Hilfe von Isolatoren und/oder elektroaktiven Schichten passiviert
werden, um über
die damit verbundene geringere Empfindlichkeit auf externe Ionen
eine bessere Langzeitstabilität
des Halbleiterbauelements zu gewährleisten.
Die nachfolgenden 3 bis 16 erläutern die
Verwendung unterschiedlicher Ladungskompensationsmethoden für den Randbereich 7 und
das Zellenfeld 4 in Abhängigkeit
von der Tiefe des Halbleiterkörpers.
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Teilbereich eines Halbleiterwafers 16.
Die Dotierung des Halbleiterwafers 16 richtet sich nach
dem herzustellenden Halbleiterbauelement. Für MOS-Feldeffekttransistoren
ist das Halbleitersubstrat 17 des Halbleiterwafers n+ +-leitend und zeigt
damit eine hohe Dotierung des ersten Leitungstyps, so dass nach
Fertigstellung der Struktur des MOS-Feldeffekttransistors mit Ladungsträgerkompensationszonen
die Rückseite 18 mit
einer Metallschicht versehen werden kann, um die Drain D anzukoppeln.
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Für IGBT-Bauelemente
wird ein p+ +-leitendes Substrat
mit einem zweiten, zu dem ersten Leitungstyp komplementären Leitungstyp
typischerweise eingesetzt, und nach Fertigstellung des IGBT-Bauteils
wird die Rückseite 18 metallisiert,
so dass ein Rückseitenemitter
angekoppelt werden kann. Die Oberseite 26 des Halbleiterwafers 16 ist präpariert,
um eine möglichst defektfreie
erste Epitaxieschicht aufzubringen, die für beide Halbleiterbauelementstrukturen
sowohl für
den MOS-Feldeffekttransistor
als auch für
das IGBT-Bauelement den ersten Leitungstyp jedoch mit geringerer
oder gleicher Konzentration wie das Substrat 17 aufweist.
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Für IGBT-Bauelemente
kann das Substrat alternativ in einem oder mehreren weiteren Verfahrensschritten
vollständig
bis zu der Schicht 19 entfernt werden. In der Schicht 19 wird
anschließend
ein p-dotiertes Gebiet eingebracht und aktiviert. In diesem Fall
ist das p+ +-leitende
Gebiet 17 sehr dünn.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 3 mit
aufgebrachter Epitaxieschicht 19, die in dieser Ausführungsform
schwächer
dotiert ist als das Substrat 17 und schwächer dotiert
ist als die nachfolgenden Epitaxieschichten der hier dargestellten
Multiexpitaxietechnologie. Mit dieser Epitaxieschicht 19 kann
im Bauelement eine vergrabene vertikale Feldstopzone 13 bereitgestellt
werden. Da die Epitaxieschicht 19 ohne Ladungsträgerkompensationszonen
bereitgestellt wird, ist die effektive Dotierstoffkonzentration
der Epitaxieschicht 19 typischerweise höher als die Dotierstoffkonzentration
der Epitaxieschicht 20 und weiterer Schichten, die oberhalb der
Epitaxieschicht 19 angeordnet sind, wobei die Dotierstoffkonzentration
die Differenz zwischen der Dotierstoffkonzentration der Driftzonen
und der Ladungsträgerkompensationszonen
ist. Daher kann die Epitaxieschicht 19 trotz ihrer geringeren
absoluten Dotierstoffkonzentration eine Feldstopzone bereitstellen.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Halbleiterwafer 16 gemäß 4 nach
Aufbringen einer ersten Epitaxieschicht 20 mit einem Dotierstoff
des ersten Leitungs typs in einer Konzentration, die dem Driftzonenmaterial
entspricht und höher
ist als die Konzentration der Feldstopzone 13. In 5 ist
bereits ein weiterer Verfahrensschritt durchgeführt, nämlich das Einbringen von ersten
Dotierstoffdepots 27 des komplementären zweiten Leitungstyps für das Material
der Ladungsträgerkompensationszonen.
Diese Dotierstoffdepots 27 werden sowohl im Zellenfeld 4 als
auch im Randbereich 7 angeordnet, wobei in dieser Ausführungsform
die laterale Erstreckung w im Zellenfeld 4 und die laterale
Erstreckung wR im Randbereich 7 nahezu
gleich groß sind.
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Eine
Verminderung der lateralen Erstreckung wR im
Randbereich 7 zur Verbesserung der Avalanchefestigkeit
im Randbereich 7 ist auch hier möglich, jedoch ist aufgrund
der Struktur des Randbereichs eine extreme Reduzierung nicht erforderlich,
da wie bereits oben beschrieben nur in den unteren Epitaxieschichten
Dotierstoffdepots 27 im Randbereich einzubringen sind und
die Kompensationsmethoden oberhalb der im Halbleiterbauelement auftretenden
maximalen Feldstärke
geändert
werden, wie die nachfolgenden 8 bis 14 zeigen.
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6 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 5 nach
Aufbringen einer weiteren Epitaxieschicht 21 mit einer
Störstellenkonzentration
der Driftzonen und Einbringen weiterer Dotierstoffdepots 27,
die auf die Dotierstoffdepots 27 der ersten Epitaxieschicht 20 ausgerichtet
werden.
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 6 nach
Aufbringen einer weiteren Epitaxieschicht 22, welche die
gleiche oder eine ähnliche
Dotierstoffkonzentration der Driftzonen aufweist wie die Epitaxieschichten 21 und 20.
Auch in 7 sind bereits weitere Dotierstoffdepots 27 des
zweiten komplementären
Leitungstyps in die Epitaxieschicht 22 eingebracht und
oberhalb der bisher eingebrachten Dotierstoffdepots 27 der
Epitaxieschichten 20 und 21 angeordnet.
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 7 nach
Aufbringen einer undotierten oder schwachdotierten Epitaxieschicht 23 und
Aufbringen einer Randabdeckung 31. Eine derartige undotierte
oder schwachdotierte Epitaxieschicht entsteht dadurch, dass beim
Epitaxiewachstum keinerlei Dotierstoffe zugegeben werden. Es kann
auch eine Teildotierung stattfinden, die jedoch weit unterhalb der
Dotierstoffkonzentration der Driftzonen in der Epitaxieschicht 23 liegt.
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Anschließend wird,
wie 8 zeigt, der Randbereich 7 mit einer
Abdeckschicht 31 versehen und in dem Bereich des nicht
abgedeckten Zellenfeldes 4 werden Störstellen implantiert, die ein
großflächiges Dotierstoffdepot 25 bilden
und mit einer Ionenimplantationsdosis eingebracht werden, so dass
für die
Epitaxieschicht 23 eine Gesamtdotierstoffkonzentration
erreicht werden kann, die der Dotierstoffkonzentration der Driftzonen
im Zellenfeld 4 entspricht. Damit wird erreicht, dass der
Randbereich 7 mit Hilfe der Abdeckschicht 31 undotiert
oder nur schwachdotiert bleibt. Diese un- bzw. schwachdotierten
Bereiche werden im Nachfolgenden als n––-leitend
bezeichnet.
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 8 nach
Aufbringen einer Maskierungsschicht 32 mit Fenstern 33,
die in ihrer flächigen
Erstreckung den Dotierstoffdepots 27 in den vorher eingebrachten Epitaxieschichten 20, 21 und 22 entsprechen. Über diese Fenster 23 werden
weitere Dotierstoffdepots 27 des komplementären Leitungstyps
in das großflächige Dotierstoffdepot 25 des
ersten Leitungstyps eingebracht.
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10 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 9 nach
Aufbringen einer undotierten oder schwachdotierten Epitaxieschicht 24 und
nach Abdeckung des Randbereichs 7 mit einer Randabdeckung 31.
Danach kann, wie 10 zeigt, ein weiteres großflächiges Dotierstoffdepot 25 des
ersten Leitungstyps durch Ionenimplantation im Zellenbereich 4 eingebracht
werden, so dass für
die Epitaxieschicht 24 eine Gesamtdotierstoffkonzentration
erreicht werden kann, die der Dotierstoffkonzentration der Driftzonen im
Zellenfeld 4 entspricht.
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 10 nach
Aufbringen einer Maskierungsschicht 32 mit Fenstern 33 für weitere
flächig
begrenzte Dotierstoffdepots 27 in die Epitaxieschicht 24 oder
in das großflächige Dotierstoffdepot 25.
Die Fenster 33 werden wieder nach den bereits erzeugten
Dotierstoffdepots 27 der Epitaxieschichten 20, 21, 22 und 23 ausgerichtet.
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12 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer gemäß 11 nach
Aufbringen einer undotierten bis schwachdotierten Epitaxieschicht 30 und
Abdecken des Randbereichs mit einer Abdeckschicht 31. Anschließend ist,
wie 12 zeigt, eine weiteres großflächiges Dotierstoffdepot 25 des
ersten Leitungstyps im Zellenfeld 4 durch Ionenimplantation
eingebracht. Nun kann erneut eine strukturierte Maskierungsschicht aufgebracht
werden, wie es 13 zeigt.
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13 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 12 nach
Aufbringen einer Maskierungsschicht 32 mit Fenstern 33 für Dotierstoffdepots 27,
die in dieser Ausführungsform
nicht für
Ladungsträgerkompensationszonen
vorbereitet werden, sondern für
Bodyzonen eines MOS-Feldeffekttransistors. Die Epitaxieschicht 30 kann
mit einer größeren Dicke
versehen werden und die Bodyzonen oder die Vordotierstoffzonen für die Bodyzonen
können
mit etwas höherer
Ionenenergie eingebracht werden. Nach Entfernen der Maskierungsschicht 32 kann
anschließend
der Halbleiterwafer einem Diffusionsprozess ausgesetzt werden.
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14 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 13 nach
einem Diffusionsprozess. Durch den Diffusionsprozess breiten sich
die Dotierstoffdepots 27 sowohl vertikal als auch lateral
aus und bilden unterhalb der Bodyzonen 15 zusammenhängende Ladungsträgerkompensationszonen 3 im
Zellenfeld 4, während
im Randbereich 7 in den unteren Epitaxieschichten 20, 21 und 22 vergrabene,
floatende Ladungsträgerkompensationszonen 9 entstehen.
In den oberen Epitaxieschichten 23, 24 und 30 bildet
sich aufgrund der Abdeckung des Randbereiches 7 ein un-
bis schwachdotiertes Gebiet 8 aus, das eine deutlich höhere Sperrspannungsfestigkeit
für den
Randbereich gewährleistet,
als dieses mit bisherigen im Randbereich vorgesehenen Ladungsträgerkompensationszonen
mit geringerem Rastermaß als
das Zellenfeld erreichbar ist.
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Mit
der Bildung der Bodyzonen kann auch in dem un- bis schwachdotierten
Gebiet 8 eine weitere Verbesserung der Eigenschaften des
Halbleiterbauteils durch Einbringen einer variablen, lateralen Dotierstoffstruktur,
die nachfolgend gezeigt wird, geschaffen werden.
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15 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 14 nach
Einbringen einer variablen, lateralen Dotierstoffstruktur 14 im
Randbereich 7 des Halbleiterbauelements. Die Eigenschaften
einer derartigen VLD-Struktur wurden bereits oben erörtert, so
dass an dieser Stelle auf eine Wiederholung verzichtet werden kann.
Die Störstellen
dieser VLD-Struktur können
mit der Ionenimplantation der Störstellen
der Bodyzonen 15 eingebracht werden, wenn die oberseitige
Oberfläche 34 des
Halbleiterkörpers 5 entsprechend
vorbereitet wurde.
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Ein
weiterer Unterschied zu 14 kann
im in 15 gezeigten äußersten
Randbereich gesehen werden, da dort zur Halbleiterchipkante 10 hin die
Randabdeckung, wie sie in den 8, 10 und 12 gezeigt
wird, in einem schmalen Bereich nicht die jeweiligen Epitaxieschichten 23, 24 und 30 abgedeckt
hat. Somit bildet sich dort eine vertikale Feldstopzone 12 mit
einer Störstellenkonzentration der
Driftzonen 6 aus. Diese vertikale Feldstopzone 12 kann
in eine Breite von mindestens 0,5·w, d. h. das halben Zellenfeldrastermaß 11,
aufweisen.
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16 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch den Halbleiterwafer 16 gemäß 15 nach
Fertigstellen eines Halbleiterbauelements 2 mit einer Chipkante 10,
die durch Auftrennen des Halbleiterwafers 16 in einzelne
Halbleiterchips entsteht. Der Aufbau und die Struktur des Halbleiterbauelements
der 16 entspricht der 2 und stellt
die Einzelheiten des Halbleiterbauelements 2 dar.
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Die
Verfahrensschritte, um diese Struktur zu erreichen, sind einerseits
die Strukturierung der oberseitigen Oberfläche 34 des Halbleiterkörpers 5 mit
einer in die Bodyzone 15 eingebrachten erhöhten Dotierstoffkonzentration
des zweiten Leitungstyps, so dass diese Zone innerhalb der Bodyzone 15 p+-leitend
wird. Ferner wird durch Ionenimplantation eine Sourcezone 28 innerhalb
der Bodyzone 15 an der oberseitigen Oberfläche 34 des
Halbleiterkörpers hergestellt,
die n+-leitend ist und nach Herstellen einer
beispielsweise lateralen Gatestruktur 29 mittels einer
Sourcemetallisierung 36 angekoppelt wird.
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Abschließend kann
der Halbleiterwafer gedünnt
werden und die Rückseite 18 mit
einer Drainmetallisierung 35 großflächig beschichtet werden, bevor
der Halbleiterwafer in einzelne Halbleiterchips aufgetrennt wird.