DE102009036602A1 - Regelbare Pumpe - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine regelbare Pumpe mit einem, in einem Pumpengehäuse drehbar gelagerten Pumpenrad und einem topfartigen Ventilschieber, der in Axialrichtung variabel über den Außenumfang des Pumpenrades schiebbar ausgebildet ist. Erfindungswesentlich ist dabei, dass die Pumpe zumindest einen Einlasskanal und zumindest drei spiralförmig, das heißt in der Art von in Umfangsrichtung gekrümmten Radialstrahlen, vom Pumpenrad abgehende Auslasskanäle aufweist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine regelbare Pumpe mit einem, in einem Pumpengehäuse drehbar gelagerten Pumpenrad und einem topfartigen Ventilschieber gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der
DE 10 2005 004 315 B4 ist eine gattungsgemäße regelbare Pumpe bekannt, die als Kühlmittelpumpe ausgebildet ist und einen Ventilschieber besitzt, der aus einer auf einer Welle geführten Gleithülse, einer an dieser Gleithülse angeordneten, mit einer/mehreren Durchgangsöffnungen versehenen Ringplatte und einem an dieser Ringplatte angeordneten Außenzylinder besteht. Zum Zurückstellen des Ventilschiebers in seine Ausgangslage sind eine oder mehrere Druckfedern vorgesehen, ebenso wie eine magnetisch arbeitende Verstelleinrichtung. - Aus der
ist eine weitere regelbare Pumpe bekannt, bei welcher mittels eines Aktuators ein Ringschieber verstellt und somit Auslasskanäle der Pumpe einzeln geöffnet bzw. geschlossen werden können.WO 86/03809 - Weitere regelbare Pumpen, insbesondere Kühlmittelpumpen, mit axial verstellbaren Ventilschiebern sind bspw. aus der
DE 199 01 123 A1 , aus derDE 10 2005 062 200 B3 , aus derDE 10 2007 019 263 B2 sowie aus derUS 5,169,286 bekannt. - Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine gattungsgemäße regelbare Pumpe eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform anzugeben, wodurch insbesondere ein Zusatznutzen erreicht werden kann.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei einer an sich bekannten, regelbaren Pumpe mit einem, in einem Pumpengehäuse drehbar gelagerten Pumpenrad und einem topfartigen Ventilschieber, der in Axialrichtung variabel über den Außenumfang des Pumpenrades schiebbar ausgebildet ist, zumindest drei spiralförmig, d. h. in der Art von in Umfangsrichtung gekrümmten Radialstrahlen vom Pumpenrad abgehende Auslasskanäle vorzusehen, ebenso wie zumindest einen, vorzugsweise axial zum Pumpenrad verlaufenden Einlasskanal, sodass mit der erfindungsgemäßen Pumpe nicht nur ein Kühlmittelzufluss zu einem Verbrennungsmotor, sondern zusätzlich auch ein Kühlmittelzufluss zu einem Öl-Wasser-Wärmetauscher geregelt werden kann. Bei der erfindungsgemäßen Pumpe wird zur Regelung der Pumpenförderleistung somit der topfförmig ausgebildete Ventilschieber über den Außenumfang des Pumpenrades verschoben, wobei sich der Ventilschieber in einem radialen Zwischenraum zwischen dem Pumpenrad und den jeweiligen Eingängen der zumindest drei Auslasskanälen verstellt. Die Regelung des Kühlmittelzuflusses nicht nur zum Verbrennungsmotor, sondern zusätzlich bspw. auch zum Öl-Wasser-Wärmetauscher kann dazu beitragen, die Kaltstartphase des Verbrennungsmotors zu reduzieren und dadurch den Schadstoffausstoß des Verbrennungsmotors in dieser Kaltstartphase zu verkleinern.
- Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, sind die drei Auslasskanäle auf gleicher axialer Höhe der Pumpe angeordnet. Eine derartige Anordnung zumindest drei Auslasskanäle auf gleicher axialer Höhe der Pumpe verringert einen erforderlichen Verstellweg des Ventilschiebers zwischen seinen zwei Endstellungen und trägt darüber hinaus dazu bei, die erfindungsgemäße Pumpe äußerst kompakt bauen zu können. Von weiterem Vorteil hierbei ist, dass bei einer Verstellbewegung des Ventilschiebers in allen Auslasskanälen ein freier Querschnitt gleichförmig reduziert bzw. vergrößert wird, was bei einer axial benachbarten Anordnung der einzelnen Auslasskanäle zueinander nicht möglich wäre, da in diesem Fall der Ventilschieber zuerst die näher zu diesem liegenden Auslasskanäle öffnen bzw. verschließen würde und anschließend die axial dazu entfernteren.
- Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
- Dabei zeigen, jeweils schematisch,
-
1 eine erfindungsgemäße regelbare Pumpe in geöffnetem Zustand, -
2 eine Darstellung wie in1 , jedoch mit hervorgehobenem, topfartigem Ventilschieber, -
3 eine Schnittdarstellung durch die erfindungsgemäße regelbare Pumpe im Bereich des Pumpenrades bei vollständig geöffnetem Ventilschieber, -
4 eine Darstellung wie in3 , jedoch bei vollständig geschlossenem Ventilschieber, -
5 eine Ansicht auf die zumindest drei spiralförmig abgehenden Auslasskanäle, und -
6 eine weitere Ansicht auf die drei spiralförmig abgehenden Auslasskanäle gemäß einer geänderten Spiralführung. - Entsprechend der
1 , weist eine erfindungsgemäße, regelbare Pumpe1 ein Pumpengehäuse2 auf, in welchem ein Pumpenrad3 drehbar gelagert ist. Über einen Außenumfang dieses Pumpenrades3 ist zur Regulierung der Förderleiste der Pumpe1 ein topfartig ausgebildeter Ventilschieber4 (vgl. auch die2 bis5 ) vorgesehen. Erfindungsgemäß weist nun die Pumpe1 zumindest einen, vorzugsweise axial zum Pumpenrad3 angeordneten Einlasskanal8 (vgl. insbesondere die3 und4 ) und zumindest drei spiralförmig, d. h. in der Art von in Umfangsrichtung gekrümmten Radialstrahlen vom Pumpenrad3 abgehende Auslasskanäle5 ,6 und7 auf. Der Ventilschieber4 , welcher mittels einer nicht gezeigten Verstelleinrichtung in Axialrichtung variabel über den Außenumfang des Pumpenrades3 verschiebbar ist, greift dabei mit seiner ringförmigen Mantelfläche in einen Zwischenraum zwischen dem Außenumfang des Pumpenrades3 und einem jeweiligen Einlass des zugehörigen Auslasskanals5 ,6 ,7 ein. - Generell kann die erfindungsgemäße Pumpe
1 beliebige Medien fördern, wobei die gemäß den Figuren dargestellte Pumpe1 als Kühlmittelpumpe ausgebildet und im Bereich eines Verbrennungsmotors eines Kraftfahrzeuges angeordnet ist. Aus diesem Grund führt der erste Auslasskanal5 zu einer ersten Zylinderbank, während der zweite Auslasskanal6 zu einer zweiten Zylinderbank des Verbrennungsmotors führt. Bei einem Verbrennungsmotor mit insgesamt sechs Zylindern würde somit der erste Auslasskanal5 zur ersten Zylinderbank mit den Zylindern eins bis drei und der zweite Auslasskanal6 zur zweiten Zylinderbank mit den Zylindern vier bis sechs führen. Der dritte Auslasskanal7 führt zu einem nicht dargestellten Öl-Wasser-Wärmetauscher. - Betrachtet man die
3 und4 , so kann man erkennen, dass der Ventilschieber4 zwischen zwei Endstellungen verstellbar ist, wobei gemäß der3 die erste Endstellung und gemäß der4 die zweite Endstellung gezeichnet ist. In der ersten Endstellung sind dabei alle drei Auslasskanäle5 ,6 und7 vollständig geöffnet, während diese in der zweiten Endstellung gemäß der4 vollständig verschlossen sind. Dabei ist selbstverständlich denkbar, dass der Ventilschieber4 mittels der nicht gezeigten Stelleinrichtung auch beliebige, zwischen den beiden Endstellungen gelegene Zwischenstellungen einnehmen und in diesen entsprechend geregelt positioniert gehalten werden kann. - Betrachtet man die
3 und4 näher, so kann man erkennen, dass die drei Auslasskanäle5 ,6 ,7 auf gleicher axialer Höhe der Pumpe1 angeordnet sind, sodass eine Verstellbewegung des Ventilschiebers4 bei allen drei Auslasskanälen5 ,6 und7 eine gleiche Reduzierung bzw. Erweiterung des Einlassquerschnitts zur Folge hat. Die Stelleinrichtung kann dabei hydraulisch, pneumatisch, elektrisch, mechanisch und/oder in jeweiliger Kombination arbeiten, wobei auch denkbar ist, dass der Verstellschieber4 mittels Magnetkräften verschoben wird. - Betrachtet man die
5 , so kann man erkennen, dass die Auslasskanäle5 ,6 und7 jeweils unterschiedliche Einlassquerschnitte aufweisen, wobei der erste und der zweite Auslasskanal5 und6 vorzugsweise gleich große Einlassquerschnitte aufweisen, während im Vergleich zu diesen der Einlassquerschnitt des dritten Auslasskanals7 reduziert ist. Über die individuelle Größe der Einlassquerschnitte der jeweiligen Auslasskanäle5 ,6 und7 kann auch eine Förderleistung in diese individuell bestimmt werden. Generell ist dabei selbstverständlich auch vorstellbar, dass mehr als drei Auslasskanäle5 ,6 und7 spiralförmig vom Pumpenrad3 ausgehend dem Pumpengehäuse2 angeordnet sind. - Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß
6 ist eine Einlasszunge9 des Auslasskanals7 bis auf eine gleiche Höhe wie beim Auslasskanal5 zurückversetzt, so dass beide Auslasskanäle5 und7 nahezu gleichgroße Öffnungsquerschnitte bzw. Einlaufbereiche10 aufweisen und gleichzeitig beaufschlagt werden können. Dementsprechend wird auch der Öffnungsquerschnitt bzw. Einlaufbereich11 des Auslasskanals6 vergrößert bzw. zurückversetzt. Über die unterschiedlichen Einlaufbereiche10 und11 kann optional die Förderleistung des jeweiligen Kanals eingestellt bzw. verändert werden. - Mit der erfindungsgemäßen regelbaren Pumpe
1 lässt sich insbesondere ein Kühlmittelfluss innerhalb eines Verbrennungsmotors besonders exakt regeln, wodurch insbesondere die Kaltstartphasen verkürzt und dadurch die Schadstoffemission gesenkt werden kann. Der Ventilschieber4 kann dabei bspw. aus Metall oder aus Kunststoff oder aus einer Kombination aus beiden Materialien ausgebildet sein, wobei ein Wärmeausdehnungskoeffizient des Ventilschiebers4 in etwa demjenigen des Pumpenrades3 entsprechen sollte, um bei den in der Pumpe1 auftretenden, unterschiedlichen Temperaturen, die gewünschte Sperrwirkung beim Aufschieben des Ventilschiebers4 auf das Pumpenrad3 jederzeit erzielen zu können. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005004315 B4 [0002]
- - WO 86/03809 [0003]
- - DE 19901123 A1 [0004]
- - DE 102005062200 B3 [0004]
- - DE 102007019263 B2 [0004]
- - US 5169286 [0004]
Claims (10)
- Regelbare Pumpe (
1 ) mit einem, in einem Pumpengehäuse (2 ) drehbar gelagerten Pumpenrad (3 ) und einem topfartigen Ventilschieber (4 ), der in Axialrichtung variabel über den Außenumfang des Pumpenrades (3 ) schiebbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (1 ) zumindest einen Einlasskanal (8 ) und zumindest drei spiralförmig, das heißt in der Art von in Umfangrichtung gekrümmten Radialstrahlen, vom Pumpenrad (3 ) abgehende Auslasskanäle (5 ,6 ,7 ) aufweist. - Regelbare Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Auslasskanal (
5 ) zu einer ersten Zylinderbank und ein zweiter Auslasskanal (6 ) zu einer zweiten Zylinderbank eines Verbrennungsmotors führt. - Regelbare Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Auslasskanal (
7 ) zu einem Öl-Wasser-Wärmetauscher führt. - Regelbare Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stelleinrichtung vorgesehen ist, die den Ventilschieber (
4 ) in Axialrichtung verstellt und fixiert. - Regelbare Pumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilschieber (
4 ) zwischen zwei Endstellung verstellbar ist, wobei in der ersten Endstellung alle drei Auslasskanäle (5 ,6 ,7 ) geöffnet und in der zweiten Endstellung alle drei Auslasskanäle (5 ,6 ,7 ) verschlossen sind. - Regelbare Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Auslasskanäle (
5 ,6 ,7 ) auf gleicher axialer Höhe der Pumpe (1 ) angeordnet sind. - Regelbare Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (
1 ) als regelbare Kühlmittelpumpe in einem Kraftfahrzeug ausgebildet ist. - Regelbare Pumpe nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinrichtung hydraulisch, magnetisch, pneumatisch oder elektrisch arbeitet.
- Regelbare Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslasskanäle (
5 ,6 ,7 ) unterschiedliche Einlassquerschnitte aufweisen. - Verwendung einer regelbaren Pumpe (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in einem Kraftfahrzeug.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102009036602A1 true DE102009036602A1 (de) | 2011-02-03 |
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE102009036602A1 (de) |
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