DE102009022979B3 - Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- Aus der
DE 10 2005 044 778 B4 ist ein Längseinsteller dieser Art bekannt. Die Memoryvorrichtung, welche die eingestellte Sitzlängsposition des Fahrzeugsitzes speichert, ist relativ zur ersten Sitzschiene um einen kleinen Verfahrweg eingeschränkt beweglich. Beim Freischwenken wird die Lehne vorgeschwenkt, wobei die Beschläge in der freigeschwenkten Stellung der Lehne gesichert werden, und der Fahrzeugsitz nach vorne geschoben. Bei der Rückkehr in die zuvor eingenommenen Sitzlängsposition sperrt die Memoryvorrichtung die weitere Bewegung aufgrund des Zusammenwirkens mit der zweiten Sitzschiene. Die erste Sitzschiene bewegt sich um den kleinen Verfahrweg weiter. Ein an der Memoryvorrichtung schwenkbar gelagerter Entsicherungshebel, welcher zunächst an einem Lagerwinkel der ersten Sitzschiene anliegt, wird durch diese weitere Bewegung der ersten Sitzschiene geschwenkt. Übersetzt durch einen anderen Hebelarm, führt diese Schwenkbewegung des Entsicherungshebels zu einem Zug an einem Bowdenzug, der an diesem Ende mit seiner Seele am Lagerwinkel und mit seiner Seele am Hebel abgestützt ist, und der am anderen Ende auf die Sicherung des Beschlags in der freigeschwenkten Stellung der Lehne einwirkt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Längseinsteller der eingangs genannten Art hinsichtlich der Mittel zum Entsichern des Beschlags zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Fahrzeugsitz mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Erfindungsgemäß umfassen die Mittel zum Entsichern des Beschlags eine erste Feder, welche ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, und eine Klinke zum wenigstens mittelbaren (d. h. mittelbaren oder unmittelbaren) Verriegeln wenigstens eines Endes der ersten Feder. Die Klinke kann direkt in Kontakt mit dem Ende der ersten Feder stehen (unmittelbares Verriegeln) oder in Kontakt mit einem Bauteil stehen, an welchem dann das Ende der ersten Feder befestigt ist (mittelbares Verriegeln). Die erste Feder speichert die Energie, um im Bedarfsfall den Beschlag zu entsichern. Um die Energie freizugeben, ist nur die Klinke zu öffnen, wofür nur ein verhältnismäßig kleiner Hub- oder Schwenkwinkel und eine verhältnismäßig kleine Kraft nötig sind, beispielsweise entgegen einer zweiten Feder. Die erste Feder wird vorzugsweise durch einen Mitnehmer gespannt, der durch die beim Freischwenken vorschwenkende Lehne mitgenommen wird. Zur Freigabe der Energie der ersten Feder gibt die Klinke dann das abgestützte erste Ende oder das vom Mitnehmer beaufschlagte zweite Ende frei. Die Relativbewegung von Memoryvorrichtung und erster Sitzschiene wird vorzugsweise dadurch ausgenutzt, dass die Klinke an der Memoryvorrichtung und die anderen Teile der Ansteuervorrichtung, insbesondere der Mitnehmer und die erste Feder samt ihrer Abstützung, beispielsweise einem Scheibenstück, an der ersten Sitzschiene gelagert sind. Eine Schraubenknickfeder als erste Feder hat den Vorteil, dass sie unabhängig von Winkelstellung ein (weitgehend) konstantes Drehmoment ausübt.
- Im folgenden ist die Erfindung anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine perspektivische Teilansicht des ersten Ausführungsbeispiels in der Ausgangsstellung, -
2 eine1 entsprechende Darstellung ohne erste Feder, -
3 eine andere perspektivische Teilansicht des ersten Ausführungsbeispiels, -
4 eine Detaildarstellung eines Bereichs von3 , -
5 eine Seitenansicht der Ansteuervorrichtung von1 in der Ausgangsstellung, -
6 eine Seitenansicht entsprechend5 bei freigeschwenkter Lehne, -
7 eine6 entsprechende Darstellung ohne erste Feder, -
8 eine Seitenansicht entsprechend5 nach einer Relativbewegung von Memoryvorrichtung und erster Sitzschiene, -
9 eine8 entsprechende Darstellung ohne erste Feder, -
10 eine Seitenansicht eines Fahrzeugsitzes, -
11 eine schematische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiel mit in Gebrauchsstellung befindlicher Lehne, und -
12 eine schematische Darstellung entsprechend11 mit freigeschwenkter Lehne. - Ein Fahrzeugsitz
1 für ein zweitüriges Kraftfahrzeug ist mittels eines Längseinstellers3 als Ganzes längseinstellbar, kann also verschiedene Sitzlängspositionen in Sitzlängsrichtung einnehmen. Die Längseinstellung definiert auch die vorliegend verwendeten Richtungsangaben. An einem Sitzteil4 ist eine Lehne5 mittels Beschlägen6 neigungseinstellbar angebracht. Die Lehne5 ist mittels der Beschläge6 auch freischwenkbar, d. h. aus einer Gebrauchsstellung heraus nach vorne schwenkbar, um den Zugang zu den Fondsitzen zu ermöglichen. Das Freischwenken wird durch Betätigen eines Lehnen-Entriegelungshebels7 eingeleitet. Um einen mög lichst breiten Zugang zu erhalten, wird beim Freischwenken der Lehne5 außer den Beschlägen6 auch der Längseinsteller3 entriegelt, so dass der Fahrzeugsitz1 nach vorne geschoben werden kann. - Beim Zurückschwenken der Lehne
5 wird der Fahrzeugsitz1 wieder zu der zuvor eingenommenen Sitzlängsposition verschoben, wo er verriegelt wird. Für die Speicherung dieser zuvor eingenommenen Sitzlängsposition ist eine Memoryvorrichtung11 vorgesehen, wie sie in derDE 10 2005 044 778 B4 beschrieben ist, deren diesbezüglicher Offenbarungsgehalt ausdrücklich einbezogen wird. Die Längseinstellung wird durch Betätigen eines Längseinsteller-Betätigungshebel12 eingeleitet, welcher unterhalb des vorderen Endes des Sitzteils4 für den Insassen zugänglich ist. Beim Betätigen des Längseinsteller-Betätigungshebel12 wird die Memoryvorrichtung11 zurückgesetzt, so dass die eingestellte Sitzlängsposition gespeichert wird. - Der Längseinsteller
3 weist auf beiden Fahrzeugsitzseiten jeweils eine erste Sitzschiene13 , die als sitzstrukturfeste Oberschiene dient und einen Bestandteil des Sitzteils4 bildet, und eine zweite Sitzschiene15 auf, die als Unterschiene dient und nach der Montage des Fahrzeugsitzes1 fahrzeugstrukturfest ist. In an sich bekannter Weise umgreifen die Profile je einer ersten Sitzschiene13 und einer zweiten Sitzschienen15 einander wechselseitig unter Zwischenlage von Kugeln. Auf jeder Fahrzeugsitzseite sind die beiden Sitzschienen13 und15 relativ zueinander in Sitzlängsrichtung verschiebbar und mittels einer Verriegelungsvorrichtung16 miteinander verriegelbar. - Die Verriegelungsvorrichtung
16 weist vorzugsweise eine in der ersten Sitzschiene13 geführte Rastplatte auf, die mit Rasten der zweiten Sitzschiene15 zusammen wirkt. Bis auf die mit den Rasten zusammenwirkenden Zähne ist die Rastplatte innerhalb eines von den Sitzschienen13 und15 umschlossenen Bauraums angeordnet. Auf genau einer der beiden Fahrzeugsitzseiten ist auch die Memoryvorrichtung11 – bis auf einen Teil ihres Gehäuses – innerhalb dieses Bauraums angeordnet, vorzugsweise axial unmittelbar benachbart zur Verriegelungsvorrichtung16 auf dieser Fahrzeugsitzseite. Die Memoryvorrichtung11 ist – durch eine entsprechende Lage rung – relativ zur ersten Sitzschiene13 eingeschränkt beweglich. Eine entsprechende Memoryvorrichtung11 auf der anderen Fahrzeugsitzseite ist nicht unbedingt notwendig, aber auch nicht ausgeschlossen. - Um den Längseinsteller
3 sowohl für die Längseinstellung als auch für das Freischwenken zu betätigen, also zu entriegeln, genauer gesagt auf beiden Seiten die Verriegelungsvorrichtung16 zum Entriegeln und bedarfsweise die Memoryvorrichtung11 zum Zurücksetzen anzusteuern, ist auf jeder Fahrzeugsitzseite eine Ansteuervorrichtung40 vorgesehen. Nachfolgend ist dabei nur die Ansteuervorrichtung40 auf der Fahrzeugsitzseite mit der Memoryvorrichtung11 näher beschrieben. Die beiden Ansteuervorrichtung40 stehen durch ein Querrohr miteinander in Wirkverbindung, welches um seine Achse drehbar ist, wobei das Querrohr vorliegend horizontal und senkrecht zur Sitzlängsrichtung verläuft. Durch Abkröpfungen sind auch andere Verläufe möglich. - Die Ansteuervorrichtung
40 weist einen an der ersten Sitzschiene13 befestigten Lagerbock41 auf, welcher mit einer Lagerbuchse42 zur Lagerung des Querrohres versehen ist. Am Querrohr ist der Längseinsteller-Betätigungshebel12 befestigt, welcher in Sitzlängsrichtung nach vorne absteht und durch Schwenken das Querrohr um seine Achse dreht. Zur Einwirkung auf die jeweilige Verriegelungsvorrichtung16 ist jeweils ein Arm am Querrohr befestigt, welcher bei Drehung des Querrohres direkt oder indirekt auf einen aus der ersten Sitzschiene13 ragenden Führungstift der Verriegelungsvorrichtung16 drückt. - Am Lagerbock
41 ist ferner eine Schwinge43 schwenkbar gelagert. Die Schwinge43 wirkt in einer Weise, wie sie näher beschrieben ist in derEP 1474 308 B1 , deren diesbezüglicher Offenbarungsgehalt ausdrücklich einbezogen wird, auf ein Druckstück44 ein, mittels dessen sie ebenfalls auf die Verriegelungsvorrichtung16 einwirkt, vorzugsweise den am Querrohr befestigten Arm beaufschlagt. Am Lagerbock41 ist auch ein Scheibenstück46 mittels eines Scheiben-Lagerbolzens47 schwenkbar gelagert. Der Scheiben-Lagerbolzen47 fluchtet mit dem Lagerbolzen der Schwinge43 . Das Scheibenstück46 weist eine Kulisse48 auf, welche um den Scheiben-Lagerbolzen47 (und damit auch um den Lagerbolzen der Schwinge43 ) gekrümmt ist. - Eine erste Feder
50 ist vorliegend als Schraubenknickfeder ausgebildet. Die vorgespannte erste Feder50 ist an ihrem ersten Ende50a mittels eines Stiftes51 am Scheibenstück46 abgestützt, welches wiederum – innerhalb des Selbsthemmungsbereichs anliegend – an einer Klinke52 abgestützt ist. Die Klinke52 sitzt drehfest auf einer Welle52a , welche parallel zum Scheiben-Lagerbolzen47 und in Sitzlängsrichtung dahinter angeordnet ist. Die Welle52a ist drehbar in demjenigen Teil des Gehäuses der Memoryvorrichtung11 gelagert, der außerhalb des von den Sitzschienen13 und15 umschlossenen Bauraums angeordnet ist. Ein Rückstellhebel53 sitzt ebenfalls drehfest auf der Welle52a , vorliegend quer zur Sitzlängsrichtung von der Klinke52 beabstandet. Der Rückstellhebel53 ist somit starr mit der Klinke52 verbunden. Eine zweite Feder54 , die vorliegend als Schrauben-Zugfeder ausgebildet ist, ist zwischen dem Rückstellhebel53 und dem Gehäuse der Memoryvorrichtung11 gespannt. Die zweite Feder54 wirkt mittels Beaufschlagen der Klinke52 auf das Scheibenstück46 ein und hält dieses in Anlage an einen Anschlag am Lagerbock41 . Insgesamt verriegelt somit die Klinke52 (mittelbar) das erste Ende50a der ersten Feder50 . - Die erste Feder
50 ragt mit ihrem zweiten Ende50b durch die Kulisse48 und ist zunächst am Ende der Kulisse48 abgestützt, also ebenfalls am Scheibenstück46 und somit zunächst wirkungslos. Jenes zweite Ende50b der ersten Feder50 kann jedoch durch einen Mitnehmer56 aufgenommen werden und innerhalb der Kulisse48 bewegt werden, wodurch die erste Feder50 weiter gespannt wird. Der Mitnehmer56 , der vorliegend an der Schwinge43 befestigt ist, wird von der Schwinge43 beim Schwenken mitgenommen. - Die beiden Beschlage
6 weisen in an sich bekannter Weise ein während des Sitzgebrauchs und vorzugsweise auch während der Neigungseinstellung verriegeltes Beschlagteil auf, welches beim Freischwenken durch Betätigung des Lehnen-Entriegelungshebels7 entriegelt. In der nach vorne geschwenkten, also freigeschwenkten Stellung der Lehne5 wird das besagte Beschlagteil bei einem der beiden Beschläge6 mittels einer Sicherungsklinke58 gesichert und damit dieser Beschlag6 gesichert. Eine derartige Sicherung des Beschlags6 bei freigeschwenkter Lehne5 mittels einer Sicherungsklinke58 ist in derDE 102 06 303 A1 beschrieben, deren diesbezüglicher Offenbarungsgehalt ausdrücklich einbezogen wird. - Der andere der beiden Beschläge
6 steht mittels eines ersten Zugmittels60 , vorzugsweise eines Bowdenzuges, in Wirkverbindung mit der Ansteuervorrichtung40 , um diese beim Vorschwenken der Lehne5 anzusteuern. Hierzu ist das erste Zugmittel60 einerseits an einem mit der Lehne5 mitschwenkenden Bauteil des Beschlags6 , beispielsweise einem Ring, und am anderen Ende an der Schwinge43 eingehängt. Im Falle eines Bowdenzugs trifft dies auf dessen Seele zu, während dessen Hülle einerseits am Sitzteil4 und andererseits am Lagerbock41 abgestützt ist. Mittels eines zweiten Zugmittels62 , vorzugsweise eines Bowdenzuges, steht die Ansteuervorrichtung in Wirkverbindung mit der Sicherungsklinke58 des erstgenannten Beschlags6 . Hierzu ist das zweite Zugmittel62 einerseits am Scheibenstück46 , beabstandet vom Scheiben-Lagerbolzen47 , und anderseits an einem auf die Sicherungsklinke58 einwirkenden Bauteil des Beschlags6 eingehängt. Im Falle eines Bowdenzugs trifft dies auf dessen Seele zu, während dessen Hülle einerseits am Sitzteil4 und andererseits am Gehäuse der Memoryvorrichtung11 abgestützt ist. - Beim Freischwenken der Lehne
5 werden mittels des Lehnen-Entriegelungshebels7 die beiden Beschläge6 entriegelt. Die vorschwenkende Lehne5 beaufschlagt mittels des ersten Bowdenzuges60 die Schwinge43 , welche schwenkt und dabei sowohl die beiden Verriegelungsvorrichtungen16 entriegelt, wodurch der Fahrzeugsitz1 nach vorne verschiebbar ist, als auch den Mitnehmer56 mitnimmt, welcher das zweite Ende50b der ersten Feder50 beaufschlagt und dadurch die erste Feder50 (weiter) spannt. Indem die Lehne mittels der Sicherungsklinke58 in der freigeschwenkten Stellung gesichert wird, behalten auch die Schwinge43 und der Mitnehmer56 ihre geschwenkte Position bei. Sofern die Memoryvorrichtung11 noch nicht die eingenommene Sitzlängsposition gespeichert hat, wird diese entsprechend angesteuert. Wenn der Fahrzeugsitz1 nach vorne geschoben (vorgeschoben) wird, nimmt die Memoryvorrichtung11 den zurückgelegten Weg auf. - Wird der Fahrzeugsitz
1 zurückgeschoben und kehrt in seine zuvor eingenommene Sitzlängsposition zurück, wirkt die Memoryvorrichtung11 mit der zugeordneten zweiten Sitzschiene15 zusammen, um die weitere Bewegung zu sperren, vorliegend, indem wenigstens ein Sperrhebel ausschwenkt, um mit dieser zweiten Sitzschiene15 in Eingriff zu gelangen. Da die Memoryvorrichtung11 um einen kleinen Verfahrweg von etwa 2–3 mm relativ zur zugeordneten ersten Sitzschiene13 eingeschränkt beweglich ist, setzt der Fahrzeugsitz1 auf den beiden ersten Sitzschienen13 zunächst seine Bewegung um den Verfahrweg fort, wenn die Memoryvorrichtung11 bereits mit der zugeordneten zweiten Sitzschiene15 zum Sperren zusammenwirkt. Der Lagerbock41 beaufschlagt dadurch die Klinke52 , welche entgegen der Kraft der zweiten Feder54 nach hinten geschwenkt wird, also vom Scheibenstück46 weg. Das erste Ende50a der ersten Feder50 ist dadurch nicht mehr abgestützt. Die erste Feder50 kann sich dadurch teilweise entspannen und das Scheibenstück46 nach hinten schwenken. Das Scheibenstück46 öffnet mittels des zweiten Zugmittels62 die Sicherungsklinke58 und entsichert damit den zugeordneten Beschlag6 , wodurch die Lehne5 wieder zurückschwenken kann. - Wenn die Lehne
5 ihre Gebrauchsstellung erreicht, lässt die Spannung im ersten Zugmittel60 nach, so dass die erste Feder50 auch die Schwinge43 zurückschwenken kann. Die Verriegelungsvorrichtungen16 können dadurch wieder verriegeln. Wenn die erste Feder50 durch Anlage ihres zweiten Endes50b an das Ende der Kulisse48 wieder wirkungslos wird, kann die zweite Feder54 die Klinke52 wieder in ihre Ausgangslage zurückschwenken, wodurch das Scheibenstück46 ebenfalls in seine Ausgangslage gebracht wird. - Das zuvor beschriebene erste Ausführungsbeispiel kurz zusammengefasst, ist die erste Feder
50 an ihrem ersten Ende50a – mittels Verriegelns mit der Klinke52 – abgestützt und wird beim Schwenken der Lehne5 vom Mitnehmer56 am zweiten Ende beaufschlagt und dadurch gespannt, während beim Erreichen der zuvor einge nommenen Sitzlängsposition durch die Relativbewegung von Memoryvorrichtung11 und erster Sitzschiene13 die Abstützung des ersten Endes50a – mittels Öffnen der Klinke52 – entfernt wird, wodurch sich die erste Feder50 entspannen kann und dadurch den die Lehne5 in der freigeschwenkten Stellung sichernden Beschlag6 entsichern kann. - Ein zweites Ausführungsbeispiel, welches in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist, unterscheidet sich insoweit, als dass das erste Ende
50a der ersten Feder50 dauerhaft abgestützt ist, und das zweite Ende50b nach Beaufschlagen durch den Mitnehmer56 beim Schwenken der Lehne5 mittels der Klinke52 verriegelt wird. Übereinstimmend ist, außer den nicht näher beschriebenen Merkmalen, dass beim Erreichen der zuvor eingenommenen Sitzlängsposition durch die Relativbewegung von Memoryvorrichtung11 und erster Sitzschiene13 die Klinke52 öffnet, wodurch sich die erste Feder50 entspannen kann und dadurch die Sicherungsklinke58 öffnet (und damit den die Lehne5 in der freigeschwenkten Stellung sichernden Beschlag6 entsichert). Die Kopplung zwischen der Memoryvorrichtung11 und der Klinke52 , welche in der Zeichnung mit64 bezeichnet ist, kann außer durch eine Hebel- und Wellenanordnung wie im ersten Ausführungsbeispiel auch durch einen dritten Bowdenzug verwirklicht sein. -
- 1
- Fahrzeugsitz
- 3
- Längseinsteller
- 4
- Sitzteil
- 5
- Lehne
- 6
- Beschläge
- 7
- Lehnen-Entriegelungshebel
- 11
- Memoryvorrichtung
- 12
- Längseinsteller-Betätigungshebel
- 13
- erste Sitzschiene
- 15
- zweite Sitzschiene
- 16
- Verriegelungsvorrichtung
- 40
- Ansteuervorrichtung
- 41
- Lagerbock
- 42
- Lagerbuchse
- 43
- Schwinge
- 44
- Druckstück
- 46
- Scheibenstück
- 47
- Scheiben-Lagerbolzen
- 48
- Kulisse
- 50
- erste Feder
- 50a
- erstes Ende
- 50b
- zweites Ende
- 51
- Stift
- 52
- Klinke
- 52a
- Welle
- 53
- Rückstellhebel
- 54
- zweite Feder
- 56
- Mitnehmer
- 58
- Sicherungsklinke
- 60
- erstes Zugmittel
- 62
- zweites Zugmittel
- 64
- Kopplung
Claims (16)
- Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz (
1 ), der eine mittels wenigstens eines Beschlags (6 ) freischwenkbare Lehne (5 ) aufweist, mit wenigstens einer ersten Sitzschiene (13 ) und wenigstens einer zweiten Sitzschiene (15 ), die relativ zueinander in Sitzlängsrichtung verschiebbar sind, wenigstens einer Verriegelungsvorrichtung (16 ) zum Verriegeln der beiden Sitzschienen (13 ,15 ), einer Memoryvorrichtung (11 ), welche relativ zur ersten Sitzschiene (13 ) eingeschränkt beweglich ist und mit der zweiten Sitzschiene (15 ) zusammenwirkt, zum Speichern einer Sitzlängsposition, die der Fahrzeugsitz (1 ) vor dem Vorschieben beim Freischwenken der Lehne (5 ) eingenommen hat und in die er beim Zurückschieben zurückkehrt, wenigstens einer der ersten Sitzschiene (13 ) zugeordneten, einen Lagerbock (41 ) aufweisenden Ansteuervorrichtung (40 ), welche sowohl für eine Längseinstellung des Fahrzeugsitzes (1 ) als auch für das Freischwenken der Lehne (5 ) die Verriegelungsvorrichtung (16 ) zum Entriegeln und die Memoryvorrichtung (11 ) zum Zurücksetzen ansteuert, wobei die Ansteuervorrichtung (40 ) Mittel aufweist, die aufgrund der Relativbewegung der Memoryvorrichtung (11 ) und der ersten Sitzschiene (13 ) bei Erreichen der gespeicherten, zuvor eingenommenen Sitzlängsposition des Fahrzeugsitzes (1 ) den in der freigeschwenkten Stellung gesicherten Beschlag (6 ) der Lehne (5 ) entsichern, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine erste Feder (50 ), welche ein erstes Ende (50a ) und ein zweites Ende (50b ) aufweist, und eine Klinke (52 ) zum wenigstens mittelbaren Verriegeln wenigstens eines Endes (50a ,50b ) der ersten Feder (50 ) umfassen. - Längseinsteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Feder (
50 ) durch Öffnen der Klinke (52 ) entspannt. - Längseinsteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feder (
50 ) an ihrem ersten Ende (50a ) abstützbar und zum Spannen an ihrem zweiten Ende (50b ) von einem Mitnehmer (56 ) der Ansteuervorrichtung (40 ) beaufschlagbar ist. - Längseinsteller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Freischwenken vorschwenkende Lehne (
5 ), insbesondere mittels eines ersten Zugmittels (60 ), eine am Lagerbock (41 ) schwenkbar gelagerte Schwinge (43 ) der Ansteuervorrichtung (40 ) schwenkt, welche dabei den Mitnehmer (56 ) mitnimmt. - Längseinsteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feder (
50 ) an ihrem ersten Ende (50a ) an einem schwenkbar am Lagerbock (41 ) gelagerten Scheibenstück (46 ) abgestützt ist, welches von der verriegelten Klinke (52 ) abgestützt ist. - Längseinsteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feder (
50 ) mit ihrem zweiten Ende (50b ) – vor Beaufschlagung durch den Mitnehmer (56 ) – auch am Scheibenstück (46 ) abgestützt ist. - Längseinsteller nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feder (
50 ) mit ihrem zweiten Ende (50b ) – vor Beaufschlagung durch den Mitnehmer (56 ) – durch eine Kulisse (48 ) des Scheibenstücks (46 ) greift. - Längseinsteller nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheibenstück (
46 ) nach dem Öffnen der Klinke (52 ) schwenkt. - Längseinsteller nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkende Scheibenstück (
46 ), insbesondere mittels eines zweiten Bowdenzugs (62 ), den in der freigeschwenkten Stellung gesicherten Beschlag (6 ) der Lehne (5 ) entsichert. - Längseinsteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (
52 ) schwenkbar an der Memoryvorrichtung (11 ) gelagert ist. - Längseinsteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Feder (
54 ) die Klinke (52 ) beim Verriegeln des Endes (50a ,50b ) der ersten Feder (50 ) beaufschlagt. - Längseinsteller nach Anspruch 5 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Feder (
54 ) mittels Beaufschlagen der Klinke (52 ) das Scheibenstück (46 ) und in Anlage an einen Anschlag am Lagerbock (41 ) hält. - Längseinsteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung von Memoryvorrichtung (
11 ) und erster Sitzschiene (13 ) die Klinke (52 ) öffnet. - Längseinsteller nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Relativ bewegung von Memoryvorrichtung (
11 ) und erster Sitzschiene (13 ) der Lagerbock (41 ) die Klinke (52 ) beaufschlagt und durch Schwenken öffnet. - Längseinsteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Feder (
50 ) als Schraubenknickfeder ausgebildet ist. - Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, mit einem Sitzteil (
4 ), einer mittels Beschlagen (6 ) neigungseinstellbar und freischwenkbar angebrachten Lehne (5 ) und einem Längseinsteller (3 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Längseinstellung des Fahrzeugsitzes (1 ).
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|---|---|---|---|
| DE102009022979A DE102009022979B3 (de) | 2009-02-19 | 2009-05-28 | Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz |
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| DE102009010267.1 | 2009-02-19 | ||
| DE102009022979A DE102009022979B3 (de) | 2009-02-19 | 2009-05-28 | Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102009022979B3 true DE102009022979B3 (de) | 2010-08-19 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE102009022979A Expired - Fee Related DE102009022979B3 (de) | 2009-02-19 | 2009-05-28 | Längseinsteller für einen Fahrzeugsitz |
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| DE (1) | DE102009022979B3 (de) |
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