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DE102009022345A1 - Hobeleinrichtung, insbesondere Abricht- oder Fügeeinrichtung, für eine Maschine zum Bearbeiten von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und dergleichen - Google Patents

Hobeleinrichtung, insbesondere Abricht- oder Fügeeinrichtung, für eine Maschine zum Bearbeiten von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und dergleichen Download PDF

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DE102009022345A1
DE102009022345A1 DE200910022345 DE102009022345A DE102009022345A1 DE 102009022345 A1 DE102009022345 A1 DE 102009022345A1 DE 200910022345 DE200910022345 DE 200910022345 DE 102009022345 A DE102009022345 A DE 102009022345A DE 102009022345 A1 DE102009022345 A1 DE 102009022345A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpieces
planing device
spindle
dressing
workpiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200910022345
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Weisenseel
Albrecht Davidziak
Bernd Martin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Michael Weinig AG
Original Assignee
Michael Weinig AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Michael Weinig AG filed Critical Michael Weinig AG
Priority to DE200910022345 priority Critical patent/DE102009022345A1/de
Publication of DE102009022345A1 publication Critical patent/DE102009022345A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27CPLANING, DRILLING, MILLING, TURNING OR UNIVERSAL MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27C1/00Machines for producing flat surfaces, e.g. by rotary cutters; Equipment therefor
    • B27C1/12Arrangements for feeding work
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27CPLANING, DRILLING, MILLING, TURNING OR UNIVERSAL MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27C1/00Machines for producing flat surfaces, e.g. by rotary cutters; Equipment therefor
    • B27C1/08Machines for working several sides of work simultaneously

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Milling, Drilling, And Turning Of Wood (AREA)

Abstract

Die Hobeleinrichtung hat eine Transportbahn für die Werkstücke und wenigstens eine Längsführung. Um die Hobeleinrichtung so auszubilden, dass mit ihr ein einwandfreies Hobelergebnis bezüglich geraden und ebenen Werkstückoberflächen bei hoher Leistung erreicht wird, sind die Transportbahn und die Längsführung Teil eines Führungskanals, der an der der Längsführung gegenüberliegenden Seite durch wenigstens eine zweite Längsführung und/oder an der der Transportbahn gegenüberliegenden Seite durch wenigstens eine obere Längsführung begrenzt ist. Aufgrund des Führungskanals können die abzurichtenden Werkstücke Stoß an Stoß in die Hobeleinrichtung eingegeben werden, wodurch eine sehr hohe Leistung der Hobeleinrichtung erreicht wird. Die Hobeleinrichtung eignet sich zur Bearbeitung von Werkstücken mit sehr starker Krümmung, sehr kurzen Werkstücken sowie Werkstücken mit kleinen Querschnittdimensionen. Außerdem ist im gleichen Durchlauf eine nachfolgende Profilierung der Werkstücke einfach und mit hoher Bearbeitungsqualität möglich.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Hobeleinrichtung, insbesondere eine Abricht- oder Fügeeinrichtung, für eine Maschine zum Bearbeiten von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und dergleichen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Es ist bekannt, beispielsweise auf Kehlmaschinen die Werkstücke im Durchlauf an ihren Längsseiten zu bearbeiten bzw. zu hobeln. Die Werkstücke werden durch Vorschubwalzen vor einer Abrichtspindel eingezogen. Die Zuführung und Beschickung der Kehlmaschine kann von Hand, durch Einzugsmagazine oder Fördereinrichtungen erfolgen.
  • Sollen die Werkstücke nicht nur sauber ausgehobelt werden, sondern absolut gerade und ebene Oberflächen erhalten, so spricht man von Abrichten, wenn es sich um die Unterseite der Werkstücke handelt, und von Fügen, wenn es sich um die in Durchlaufrichtung rechte Längsseite der Werkstücke handelt. Um eine solche gerade Oberfläche zu erhalten, müssen die Werkstücke zwangfrei den entsprechenden Werkzeugen zugeführt werden; insbesondere dürfen krumme Werkstücke beim Transport in die Maschine nicht durchgedrückt werden.
  • Zum Abrichten an der Unter- und Oberseite ist es bekannt, die Werkstücke zwischen einem Abrichttisch und oberen Mess- und Führungsplatten auszurichten und einzeln in die Kehlmaschine zu fördern. Die Werkstücke können über ein seitliches Magazin zugeführt werden. Je nach Rohholzmaß der Werkstücke und dem herzustellenden Fertigmaß wird die Spanabnahme zwischen der Abrichtspindel und einer oberen Spindel ausgemittelt. Die Werkstücke haben häufig größere Krümmungen. Ist die Werkstückkrümmung beispielsweise größer als die zur Verfügung stehende Spanabnahme, werden die Werkstücke nicht sauber gehobelt. Nachteilig ist weiter, dass die Werkstücke nur einzeln in die Maschine gefördert werden können, so dass die Maschinenleistung gering und die Profilierung der Werkstücke im gleichen Durchlauf problematisch ist. Zudem müssen die Werkstücke eine Mindestlänge haben.
  • Es ist auch bekannt, durch den Einsatz einer hochtaktbaren Vorschubrolle vor der Abrichtspindel die Werkstücke nur so lange zu belasten, bis sie über die Abrichtspindel zu den Vorschubwalzen nach der Abrichtspindel gefördert sind. Dann wird die Vorschubrolle hochgetaktet. Hierbei besteht aber trotzdem das Problem, dass die Werkstücke, insbesondere wenn sie dünn sind, durch den Druck der Vorschubrolle durchgedrückt werden, so dass ein gutes Abrichtergebnis nicht erhalten wird. Diese bekannten Lösungen beziehen sich nur auf die Begradigung an Unter- und Oberseite.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Hobeleinrichtung so auszubilden, dass mit ihr ein einwandfreies Hobelergebnis bezüglich geraden und ebenen Werkstückoberflächen bei hoher Leistung erreicht wird.
  • Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Hobeleinrichtung erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Hobeleinrichtung werden die Werkstücke mit Hilfe des Führungskanals dem Hobelwerkzeug zugeführt. Der Führungskanal wird vorzugsweise durch die beiden seitlichen Längsführungen, die Transportbahn in Form des Abrichttisches und die obere Längsführung begrenzt. Der Führungskanal kann je nach Einsatzfall der Hobeleinrichtung auch nur durch die erste Längsführung, den Abrichttisch und die obere Längsführung oder nur durch die beiden seitlichen Längsführungen und den Abrichttisch gebildet sein. Diese letzte Ausführung ist vor allen Dingen dann von Vorteil, wenn die Werkstücke nur an ihrer rechten und linken Seite, in Transportrichtung der Werkstücke gesehen, abgerichtet werden sollen. Dann hat das Eigengewicht keine Auswirkung, und die Werkstücke können mit der üblichen Vorschubeinrichtung in die Maschine transportiert werden. Aufgrund des Führungskanals können die abzurichtenden Werkstücke Stoß an Stoß in die Hobeleinrichtung eingegeben werden, wodurch eine sehr hohe Leistung der Hobeleinrichtung erreicht wird. Der Führungskanal gewährleistet eine hohe Abrichtqualität, selbst wenn die Werkstücke sehr starke Krümmungen aufweisen sollten. Insbesondere lassen sich mit Hilfe des Führungskanals auch sehr kurze Werkstücke sowie Werkstücke mit kleinen Querschnittsdimensionen einwandfrei abrichten. Außerdem ist durch die Stoß an Stoß Beschickung auch eine nachfolgende Profilierung der Werkstücke im gleichen Durchlauf einfach und mit hoher Bearbeitungsqualität möglich.
  • Wenn zuvor und im Folgenden allgemein von Abrichten die Rede ist, so ist damit nicht nur das Geradehobeln oder Begradigen an der Unterseite gemeint, sondern kann auch auf die Fügeseite oder die anderen Längsseiten des Werkstückes bezogen sein. Mit Abrichten ist allgemein die Herstellung einer geraden und ebenen Werkstückoberfläche gemeint. Wenn im Folgenden von Spindeln die Rede ist, dann sind darunter die eigentlichen Spindeln und die auf ihnen sitzenden Werkzeuge zu verstehen.
  • Vorteilhaft sind die beiden seitlichen Längsführungen und/oder die obere Längsführung und/oder die Transportbahn quer zur Transportrichtung der Werkstücke einstellbar. Dadurch kann der Querschnitt des Führungskanals an den Querschnitt der zu bearbeitenden Werkstücke optimal angepasst werden.
  • Vorteilhaft reicht die obere Längsführung bis nahe an eine Vorschubeinheit für die Werkstücke. Dadurch ist gewährleistet, dass die Werkstücke ein wandfrei von der Vorschubeinheit erfasst und weitertransportiert werden. Insbesondere können somit auch kurze Werkstücke bis zur Vorschubeinheit zuverlässig zugeführt werden.
  • Von Vorteil ist es, wenn die erste seitliche Längsführung bis nahe an eine dem Hobelwerkzeug nachgeordnete Vertikal/Fügespindel und die zweite seitliche Längsführung in Vorschubrichtung über diese hinaus reicht. Dadurch können die Werkstücke beispielsweise durch das Hobelwerkzeug, das in diesem Fall eine horizontale Abrichtspindel ist, an ihrer Unterseite geradegehobelt und durch die nachgeordnete Fügespindel an ihrer rechten Längsseite bearbeitet werden. Die beiden seitlichen Längsführungen sorgen dann dafür, dass das Werkstück an den beiden Spindeln optimal bearbeitet, insbesondere an dessen rechter Längsseite, gerade gehobelt wird.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist in Transportrichtung der Werkstücke kurz vor der Abrichtspindel eine Vorschubwalze vorgesehen. Diese kann unter nur geringer Kraft auf dem Werkstück aufliegen. Dadurch ist zum einen sichergestellt, dass dieses Werkstück im Bereich der Abrichtspindel geführt und gehalten ist und durch die Abrichtspindel mit hoher Oberflächengüte bearbeitet wird. Andererseits wird durch die nur geringe Auflagekraft sichergestellt, dass insbesondere dünne Werkstücke durch die Vorschubwalze nicht durchgedrückt werden, so dass das Werkstück einwandfrei bearbeitet wird.
  • Damit die Werkstücke zuverlässig durch die verschiedenen Werkzeuge bearbeitet werden, ist die Breite und/oder die Höhe des Führungskanals ≤ der Summe aus Rohholzmaß des Werkstückes und der Spanabnahme an der Fügespindel und/oder der Abrichtspindel.
  • Vorzugsweise ist die Breite und/oder die Höhe des Führungskanals gleich der Summe aus Rohholzmaß des Werkstückes und der Spanabnahme an der Fügespindel und/oder an der Abrichtspindel abzüglich eines Sicherheitsmaßes. Dadurch ist auf jeden Fall sichergestellt, dass das Werkstück an den entsprechenden Seiten einwandfrei abgerichtet und sauber ausgehobelt wird.
  • Für das Sicherheitsmaß reicht es aus, wenn es zwischen etwa 0 mm und 2 mm liegt. Dadurch wird auch der Abfall, der bei der Spanabnahme entsteht, gering gehalten.
  • Eine optimale Spanabnahme der Fügespindel ergibt sich, wenn dieses Spanabnahmemaß ≤ der Differenz aus Rohholzmaß und Fertigmaß des Werkstückes ist.
  • Um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten, ist das Spanabnahmemaß gleich der Differenz aus Rohholzmaß und Fertigmaß des Werkstückes abzüglich eines Sicherheitsmaßes. Dieses Sicherheitsmaß kann, um den Abfallanteil klein zu halten, zwischen etwa 0 mm und 2 mm liegen.
  • Um die Werkstücke bei ihrem Durchlauf durch die Hobeleinrichtung einwandfrei zu führen, kann die Hobeleinrichtung mit wenigstens einem Falzwerkzeug versehen sein, mit dem ein Falz am Werkstück hergestellt wird. Das Falzwerkzeug sitzt vorteilhaft auf der Abrichtspindel.
  • In den am Werkstück hergestellten Falz greift ein Falzlineal ein, durch welches das Werkstück im Anschluss an die Abrichtspindel zuverlässig geführt wird.
  • Das Falzlineal reicht vorteilhaft bis nahe an die der Abrichtspindel nachgeordnete Fügespindel. Dadurch ist eine genaue Führung des durch die Abrichtspindel abgerichteten Werkstückes zur Fügespindel gewährleistet.
  • Damit mit der Fügespindel das Werkstück einwandfrei bearbeitet wird, liegt der Fügespindel wenigstens eine Andruckrolle gegenüber, die am Werkstück während der Bearbeitung durch die Fügespindel anliegt und das Werkstück gegen das Falzlineal belastet.
  • Das Falzlineal ist vorteilhaft so in Bezug auf den Flugkreis der Fügespindel zurückgesetzt, dass dieses Werkzeug den Falz durch entsprechenden Abtrag an der Längsseite des Werkstückes entfernt.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
  • Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen
  • 1 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Hobeleinrichtung zum Abrichten am Beispiel von gekrümmten Werkstücken,
  • 2 in schematischer Darstellung eine Vorderansicht der Hobeleinrichtung gemäß 1,
  • 3 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Hobeleinrichtung zum Abrichten am Beispiel von geraden Werkstücken,
  • 4 in schematischer Darstellung eine Vorderansicht der Hobeleinrichtung gemäß 3, mit der beispielhaft gerade Werkstücke oben und unten abgerichtet werden,
  • 5 in Stirnansicht eine erfindungsgemäße Hobeleinrichtung,
  • 6 die erfindungsgemäße Hobeleinrichtung in Vorderansicht,
  • 7 die erfindungsgemäße Hobeleinrichtung in Draufsicht,
  • 8 die erfindungsgemäße Hobeleinrichtung in perspektivischer Darstellung,
  • 9 eine Detailansicht der Hobeleinrichtung gemäß 8,
  • 10 den Querschnitt eines in der Hobeleinrichtung zu behandelnden Werkstückes.
  • Im Folgenden wird die Hobeleinrichtung beispielhaft in Form einer Abricht- bzw. Fügeeinrichtung beschrieben, mit der Werkstücke an ihren Seiten durch Geradehobeln begradigt werden.
  • Dabei zeigen die 1 bis 4 eine Ausführungsform einer solchen Abrichteinrichtung in Draufsicht und in Vorderansicht. Abweichend vom beschriebenen Ausführungsbeispiel können die in den 1 bis 4 dargestellten Gestaltungen auch jeweils eine Ausführungsform einer Abrichteinrichtung sein. In diesem Fall werden die Werkstücke nur an ihren seitlichen Längsseiten (1 und 3) oder nur an ihrer Ober- und Unterseite (2 und 4) abgerichtet.
  • Die Abrichteinrichtung hat eine Transportbahn 1, auf der Werkstücke 2 durch die Abrichteinrichtung transportiert werden. An der in Transportrichtung 3 der Werkstücke rechten Seite befindet sich ein Fügelineal 4, an dem die Werkstücke 2 bei ihrem Transport mit ihrer in Transportrichtung 3 rechten Seite anliegen (1) können. Zum Transport der Werkstücke 2 ist eine Vorschubeinrichtung vorgesehen, von der im Ausführungsbeispiel lediglich die Vorschubwalzen 5, 6 dargestellt sind, die drehbar angetrieben werden und die Werkstücke 2 in Transportrichtung 3 fördern.
  • Die Abrichteinrichtung ist mit einer horizontalen Abrichtspindel 7 versehen, welche die Unterseite der Werkstücke 2 bei ihrem Durchlauf durch die Abrichteinrichtung geradehobelt. In Transportrichtung 3 mit Abstand hinter der Abrichtspindel 7 befindet sich eine vertikale rechte Fügespindel 8, welche die in Transportrichtung 3 rechte Längsseite der Werkstücke 2 bearbeitet. Mit der in Transportrichtung linken vertikalen Spindel 9 wird beim Transport der Werkstücke 2 durch die Abrichteinrichtung deren linke Längsseite bearbeitet.
  • Dem Fügelineal gegenüber liegt ein linkes Führungslineal 10, das sich parallel zum Fügelineal 4 erstreckt. Es erstreckt sich in Transportrichtung 3 bis nahe an die linke Spindel 9. Das Fügelineal 4 erstreckt sich bis nahe an die Fügespindel 8.
  • Wie 2 zeigt, liegen die Werkstücke 2 auf einem Abrichttisch 11 auf, dessen Oberseite die Transportbahn 1 bildet. Dem Abrichttisch 11 liegt mit Abstand ein oberes Führungslineal 12 gegenüber, das parallel zur Transportbahn 1 verläuft und sich bis nahe an die Vorschubwalze 6 erstreckt. Sie liegt in Transportrichtung 3 geringfügig vor der Abrichtspindel 7.
  • Das Fügelineal 4, das Führungslineal 10, der Abrichttisch 11 und das Führungslineal 12 bilden einen in Transportrichtung 3 sich erstreckenden Einlauf- bzw. Führungskanal 13, in welchen die Werkstücke 2 geschoben werden. Der Einlaufkanal 13 hat viereckigen Querschnitt und erlaubt, die Werkstücke 2 Stoß an Stoß durch die Abrichteinrichtung zu transportieren, wie dies beispielhaft für zwei aneinanderstoßende Werkstücke 2 dargestellt ist. Für eine solche Stoß-an-Stoß-Beschickung wird vorteilhaft eine Mechanisierungseinrichtung eingesetzt, die beispielsweise eine Rollenbahn aufweist, die sich in Achsrichtung der Werkstücke 2 erstreckt. Auf einer solchen Rollenbahn lassen sich die Werkstücke 2 problemlos hintereinander in den Einlaufkanal 13 transportieren. Dadurch ist eine hohe Produktionsleistung der Abrichteinrichtung bei gleichzeitig hoher Abrichtqualität gewährleistet. Insbesondere können auch sehr kurze Werkstücke 2 oder Werkstücke mit kleinen Querschnittsdimensionen, beispielsweise Leisten, bearbeitet werden. Mit Hilfe des Fügelineals 4 und des gegenüberliegenden Führungslineals 10 lassen sich insbesondere Leisten zumindest an ihren zwei einander gegenüberliegenden, in Transportrichtung 3 seitlichen Längsseiten sehr exakt gerade bearbeiten, da bei der vertikalen Bearbeitung der Werkstücke 2, Gewichtskräfte keine Rolle spielen.
  • Vorteilhaft können die den Führungskanal 13 begrenzenden Lineale 4, 10, 12 und der Abrichttisch 11 motorisch verstellt werden, so dass eine schnelle und komfortable Bedienung gegeben ist. Es ist aber auch möglich, diese Teile oder auch nur einige von ihnen in bekannter Weise von Hand einzustellen.
  • Bei einer sehr einfachen Ausführungsform ist es möglich, das Führungslineal 10 beispielsweise mit Hilfe eines Holzmusters relativ zum Fügelineal 4 einzustellen. Dieses Holzmuster wird an das Fügelineal 4 angelegt. Anschließend wird das gegenüberliegende Führungslineal 10 so weit in Richtung auf das Fügelineal 4 verschoben, bis es am Holzmuster anliegt. Dann wird das Führungslineal 10 auf dem Abrichttisch 11 geklemmt.
  • Vorteilhaft ist es auch möglich, das Werkstück 2 vorab zu vermessen und danach die Spanabnahme und die Breite des Führungskanales 13 zu berechnen und automatisch einzustellen.
  • In 1 ist die Breite 14 des Einlaufkanals 13 angegeben. Dieses Breitenmaß wird durch den Abstand zwischen dem Fügelineal 4 und dem Führungslineal 10 bestimmt.
  • Die Fügespindel 8 und die linke Spindel 9 werden quer zur Transportrichtung 3 so eingestellt, dass die Werkstücke 2 nach Passieren der Spindeln 8, 9 das Fertigmaß 15 haben.
  • In 1 sind die Werkstücke 2 beispielhaft als quer zur Transportrichtung 3 gekrümmte Werkstücke dargestellt, die infolge der Krümmung mit ihren beiden Längsseiten im Wesentlichen jeweils nur linienförmig an den Linealen 4 und 10 anliegen. Die Spindeln 8, 9 werden auf das gewünschte Fertigmaß eingestellt. Sie nehmen an den Längsseiten der Werkstücke 2 Material ab.
  • In 1 ist das Rohholzmaß 18 angegeben, das heißt die Rohholzbreite, parallel zur Transportbahn 1 und quer zur Transportrichtung 3 gemessen.
  • Die Breite 14 des Einlaufkanals 13 entspricht etwa der Summe aus Rohholzmaß 18 und Spanabnahme 16 durch die Fügespindel 8.
  • Die Spanabnahme 16 an der Fügespindel 8 ergibt sich aus der Differenz des Rohholzmaßes 18 und des Fertigmaßes 15.
  • Wie sich aus 2 ergibt, können die Werkstücke 2 auch so in den Einlaufkanal 13 eingegeben werden, dass sie aufwärts gekrümmt sind. Dann liegen die gekrümmten Werkstücke 2 am Abrichttisch 1 sowie am oberen Führungslineal 12 im Wesentlichen linienförmig an. In diesem Falle wird der Abrichttisch 11 in Höhenrichtung so eingestellt, dass mit der Abrichtspindel 7 so viel Material an der Unterseite der Werkstücke 2 abgenommen wird, dass diese eine ebene Unterseite 20 erhalten. Die eingestellte Spanabnahme 16' ergibt sich analog zu 1 aus der Differenz aus Rohholzmaß 18' und Fertigmaß 15', in diesem Fall also aus der Rohholzhöhe/stärke und der Fertigmaßhöhe/stärke. Mit einer (nicht dargestellten) oberen Horizontalspindel kann auch an der Oberseite der Werkstücke 2 so viel Material abgenommen werden, dass die Werkstücke 2 auch eine ebene Oberseite erhalten. Der Einlaufkanal 13 hat die Höhe 19.
  • Im Folgenden werden die Zusammenhänge beim Einstellen anhand von 1 für die Breite 14 des Einlaufkanals 13 beschrieben. Die gleichen Zusammenhänge bestehen für die Einstellung des Abrichttisches und der oberen Führung zur Bearbeitung von unten und oben (2).
  • Der Einlaufkanal 13 bildet einen Führungskanal für die Werkstücke 2, der dafür sorgt, dass die Werkstücke einwandfrei abgerichtet bzw. geradegehobelt werden. Die am Fügelineal 4 eingestellte Spanabnahme 16 der Fügespindel 8 ist maximal gleich der, vorzugsweise kleiner als die Differenz aus dem Rohholzmaß 18 und dem Fertigmaß 15. Anders ausgedrückt heißt dies, die Spanabnahme 16 am Fügelineal 4 ist gleich dem Rohholzmaß 18 abzüglich des Fertigmaßes 15 und abzüglich eines Sicherheitsmaßes.
  • Das Sicherheitsmaß liegt vorzugsweise zwischen etwa 0 mm und 2 mm und bestimmt, wie viel Spanabnahme auf der linken Vertikalspindel 9 im ungünstigsten Fall mindestens zur Verfügung steht.
  • Die Breite 14 des Einlaufkanals 13 ist maximal gleich, vorzugsweise kleiner als das Rohholzmaß 18 zuzüglich der Spanabnahme 16 der Fügespindel 8.
  • Die Breite 14 des Einlaufkanals 13 entspricht dem Rohholzmaß 18 zuzüglich der Spanabnahme 16 abzüglich einer Sicherheit. Das Sicherheitsmaß kann wiederum zwischen etwa 0 mm und 2 mm liegen und bestimmt die minimale Spanabnahme an der rechten Längsseite des Werkstückes 2, wenn dieses mit seiner linken Längsseite anlagegeführt ist und wiederum im ungünstigsten Fall.
  • Je größer die erwähnten Sicherheiten für die Spanabnahme am Werkstück 2 gewählt werden, desto geringer ist die Kanalbreite und desto geringer kann die maximale Krümmung der Werkstücke 2 sein, bei der die Werkstücke noch gerade gehobelt werden.
  • Die 3 und 4 zeigen den Fall, dass mit der Abrichteinrichtung gerade Werkstücke 2 bearbeitet werden. Unter geraden Werkstücken ist zu verstehen, dass sie ebene Außenseiten haben. Das Fügelineal 4 und das gegenüberliegende Führungslineal 10 sind auf das Breitenmaß 14 eingestellt. Die Werkstücke 2, die Stoß an Stoß durch den Einlaufkanal 13 gefördert werden, liegen im dargestellten Ausführungsbeispiel nach 3 mit ihrer in Transportrichtung 3 rechten Längsseite am Fügelineal 4 an. Das Fügelineal 4 ist entsprechend der vorigen Ausführungsform relativ zur Fügespindel 8 so eingestellt, dass am Werkstück 2 Span mit der Spandicke 16 abgenommen wird. Das gegenüberliegende Führungslineal 10 ist entsprechend der vorigen Ausführungsform eingestellt. Die linke Vertikalspindel 9 nimmt an der linken Längsseite des Werkstückes 2 entsprechend dem gewählten Sicherheitsmaß Material ab. Die Werkstücke 2 müssen nicht zwangsläufig am Fügelineal 4 anliegen, sondern können auch Abstand von ihm haben und beispielsweise am Führungslineal 10 anliegen. Dann ergibt sich die Spanabnahme 17 an der Vertikalspindel 9 (1).
  • Durch die eingestellte Spanabnahme und Kanalbreite nach den beschriebenen Zusammenhängen ist immer gewährleistet, dass die Werkstücke 2 sauber und mit gegenüberliegenden parallelen Längsseiten bearbeitet werden.
  • Da die Höhe 19 des Einlaufkanales 13, wie beschrieben, größer als die Dicke der Werkstücke 2 ist, ergibt sich bei geraden Werkstücken 2 und bei Werkstücken mit geringer Krümmung ein Abstand zwischen Rohholzoberseite und dem oberen Führungslineal 12. Die Vorschubwalzen 5, 6 sind so eingestellt, dass sie die Werkstücke 2 nach dem Austritt aus dem Einlaufkanal 13 erfassen.
  • Durch die Einstellung der Breite 14 bzw. Höhe 19 des Einlaufkanals werden Werkstücke 2, deren absolute Breite bzw. Dicke inklusive Krümmung kleiner ist als die Breite 14 bzw. Höhe 19 des Einlaufkanales 13, immer gerade abgerichtet und sauber gehobelt. Werkstücke 2, deren Krümmung größer ist, werden in den Einlaufkanal 13 gezwängt und in diesem gezwängten Zustand durch den Einlaufkanal 13 transportiert und den Werkzeugen zugeführt, das heißt die Werkstücke 2 werden etwas gerade gebogen, so dass sie auf jeden Fall von den entsprechenden Werkzeugen sauber gehobelt werden. Die Werkstücke 2 federn um das Maß, um welches sie geradegebogen worden sind, nach der Bearbeitung wieder zurück. Dann sind die Werkstücke 2 um diesen zurückgefederten Betrag wieder krumm. Die Spanabnahme 16, 16' wird etwas geringer eingestellt als die Differenz zwischen dem Rohholzmaß 18, 18' und dem Fertigmaß 15, 15', damit nach der Füge- bzw. Abrichtbearbeitung der Werkstücke 2 noch ein Übermaß und damit eine Spanabnahme auch an der gegenüberliegenden Längsseite durch die linke Vertikalspindel 9 und an der Oberseite durch die zweite (nicht dargestellte) obere Horizontalspindel vorgenommen werden kann. Die Werkstücke 2 werden mit der beschriebenen Abrichteinrichtung auf jeden Fall sauber und gerade gehobelt, auch wenn die Krümmung der Werkstücke 2 geringer als das Übermaß (die Differenz zwischen Rohholzbreite 18 und Fertigmaß 15) ist. Ist die Krümmung der Werkstücke 2 hingegen größer als die mögliche Spanabnahme, das heißt die Werkstücke 2 werden durch den Einlaufkanal 13 gezwängt, werden die Werkstücke zwar nicht gerade, aber vor allen Dingen sauber gehobelt.
  • Um hervorragende Abricht/Fügeergebnisse, insbesondere Werkstücke 2 mit geraden Außenseiten, zu erhalten, werden sie zwangfrei zumindest bis kurz vor die Ablichtspindel 7 geführt. Vorteilhaft ist es sogar, dass die Werkstücke 2 zwangfrei bis über die Abrichtspindel 7 geführt werden. Mit ihr wird dann eine Bezugsfläche 20 (2) am Werkstück 2 erzeugt. Auf dieser Bezugsfläche 20 werden die Werkstücke 2 auf dem Maschinentisch weiter durch die Abrichteinrichtung geführt.
  • Im beispielhaft dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich in Transportrichtung 3 noch vor der Abrichtspindel 7 die Vorschubwalze 6. Sie ist für den ruhigen, schwingungsfreien Transport der Werkstücke 2 über die Abrichtspindel 7 hinweg in die Maschine von Vorteil. Damit die Werkstücke 2 quasi zwangfrei bis über die Abrichtspindel 7 geführt werden, liegt die Vorschubwalze 6 nur mit geringer Kraft auf dem Werkstück 2 auf. Sind die Werkstücke 2 darüber hinaus ausreichend dick, könnte die Vorschubwalze 6 sogar mit einer etwas höheren Kraft auf dem Werkstück aufliegen, ohne dass dieses durchgedrückt wird und somit negative Auswirkungen beim Abrichten durch das auf der Abrichtspindel 7 sitzende Werkzeug hat.
  • Wenn Leisten nur an zwei gegenüberliegenden Seiten gerade bearbeitet werden müssen, werden hierzu die beiden vertikalen Spindeln 8, 9 herangezogen. Der Vorschub zum Werkstücktransport wird in bekannter Weise vorgenommen.
  • Anhand der 5 bis 9 wird als konkretes Ausführungsbeispiel ein Teil einer Kehlmaschine mit einer Abrichteinrichtung näher beschrieben. Sie hat ein Maschinenbett 21, auf dem sich ein Maschinenständer 22 befindet. Auf ihm ist der Abrichttisch 11 gelagert. Auf ihm werden die Werkstücke 2, wie anhand der 1 bis 4 erläutert worden ist, durch die Abrichteinrichtung geführt. Auf der in Transportrichtung 3 rechten Längsseite der Werkstücke 2 ist das Fügelineal 4 angeordnet. Die Vorschubwalzen 5, 6 sind an einem Pendelhalter 23 gelagert (6).
  • Wie sich aus 6 ergibt, wird das Führungslineal 10 durch zwei mit Abstand voneinander liegende Schlitten 24 verstellt. Dadurch wird erreicht, dass das Führungslineal 10 auch bei großer Länge einwandfrei eingestellt werden kann. Die Verstellung erfolgt jeweils mit einem Motor 28, mit denen die Schlitten 24 senkrecht zur Transportrichtung 3 in der Horizontalen verstellt werden können.
  • Mit einer Anzeige 25 (5) kann die Lage des Führungslineals 10 einfach festgestellt werden. Wie 5 zeigt, liegt dem Führungslineal 10 das Fügelineal 4 gegenüber.
  • Im Bereich oberhalb des Führungslineals 10 und des Fügelineals 4 befindet sich das obere Führungslineal 12, das über zwei mit Abstand voneinander liegende Schlitten 40 in Höhenrichtung verstellt werden kann. Jeder Schlitten 40 ist mit einem Motor 26 versehen.
  • Dadurch wird ebenfalls sichergestellt, dass auch sehr lange Führungslineale 12 zuverlässig eingestellt werden können. Jedem Motor 26 kann hierbei eine Anzeige 27 (5) zugeordnet sein, womit die Höhenlage des Führungslineals 12 zuverlässig erfasst werden kann.
  • In 6 ist die in den 1 bis 4 nicht dargestellte obere Horizontalspindel 29 erkennbar, mit der die Oberseite der Werkstücke 2 bearbeitet wird.
  • Die untere Abrichtspindel 7 befindet sich unterhalb einer Schutzabdeckung 30 (8), die sich bei Bearbeitung der Werkstücke 2 außerhalb des Vorschubweges befindet, damit die Abrichtspindel 7 das Werkstück 2 bearbeiten kann.
  • Wie sich aus 9 ergibt, sitzt auf der Abrichtspindel 7 ein Falzwerkzeug 31, mit dem im Werkzeug 2 im Bereich seiner rechten Längsseite ein Falz 32 (10) gefräst wird. Er befindet sich im Eckbereich zwischen der rechten Längsseite 33 und der Bezugsfläche 20 (Unterseite) des Werkstückes 2. In den Falz 32 greift ein Falzlineal 34 ein, das in einer Aussparung des Fügelineals 4 sitzt (9). Das Falzwerkzeug 31 greift in eine Aussparung 35 des Fügelineals 4 ein. Das Falzlineal 34 erstreckt sich mit geringem Abstand vom Falzwerkzeug 31 bis nahe an die rechte Fügespindel 8.
  • Aufgrund der Führung der Werkstücke 2 mit Hilfe des Falzlineals 34, das sich in Transportrichtung 3 erstreckt, können die Werkstücke 2 bereits in Transportrichtung vor der Fügespindel 8 durch Andruckrollen 36 gegen das Falzlineal 34 gedrückt werden. Die Andruckrollen 36 liegen an der in Transportrichtung linken Längsseite der Werkstücke 2 an. Zur Anpassung an unterschiedlich breite Werkstücke sind die Andruckrollen 36 in einem Halter 37 drehbar gelagert, der quer zur Transportrichtung 3 vorzugsweise zusammen mit der linken Spindel 9 verstellbar ist. Durch die Andruckrollen 36 wird das Werkstück 2 auch im Bereich der Fügespindel 8 während der Spanabnahme geführt.
  • Der Falzfräser 31 und das Falzlineal 34 stehen, in Transportrichtung 3 gesehen, geringfügig gegenüber dem Flugkreis der Fügespindel 8 zurück, beispielsweise um etwa 0,5 mm. Auch gegenüber dem der Fügespindel 8 nachfolgenden Anschlag steht das Falzlineal 34 um das entsprechende Maß zurück. Dadurch ist sichergestellt, dass der Falz 32 von der Fügespindel 8 sauber weggehobelt wird. Die Tiefe 38 des Falzes 32 (10) ergibt sich dann aus der am Fügelineal 4 eingestellten Spanabnahme 16 (1 und 3) abzüglich des Maßes, um den das Fügelineal 34 gegenüber der Fügespindel 8 und dem nachfolgenden Anschlag zurücksteht, beispielsweise um 0,5 mm.
  • Die Höhe 39 des Falzes 32 ergibt sich aus der Flugkreisdifferenz zwischen dem Falzwerkzeug 31 und der Abrichtspindel 7.
  • Durch die Anbringung des Falzes 32 auf der Abrichtspindel 7 und Führung des Werkstückes 2 durch das Falzlineal 34 unmittelbar nach der Abrichtspindel 7 und vor der Bearbeitung durch die Fügespindel 8 wird in sehr einfacher Weise eine optimale Bearbeitung des Werkstückes 2 gewährleistet. Das Führungslineal 10 erstreckt sich dadurch nur bis nahe an die horizontale untere Abrichtspindel 7 und nicht bis in Höhe oder gar über die Fügespindel 8. Dennoch wird das Werkstück 2 einwandfrei geführt. Der Falz 32 kann verhältnismäßig klein ausgebildet sein, so dass die Spanabnahme an der den Falz aufweisenden Seite nur gering ist und damit der Materialabfall klein gehalten werden kann.
  • Das Führungslineal 10, 12, insbesondere das obere Führungslineal 12, kann bei einer Handbeschickung des Einlaufkanals 13 und beim Geradehobeln nur der rechten und linken Längsseite der Werkstücke 2, in Transportrichtung 3 gesehen, auch entfallen. Das obere Führungslineal 12 wird insbesondere bei mechanisierter Beschickung des Einlaufkanals 13 eingesetzt, um zu verhindern, dass die Werkstücke 2 übereinander laufen. Die Einstellung könnte dann direkt auf Rohholzmaß erfolgen. Diese Funktion könnten beispielsweise auch Rollen übernehmen.
  • Frei drehbare oder angetriebene, in ihrer Position starre Rollen oder auch angetriebene, endlos umlaufende Bänder könnten generell auch Bestandteil des Führungskanals 13 sein bzw. diesen bilden, wenn sie beispielsweise in sehr geringem Abstand hintereinander angeordnet sind.
  • Um eine saubere Bearbeitung zu gewährleisten, müssen die Werkstücke 2 ruhig und schwingungsfrei an den Werkzeugen geführt sein, das heißt sie dürfen nicht flattern. Dies wird über dem Abrichtwerkzeug 7, wie im Ausführungsbeispiel nach 510, beschrieben durch die aufliegenden Vorschubwalzen 5, 6 und gegenüber der Fügespindel 8 durch das Andrücken an den Falzanschlag 34 gewährleistet.
  • Anstelle des beschriebenen Falzanschlages 34 kann das Werkstück auch durch ein an sich bekanntes Nutenbett seitlich geführt werden.
  • Wenn die Führungslineale 4, 10, 12 des Kanals 13 bis über die jeweilige Spindel reichen (1), wären die Werkstücke 2 im Bereich der Werkzeuge frei. In diesem Fall können, um die Führung der Werkstücke 2 zu unterstützen und um ein Flattern der Werkstücke 2 zu verhindern, bekannte Elemente, wie Abrichtrollen oder Ziehklingen, eingesetzt werden. Die Abrichtrolle ist ein Rad mit mindestens einer umlaufenden scharfkantigen Schneide, die über der Abrichtspindel 7 eingebaut ist und das Werkstück 2 seitlich führt und damit an einer vertikalen Bewegung hindert. Ziehklingen sind beispielsweise in den Maschinentisch eingebaut und verhindern die seitliche, horizontale Bewegung im Bereich der Fügespindel 8.
  • Durch den fest eingestellten Kanal 13 könnte es bei sehr stark gekrümmten Werkstücken 2 vorkommen, dass diese durch die eingesetzte Zuführeinrichtung, z. B. das Magazin, nicht durch den Kanal 13 gefördert werden können, steckenbleiben oder sich verkeilen und somit zu einer Funktionsstörung führen. In diesem Fall kann die Abrichteinrichtung vorteilsweise so ausgeführt sein, dass der Kanal 13 kurzzeitig geöffnet werden kann, indem die Führungslineale 4, 10, 12 auf eine größere Kanalbreite/höhe verstellt bzw. verfahren werden. Dies kann auch automatisch erfolgen. Insbesondere ist es von Vorteil, wenn das Steckenbleiben selbsttätig erkannt wird.
  • Bei einer weiteren (nicht dargestellten) Ausführungsform sind die beiden Führungslineale 10, 12 so ausgebildet, dass ein Verkeilen oder Stecken bleiben der Werkstücke 2 im Einlaufkanal 13 vermieden wird. Zu diesem Zweck sind die beiden Führungslineale 10, 12 beispielsweise durch Pneumatikzylinder in ihrer jeweiligen Einstelllage gehalten. Gelangen in den Einlaufkanal 13 Werkstücke, die beispielsweise stark gekrümmt sind, dann können diese Führungslineale 10, 12 gegen den Pneumatikdruck so weit nachgeben, dass diese Werkstücke im Einlaufkanal 13 nicht hängenbleiben, sondern durch den Einlaufkanal 13 transportiert werden.
  • Die Abrichteinrichtung kann auch dort eingesetzt werden, wo Werkstücke an wenigstens einer Seite nicht mehr bearbeitet werden sollen. Das Werkstück wird dann auf dieser Seite geführt, so dass die Abrichtspindel 7 nicht erforderlich ist.
  • Wenn die Werkstücke 2 an der Ober- und Unterseite nicht abgerichtet, sondern nur sauber ausgehobelt werden sollen (dann spricht man von egalisieren), kann das Führungslineal 12 auch dazu dienen, dass bei einer Stoß-an-Stoß-Beschickung die Werkstücke 2 im Einlaufkanal 13 nicht übereinander geraten können. In diesem Fall werden die Werkstücke nach dem Führungslineal von den Vorschubwalzen erfasst und von diesen auf die Transportbahn gedrückt. Aufwärts gekrümmte Werkstücke werden so durchgedrückt und können an deren Unter- und Oberseiten mit nur geringer Spanabnahme sauber gehobelt werden. Außerdem werden die Werkstücke durch die Vorschubwalzen auf geradem Weg und mit festem Halt zur Bearbeitung an der Fügespindel 8 vorbeigeführt, so dass sie auf den seitlichen Längsseiten geradegehobelt werden, ohne dass die beschriebenen zusätzlichen Führungselemente, wie Falzlineal, Nutenbett, Abrichtrollen oder Ziehklingen, benötigt werden.

Claims (17)

  1. Hobeleinrichtung, insbesondere Abricht- oder Fügeeinrichtung, für eine Maschine zum Bearbeiten von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und dergleichen, mit einer Transportbahn für die Werkstücke und wenigstens einer Längsführung, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportbahn (1) und die Längsführung (4) Teil eines Führungskanals (13) sind, der an der der Längsführung (4) gegenüberliegenden Seite durch wenigstens eine zweite Längsführung (10) und/oder an der der Transportbahn (1) gegenüberliegenden Seite durch wenigstens eine obere Längsführung (12) begrenzt ist.
  2. Hobeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden seitlichen Längsführungen (4, 10) und/oder die obere Längsführung (12) und/oder die Transportbahn (1) quer zur Transportrichtung (3) der Werkstücke (1) durch die Hobeleinrichtung verstellbar sind.
  3. Hobeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Längsführung (12) bis nahe an eine Vorschubeinheit (5, 6) für die Werkstücke (2) reicht.
  4. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Längsführung (4) bis nahe an eine dem Hobelwerkzeug (7) nachgeordnete Vertikalspindel (8) reicht.
  5. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung (3) der Werkstücke (2) kurz vor einer Abrichtspindel als Hobelwerkzeug (7) eine Vorschubwalze (6) vorgesehen ist, die auf dem Werkstück (2) aufliegt.
  6. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (14) und/oder die Höhe (19) des Führungskanals (13) ≤ der Summe aus Rohholzmaß (18, 18') und Spanabnahme (16, 16') an einer Fügespindel (8) und/oder an der Abrichtspindel (7) ist.
  7. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (14) und/oder die Höhe (19) des Führungskanals (13) gleich der Summe aus Rohholzmaß (18, 18') und Spanabnahme (16, 16') an der Fügespindel (8) und/oder an der Abrichtspindel (7) abzüglich eines Sicherheitsmaßes ist.
  8. Hobeleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmaß zwischen etwa 0 mm und 2 mm liegt.
  9. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Spanabnahmemaß (16, 16') ≤ der Differenz aus Rohholzmaß (18, 18') und Fertigmaß (15, 15') des Werkstückes (2) ist.
  10. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spanabnahmemaß (16, 16') gleich der Differenz aus Rohholzmaß (18, 18') und Fertigmaß (15, 15') des Werkstückes (12) abzüglich eines Sicherheitsmaßes ist.
  11. Hobeleinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmaß zwischen etwa 0 mm und 2 mm liegt.
  12. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hobeleinrichtung ein Falzwerkzeug (31) zur Herstellung eines Falzes (32) am Werkstück (2) aufweist.
  13. Hobeleinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzwerkzeug (31) auf der Abrichtspindel (7) sitzt.
  14. Hobeleinrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in den Falz (32) des Werkstückes (12) ein Falzlineal (34) eingreift.
  15. Hobeleinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzlineal (34) bis nahe an das Fügewerkzeug (8) reicht.
  16. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fügewerkzeug (8) wenigstens eine Andruckrolle (36) gegenüberliegt, die am Werkstück (2) während der Bearbeitung durch das Fügewerkzeug (8) anliegt und es gegen das Falzlineal (34) belastet.
  17. Hobeleinrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzlineal (34) in Bezug auf den Flugkreis des Fügewerkzeuges (8) so weit zurückgesetzt ist, dass das Fügewerkzeug den Falz (32) am Werkstück (2) entfernt.
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