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Die
Erfindung betrifft eine Kraftstoffzumesseinrichtung für
eine Kraftstoffeinspritzanlage für Brennkraftmaschinen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Stand der Technik
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Zumesseinrichtungen
dienen dazu, ein Volumen des einer Hochdruckpumpe zugeführten
Kraftstoffs an den tatsächlichen Bedarf der Brennkraftmaschine
anzupassen. Aus der
DE
102 42 219 A1 ist eine Zumesseinrichtung bekannt, bei der
durch einen Elektromagneten ein Ventilkolben betätigt wird
und bei der in einer Wandung des Ventilgehäuses mindestens
eine radiale Steueröffnung für Kraftstoff angeordnet
ist, die so geformt und angeordnet ist, dass in Abhängigkeit
von einem Ventilkolbenhub eine gewünschte Dosierung des
Kraftstoffs erreicht wird. Dazu weisen die Steueröffnungen
unterschiedlichen gestaltete Steuerquerschnittsformen (im Wesentlichen
dreieckig oder trapezförmig ausgestaltete Querschnitte)
auf, um unterschiedliche Kennlinien einer geförderten Kraftstoffmenge
in Abhängigkeit der Stromstärke mit der der Elektromagnet
bestromt wird zu bekommen.
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Offenbarung der Erfindung
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Aufgabe
der Erfindung ist, die Dosierung des Kraftstoffs durch die Zumesseinrichtung
weiter zu verbessern. Dazu soll die Zumesseinrichtung kompakter
als bisher aufgebaut sein.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Steueröffnung mehrere radial angeordnete Bohrungen
umfasst, die über den Umfang des Ventilkolbens verteilt
sind.
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In
der Praxis hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
mehrere, am Umfang des Ventilgehäuses verteilte, radiale
Steueröffnungen vorzusehen. Der Erfindung liegt die Idee
zu Grunde, die Steueröffnungen als am Umfang des Ventilkolbens
angeordnete Bohrungen, die durch den steuerbaren Ventilkolbenhub
nacheinander freigegeben werden können, vorzusehen, um
damit eine sehr feine Dosierung der Kraftstoffmenge erreichen zu
können. Bohrungen können in der Herstellung des
Ventilkolbens sehr einfach und damit kostengünstig realisiert
werden. Um eine sehr feine Dosierung der von den Pumpenelemente
angesaugten Kraftstoffmenge zu erreichen, müssen die Konturen
der Bohrungen sehr genau gefertigt und die Bohrungen sehr genau
positioniert werden. Deshalb werden bevorzugt Laserbohrungen vorgesehen.
Vorteilhafterweise geschieht die Steuerung des Kraftstoffs ausschließlich über
die erfindungsgemäß vorgesehenen nacheinander
freigegebenen Bohrungen im Ventilkolben, d. h. ein Kraftstoffauslass
in Richtung Hochdruckpumpe kann beliebig ausgestaltet sein.
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Für
die Erfindung wichtige Merkmale finden sich ferner in der nachfolgenden
Beschreibung und in der Zeichnung, wobei die Merkmale sowohl in
Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen für
die Erfindung wichtig sein können, ohne dass hierauf jeweils
explizit hingewiesen wird. Vorteilhafte Weiterbildungen finden sich
in den Unteransprüchen.
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Besonders
vorteilhaft für die Erfindung ist, dass die Bohrungen an
der zylindrischen Außenkontur des Ventilkolbens wendelförmig
angeordnet sind. Der Ventilkolben wird in der Wandung eines Ventilgehäuses
geführt, wobei die vorgesehenen Bohrungen zu einer Öffnung
in der Wandung des Ventilgehäuses in Richtung Hochdruckpumpe
zeigen. In einer besonders einfachen Weise kann durch die wendelförmige Anordnung
der Bohrungen die Dosierungsmöglichkeit stark verbessert
werden, indem der steuerbare Ventilkolben mit zunehmendem Hub des
Magnetankers sukzessive eine Bohrung nach der anderen zur Öffnung
in der Wandung des Ventilgehäuses in Richtung Hochdruckpumpe
freigibt. Ein hydraulischer Querschnitt der Öffnungen zum
Fördern des Kraftstoffs zur Hochdruckpumpe kann damit also
in sehr kleinen Schritten verändert werden.
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Eine
Charakteristik der Veränderung des hydraulischen Querschnitts
(und damit der Kraftstofffördermenge) in Relation zum Hub
des Ventilkolbens kann dadurch sehr einfach beeinflusst werden,
dass die Bohrungen in Richtung eines Verlaufs der Wendel einen gleichmäßigen
und/oder ungleichmäßigen Abstand zueinander aufweisen,
oder indem die Bohrungen in axialer Richtung einen gleichmäßigen und/oder
ungleichmäßigen Abstand zueinander aufweisen oder
indem ein Querschnitt der Bohrungen unterschiedlich ist. Im Grunde
ist jede beliebige Anordnung der Bohrungen möglich. Das
bedeutet, dass durch die Wahl der Anordnung der einzelnen Bohrungen
zueinander und der Größe der einzelnen Bohrungen
jede gewünschte Charakteristik im Verlauf der Kraftstofffördermenge
realisiert werden kann. Es kann also im Einzelfall entschieden werden,
ob bspw. eine größere Bohrung geeigneter ist,
als mehrere kleinere und nebeneinander angeordnete Bohrungen.
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In
einer zweiten Ausführungsform zur Ausgestaltung des Ventilkolbens
ist vorgesehen, dass der Ventilkolben als ein stabförmiges
Element ausgebildet ist, dass eine axiale Mitten-Bohrung zum Fördern
des Kraftstoffs aufweist und in einer Wandung der axialen Bohrung
die radial angeordneten Bohrungen aufweist, wobei das stabförmige
Element im Elektromagnet geführt ist und zum Öffnen
und Schließen der Kraftstoffzumesseinrichtung in einem Kraftstoffförderaum
durch den Ankerbolzen bewegbar ist. Durch das Eindringen des stabförmigen
Elements in den Kraftstoffförderaum, werden sukzessiv die
einzelnen Bohrungen freigegeben, durch die der Kraftstoff in Richtung
Hochdruckpumpe entsprechend dosiert wird. Hierbei können
der Ankerbolzen und das stabförmige Element den gleichen
Durchmesser aufweisen und somit die Führungsbohrung im
Elektromagneten vereinfachen. Vorteilhaft bei dieser Ausführungsform
ist besonders die kompakte Ausführungsform, da das stabförmige
Element weniger Bauraum beansprucht als der Ventilkolben in der oben
beschriebene Ausführungsform.
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In
einer dritten Ausführungsform zur Ausgestaltung des Ventilkolbens
ist vorgesehen, dass der Ventilkolben als ein plattenförmiges
Element ausgebildet ist, das nach Art eines Schiebers in einen Kraftstoffförderraum
hineinragt und ein Zulauf aus Richtung Vorförderpumpe vom
Ablauf in Richtung Hochdruckpumpe trennt, wobei das plattenförmige
Element Durchgangsbohrungen aufweist, wobei das plattenförmige
Element im Elektromagnet geführt ist und zum Öffnen
und Schließen der Kraftstoffzumesseinrichtung in dem Kraftstoffförderaum
durch den Ankerbolzen bewegbar ist. Auch diese Ausführungsform
ist besonders kompakt aufgebaut.
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Außerdem
ist vorgesehen, dass der Ventilkolben integraler Bestandteil des
Ankerbolzens ist. Dies reduziert die Herstellungskosten, insbesondere bei
der zweiten Ausführungsform, da in diesem Fall der Ankerbolzen
sowie das stabförmige Element den gleichen Außenumfang
aufweisen können.
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Nachfolgend
werden anhand der Figuren Ausführungsbeispiele der Erfindung
beispielhaft erläutert. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer
Zumesseinrichtung, umfassend einen Elektromagneten mit integriertem Regelventil
im Vertikalschnitt;
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2 ein
Detail aus 1;
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3 vier mögliche Ausgestaltungsformen einer
Anordnung von Bohrungen in dem Ventilkolben von 1;
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4 eine
Darstellung einer Kraftstofffördermenge in Relation zu
einer Stromstärke eines Elektromagneten der Zumesseinrichtung
aus 1;
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5 eine
zweite Ausführungsform eines Regelventils der Zumesseinrichtung
im Vertikalschnitt, sowie ein Vertikalschnitt und eine Draufsicht eines
stabförmigen Dosierelements;
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6 eine
dritte Ausführungsform eines Regelventils der Zumesseinrichtung
im Vertikalschnitt sowie in einem Horizontalschnitt mit einem plattenförmigen
Dosierelement;
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7 eine
Detailansicht des plattenförmigen Dosierelements aus 6,
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8 eine
Detailansicht eines Regelventils aus 6 in einer
Seitenansicht und einer Schnittdarstellung; und
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9 eine
Darstellung von zwei Schaltstellungen der Zumesseinrichtung aus 6 im
Vertikalschnitt.
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Detaillierte Beschreibung
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Kraftstoffzumesseinrichtung 5.
Die Kraftstoffzumesseinrichtung 5 basiert auf einem Elektromagneten 10 mit integriertem
Regelventil 11. Im einzelnen besteht der Elektromagnet 10 im
Wesentlichen aus einer Magnetspule 12, einem Anker 13 mit
Ankerbolzen 14 und einem Magnettopf 15, der die
Magnetspule 12 und den Anker 13 teilweise umschließt.
Die Kraftstoffzumesseinrichtung 5 ist in einer Kraftstoff-Hochdruckpumpe
zum Betreiben einer Brennkraftmaschine angeordnet (nicht dargestellt).
Der Magnettopf 15 dient hierbei gleichzeitig als Abdichtelement,
als magnetischer Rückschluss und als Befestigungselement 16 des
Elektromagneten 10 in der Hochdruckpumpe. Die Magnetspule 12 wird,
nachdem sie in den Magnettopf 15 eingesetzt ist, vollständig
umspritzt. Durch die mit 17 bezeichnete Umspritzung ist
ein optimaler Wärmeübergang von der Spule 12 an
den Magnettopf 15 gewährleistet. Einer Überhitzung
in kritischen Betriebszuständen kann hierdurch entgegengewirkt werden.
Weiterhin führt die Umspritzung 17 zu einer guten
Schwing- und Schüttelfestigkeit, wodurch eine Befestigung
der Kraftstoffzumesseinrichtung 5 an hochbelasteten Stellen,
z. B. der Kraftstoffhochdruckpumpe, in Bezug auf Schwingungen, Temperatur-
und Umweltbelastungen ermöglicht wird. Des weiteren wird
durch die Umspritzung 17 der Magnetspule 12 im
Zusammenwirken mit zwei Abdichtstellen 18, 19 gewährleistet,
dass die Kontaktstellen der Spule 12 zu den Steckerfahnen
(nicht gezeigt) ”trocken” sind. Magnetspulenwicklung
und Kontaktstellen sind somit vor Angriffen korrosiver Medien optimal
geschützt. Zur Kontrolle, dass die Umspritzung 17 die
Magnetspule 12 vollständig umschließt,
sind am Umfang des Magnettopfes 15 Überlaufbohrungen 20 und 21 vorgesehen.
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Das
Regelventil 11 besitzt ein Ventilgehäuse 22,
welches in eine flanschartige Verbreiterung 23 übergeht,
die zugleich den stirnseitigen Abschluss des Magnettopfes 15 bildet.
In dem Ventilgehäuse 22 ist eine Axialbohrung 24 ausgebildet,
die koaxial zu dem Ankerbolzen 14 des Elektromagneten 10 angeordnet
ist. Die Axialbohrung 24 nimmt einen verschiebbaren hülsenförmigen
Ventilkolben 25 auf, in dessen Innenraum 26 eine
Druckfeder 27 angeordnet ist. Die Druckfeder 27 stützt
sich vorderseitig an einem Boden 28 des Ventilkolbens 25 und
rückseitig an einem in der Axialbohrung 24 des
Ventilgehäuses 22 befindlichen Federteller 29 ab.
Ein Absatz 30 an einer Innenwandung des Ventilkolbens 25 sorgt
dafür, dass die Druckfeder 27 weitgehend berührungsfrei
von der Innenwandung in dem Ventilkolben 25 liegt. Außen
steht der Ventilkolbenboden 28 und damit der Ventilkolben 25 mit
dem vorderen Ende des Ankerbolzens 14 in Anlage.
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Eine
Einlassöffnung 31 verbindet den Innenraum 26 des
Ventilkolbens 25 mit einer (nicht dargestellten) Vorförderpumpe
des Kraftstoffeinspritzsystems. Für die Einlassöffnung 31 weist
der Federteller 29 eine Mittenbohrung 35 auf.
In dem Ventilgehäuse 22 ist ein radial gerichteter
Auslass 32 von Innenraum 26 zu der nicht gezeigten
Hochdruckpumpe in hydraulischer Wirkverbindung (Auslassöffnung 32).
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Der
Ventilkolben 25 weist im Bereich der Auslassöffnung 32 radial
angeordnete Bohrungen 34 auf, die weiter hinten näher
erläutert werden.
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Das
Durchströmprinzip in der Zumesseinrichtung 5 kann
auch umgekehrt werden Hierbei wäre dann die Öffnung 31 mit
dem Niederdruckbereich der Hochdruckpumpe hydraulisch verbunden,
während die Öffnung 32 mit der Druckseite
der Vorförderpumpe verbunden wäre und somit den
Zulauf in die Zumesseinrichtung 5 bilden würde.
Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen
des Regelventils 11.
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Die
obere Hälfte der 1 – oberhalb
der gemeinsamen Mittelachse 33 von Ventilbohrung 24, Ventilkolben 25 und
Ankerbolzen 14 – zeigt das Regelventil 11 in Öffnungsstellung.
In der unteren Hälfte der 1 dagegen
ist das Regelventil 11 in vollständiger Schließstellung
dargestellt. Hierbei wirkt die Magnetkraft des bestromten Elektromagneten 10 über
den Ankerbolzen 14 auf den Ventilkolben 25 und bewegt
diesen entgegen dem Widerstand der Druckfeder 27 kontinuierlich
in die besagte Schließstellung des Regelventils 11.
Umgekehrt vermag die Druckfeder 27 den Ventilkolben 25 in Öffnungsstellung
(obere Hälfte von 1) kontinuierlich
zu verschieben, wenn die Bestromung des Elektromagneten 10 und damit
dessen auf Anker 13 und Ankerbolzen 14 wirkende
Magnetkraft entsprechend verringert wird. Das bedeutet, dass die
Zumesseinrichtung 5 bzw. das Regelventil 11 in
einem stromlosen Zustand geöffnet ist.
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2 zeigt
den Bereich der Auslassöffnung 32 in Öffnungsstellung
des Ventilkolbens 25 in einem Teil-Längsschnitt.
Die Auslassöffnung 32 ist im Ventilgehäuse 22 angeordnet
und ist vom Innenraum 26 durch den Ventilkolben 25 getrennt.
Die Wandung des Ventilkolbens 25 weist die radial angeordneten Bohrungen 34 auf.
In 2 sind exemplarisch zwei Bohrungen 34 vorgesehen,
es können jedoch auch mehr oder weniger Bohrungen sein.
Die Bohrungen 34 müssen allerdings zumindest in Öffnungsstellung des
Ventilkolbens 25 des Ventilkolbens 25 über
der Auslassöffnung 32 liegen.
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3 zeigt vier Möglichkeiten für
die Anordnung der Bohrungen 34 am Ventilkolben 25.
Die Darstellungen zeigen Abwicklungen zumindest eines Teils der
Außenseite des Ventilkolbens 25. Der Übersichtlichkeit
wegen ist nur eine Bohrung mit dem Bezugszeichen 34 gekennzeichnet.
Allen vier Möglichkeiten gemeinsam ist, dass die Bohrungen 34 in
einer Wendel angeordnet sind. Dabei sind die Wendelsteigungen immer
konstant, sie könnten aber auch in einer anderen Ausführungsform
eine veränderte oder ungleichmäßige Steigung
im Verlauf der Abwicklung darstellen. Außerdem sind die
Bohrungen 34 in allen vier Darstellungen gleich groß,
die Bohrungen 34 könnten in einer anderen Ausführungsform
auch unterschiedliche Querschnitte annehmen.
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3a zeigt
drei Wendelsteigungen, wobei die Abstände Z zwischen den
Wendelsteigungen und die Abstände R zwischen den einzelnen
Bohrungen 34 immer einheitlich sind. In 3b sind
die Abstände Z zwischen den einzelnen Wendelsteigungen
unterschiedlich, die Abstände R zwischen den einzelnen
Bohrungen 34 sind jedoch einheitlich. 3c zeigt
einheitliche Abstände Z zwischen den Wendelsteigungen aber
in jeder Wendelsteigung unterschiedliche Abstände R zwischen
den einzelnen Bohrungen 34. In 3d sind
die Abstände Z zwischen den Wendelsteigungen und die Abstände
R zwischen den einzelnen Bohrungen 34 jeweils unterschiedlich.
Es ist auch möglich, dass in einer weiteren Ausführungsform
die Darstellungen 3a bis 3d kombinierbar sind,
d. h. dass bspw. zunächst mit einheitlichen Abständen
Z und/oder R begonnen wird und anschließend mit unterschiedlichen
Abständen Z und/oder R fortgesetzt wird.
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Die
Zumesseinrichtung 5 aus 1 arbeitet folgendermaßen:
Im
stromlosen Zustand ist das Regelventil 11 geöffnet,
d. h. der Ventilkolben 25 ist im Ventilgehäuse 22 so
positioniert, dass sich die Bohrungen 34 im Bereich der
Auslassöffnung 32 befinden. In Öffnungsstellung
der Zumesseinrichtung 5 kann also der dem Regelventil 11 zugeführte
Kraftstoff durch die Auslassöffnung 32 in Richtung
der Elemente der Hochdruckpumpe strömen. Wird maximale
Stromstärke an die Magnetspule 12 angelegt, so wird
Kraft über den Ankerbolzen 14 auf den Ventilkolben 25 ausgeübt.
Diese Kraft bewegt den Ventilkolben 25 entgegen dem Widerstand
der Druckfeder 27 in die Schließstellung der Zumesseinrichtung 5.
Die Bohrungen 34 befinden sich außerhalb des Bereichs
der Auslassöffnung 32, sind also durch das Ventilgehäuse 22 abgedeckt.
Die Zumesseinrichtung 5 ist geschlossen. Wird nun die Stromstärke
reduziert, gelangen sukzessiv die einzelnen (im Verlauf einer Wendel
angeordneten) Bohrungen des Ventilkolbens 25 in den Bereich
der Auslassöffnung 32. Der Ventilkolben 25 wirkt
damit als Dosierelement, da damit eine feine Dosierung des Kraftstoffs
durch Verändern der Stromstärke für die
Magnetspule 12 möglich ist. 4 zeigt
den Verlauf einer Fördermenge FM an Kraftstoff in Relation
zur Stromstärke I bei unterschiedlichen Ausführungsformen
der Zumesseinrichtung. Die Charakteristik der Kurven ist bei allen
vier Darstellungen im Wesentlichen identisch. Man erkennt eine gewünschte
Nicht-Linearität, die sich in einer angenäherten ”S-Form” der
Kennlinien wiederspiegelt. Durch die Erfindung ist es möglich,
die Charakteristik der Kennlinien auch in Detailbereichen nahezu
beliebig zu formen.
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5 zeigt
auf der linken Seite eine zweite Ausführungsform eines
Regelventils 11 der Zumesseinrichtung 5 im Vertikalschnitt
und auf der rechten Seite ein Dosierelement der zweiten Ausführungsform
in einem Längs- und einem Querschnitt. Hierbei und für
die nachfolgenden Figuren gilt, dass solche Elemente und Bereiche,
welche funktionsäquivalent sind zu Elementen und Bereichen
der Zumesseinrichtung 5 der vorhergehenden Figuren, die
gleichen Bezugszeichen tragen und nicht nochmals im Detail erläutert
werden. Der Ventilkolben 25 aus 1 oder 2 ist
hier als ein stabförmiges Dosierelement 36 ausgestaltet.
Hierbei wirkt die Magnetkraft des bestromten Elektromagneten 10 über
den Ankerbolzen 14 auf das stabförmige Dosierelement 36 und
bewegt dieses entgegen dem Widerstand der Druckfeder 27 in
die Öffnungsstellung des Regelventils 11. Das stabförmige
Dosierelement 36 weist eine axiale Zentralbohrung 40 auf,
die mit der Einlassöffnung 31 hydraulisch verbunden
ist und umfasst an dem am Ankerbolzen 14 anliegenden Ende
eine Nut 38. In die Wandung des stabförmigen Dosierelements 36 sind auf
drei Ebenen vier im Winkel von 90° angeordnete radiale
Bohrungen 34 angeordnet. Die einzelnen Bohrungen 34 könnten
auch wendelförmige versetzt angeordnet sein (nicht dargestellt).
Die Anzahl und die Größe der Bohrungen 34 können
auch variieren (nicht dargestellt). Das stabförmige Dosierelement 36 wird
im Ventilgehäuse 22 in der Führung des
Ankerbolzens 14 geführt. Im weiteren Verlauf der
Führung des Ankerbolzens 14 weist das Ventilgehäuse 22 im
Innern einen Kraftstoffförderaum 42 auf, der die Auslassöffnungen 32 umfasst.
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Die
Zumesseinrichtung 5 in der zweiten Ausführungsform
arbeitet folgendermaßen:
Im stromlosen Zustand ist
das Regelventil 11 in dieser Ausführungsform geschlossen
(in 5 dargestellte Stellung), d. h. die Bohrungen 34 des
stabförmigen Dosierelements 36 sind von der Führung
des Ankerbolzens 14 abgedeckt. Wird maximale Stromstärke
an die Magnetspule 12 angelegt, so wird Kraft über
den Ankerbolzen 14 auf das stabförmige Dosierelement 36 ausgeübt.
Diese Kraft bewegt das stabförmige Dosierelement 36 entgegen
des Widerstandes der Druckfeder 27 in die Öffnungsstellung
der Zumesseinrichtung 5. Das stabförmige Dosierelement 36 ist
jetzt im Kraftstoffförderaum 42 so positioniert,
dass sich die Bohrungen 34 im Bereich des Kraftstoffförderaums 42 befinden.
In Öffnungsstellung der Zumesseinrichtung 5 kann
der dem Regelventil 11 zugeführte Kraftstoff durch
die Auslassöffnung 32 in Richtung der Elemente
der Hochdruckpumpe strömen. Wird nun die Stromstärke
reduziert, werden sukzessiv die einzelnen Bohrungen 34 wieder
durch die Führung des Ankerbolzens 14 geschlossen.
Das stabförmige Dosierelement 36 wirkt damit als
Dosierelement, da damit eine feine Dosierung des Kraftstoffs in
Richtung Hochdruckpumpe durch Verändern der Stromstärke
für die Magnetspule 12 möglich ist. Der
Magnetbolzen 14 und das stabförmige Dosierelement 36 können
auch einstückig ausgeführt sind.
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6 zeigt
eine dritte Ausführungsform eines Regelventils 11 der
Zumesseinrichtung 5 im Vertikalschnitt und einem Querschnitt.
Der Ventilkolben 25 aus 1 oder 2 ist
hier als ein plattenförmiges Dosierelement 44 ausgestaltet.
Hierbei wirkt die Magnetkraft des bestromten Elektromagneten 10 über
den Ankerbolzen 14 auf das plattenförmige Dosierelement 44 und
bewegt dieses entgegen des Widerstandes der Druckfeder 27 in
die Öffnungsstellung des Regelventils 11 (in 6 dargestellte
Stellung). Die Druckfeder 27 ist in dieser Ausführungsform
in 6 in einem oberen Bereich des plattenförmigen Dosierelements 44 in
einer dafür vorgesehenen Nut-Formkammer 46 angeordnet.
Die Nut-Formkammer 46 ist im Magnettopf 15 eingelassen.
Der Federteller 29 ist dementsprechend an der zum Ankerbolzen 14 zeigenden
Ende des plattenförmigen Dosierelements 44 fest
mit dem plattenförmigen Dosierelement 44 verbunden.
Der Federteller 29 und der Ankerbolzen 14 könnten
auch einstückig hergestellt sein. Das plattenförmige
Dosierelement 44 weist ein Schieberelement 47 auf,
welches einen Anbindungskanal 48 zur (nicht dargestellten)
Hochdruckpumpe von der Einlassöffnung 31 der (nicht
dargestellten) Vorförderpumpe trennt. Das Schieberelement 47 ist in
einem axial verlaufenden Formschlitz 49 geführt und
weist eine Steueröffnung 50 auf, das dreieckig ausgestaltet
ist und bei geöffneter Stellung der Zumesseinrichtung 5 im
Bereich der Einlassöffnung 31 positioniert ist. 7 zeigt
das Schieberelement 44 im Detail. In geschlossener Stellung
der Zumesseinrichtung 5 verschließt ein in 6 unterhalb
der Steueröffnung 50 angeordneter Teil des Schieberelements 47 den
Anbindungskanal 48. Anstatt der Steueröffnung 50 könnten
auch im gleichen Bereich mehrere Durchgangsbohrungen (nicht dargestellt)
in dem Schieberelement 47 vorgesehen sein.
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Die
Zumesseinrichtung 5 in der dritten Ausführungsform
arbeitet folgendermaßen:
Im stromlosen Zustand ist
das Regelventil 11 in dieser Ausführungsform geschlossen
d. h. der untere Teil des Schieberelements 47 verschließt
den Anbindungskanal 48. 9 zeigt
auf der linken Seite die entsprechende geschlossene Stellung. Wird
maximale Stromstärke an die Magnetspule 12 angelegt, so
wird Kraft über den Ankerbolzen 14 auf das plattenförmige
Dosierelement 44 ausgeübt. Diese Kraft bewegt
das plattenförmige Dosierelement 44 entgegen des
Widerstandes der Druckfeder 27 in die Öffnungsstellung
der Zumesseinrichtung 5. Das Schieberelement 47 ist
jetzt derart positioniert, dass sich die Steueröffnung 50 im
Bereich der Öffnung zum Anbindungskanal 48 befindet. 8 zeigt
im oberen Teil und 9 zeigt auf der rechten Seite
die entsprechende Öffnungsstellung. In Öffnungsstellung
der Zumesseinrichtung 5 kann der dem Regelventil 11 zugeführte
Kraftstoff durch die Einlassöffnung 31 in. Richtung
der Elemente der Hochdruckpumpe strömen. Wird nun die Stromstärke
reduziert, verschwindet die Steueröffnung 50 mehr
und mehr im Magnettopf 15, wobei der untere Teil des Schieberelements 50 gleichzeitig
die Öffnung zum Anbindungskanal 48 verschließt.
Das plattenförmige Dosierelement 44 wirkt damit
als Dosierelement, da damit eine feine Dosierung des Kraftstoffs
in Richtung Hochdruckpumpe durch Verändern der Stromstärke
für die Magnetspule 12 möglich ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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